Report
Ausgabe 01, Januar 2013


Rumänien
Eine warme Mahlzeit für die ärmsten Kinder
Das Diaconia-Kinderzentrum in Brasov benötigt eine eigene Küche – Bessere Qualität und Einsparungen erhofft

Sechs Jahre ist es her, dass das Kinderzentrum von Diaconia in Brasov mit gerade einmal 17 Kindern seine Arbeit aufnahm. Heute werden bereits 125 Kinder betreut. Sie erhalten Hilfe bei den Hausaufgaben und bekommen kostenlos eine warme Mahlzeit – oft die einzige am Tag. Nun zeigt sich: Das Kinderzentrum benötigt dringend eine eigene Küche.

Daniel ist einer von jenen, die auf diese Mahlzeiten angewiesen sind: „Es ist gutes Essen. Würde ich es nicht bekommen, müsste ich hungrig bleiben.“ Ähnlich ist es bei David: „Es ist das einzige warme Essen, das ich bekomme. Wir haben zuhause keinen Kochherd.“ Und Teodora versichert: „Für mich ist es ein grosses Glück, dass ich ins Diaconia-Zentrum gehen kann. Dort erwartet mich immer das warme Essen.“

Für die Kinder ist es sehr wichtig, dass auch weiterhin warme Mahlzeiten kostenlos angeboten werden können. Doch mit der Anzahl der täglichen kleinen Gäste sind auch die Kosten enorm gestiegen. Mittlerweile belaufen sie sich auf 5 000 Franken (4 166 Euro) jeden Monat. Das liegt daran, dass Diaconia bisher über keine eigene Küche verfügt und die Mahlzeiten von einem Catering-Service beziehen muss.

Eine eigene Küche brächte viele Vorteile mit sich, unterstreicht Projektleiter Matthias Kipfer: Die Kosten würden um rund ein Drittel reduziert. Mit dem eingesparten Geld könnte die Anzahl der Essen erhöht und so mehr notleidende Kinder versorgt werden. Ausserdem wäre die Ernährung ausgewogener, weil Diaconia selbst darüber bestimmen könnte, was auf den Tisch kommt. Produkte des Diaconia-Bauernhofes würden in der eigenen Küche verwendet und so weitere Kosten von jährlich bis zu 14 400 Franken (12 000 Euro) eingespart. Interessierte Jugendliche des Zentrums hätten überdies die Möglichkeit, ein Küchenpraktikum zur Berufsinformation zu absolvieren.

Noch werden die Mahlzeiten in Plastik- und Styropor-Verpackungen angeliefert. Das könnte ein Ende finden, wenn das Kinderzentrum Brasov eine eigene Küche hätte.

Für viele arme Kinder ist die Verpflegung im Diaconia-Zentrum die einzige warme, nahrhafte Mahlzeit am Tag.


Regelmässige und ausgewogene Mahlzeiten sind wichtig für Wachstum und Konzentrationsfähigkeit. Ausserdem stärken sie das Gemeinschaftsgefühl.


Viele der Kinder hoffen auf die schnelle Verwirklichung des Projektes, so wie Monica: „Wenn wir unsere eigene Küche hätten, würden wir alle gemeinsam dort essen und wie eine grosse Familie sein.“

Mit Hilfe Ihrer Unterstützung hofft Diaconia darauf, die Küche schon im nächsten Jahr einrichten zu können. Dafür werden 19 880 Franken (16 566 Euro) benötigt, zu denen noch Kosten für die Renovierung des Raumes und die nötige Infrastruktur hinzukommen. Bitte helfen Sie mit, den Betrieb des Kinderzentrums langfristig zu sichern und vermeidbare Kosten dauerhaft einzusparen, so dass diese segensreiche Hilfe umgehend erweitert werden kann.


Projekt Nr. 1823,"Küche Kinderzentrum”

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Rumänien
Eine Familie mit vielen Problemen
Aurel und Doina hoffen auf medizinische Hilfe und Unterstützung für ihre Kinder

Es war die Armut, die Doina und Aurel Golcea vor den Toren einer Kirche in Brasov zusammengeführt hat. Dort sass der heute 54-jährige Aurel jeden Tag, um den Gläubigen Kerzen zu verkaufen. Eines Tages kam Doina mit ihrer kleinen Tochter Maria Elena dort vorbei, um sich ein wenig Essen zu erbetteln. Heute sind sie ein Ehepaar – und wissen nicht mehr ein noch aus.

Golcea und Doina leben mit ihren Kindern auf gerade einmal acht Quadratmetern, ohne fliessendes Wasser und ohne Heizung.


Damals lebte die heute 38-Jährige mit ihrer jüngsten Tochter auf der Strasse. Ihre Mutter hatte sie hinausgeworfen, als sie das dritte Kind bekam. Zwei ihrer Kinder kamen ins Heim, das dritte blieb bei ihr.
Als Aurel sie mit Maria Elena an der Hand sah, fragte er sie, wo sie lebe. Als Doina ihm antwortete, sie habe kein Dach über dem Kopf, bot er ihr an, bei ihm zu wohnen. Sie verliebten sich und heirateten schliesslich. Ein Neuanfang für alle, doch weit entfernt von einem sorgenlosen gemeinsamen Leben. Aurel leidet bereits seit 1972 an Schizophrenie, vor sechs Monaten wurde ausserdem Diabetes bei ihm diagnostiziert. Zwei Mal täglich muss er sich nun Insulin spritzen. Doina selbst hatte einen Unfall und verletzte sich am Bein. Weil aber das wenige Geld von insgesamt 97 Franken (81 Euro), das ihnen durch Kindergeld, Sozialhilfe und Aurels Invalidenrente zur Verfügung steht, kaum zum Überleben reicht, hat sie bis heute keinen Arzt aufgesucht. Die häusliche Situation hat sich immer weiter verschlimmert. Das gerade einmal acht Quadratmeter grosse Zimmer, in dem die beiden mit ihren Kindern Maria Elena (6) und Ionela (2) leben, ist in keinem guten Zustand.

Weil Doina keine Arbeit findet und Aurel nicht mehr in der Lage ist zu arbeiten, leiden die Kinder oft Hunger und weinen viel. Auch ein Ofen steht den Vieren nicht zur Verfügung, so dass sie in der strengen Kälte des rumänischen Winters frieren. Immerhin, die Anstrengungen von Aurels Mutter haben geholfen, ihr Heim zumindest mit Elektrizität zu versorgen. Manchmal kann sie auch mit etwas Essen aushelfen.

Doina aber hat erkannt, dass sie Hilfe braucht, um endlich einen Arzt aufsuchen zu können, Kleider und Essen für die Kinder zu bekommen, eine Heizung und vielleicht auch fliessendes Wasser in ihrem Zimmer. Deshalb hat sie sich an Diaconia gewandt. Bitte helfen Sie mit, die Situation der Golceas zu erleichtern. Gott segne Sie dafür!


Projekt Nr. 1824, „Wärme für Familie Golcea”

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Rumänien
Ohne Ausweis keine Arbeitsstelle
Valerica Apostu findet trotz Ausbildung keine Arbeit — Er sorgtsich um seine augenkranke Tochter

Eigentlich hatte Valerica Apostu seine Heimat Focasani nur verlassen, weil er gehofft hatte, in Brasov Arbeit zu finden. Schlosser, das ist der Beruf, den er einmal gelernt hat und in dem er nur zu gerne wieder arbeiten würde. So vieles könnte einfacher sein, wenn er nur Geld verdienen könnte. Dazu aber fehlt ihm ein Personalausweis (Identitätskarte). Ohne den ist jede Suche aussichtslos. Einen zu bekommen ist jedoch gar nicht so einfach. Dafür muss er zurück nach Focasani reisen. Doch ohne Einkommen kann er sich die Reise nicht leisten.

Herumtollen kann für die sehbehinderte Clara schnell gefährlich werden. Immer wieder fällt sie dabei in Ohnmacht. Die Gründe dafür konnten die Ärzte bisher nicht herausfinden.


In Brasov hat er seine Ehefrau Florentina getroffen, mit der er seit sechs Jahren zusammen ist und eine gemeinsame Tochter hat: die fünfjährige Clara. Sie war in akuter Lebensgefahr, als sie bereits im fünften Monat der Schwangerschaft mit nur 650 Gramm Gewicht zur Welt kam. Ein halbes Jahr lag sie im Spital, bis sie mit zwei Kilogramm Körpergewicht nach Hause durfte. Dort aber erkrankte sie schon vier Wochen später an einer Lungenentzündung und wurde erneut eingeliefert. All das hat sie überstanden, doch bis heute leidet sie unter einem bisher nicht klar diagnostizierten Augenleiden und hat bereits mehrere Operationen über sich ergehen lassen. Immer wieder fällt sie für kurze Zeit in Ohnmacht, wenn sie wie ein ganz normales Kind herumtobt.

Eigentlich hätte sie schon vor zwei Jahren zu einer weiteren ärztlichen Kontrolle gehen müssen, doch dafür fehlte schlicht und ergreifend das Geld. Mit den 162 Franken (135 Euro), die Florentina als Putzfrau monatlich verdient, können noch nicht einmal alle regelmässig anfallenden Kosten gedeckt werden. Für das heruntergekommene Heim, in dem die Familie momentan lebt und das in einem sehr schlechten Viertel in Brasov steht, zahlen sie allein schon eine horrende Miete von 90 Franken (75 Euro). Dennoch haben sie nicht einmal Strom oder eine ordentliche Heizung. Während des Gesprächs mit einem Diaconia-Mitarbeiter heizte Valerica einen improvisierten Ofen mit Plastikresten und alten Möbelstücken vom Müll, was einen beissenden und giftigen Rauch verursachte.

Valerica hat sich mit der Bitte um Hilfe für seine Reise nach Focasani und weitere Untersuchungen seiner Tochter Clara an Diaconia gewandt. Mit Ihren Spenden können Sie dazu beitragen, der Familie ein friedliches, eigenständiges und auch gesundes Leben zu ermöglichen.


Projekt Nr. 1825, „Ausweis und Augenoperation Apostu”

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Armenien
Kranke Kinder und dann auch noch Feuer im Stall
Lala Poghosian hat einen schweren Autounfall überlebt — Ihr Mann und ihr Vetter sind dabei ums Leben gekommen — Kinder leiden schwer unter dem Verlust

Vier Jahre ist es her, als der Wagen der Poghosians an einer Kreuzung mit einem Bus kollidierte. Lala (35) kann ihre Tränen kaum verbergen, als sie von dem tragischen Unfall berichtet: „Mein Mann Awetik und mein Vetter waren sofort tot. Meine Kinder und ich waren an jenem Tag auch im Wagen. Wie durch ein Wunder sind wir unverletzt geblieben“, sagt sie. Stress und der grosse Schock, den das Unglück über die Familie gebracht hat, führten aber später zum Ausbruch verschiedener Krankheiten.


Die arme Familie kann ohne Hilfe von Diaconia den Winter nicht überstehen.



Der Schmerz über den Verlust des Ehemanns und Vaters ist in der Familie allgegenwärtig.


Es war ein schwerer Schlag für alle, besonders für die Kinder, die mit ihrem Vater eng verbunden waren und ihn bis heute sehr vermissen.

Lala erkrankte an einer schweren Form von Diabetes und muss sich nun zweimal täglich Insulin spritzen. Bei ihrer ältesten Tochter Anna (14) wurde nach dem Unfall Epilepsie festgestellt. Zwischen vier und sechs Anfälle muss sie jeden Monat durchstehen. Oft wacht sie nachts schreiend und zuckend auf. Trotz ständiger ärztlicher Untersuchungen und verschiedener Medikamente ist es bisher nicht gelungen, ihre Krankheit unter Kontrolle zu bringen.

Bei ihrem zwölfjährigen Bruder, Stepan, traten neurotische Störungen auf. Er hat Ängste, ist stets deprimiert und benommen. Nur Lalas zweiter Sohn Andranik hat keine ernsten gesundheitlichen Probleme. Als der Unfall passierte war er noch ein Kleinkind. Er erinnert sich nicht an die Ereignisse dieses tragischen Tages.

In dem Dorf Getaschen, im Norden Armeniens, lebt die Familie in einem einfachen Bauernhaus. Neben dem Haus steht ihre einzige Kuh in einem kleinen Stall. Dessen Dachstuhl ist vor wenigen Wochen abgebrannt. Die Brandursache ist unklar. Immerhin hatten die Poghosians Glück im Unglück: Weder griff das Feuer auf das Wohnhaus über, noch verbrannte die Kuh. Der Dorfhirte hatte sie früher als gewöhnlich auf die Weide getrieben. Das Heulager aber, und damit das gesamte Winterfutter, fiel den Flammen zum Opfer. „Ich weiss nicht, wie ich meine Kuh im Winter ohne Futter durchbringen soll. Milch, Käse und Quark sind alles, was meine Kinder in den Wintermonaten essen. Wir können es uns nicht leisten, andere Lebensmittel zu kaufen“, berichtet Lala, die vor allem von der geringfügigen staatlichen Hilfe in Höhe von monatlich 71 Franken (59 Euro) und dem Verkauf der angebauten Kartoffeln lebt. Dieses Jahr aber war die Ernte so schlecht, dass Lala zweifelt, ob die Kartoffeln überhaupt für den Eigenbedarf ausreichen werden.

Die Diaconia-Mitarbeiter in Armenien sagten dieser leidgeprüften Familie sofortige Hilfe zu. Als erste Massnahme wurden aus dem Nothilfefonds Mittel für den Kauf von Heu zur Verfügung gestellt.
Bitte helfen Sie mit, dass Lala auch das Dach des Stalls reparieren lassen kann. Ausserdem benötigen die Kinder Medizin und warme Kleidung. Neulich wurde bei Lala eine Geschwulst in der Gebärmutter entdeckt. Für die notwendigen Untersuchungen und mögliche Operation fehlt der alleinerziehenden Mutter das Geld. Mit Ihren Spenden kann die Not dieser Familie schnell und umfassend gelindert werden. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung durch Gebete und Gaben!


Projekt Nr. 1826, „Überlebenshilfe Lala”

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Armenien
Ein Albtraum statt des ersehnten Glücks
Die dreifache Mutter Warsenik Manukian bangt um die Gesundheit ihrer Kinder

"Die Zeche für sein veranwortungloses Verhalten mussten meine Eltern zahlen. Die Gläubiger standen beinahe Tag und Nacht vor der Tür und verlangten ihr Geld zurück", erzählt Warsenik von ihrem ersten Mann Garnik. Wie er stammt auch sie ursprünglich aus einer wohlhabenden Familie. Doch nun lebt sie mit ihren drei Kindern in einer armseligen Unterkunft, krank und mittellos.

In einem kleinen Waschbecken mit kaltem Wasser widmet sich Warsenik so gut es irgend geht dem Geschirr.


Mit ihrem kleinen Bruder Arman steht Meri in der schäbigen Küche.


Zu ihrer Hochzeit hatten sie unter anderem eine Wohnung geschenkt bekommen – es schien ihnen eine gute Zukunft bevorzustehen. Doch Garnik begann, allen Wohlstand zu verjubeln. So lange, bis seine Schulden nur noch durch den Verkauf der Wohnung getilgt werden konnten. Zu diesem Zeitpunkt trug Warsenik bereits ihr zweites Kind unter dem Herzen. Sie musste an das Wohl ihrer Kinder denken und beschloss, ihren Mann zu verlassen und in ihr Elternhaus zurückzukehren. Dort hatte sie eine besonders glückliche Kindheit verbracht und hatte sich immer geborgen gefühlt.

Statt sich Arbeit zu suchen und seine Familie vor dem Ruin zu bewahren, flüchtete Garnik sich in den Alkohol, kümmerte sich nicht darum, wie es seiner Frau und den beiden Kindern ging und verschwand schliesslich ganz. Noch bevor ihre zweite Tochter Meri das Licht der Welt erblickte, liess sich Warsenik 2001 von Garnik scheiden. Da war aber der Schuldenberg schon so weit angewachsen, dass die Gläubiger nur noch durch den Verkauf der elterlichen Wohnung zufriedengestellt werden konnten. Damit waren zwar alle Schulden beglichen, doch was übrig blieb, reichte gerade aus, um eine alte, baufällige Wohnung zu kaufen. Wenig später erlag Warseniks Vater, der einmal ein erfolgreicher Geschäftsmann gewesen war, einem Herzinfarkt.

Dann kam wieder Hoffnung auf: Warsenik hatte einen Mann kennengelernt, den sie für die grosse Liebe hielt. Sie heirateten, Warsenik wurde schwanger und bekam 2007 einen Sohn, Arman. Doch auch dieser Mann liess sie und die nun drei Kinder im Stich. 2011 verlor Warsenik auch noch ihre Mutter, die an einem Hirnschlag starb.

Nun wachsen die Kinder in der maroden Wohnung unter unmenschlichen Bedingungen und grossen gesundheitlichen Gefahren auf. Die zwei Zimmer sind von baufälligen Wänden umgeben, die im Winter kaum Schutz vor den eisigen Temperaturen und dem scharfen Wind bieten. Aus den Wänden hängen offene Stromleitungen herab, ein Badezimmer gibt es nicht. Das Wellblechdach ist undicht.

„Ich hätte mein Studium der Restaurierung in Moskau niemals wegen Garnik aufgeben dürfen“, sagt Warsenik heute, „das war der schlimmste Fehler meines Lebens.“ Ohne akademischen Titel, ohne Eltern, ohne Geld versucht sie ihre drei Kinder so gut es eben geht durch den Tag zu bekommen. Lange Zeit hat sie zwei Schichten hintereinander geputzt – Häuser, Gehwege, Parkplätze. Die Krankheit ihrer Tochter Anahit, die an einer Verkürzung eines Beinmuskels, sowie an Arthrose und einem Kropf leidet, macht es ihr seit vier Monaten unmöglich, noch zu arbeiten. „Meri und Arman sind gesund. Ich selbst habe Nabelbrüche, kann mir aber nicht leisten, mich operieren zu lassen“, berichtet sie.

Als Soforthilfe hat Diaconia der Familie Geld für die Reparatur des Daches übergeben. Doch es ist noch sehr viel zu tun. Nur durch Ihre grosszügige Hilfe kann die dringend erforderliche Operation von Anahit durchgeführt werden. Diaconia möchte dieser armen Familie helfen. Herzlichen Dank für Ihre praktische christliche Nächstenliebe!


Projekt Nr. 1827, „Hoffnung für Warsenik”

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Armenien
Kleiner Junge ohne Aussicht auf Heilung
Diaconia möchte das Leben von Rubik erleichtern

Rubik ist 2007 geboren. Er kann mittlerweile schon seinen Kopf gerade halten, er kann sitzen, alleine essen und er hat gelernt, Spielzeug zu benutzen. Eigentlich ganz normale Dinge, die andere Kinder in seinem Alter längst beherrschen. Aber Rubik musste sich diese Fortschritte gemeinsam mit seiner Mutter Anahit und seinem Vater Warasdat in unzähligen Physiotherapie-Stunden hart erarbeiten.

Rubik leidet an einem Gendefekt, der sogenannten spinalen Amyotrophie, zu der bei ihm eine verzögerte motorische Entwicklung und eine starke Muskelschwäche kommen. Durch die Wohnung tollen oder mit anderen Kindern um die Wette rennen, das kann Rubik noch immer nicht. Stattdessen sitzt er im Rollstuhl. Kniehohe sogenannte Orthesen sorgen dafür, dass sich die Beine des Jungen nicht verformen. Aussicht auf Heilung gibt es nicht, aber die Therapien können sein Leid lindern und dafür sorgen, dass sich sein Zustand nicht verschlimmert.

Ein Leben im Rollstuhl: Rubik trägt kniehohe Orthesen.


Erst Monate nach der Geburt ihres ersten Kindes hatten Anahit und Warasdat bemerkt, dass mit ihrem Erstgeborenen etwas nicht stimmte: Rubik konnte weder sitzen noch krabbeln. Doch der Kinderarzt sah zunächst keinen Grund zur Beunruhigung. Als aber weitere Monate vergangen waren und sich nichts verbessert hatte, suchten die besorgten Eltern erneut Rat bei ihrem Kinderarzt. Erst eine genetische Untersuchung führte zu der schockierenden Diagnose.

Nun müssen die Eltern jeden Monat rund 228 Franken (190 Euro) für therapeutische Massnahmen wie Krankengymnastik, Massagen, Medikamente und auch den Transport aufbringen. Doch die Invalidenrente von Rubik deckt mit nur 41 Franken (34 Euro) gerade einmal einen Bruchteil der Kosten ab.

„Wir haben seither auf vieles verzichtet“, erzählt Anahit, „nur so war es uns möglich, Rubik die bestmögliche Behandlung zukommen zu lassen.“ Lange Zeit schafften sie es, irgendwie durchzukommen. Warasdat hatte immerhin ein festes Auskommen als Soldat. Nach einer Routineuntersuchung wurde bei ihm jedoch vor kurzem eine akute Herzerkrankung diagnostiziert, woraufhin sein Vertrag aufgelöst wurde. Weil er sich zunächst einer Behandlung unterziehen muss, kann er keine andere Arbeit annehmen.

Bitte helfen Sie Diaconia, für Rubiks Therapien aufzukommen und ihm so sein Leben wenigstens etwas leichter zu machen. Gott segne Sie dafür!


Projekt Nr. 1828, „Therapien Rubik”

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Albanien
Reilda hat ihren Vater nie gesehen
Siebenjähriges Mädchen träumt von einem intakten Familienleben — Es wächst unter menschenunwürdigen Umständen auf

„Gute Nacht, Papa“, sagt die siebenjährige Reilda hinaus in die Dunkelheit. Es ist ein festes Ritual, mit dem sie ihren Tag beschliesst, obwohl sie ihren Vater noch nie gesehen hat. Ihre Mutter Ervilda hatte jung geheiratet. Gerade einmal 17 Jahre war sie damals alt und schon wenig später schwanger. Noch bevor die gemeinsame Tochter zur Welt kam, beschloss ihr Mann, nach Italien zu gehen, um dort Arbeit zu finden und seine kleine Familie gut versorgen zu können. Zwei Monate später teilte er ihr am Telefon mit, dass er weder zurückkommen werde, noch mit ihr und dem Kind etwas zu schaffen haben wolle.

Die Decke ist angefault und droht einzustürzen.


Jedes Mal ist es für Ervilda und ihre Tochter Reilda ein Wagnis, die baufällige Treppe zu benutzen.


Überall dringt Feuchtigkeit in die Wohnung — ein hohes Gesundheitsrisiko.


Für Ervilda brach eine Welt zusammen, sie stand unter Schock. So beschloss sie, wieder zurück zu ihren mittlerweile pensionierten und gebrechlichen Eltern zu ziehen und die Scheidung zu beantragen. Ihr Noch-Ehemann legte Einspruch ein, behauptete, nicht der Vater der gemeinsamen Tochter zu sein und verweigerte jegliche Unterstützung. Seither gibt es keinen Kontakt mehr zu ihm.

Ervilda berichtet, sie habe unter der Scheidung sehr gelitten. Vor allem wegen ihrer Tochter Reilda, die, je grösser sie wird, mehr und mehr nach ihrem Vater fragt. Sie träumt davon, dass er irgendwann wieder zurückkommt und sie alle als Familie glücklich zusammenleben werden.

Wie sehr Reilda darunter leidet, jeden Morgen ohne ihren Vater aufzuwachen und ohne ihn wieder zu Bett gehen zu müssen, macht ihr Verhalten deutlich: Gleichaltrigen Kindern, die in einer Familie mit Vater aufwachsen, geht sie aus dem Weg, und sie tut sich schwer damit, Gefühle zu zeigen. Zu dieser schmerzlichen emotionalen Situation kommen die ärmlichen Lebensumstände.

Jedes Mal, wenn Ervilda oder ihre Tochter die Treppe in ihrem baufälligen Haus hinauf- oder hinuntergehen, fürchten sie, einzubrechen. Die alten Holzplanken sind morsch, genauso die Decke, deren Balken durch die Feuchtigkeit angefault sind. Der Boden besteht aus uneben gegossenem Zement, überall dringt Feuchtigkeit nach innen. Einen Wasseranschluss und damit die Möglichkeit, das Haus zumindest sauber zu halten, gibt es hingegen nicht. Ervilda ist verzweifelt: „Diese schlechten Lebensbedingungen wirken sich negativ auf unsere Gesundheit aus. Reilda ist wegen der Feuchtigkeit sehr oft krank. Und unser Leben ist in Gefahr, weil sowohl die Treppe als auch die Decke jederzeit einstürzen können.”

Zwar helfen Verwandte so gut sie können. Aber auch sie sind nicht in der Lage, alles aufzufangen. Eine Schultasche oder auch nur ein schönes Kinderbuch sind bisher für Reilda unerreichbare Träume geblieben. Aber ihr Vertrauen auf Gott und eine ungebrochene Hoffnung lassen Ervilda glauben, dass sich ihr Leben doch noch zum Guten ändern wird.

Die Diaconia-Mitarbeiter in Albanien bitten um Ihre Unterstützung, damit das Haus renoviert werden kann. Ervildas Tochter Reilda soll in einer gesunden, ungefährlichen Umgebung aufwachsen.Gott segne Sie für Ihre Solidarität mit den Menschen in Albanien, dem ärmsten Land Europas!


Projekt Nr. 1829, „Wohnraum Reilda“

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