Report
Ausgabe 02, Februar 2014


Rumänien
Eine Zukunft für Ana Maria und ihre Kinder
Familie lebt unter erbärmlichen Verhältnissen am Rande der Gesellschaft

Den Kampf gegen den Schmutz hat Ana Maria Pintilie längst aufgegeben. Der Kampf gegen die Armut erscheint zumindest momentan fast aussichtslos. Sie und ihre Kinder haben keine Perspektive. Und jetzt werden sie auch noch aus ihrer armseligen Hütte geworfen.

Das erste was einem auffällt, wenn man der kleinen und schmalen 30-Jährigen und ihren Kindern begegnet, ist der Schmutz, der sich überall befindet: auf der Kleidung, dem Hausrat, den Wänden und sogar den Menschen selbst. Sie leben unter ärmlichsten Bedingungen auf dem höchsten Berg in Poiana Marului. Die Hütte besteht aus einem Raum von acht Quadratmetern, ist aus groben Schindeln zusammengezimmert und besitzt einen Lehmboden. Einige Kinder laufen barfuss herum, weil es nicht für jedes Schuhe gibt. Draussen liegt Schnee, doch sie besitzen keine warme Kleidung. Zur Schule oder in den Kindergarten konnten sie bisher nicht gehen.

Der Schmutz beherrscht das Haus und die Menschen. Da die Kleinen barfuss laufen müssen,
verteilt sich der Lehm des Bodens überallhin.

Ana Maria ist mit ihren Kindern allein. Der Vater hat noch eine andere Familie.

Die Hütte, in der die Familie lebt, ist dunkel und schmutzig.

Der Vater der Kinder, Vasile, kommt nur selten vorbei. Unterstützung ist von ihm nicht zu erwarten, denn er hat eine weitere Familie. Ana Maria lernte ihn mit 19 Jahren kennen. Dass er bereits verheiratet war, verschwieg er ihr. Ana Maria selbst wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Ihr Vater zog mit seiner Frau und seinen zehn Kindern nach Brasov, um dort besser für seine Familie sorgen zu können. Es gelang ihm nicht und er starb bald. Ana Maria war sieben Jahre alt und musste als älteste Tochter viele Pflichten übernehmen und auf ihre Geschwister aufpassen.

Als sie Vasile traf, wollte Ana Maria dem Elend entfliehen und wünschte sich eine eigene Familie, Sicherheit und Liebe. Dass Vasile sie nicht heiratete und die gemeinsamen Kinder nicht anerkannte, nahm sie einfach hin. „Ich habe Vasile geliebt und ihm vertraut. Jetzt bin ich auch schlauer“, sagt sie. „Vasile hat sich für seine andere Familie entschieden. Ich bin mit den Kindern alleine.“ Die Familie lebt vom Kindergeld von rund 70 Franken (58 Euro). Manchmal findet Ana Maria eine Arbeit im Dorf. „Aber oft haben wir nicht genug zu essen“, berichtet sie traurig.

Ana Maria will nicht aufgeben. „Am schlimmsten ist es für die Kinder. Ich wünschte, sie hätten bessere Chancen.“ Bis jetzt hatte die Familie wenigstens ein Dach über dem Kopf, wenn es im Haus auch kalt und schmutzig ist. Doch kurz vor Weihnachten teilte der Besitzer der 30-Jährigen mit, dass sie ausziehen müssen. „Wo sollen wir hin?“ fragt Ana Maria leise und verzweifelt. Bitte helfen Sie, Ana Maria und ihren Kindern eine Zukunft zu geben: Essen, Kleidung, Bildung und eine warme Unterkunft. Gott segne Sie dafür.

Projekt Nr. 1965, "Ana Maria und ihre Kinder"

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Rumänien
Ein Zuhause für Generationen
Liebevolle Grosseltern sorgen unter schwierigen Umständen für ihre Kinder und Enkelkinder

Elf Personen leben auf zwölf Quadratmetern. In diesem kleinen Raum wird gekocht, gelebt, geschlafen. Drei Generationen teilen sich drei Betten, einen Ofen und einen Schrank. Es gibt kein fliessendes Wasser, und die Toilette ist auf dem Hof. „Ich hatte mir mein Leben anders vorgestellt“, sagt Gheorge Craciun leise und schaut zu Boden.

Der 43-Jährige und seine Frau Lili (40) sind seit fast 25 Jahren verheiratet. Von ihren acht Kindern sind vier verheiratet. „Ich habe mich sofort in diese schöne junge Frau verliebt“, erzählt Gheorge und lächelt. Die beiden führen eine glückliche und liebevolle Ehe. Auch die Kinder haben von diesem liebevollen Umfeld profitiert.

Gheorge wünscht sich, dass er das Haus für seine Familie fertigstellen kann.

Lili und ihre Tochter sorgen für die Zwillinge und die kleine Maria.

Die Familie lebt, kocht und schläft in einem einzigen Raum.

„Unser Leben hatte viele Höhen und Tiefen“, erinnert sich Lili. Eines der gemeinsamen Kinder starb im Alter von einem Jahr an einem Herzfehler. Die Familie hatte kein Geld für die Behandlung. Am Anfang ihrer Ehe lebten Gheorge und Lili bei seinen Eltern. Doch als die Familie immer grösser wurde, brauchten sie einen eigenen Platz zum Leben. Lilis Bruder verkaufte ihnen ein kleines Stück Land, und die Eheleute planten ihr eigenes Haus: „Zwei oder drei Räume, Küche, Bad. Platz für uns alle“, sagt Lili noch heute verträumt. Doch bis jetzt steht nur dieser eine Raum, und das Fundament für die Küche und einen weiteren Raum wurde gelegt. Es ist kein Geld da, um den Bau fortzusetzen.

Gheorge arbeitet als Tagelöhner und bekommt einen spärlichen Verdienst. Als seine Söhne alt genug waren, nahm er sie mit zur Arbeit. So konnten sie ein Pferd kaufen. „Mit dem Tier können wir leichter Geld verdienen. Doch die Leute können nicht viel zahlen“, sagt Gheorge.

Die Lage spitzte sich zu, als eine der Töchter von ihrem Mann verlassen wurde und Gheorge und Lili ihre drei Enkelkinder bei sich aufnahmen. Die Zwillinge sind eineinhalb Jahre, die kleine Maria einen Monat alt. „Das ist doch keine Umgebung für kleine Kinder“, sagt Lili. „Es ist zu eng.“ Doch nicht nur Platz fehlt bei den Craciuns: Sie haben oft nichts zu essen, besitzen kaum Kleidung oder Schuhe. Gerade im Winter ist dies ein grosses Problem. „Es geht uns so schlecht, dass wir wirklich schon überlegt haben, die Kinder ins Waisenhaus zu geben, damit sie versorgt sind. Aber wir haben es nicht übers Herz gebracht. Wir gehören doch zusammen“, sagt Mutter Lili.
Bitte helfen Sie uns, diese Familie zu unterstützen und Gheorges und Lilis grössten Traum zu verwirklichen: Die Fertigstellung des Hauses mit genug Platz für alle, in dem ihre Enkelkinder fröhlich aufwachsen können.

Projekt Nr. 1966, "Hilfe für Gheorge und Lili"

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Rumänien
Rares soll am Leben teilnehmen können
Vom Schicksal gezeichnete Mutter kann die Hörgeräte für ihren Sohn nicht bezahlen

„Ob wir wohl irgendwann einmal zur Ruhe kommen?“, fragt Carmen Prejmerean verzweifelt. Die 50-Jährige hat schon viele Schicksalsschläge verkraften müssen. Nun braucht ihr jüngerer Sohn Rares (11) dringend Hörgeräte. Er hört auf beiden Ohren schlecht, eine Besserung ist nicht absehbar.

Das Leben war nicht einfach für Carmen. Mit 23 Jahren heiratete sie die Liebe ihres Lebens. Doch was so rosarot begonnen hatte, wurde zum Albtraum. Sie trennten sich. Der Sohn blieb beim Vater, die Tochter zog zu Carmens Mutter. Alles schien gut zu werden. Doch eines Morgens wurden ihre Mutter und Tochter tot im Haus aufgefunden. Kohlendioxid-Vergiftung. Der Ofen hatte schon vorher einige Probleme bereitet, aber es war kein Geld vorhanden, um ihn reparieren zu lassen. „Für mich brach eine Welt zusammen“, erinnert sich die 50-Jährige. „Ich war wie betäubt. Es hat lange gedauert, bis ich mich von diesem Schrecken und Schmerz einigermassen erholt hatte.“

Rares ist aufgeweckt und begabt. Um lernen zu können, benötigt er dringend Hörgeräte.

Carmen hat für ihre Söhne und sich mit viel Mut und Einsatz ein Haus erkämpft.

Drei Jahre später traf sie einen Mann, mit dem sie zwei Söhne bekam, Sergiu und Rares. Das Leben wendete sich zum Guten. Carmen und ihr Mann hatten Arbeit, und Carmen kümmerte sich liebevoll um die Jungen. Doch die kleine Familie wurde vom Hausbesitzer auf die Strasse gesetzt. „Wir haben viele unserer Sachen verkauft, um Geld für eine neue Bleibe zu bekommen. Mein Mann war ein begabter Maler und Inneneinrichter. Er kannte einen Warenhausbesitzer und bot ihm an, das Warenhaus zu verschönern, wenn dieser uns ein Haus zur Verfügung stellt.“ So geschah es. Dann verunglückte ihr Mann auf dem Nachhauseweg von der Arbeit tödlich. „Er war mit seinem Fahrrad unterwegs und wurde von einem Lastwagen angefahren.“ Keine drei Wochen nach dem Unfall wurden die Witwe und ihre zwei Kinder aus dem Haus geworfen. Sie gingen in ein Mütter-Heim und blieben dort einige Zeit. In der Folgezeit zog die Familie immer wieder um, bis Carmen einen Brief an die rumänische Regierung schrieb, in dem sie ihren Lebensweg und ihre Situation schilderte. Die mutige Frau liess sich nicht abwimmeln und bekam schliesslich ein Haus zugewiesen. „Ich bin zufrieden. Wir haben ein Dach über dem Kopf“, sagt sie. Ihre Söhne – inzwischen 13 und 11 Jahre alt – besuchen beide eine Sport-Schule in Brasov. Doch der Jüngere, Rares, bekam Probleme beim Lernen. Bei der ärztlichen Untersuchung stellte sich heraus, dass er auf dem linken Ohr nur 40 % und auf dem rechten Ohr 70 % hört. „Er braucht sein Gehör, um lernen zu können und sich zu einem selbstbewussten Mann zu entwickeln. Aber wir können uns die teuren Hörgeräte nicht leisten“, sagt Carmen verzweifelt. Sie selbst erholt sich gerade von einer Operation. Sie ist arbeitslos und fürchtet die Zukunft.

Bitte helfen Sie uns, diese Familie zu unterstützen, damit Rares wieder hören und seine Mutter zuversichtlicher in die Zukunft schauen kann.


Projekt Nr. 1967, "Hörgeräte für Rares"

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Armenien
Albtraum zwischen blanken Betonwänden
Grossfamilie strandet nach Schicksalsschlägen im neunten Stock einer Bauruine in Jerewan

Eine Dreizimmerwohnung kann doch so schlecht nicht sein, denkt man. Diese hier ist jedoch eine einzige Katastrophe. Sie wurde nie fertiggestellt, ist kalt, zugig und feucht. In Ihr lebt Melanja Kurghinians Grossfamilie.

Das Gebäude befindet sich im Rohbau. Die Bauarbeiten wurden wegen der Wirtschaftskrise nach dem Zerfall der Sowjetunion eingestellt. Melanja und ihre Familie hausen im neunten Stock. Die Übergänge zum Dach sind nicht abgedichtet, die Zwischenwände nicht befestigt. Die Löcher im Dach und in den Wänden wurden notdürftig mit Plastikfolien verschlossen, damit das Regenwasser nicht in die Wohnung eindringt. In der Nacht werden Matratzen gegen die Kälte vor die Fensteröffnungen gestellt. Im Winter fällt die Temperatur hier oft unter — 20 Grad.


Alle in der Familie leiden unter den katastrophalen Wohnbedingungen.


Der dreijährige Arthur friert.


Ein klaffender Spalt zwischen den Wänden – die Kleidung, die Melanja in Kartons verwahrt, ist klamm und feucht.

Es gab Zeiten, in denen Melanja mit ihrem Mann Mher und den vier Kindern Anusch, Suren, Nune und Rasmik sowie ihren Schwiegereltern ein sorgloses Leben im eigenen Haus führte. Dann hatte Mher zwei Autounfälle, die ihn nicht nur seine Gesundheit, sondern auch das bisschen Wohlstand kosteten: Die Familie musste Schulden machen, um die Schäden zu bezahlen. Dann starben Mhers Eltern, und für die Beerdigung mussten weitere Kredite aufgenommen werden. Mhers Verdienst als Fahrer deckte jedoch nur die laufenden Kosten, der Schuldenberg wuchs. Das Ehepaar beschloss, das Haus zu verkaufen.

Mit dem Erlös aus dem Hausverkauf konnte Mher die Gläubiger bezahlen, doch für eine neue Bleibe reichte das restliche Geld nicht. Zudem zog Tochter Anusch nach einer gescheiterten Ehe mit ihren beiden Kindern zu ihren Eltern. Bei der Wohnungssuche fiel Mher noch auf einen Betrüger herein, der ihnen ein Haus versprach und dann mit der Anzahlung verschwand.

Aus der Wellblechhütte, in der die Familie kurzfristig Unterschlupf fand, musste sie wieder raus. So kam sie in den Rohbau in einem Aussenviertel von Jerewan. Die Wohnungen in den unteren Stockwerken waren in einem passablen Zustand. Die Familie zog illegal ein. „Wir arbeiteten hart, richteten uns gemütlich ein und waren froh, nicht mehr von einem Ort zum anderen wandern zu müssen“, erzählt Melanja.

Das Glück währte bis zum Sommer 2013. Dann schmiss der Besitzer der Wohnung die Familie hinaus. Sie zog ins Treppenhaus. Surens Sohn Arthur war drei Jahre alt, Rasmiks Sohn nur drei Monate. Diese dramatische Situation war den Behörden bekannt. Um die bittere Realität zu verbergen, schlug ein Verantwortlicher aus der Gemeindeverwaltung der Familie vor, in den obersten Stock des Hauses zu ziehen. Die Familie hatte keine Wahl.
„Wenn Hasmik und Kadschik von der Schule nach Hause kommen, kauern sie sich aneinander, um sich wenigstens ein bisschen zu wärmen“, berichtet Melanja traurig. Sie ist selbst krank, leidet an Diabetes. Die mehrköpfige Familie erlebt einen Albtraum. Ihre Existenz ist bedroht. Mit Ihrer Hilfe wollen wir der Familie dazu verhelfen, in einem eigenen warmen Zuhause zu leben. Bitte helfen Sie mit, die schlimmste Not zu lindern.


Projekt Nr. 1968, "Wohnen in Bauruine"

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Armenien
Ein warmes Zuhause für benachteiligte Familie
Blinder Vater von behinderten Söhnen verliert seine Arbeit

Unter dem Zerfall des sowjetischen Systems und der Wirtschaftskrise hat die gesamte Bevölkerung Armeniens zu leiden. Besonders stark trifft es Menschen mit einer Behinderung. In der Familie Harutjunian sind das gleich drei Personen.

Dawit Harutjunian ist seit seiner Geburt blind. Trotzdem studierte er Philologie in Jerewan und zusätzlich noch Politikwissenschaft in Moskau. Dann unterrichtete er für einen kargen Lohn armenische Sprache und Literatur in einer Sonderschule. „Mein Arbeitsvertrag lief Ende Dezember 2013 aus, jetzt bin ich arbeitslos“, erzählt er. Aussichten auf einen neuen Job hat er nicht. Nach offiziellen Angaben beträgt die Arbeitslosigkeit im Land über 30 Prozent, die Dunkelziffer ist höher.

Dawit Harutjunian ist seit seiner Geburt blind.

Die Familie leidet unter den schlechten Wohnbedingungen.

Geboren wurde Dawit in dem abgelegenen Dorf Darpas. Nur er und seine Schwester Walja überlebten ihre Kindheit. Drei weitere Geschwister starben schon als Babys. „Da Walja und ich blind sind, verbrachten wir unsere Kindheit in einem Internat in Jerewan. Wir bekamen zu essen, Kleidung, schliefen in sauberen Betten und wurden liebevoll betreut. Dennoch weinten wir oft, weil wir unsere Mutter sehr vermissten“, erzählt Dawit.

Beide waren schon erwachsen, als ihre Mutter Iskuhi nach Jerewan zog. Sie fand dort Arbeit in der Nähfabrik des Blindenvereins und in einer Bibliothek. Alle waren glücklich. Gemeinsam lebten Mutter und Kinder in einer Einzimmerwohnung, die unter dem sowjetischen System kostenlos zur Verfügung gestellt wurde. Walja heiratete früh und zog mit ihrem Mann fort.

1986 heiratete Dawit seine Sofik, sie bekamen drei Söhne und eine Tochter. „Die Kinder waren alle gesund, aber heute sind Norajr (24) und Parujr (21) behindert“, erzählt der Vater. Der damals vierjährige Norajr fiel im Kindergarten vom Treppengeländer und erlitt eine schwere Kopfverletzung. Seitdem schielt er und ist geistig behindert. Parujr erkrankte als Kind an einer Lungenentzündung. „Sein Leben hing am seidenen Faden, er wurde wie durch ein Wunder gerettet“, erinnert sich der Vater. „Doch der Tod seiner Grossmutter im Jahr 2009 erschütterte ihn. Er bekam epileptische Anfälle und wird immer wieder ohnmächtig. Während der Anfälle ist er mit dem Kopf mehrmals zu Boden gestürzt und hat sich verletzt.“

Nach dem Tod von Iskuhi verschärfte sich die Lage der Familie. „Meine Schwiegermutter hat so viel zum Einkommen beigetragen“, sagt Sofik, die von der Pflege der beiden Söhne so beansprucht ist, dass sie nicht arbeiten kann. Die beiden anderen Kinder leben selbst am Existenzminimum.

Der Familie fehlt es nicht nur an Lebensmitteln: „Wir haben kein Bettzeug. Wir schlafen auf Matratzen und Kissen, die mit Lumpen gefüllt sind. Auch die zerbrochene Fensterscheibe können wir nicht ersetzen“, klagt Sofik. Die Liste der Probleme ist lang. Durch die ständige Feuchtigkeit ist die Wand schimmelig und einsturzgefährdet. Es gibt kein Gas, kein warmes Wasser und keine Heizung. Eine Waschmaschine oder einen Kühlschrank sucht man ebenfalls vergeblich. Bitte helfen Sie Familie Harutjunian, damit ihre Lebensumstände verbessert werden. Herzlichen Dank!


Projekt Nr. 1970, "Warmes Zuhause für blinden Dawit"

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BLICKPUNKT


Armenien
Solides Wissen für solide Bauwerke

Eine gute Bauausbildung ist in Armenien wichtig. Im Land gibt es viele Bauunternehmen, die kompetente Arbeiter brauchen. Deshalb finden seit Februar 2013 im BAZ Lehrgänge für die Bauausbildung statt. Ziel ist es, kompetente Bauarbeiter auszubilden und dadurch deren Zukunftsperspektiven zu verbessern.

Die Bauausbildung besteht aus zwei Teilen. Zwei Monate werden die Auszubildenden mit der Theorie vertraut gemacht, fünf Monate wird ihnen die Praxis nahe gebracht. Diese Einheiten umfassen das gesamte Thema Bauwesen und geben Überblick über die verschiedenen am Bau beteiligten Wirtschaftszweige. Inhalte des Unterrichts sind unter anderem die Beschaffenheit von verschiedenen Baumaterialien und deren Anwendung sowie Sicherheitsvorschriften auf der Baustelle. Es gibt einen gut eingerichteten Unterrichtsraum, in dem die Auszubildenden die Möglichkeit bekommen, mithilfe didaktischer Materialien und Arbeitswerkzeugen zu lernen. Neben einem Computer und einem Beamer gibt es Fachliteratur in armenischer und russischer Sprache. Die nötige Arbeitskleidung wird allen zur Verfügung gestellt.

In Gevorg Tamaryan, Bauingenieur und Doktor der Wirtschaftswissenschaften, steht den Auszubildenden ein kompetenter und sehr engagierter Lehrer zur Seite, dem das Wohl und die Zukunft seiner Schützlinge sehr am Herzen liegt.

Am ersten Ausbildungsgang nahmen fünf Lehrlinge teil, welche am 1. Oktober ihr Abschlussdiplom entgegennehmen durften. Zwei von ihnen haben bereits eine Anstellung gefunden.

Helfen Sie mit, dass noch viele junge Menschen ihren Traum verwirklichen können und für die Zukunft befähigt werden, ihren eigenen Lebensunterhalt zu verdienen.


Die praktische Ausbildung unter professioneller Anleitung ist ein wichtiger Schritt in die Selbstständigkeit.

Projekt Nr. 1969, "Berufsausbildungszentrum BAZ"

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Armenien
Ein gesundes Herz für Tigran
Termine Gumrikian kämpft um das Leben ihrer beiden schwerkranken Kinder

„Bisher haben wir niemanden um Hilfe gebeten. Aber wenn das Leben der eigenen Kinder in Gefahr ist, bleibt kein Platz mehr für Stolz“, sagt Termine Gumrikian verlegen. Gleich zwei ihrer drei Söhne sind sehr krank, und auch sie benötigt regelmässige ärztliche Behandlung.

Termine und ihr Mann Arman zogen nach der Heirat nach Artaschat in eine kleine Wohnung. Hier wurden ihre drei Söhne Aschot (15), Geworg (12) und Tigran (7) geboren. Arman fährt mit seinem alten Wagen über die Dörfer und kauft von den Bauern Obst und Gemüse, um es dann auf dem Markt in der Hauptstadt zu verkaufen. So verdient er sein Geld. Als seine Söhne krank wurden, änderte sich alles. Die Behandlungskosten waren hoch, die Miete nicht mehr bezahlbar. Deshalb lebt die Familie nun im Haus von Armans Bruder, der mit seiner Familie nach Russland ging.

Tigran umarmt seinen Bruder Aschot – beide Jungen sind schwer krank.

Schon als kleines Kind bekam Aschot eine beidseitige Mittelohr- und eine Hirnhautentzündung. „Er wäre beinahe gestorben“, erinnert sich seine Mutter mit Schrecken. Der Junge überlebte, doch bis heute leidet er an den Folgen: Er hat deutliche Hörprobleme. „Vor einiger Zeit hat der Arzt festgestellt, dass er eine chronische Entzündung im Ohr hat. Er müsste dringend operiert werden, doch der Eingriff kostet das Fünffache unseres monatlichen Einkommens. Das können wir nicht aufbringen und müssen die Operation verschieben.“ Eines Tages wurde Aschot ohnmächtig und lag zwei Tage im Koma. „Arman nahm einen Kredit für die Therapie auf. Aber dann wurde auch noch Tigran krank“, erzählt Termine und muss heftig schlucken. Der Jüngste klagte plötzlich über stechende Schmerzen in der Brustgegend. Sein kleines Herz schlug ungewöhnlich heftig und laut. Im März 2013 wurde Tigran in der Schule ohnmächtig und wurde sofort in eine Klinik gebracht. Die Diagnose: Aorteninsuffizienz, die Herzklappe schliesst nicht richtig. „Die Kinderkardiologen versichern, dass Tigrans Herzproblem angeboren ist. Uns hat man bei seiner Geburt nichts gesagt.“ Um einer Entzündung der Herzinnenhaut vorzubeugen, steht Tigran unter ärztlicher Kontrolle. Aber er muss dringend operiert werden, da sich sein Kreislauf bereits in einem kritischen Zustand befindet. Die Kosten der Operation belaufen sich auf etwa 2‘400 Franken (2‘000 Euro), die die Familie nicht hat. Sie machte schon Schulden für die tägliche Fahrt und die Medikamente.

Termine selbst leidet an einer Nierenentzündung. Eine falsche Injektion hat zur Schädigung ihrer Blutgefässe geführt. Sie braucht zweimal im Jahr eine Therapie, aber einen Arztbesuch kann sie sich nicht leisten. Bitte helfen Sie mit und unterstützen Sie diese Familie in ihrer schweren Not.


Projekt Nr. 1971, "Operation für Aschot und Tigran"

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Albanien
Eine Arbeitsstelle bei Wind und Wetter
Ardjan Fregjaj muss Fahrradreparaturen häufig wegen des Wetters ablehnen

„Ich wünschte, ich könnte mehr arbeiten und meine Kinder dadurch besser versorgen“, sagt Ardjan Fregjaj traurig. „Doch allzu oft machen mir Regen oder Hitze einen Strich durch die Rechnung.“

Der 41-jährige Ardjan lebt mit seiner Frau Siljana (29), dem Sohn Jetmir (7) und seinen Töchtern Jedona (4) und Jonida (sechs Monate) in Tepe, dem ältesten Viertel der Stadt Shkoder. In dem Viertel gibt es weder Schule noch Kindergarten. Die Familie bewohnt zusammen mit Ardjans Mutter Hane ein 150 Jahre altes Haus. „Das Haus ist undicht und feucht. In dieser Region regnet es viel und heftig. Der Regen zieht ins Gemäuer, und die Luftfeuchtigkeit in den Räumen ist enorm hoch. Ich habe Angst um die Gesundheit meiner Kinder. Es ist ein Glück, dass sie noch nicht ernsthaft erkrankt sind“, sagt Mutter Siljana besorgt.

Im Garten repariert Ardjan Fregjaj die Fahrräder seiner Nachbarn. Doch das Wetter verdonnert ihn oft zum Nichtstun.

Bei der Familie Fregjaj leben drei Generationen unter einem Dach.

Etwas anderes bedroht jedoch die Gesundheit der Kinder ebenso stark wie die Feuchtigkeit: Sie sind unterernährt, weil die Familie oft nicht genug zu essen hat. Noch sieht man keine Auswirkungen, doch die Bedrohung ist real. „Wir bemühen uns, jeden Tag genug zu essen zu bekommen. Aber es ist schwer“, sagt Ardjan. Siljana arbeitet nicht, sie hat auch nichts gelernt. Aber sie ist den drei Kindern eine gute Mutter und kümmert sich um das Haus. Obwohl das Gebäude alt und nicht im besten Zustand ist, ist alles sauber und gepflegt. „Wir lieben unsere Kinder und tun alles uns Mögliche, dass es ihnen gut geht“, so der 41-Jährige.

Um wenigstens etwas Geld zu verdienen, repariert Ardjan die Fahrräder aus der Nachbarschaft. Das macht Sinn, denn in Shkoder wird mehr Rad gefahren als in jeder anderen albanischen Stadt. Shkoder wird deswegen im Volksmund auch „Fahrrad-Stadt“ genannt. Ardjan ist geschickt. Er kennt sich gut mit Rädern aus. Doch es fehlt ihm am nötigen Werkzeug und Material, um tatsächlich alle Mängel beheben zu können. „Ich bin so traurig, wenn ich einen Kunden wegschicken muss, weil ich nicht die nötige Ausstattung habe“, erzählt er.

Und auch das Wetter macht ihm häufig einen Strich durch die Rechnung: Ardjan repariert die Räder im Garten vor dem Haus. „Wenn es regnet, geht gar nichts mehr. Im Sommer wird es zwar in der Sonne sehr heiss, aber ich versuche dann trotzdem zu arbeiten. Nur wenn es regnet, dann ist es dazu zu nass und zu schlammig.“

Eine kleine Werkstatt mit den nötigen Werkzeugen und Materialien würde dem engagierten Vater und seiner Familie auf Dauer helfen. Denn Haus und Garten liegen günstig an der Hauptverkehrsstrasse. Eine Werkstatt würden demnach viele Passanten sehen und den Weg zu Ardjan finden. Wir möchten dieses Selbsthilfe-Projekt unterstützen, Ardjan den Bau der Werkstatt ermöglichen und diese dann entsprechend einrichten. Wenn der 41-Jährige wetterunabhängig arbeiten und alle Reparaturen fachgerecht ausführen könnte, würde das Einkommen der Familie steigen und auf Dauer gesichert werden. „Unser grösster Wunsch ist, dass unsere Kinder immer genug zu essen haben“, sagen die Eltern und hoffen auf Ihre Unterstützung. Vielen Dank dafür.


Projekt Nr. 1972, "Fahrrad-Werkstatt für Ardjan"

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