EINSATZLÄNDER

Diaconia Internationale Hilfe arbeitet dort, wo die Hilfe am nötigsten ist. Hier finden Sie verschiedene Informationen über unsere Einsatzländer und einige Beispiele von Hilfsprojekten:
• Albanien
• Armenien
• Nepal
• Rumänien

Die Projekte in den Krisenregionen sollen schnell und gezielt jenen Menschen zugute kommen, die nicht einmal das Allernötigste zum Leben haben. Vorwiegend engagiert sich Diaconia in den Ländern Armenien und Rumänien, aber auch in Albanien und Nepal wirkt das Hilfswerk direkt und wirkungsvoll.

Albanien

Seit dem Jahr 2003 ist Diaconia Internationale Hilfe wieder aktiv in Albanien tätig. Bereits ab 1995 konnte Diaconia zuvor in Zusammenarbeit mit amerikanischen Freunden den Bau eines Ambulatoriums realisieren und nur wenig später den Bau eines neuen Krankenhauses. So konnte u.a die Kinder-sterblichkeit in jenem Gebiet massiv gesenkt werden.
Albanienhilfe
Kindergarten ohne Wasser und Heizung
Erbärmliche Zustände herrschen im Kindergarten des Dorfes Bulcesh. Diaconia möchte die Situation gerne verbessern.
Das Dorf ist Teil der Stadt Kamez und wird auch von dort verwaltet. Es hat eine äusserst schlechte Infrastruktur. Die Verwaltung von Kamez konnte diese bisher nicht voranbringen, weil sie nicht auf die vielen Menschen eingestellt war, die in der Hoffnung auf ein besseres Leben aus dem Norden Albaniens in die Nähe der Hauptstadt Tirana strömten.
Albanien gilt heute als der ärmste Staat Europas. Zunächst hatte der Staat eine Grundschule und einen Kindergarten für die Kinder gebaut. Aber durch die Bürgerunruhen 1997 und die damit verbundenen chaotischen Zustände wurden diese Gebäude teilweise zerstört. Ausserdem wurden die Schule und der Kindergarten von armen Leuten bewohnt, die dort Zuflucht suchten ? natürlich ohne Erlaubnis. Also verlor das Dorf seinen einzigen Kindergarten.
Nachdem die Bildungsbehörde.in Tirana sah, wie dringend hier ein Kindergarten benötigt wurde, beschloss sie, ein anderes Gebäude zu mieten, das als Kindergarten genutzt werden konnte. Der "neue" Kindergarten hat fünf Räume, in denen nun 140 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren Platz finden müssen. Acht Erzieherinnen und die Leiterin, Donika Nerimi, tun hier ihre Arbeit.
Die sanitären Anlagen und die hygienischen Bedingungen sind schlecht, es fehlt an Wasser und an richtigen Toiletten. Im ganzen Gebäude gibt es keine Heizung, und im Winter müssen die Kinder die ganze Zeit ihre Mäntel und Mützen tragen, weil es zu kalt ist. Der Boden hat überhaupt keinen Belag, das heisst, die Kinder müssen die ganze Zeit stehen und können sich nicht einmal hinsetzen, um zu spielen.
Es gibt nicht genügend Tische und Stühle. Da kein Spielzeug vorhanden ist, können die Kinder nicht spielen. So tun sie die meiste Zeit überhaupt nichts. Diaconia würde dem Kindergarten gern mit Bodenbelägen und Teppichen, mit Tischen und Stühlen helfen. Damit die Kinder nicht mehr frieren müssen, möchte Diaconia dem Kindergarten Gasöfen zur Verfügung stellen.
Und schliesslich möchten wir den Kindern Spielzeug kaufen, damit in diesen Kindergarten wieder Leben einkehren kann, schreibt unser Mitarbeiter Artan Metohu.
Wir bitten Sie herzlich, uns dabei zu unterstützen.
Hier können Sie ganz konkret helfen!

 


 

Armenien

Für viele Menschen in Armenien geht es sprichwörtlich um's Überleben! Armenien ist ein von der Welt fast vergessenes Land, in welchem nur wenige Hilfsorganisationen tätig sind.
Damit Hilfseinsätze wirklich effektiv sein können, braucht es Nachhaltigkeit. Deshalb haben wir für dieses Land u. a. ein Patenschaftsprogramm eingerichtet. Inzwischen sorgt das Hilfswerk Diaconia in Armenien für etwa 10'000 Kinder.
Als weitere Massnahme hat das Hifswerk Diaconia in Armenien ein "Dorf der Hoffnung" errichtet, in welchem obdach- und arbeitslose Familien Aufnahme finden. Fast 60 Häuser konnten inzwischen den glücklichen neuen Bewohnern übergeben werden. Neben vielen weiteren prominenten Besuchern haben der armenische Staatspräsident und der deutsche Botschafter das Dorf besichtigt und sich sehr positiv über diese Arbeit geäussert. Im Rahmen ihrer Möglichkeiten unterstützt die Deutsche Botschaft in Jerewan unsere Hilfstätigkeit.
Armenienhilfe

Gesichter der Not in Armenien
Surik war ein ausgesprochen liebenswerter Junge, ein wenig schüchtern und in sich gekehrt. Er war öfter bei uns im "Dorf der Hoffnung", um seinen Vater zu besuchen, der als Malermeister bei uns arbeitet. Ohne zu zögern packte er mit an, wenn es Arbeit gab, und half öfters, die Container abzuladen. Nun ist Surik tot, er wurde 19 Jahre alt.
Er starb, als er seinen Militärdienst an der Grenze zu Aserbaidschan ableistete, zusammen mit seinem Freund. 20 Kugeln durchsiebten ihn, sein Freund hatte 31 Einschüsse. Ein Trupp von 60 aserbaidschanischen Soldaten brachte die Leichen zu den armenischen Stellungen. Sie warfen ihn und seinen Freund den armenischen Soldaten vor die Füsse. Die Trauer ist gross bei uns. Surik wurde offen aufgebahrt, weil jeder sehen sollte, was ihm angetan wurde. Die Eltern sind verzweifelt, unsere Mitarbeiter und ich hilflos, versteinert. Er war der einzige Sohn, die Zukunft seiner Familie. Bomben an der Grenze Vergangene Woche wurde ein weiterer junger Mann getötet. Der Präsident Armeniens war in Berg-Karabach und besuchte die Grenze. Zu spät bemerkten die Aserbaidschaner, wer da an der Grenze war. Dennoch wurde der Abschnitt eine halbe Stunde später bombardiert. Dabei starb der Sohn unseres Nachbarn. Der Junge war vor unseren Augen aufgewachsen. Wir haben uns mit ihm gefreut, wenn er gute Nachrichten hatte, wir haben ihn getröstet, wenn es ihm schlecht ging. Als er zum Militär einberufen wurde, haben wir ihn gemeinsam verabschiedet. Seine Mutter hatte Sorge, weil er an die Grenze musste, doch er hatte sie in den Arm genommen und noch gesagt, sie solle sich keine Sorgen machen. Es war ein Abschied für immer.
Wer in der Welt hat sich hierüber empört? In welchen Nachrichten kam die Meldung, dass wieder armenische Soldaten an der Grenze ermordet wurden? Jedes Jahr sterben so viele junge Männer an dieser Grenze - aber es wird nicht bekannt.

Geschichte wird verdreht
Studiert man die türkischen Internet-Foren, dann liesst man, wie Geschichte verdreht wird, wie Menschen manipuliert werden, wie sehr überzeugend Tatsachen geleugnet werden und den Armeniern die Schuld an allem gegeben wird. Man liest von Eroberungsplänen, von Hass und von Schadenfreude, wenn armenische Kinder verhungern oder im Winter erfrieren.
Offensiv wurden ja auch deutsche Journalisten, die in Armenien zu Besuch waren und positiv über Armenien geschrieben hatten, bedroht, um sie mundtot zu machen. Armenien, das erste christliche Land der Geschichte, ist heute in einer sehr gefährdeten Lage. Die Blockade seitens der Türkei wird weiterhin rigide durchgesetzt und Georgien, der einzige christliche Nachbar, ist aus politischen Gründen kein Freund Armeniens.
Die neue Ölpipeline aus Aserbaidschan über Georgien in die Türkei ist eine zu wichtige Einnahmequelle. In den türkischen Internet-Foren wird offen darüber spekuliert, wie man Armenien von der Landkarte auslöschen oder zumindest komplett isolieren könnte, wenn Georgien sich ebenfalls gegen Armenien stellen würde. Sie geben Armenien noch maximal zehn Jahre, spätestens dann werde es eine militärische Lösung, finanziert durch Erdöldollars, geben.
Die Welt schreit zu Recht auf, wenn der iranische Präsident Lügen über den Holocaust an den Juden verbreitet und absurde Aussagen macht. Dies muss man scharf verurteilen. Aber die Welt schreit nicht auf, wenn der Völkermord an den Armeniern bis heute geleugnet und behauptet wird, die Armenier selber hätten einen Genozid begangen. Wie wäre die Reaktion der Welt wohl, wenn der iranische Präsident behauptet hätte, die Juden hätten versucht, die Deutschen während des Zweiten Weltkrieges auszulöschen?

Im Visier von Scharfschützen
Für mich persönlich, der ich in Deutschland aufgewachsen bin, war es eine einschneidende Erfahrung, als wir zum ersten Mal in die Grenzdörfer zu Aserbaidschan gefahren sind. Der Bürgermeister eines Dorfes in Schamschadin sagte zu mir: ?Gehe direkt hinter mir. Wenn Du am Dorfplatz an der falschen Stelle stehst, wirst Du von Scharfschützen ins Visier genommen.? Welche Welt, in der man erschossen werden kann, nur weil man einem anderen Volk angehört.
Die Schicksale, mit denen wir hier konfrontiert werden, sind erschütternd. Erst gestern sah ich auf der Strasse eine Mutter mit ihrer frierenden, etwa dreijährigen Tochter. Sie hatten nur leichte Sommerkleidung an. Die letzten Tage hatten sie nur trockenes Brot in lauwarmes Wasser getaucht, um so ein wenig Wärme zu bekommen. Hilfe nötiger denn je Liebe Freunde, Armenien braucht Ihre Hilfe nötiger denn je. Sie haben in den vergangenen Jahren Diaconia unterstützt und damit die Not an vielen Stellen gelindert.
Doch noch immer sterben in Armenien Kinder durch schlechte medizinische Versorgung, durch Mangelernährung, und noch immer erfrieren im Winter Menschen, noch immer gibt es typische Armutskrankheiten, noch immer ist die versteckte Not sehr gross.
Es ist zu viel Leid für ein solch kleines Volk. Man möchte fast verzweifeln. Armenien braucht Freunde, Freunde wie Sie es in der Vergangenheit waren. Sie haben die Arbeit begleitet, unterstützt, Menschenleben gerettet, Hoffnung geschenkt, Veränderung bewirkt. Reichen Sie Armenien weiter die Hand, erzählen Sie Ihren Freunden über Armenien und die isolierte Lage, in der sich das älteste christliche Volk der Geschichte befindet.
Bitte lassen Sie uns nicht alleine mit dieser Arbeit.
Hier können Sie ganz konkret helfen!

 

 

 

Rumänien

Das rumänische Volk hat wie kaum eine andere Nation unter der kommunistischen Diktatur gelitten. Noch vor zehn Jahren hegte die Bevölkerung grosse Hoffnung auf eine lebenswerte Zukunft. Inzwischen haben sich Enttäuschung und Frustration breit gemacht.
Rumänienhilfe
Gemessen an seiner Bevölkerung ist Rumänien das neuntgrösste Land Europas. Es ist eingeteilt in einundvierzig Landkreise und erstreckt sich vom schwarzen Meer über die Karpaten bis hin an die ungarische Grenze. Vier verschiedene Volksgruppen (Rumänen, Ungaren, Deutsche und Zigeuner) prägen das Land durch ihre unterschiedlichen Sprachen und Gebräuche.
Viele Kinder fliehen von ihren gewalttätigen und alkoholabhängigen Eltern, verlassen die Schule und ihre vertraute Umgebung. Doch auf der Strasse gibt es für sie keine Zukunft. Zu der Angst ums Überleben kommen Hunger, Kälte und Einsamkeit hinzu. So traurig sieht das Leben vieler Strassenkinder in Rumänien aus.
Mit Autowaschen versucht dieser Junge, sich ein wenig Geld zu erarbeiten. Dem 12jährigen Andrei erging es nicht anders. Durch kleinere Arbeiten versucht er sich über Wasser zu halten. Das Geld reicht meistens nicht. Er besitzt nur die Kleider, die er trägt, und eine Matratze vom Müll. Zurück nach Hause will er aber nicht.
Immer wieder macht Diaconia auf die Situation der Strassenkinder in Brasov aufmerksam. Hunderte von Kindern leben Tag und Nacht auf der Strasse. Sie schlafen auf Kanalrohren unter der Erde, sammeln Nahrung in Abfalleimern und kämpfen jeden Tag erneut ums Überleben. Auf den Strassen gilt das Recht des Stärkeren. Drogen, Gewalt und Missbrauch gehören für viele zum Alltag.
Die Unterstützung und Betreuung der Strassenkinder in Rumänien ist ein wichtiger Teil der Diaconia-Arbeit. Wer erst einmal auf der Strasse gelandet ist, kommt nur schwer alleine wieder heraus. Die Kinder haben noch ihre ganze Zukunft vor sich, die ihnen aber kaum Perspektiven bietet. Nicht selten trifft man auf der Strasse lebende junge Mütter mit Neugeborenen.
Täglich sind Diaconia Mitarbeiter auf den Strassen von Brasov unterwegs. Sie helfen, wo sie können, bringen Nahrung, verteilen Kleidung und Matratzen, hören den Kindern zu und bauen Vertrauen auf. Im Kinderzentrum finden die Kinder auch Schutz und Geborgenheit. Neben warmen Mahlzeiten, werden sie bei den Hausaufgaben betreut, in den Kinderstunden werden biblische Geschichten erzählt. Hierher sollen die Kinder finden, bevor sie gezwungen sind, auf der Strasse zu leben. Diese Kinder werden mit ihren Familien betreut und gefördert.
Diaconia hat das Ziel, den Kindern eine Zukunft mit Perspektiven zu geben. Mit Überlebenshilfe, Seelsorge und Prävention möchte Diaconia den Kindern einen Weg zeigen, von der Strasse oder zerrütteten Familien weg, hin zu einem Leben mit Perspektiven. Bitte helfen Sie mit, diese Arbeit aufrecht zu halten und den Strassenkindern eine lebenswerte Zukunft zu geben. Unser Mitarbeiterteam in Rumänien dankt im Namen der Kinder sehr herzlich für jede Unterstützung!
Wir bitten Sie herzlich, uns dabei zu unterstützen.
Hier können Sie ganz konkret helfen!

 


Nepal

Das Königreich Nepal gehört zu den ärmsten Ländern der Erde. Im Schatten der Himalayaberge leiden viele Kinder unter erbärmlichen Lebensumständen, wie sie in Westeuropa kaum vorstellbar sind.
Besonders schwer haben es christliche Familien, denn der Hinduismus ist Staatsreligion und dominiert das öffentliche Leben. Christliche Mission ist streng verboten. Dennoch sind viele Nepalesen in den vergangenen Jahren Christen geworden.
Nepalhilfe
Für eine menschenwürdige Zukunft, vor allem für die benachteiligter Kinder, setzt sich Diaconia nun auch in Nepal ein. Die Kinder sind es, die von dem unsagbaren Leid in den armen Gebieten am meisten betroffen sind. Nachdem sich Diaconia vor Jahren bereits in Indien engagierte, wird die Hilfsarbeit in Asien nun fortgesetzt.
Um die Verwaltungs- und Lohnkosten möglichst gering zu halten, werden die administrativen Aufgaben direkt vor Ort erledigt. Das schafft Arbeitsplätze und senkt gleichzeitig, durch das verhältnismässig niedrige Lohnniveau, die Kosten. Diaconia plant deshalb nicht, Personal aus Europa nach Nepal zu entsenden. Stattdessen wollen wir dort eng mit vertrauenswürdigen, bewährten einheimischen Christen zusammenarbeiten.
Ein Schwerpunkt ist die Unterstützung christlicher Internate, die jungen Nepalesen eine fundierte Ausbildung ermöglichen. Dort werden die Kinder liebevoll aufgenommen, erhalten Kleidung, Essen, Schulmaterial und werden medizinisch versorgt, wenn sie krank werden. Die gute Bildung ermöglicht es den Kindern, später eine Berufsausbildung zu absolvieren. Als Fachkräfte verdienen sie dann genügend Geld, um für sich und ihre Familien sorgen zu können. So wird der Teufelskreis der Armut durchbrochen.
Diaconia hat bereits mit der Unterstützung zweier Internate in der Stadt Pokhara begonnen. Ein drittes Kinderheim in der bettelarmen, unzugänglichen Westprovinz des Landes soll bald folgen. In den nächsten Ausgaben des „Ostkurier“ werden wir diese Schulen vorstellen.
Wir möchten Sie herzlich bitten, sich mit den armen Christen in diesem fernen Land solidarisch zu zeigen. Wir möchten den Kindern, die im Schatten der höchsten Berge der Welt aufwachsen, das Licht der Liebe Gottes näher bringen.
Bitte helfen Sie uns, damit wir auf die Hilferufe aus Nepal schnell antworten können.
Hier können Sie ganz konkret helfen!




 
 


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