Report
Ausgabe 01, Januar 2016


Armenien
Armas Stimme soll weiter erklingen
14-jährige Musikschülerin benötigt dringend gute medizinische Versorgung

Wenn Arma singt, hält jeder den Atem an und lauscht — so schön klingt es. Das Mädchen ist sehr begabt und besucht die achte Klasse der Tschaikowski-Musikschule. All ihre Ziele und Träume sind mit Musik verbunden. Doch sie ist sehr krank, und wenn sie nicht bald Hilfe bekommt, wird ihre Stimme vielleicht schon bald verstummen.

Die Familie der 14-Jährigen hat, wie so viele Menschen in Armenien, ihr Hab und Gut während des schweren Erdbebens verloren, als ihr Haus zusammenbrach. Die Galojans leben seitdem zur Miete. Doch ihnen fehlt oft das Geld für die anfallenden Rechnungen, und zudem sind sie der Willkür der Vermieter ausgesetzt und mussten schon oft umziehen. Es wird nie wieder so sein wie früher. „Ich sehe meinen Sohn und meinen Mann oft monatelang nicht. Sie sind seit Jahren im Ausland, um Geld zu verdienen. Mein Mann arbeitete bis vor Kurzem in Russland. Er ist zwar Jurist, doch er hat dort auf dem Bau gearbeitet. Nun ist er krank und bettlägerig und kann nicht alleine zurück nach Hause reisen. Ich mache mir grosse Sorgen um ihn“, sagt Armas Mutter Marta (52).

Auch Armas Bruder hat das Land verlassen. Er ist Pfarrer in der armenischen Kirche in Georgien. Seine Frau und seine beiden Kinder leben noch immer in Armenien.

Arma benötigt viele Medikamente, die sich ihre Familie nicht leisten kann.

Arma ist begabt und eine gute Schülerin.

Martas Hauptsorge gilt jedoch ihrer Tochter Arma, weshalb sie sich Hilfe suchend an Diaconia wandte. „Es fällt nicht leicht, um Hilfe zu bitten, doch wir benötigen dringend Unterstützung“, sagt sie. Seit ihrem achten Lebensjahr leidet Arma unter massiven Magenbeschwerden, hat Probleme mit den Nerven, und vor einigen Monaten kam noch ein allergischer Husten hinzu. Die Familie hat sich hoch verschuldet, um Armas Behandlung zu bezahlen. Doch das geliehene Geld reichte nicht aus, um alle Rechnungen zu begleichen. Und trotz aller Untersuchungen konnte Armas Erkrankung noch immer nicht ausreichend diagnostiziert und behandelt werden. Sie muss jeden Tag Medikamente einnehmen, die sich die Familie kaum leisten kann. Alle Ziele und Träume des Mädchens sind jedoch völlig von ihrem gesundheitlichen Zustand abhängig.

„Ich möchte singen und die armenische Gesangskunst in die Welt hinaustragen“, sagt die 14-Jährige leise. „Musik ist so schön und kann die Menschenherzen berühren, ich möchte gerne meinen Teil dazu beitragen.“ Mit einer klaren Diagnose und den richtigen Medikamenten könnte das Mädchen seine Träume realisieren. Wir möchten Arma gerne helfen und für die nötige Behandlung sorgen. Dazu brauchen wir Ihre Unterstützung. Bitte geben Sie, gemeinsam mit uns, Arma die Möglichkeit, ihre von Gott gegebene Gabe auch zukünftig einsetzen zu können. Herzlichen Dank dafür.


Projekt Nr. 3137, "Medizinische Behandlung für Arma"

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Rumänien
Sicheres Zuhause für Adriana
31-Jährige lebt mit ihren beiden Söhnen in einem baufälligen Haus

Schlamm soweit das Auge reicht. Wenn es regnet, dringt das Wasser in Adrianas Haus ein und verwandelt den Hof davor in eine schmutzige, glitschige Fläche. Das Regenwasser sammelt sich in den blauen Plastikplanen, die Adriana über ihr marodes Haus gezogen hat, um es etwas abzudichten. Irgendwann wird wohl das Gewicht das Haus zum Einsturz bringen.

Adriana (31) lebt mit ihren beiden Söhnen, Madalin (11) und Sergiu (9), in diesem Haus mit dem schlammigen Hof. Sie war das zweite Kind ihrer Eltern und wurde stets von ihrem Vater abgelehnt. „Er hätte lieber einen Sohn gehabt. Als meine Mutter an Krebs starb, war ich 15 Jahre alt. Ich zog zu meiner Grossmuter“, erzählt sie. In der achten Klasse verliess sie die Schule und arbeitete gemeinsam mit ihrer Grossmutter auf den Feldern. „Wir erhielten Nahrungsmittel als Bezahlung“, erinnert sie sich. In all der Zeit interessierte sich ihr Vater nicht für sie. „Er hatte mit mir abgeschlossen.“

Als Adriana 19 Jahre alt war, lernte sie Ciprian (35) kennen. „Ciprian hatte zwei Jahre in Italien gelebt. Als er bei der Heirat meinen Nachnamen annahm, sagte er, das sei in der modernen Welt so üblich. Ich habe mich geehrt gefühlt und mir nichts dabei gedacht“, erzählt die 31-Jährige. Erst später erfuhr sie, dass ihr Mann in Italien wegen einiger Gewaltdelikte von der Polizei gesucht wurde und mithilfe ihres Nachnamens untergetaucht war. „Da hatte er seine Hand auch bereits mehrfach gegen mich erhoben“, berichtet Adriana.

Kurz nach Madalins Geburt ging Ciprian nach Deutschland, um dort zu arbeiten. Sechs Jahre lang kam er zwischendurch immer mal wieder nach Hause. „Er brachte stets nur 100 Euro mit. Wenn ich ihn fragte, warum er so wenig Geld verdiene, zuckte er nur mit den Schultern oder schlug mich“, erzählt Adriana. Seit fünf Jahren kam er nicht mehr nach Hause.

Adriana möchte, dass ihre Söhne zur Schule gehen und eine bessere Zukunft haben.

Adriana fürchtet, dass das Haus eines Tages über ihnen zusammenstürzen könnte.

Denn Adriana arbeitet hin und wieder für Familien in der Stadt. Zum Leben reicht das Einkommen jedoch, trotz Kindergeld und staatlicher Beihilfe, bei weitem nicht aus.

Im Alter von einem Jahr wurde Madalin an einer Hernie im Kopf operiert. Alles ist gut verheilt. Nur manchmal hat er in seinem linken gehörlosen Ohr noch Schmerzen. Beide Kinder gehen zur Schule. Madalin besucht die fünfte Klasse, Sergiu die vierte. Oft weiss Adriana nicht, wovon sie die Schulsachen bezahlen soll.

Wir möchten Adriana und ihren Söhnen gerne mit Lebensmitteln, Kleidung und Schulsachen helfen und das baufällige Haus sanieren sowie den Hof befestigen. Bitte helfen Sie uns, dieser Familie Hoffnung und eine bessere Zukunft zu geben.


Projekt Nr. 3138, "Familienhilfe Adriana Adam"

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NEUE REGIERUNG IN RUMÄNIEN

RUMÄNIEN – Rumänien hat seit Mitte November eine neue Regierung, die bis zu den Wahlen im Herbst 2016 im Amt bleiben soll. Zwei Wochen zuvor war Ministerpräsident Victor Ponta nach massiven Protesten, auch gegen seine Regierung, zurückgetreten. Die Proteste wurden durch den Brand in einer Diskothek ausgelöst, bei dem 60 Menschen ums Leben kamen, und richteten sich vor allem gegen die weit verbreitete Korruption und Misswirtschaft im Land, durch die, nach Meinung der Demonstranten, die Katastrophe erst möglich geworden war. Notwendige Kontrollen, auch zur Gewährleistung des Brandschutzes, seien unterlassen worden.

Die neue Regierung wird vom ehemaligen EU-Landwirtschaftskommissar Dacian Ciolos angeführt. Ihr gehören ausschliesslich parteilose Fachleute an, vor allem unabhängige Intellektuelle und unbestechliche Beamte. Die Justizministerin Raluca Pruna, die unter anderem für die Bekämpfung der Korruption zuständig sein wird, ist die Gründerin der rumänischen Sektion von „Transparency International“.



Rumänien
Augenlicht für Ramona
Sie hat ihre Kinder und ihren Mann noch nie mit eigenen Augen gesehen

Sie lernten sich an einer Kreuzung in der Nähe von Brasov kennen: Ramona (25) war dort um zu betteln, und Codrut (24) reinigte die Windschutzscheiben wartender Autos. Beide hatten viel Schlimmes erlebt. Heute haben sie eine Familie mit zwei Kindern. Doch das Leben ist herausfordernd, denn Ramona ist blind.

Schon als Kind hatte Ramona Probleme mit der Sehkraft. Doch vor sechseinhalb Jahren wurde es immer schlimmer, bis Ramona ihr Augenlicht völlig verlor und erblindete. „Ich habe noch nie die Gesichter meiner Kinder gesehen“, sagt die zweifache Mutter kaum hörbar. Ihr Sohn Armando (4) nimmt sie oft an der Hand und führt sie durchs Dorf oder hilft ihr im Alltag. „Er ist mein Augenlicht, aber eigentlich ist das doch eine viel zu grosse Verantwortung für einen so kleinen Jungen.“

Ramona hatte eine schwere Kindheit. Ihre Mutter verliess die Familie, als Ramona drei Jahre alt war. Sie blieb bei ihrem Vater, ihrer Grossmutter und ihrem Onkel. Letzterer missbrauchte sie mehrmals, doch sie traute sich nicht, es ihrem Vater zu erzählen. Die Grossmutter nahm Ramona mit zum Betteln. Wegen der vielen verpassten Schulstunden musste Ramona zu guter Letzt die Schule aufgeben. Sie schaffte es nicht mehr, die Wissenslücken zu füllen. Codrut kommt aus einer gewalttätigen Familie. Die Familie war sehr arm, es gab fünf Kinder, und sein Vater war alkoholkrank. „Wie wollen beide, dass es unseren Kindern gut geht und sie eine bessere Zukunft haben“, sagt Ramona.

Es gibt eine Operation, die Ramona das Augenlicht wiedergeben könnte. Doch die Familie ist zu arm, um das Geld dafür aufzubringen. Ramona und Codrut wohnen mit Armando und Flavius (1) in einem kleinen Holzhaus am Rande des Dorfes Apata, 37 Kilometer von Brasov entfernt. Im Haus gibt es weder fliessendes Wasser noch Strom. Das Haus ist dunkel – Ramona macht das nichts aus, doch die Kinder haben noch nie eine Glühbirne gesehen.

Codrut versucht, die Familie mit Gelegenheitsjobs durchzubringen. Doch oft ist er in Gedanken zu Hause. Er sorgt sich, denn Ramona muss oft Feuer im alten und defekten Ofen machen. Was ist, wenn einmal Funken fliegen und das Haus in Brand gerät? Ramona könnte es nicht sehen.


Ramona ist seit mehr als sechs Jahren blind.

Der kleine Armando ist das „Augenlicht“ seiner Mutter.

Wir möchten dieser Familie gerne helfen und für Ramona die Untersuchungen und die Augenoperation in Bukarest bezahlen. Das würde nicht nur ihr Leben, sondern das der gesamten Familie positiv beeinflussen. Bitte helfen Sie Ramona, zum ersten Mal die Gesichter ihrer Kinder und ihres Mannes sehen zu dürfen und die Möglichkeit zu erhalten, für ihre Familie zu sorgen. Wir danken Ihnen dafür herzlich.

Projekt Nr. 3139, "Augenoperation Ramona"

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Rumänien
Ein neues Zuhause für Marcela
Liebevoll kümmert sich die Grossmutter um ihre von den Eltern verlassenen Enkel

Sie lachen in die Kamera, nehmen sich in den Arm und zeigen deutlich, dass sie zusammengehören. Madalina (7) und Roxana (4) sind Schwestern und einander von Herzen zugetan. Viel mehr ist ihnen auch nicht geblieben — nur ihre Grossmutter Marcela. Ihre Eltern haben sie verlassen.

Der Vater der beiden Mädchen verliess seine Familie wegen einer anderen Frau. Kurz darauf liess auch Mutter Nicoleta die Kinder im Stich. Zwar ruft sie ab und zu an, aber sie sagt nie wo sie ist. „Sie sagt mir nur immer wieder, dass sie nie zurückkehren wird, weil sie jetzt ein besseres Leben führt“, erzählt Grossmutter Marcela traurig. „Die armen Kinder, es ist schrecklich, so verstossen zu werden. Ich versuche, ihnen die Liebe zu geben, die sie brauchen.“ Und so versucht sie, den Kindern ein normales Leben zu ermöglichen. Roxana geht in den Kindergarten, Madalina besucht die erste Klasse.

Doch nun ist die kleine Familie von Obdachlosigkeit bedroht. Sie wohnt in einem kleinen Haus mit einem Raum, das ihr jedoch nicht gehört. Bald, so hat der Eigentümer angekündigt, muss sie ausziehen. Und es erscheint fast unmöglich, eine andere bezahlbare Bleibe zu finden. „Nicht auszudenken, wie es wäre, wenn wir auf der Strasse leben müssten. Ich bin verzweifelt.“ Marcela ist den Tränen nahe.


Wasser ist kostbar, aber Händewaschen muss sein. Marcela erzieht ihre Enkelinnen liebevoll.

Madalina (7) und Roxana (4) sind Schwestern und lieben sich.

Oma Marcela ist für ihre Enkelinnen stark.

Marcela hat noch vier Söhne, die ihre Familien gerade so versorgen können. „Bei ihnen können wir auch nicht wohnen“, sagt Marcela sorgenvoll. Die Armut der Frau ist unübersehbar — es gibt Tage, da hat sie nicht einmal genug, um den Kindern etwas zu essen geben zu können. Marcela ist Analphabetin und versucht, mit kleinen Gelegenheitsjobs etwas Geld zu verdienen. Und manchmal plagt sie die Angst, was aus den Mädchen wird, wenn sie nicht mehr für sie sorgen kann. „Im Fall, dass mir etwas passiert, haben die Mädchen keinen Platz, wo sie hingehören. Ich bete jeden Tag zu Gott, dass er mich noch lange gesund erhalten möge, damit die beiden nicht auch noch den letzten Menschen verlieren, der für sie sorgt und sie liebt.“ So fürchtet Marcela um die Zukunft der Kinder und ist verzweifelt, dass sie nichts tun kann. Doch vor den Mädchen verbirgt sie ihren Kummer und lächelt tapfer. „Ich muss für die beiden stark sein, sie sollen ihr unbeschwertes Lachen nicht verlieren.“

Wir möchten Marcela und ihren Enkelinnen helfen und sie mit Kleidung und Nahrungsmitteln unterstützen. Zudem möchten wir helfen, dass diese vom Leben so schwer getroffene Familie ein neues Zuhause findet. Bitte helfen Sie mit, durch Gaben und Gebete.


Projekt Nr. 3140, "Zuhause für Madalina und Roxana"

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PRÄSIDENTIN IN NEPAL

NEPAL Am 28. Oktober wurde die 54-jährige Bidya Devi Bhandari zur Präsidentin und damit zum ersten weiblichen Staatsoberhaupt des Himalaya-Staates gewählt. Die Kommunistin und Frauenrechtlerin ist eine enge Verbündete des Ministerpräsidenten P.K. Oli.

Bhandari stammt aus ärmlichen Verhältnissen und interessierte sich schon als Jugendliche für Politik. Ohne Wissen ihrer Eltern trat sie der kommunistischen Partei bei. Jahrelang arbeitete sie als Aktivistin im Untergrund, da die damalige Regierung politische Gegner verfolgte. Nach ihrer Heirat war sie zunächst Hausfrau, bevor sie 1993 ins Parlament gewählt wurde, nachdem ihr Mann, ebenfalls ein Politiker, bei einem mysteriösen Autounfall ums Leben gekommen war. Sie machte Karriere als Umwelt- und Verteidigungsministerin. Die Mutter zweier Töchter ist jedoch vor allem bekannt durch ihren Kampf gegen die in Nepal immer noch weit verbreitete Frauendiskriminierung. Häusliche Gewalt, Menschenhandel und Vergewaltigung sind in dem kleinen Land weit verbreitet und werden nur selten angezeigt oder gar verfolgt.



Armenien
Hoffnung und Zukunft für Rusanna
Ein verrosteter Waggon und zwei behinderte Töchter — junge Mutter bittet um Hilfe

Ihr Zuhause befindet sich an einem trostlosen Ort, am Rande einer Müllhalde, Nachbarn gibt es keine. Dort lebt Familie Astghik in einem verrosteten Waggon ohne Strom, fliessendes Wasser und Gas. Es ist kaum vorstellbar, dass hier Menschen wohnen.

An diesem ungastlichen Ort lebt Rusanna (25) mit ihren beiden Töchtern, Lilit (6) und Mariam (3), sowie deren Grosseltern. Der Waggon, den sie ihr Zuhause nennen, besteht aus zwei kleinen Zimmern. Eines der Zimmer wird als Wohnzimmer, das andere als Schlafzimmer genutzt. Im Schlafzimmer stehen drei Betten, ein kleiner Tisch und ein Schrank. Der Ofen im Schlafzimmer ist defekt, aber die Familie kann sich keinen neuen leisten. „Ich traue dem Ofen nicht. Doch ich habe keine Wahl. Durch die dünnen Metallwände wird es sehr schnell kalt, wir müssen einfach heizen“, erzählt Rusanna.

Der Waggon war das Einzige, was sich Rusannas Eltern nach dem schweren Beben haben leisten können. Ihr Haus, mit allem was sich darin befand, fiel dem Beben zum Opfer.

In Rusannas Gesicht spiegeln sich Hoffnungslosigkeit und Trauer wider. „Ich weiss nicht, wie es weitergehen soll. Ich liebe meine Töchter sehr, aber wie wird ihre Zukunft aussehen? Ihr Vater wird nicht für sie sorgen, er will nichts von ihnen wissen. Was ist, wenn ich mal nicht mehr da bin?“, fragt die 25-Jährige.

Beide Kinder leiden an einer zerebralen Bewegungsstörung. Der Vater der Kinder warf Rusanna mitsamt den gemeinsamen Töchtern aus dem Haus, als auch die Zweitgeborene, Mariam, mit der Behinderung zur Welt kam. „Plötzlich standen wir ohne Zuhause und Versorgung da“, erinnert Rusanna sich.


Die Familie wohnt in einem Waggon am Rande einer Müllhalde.

Rusanna (r.) wird von ihrer Mutter (l.) bei der Pflege der beiden behinderten Mädchen unterstützt.

Die Kinder brauchen rund um die Uhr Betreuung, und Rusanna kann sie kaum aus den Augen lassen, um den Haushalt zu erledigen. Etwas Warmes zu essen gibt es nur selten, denn es fehlt der Familie an allem, vor allem an Lebensmitteln. Da Rusanna jung geheiratet hat und keine Schulbildung besitzt, findet sie nur schwer Arbeit. So muss die Familie von der Behindertenrente der Kinder leben. Rusannas Mutter (40) kann nicht arbeiten gehen, da sie bei der Betreuung der Kinder hilft. Rusannas Vater nimmt jede Arbeit an, um etwas Geld zu verdienen.

Diese Familie benötigt dringend unsere Hilfe. Der Zustand der Mädchen könnte sich bei entsprechender Förderung und durch gesunde Nahrung verbessern. Zudem möchten wir die Familie mit Kleidung und Windeln unterstützen. Bitte helfen auch Sie durch Gaben und Gebete. Vielen Dank.


Projekt Nr. 3142, "Familienhilfe Astghik"

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Armenien
Grundausstattung für Woskehat und Suren
Fähigen Händen fehlen die Arbeitsmittel, um für ein geregeltes Einkommen zu sorgen

„Ich habe davon geträumt, dass meine Familie ihr Auskommen hat, dass alle gesund sind und wir sicher wohnen. Alles sollte besser sein als in meiner Kindheit“, so Woskehat, eine junge Frau, deren Träume nicht in Erfüllung gingen.

Woskehat (25) kommt aus einer armen Familie, in der die Eltern mit der Versorgung ihrer Kinder überfordert waren. Auch ihr Mann, Suren, hatte keine leichte Kindheit. Zwei Kinder hat das Paar. Eines hat Woskehat mit in die Ehe gebracht. Die kleine Marianna (6) leidet unter einer chronischen Harnwegs- und Nierenentzündung. Ihre rechte Niere wächst nicht. Die Behandlung ist teuer und aufwändig. „Das Krankenhaus wurde zu unserem zweiten Zuhause. Sehr oft helfen uns die Ärzte mit Hygieneartikeln, weil sie wissen, wie arm wir sind“, erzählt die junge Mutter traurig und fährt fort: „Mein erster Mann hatte Epilepsie, und die Medikamente, die er einnehmen musste, haben die Gesundheit unseres künftigen Kindes negativ beeinflusst. Dann wollte er plötzlich die Belastung loswerden und warf uns raus“, so Woskehat.

Auch die junge Mutter ist krank: Sie leidet an einer Nervenkrankheit, unter hohem Blutdruck und ist zuckerkrank. Während des Tages ist beides bedrohlichen Schwankungen unterworfen. Zu Hause und nur mit Medikamenten kann Woskehat dagegen nicht vorgehen, denn sie reagiert allergisch auf die Medikamente. Alle drei Monate verbringt sie daher einige Tage im Krankenhaus. Und auch der kleine Sohn (3) ist nicht gesund.

Die junge Familie lebt in einem Waggon, und der daran anschliessende, gemauerte Teil hat weder Dach noch Fenster. Nur Plastikfolien hängen in den Fensterlöchern. Es ist klirrend kalt. „Wir müssen Tag und Nacht heizen, damit es etwas warm wird. Aber wir haben kein Geld für Feuerholz“, berichtet die 25-Jährige bedrückt.


In der Familie herrscht eine liebevolle Atmosphäre, das Plüschtier ist eine Leihgabe der Nachbarn.

Die Kinder wünschen sich Spielzeug. Doch meistens müssen Wäscheklammern zum Zeitvertreib ausreichen.

Die Kinder, erzählt sie, würden sich nichts sehnlicher wünschen als eigenes Spielzeug. „Manchmal leihen uns Nachbarn für ein paar Stunden etwas zum Spielen, das wir wieder zurückgeben müssen. Hin und wieder dürfen wir auch ein altes Spielzeug behalten.“

Es fehlt an allem. Die Kinder besitzen noch nicht einmal warme Kleidung. Dabei könnten Woskehat und Suren mit ihren Fähigkeiten die Familie gut versorgen. Denn Woskehat ist gelernte Coiffeuse und Suren Autolackierer. Das einzige, was ihnen fehlt, ist die Ausstattung. Wir möchten dieser Familie gerne helfen, ihnen Nahrungsmittel und Kleidung geben und beiden die Grundausstattung für eine Selbstständigkeit bezahlen. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 1 500 Franken (1 370 Euro). Bitte schenken Sie dieser Familie die Chance auf eine gesicherte Zukunft. Herzlichen Dank.


Projekt Nr. 3143, "Hilfe zur Selbsthilfe Familie Sargsjan"

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Armenien / BAZ
Neues Dach für das Ausbildungszentrum
Witterungseinflüsse und der Zahn der Zeit nagen am Berufsausbildungszentrum BAZ

Die Risse sind nicht zu übersehen. Das BAZ-Gebäude wurde zwar erst 2010 fertiggestellt und in Betrieb genommen, aber mit den Jahren sind dennoch verschiedene Probleme am und im Gebäude entstanden.

Akut ist derzeit vor allem das undichte Dach. Im vorigen Jahr wurde der Dachbereich über der Aula erneuert, aber in zwei Gebäudeteilen besteht das Problem nach wie vor. Es verschärft sich insbesondere während der Regen- und Schneesaison, da das Wasser ins Gebäude eindringt. Dies könnte auf Dauer weitere Schäden verursachen. Schon allein deswegen muss das Dach gründlich saniert werden.

Zudem hat sich das Gebäude gesetzt. Dadurch sind Risse in den Wänden und an den Deckenunterseiten entstanden, die ausgebessert werden müssen. So benötigt das BAZ-Gebäude dringend umfassende Renovierungsarbeiten — innen und aussen.

Der Vorteil liegt auf der Hand: Das aufgefrischte und renovierte Gebäude würde für ein besseres Lernklima sorgen und die Lernbereitschaft der aktuell über 100 BAZ-Lehrlinge noch weiter steigern sowie den normalen Ausbildungsablauf sicherstellen. Die oben erwähnten Renovierungsarbeiten sind auch aus Hygiene-, Sicherheits- und Gesundheitsgründen unerlässlich, weil die andauernde Feuchtigkeit verschiedene Krankheiten hervorrufen kann.

Das Gebäude hat sich gesetzt, wodurch Risse verursacht wurden.

Nach Einschätzung eines Baufachmannes belaufen sich die Kosten für das Baumaterial und die Bezahlung der Bauarbeiter auf rund 5 000 Franken (4 600 Euro). Die BAZ-Leitung kann diese Arbeiten aus eigenen Mitteln nicht finanzieren und bittet Sie herzlich um Mithilfe. Übrigens: An diesen Renovierungsarbeiten werden sich auch die Lehrlinge der Bauausbildung beteiligen. So können wir sie weitergehend praktisch ausbilden und zudem Geld einsparen.

Projekt Nr. 3141, "Renovierung BAZ"

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SCHLEPPENDE VERGANGENHEITSBEWÄLTIGUNG

ALBANIEN Im Frühjahr dieses Jahres verabschiedete das albanische Parlament erstmals ein Gesetz, das Einsicht in die Geheimakten des kommunistischen Regimes von Enver Hoxha ermöglichen soll. Etwa 60’000 Menschen wurden während seiner Herrschaft in Arbeitslagern interniert, ca. 7’000 starben dort. Das „Institut für Studien der kommunistischen Verbrechen“ soll die Akten aufarbeiten und der Öffentlichkeit zugänglich machen. Es bestehen jedoch hohe Hürden, insbesondere, was die Akten des gefürchteten Geheimdienstes „Sigurimi“ betrifft. Ein fünfköpfiges Komitee entscheidet über die Freigabe jeder Akte, und nicht zuletzt, da einer der Entscheider ein ehemaliger Sigurimi-Mitarbeiter ist, wurde bisher jeder Antrag auf Akteneinsicht abgelehnt. Hinzu kommt, dass viele Akten bereits vernichtet wurden. Dies macht auch eine Verfolgung der von Staatsbediensteten begangenen Verbrechen unmöglich. Eine Ursache für die zögerliche Aufarbeitung sehen Kritiker darin, dass die heute führenden Politiker von Albanien entweder bereits selbst während der Diktatur Hoxhas zu dessen Gefolgsleuten gehörten oder deren Nachkommen sind.



Nepal
Wärme und Nahrung für Heimatlose
Während des Winters sind die Erdbebenopfer in den Lagern auf Hilfe angewiesen

Es wird kalt in den Notlagern im Bezirk von Dhading Besi. Eine Rückkehr der Heimatlosen in ihre Dörfer ist nicht möglich, denn es gibt sie nicht mehr. Die Neuansiedelung verzögert sich, da keine Einigung über die Region getroffen wird.

Eigentlich sollte die Neuansiedelung in verschiedenen Regionen Nepals vor dem Winter abgeschlossen sein. Die Leidtragenden dieser Verzögerung sind die Erdbebenopfer, die durch das starke Beben am 25. April 2015 ihr Hab und Gut sowie Angehörige und Freunde verloren haben. Insgesamt gibt es, allein im Bezirk von Dhading Besi, noch sechs Notlager mit insgesamt rund 1 900 Notleidenden jeden Alters. Kommt ein Hilfstransport, stehen die Menschen geduldig an, bis sie die ersehnten Hilfsgüter entgegennehmen dürfen. „Es ist schwer zu ertragen, dass wir nichts tun können, um uns zu versorgen. Wir sind völlig auf die Hilfe anderer angewiesen. Ich weiss nicht, wie es werden soll, wenn der Winter kommt. Unsere Zelte schützen uns nicht vor der Kälte“, so eine besorgte junge Mutter, die ihr zweijähriges Kind in ihren Armen hält.

Auch die älteren Menschen sorgen sich. Am Ende ihres Lebens haben sie alles verloren, und die Perspektive, die sich ihnen bietet, stimmt sie hoffnungslos. Sie waren Armut und Entbehrung gewohnt, hatten jedoch die Perspektive, im Kreis ihrer Familie ihre letzten Jahre verbringen zu dürfen. Nun haben sie viele geliebte Menschen verloren, und ihr Zuhause gibt es nicht mehr. Ihr Blick ist traurig. Umso dankbarer werden ein freundlicher Blick und eine wärmende Decke, die ihnen liebevoll um die Schultern gelegt wird, angenommen.


Geduldig stehen die Menschen an, um Hilfsgüter in Empfang zu nehmen.

Ein wunderschöner Ausblick, der jedoch über die Not der Menschen nicht hinwegtäuschen kann.

Wir können nicht allen helfen, aber wir können Man Bahadur, dem Leiter eines durch uns unterstützten, christlich geführten Waisenhäuser in Dhading Besi und Pastor einer christlichen Ortsgemeinde, helfen, diesen Menschen Hilfe zukommen zu lassen. Immer wieder wird er von Menschen, die er teilweise auch seelsorgerlich begleitet, gefragt, ob er warme Kleidung oder etwas zu essen bringen könnte. Gemeinsam mit den Kindern aus dem Waisenhaus bringt er, so oft es ihm möglich ist, Hilfsgüter in die nur mit Geländewagen oder zu Fuss erreichbaren Lager.

„Nahrungsmittel und Kleidung sind heute etwa dreimal so teuer wie vor dem Beben“, so Man Bahadur. Der Grund dafür ist nicht zuletzt das Embargo durch Indien, das die Einfuhr von Öl, Gas und Nahrungsmitteln fast komplett verhindert. Es gibt politische Spannungen zwischen beiden Ländern. Und wieder sind die Leidtragenden die Armen. Bitte helfen Sie diesen Menschen durch eine Spende, damit sie den Winter gut überstehen und erfahren, dass es, auch jetzt, viele Monate nach dem Beben, noch immer Menschen gibt, die an sie denken. Herzlichen Dank dafür.


Projekt Nr. 3144, "Erdbebenhilfe Nepal"

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Albanien
Sicheres Schulgebäude für 500 Schüler
Toilettenanlage ist in einem katastrophalen und gesundheitsgefährdenden Zustand

Der Gestank ist schier unerträglich. Es riecht extrem nach feuchten Wänden, Schimmel und defekten Abwasserrohren. Kein Geruch, der in einer Schule herrschen dürfte. Doch in der „Hajdar Zogu”-Schule in der Fushe-Kruje-Gemeinde ist das leider stinkender Alltag.

Die Gemeindeverwaltung hatte zugesagt, die Schule während der vergangenen Sommerferien zu sanieren. Doch Schüler und Lehrer fanden ihre Schule nach den Ferien genauso verrottet vor wie zuvor. Lediglich die Fassade zur Strasse hin war erneuert worden.

Die Bedingungen in der Schule sind katastrophal. Sie wird von rund 500 Kindern aus den umliegenden Dörfern besucht. Doch seit der Zeit des Kommunismus ist an dem Gebäude nichts mehr erneuert worden. Besonders schlimm sind die hygienischen Verhältnisse in den Schultoiletten. Boden und Wassersystem sind alt und verrottet, und es gibt keine angemessene Kanalisation, sondern nur ein Abwasserloch, das extrem stinkt.

Viele Eltern fürchten aufgrund dieser hygienischen Verhältnisse um die Gesundheit ihrer Kinder. Und auch die Lehrer sind alarmiert. Die meisten Toiletten funktionieren überhaupt nicht mehr, die wenigen verbliebenen nur noch eingeschränkt. Die Jungen-Toiletten befinden sich ausserhalb des Schulgebäudes, und für die Lehrer gibt es gar keine.

Das Schulgebäude ist nicht isoliert, die Wände sind feucht und schimmelig. Auch der Boden hat sehr unter der Feuchtigkeit gelitten. Im ersten Obergeschoss sind einige Klassenräume nicht mehr zu benutzen, so stark sind sie von Schimmel befallen.


Die Fassade der „Hajdar Zogu”-Schule wurde renoviert. Alles andere blieb wie zuvor.

Der Rest der Schule ist in einem maroden Zustand, und der Müll lagert im Hof.

Die Schülerinnen finden ihre Toiletten „einfach nur eklig“.

Schüler und Lehrer versuchen gemeinsam, das Beste daraus zu machen und ihre Schule trotz allem schön zu gestalten. Doch die farbigen Wände sind feucht und voller Stockflecken, die aufgehängten Poster verrotten schnell. Da es keine Müllentsorgung gibt, wird der Müll unweit der Schule gelagert. Ein Fest für jedes Ungeziefer. In der gesamten Schule gibt es keine Schränke und damit keinen Stauraum für das Unterrichtsmaterial für Fächer wie Biologie, Physik oder Chemie. „Ihr seid die Ersten, die sich um uns kümmern wollen“, berichtet die Direktorin der Schule unserem Diaconia-Mitarbeiter, Andi Mumxhiu. „Wir wissen einfach nicht mehr weiter, die Umstände sind wirklich unerträglich.“ Mit Ihrer Hilfe wollen wir in dieser Schule die sanitären Anlagen erneuern, damit die Kinder wieder ohne Gefährdung der Gesundheit die Schule besuchen und ihre Notdurft verrichten können. Bitte unterstützen Sie diese Kinder mit Ihrer Spende — Sie kommt an!

Projekt Nr. 3145, "Renovierung Hajdar Zogu-Schule"

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