35 Jahre
DIACONIA
INTERNATIONALE HILFE
1981 - 2016

Diaconia – das „ungeplante“ Hilfswerk

Üblicherweise steht am Anfang einer Unternehmung eine Idee. Und heutzutage dazu ein Businessplan. Bei Diaconia verlief alles ein bisschen anders. Der Inhaber des Hintermann-Verlages gehörte zu den Gründern eines Missionswerkes, das erfolgreich im kommunistischen Osten tätig war und immer noch ist. Nach zehnjähriger Mitarbeit im Vorstand reifte der Entschluss, sich ganz auf den Verlag zu konzentrieren. Ohne irgendwelches Dazutun trafen in der Folge beim Verlag aus Ostländern Bitten um Bibeln und christliche Literatur sowie um materielle Hilfe ein. Mit der Zeit bildete sich ein Kreis von zwei Festangestellten und über dreissig freiwilligen Helfern. Letztere unternahmen in ihrer Freizeit und in den Ferien Reisen in den Osten und brachten die erwünschte Hilfe dorthin. Dies war nicht ganz ungefährlich. Einmal wurde gar ein Fahrzeug durch die Behörden beschlagnahmt.
Der Dienst an Christen im Osten weitete sich stetig aus. Deshalb wurde am 28. Juli 1981 ein Verein gegründet. Dieser trug anfänglich die Bezeichnung „Mission hinter dem Eisernen Vorhang“. Heute heisst er „Diaconia Internationale Hilfe“. Stiftungen von Diaconia bzw. Vereine bestehen zudem in Deutschland, Armenien, Rumänien, Albanien und in den USA. Diaconia verfolgt auf christlicher Grundlage gemeinnützige Zwecke und geniesst die Steuerbefreiung. Spenden können in der Schweiz und in Deutschland steuerlich abgezogen werden. Diaconia hält die im Ehrenkodex der Schweizerischen Evangelischen Allianz SEA enthaltenen Grundsätze ein und erhielt deshalb das SEA-Gütesiegel verliehen. Diaconia hat sich zu Transparenz und Offenheit verpflichtet. Dafür steht auch das Logo des Deutschen Spendenrates e. V.
Die Einsatzgebiete haben sich im Laufe der Zeit verändert. Seinerzeit war Diaconia sogar in Moskau tätig. Dort wurden Waisenkinder und Suppenküchen unterstützt sowie Gefängnisinsassen betreut. Heute steht das Hilfswerk in Armenien, Rumänien, Albanien und Nepal im Einsatz.
Einen wichtigen Bestandteil der Arbeit von Diaconia stellt die Patenschafts-Hilfe dar, in deren Rahmen Tausenden von Kindern in Armenien und Rumänien auf vielerlei Weise wirksam geholfen wird. Wenn möglich sorgt Diaconia auch für deren Berufsausbildung.
In Armenien wird ein „Dorf der Hoffnung“ für Obdachlose errichtet. 76 Häuser werden bereits durch ca. 400 Personen bewohnt, weitere Einfamilienhäuser befinden sich im Bau. Im Dorf konnte auch ein Berufsausbildungszentrum den Betrieb aufnehmen. Jugendliche können dort in verschiedenen Berufen ausgebildet werden: als Bäcker, Reiseleiter und Näherin. Weitere Berufe werden folgen.
Das wichtigste Hilfsprojekt in Rumänien ist das Bildungszentrum KiBiZ. Dort werden benachteiligte Kinder individuell betreut, u. a. durch Nachhilfeunterricht, Nahrung, Kleidung, Schuhe und Schulmaterial. Geplant ist ferner ein Landwirtschaftsbetrieb im Umfang von bis zu 50 Hektaren Ackerland, um für Notleidende Nahrungsmittel anzubauen.
Auch in Albanien sind unsere Mitarbeiter eifrig an der Arbeit. Hilfe erfolgte z. B. bei der Jahrhundertflut 2010. Weil dem Staat die Mittel fehlen, unterstützt Diaconia regelmässig verschiedene Heime und Schulen bei Renovationsarbeiten. Notleidenden wird direkt geholfen. – In Nepal unterstützt Diaconia verschiedene christliche Internate.
Dankbar blicken wir auf dreissig Jahre des gesegneten Wirkens zugunsten Notleidender zurück. Der Dank gilt auch allen treuen Gönnern, die uns dabei – manche von ihnen seit der Gründung 1981 – unterstützt und begleitet haben.
Mit herzlichen Segenswünschen und freundlichen Grüssen.

HRH
Hans-Rudolf Hintermann