Report
Ausgabe 01, Januar 2011


Rumänien
Wegweisendes Diaconia-Projekt bekämpft den Hunger – Neben Kartoffelanbau ist das Pflanzen von Obstbäumen geplant
Bauernhof der Hoffnung nimmt Gestalt an
Bei vielen armen Eltern in Rumänien dreht sich das Leben um eine Frage: „Wie kann ich sicherstellen, dass meine Kinder morgen etwas zu essen haben?“ Die Diaconia-Mitarbeiter werden täglich mit Bitten um Lebensmittel konfrontiert. Das knappe Einkommen der betroffenen Familien reicht, wenn überhaupt, nur für die Wohnungsmiete und den Strom. Um Nahrungsmittel müssen diese Notleidenden täglich kämpfen.
Nicht selten gehen Eltern und Kinder hungrig zu Bett. Einige Eltern erklärten den Diaconia-Mitarbeitern: „Wir wollen unsere Kinder nicht in die Schule und ins Kinderzentrum schicken. Gebt uns lieber Nahrungsmittel, damit wir überleben können.“ Aus dieser Not heraus entstand das Projekt „Bauernhof der Hoffnung“. Ziel ist es, die wichtigsten Nahrungsmittel selbst zu produzieren. Nach dem Kartoffelanbau sollen jedes Jahr weitere Produkte dazukommen. Zudem werden so Arbeitsplätze geschaffen. Vorgesehen ist auch, benachteiligte Jugendliche im landwirtschaftlichen Bereich auszubilden.
Bereits im ablaufenden Jahr haben die Diaconia-Mitarbeiter in Rumänien drei Hektare Kartoffeln angebaut und so wertvolle Erfahrung gesammelt. Das Land wurde von einem rumänischen Landwirt kostenlos zur Verfügung gestellt. Im Herbst konnte die erste eigene Ernte eingebracht werden. 80 Tonnen Kartoffeln wurden an bedürftige Familien sowie an soziale Institutionen verteilt.
Dieses nachhaltige Projekt entwickelt sich dank der breiten Unterstützung zu einer zentralen Aufgabe in Rumänien. „Als wir vor genau einem Jahr dieses Projekt im Diaconia-Report zum ersten Mal vorstellten, wussten wir nicht, ob und wie viele Menschen sich dafür begeistern lassen. Wir freuen uns riesig, dass wir unser Jahresziel für 2010 erreichen konnten und das Geld für 30 Hektare Land gespendet wurde“, berichtet Projektleiter Matthias Kipfer.
Im Moment suchen die rumänischen Diaconia-Mitarbeiter eine geeignete Region, wo 30 Hektare Land gekauft werden können, um den „Bauernhof der Hoffnung“ langfristig anzusiedeln. Danach geht es darum, einen Anbauplan zu entwickeln, die nötigen Geräte und Maschinen zu beschaffen und erste Mitarbeiter für das Landwirtschaftsprojekt anzustellen. Ein junger Schweizer Landwirt, der noch ein Jahr in Zollikofen Agronomie studiert, hat sich für das Projekt begeistert und wird den rumänischen Mitarbeitern mit Rat und Tat zur Seite stehen.
„Neben dem Ackerbau möchten wir auch Obstbäume pflanzen, um in Zukunft Früchte ernten und verteilen zu können. Arme Kinder in Rumänien leiden oft an Vitamin-Mangel“, so Matthias Kipfer. Ziel ist eine Plantage mit 2000 Obstbäumen.
So können Sie helfen: Unterstützen Sie den Bauernhof der Hoffnung mit einer Spende für einen Obstbaum in Höhe von Fr. 50.- (38 Euro) pro Baum (inklusive Pflanzung, Land und Pflege für drei Jahre). Zehn Obstbäume kosten Fr. 500.- (380 Euro).
Weiterhin können Sie für Ackerland spenden. Es ist vorgesehen, den „Bauernhof der Hoffnung“ jährlich um etwa fünf Hektare Land zu erweitern. Eine Hektare kostet etwa 3800 Franken (2888 Euro).
Damit ein Bauernhof erfolgreich betrieben werden kann, werden gute Geräte und Maschinen benötigt. Auch hierfür bedarf es Ihrer Unterstützung!
Projekt Nr. 1558, "Obstbäume"
Projekt Nr. 1559, "Ackerland"



Armenien
Die Krankheit schien schon besiegt – Rückfall bringt Familie an ihre Grenzen
Ohne Chemotherapie hat die kleine Laura keine Chance
Leukämie. Eine Diagnose, die Angst macht, die von Trauer, manchmal Wut und oft von Hilflosigkeit begleitet wird. Eine Krankheit, die den Betroffenen selbst, aber auch ihren Familien und Freunden das Gefühl gibt, allein zu sein. Familie Arakelian musste diese bittere Erfahrung machen.
Als die kleine Laura fünf Jahre alt war, ertastete ihre Mutter Eleonora eine kleine Kugel unter ihrem Ohr. Die Ärzte vermuteten, dass das Kind an Mumps erkrankt war und verschrieben entsprechende Medikamente. Doch es ging der Kleinen von Tag zu Tag schlechter. Sie war schwach, wollte nicht essen und nicht aufstehen. Daraufhin wurde ihr Blut untersucht, was die sofortige Einweisung in eine Spezialklinik zur Folge hatte. Bei Laura wurde Blutkrebs festgestellt. „Die Ärzte sagten, wir hätten immer noch Glück im Unglück“, berichtet Lauras Grossmutter Larisa. Die Überlebensrate bei dieser Leukämieform betrage über 80 Prozent.
Laura bekam eine Chemotherapie. Das bedeutete einen monatelangen Aufenthalt im Spital, zahlreiche Medikamente, schlaflose Nächte, Nebenwirkungen und eine enorme seelische Belastung. Im Laufe der Zeit ging es Laura besser. Dann war der Krebs aus Lauras Körper verschwunden. Die Welt war wieder in Ordnung. Doch nur bis zum August 2010.
Laura begann über Rückenschmerzen zu klagen. Nach einigen Tagen konnte sie nicht mehr gehen. Die Familie wusste nicht, worauf diese Lähmungen zurückzuführen waren. Nach einer Knochenmark-Biopsie war es klar: Der Krebs war wieder ausgebrochen.
Die Therapie eines Rückfalls ist immer härter als die Ersttherapie. Diesmal wird die Chemo-Behandlung länger dauern. Lauras Eltern sind am Ende ihrer Kräfte. Die neuen Therapien sind für die Familie unerschwinglich. Laura ist stark angegriffen, öfter hat sie Taubheitsgefühle am ganzen Körper. „Ich wünsche mir nur eines, dass für meinen Sonnenschein Laura noch sehr lange die Sonne scheint und alles wieder gut ist und man denkt, es war ein böser Traum”, sagte die Grossmutter den Diaconia-Mitarbeitern in Jerewan.
Durch Ihre Mildtätigkeit können Sie es möglich machen, dass Laura behandelt wird. Die Unterstützung von Diaconia- Freunden ist Lauras einzige Chance! Bitte schliessen Sie das schwer kranke Mädchen auch in Ihre Gebete ein. Ganz herzlichen Dank im Namen von Laura und ihren Angehörigen.
Projekt Nr. 1560, "Krebstherapie Laura"



Armenien
Erdrutsche, Dürre und Krankheiten bringen eine Bauernfamilie in Not
Krebskranke Rusanna bangt um ihren Vater und um ihren Sohn
Rusanna ist völlig verzweifelt. Sie leidet an Gebärmutterkrebs. Ihr Sohn Darwin ist herzkrank, ihr Vater Zhora alt und gebrechlich. Dürren, Überflutungen und Erdrutsche machen der armen Bauernfamilie im entlegenen armenischen Dorf Ajgut das Leben schwer.
Die Häuser in Ajgut stehen ungeordnet rechts und links des Weges. Das Klima ist recht mild, die Natur malerisch. Die Siedlung ist von dichten Wäldern umgeben, die reich an Beeren und Wildfrüchten sind. Doch das Dorf liegt in einer Gegend, in der es immer wieder zu Erdrutschen kommt. Deshalb können die Bauern ihr Land nicht richtig bestellen. Durch heftige Regenfälle werden Häuser samt Gärten immer wieder verwüstet. Die Bauern sind gezwungen, entweder das Dorf zu verlassen oder ihre Unterkunft an einem anderen Ort neu aufzubauen.
Ajgut ist mehrheitlich von Vertriebenen bewohnt, die im Laufe des Krieges um Berg-Karabach aus Aserbaidschan geflohen sind. Der alte Zhora Sargsian wohnt seit über 40 Jahren hier. Er hat vier Kinder grossgezogen. Seine drei Söhne haben nach und nach ihr Elternhaus verlassen und sind in eine andere Region umgezogen. Selbst durch harten Arbeitseinsatz sahen sie im Dorf keine Möglichkeit, ihr tägliches Brot zu verdienen.
Bei Zhora sind nur seine Tochter Rusanna und ihr Sohn Darwin geblieben. Rusanna hatte kein Glück in der Ehe. Ihr erster Sohn starb im Alter von eineinhalb Jahren an einer unbekannten Krankheit. Daraufhin verliess ihr Ehemann die Familie. Rusanna war damals schon mit ihrem zweiten Kind Darwin schwanger.
Bald darauf starb auch Rusannas Mutter. Trauer und Hoffnungslosigkeit machten sich breit. Einst hatte die Familie Kühe und Schafe und einen gut gepflegten Garten besessen. Durch Erdrutsche verlor die Familie ihr Vieh, weil sie es ohne Futter nicht durch den Winter bringen konnte. Dürre liess die Obstbäume vertrocknen. Heute ist der Stall leer, das kleine Land unbebaut. Nur wenige Kartoffelbeete sind angelegt, denn ohne Kartoffeln kann die Familie nicht überleben.
Dann bekam Rusanna plötzlich heftige Bauchschmerzen. Im Januar 2010 wurde bei ihr Gebärmutterkrebs entdeckt. Diese Nachricht traf alle wie ein Schlag. Die mittellose Familie kann nicht einmal eine schmerzstillende Arznei kaufen.
Auch der 18-jährige Darwin leidet. Als er im Frühling zum Militärdienst einberufen wurde, musste er sich einer ärztlichen Untersuchung unterziehen. Dabei wurde festgestellt, dass eine seiner Herzklappen geschlossen ist, was bei ihm ständig hohen Blutdruck hervorruft.
Rusanna versucht für ihren kranken Sohn und ihren alten Vater stark zu bleiben, doch der Krebs raubt ihr die Kraft. Sie denkt nicht an ihre Genesung. Ihre ganze Sorge gilt ihrem Sohn. „Ich würde alles dafür geben, dass Darwin ausführlich untersucht werden und eine qualifizierte Behandlung bekommen kann”, versichert die besorgte Mutter.
Die Familie ist dringend auf Hilfe angewiesen. Bitte helfen Sie mit und unterstützen Sie diese leidgeprüfte Familie in ihren schwersten Tagen durch Ihre Gebete und Gaben.
Projekt Nr. 1561, "Nothilfe Rusanna"



Rumänien
Hunger gehört zum Alltag von Ilona Sangu – Ehemann ist einfach verschwunden
Verzweifelte Mutter mit sieben Kindern alleine gelassen
Ilona Sangu (38) ist verzweifelt. Täglich muss sie um das Überleben ihrer sieben Kinder kämpfen. Ihr Ehemann hat sie verlassen. Besonders ihre Tochter Nicoleta macht ihr grosse Sorgen. Das Mädchen ist krank und braucht dringend Medikamente, die sich die Mutter aber nicht leisten kann.
Die älteste Tochter ist die 14-jährige Maria. Es folgen Andrea (13), Alexandra (11), Madalina (8), Vladut-Alin (4), Nicoleta (3) und Denisa (10 Monate).
Nicoleta wog bei ihrer Geburt 2700 Gramm und war ein gesundes Baby. Als sie ein Jahr alt war, lief sie plötzlich blau an, brach zusammen und rührte sich nicht mehr. Sie hatte ihre Zunge verschluckt. Ihre Mutter rettete ihr das Leben, indem sie ihr die Zunge herauszog. Ilona ist davon überzeugt, dass Gott sie dabei geleitet hat. Die Ambulanz traf erst eine halbe Stunde später ein – bis dahin wäre das Kind längst erstickt. Nicoleta kam ins Krankenhaus, ihr Zustand war zunächst kritisch. Die Mutter gab ihre gesamten Ersparnisse für die Behandlung und für Medikamente aus. Nach drei Monaten konnte Nicoleta aus dem Spital entlassen werden. Aber sie ist seither beeinträchtigt, leidet an Diabetes und hat epileptische Anfälle. Das Mädchen wächst kaum und ist untergewichtig.
Ilona lebt mit ihren Kindern bei ihrer Tante – insgesamt 13 Personen in zwei kleinen Zimmern. Der Vater der Kinder hat sich aus dem Staub gemacht. Ilona muss sich um ihre Kinder kümmern, sie hat ohnehin keine Arbeitsstelle. So ist das Kindergeld in Höhe von 170 Franken (130 Euro) im Monat ihr einziges Einkommen. Damit ist es jedoch nicht einmal möglich, alle Kinder zu ernähren.
Die Diaconia-Mitarbeiter in Brasov stehen in Kontakt mit Ilona. Sie möchten ihr helfen, dass sie ihre Kinder mit Lebensmitteln, Kleidung und Schulmaterial versorgen kann. Dazu bedarf es Ihrer Mithilfe. Möge Gott Ihnen Ihre Mildtätigkeit reichlich vergelten!
Projekt Nr. 1562, "Familienhilfe Sangu"



Rumänien
Sechs Personen drängen sich in einem winzigen Raum zusammen
Familie Togoie hofft auf ein menschenwürdiges Zuhause
Zaharia und Cristina Togoie haben vier Kinder: Gabriela (18), Cristian (17), Zaharia (16) und Ana-Maria (13). Alle leben in einem einzigen Raum, etwa fünf auf vier Meter gross. Dort müssen sie essen, schlafen, waschen, kochen und Hausaufgaben erledigen.
Vater Zaharia arbeitet in einem Naturreservat für Bären, aber sein Einkommen ist gering. Um seiner Familie eine angemessene Unterkunft bieten zu können, nahm er einen Bankkredit auf. Davon kaufte er 800 Zementblöcke. Für den Bau benötigt er noch weitere 500 Blöcke, doch die konnte er nicht mehr bezahlen. Das ganze Fami-lieneinkommen wird für Essen, Schulausstattung und Feuerholz benötigt.
Die beiden Söhne haben mittlerweile die Schule verlassen. Sie hatten dort grosse Probleme, wozu auch die prekäre Wohnungssituation beigetragen hat. Vater Zaharia macht sich deshalb Vorwürfe. Ana-Maria, die jüngste Tochter, lernt sehr gerne und ist erfolgreich – trotz der schwierigen Bedingungen. Ihr Traum ist es, eines Tages Rechtsanwältin zu werden. Ihr Vater möchte ihr dabei helfen – und ihr als ersten Schritt ein eigenes kleines Zimmer bauen. Der geplante Bau umfasst insgesamt 38 Quadratmeter, mit zwei Schlafzimmern, Vorraum und einer Dachkammer.
Diaconia möchte diese hart kämpfende Familie gerne unterstützen, damit der Vater für die Familie das ersehnte kleine Haus bauen kann. Dies würde die Lebensumstände von Familie Togoie wesentlich verbessern. Herzlichen Dank für Ihre Solidarität mit den Ärmsten in Rumänien!
Projekt Nr. 1563, "Familienhaus"



Albanien
Diaconia unterstützt Schule in Fier – Spezielle Bücher und Spiele sollen beschafft werden
Eine kleine Freude für behinderte Kinder
Die Schule für geistig Behinderte in der albanischen Stadt Fier braucht dringend Unterstützung. Die 1994 eröffnete Einrichtung verfügt über zwei Räume und eine Toilette. Es fehlt aber an Unterrichtsmaterial und Spielmöglichkeiten für die 27 Kinder, die hier tagsüber betreut werden.
„Ich bedauere die jetzige Situation sehr“, erklärt Lehrerin Pellumbesha, die bereits seit 13 Jahren an der Behindertenschule unterrichtet. „In all den Jahren gab es keinerlei Verbesserungen an der Schule. Diese armen Kinder sind doppelt gestraft. Zum einen durch ihre Behinderung, zum anderen durch die Bedingungen an ihrer Schule. Und sie haben keine Alternative, dies ist die einzige Behindertenschule in der Region.“
Die Kinder leiden unter den verschiedensten psychosozialen Beeinträchtigungen. Viele haben eine leichte geistige Behinderung, andere sind Autisten oder am Down-Syndrom erkrankt. Sie sind zwischen 6 und 19 Jahre alt. Die Eltern einiger Schüler sind ebenfalls behindert, was die Situation zusätzlich erschwert.
Die Stadt Fier und die Provinz sehen sich ausserstande, die Schule besser auszustatten: Ihnen fehlt schlichtweg das nötige Geld. Die engagierten Lehrkräfte würden mit ihren Schützlingen gerne Spiele machen, Ausflüge unternehmen, Weihnachten und Neujahr feiern. Dies möchte Diaconia nun ermöglichen. „Diese Kinder vermissen dies so sehr, und ihre meist bitterarmen Familien können nichts für sie tun“, schreibt Diaconia-Einsatzleiter Artan Metohu.
In einem ersten Schritt geht es um den Kauf spezieller Schulbücher, Notenhefte, Malbücher und Spiele für behinderte Kinder. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 1450 Franken (etwa 1100 Euro). Mit der Unterstützung dieses Projekts machen Sie armen, behinderten Kindern eine grosse Freude und lassen sie spüren, dass sie nicht vergessen sind. Herzlichen Dank dafür!
Projekt Nr. 1564, "Behindertenschule"



Armenien
Sona Chatschatrian erwartet ihr zweites Kind – Bitterarme Familie ist unterernährt
„Wir können uns weder Butter noch Obst leisten“
Sona erwartet ihr zweites Kind, doch die Freude ist getrübt: Sie und ihr Mann gehören zu den Ärmsten in Armenien. Sie sind unterernährt. Vom Staat können sie keine Hilfe erwarten. Nun hofft Sona auf Diaconia – damit ihre Familie in diesem Winter nicht hungern muss.
Sona lernte ihren zukünftigen Mann kennen, als sie nach der Schule Computerkurse in einem Lehrzentrum besuchte. Sie verliebte sich und heiratete früh mit 18 Jahren. Ihr Mann stammt auch aus ärmsten Verhältnissen. „Das Elternhaus meines Mannes, in dem wir wohnen, teilen sich drei Familien mit insgesamt zwölf Personen. Als ich mit meinem ersten Kind schwanger war, schliefen wir im Korridor auf dem Boden. Erst nach der Geburt meiner Tochter gingen wir in eine kleine Ecke”, erzählt Sona.
Vom frühen Morgen bis zum späten Abend arbeitet Sonas Mann als Autowäscher. Sein Verdienst ist dennoch so gering, dass es kaum für Brot ausreicht. Er hat keinen Beruf erlernt. Es ist für ihn völlig aussichtslos, eine andere Stelle zu finden.
Für Sona, die ihr zweites Kind unter dem Herzen trägt, ist die ganze Situation unerträglich. „Wir haben oft nur Essensreste, die wir von den Nachbarn bekommen“, berichtet Sona mit Tränen in den Augen. Im Moment sieht sie keine Hoffnung mehr. „Ich kann mich nicht erinnern, wann mein Kind das letzte Mal Fleisch, Butter oder Obst gegessen hat. Das können wir uns einfach nicht leisten. Das einzige Essen auf unserem Tisch sind Kartoffeln und Makkaroni. Ich habe Angst, dass mein Kind wegen der Mangelernährung krank wird.“
Vor lauter Sorge hat Sona verlernt, für sich selber Wünsche zu haben. Bald kommt ihr zweites Baby zur Welt. Sie wünscht sich nichts mehr, als das Neugeborene gut versorgen zu können.
Ohne Hilfe kann diese Familie die kalten Monate nicht überleben, berichten die Diaconia-Mitarbeiter aus Jerewan. Dringend werden Lebensmittel und Windeln, warme Decken und Winterkleidung benötigt.
Diaconia möchte dieser vom Schicksal schwer gezeichneten Familie helfen. Ihre Spenden können ein kleines Licht der Hoffnung in Sonas Leben bringen!
Projekt Nr. 1565, "Nothilfe Sona"