Report
Ausgabe 02, Februar 2012


Rumänien
Schrecklicher Unfall belastet bitterarme Familie – Ihr altes Holzhaus droht einzustürzen
Achtjährige spielt mit Feuer: Schwere Verbrennungen erlitten

Ein schrecklicher Unfall hat die arme Familie Caldarar tief ins Unglück gestürzt. Die Eltern leben mit ihren sechs Kindern im Alter zwischen fünf und 18 Jahren in einer baufälligen Holzhütte. Ihr Alltag ist ein harter Kampf ums tägliche Brot. Die Eltern waren unterwegs im Dorf, um nach Arbeit zu suchen, als das Unglück geschah. Tuta (8) spielte mit ihren Geschwistern Crai (5) und Adriana (12) am Herd. Dabei fing ihre Hose Feuer.

Tuta rannte schreiend ins Freie. Ihre Geschwister holten ihre Tante zu Hilfe, die dann die Ambulanz rief. An einem Bein war die Haut völlig verkohlt. Die Sanitäter trafen erst nach eineinhalb Stunden am Unglücksort ein. Sie kamen aus der 85 Kilometer entfernten Stadt Brasov. Tuta musste mehrere Monate im Spital bleiben. Sie wurde mehrfach operiert, immer wieder waren Hautverpflanzungen nötig.

Dank der Spenden der Diaconia-Freunde konnte dem Mädchen geholfen werden: Diaconia übernahm die Kosten der teuren Brandwunden-Salbe. Eine Tube kostet rund 100 Franken (85 Euro) – für die Familie unbezahlbar. Ihr gesamtes Monatseinkommen beträgt nur 75 Franken (65 Euro).

Seit dem Unfall ist fast ein Jahr vergangen. Tuta benötigt weiterhin medizinische Hilfe. Aber ein weiteres Problem wird immer dringlicher: Die baufällige Hütte der Familie ist akut einsturzgefährdet.

Die marode Holzkonstruktion ist nicht isoliert und bietet im Winter wenig Schutz vor der Kälte. Nun haben Regen und Wind dem Dach so sehr zugesetzt, dass die Diaconia-Mitarbeiter in Brasov um das Leben der Familie fürchten, falls die Dachkonstruktion zusammenbricht. Die Eltern und die sechs Kinder haben nur einen Raum zur Verfügung.

Die kleine Tuta hat den Diaconia-Mitarbeitern ihren grössten Wunsch geschildert: Ein Heim mit guten Fenstern und ohne Löcher im Dach. Dieser Wunsch kann mit Ihrer Hilfe in Erfüllung gehen. Und vielleicht kann Tuta, die seit ihrem Unfall sehr ernst und verschlossen ist, dann auch wieder lachen.

Projekt Nr. 1700, "Ein Heim für Tuta"

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Rumänien
Hilfe zur Selbsthilfe: Bergbauernfamilie in Rumänien will Käse produzieren
„Gott möchte uns in diesem Dorf haben“


Alexandru Adam (42) hat drei Berufe: Er ist Betriebsfeuerwehrmann in einer Fleischfabrik, Bergbauer in seinem kleinen Heimatdorf und ehrenamtlicher Pastor einer christlichen Gemeinde. Zusammen mit seiner Frau Estera (35) zieht er vier Kinder gross. Aus finanziellen Gründen sollte Familie Adam in die 38 Kilometer entfernte Stadt Brasov umziehen – so raten es Freunde und Bekannte. Doch Alexandru Adam will bleiben. Er ist davon überzeugt, dass Gott ihn zum Dienst in dem Bergdorf berufen hat.

Alexandru und Estera stammen aus der Region. Alexandrus Vorfahren lebten schon vor Jahrhunderten dort. Die Familie hat sich einen Aussiedlerhof aufgebaut, etwa einen Kilometer vom Dorf entfernt. In der Nähe liegt die Fleischfabrik, in der Alexandru arbeitet. Estera kümmert sich um die Kinder. Filip ist mit acht Jahren der Jüngste, Sidonia mit 16 die Älteste. Sie besucht eine weiterführende Schule in Brasov. Deshalb muss sie während der Woche in der Stadt wohnen. Das belastet den Familien-Etat ganz erheblich, doch eine gute Bildung ist Familie Adam wichtig.

Alexandru ist stolz auf seine drei Kühe, die pro Tag etwa 20 Liter Milch geben. Das ist mehr als genug für den Eigenbedarf, die übrige Milch wird gewinnbringend verkauft.

Trotz aller fleissigen Arbeit gerät die Familie in immer grössere finanzielle Schwierigkeiten. Grund sind die steigenden Preise für Energie und für die Bestellung des Grünlands der Kühe. Freunde haben Alexandru geraten, dem Beispiel vieler Nachbarn zu folgen, den Hof aufzugeben und mit seiner Familie in die Stadt zu ziehen. Dort gäbe es bessere Verdienstmöglichkeiten.

Alexandru möchte jedoch in seinem Heimatdorf bleiben. Er ist davon überzeugt, dass Gott ihm den Auftrag gegeben hat, dort das Evangelium zu verkünden und die Christen zu betreuen und zu ermutigen. Als ehrenamtlicher Pastor rät er den Menschen, ihr Leben Gott anzuvertrauen – und das gilt auch für die eigene Familie. Die Familie hat auch einen Plan, wie sich ihre finanzielle Situation nachhaltig verbessern könnte: Die Adams würden gerne Käse herstellen und verkaufen. Milch ist vorhanden, es fehlt lediglich an den nötigen Gerätschaften. Diese würde Diaconia gerne bereitstellen. Um dieses „Hilfe zur Selbsthilfe“-Projekt zu verwirklichen, bedarf es Ihrer Unterstützung!


Projekt Nr. 1701, "Käse-Produktion Familie Adam"

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Rumänien
Direktor bittet Diaconia um Hilfe – „Sicherheit der kleinen Patienten ist beeinträchtigt“
Kinderspital benötigt Spezialleuchten für den renovierten Operationssaal

Die rumänischen Diaconia-Mitarbeiter arbeiten seit Jahren eng mit dem Kinderspital in Brasov zusammen. In diesem Spital werden immer wieder Diaconia-Patenkinder betreut, operiert und gepflegt. Nun hat der Direktor des Spitals Diaconia eindringlich um Hilfe gebeten. Der neu renovierte Operationssaal benötigt eine spezielle Leuchte. Aus den vorhandenen Mitteln kann sie nicht beschafft werden. Der Direktor bangt um die Sicherheit der kleinen Patienten.

Das Kinderspital in Brasov ist eines von zwölf Spitälern in Rumänien, das Kinder umsonst behandelt. Angesichts der schweren Wirtschaftskrise ist es für die Verantwortlichen schwierig, die Tore der Klinik immer für Notfälle offen zu halten. Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1983. Nun mussten der Operationssaal, der Narkose-Raum und die Intensivstation renoviert werden. Für den Direktor eine schwere Belastung, denn die Arbeiten waren unumgänglich. Die vom Gesundheitsministerium zugesagten Zuschüsse flossen aber nur zögerlich. „Es ist für uns ein schwerer Kampf“, berichtet der Direktor. „Vom Zustand dieser Räume hängen Menschenleben ab.“

Die Instandsetzung der Räume konnte bewältigt werden. Ein grosses Problem aber blieb: Die Beleuchtung des Operationssaales muss erneuert werden. Die Lampen sind 30 Jahre alt, die Leuchtkraft hat stark nachgelassen, die Filter sind kaputt, die Leuchten produzieren mehr Wärme als Licht. Für die Beleuchtung von Operationsräumen gibt es in Europa strenge Vorgaben, die letztlich den Patienten zugutekommen. Dabei geht es um Lichtintensität, Lichteinfallswinkel im Operationsfeld, Fokuspunkt und Lichtfarbe. Schliesslich müssen die Chirurgen feinste Details erkennen können. Im Licht der OP-Lampen müssen sie beispielsweise mit extrem dünnen Fäden Wunden vernähen. Rund 12.200 Franken (etwa 10.200 Euro) kostet die Leuchte für den OP-Saal des Kinderspitals. Ohne die Unterstützung von Diaconia kann sie nicht beschafft werden.

Die Diaconia-Mitarbeiter in Rumänien bitten die Freunde, dieses Projekt zu unterstützen. Es geht um die qualifizierte Hilfe für Kinder in Not. Herzlichen Dank für Ihre Solidarität!


Projekt Nr. 1702, "OP-Lampe Kinderspital"

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Armenien
Mit kleinen Schritten zurück ins Leben – falls die Rehabilitation bezahlt werden kann ...
Vom Baum gestürzt — 17-Jähriger seit Monaten im Wachkoma

Ein Unglück am 30. Juni 2011 hat das Leben der Familie Aghasarian von einer Sekunde auf die andere völlig verändert. An diesem verhängnisvollen Tag wollte Sohn Arsen Kirschen ernten. Er stand auf einem Ast, als dieser plötzlich abbrach. Der 17-Jährige stürzte in die Tiefe. Er fiel dabei so unglücklich, dass er mit dem Hinterkopf auf einem Stein aufschlug. Sein Vater entdeckte ihn in einer Blutlache und dachte zunächst, Arsen sei tot.

Als er aber seinen Puls fühlte, erwachte neue Hoffnung. Der Schwerverletzte wurde nach einer Erstversorgung in der Provinzklinik von Chambarak mit dem Rettungswagen in die Hauptstadt Jerewan gebracht. Er hatte ein Schädel-Hirn-Trauma sowie Prellungen im Bereich des Brustkorbes und des Beckens erlitten. Drei Tage rang er mit dem Tod. Dann stabilisierte sich sein Zustand. Einen Monat lag er auf der Intensivstation, an Apparate und Schläuche angeschlossen. Vater Jura ist verzweifelt. „Niemand kann sich die Höllenqualen vorstellen, wenn einem gesagt wird, dass das eigene Kind nie wieder ein normales Leben führen kann, geschweige denn, ob es überhaupt überleben wird. Arsen sollte dieses Jahr die Schule abschliessen, er wollte Automechaniker werden. Wie konnte es nur zu diesem Unglück kommen?”, fragt er sich immer wieder.

Mittlerweile sind mehr als sechs Monate vergangen. Der einzige Fortschritt bei Arsen ist, dass sein vollkomatöser Zustand in ein Wachkoma übergegangen ist. Die Augen kann er öffnen, aber sein Blick geht ins Leere. Ansonsten hat Arsen keinerlei Kontrolle über seinen Körper. Niemand kann sagen, wie lange dieser Zustand anhalten wird.

Seine Familie kämpft für Arsen. Vater Jura bleibt Tag und Nacht im Krankenhaus. Er hilft bei der Pflege und Bewegungstherapie. Die Mutter kümmert sich alleine um den Bergbauernhof. Sie ist erschöpft und am Rande ihrer seelischen und körperlichen Belastbarkeit. Finanzielle Sorgen kommen hinzu: Jeden Tag muss die Familie für Krankenzimmer, Medikamente, Sondennahrung und Pflegeartikel aufkommen. „Wir sind hoch verschuldet. Es fällt mir schon schwer im Gedächtnis zu behalten, von wem ich wieviel Geld geliehen habe”, berichtet Jura.

Arsen und und sein Bruder Karen sind Patenkinder von Diaconia. Im September hatte Karen von seiner Patin eine Sonderspende für einen Computer bekommen. Karen verzichtete auf das Geschenk und bat, das Geld für die Behandlung seines Bruders zu verwenden. „Uns allen liegt das Schicksal von Arsen sehr am Herzen“, unterstreicht der Leiter der Diaconia-Arbeit in Armenien, Baru Jambazian. „Unser Aufruf ergeht nun an alle unsere Freunde. Wir glauben fest daran, dass wir es gemeinsam schaffen, die finanzielle Lage der Familie zu verbessern und die Therapien von Arsen zu bezahlen. Denn jede Therapie bedeutet für Arsen einen kleinen, aber wichtigen Schritt zurück ins Leben.“


Projekt Nr. 1703, "Nothilfe Arsen"

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Armenien
Katastrophale Wohnverhältnisse: Serie von Krankheiten lässt Familie verzweifeln
Ein Leben zwischen Schimmel und Ratten

Jeder Mensch braucht einen Platz zum Schlafen, zum Kochen und zum Essen. Der armenischen Familie Safarian ist dieses Menschenrecht verwehrt. Sie lebt unter katastrophalen Bedingungen. Drei Kinder wachsen in feuchten verschimmelten Räumen auf, durch die nachts die Ratten huschen. Immer neue Krankheiten bringen die Familie zur Verzweiflung.

Emma und Samson heirateten 1997. Ein Jahr später kam ihre Tochter Susanna zur Welt. Sohn Tewan ist 1999 geboren, der zweite Sohn Narek vier Jahre später. Seit Jahren findet Emma keine Ruhe mehr. Die Krankheiten ihrer Kinder bringen sie zur Verzweiflung. Es begann 2006, als sie vom lauten Schrei ihrer Tochter geweckt wurde. Das Kind krümmte sich mit Bauchschmerzen am Boden und hatte hohes Fieber. Aus Geldmangel konnte Emma das Mädchen nicht zum Arzt bringen. Doch die Krämpfe wiederholten sich immer wieder, monatelang. Emma machte Schulden, um ihre Tochter untersuchen zu lassen. Bei Susanna wurde eine chronische Verdauungskrankheit entdeckt. Eine teure Behandlung konnte sich die Familie nicht leisten. Emma kauft seitdem schmerzstillende Medikamente, die Susanna bei ihren Krämpfen einnimmt.

Auch Sohn Tewan hat gesundheitliche Probleme. Als er acht Monate alt war, trank er frische Kuhmilch, die er nicht vertrug. Er verlor das Bewusstsein und wurde mit der Ambulanz ins Kinderspital gebracht. Dort musste er mehrere Monate bleiben. Die Krankheit führte dazu, dass seine Entwicklung verzögert verlief. Erst mit fünf Jahren lernte er gehen, mit sechs Jahren sprach er sein erstes Wort. Zum Glück hat sein Gehirn keine Schäden davongetragen. Tewan befindet sich unter ärztlicher Überwachung. Er leidet zudem unter Ablagerungen in den Nieren.

Sein Bruder Narek ist schon mehrmals an Lungenentzündung erkrankt, er leidet an Asthma. Um sein Immunsystem zu stärken, haben ihm die Ärzte vitaminreiche Lebensmittel verschrieben und Schwimm-unterricht empfohlen – für die Familie unbezahlbar.

Die Ursachen für die ständigen Krankheiten sind vielfältig: Unterernährung, mangelnde medizinische Versorgung und katastrophale Wohnbedingungen. „Mein Mann und ich schämen uns, dass wir als Eltern keine normalen Lebensumstände für unsere Kinder schaffen konnten. Die Situation ist so schlimm, dass es wohl niemand ausser uns aushalten würde”, berichtet Emma unter Tränen.

Das Haus ist eigentlich unbewohnbar. Das Dach ist undicht. Die feuchte Decke ist von schwarzem Schimmel überzogen. Die Türen sind marode. Der Putz ist von den Wänden gefallen. Der Boden hat grosse Löcher. Kakerlaken laufen herum, manchmal auch Ratten. Die Sanitäranlagen befinden sich in einem erbärmlichen Zustand. Das Waschbecken ist verrostet. Aus dem Wasserhahn kommt nur kaltes Wasser, es gibt keine Dusche oder Badewanne.

Samson kann seit einem Jahr nicht mehr arbeiten. Er hat eine Thrombose im Bein. Den für die Behandlungen erforderlichen Betrag konnte er nicht aufbringen. Seine Beine sind geschwollen und mit offenen Wunden bedeckt.

Ein Leben unter solchen Bedingungen hinterlässt Spuren: Die Kinder sind deprimiert und leiden unter Verhaltensstörungen. Deshalb besuchen sie ein Kinderzentrum, in dem sie kostenfrei psychologisch betreut werden.

Bitte helfen Sie mit, dass Familie Safarian neuen Lebensmut schöpft. Besonders dringend sind eine gute medizinische Versorgung und Sanierung ihrer Unterkunft. Bitte zeigen Sie Mitgefühl mit den Ärmsten der Armen im ältesten christlichen Land der Welt!

Projekt Nr. 1704, "Nothilfe Familie Safarian"

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Armenien
Leugnung der Gräueltaten an den Armeniern sorgt nach fast 100 Jahren für einen Eklat
Völkermord-Gesetz löst Krise zwischen Frankreich und der Türkei aus

Die französische Nationalversammlung hat in erster Lesung einen Gesetzentwurf verabschiedet, der die Leugnung des Völkermords an den Armeniern unter Strafe stellt. Im Osmanischen Reich kamen während des Ersten Weltkriegs bis zu 1,5 Millionen Armenier ums Leben. Die an ihnen verübten Gräueltaten wurden von mehr als einem Dutzend Staaten als Völkermord gewertet, darunter der Schweiz. Die Türkei als Nachfolger des Osmanischen Reiches bestreitet indes einen Völkermord vehement.

Der islamistische türkische Ministerpräsident Recep Erdogan reagierte hart auf das französische Gesetz. Die politische, wirtschaftliche und militärische Zusammenarbeit mit Frankreich wurde ausgesetzt, der türkische Botschafter aus Frankreich zurückbeordert. Französische Militärflugzeuge dürfen die Türkei nicht mehr überfliegen, die Marine darf türkische Häfen nicht mehr anlaufen.

„Wir haben in unserer Geschichte keinen Völkermord“, sagte Erdogan laut Medienberichten, „wir werden die Welt an die vergessenen französischen Gräueltaten erinnern.“

Von französischer Seite wurde entgegnet, das Gesetz ziele nicht auf die heutige Türkei oder deren Regierung. Es sei paradox, dass ein Land, das die Aufnahme in die EU anstrebe, mit Repressalien drohe.

Die Türkei hat bis heute ein angespanntes Verhältnis zu Armenien. Die Regierung Erdogan unterstützt politisch und militärisch den mit Armenien verfeindeten Nachbarstaat Aserbaidschan.
Armenien dankte Frankreich offiziell für das Genozid-Gesetz. Der französische Staat habe damit bewiesen, dass die Menschenrechte die höchsten Werte überhaupt seien, sagte der armenische Aussenminister Edward Nalbandian in der Hauptstadt Jerewan.





Armenien
Diaconia Armenien trauert um Maxim


Sein Name war Meruschan Strapionian, doch wir alle nannten ihn Maxim. Maxim war einer unserer Fahrer in Armenien. Doch er war nicht nur einfach ein Fahrer. Wir alle schätzten seine Ausstrahlung, seine Freundlichkeit, sein gutes Wesen und seine Hilfsbereitschaft.

Bei Wind und Wetter, bei Eis und Schnee fuhr er den Diaconia-Lastwagen, beladen mit Hilfsgütern, auf den schlechten und gefährlichen Strassen zuverlässig und sicher hoch in die Berge, bis in das letzte Bergdorf. Er war einer, der dafür sorgte, dass die Hilfe ankommt.

Maxim war einer der Menschen, die unverschuldet in grosse Not geraten waren. Doch er wollte durch seine eigene Arbeit wieder auf die Beine kommen. In den Jahren des Krieges und der Blockade Armeniens verlor er seine Arbeit als Fahrer, doch es öffnete sich eine neue Tür. 1999 fing er an, bei uns zu arbeiten.

Maxim war ein Familienmensch, sehr stolz auf seine Familie, er sorgte sich rührend um seine erkrankte Frau. Dabei achtete er immer weniger auf sich selbst. Am 28. November 2011 erlitt er einen Herzinfarkt, mehrere Tage rang er mit dem Tod. Als wir alle schon dachten, es gehe ihm besser, verstarb Maxim am 10. Dezember 2011. Er wurde nur 56 Jahre alt.

Er muss es wohl geahnt haben, denn am Abend vor seinem Tod wünschte er sich sein Lieblingsessen, er rief seine Kinder zu sich und redete sehr lange mit ihnen.

Wir werden Maxim vermissen, ihn, der ein guter Mensch war, ein Freund, ein treuer Mitarbeiter.

Baru Jambazian

PS: Die Familie hat ihren Hauptversorger verloren. Spenden sind nötig.

Projekt Nr. 1705, "Maxim"

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Albanien
Schule in Karpen benötigt weitere Hilfe bei den Sanierungsarbeiten
Herabstürzende Deckenteile gefährden Schüler und Lehrer im Klassenzimmer


Das Schulgebäude in Karpen stammt noch aus der kommunistischen Ära in Albanien. Es war seit 1978 nicht mehr renoviert worden und befindet sich in entsprechend schlechtem Zustand. Mit Hilfe von Diaconia konnten wichtige Instandhaltungs- und Erneuerungsarbeiten erfolgen. So wurde beispielsweise das Dach abgedichtet und isoliert sowie der Kindergartenbereich saniert und mit Möbeln ausgestattet. Nun gilt das Augenmerk den Zimmerdecken der Klassenzimmer.


Hier besteht dringender Handlungsbedarf, berichtet Einsatzleiter Artan Metohu. Von der Decke platzen grosse Teile ab und gefährden die Kinder. Sie kamen kürzlich mit dem Schrecken davon, berichtet Direktor Asllan Krasniki: „Wir hörten ein schreckliches Geräusch und rannten schnell zu dem betroffenen Klassenzimmer. Zum Glück war niemand verletzt, und wir brachten die Schülerinnen und Schüler sofort in Sicherheit.“ Ein Teil der Deckenverkleidung war abgeplatzt – zum Glück stürzten die Brocken in einen Bereich, in dem niemand sass, unmittelbar neben der Tafel.
Fachleute der Gemeinde begutachteten den Schaden. Sie ordneten an, dass dieses Klassenzimmer der Neuntklässer vorerst geschlossen bleiben muss. Gleichzeitig teilte der Bürgermeister mit, dass die Kommune kein Geld für eine Sanierung habe. In mehreren anderen Klasssenzimmern ist die Decke ähnlich marode und gefährlich. Besonders die jüngeren Kinder haben seither Angst – alle erinnern sich an das schauerliche Geräusch, als das Deckenteil abbrach.

Der Direktor bangt um die Gesundheit der 149 Kinder, die ihm anvertraut sind. Diaconia möchte helfen, die Erneuerungsarbeiten zum Abschluss zu bringen. Für die Deckensanierung sind 9750 Franken (rund 8100 Euro) veranschlagt. „Mit diesem Betrag können wir die Schule sicher machen“, weiss Einsatzleiter Artan Metohu. Er bittet die Freunde von Diaconia um ihre Unterstützung.


Projekt Nr. 1706, "Decken-Sanierung Schule Karpen"

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Nepal
Wetterchaos im Himalaya: Wasserkraftwerke zeitweise abgestellt
Dutzende Tote durch Kältwelle in Nepal

Ungewöhnlich niedrige Temperaturen haben im Süden Nepals rund zwei Dutzend Todesopfer gefordert. Zahlreiche Schulen bleiben geschlossen. Auch im Norden Indiens hat die Kältewelle zahlreichen Menschen das Leben gekostet. Bei den meisten von ihnen handelt es sich um Obdachlose und ältere Menschen.

Das ungewöhnliche Wetter sorgt auch für Probleme bei der Energieversorgung. Die nepalesische Elektrizitätsbehörde kündigte an, der Strom müsse landesweit für zehn Stunden pro Tag abgestellt werden. Grund sei akuter Wassermangel. Nepal bezieht seinen Strom zu einem erheblichen Teil aus Wasserkraftwerken.

Auch politisch gibt es neue Unruhen. Ein von der Kongress-Partei erzwungener Generalstreik hat das öffentliche Leben in dem Himalajastaat zeitweise lahmgelegt. Schulen, Fabriken und Märkte blieben geschlossen, Verkehrsmittel standen still. Die zweitgrösste Partei des Landes protestierte damit gegen den Tod eines Funktionärs. Er war unter mysteriösen Umständen in einem Gefängnis ums Leben gekommen.

Die drei von Diaconia unterstützten Kinderheime wurden bislang durch die Vorfälle nicht beeinträchtigt. Die Leiterehepaare der christlichen Einrichtungen bitten jedoch die Freunde von Diaconia, für die Versorgung und Sicherheit der ihnen anvertrauten Kinder zu beten. Auch die finanzielle Hilfe ist in dem schwierigen Umfeld des hinduistisch geprägten Staates unverzichtbar.


Projekt Nr. 1707, "Nepal-Hilfe"

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