Report
Ausgabe 01, Januar 2014


Armenien
„Ich möchte ohne Schmerzen aufwachen“
Achtjährige Alina hat ein verrenktes Hüftgelenk und kann kaum gehen

Aus Alinas Augen spricht eine endlose Traurigkeit. Im Dezember wurde sie acht Jahre alt. Fünf Jahre ihres Lebens waren voller Schmerzen und Tränen. Und auch heute kann sie kein normales Leben führen — Armut und Krankheit hindern sie daran.

„Dass meine Tochter unter einer angeborenen Fehlstellung des Hüftgelenks leidet, haben wir nur durch Zufall erfahren. Alina war gerade eineinhalb Jahre alt, als ich mit ihr im Park spazieren ging. Dort traf ich eine alte Frau, die mir riet, mein Kind unbedingt zum Arzt zu bringen“, erzählt Mutter Aida unter Tränen. Der Verdacht der Frau bestätigte sich. Noch am selben Tag wurde Alina zum Orthopäden überwiesen. Wegen der Fehlstellung des Gelenks musste Alina fast fünf Jahre therapeutische Übungen und Behandlungen und damit unsägliche Schmerzen erdulden. „Es war einfach schrecklich, unser Kind so leiden zu sehen. Mehrmals wollten wir die Therapie abbrechen. Doch der Gedanke, dass Alina ihr Leben lang behindert sein würde, hielt uns davon ab.“ Bis zu ihrem siebten Lebensjahr war die medizinische Versorgung kostenlos. Als Alina im August 2013 zur nächsten Unter-suchung ging, entdeckten die Ärzte eine Wucherung in ihrem Beckenknochen. Die empfohlene Computertomo-graphie konnte nicht mehr kostenlos durchgeführt werden. Alina sei schon „erwachsen“, sagte man im Krankenhaus. „Kommt zurück, wenn ihr die Untersuchung bezahlen könnt“, gaben die Ärzte der entsetzten Familie mit auf den Weg.

Alina und ihr Bruder Marat mögen sich sehr gerne.

Mutter Aida muss Alina zur Schule tragen.

Leben auf engstem Raum: Auf 15 Quadratmetern befindet sich auch die Toilette.

Alina schläft in einem viel zu kleinen Kinderbett.

Die Familie lebt bei Aidas Mutter in einem einzigen Raum mit 15 Quadratmetern. Sie liessen eine kleine Küche und eine Toilette in den winzigen Raum einbauen. Ein Doppelbett, ein Kinderbett, ein kleiner Tisch und ein paar Stühle stehen darin — mehr passt nicht hinein. Alina ist aus ihrem Kinderbett längst herausgewachsen und muss mit angewinkelten Beinen schlafen. Um das Zimmer zu heizen, benutzt Aida einen Gaskocher. Vorigen Winter wäre Marat deswegen beinahe erstickt.

Vergangenen Juli erkrankte Vater Armen an einer schweren Lungenentzündung. Er bekam hohes Fieber und musste ins Krankenhaus, wo er zwei Spritzen bekam und wieder nach Hause geschickt wurde. Für mehr hatte die Familie kein Geld. Dann holten Freunde Armen nach Moskau. Dort wird er behandelt und langsam gesund.
Jeden Tag hat Alina heftige Beinschmerzen. Nach ein paar Schritten tut ihr das Bein derart weh, dass ihre Mutter sie zur Schule tragen muss. Alinas grösster Wunsch ist es, am Morgen ohne Beinschmerzen aufzuwachen. Bitte ermöglichen Sie Alina durch Ihre Unterstützung die dringend nötige Untersuchung, Behandlung und orthopädische Hilfe.

Projekt Nr. 1956, "Orthopädische Behandlung für Alina"

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Rumänien
Ein fröhliches Lachen für Costel
Junge Familie ist bitterarm und hat ohne Hilfe keine Zukunftsperspektive

Der kleine Costel Tulbure (5) lacht. Fröhlich schaukelt er in einem Fahrradreifen hin und her. Wenn er so durch die Luft fliegt, kann er einfach nur Kind sein. Das sind seltene Momente, denn seine Eltern haben viele Sorgen. Das spürt der kleine Junge und lächelt immer seltener.

„Es bricht mir das Herz, wenn ich sehe, dass wir den Kindern nichts bieten können. Viel zu oft haben wir noch nicht einmal etwas zu essen“, schüttelt Vater Gheorge (27) traurig den Kopf. So hatte er sich das Leben seiner Familie nicht vorgestellt. Und nun ist seine Frau Kinga (25) wieder schwanger. „Wir freuen uns auf das Kind, und ich werde alles dafür tun, dass sich unsere Situation verbessert. Aber es ist so schwer, Arbeit zu finden.“

In dem einzigen Raum des Hauses ist es sehr eng.

Wenn Costel auf seinem Reifen schaukelt, vergisst er für eine kurze Zeit die Sorgen.

Die Familie lebt in Viscri, 70 Kilometer von Brasov entfernt, in einem windschiefen Haus mit nur einem Raum. Es gibt weder fliessendes Wasser und Strom, noch eine Toilette. In einem einzigen Raum kocht, lebt und schläft die gesamte Familie. „Wir haben zwar einen Ofen, auf dem wir kochen und der unseren Raum gleichzeitig wärmt. Doch wir können uns das Holz kaum leisten“, sagt Gheorge.

Der 27-Jährige hat in seinem Leben schon viel Schlimmes erlebt. Als er fünf Jahre alt war, starb seine Mutter an Krebs. „Von da an wurde alles schlechter“, erinnert er sich. Sein Vater heiratete eine Frau, die keine Beziehung zu den Kindern suchte. Er wurde abweisend und begann, seine Kinder zu schlagen. Oft bekamen sie nichts zu essen. „Seit dieser Zeit leide ich unter schrecklichen Bauchschmerzen.“

Mit 17 lernte Gheorge die Liebe seines Lebens kennen: Kinga. Die beiden heirateten und zogen in das Haus des Vaters. „Schnell merkte ich, dass mein Vater Kinga unzüchtig anschaute. Wir mussten da weg. Wer weiss, was sonst passiert wäre.“ Von dem Geld, das er während eines Jahres als Schafhirte verdient hatte, kauften sie das kleine Haus. Es ist nur notdürftig verputzt. Die dünnen Wände bieten kaum Schutz vor der Kälte, das Dach hat auch seine besten Zeiten hinter sich. In einer Ecke des Raumes stehen Kommoden aufeinander, nur um irgendwie Platz zum Verstauen zu schaffen.

Derzeit lebt die Familie von rund 72 Franken (60 Euro) Kindergeld und Sozialhilfe. „Das Geld reicht etwa eine Woche. Unsere Kinder zum Kindergarten und zur Schule zu schicken — daran ist gar nicht zu denken“, sagt der liebevolle Vater mutlos. Wie nötig wären ein zweiter Raum für die Familie, Wasser- und Stromanschluss sowie Essen und Kleidung für die Kinder. Bitte unterstützen Sie diese Familie, damit Costel und seine Familie eine gute Zukunft haben.

Projekt Nr. 1957, "Ein Lächeln für Costel"

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Rumänien
Die Messerklinge blieb in Anas Kopf stecken
32-Jährige von ihrem Mann niedergestochen — Mutter und Kinder schwer traumatisiert

Ihre Kinder haben Angst um sie. Oft waren sie Augenzeugen, wenn ihrer Mutter Ana Gewalt angetan wurde. Als sie schliesslich mit einem Messer im Kopf niedersank, war das Trauma komplett.

„Ich hätte nie gedacht, dass mir so etwas einmal passiert“, sagt die junge Frau traurig. Geboren wurde Ana in Bukarest. Als sie ein Jahr alt war, verliess die Mutter die Familie. So wuchs Ana bei ihrer Grossmutter auf. Dann erhob der Vater Ansprüche. Sie musste mit ihm mit. Ihr Vater trank, brachte verschiedene Frauen mit nach Hause und misshandelte Ana. Als sie elf Jahre alt war, missbrauchte er sie sogar. Aber es kam noch schlimmer. Im Alter von 16 Jahren lernte sie einen Jungen kennen und glaubte, er sei die Liebe ihres Lebens. Bereits nach drei Wochen zog sie zu ihrem Freund und dessen Mutter. Es dauerte nur wenige Tage, da erhob ihr Freund zum ersten Mal die Hand gegen sie. „Ich hatte keinen Ort, an den ich fliehen konnte. Also blieb ich“, erzählt Ana. Sie heirateten und bekamen drei Kinder: Madalina (14), Mario-Codrut (6) und Lidia-Maria (5).

Gewinnen nur langsam ihr Lächeln zurück: Ana und ihre Kinder Mario-Codrut und Lidia-Maria.

Doch Anas Mann war krankhaft eifersüchtig. „Wenn ich mir nur die Haare kämmte, vermutete er, dass ich mich für einen anderen Mann schön mache und schlug mich.“ Er misshandelte sie und hielt sie nächtelang mit üblen Beschimpfungen wach. Auf die Kinder nahm er überhaupt keine Rücksicht. Sie bekamen alles mit. Mehr als einmal suchte Ana Schutz in einem Mütterzentrum. Jedes Mal kam ihr Mann, versprach sich zu ändern, und sie ging wieder mit ihm mit. Eines Tages hielt sie es nicht mehr aus. Sie packte ihre Kinder und floh ins Mütterzentrum. Dort war aber kein Platz. Der Leiter schickte sie an einen anderen Ort, wo Platz im Mütterzentrum war. So kamen Ana und ihre drei Kinder nach Codlea. Ana fand einen Job, und die Familie fühlte sich sicher.

Bis zu dem Tag, an dem Anas Mann plötzlich vor ihr stand. Er zog ein Messer und stach auf sie ein. Sie wehrte sich. Schliesslich stach er sie in ihren Kopf, wo die Klinge abbrach und stecken blieb. Die Kinder schrien und weinten. Sie hatten alles mit angesehen und waren völlig verängstigt.

Ana überlebte, weil sie schnell ins Spital kam. Ihr Mann wurde festgenommen und mittlerweile zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt. Ana und ihre Kinder erholen sich nur langsam von dem Erlebten. Mario-Codrut hat Augenprobleme und muss dringend behandelt werden. Und alle brauchen Fürsorge und Hilfe, damit sie das Erlebte verarbeiten können. Helfen Sie dieser Familie, damit sie zuversichtlicher in die Zukunft gehen kann.


Projekt Nr. 1958, "Eine Zukunft für Ana und ihre Kinder"

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Rumänien
Sorgen um die Zukunft der Enkel
Fünffache Mutter starb an Blutvergiftung — Kinder leben jetzt bei ihrer Grossmutter

Maria (64) trägt schwarz. Ihre Tochter starb im Juli an einer Blutvergiftung. Drei Tage zuvor hatte Marias Mann den Kampf gegen den Krebs verloren. Maria ist in Sorge: um ihre fünf Enkelkinder, für die sie seit dem Tod ihrer Tochter sorgt.

Maria und ihre fünf Enkel leben in der Nähe von Brasov in einem winzigen Haus. „Das Leben hat sich komplett verändert. Nichts ist mehr so wie es war“, sagt sie traurig. Für ihre Enkelkinder Gabriel (18), Denisa (16), Codruta (13), Florin (11) und Daniel (8) will sie stark sein, doch das fällt ihr schwer. „Was wird, wenn ich einmal nicht mehr da bin? Was wird dann aus meinen Enkeln?“, fragt sie. Das winzige Haus, in dem sie alle zusammen wohnen, könnte dann von ihren eigenen Kindern beansprucht werden, und die Enkel würden auf der Strasse stehen. „Ich würde so gerne einen weiteren Wohnraum auf dem Grundstück bauen, damit meine Enkel dort eine ständige Bleibe haben.“


Maria (r.) versucht für Ihre Enkel stark zu sein; dabei ist sie oft verzweifelt und traurig.

Doch an einen Neubau ist gar nicht zu denken. Denn zu allem Leid kommt die materielle Not. Seit ihr Mann und ihre Tochter verstorben sind, leben Maria und die Enkel von einer Mini-Rente und etwas Sozialhilfe für die Kinder. Nur zwei der fünf Enkel gehen noch zur Schule. „Die anderen haben einer nach dem anderen aufgeben müssen, denn schon zu Lebzeiten meiner Tochter konnten wir uns die Schule nicht leisten“, erzählt Maria. Sie weiss, dass ihre Enkel ohne Schulbildung geringe Chancen auf ein besseres Leben haben. Jetzt versuchen die Älteren, Arbeit zu finden, um etwas Geld zum Familienunterhalt beizutragen. Auch Maria sucht eine Arbeit. Manchmal nimmt sie die Enkel mit auf die Suche, vielleicht können sie auch mit anpacken und so ein bisschen Geld zusätzlich verdienen. Aber für ein einfaches, sorgenfreies Leben reicht es noch lange nicht.

Der Vater der Kinder ist Alkoholiker. Die Kinder bedauern ihn, aber sie freuen sich auch, wenn sie ihn sehen. „Er ist doch Teil ihres Lebens“, zeigt Maria Verständnis und weiss aber, dass von seiner Seite keine Hilfe zu erwarten ist.

Die Familie hat noch Schulden bei Ärzten, und der Wohnort liegt in einer der kältesten Regionen Rumäniens. Minus 35 bis 40 Grad sind keine Seltenheit. Doch Maria und ihre Enkel haben nicht genug Geld, um ausreichend Brennholz zu kaufen.

Sie brauchen nicht nur Holz, sie brauchen auch einen neuen Ofen, Kleidung und Schuhe für die Kinder und Baumaterial für den zusätzlichen Raum. Bitte helfen Sie einer verzweifelten Grossmutter, die versucht, ihren Enkeln einen guten Start ins Leben zu geben.


Projekt Nr. 1959, "Ein raum für Marias Enkel"

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Armenien
Das Leben von Elena ist in Gefahr
Grossmutter des leukämiekranken Hamlet benötigt dringend eine Herzoperation

„Bitte helfen Sie mir, ich will noch nicht sterben”, fleht Elena Iskandarian. Sie hat einen Brief an Diaconia geschrieben und um Hilfe gebeten. Im September 2012 stellten wir Ihnen die Geschichte ihres Enkelsohnes Hamlet vor, der an Leukämie litt.

Die Familie hatte keine Möglichkeit, für die Chemotherapie des Kindes aufzukommen. Dank grosszügiger Spender konnte dem dreijährigen Jungen geholfen werden. Seinen Kampf gegen den Krebs hat Hamlet gewonnen. Die letzten Blutuntersuchungen zeigten erfreuliche Ergebnisse. Er ist nun viel draussen beim Spielen mit seinen Schwestern und Freunden. „Ich schliesse alle Menschen in meine Gebete ein, die durch ihre Spende Hamlet ein neues Leben geschenkt haben“, sagt die tiefgläubige Frau.

Elena muss viel liegen, aber ohne lebensrettende Operation wird das nichts nützen.

Hamlet ist dank der Spender von Diaconia wieder ganz gesund und spielt oft mit seinen Schwestern.

Elena hat schon viel Leid hinter sich: Herzprobleme und ein Leben in bitterer Armut. Sie hat ihr Leben lang hart gearbeitet. An einem Marktstand verkaufte sie Gemüse. Sie verdiente zwar wenig, aber sie konnte so die Sorgen ihres einzigen Sohnes Howhannes etwas erleichtern, der drei minderjährige Kinder zu versorgen hat. Als Elena im Sommer 2008 mit Atemnot ins Spital eingeliefert wurde, stellten die Ärzte Herzrhythmusstörungen fest. Die Operation, bei der Elena ein Herzschrittmacher implantiert wurde, war sehr teuer.

Howhannes schlägt sich als Tagelöhner durch. Um seiner Mutter die lebensrettende Operation ermöglichen zu können, nahm er einen Kredit auf. Die Operation war erfolgreich und Elenas Zustand stabilisierte sich. Als ihr Enkel Hamlet an Leukämie erkrankte, galt ihre ganze Sorge ihm. In der schweren Zeit, in der Howhannes und seine Frau wie gelähmt waren, wurde Elena zum Motor der Familie und suchte nach Wegen, das tägliche Überleben ihrer Angehörigen zu sichern.

Elena weiss, dass der Herzschrittmacher nach fünf Jahren durch einen neuen ersetzt werden muss. Der Tag dieser Operation ist nicht mehr fern. Doch die erneuten Kosten sind von der Familie nicht zu tragen. Um die Summe für ihre zweite Herzoperation zusammenzubekommen, hat Elena schon an zahlreiche Türen geklopft – leider erfolglos. Nur der Bürgermeister aus Elenas Heimatstadt Aschtarak hat ihr einen kleinen Betrag aus seiner eigenen Tasche gegeben. Die einzige Hoffnung der Familie ist nun wieder Diaconia.

Dank Ihrer Unterstützung wurde das Leben des kleinen Hamlet gerettet. Jetzt ist das Leben der Grossmutter Elena in Gefahr. Schenken Sie bitte auch ihr das Leben.


Projekt Nr. 1960, "Herzoperation Elena"

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BLICKPUNKT


Armenien
Ausbildung — Grundlage für die Zukunft

Im Berufsausbildungszentrum „BAZ“ haben die ersten Maurer, Näherinnen und Bäcker ihre Berufsabschlüsse in der Tasche. Die Prüfungen fanden im November statt. Die jungen Berufsleute können nun an der Zukunft des Landes mitbauen und ihre Familien ernähren.

Nach dem Besuch des Rütner Berufsschulrektors Kurt Eisenbart, gemeinsam mit dem Rütner Unternehmer und Mitglied der Berufsschulkommission Christian Sartorius, in Jerewan, haben dort die ersten Berufs-abschlussprüfungen stattgefunden. Vier der fünf ausgelernten Maurer haben bereits eine Stelle gefunden, einer davon beim Ausbildner selbst. 16 Näherinnen haben ihre Ausbildung abgeschlossen, und bei den Bäckern hat rund ein Drittel der Lehrabgänger eine Stelle gefunden.

Im Rahmen des Bürgerkriegs in Syrien kehren viele Armenier in ihr Heimatland zurück und suchen Arbeit. Eine solide Berufsausbildung gewinnt daher immer mehr an Bedeutung. „Unser Ziel ist es, den Menschen in Armenien das Rüstzeug dafür zu geben, dass sie einen handwerklichen Beruf erlernen können, um damit ihre Familien zu ernähren“, erklärt Christian Sartorius, Mitglied der Geschäftsleitung von Diaconia. Damit könne auch die Abwanderung aus dem Land verhindert werden. „Wenn sie in ihrer Heimat eine Zukunft haben, müssen die Menschen nicht in andere Länder auswandern, wo sie dann doch kaum Chancen auf ein besseres Leben haben.“ Ausserdem betont auch Kurt Eisenbart, dass es sich lohnt, in Lernende zu investieren. „Lernende leisten auch produktive Arbeit. Die Lehre ist eine hervorragende berufliche Grundbildung für das spätere Berufsleben.“

„Das Prinzip Hoffnung ist uns wichtig — mit westlichem Knowhow und etwas Geld können wir vielen jungen Menschen eine bessere Zukunft ermöglichen“, so Christian Sartorius.

Lassen auch Sie sich von diesem Hoffnung verleihenden Projekt begeistern.


Stolz präsentieren die Absolventinnen des Näherinnenkurses ihre Arbeiten.

Projekt Nr. 1961, "Berufsausbildungszentrum BAZ"

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Armenien
Ofen und Brennholz gegen grimmige Kälte
Hoffnung auf ein besseres Leben in Russland zerschlug sich

Familie Sargsian ist sehr arm. Es gibt viele bedürftige Familien in Armenien, doch sie haben es besonders schwer. Ludmila, Aschot und ihre sechs Kinder wanderten vor einigen Jahren nach Russland aus. Dort hofften sie, Arbeit und Unterkunft zu finden. Der Traum platzte und nun leben sie in einer baufälligen Hütte, die früher ein Tierstall war.

Russland, wenn sie nur daran denken, fangen alle noch heute an zu frieren. Sie kamen mit der grimmigen Kälte nicht zurecht, und Aschot fand keine feste Arbeitsstelle. Als dann Probleme mit der Aufenthaltsgenehmigung dazu kamen, gingen sie zurück nach Armenien. Nur der älteste Sohn, Andranik, blieb in Russland. Doch er kann seine Eltern finanziell nicht unterstützen. Aschot und Ludmila sind froh, dass er seinen Lebensunterhalt selbstständig bestreiten kann.

Der Kühlschrank läuft nicht, Ludmilla nutzt ihn nur als normalen Schrank.

Das Haus, in dem Familie Sargsian lebt, war früher mal ein Tierstall.

Ludmila und Aschot haben ihr ganzes Leben lang schwer gearbeitet, oft über ihre Kräfte hinaus. „Wir scheuten uns vor keiner Arbeit. Ich habe sogar mit meinem Mann zusammen auf dem Bau Steine geschleppt. Vielleicht bin ich deswegen gesundheitlich angeschlagen“, berichtet Ludmila müde. Sie musste drei Operationen über sich ergehen lassen und leidet an einer Thrombose. Letztes Jahr zog sie sich eine schwere Lungenentzündung zu. Für eine Behandlung hatte die Familie kein Geld. Es dauerte Wochen, bis Ludmila wieder auf die Beine kam.

Aschot sucht stets nach Arbeit. Sein Verdienst ist jedoch zu gering, um die Familie zu versorgen. Anahit (22) und Armen (19) arbeiten als Verkäufer. Das Geld, das sie verdienen, reicht gerade für die laufenden Rechnungen und ihre eigene Fahrt zur Arbeit. Ananik (17) ist der dritte Sohn. Er möchte studieren, damit er seine Familie finanziell unterstützen kann. Zurzeit besucht er die Computerkurse im Dorf der Hoffnung. Abraham (12) und Awetis (7) sind noch schulpflichtig.

Die Familie erhielt staatliche Beihilfe. Nachdem man im Sozialamt jedoch erfuhr, dass Anahit und Armen arbeiten, wurde der Familie die Sozialhilfe sofort gestrichen. Jetzt soll die Familie die bisher bezogenen Leistungen zurückzahlen. Angesichts ihres geringen Einkommens ist das unmöglich.

Nun steht der Winter vor der Tür. Diaconia möchte dieser Familie helfen. Sie benötigt dringend einen Ofen und Brennholz. Zudem brauchen sie einen Wasseranschluss und neue elektrische Leitungen. Bitte helfen Sie uns helfen. Gott segne Sie dafür.


Projekt Nr. 1962, "Wärme für Familie Sargsian"

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Nepal
Das Fest der Liebe mitten in Armut
Weihnachten am Himalaya — nur wenige feiern dieses christliche Fest

Schon einige Tage vor der Feier bereiten die christlichen Leiter in den von Diaconia unterstützten Waisen-häusern liebevoll Räume und Plätze vor. Auch in diesem Jahr wissen sie nicht, wie viele Menschen sich zu diesen Feierlichkeiten, die sich in manchen Kirchgemeinden über einige Tage erstrecken, einfinden und woher sie das Essen für alle nehmen werden.

Weihnachten, das Fest der Liebe. Für die Christen in Nepal ist es etwas Besonderes, dieses Fest zu feiern. Erst seit dem Jahr 2008 wurde Weihnachten für die Kirche zum Feiertag erhoben. Bis dahin war es normal, an diesen Tagen zu arbeiten. Auch hat man in Nepal einen anderen Kalender, so dass Weihnachten in den Februar, eine Jahreszeit mit höheren Temperaturen, fällt. Auch die Geschäfte orientieren sich nicht an dieser christlichen Feier. Wer also in dem hinduistisch geprägten Land Nepal Weihnachten feiert, tut dies aus tiefster Überzeugung. Manchmal richten die Leiter unserer Waisenhäuser die Feiern gemeinsam mit christlichen Kirchgemeinden aus. Zum vergangenen Weihnachtsfest wurden gar um die 1‘000 Besucher mit einer kleinen Vesper bedacht. „Meine Frau bereitete mit einigen freiwilligen Helfern dieses Essen zu“, berichtet Deependra Gautam. „Neben dem Essen gibt es einen Gottesdienst, und anschliessend spielen wir noch einige Spiele. Es ist immer wieder eine Freude, so vielen Menschen die Liebe Jesu nahebringen zu können, und wir hoffen, dass wir auch dieses Jahr die Möglichkeit dazu haben werden.“

Weihnachten am Himalaya.

Diaconia möchte wie auch in den vergangenen Jahren gemeinsam mit Ihnen dazu beitragen, dass Menschen in einem wohltuenden Rahmen durch die Botschaft Jesu erreicht werden können. Wir bitten Sie herzlich, dass Sie in dieser Weihnachts- und Neujahrszeit diese Menschen nicht vergessen. Vielen Dank für Ihre Unterstützung.

Projekt Nr. 1963, "Nepalhilfe"

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Albanien
„Etwas Milch für meine Kinder“
Alfred Pirraj kämpft mit seiner Familie täglich ums Überleben

„Mein ganzes Leben lang habe ich ums Überleben gekämpft. Manchmal ist das sehr hart. Wenn meine Kinder mich nach einem Stück Schokolade fragen und ich ihnen noch nicht einmal Brot geben kann, schmerzt mich das sehr.“

Alfred Pirraj ist 38 Jahre alt, doch er sieht viel älter aus. Er lebt mit seiner zweiten Frau und den drei gemein-samen Kindern Gabriel (7), Besiana (4) und Sabiani (3) im Distrikt Fier. „Viele Leute kennen unseren Wohnort gar nicht. Er ist eine Art verlorenes Dorf am Ende der Welt“, sagt Alfred.

Alfred Pirraj wünscht sich für seine zweite Frau und die drei gemeinsamen Kinder mehr Sicherheit.

Nur der alte Ofen spendet ein wenig Wärme – Familie Pirraj wohnt unter sehr schlechten Bedingungen.

Der Holzboden ist notdürftig mit einem Teppich zugedeckt.

Die Familie lebt in einer einfachen Hütte, die wenig Schutz bietet, denn sie ist marode. Von der Decke bröckelt der Putz, und ein grosser Wasserfleck – in der Nähe der Lampe — zeigt an, dass das Dach undicht ist. Der grobe Holzfussboden ist notdürftig mit einem Teppich abgedeckt. In der Küche steht der Ofen und spendet etwas Wärme.

„Wir können unsere Kinder nicht ordentlich ernähren“, erzählt die Mutter verzweifelt. „Ich kann ihnen nur ein bisschen Gemüse geben. Manchmal gibt es auch nur eine Handvoll gemahlenen Mais. Das ist nicht ausreichend, und mir bricht es fast das Herz, wenn ich sehe, wie sie das Gesicht verziehen, aber tapfer kauen und alles runterschlucken.“

Alfred versucht alles, um eine Arbeit zu finden. Es ist schwierig. Derzeit ist er arbeitslos. Und weil dies so ist, kann er auch seine Kinder aus erster Ehe nicht sehen. „Sie sind zwölf und elf Jahre alt, und seit meiner Scheidung habe ich sie nicht gesehen. Ich kann den Unterhalt für sie nicht zahlen. Sie fehlen mir und ich wüsste gerne, wie es ihnen geht“, sagt er leise.

Er hofft, dass es ihnen besser geht als seiner Familie, wo es an allen Ecken und Enden fehlt. Zudem hat die Familie noch Schulden. Gabriel, der älteste Sohn, leidet unter Bauchbeschwerden und muss immer wieder ins Krankenhaus. Die Behandlungen und Medikamente sind teuer. So leiht sich Alfred Geld von Bekannten, und die Schulden wachsen weiter.

Jeden Nachmittag geht Alfred hinaus, um wilden Kohl zu sammeln, den er dann auf dem Markt verkauft. Wenn er Erfolg hat, kauft er davon ein wenig Brot. Eine Kuh könnte dieser Familie helfen. „Futter für sie könnte ich ohne Probleme beschaffen“, sagt Alfred. Und die Milch und andere Produkte könnten die Ernährung der Kinder verbessern. „Wenigstens ein wenig Milch am Tag für meine Kinder, das wäre mein sehnlichster Wunsch.“ Bitte helfen Sie dieser Familie mit Ihrer Spende, durch eine Kuh eine sichere Einkommens- und Nahrungsquelle zu bekommen. Vielen Dank.


Projekt Nr. 1964, "Eine Kuh für Alfred Pirraj"

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