Report
Ausgabe 01, Januar 2010


Rumänien
Diaconia startet neues Landwirtschafts-Projekt – Ankauf von Ackerland ermöglicht Hilfe zur Selbsthilfe
„Spenden Sie einen Kartoffel-Acker – das sichert die Ernährung Bedürftiger für Jahre“
Jahr für Jahr versorgt Diaconia Internationale Hilfe in Rumänien Hunderte von Familien mit dringend nötigen Nahrungsmitteln wie Kartoffeln und Gemüse. Nur so können sie den Winter überstehen. Nun plant Diaconia ein neues Projekt, um die Nahrungsmittelhilfe langfristig zu sichern: Unter dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ möchte Diaconia Ackerland kaufen, um dieses für Bedürftige zu bewirtschaften.
Gerade jetzt sind Diaconia-Mitarbeiter in Rumänien daran, Tausende von Kilogramm Kartoffeln und Gemüse zu verteilen. Viele Notleidende weinen vor Glück, denn diese Nothilfe sichert ihnen das Überleben in den harten Wintermonaten. Das „Kartoffel-Projekt“ ist seit vielen Jahren ein wichtiger Bestandteil der Diaconia-Winterhilfe. Hunderte von Familien haben schon davon profitiert.
Die Not in Rumänien ist in den vergangenen Jahren nicht kleiner geworden. Eher ist das Gegenteil der Fall. Diaconia wird in Zukunft noch mehr Kinder mit Grundnahrungsmitteln versorgen müssen. Doch die sind knapp und werden immer teurer. Deshalb die neue Initiative. Projektleiter Matthias Kipfer hofft, dass sich viele Unterstützer von Diaconia für das nachhaltige Vorhaben einsetzen: „Wir wollen Ackerland kaufen, dieses bebauen und die Ernte an die bedürftigen Menschen verteilen. Spenden Sie einen Kartoffel-Acker oder einige Quadratmeter Land. Mit einer solchen Spende können Sie über viele Jahre helfen!“
Rumänien ist ein fruchtbares Land. Leider fehlt es an funktionierenden Maschinen und Kenntnissen über ertragreiche Anbaumethoden. Viele Flächen liegen brach. Der Erwerb von Ackerland ist rechtlich gesichert möglich. Eine Hektare (10‘000 m2 ) Ackerland kostet rund 3‘800 Franken (etwa 2‘500 Euro). 1‘000 m2 kosten 380 Franken (250 Euro) und 100 m2 38 Franken (25 Euro). „Auf einer Hektare kann eine Jahresernte von 30 Tonnen Kartoffeln eingebracht werden“, erläutert Matthias Kipfer, „mit Ihrer Spende helfen Sie nicht nur einmalig, sondern sichern die Ernährung von Bedürftigen langfristig für viele Jahre.“ Auch kleine Beträge bringen das neue Projekt voran.
Auf einem Acker können nicht jedes Jahr Kartoffeln geerntet werden. „Wir werden auch Zuckerrüben, Weizen und Mais anbauen. Die Ernte wird den Speisezettel der bedürftigen Familien bereichern“, so der Diaconia-Einsatzleiter.
Bitte helfen Sie mit und fördern Sie das neue Landwirtschafts-Projekt in Rumänien. Diaconia möchte möglichst vielen Notleidenden neue Hoffnung schenken und sie wissen lassen, dass sie nicht mehr hungern müssen – weil die „Diaconia-Äcker“ Frucht bringen. Möge Gott Ihnen Ihre Mildtätigkeit reichlich vergelten!
Projekt Nr. 1441
„Landwirtschaft Rumänien”

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Rumänien
Vierfache Mutter benötigt dringend Medikamente – Ehemann hat die Familie verlassen
Daniela kämpft verzweifelt gegen den Krebs
Manche Menschen trifft das Schicksal besonders hart. Ein solcher Mensch ist die 38-jährige Daniela. Die krebskranke Frau hat vier Kinder und ist von ihrem Ehemann verlassen worden. Im August 2006 wurden Daniela Krebsgeschwüre entfernt, danach begann sie mit der Chemotherapie. Sie magerte auf 50 Kilo ab und hatte furchtbare Schmerzen. Teile ihres Körpers verfärbten sich dunkelviolett, und bis heute kann sie weder riechen noch schmecken. Als Bekannte sagten, sie würde bald sterben, bekam Daniela Panikattacken.
In dieser Zeit waren die Kinder Magdalena (13 Jahre alt), Stefania (10), Anca (8) und Daniel (6) die meiste Zeit alleine. Eine Freundin kümmerte sich um die Vier, wenn es Daniela nicht möglich war. Doch am Ende blieb Daniela nichts anderes übrig, als die beiden ältesten Töchter in die Obhut ihres Ex-Mannes zu geben. Es war schrecklich für sie, der Tatsache ins Auge blicken zu müssen, dass sie ihre Kinder nicht mehr versorgen kann. Die beiden jüngsten Kinder blieben bei ihr, denn sie brauchten dringend ihre Mutter.
Danielas Zustand verschlechterte sich. Oft krümmte sie sich vor Schmerzen. Doch am Ende gewann sie den Kampf gegen den Krebs. Für sie ist es ein Wunder Gottes! Zwar ist sie heute noch nicht vollständig geheilt, doch sie hat wieder die Kraft, sich um ihre Kinder zu kümmern. Endlich bekamen die Kleinen, die bisher auf dem Fussboden geschlafen hatten, ein Bett.
Daniela ist immer noch in ärztlicher Behandlung. Es fällt ihr schwer, die Arztkosten zu begleichen. Im Moment steht eine Kontrolluntersuchung an, bei der in einem aufwändigen Verfahren ihre Knochen und ihr Blut untersucht werden. Diese Behandlung kostet fast 500 CHF (331 Euro). Hinzu kommt, dass sie dafür in eine andere Stadt reisen und die Übernachtungskosten bezahlen muss. Ausserdem benötigt sie dringend Medikamente, die sie sich nicht leisten kann. Da sie gesundheitlich nicht mehr in der Lage ist, Holz für den Ofen zu hacken, hat sie sich für den Kauf einer gebrauchten Gasheizung 370 Franken (245 Euro) geliehen. Inzwischen ist die älteste Tochter Magdalena auch wieder bei ihr, da sie mit ihrem Vater nicht ausgekommen ist. Diaconia möchte Daniela helfen, ihren Kampf gegen den Krebs endgültig zu gewinnen. Bitte helfen Sie mit! Herzlichen Dank für Ihre Solidarität mit den Ärmsten in Rumänien!
Projekt Nr. 1442
„Krebshilfe Daniela”

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Rumänien
Schrecklicher Unfall stürzt Familie in grosse Not – Florin benötigt dringend passende Prothesen
34-Jährigem beide Beine amputiert
Florin, seine Ehefrau Stela und die kleine Tochter Elisa waren eine glückliche Familie, die voller Zuversicht in die Zukunft blickte. Bis zum 7. Januar 2009: Der 34-jährige Florin hilft einem Freund beim Hausbau, als sich ein Stück Beton löst und die Beine des Familienvaters unter sich begräbt. Seine Kollegen bringen Florin sofort ins Spital, doch die Ärzte müssen beide Beine amputieren.
Was für ein Schock: Der Ehemann, der Vater, der eben noch kraftvoll für die Familie gesorgt hatte, ist plötzlich völlig hilflos. Als Stela erfährt, dass ihr Mann nie mehr ein normales Leben führen kann, bricht sie zusammen.
Florin muss mehrere Monate im Spital verbringen. Es dauert lange, bis die äusseren Wunden verheilt sind. Die inneren Wunden verheilen wahrscheinlich nie. Völlig verzweifelt liegt der schwerstbehinderte Mann in seinem Bett und blickt voller Sorge in die Zukunft. Tränen laufen ihm über die Wangen, wenn er an seine sechsjährige Tochter Elisa denkt. Stela tut alles in ihrer Macht stehende, um ihren Mann dazu zu bewegen, sein Leben wieder in die Hand zu nehmen. Aber der Familie droht die völlige Verarmung.
Ihr Einkommen ist auf 100 Franken (66 Euro) im Monat gesunken. Es gibt niemanden, der Florin, Stela und Elisa unterstützt. Um einen Rollstuhl kaufen zu können, mussten sie sich knapp 1000 Franken (662 Euro) leihen. Viel zu viel Geld für eine Familie, die sich nicht einmal Lebensmittel, geschweige denn Kleidung leisten kann und in einem Raum ohne fliessendes Wasser und Toilette lebt. Undenkbar, dass sie je genug Geld für Prothesen haben wird. Eine Prothese kostet zwischen 1300 und 4400 Franken (860 bis 2912 Euro). Bisher lebt Florin mit einer provisorischen Gehhilfe, die er vom Spital erhalten hat. Sie schmerzt allerdings so stark, dass er höchstens zehn Minuten am Tag damit gehen kann.
Diaconia möchte dieser unverschuldet in Not geratenen Familie helfen und bittet Sie um Ihre Unterstützung. Am wichtigsten ist zunächst, dass Florin passende Prothesen erhält.
Projekt Nr. 1443
„Prothesen für Florin”

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Hoffnungsschimmer
Seit dem 1. Januar 2007 ist Rumänien Mitglied der Europäischen Union. Enorme finanzielle Mittel sind seither aus der EU in dieses südost-europäische Land geflossen. Verschiedene Infrastruktur-Projekte konnten so unterstützt werden. Viel Geld versickerte aber auch in den Taschen der politischen Entscheidungsträger. Und kaum etwas gelangte bis zu den Ärmsten des Landes.
Das erfahren wir hautnah bei einem Projektbesuch in der Stadt Brasov. Rumpelnd fährt der Bus über die löchrige Teerstrasse zu einer der Slumsiedlungen. Hohe Mauern trennen die Hütten des mit Schutt übersäten kleinen Quartiers von den anderen Häusern. Hastig räumt die Mutter der besuchten Familie Abfall aus dem Weg, der zu ihrer Baracke führt. Wir steigen aus dem Bus aus. Schüchtern kommt sie auf uns zu, um uns in ihrem Zuhause willkommen zu heissen. Ciprian, der Diaconia-Mitarbeiter, überreicht der Frau zwei grosse Taschen voller Lebensmittel. Mit leuchtenden Augen nimmt die Mutter das Geschenk entgegen. Die Angst, dass die Kinder mit knurrenden Mägen vom Tisch weggehen müssen, ist der Zuversicht gewichen, ihre Familie in den nächsten Tagen reich bekochen zu können. Und unsere Hoffnung ist es, dass der verlotterte Herd, der in der Ecke des einzigen Wohnzimmers im Haus steht, für diesen Zweck überhaupt noch tauglich ist.
Hoffnung. Echte Hoffnung gibt schlussendlich nur Gott. So sehr liebt er uns, dass er Seinen einzigen Sohn in den Schmutz, in die Dunkelheit und die Hoffnungslosigkeit dieser Welt geschickt hat, um uns das Licht Seiner Hoffnung zu geben. Alle, die an ihn glauben, sollen nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben. Und Jesus ging allen Menschen nach, reichen und armen. Kein Dreck war ihm zu schmutzig, kein Gestank zu eklig, um zu helfen und Hoffnung zu bringen. Und das Grossartige: Diese Liebe und Zuneigung gilt bis heute. Auch heute steht er vor unserer Tür und klopft an. In der Schweiz, in Rumänien, in unseren Familien, in meiner Arbeit, in Ihrer Nachbarschaft. Grossartig, dass wir diese Zusage jeden Tag neu in Anspruch nehmen dürfen und dass wir diese Hoffnung weitergeben dürfen, ohne dass wir deswegen Mangel leiden müssten.
Nach intensivem Gespräch geht der Besuch bei der Familie zu Ende. Grossmutter, Onkel und Kinder stehen zum Abschied bereit. Jeder reicht uns die Hand. Eindrücklich, wie die Kids das sanfte Streichen durch die schmutzigen Haare in sich aufsaugen. Und wir sehen eine Spur Hoffnung, die in ihren Augen schimmert.
Gesegnete Weihnachten und viel Hoffnung und Zuversicht für das Jahr 2010. Jesus segne Sie reich.
Christian Sartorius Vizepräsident
Diaconia Internationale Hilfe –
Christliches Hilfswerk

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Armenien
Borik Torosian braucht die Unterstützung von Diaconia - Nur dann kann er überleben
Familienvater hofft auf Herzoperation
Borik Torosian schwebt in Lebensgefahr. Seine Blutgefässe am Herzen sind verstopft. Der Familienvater hatte bereits einen Herzinfarkt, einen zweiten wird er voraussichtlich nicht überleben. Eine Operation könnte sein Leben retten – aber sie kostet rund 6000 Franken (3980 Euro). Boriks letzte und einzige Hoffnung: Diaconia Internationale Hilfe.
Für Armenier ist eine medizinische Versorgung nicht selbstverständlich. Immer noch gehört es zum Alltag, dass Kranke und Behinderte sterben, weil sie Therapien und Medikamente nicht bezahlen können. Kranke und Verletzte, die in akuter Lebensgefahr schweben, können dann nur noch auf Gott vertrauen.
Borik Torosian hat sein Leben lang hart gearbeitet und für den Unterhalt seiner Familie gesorgt. Er stammt aus dem Dorf Karmir. 1982 heiratete er Susanna. Drei Kinder wurden den beiden geschenkt: Schuschanik, Ira und Pailun. „Ihre Geburten waren die Höhepunkte in meinem Leben. Meine Frau ist für mich Freund, Schwester und Ratgeber, sie hat mich immer ermutigt und gefördert. Wir haben zusammen schwere Tage durchgemacht und viele Schwierigkeiten überwunden“, erzählt Borik.
Früher war er als Autoschlosser tätig und verdiente genug Geld, um seine Familie versorgen zu können. Doch der Zusammenbruch der Wirtschaft Armeniens traf auch Borik. Er verlor seinen Arbeitsplatz und beschloss deshalb, mit der Familie in die Hauptstadt Jerewan umzuziehen. Er mietete ein kleines Haus in einem Aussenviertel. Die Wohnbedingungen sind seither miserabel. Borik bekam das Angebot, in einer Werkstatt zu arbeiten, doch eine tückische Krankheit raubte ihm die Gesundheit. An einem Maitag 2008 erlitt Borik einen Herzinfarkt. Seither bangt seine Familie um sein Leben.
Die armenischen Herzspezialisten sind bereit, die lebensrettende Operation durchzuführen, sobald Borik die dafür nötige Summe aufbringen kann. Eine staatliche Unterstützung wurde vom Gesundheitsministerium abgelehnt. „Ich habe ständig Schuldgefühle, ich fühle mich unnütz, da ich wegen meines gesundheitlichen Zustands arbeitsunfähig bin und mich nicht um meine Familie kümmern kann“, sagt Borik traurig.
Nur durch Ihre grosszügige Hilfe kann Boriks Leben gerettet werden. Die ganze Familie wartet auf den Tag, an dem der Vater endlich gesund ist. Bitte schliessen Sie Borik und seine Familie in Ihre Gebete ein!
Projekt Nr. 1444
„Hoffnung für Borik”

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Armenien
Schwerbehinderter junger Mann benötigt dringend eine Zahnoperation
Wer lindert Garegins Leid?
Der 22-jährige Garegin ist geistig und körperlich behindert. Er leidet unter anderem an einer Bewegungsstörung, verursacht durch Fehlfunktionen des Gehirns und der Nerven. Nun stellte sich heraus, dass auch seine Zähne schwer geschädigt sind. Eine Behandlung ist dringend notwendig, um seine Schmerzen zu lindern.
Die Situation wird dadurch erschwert, dass Garegin panische Angst vor Spritzen hat. Ausserdem ist er nervös und ungeduldig und kann nicht stundenlang auf dem Zahnarztstuhl sitzen. Der einzige Ausweg ist eine Zahnoperation unter Narkose. Doch den dafür nötigen Betrag kann die Familie nicht aufbringen.
Für jedes Medikament, für jede Therapie und selbst für das Schreiben eines Rezeptes wird heutzutage in Armenien Geld verlangt. Ansonsten wird die Behandlung rigoros verweigert. Familien, in denen behinderte Kinder aufwachsen, haben es in dem verarmten Kaukasus-Staat sehr schwer. Neben den seelischen Schmerzen müssen die meist bitter armen Betroffenen um jede erforderliche Arznei betteln.
Garegin wurde 1987 als zweites Kind der Familie Zakarian geboren. Seine Mutter Naira hat Tränen in den Augen, wenn sie seine Lebensgeschichte berichtet. Die niederschmetternde Diagnose, dass der Junge behindert bleiben wird, wurde gleich nach seiner Geburt gestellt. Naira konnte und wollte es nicht glauben. Sie war überzeugt, ihr Kind sei gesund. Und wirklich konnte man anfangs nichts Ausserordentliches bei Garegin bemerken. Als er aber im Alter von zwei Jahren noch immer nicht sprach und nicht gehen konnte, musste Naira schweren Herzens zugeben, dass die Ärzte sich nicht geirrt hatten.
In den vergangenen Jahren stand Garegin unter regelmässiger ärztlicher Kontrolle. Doch für alle Behandlungen muss die Familie alleine aufkommen. Garegins Körper ist schwach, er spricht kaum, das Gehen fällt ihm schwer. Er hat keine Kontrolle über sich und muss ständig Windeln tragen.
Die Pflege des Kranken übersteigt die Kräfte der Angehörigen, doch sie kämpfen für ihn mit unermüdlicher Geduld. Mit Menschen kommt Garegin schwer in Kontakt, sein engster Freund ist sein jüngerer Bruder, den er sehr lieb hat.
Garegin ist auf den Beistand von Diaconia angewiesen. „Wir möchten wenigstens sein körperliches Leid lindern. Dafür brauchen wir Ihre Unterstützung“, unterstreicht Einsatzleiter Baru Jambazian. Wir geben seine Bitte um tätige Nächstenliebe gerne an Sie weiter!
Projekt Nr. 1445
„Zahnoperation für Geregin”

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Armenien
Boris muss weiter bangen
„Der Fall Boris bewegt uns sehr“, schreibt Baru Jambazian aus Armenien. „Sein Zustand ist unverändert. Wir haben noch Hoffnung.“ Im Oktober hatte der „Diaconia-Report“ über den nierenkranken, tauben Jungen berichtet, der ein begabter Maler ist. Er ist Halbwaise, sein Vater ist bereits gestorben.
Boris, Jahrgang 1993, leidet seit seiner Geburt an einer chronischen Nierenentzündung. Seine Nieren sind jetzt weitgehend zerstört. Boris wartet auf ein Spenderorgan – und treue Freunde, die den Eingriff bezahlen. Er wurde bei Diaconia als Patenkind registriert. Das sichert dem Jungen die medizinische Grundversorgung, ausserdem erhält er besondere Lebensmittel.
Aber nur durch eine Nierentransplantation kann sein Leben gerettet werden. Er steht auf der Warteliste für eine Transplantation. Es könnte jeden Moment so weit sein, dass sich ein Spender findet. Doch diese Operation kostet in Armenien etwa 42 000 Franken (knapp 28 000 Euro). Leider ist dieser Betrag bisher nicht eingegangen. Boris und seine Mutter hoffen weiter. Dürfen wir ihr Anliegen nochmals an Sie weitergeben? Herzlichen Dank für Ihre Mildtätigkeit.
Projekt Nr. 1446
„Boris soll leben”

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Albanien
Vater blind und Mutter schwer entstellt: Die Kolecis sind dringend auf Hilfe angewiesen
Zwillinge drohen zu erblinden
Kole und Dava Koleci sind ein ungewöhnliches Ehepaar. Die beiden haben zueinander gefunden, weil ihnen das Leben übel mitgespielt hat. Vater Kole ist durch einen Gendefekt erblindet, als er 13 Jahre alt war. Auch sein Bruder leidet an dem Defekt. Er ist ebenfalls blind. Nun droht den Zwillingen des Paares dasselbe Schicksal.
Mit seiner Beeinträchtigung war es Kole zunächst nicht möglich, eine eigene Familie zu gründen. Darum wurde seine Ehe mit Dava arrangiert, denn auch Dava hat grosse Probleme: Ihr Körper ist durch eine große Brandwunde verunstaltet. Trotz ihrer Handicaps beschlossen die beiden, eine Familie zu gründen. Nach der Heirat kamen die Zwillinge Anton und Xhekson auf die Welt. Die Geburt war für Dava sehr schwer. Die Buben litten an Blutarmut und Untergewicht. Sie hatten Probleme mit den Knochen und Zähnen, und erst sehr spät lernten sie laufen.
Kole kann nicht arbeiten, aber seine geistigen Fähigkeiten, vor allem im Bereich Chemie, sind sehr ausgeprägt. Trotz seiner Blindheit begann er ein Studium der Bio-Chemie an der Universität der Stadt Shkoder. Momentan ist er im letzten Semester. Dava bringt ihren blinden Ehemann jeden Tag zur Universität, führt ihn von Klassenraum zu Klassenraum und liest ihm jede Aufgabe vor. Für sie ist das natürlich sehr belastend, denn sie hat auch noch ihre Aufgaben als Mutter und Hausfrau.
Die Familie lebt in einer bescheidenen kleinen Mietwohnung. Am deutlichsten wird die Armut in der Küche sichtbar. Nur eine kleine Ablage steht Dava als Kochplatz zur Verfügung. Es gibt keine Nahrungsmittel und keine Küchenutensilien. Im einzigen Schlafzimmer übernachten alle vier Familienmitglieder, die Kinder in einem Stockbett.
Die grösste Sorge der Familie ist der Gendefekt, der Kole erblinden liess. Die Eltern haben Angst, dass die Zwillinge das gleiche Schicksal trifft. Untersuchungen haben bestätigt, dass die Zwillinge den Defekt in sich tragen. Eines steht fest: Sollte die Krankheit ausbrechen, wird sie nicht mehr zu stoppen sein und die Kinder werden erblinden. Die Ärzte haben bestätigt, dass der beste Schutz davor eine gute Ernährung der Kinder ist. Doch die ist für arme Menschen in Albanien ohne fremde Hilfe kaum zu schaffen. Darum benötigt die Familie dringend Lebensmittel. Gegen die drohende Erblindung können Kole und Dava ansonsten nichts tun, ausser zu beten. Wir bitten Sie sehr herzlich um Ihre Unterstützung durch Gebete und Gaben bei diesem besonders wichtigen Projekt!
Projekt Nr. 1447
„Essen fürs Augenlicht”

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Armenien / Dorf der Hoffnung
2006 hatten Not und Elend für die Witwe und ihre Kinder ein Ende – Im „Dorf der Hoffnung“ eine neue Heimat gefunden
Pirusa dankt Gott täglich für ihr neues Leben
Vor drei Jahren begann das neue Leben von Pirusa Enokian und ihren vier Kindern. Das Schicksal dieser Witwe und ihrer Kinder zeigt, wie ein segensreiches Projekt das Leben vieler Menschen positiv verändern kann. Pirusa war am Ende, hatte keine Hoffnung mehr – und bekam von Diaconia mehr geschenkt, als sie je zu träumen gewagt hatte.
Mit ihrem Mann Aschot und ihren vier Kindern war Pirusa glücklich. Die sorglose Zeit dauerte bis in die 90er Jahre, als die Sowjetunion zerfiel. Alle 15 sozialistischen Republiken, darunter auch Armenien, erklärten nacheinander ihre Unabhängigkeit. Für Armenien hatte das schlimme Folgen: Das älteste christliche Land der Welt versank in Armut und Elend.
Auch Pirusas Mann verlor seine Arbeit. Um seine Kinder vor Hunger und Kälte zu schützen, beschloss er, mit seiner Familie nach Russland umzusiedeln. In der Stadt Kursk fand er eine Anstellung als Bauarbeiter.
Nach der Geburt der Kinder hatte Pirusa ernste gesundheitliche Beschwerden. Sie litt an Thrombose. Der Umzug und die harten klimatischen Bedingungen in Russland verursachten bei ihr letztlich einen Lungeninfarkt. Bewusstlos wurde sie ins Spital getragen. Es bestand nur wenig Hoffnung, dass sie überleben würde, doch sie schaffte es. Da die Familie keine Verwandten und Bekannten in dem fremden Land hatte, war Aschot ganz auf sich gestellt. Er tat, was in seinen Kräften stand. Im Spital pflegte er seine Frau, zu Hause sorgte er für vier minderjährige Kinder und führte den Haushalt. Er war rund um die Uhr beschäftigt.
Diese Überanstrengung hatte schwerwiegende Folgen. An einem Abend, als Aschot unterwegs vom Spital nach Hause war, fühlte er stechende Schmerzen in der Brustgegend. Zu Hause sagte er kein Wort, um die Kinder nicht zu beunruhigen, und ging zu Bett. Doch die Kinder bemerkten, dass etwas mit dem Vater nicht stimmte. Sie riefen einen Rettungswagen, aber es war zu spät. Aschot war tot. Wie sich herausstellte, war er an einem Herzinfarkt gestorben.
Nach ihrer Genesung kehrte Pirusa mit ihren Kindern nach Armenien zurück. Ohne Wohnung fristete die Familie ihr Leben in einem kalten und feuchten Verschlag. Kahle Wände, mit Pappe geflickte Fenster, kein Geschirr und keine Betten – das war die bittere Realität.
Von einem Bekannten hörte Pirusa vom „Dorf der Hoffnung“. 2005 beantragte sie bei Diaconia eine Wohnung. 2006 wurde der Familie nach vielen Jahren in Not und Leid ein Haus zur Verfügung gestellt. Die Freude war riesig. Die Kinder sind gesund und geniessen ihre Freiheit in dem hellen und trockenen Dreizimmerhaus. In dem kleinen Garten vor dem Haus hat Pirusa Blumen und Obstbäume gepflanzt. Sie dankt Gott jeden Tag für die Spender, die dieses Wunder ermöglicht haben.
Noch immer ist die Zahl der Obdachlosen in Armenien gross, noch immer sterben Kinder durch Mangelernährung oder erfrieren im Winter ohne Dach über dem Kopf. Lassen Sie diese Notleidenden bitte nicht alleine. Mit Ihrer Hilfe können weitere Häuser gebaut werden für die Ärmsten der Armen. Herzlichen Dank für jede Spende, mag sie auch noch so gering erscheinen – in Armenien kann Grosses damit bewirkt werden.
Projekt Nr. 1448
„Dorf der Hoffnung”






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