Report
Ausgabe 02, Februar 2013


Armenien
Wenn die Decke auf den Kopf zu fallen droht...
Gajane und ihre behinderte Tochter Armenuhi leben in grosser Armut in einem baufälligen Haus

„Meine Tochter und ich haben damals nur durch ein Wunder Gottes überlebt“, erinnert sich Gajane an die um drei Monate verfrühte und schwere Geburt. Kaum war der Schock überstanden, mussten Gajane und ihr Mann Hratschja sich der nächsten Herausforderung stellen: Ihre Tochter Armenuhi war mit Down-Syndrom auf die Welt gekommen.

Lange hoffte Gajane, sie würde bald aus diesem Albtraum erwachen. Wie sollte ein Leben mit behindertem Kind aussehen, fragte sie sich. Doch mit der Zeit lernte sie, ihre Tochter so zu akzeptieren, wie sie ist. Hratschja aber fiel nach der Geburt in ein tiefes Loch. Sorgen um die unsichere Zukunft führten bei ihm zu einer schweren Depression, durch die sich sein Gesundheitszustand rapide verschlechterte. 2006 starb er an einem Herzinfarkt.

Nur kurz hatte Gajanes Familienglück gehalten. Nachdem sie bereits in jungen Jahren beide Elternteile und wenig später ihren herzkranken Bruder beerdigt hatte, musste sie nun auch Abschied von ihrem Ehemann nehmen und sich ganz alleine um ihre behinderte Tochter kümmern. Geblieben ist ihr auch finanziell nicht mehr, als das seit langem sanierungsbedürftige Haus der Schwiegereltern. Gajanes eigene Wohnung hatte das Ehepaar verkauft, um sich mit dem Erlös selbstständig zu machen. Doch während der Wirtschaftskrise verlor es alles. Was zum Leben übrig blieb, reichte bei Weitem nicht aus, um etwas für die Sanierung zu sparen.

Einziger Lichtblick war in allen Schwierigkeiten stets Armenuhi mit ihrem sonnigen Gemüt. Trotz geistiger Behinderung ist sie fähig zu lernen, besucht so oft es geht die Schule, malt und singt gerne. Mit Hilfe von Physiotherapien, Massagen und Logopädie-Stunden konnte sie erfolgreich gefördert werden. Diese Erfolge in Armenuhis Entwicklung waren lange eine grosse Kraftquelle für Gajane. Aber die Angst, sie könnten zu allem Elend auch noch das Dach über dem Kopf verlieren, brachte sie dazu, bei Diaconia Hilfe zu suchen.

Dass Armenuhi das Down-Syndrom hat, war zunächst ein Schock für deren Mutter. Doch sie hat gelernt, ihre Tochter so zu akzeptieren, wie sie ist.

Gajane und Armenuhi haben ein Dach über dem Kopf, doch das droht einzustürzen, wenn das marode Haus nicht bald von Grund auf saniert wird.


40 Jahre lang wurde an dem Haus nichts repariert: Eine Isolierung fehlt ganz, geheizt werden kann nur mit einem Elektroherd, der die Raumtemperatur kaum merklich erhöht. Wände und Decken haben Risse, die Fensterrahmen sind morsch, der Boden hat Löcher. Durch die eindringende Feuchtigkeit schimmeln in fast allen Räumen die Wände. In den Wintermonaten verbringt Armenuhi deshalb die meiste Zeit in ihrem Bett, denn ausreichend wärmende Kleidung besitzt sie nicht. Im Winter ist der Transport zur Schule für Gajane unbezahlbar. Die Invalidenrente ihrer Tochter reicht kaum für die steigenden Stromkosten. Durch das Fehlen in der Schule wird Armenuhis bereits geringe Beteiligung an einem sozialen Leben noch weiter eingeschränkt. Deshalb träumt sie von einem Computer, der ihr zumindest den virtuellen Umgang mit anderen Kindern ermöglichen könnte.
Zwar hat Gajane Hilfe beim Sozialamt beantragt, doch bis heute keine erhalten.

Mit Ihrer Hilfe möchte Diaconia die Not von Mutter und Tochter nachhaltig lindern. Bitte schliessen Sie Armenuhi auch in Ihre Gebete ein!


Projekt Nr. 1836, "Nothilfe Armenuhi”

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Armenien
Rustam benötigt dringend eine Herzoperation
Wer nichts hat, dem will auch niemand etwas leihen — Familienvater bangt um sein Leben

Als Rustam als letztes von drei Kindern 1981 das Licht der Welt erblickte, hatte er bereits einen Herzfehler. Mittlerweile ist er Vater von zwei Söhnen im Alter von fünf und sieben Jahren. Aber Rustams Zustand ist kritisch: Er braucht dringend eine Herzoperation, um zu überleben.

Gerne wäre Rustam Offizier geworden, doch der Weg zum Militär blieb ihm wegen der Krankheit verwehrt. Schon als Kind hatten ihm die Ärzte jegliche sportliche Betätigung verboten. Er arbeitete als Fahrer, verdiente dabei wenig, konnte aber immerhin das tägliche Brot für seine Frau und die beiden Kinder sichern. Doch diesen Arbeitsplatz hat er wegen seines labilen Gesundheitszustandes verloren. Er versuchte weiterhin, seine Krankheit einfach zu ignorieren. Aber sein gesundheitlicher Zustand verschlechterte sich so sehr, dass er im Frühling 2012 nicht mehr selbstständig aufstehen konnte. Atemnot, Schwindel und Schlappheit wurden zu ständigen Begleitern.
Nach einer ausführlichen Untersuchung, die daraufhin gemacht wurde, diagnostizierte sein Arzt einen schweren Herzfehler: Eine Herzklappe ist so sehr beschädigt, dass sie durch eine künstliche ersetzt werden muss, wenn er überleben soll. Die Operationskosten betragen aber rund 6600 Franken (5500 Euro) – eine Summe, die die Familie aus eigener Kraft nicht aufbringen kann. Zwar haben Rustams Eltern, die beide selbst nicht gesund sind, monatelang versucht, den Betrag irgendwie aufzubringen, doch sie blieben erfolglos. Sie besitzen keinerlei Eigentum, das sie einer Bank als Sicherheit anbieten könnten, und so will ihnen niemand einen Kredit gewähren.

In den Wintermonaten müssen sich Rustam und seine Kinder trennen: Ihre kleine Baracke verfügt über keinerlei Heizmöglichkeit, so dass Rustams Frau mit den Kindern zu ihren Eltern fährt, während er sich weiter um seine Eltern kümmert – so gut es eben geht.


Der herzkranke Rustam lebt mit seiner Familie in einem ehemaligen Lager, das ständig feucht ist.


Als Wohnung kann man die gemeinsame Unterkunft von Rustam und seinen Eltern kaum bezeichnen. Die Familie wohnt im Dorf Kasach in einer Baracke. Das alte, feuchte und unbeheizte Gebäude diente früher als Lager für das benachbarte Gefängnis.

Jeden Tag muss der junge Mann mehrere Medikamente einnehmen. Er darf sich nicht anstrengen und nicht aufregen. Die Zeit drängt. Diaconia ist nun die letzte und die einzige Hoffnung für diese arme Familie. Wir bitten Sie herzlich, Rustam zu unterstützen und für seine Genesung zu beten.


Projekt Nr. 1837, "Herz-OP Rustam"

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Armenien
Von einem Hirnschlag gezeichnet und vom Ehemann verlassen
Swetlana Gabrielians Familie ist eng zusammengerückt, um zu überleben — Schwierige Lebensumstände in baufälliger Wohnung

Swetlana Gabrielian ist auf die Unterstützung ihrer Kinder angewiesen. Kurz nach der Geburt ihrer zweiten Tochter hatte sie aufgrund zu hohen Blutdrucks einen Hirnschlag erlitten. Seither leidet die gelernte Krankenschwester an Muskelschwäche, kann nicht mehr richtig sprechen und auch nicht alleine gehen.

Während Swetlana zwei Monate lang im Spital um ihr eigenes und um das Überleben ihrer viel zu früh geborenen Tochter Suzanna kämpfte, verkaufte ihr Ehemann Wardan das Familiengeschäft samt Wohnung und verschwand. Nicht ein einziges Mal hat er seine Frau und die nur 1100 Gramm schwere Suzanna im Spital besucht. Erst später erfuhr die obdachlos mit zwei Kindern zurückgelassene Frau, dass er sich ins Ausland abgesetzt hat. Zwar hatte es bereits zuvor Probleme in der Ehe gegeben, Warden trank und schlug sie immer wieder. Doch dass er derart unmenschlich sein würde, hatte sie ihrem Ehemann nicht zugetraut.

Die kleine Familie fand Unterkunft, finanzielle und vor allem moralische Unterstützung im Elternhaus von Swetlana. Ihre Mutter Seda pflegte sie und ihre Kleinen liebevoll und ihr Vater arbeitete hart, oft über seine Kräfte hinaus, um die Grundversorgung der Familie sicherzustellen. Bis er selbst schwer erkrankte und 2009 starb.

Swetlana (vorne) mit ihrer Mutter Seda und den beiden Töchtern Suzanna und Sofia (von links).


Suzanna zeigt die defekte Haustür, die dringend ersetzt werden muss.


Nun lastet die ganze Verantwortung für die Familie auf Swetlanas jüngerem Bruder. Der 19-jährige Student verkauft jeden Tag nach dem Unterricht als Tagelöhner Obst und Gemüse auf dem Markt. Viel verdient er dabei nicht, und so muss die Familie auf vieles verzichten.

„Meine Tochter ist invalide, sie kann das Haus nicht selbstständig verlassen. Mit der schweren Krankheit kann sie nicht arbeiten und hält sich mit ihren Kindern gerade so über Wasser. Meine Enkelin Suzanna ist bei Diaconia als Patenkind registriert. Sie bekommt Lebensmittel und Medikamente, was eine unschätzbare Unterstützung für unsere Familie bedeutet“, berichtet Seda den Diaconia-Mitarbeitern in Jerewan. Sie findet bei Diaconia Hilfe und Trost.

Aber kürzlich gab es im Leben der leidgeprüften Familie ein erfreuliches Ereignis: Ein Onkel von Swetlana, der als Automechaniker in Moskau arbeitet, kaufte mit seinen gesamten Ersparnissen eine baufällige Wohnung für sie.
Ein weiterer Lichtblick sind auch die schulischen Erfolge von Swetlanas Tochter Sofia: Sie hat die Schule mit ausgezeichneten Leistungen abgeschlossen und darf gebührenfrei an der medizinischen Fakultät studieren. Doch nebenbei muss sie sich gemeinsam mit ihrer Schwester Suzanna um den gesamten Haushalt und die Pflege ihrer behinderten Mutter kümmern.

Die Wohnung braucht eine umfangreiche Renovierung. An allen Ecken ist irgendetwas defekt. Im Winter pfeift der eisige Wind durch die Ritzen der alten Fenster, die Tür schliesst nicht richtig, die Stromleitungen sind marode und die Wasserrohre verrostet.

Diaconia möchte Swetlana beistehen und dafür sorgen, dass die Lebensumstände für sie und ihre Kinder ein wenig erleichtert werden. Bitte helfen Sie mit, die schlimme Wohnsituation der Familie zu verbessern. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!


Projekt Nr. 1838, "Unterkunft Swetlana"

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Rumänien
"Geniessen Sie die Zeit, die Ihnen mit Ihrer Tochter noch bleibt"
Alin und Sandra hoffen auf eine Lebertransplantation für ihre dreijährige Tochter Denisa

Dass Alin und Sandra heiraten durften, kommt fast schon einem kleinen Wunder gleich. Denn obwohl sie beide in Rumänien geboren sind, kommen sie aus unterschiedlichen Welten. Der heute 30-jährige Alin verliebte sich vor fünf Jahren in Sandra, eine Sinti-Tochter. In der Kultur der Sinti aber ist es bis heute Brauch, dass die Familie entscheidet, wen die Tochter einmal heiraten wird. Und für gewöhnlich ist das kein Rumäne, sondern einer aus dem eigenen Volk.

Mit viel Geduld gelang es Alin dennoch, Sandras Eltern und Verwandte von seinen ernsthaften Absichten zu überzeugen. Heute leben die beiden im Haus von Sandras Eltern und haben zwei Kinder: Denisa (3) und einen wenige Wochen alten Sohn.

Denisa war völlig gesund, als sie auf die Welt kam. Einige Zeit nach der Geburt aber bekam sie immer mehr gesundheitliche Probleme, bis sie schliesslich ständig krank war. Mit sechs Monaten kam sie für einen Monat mit einer Lungenentzündung ins Spital. Im Rahmen einer Blutanalyse und anderer Tests fanden die Ärzte heraus, dass Denisa an Blutarmut und Leberproblemen leidet. Eine differenziertere Diagnose aber konnten sie den besorgten Eltern nicht geben. Sie schickten sie mit ihrer Tochter wieder nach Hause.


Fast könnte man meinen, es handle sich um eine ganz normale junge Familie. Doch das Leben der dreijährigen Denisa hängt seit geraumer Zeit an einem seidenen Faden.


Zwei Monate später erlitten die beiden mitten in der Nacht einen Schock: Denisas Haut und selbst ihre Tränen waren gelb gefärbt. Ihre Hautfarbe wurde dann innerhalb weniger Stunden grünlich. So schnell sie konnten, brachten Alin und Sandra ihre Tochter ins Spital nach Brasov, doch dort konnte niemand helfen. Sie wurden mit einem Krankenwagen nach Cluj gebracht, wo Fachärzte Denisa behandelten. Wieder einen Monat später wurde sie entlassen. Doch die Prognose der Ärzte war verheerend: Denisa leide an einer Autoimmunerkrankung, die tödlich sein könne. „Geniessen Sie die Zeit, die Ihnen mit Ihrer Tochter noch bleibt“, hatte einer der Ärzte ihnen gesagt. Das ist nun schon mehr als zwei Jahre her. Aber Denisas Zustand ist noch immer kritisch.

Nun beten die beiden für ein Wunder und hoffen, dass eine Lebertransplantation Denisa helfen wird. Doch schon jetzt können sie sich die vielen Medikamente für ihre Tochter nicht mehr leisten. Mit Alins Gehalt und dem staatlichen Kindergeld kommt die Familie auf ein monatliches Einkommen von nicht mehr als 240 Franken (200 Euro).

Diaconia möchte die junge Familie unterstützen. Helfen Sie bitte dabei, eine angemessene medizinische Versorgung für die kleine Denisa zu gewährleisten. Gott segne Sie dafür!


Projekt Nr. 1839, "Denisa soll leben"

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Rumänien
Ein verhängnisvoller Augenblick der Unaufmerksamkeit
Die zweijährige Mirela hat sich in einer Wanne voll siedendem Wasser schwere Verbrühungen zugezogen

Mirela ist zwei Jahre alt und wächst in einer bitterarmen rumänischen Familie auf. Ob das kleine Mädchen eine Zukunft hat, ist offen. Es stürzte in kochend heisses Wasser und zog sich schwere Verbrühungen zu. Es leidet sehr, denn seine Eltern können die dringend notwendigen Therapien nicht bezahlen.

Mit schmerzverzerrtem Gesicht und Wundverbänden an Oberkörper und Armen liegt Mirela in ihrem Bettchen.


Mutter Livia ist es gewohnt, alles irgendwie zu improvisieren. Gemeinsam mit ihrem Mann Vasile und Mirelas Geschwistern Raluca (9) und Larisa (7) lebt sie in der abgelegenen Gemeinde Araci in einem einzigen Zimmer, das Vasile selbst gebaut hat. Das Material dafür hat er sich zusammengesammelt. Ein Badezimmer und fliessendes Wasser gibt es nicht.

Vor wenigen Wochen war Livia gerade dabei, in einer Plastikwanne ein Bad für ihre Tochter Mirela zu bereiten. Auf dem alten Holzofen kochte sie Wasser, goss es in die Wanne und ging hinaus, um kaltes Wasser zu holen. In diesem kurzen Augenblick geschah das Unglück: Mirela fiel beim Spielen in die Wanne mit dem siedend heissen Wasser.

Rund eine Stunde verging, bis endlich der Krankenwagen eintraf. Die ganze Zeit über schrie Mirela vor Schmerzen. Ihre Verbrennungen waren so stark, dass die Sanitäter sie mit ins nächstgelegene Spital nach Sfantu Gheorghe nahmen, von wo aus sie in die Kinderklinik nach Brasov überwiesen wurde.

Nun benötigt Mirela viel Pflege, spezielle Salben und eine gute Ernährung, um den Heilungsprozess voranzutreiben. Dabei reicht das Geld der Familie meist nicht einmal für ausreichend Lebensmittel für alle. Oft müssen Raluca und Larisa hungrig und in völlig abgerissener Kleidung in die Schule gehen. Das Kindergeld und die kargen Tageslöhne, die die Eltern wann immer möglich dazuverdienen, reichen nicht aus, um zumindest die grundlegendsten Bedürfnisse der Familie zu decken.

Die kleine Mirela hofft auf Ihre praktische christliche Nächstenliebe. Diaconia möchte die nötigen Medikamente beschaffen, damit dem Kind rasch geholfen werden kann. Zudem soll der Familie mit Kleidung, Lebensmitteln und Schulsachen geholfen werden. Möge Gott Sie für Ihre Hilfe reichlich segnen!


Projekt Nr. 1840, "Behandlung Mirela"

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Rumänien
Diabetes und Nierenprobleme halten Ion nicht auf
Vater setzt sich trotz schwerer Krankheit mit aller Kraft für seine Familie ein

Eigentlich ist Ion gerade einmal 39 Jahre alt, aber hat schon so viele Schicksalsschläge hinnehmen müssen wie andere in einem ganzen Leben nicht. Als er gerade sechs Jahre alt ist, vergiftet sich sein Vater mit Pilzen. Statt sich um ihren Sohn und ihre Tochter zu kümmern, ergreift die Witwe die Flucht und lässt ihre Kinder bei der Grossmutter zurück.

Die gibt ihr Bestes, um die beiden grosszuziehen. Dass bei Ion mit zehn Jahren ein schwerer Diabetes diagnostiziert wird, überfordert sie jedoch. Dreimal täglich soll er Insulin gespritzt bekommen und eine spezielle Diät einhalten, ordnete der Arzt damals an. Doch jahrelang isst Ion, was auf den Tisch kommt, was schliesslich schwere Nierenschäden nach sich zieht. Seit mehr als zwei Jahren muss Ion nun alle zwei Tage zur Dialyse. Arbeiten kann der Elektriker seither nicht mehr. So begannen die Probleme der Familie zu wachsen.

Ion mit vier seiner fünf Kinder: Trotz aller gesundheitlichen und finanziellen Sorgen gibt er die Hoffnung auf ein besseres Leben für sie nicht auf.


Zwar wachsen die Kinder in atemberaubend schöner Natur auf, doch von romantischem Landleben kann bei ihren Sorgen keine Rede sein.


Als junger Mann hatte Ion es geschafft, ein Stück Land von der Regierung zu erhalten, um dort ein Haus zu errichten. Ein Freund half ihm dabei, das kleine Dreizimmerhaus, von dem er träumte, zu bauen. Doch über das erste Zimmer und den Flur ist er auch nach Jahren nicht hinausgekommen.

Zu Beginn der Bauarbeiten hat Ion seine heutige Ehefrau getroffen. Das Paar ist mit fünf Kindern gesegnet, mit denen es auf engstem Raum leben muss.

Mit Ions Invalidenrente, dem Gehalt seiner Frau und dem Kindergeld, verfügen die beiden gerade einmal über 260 Franken (220 Euro) im Monat. Um die Familie zu ernähren und die monatlichen Fixkosten zu begleichen, reicht dies nicht. Deshalb hat sich Ion an Diaconia gewandt und gebeten, ihm bei der Fertigstellung der letzten beiden Räume zu helfen, so dass die Familie zumindest nicht mehr so sehr unter dem immensen Platzmangel leiden muss. Ausserdem muss das Badezimmer saniert werden – bisher gibt es dort kein warmes Wasser.
Bitte helfen Sie mit, das Leben der Kinder und ihrer Eltern zu erleichtern.


Projekt Nr. 1841, "Hilfe für Ions Kinder"

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Albanien
Waisenhaus in Shkoder bittet dringend um Hilfe
Staatliche Kürzungen bedrohen die Lebensgrundlage von 52 Kindern zwischen drei und sechs Jahren

Sie sind Waisenkinder im Alter zwischen drei und sechs Jahren. Nach dem Verlust ihrer Eltern werden sie im Heim der Stadt Shkoder betreut. Doch nun erlebt das Waisenhaus eine bittere Krise: Der albanische Staat hat seine Zuwendungen stark gekürzt. Direktorin Etleva Luli weiss nicht mehr, wie sie die ihr anvertrauten Kinder mit Essen, Kleidung und Hygieneartikeln versorgen soll.

„Ich habe viele Briefe geschrieben, habe der Regierung diese wirklich sehr kritische Situation beschrieben, aber die Antwort gibt keinerlei Grund zur Hoffnung. Darin heisst es lediglich, die Kinder sollten die Bevölkerung in Shkoder um Hilfe bitten, um so ihre Bedürfnisse zu befriedigen, weil es dafür nun einmal kein Budget gebe“, schreibt die Direktorin in einem Brief an Diaconia. Und weiter: „Die Streichung der staatlichen Unterstützung für Waisenhäuser ist ein harter Schlag. Und wie üblich sind es die Verletzlichsten der Gesellschaft, arme Kinder und Waisen, die den Preis dafür zahlen.“

Mit viel Liebe und grossen Anstrengungen versuchen die 18 Angestellten des Waisenhauses, die Situation so gut wie irgend möglich aufzufangen. Vor allem an Weihnachten war dies schwierig. Niemand wollte die Kinder während des Christfestes alleine und ohne Essen in einem kalten Waisenhaus lassen. Deshalb entschieden sich die Betreuer gemeinsam dazu, die Kinder für ein paar Tage mit zu sich nach Hause zu nehmen. Eine wunderbare christliche Geste, aber eben kein Dauerzustand.

Wenn das Waisenhaus in Shkoder nicht schnell finanzielle Unterstützung findet, werden die Töpfe in der Küche bald ganz leer bleiben.


Zumindest das schon vorhandene Spielzeug kann den Kleinen niemand mehr nehmen. Vom Hunger aber wird es sie nicht ablenken können.


Wer sich hier die Finger beim Malen schmutzig macht, hat einige Arbeit, sie wieder sauber zu bekommen – Seife gibt es dafür nicht.


Die Kinder mussten zurückkehren in ein Waisenhaus, in dem sie momentan weder Toilettenpapier noch Seife haben und der harte Winter Nordalbaniens ein Übriges tut, um die Situation zu verschlimmern. Mit dem, was Direktorin Luli noch an finanziellen Mitteln zur Verfügung steht, ist es nicht möglich, die Räume zu heizen. Zu hoch sind die Kosten für Heizöl und Gas. Und selbst der Strom wird immer wieder für Stunden abgestellt. „Wir brauchen dringend Hilfe, bevor es zu spät ist“, schreibt sie, „wir sind bereits in einer extrem kritischen Lage.“
Diese Kinder sind die Ärmsten der Armen: Traumatisiert, verlassen und verstossen, oft aus gewalttätigen Familien stammend, in denen der Alkohol die Hauptrolle spielte.

Diaconia möchte mit Ihrer Hilfe zumindest die Kosten für das dringend benötigte Gas übernehmen. Gott segne Sie für Ihre praktische Nächstenliebe!


Projekt Nr. 1842, "Wärme für Waisenkinder"

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