Report
Ausgabe 02, Februar 2015


Armenien
Gor möchte gehen können
Sechsjähriger, spastisch gelähmter Junge benötigt dringend Operation

Wenn Gor auf den Schultern seines Vaters sitzt, lacht er vor Glück. So muss es sich anfühlen, wenn man laufen kann. Eine kostspielige Operation könnte dazu beitragen, dass der Sechsjährige schon bald selbst gehen kann.

Gor kam als Frühgeburt auf die Welt. Anfangs bestand wenig Hoffnung, dass er überleben würde, aber er schaffte es. Kurz danach stellten die Ärzte eine zerebrale Kinderlähmung bei ihm fest und teilten den erschütterten Eltern mit, dass es keine Heilungsmöglichkeit gäbe und Gor nie in seinem Leben selbstständig würde gehen können.

Seine Eltern, Hermine und Karen, wollten jedoch nicht aufgeben. Sie beschlossen zu kämpfen. „Wir haben beide viel Schlimmes erlebt“, erzählt Hermine. „Ich bin bei meiner Grossmutter aufgewachsen, weil meine Mutter geistig behindert war und mein Vater sich eine neue Frau genommen hat. Karens Vater litt unter starken psychischen Problemen. Seine Mutter hat eine neue Familie gegründet, und er musste ins Kinderheim. Wir wissen, was fehlende Fürsorge und Liebe bedeuten. Deswegen haben wir bei Gor alles anders gemacht.“

Die Ärzte gaben ihm kaum eine Chance: Doch heute ist Gor ein fröhlicher Junge.

Vater Karen fährt nachts oft noch Taxi, damit er die teuren Therapien bezahlen kann. — — — Auf den Schultern seine Vaters gefällt es Gor besonders gut.

Anfangs ging es Gor sehr schlecht. Er hatte oft Krampfanfälle und entwickelte sich nicht so wie die anderen Kinder. Auch sein Immunsystem war sehr schwach.

Karen arbeitet als Techniker in einer Schokoladenfabrik. Mehr als die Hälfte seines Lohnes gibt er pro Monat für die Miete aus, der Rest wird in Medikamente und Therapien investiert. „Das Geld ist knapp. Ich muss nachts zusätzlich noch Taxi fahren. Aber an manchen Tagen bin ich so müde, dass ich mich nicht traue, Auto zu fahren“, berichtet er.
Dank des unermüdlichen Einsatzes der Eltern hat Gor bereits deutliche Fortschritte gemacht. Krankengymnastik, Schwimmen und therapeutisches Reiten haben sich positiv auf die motorische Entwicklung des Kindes ausgewirkt. Aber es kann immer noch nicht gehen. Seine Fussgelenke sind verkrampft und lassen sich nicht richtig bewegen.

In einem Rehabilitations-Zentrum in Russ-land geben die Ärzte solchen Kindern mit Bewegungsstörungen eine Chance auf Verbesserung des Zustands. Dabei wird die verkürzte spastische Muskulatur in einer Operation verlängert. Die anschliessende Therapie dauert drei Monate. Für Operation, Nachsorge und Rehabilitation benötigt die Familie etwa 4 000 Franken (3 350 Euro).

Ihr Einkommen reicht kaum für das tägliche Leben. Ohne fremde Hilfe ist es ihr nicht möglich, die erforderliche Summe aufzubringen. Hermine kann nicht arbeiten, sie muss sich um Gor und die zweijährige Arewik kümmern. Bitte unterstützen Sie die-se leidgeprüfte Familie durch Spenden und Gebet, damit Gor eines Tages selbstständig gehen kann.


Projekt Nr. 3002, "Operation Gor"

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Rumänien
Mit Hoffnung gegen die Armut
Rahela sorgt unter unglaublichen Umständen alleine für ihre fünf Kinder

Draussen ist es eiskalt. Eine dicke Schneedecke bedeckt den Boden. Und doch plätschert irgendwo Wasser. Eine junge Frau lässt Wasser aus einem Schlauch in eine rote Wanne voller Kleider laufen. Sie wird doch nicht etwa hier, unter freiem Himmel und bei dieser Kälte, mit blossen Händen Wäsche waschen?

Für Rahela gehört das zum Alltag. Sie kann auf das Wetter keine Rücksicht nehmen, wenn sie nicht will, dass ihre Kinder in schmutziger Kleidung durch die Gegend laufen. „Wenn man nicht mehr auf Sauberkeit achtet, dann haben einen die Armut und die Not endgültig überwältigt“, sagt die 34-jährige Alleinerziehende. Die Hosen, die sie gewaschen hat, legt sie über einen kleinen Zaun. In Minutenschnelle sind sie steinhart gefroren.

Rahela lebt mit ihren fünf Kindern in Dumbravita, einem kleinen Dorf 30 Kilometer von Brasov entfernt, in einem Haus, das aus einem 16 Quadratmeter kleinen Raum besteht. Das kleine Haus hatte Rahelas Vater gebaut.

Rahela sorgt liebevoll für Amalia und ihre Geschwister.

Rahela liebt ihre fünf Kinder und versucht ihnen, so gut es geht, ein Zuhause zu geben.

Das Haus ist stark renovierungsbedürftig.

In kurzer Zeit sind die gewaschenen Hosen zu Eisblöcken gefroren.

Rahelas Mann und Vater ihrer Kinder hat seine Familie verlassen und ist an seinen Geburtsort zurückgekehrt. „Er hat sich immer geweigert, Verantwortung zu übernehmen und leider zu viel getrunken. Arbeit hatte er auch nicht“, erzählt die 34-Jährige. Rahela hat ebenfalls keine Arbeit. Die Familie lebt nur vom Kindergeld, das mit 55 Franken (46 Euro) kaum für das Nötigste reicht. Dorin (11) und Alexandru (10) besuchen die Dorfschule, die anderen drei Kinder Rares (6), Raluca (4) und Amalia (2) sind zu Hause bei ihrer Mutter.

Die Wohnverhältnisse sind katastrophal: Alle schlafen in einem kaputten Bett, der Boden ist unfertig, so dass die Kinder – oft barfuss – über den nackten Zement laufen müssen. Der kleine Unterstand für die Toilette, direkt im Boden, ist 20 Meter vom Haus entfernt. Vor allem im Winter ein unhaltbarer Zustand. Jetzt droht auch noch das Dach zusammenzubrechen. Rahela hat Angst, dass die Kinder von herunterfallenden Teilen getroffen werden könnten. „Wir haben auch keinen richtigen Zaun um unser Grundstück. Ich habe stets Angst, dass eines der Kinder beim Spielen zu nahe an die Strasse gerät“, sagt sie.

Sohn Alexandru erkrankte vor kurzem an Hepatitis, weil die Wasserqualität aus der improvisierten Wasserleitung so schlecht ist. Momentan muss er Medikamente nehmen. Wir möchten das Haus renovieren und sicher machen. Ausserdem möchten wir dafür sorgen, dass die Familie einen Wasseranschluss ins Haus gelegt bekommt, damit niemand mehr krank wird und Rahela die Wäsche im Haus waschen kann. Der Umbau würde 6 000 Franken (5 000 Euro) kosten. Geld, das Rahela alleine nicht aufbringen kann. Gott segne Sie für alle Unterstützung.


Projekt Nr. 3003, "Hausrenovierung Rahela"

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Vor 25 Jahren
Die Revolution in Rumänien
Mit einem Volksaufstand begann im Dezember 1989 die antikommunistische Revolution. Vor dem Haus des Pastors László Tökés in Temeswar protestierten am 16. Dezember Dutzende Menschen gegen dessen drohende Strafversetzung.
Am 21. Dezember fand die erste Demonstration gegen Ceausescu in Bukarest statt. Die "Front der Nationalen Rettung" erklärte sich, nach der Eroberung des Fernsehgebäudes, zur neuen Führung. Am 25. Dezember wurde das Ehepaar Ceausescu in einem Scheinprozess zum Tode verurteilt und erschossen.
Trotz wirtschaftlicher Fortschritte sind viele Rumänen weiterhin von Armut bedroht. Seit 2007 ist das Land EU-Mitglied. Mitte November 2014 gewann der deutschstämmige Klaus Iohannis die Präsidentenwahl. Er will den Kampf gegen die Korruption aufnehmen und das Land fest an den Westen anbinden.



Rumänien
Schulbildung für Victorias Kinder
Tapfere Mutter sorgt liebevoll für ihre neun Kinder und ist nun am Ende ihrer Kraft

Hier fehlt es an allem: an Medikamenten, an Essen, an Kleidung, an Schulmaterial und an der Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Victoria und ihre Kinder kommen mehr schlecht als recht durchs Leben und müssen auf vieles verzichten. Aber Victoria gibt nicht auf.

Als Victoria 16 Jahre alt war, traf sie ihren Mann, dem sie 13 Kinder schenkte: Lucian (29), Aron (27), Razvan (starb 2012), Adrian (23), Lavinia (22), Daniel (20), Alina (19), Diana (18), Denisa (starb 2014), Alin (16), Sergiu (14), Flavius (11) und Lorena (10). Heute lebt sie mit neun ihrer Kinder in einem kleinen Haus in Sanpetru nahe Brasov. Ihr Mann hatte sie lange Zeit betrogen und schliesslich die Familie ganz verlassen. Zwei Kinder hat die 47-Jährige bereits verloren. Tochter Denisa kam mit einem schweren Herzfehler auf die Welt. Die vielen Aufenthalte im Krankenhaus und die Therapien konnten ihr letztendlich nicht helfen: Im Oktober 2014 verlor Denisa den Kampf gegen ihre Krankheit.

Victoria wünscht sich für alle ihre Kinder und Enkel eine bessere Zukunft.

Die Wohnverhältnisse der Familie sind sehr ärmlich.

Eine Grossfamilie, in der es an vielem fehlt — aber nicht an Liebe.

Zuvor hatte Victoria schon ihren Sohn Razvan verloren. Eines Tages, als sie bei einer anderen Familie im Dorf das Haus putzte, kam ein Polizist zu Victoria. „Ihr Sohn ist von einem LKW überfahren worden, als er die Strasse überqueren wollte.“ Eine Nachricht, die Victoria tief ins Herz traf. Als sie im Krankenhaus ankam, war ihr Sohn bereits tot. Kurz darauf verlor Victoria teilweise ihr Augenlicht. Zudem leidet sie seit Jahren unter Nierenproblemen. Doch sie kämpft weiter. Den Strom bekommt die Familie von einem gutherzigen Nachbarn, der ihr erlaubt, seine Leitung mitzubenutzen. Victoria muss ihren Verbrauch jedoch bezahlen. Das Wasser kommt aus dem nahegelegenen Fluss. Es ist ein Leben in grosser Armut und mit vielen Entbehrungen.

Die beiden ältesten Kinder von Victoria haben bereits selber Kinder. Manchmal passt Victoria auf sie auf, denn sie ist eine gute Mutter und Grossmutter. Adrian, Lavinia, Daniel, Alina, Diana und Alin haben die Schule verlassen und schlagen sich mit Gelegenheitsjobs durch, um die Mutter und die Geschwister finanziell zu unterstützen.
Victoria hofft, dass wenigstens Sergiu, Flavius und Lorena die Schule weiter besuchen können, obwohl sie keine gute Kleidung und kaum Schulsachen haben.

Wir möchten dieser Familie helfen und sie mit Nahrung, Kleidung und Schulsachen unterstützen. Zudem möchten wir eine Wasserleitung legen und für einen soliden Stromanschluss sorgen. So könnte sich die Zukunft der Kinder nachhaltig verbessern. Bitte helfen auch Sie dieser Familie durch Gaben und Gebete.


Projekt Nr. 3004, "Lebenshilfe für Viktorias Familie"

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Armenien
Ein dichtes Dach für Familie Adamian
Drei Generationen leben unter gesundheitsgefährdenden Bedingungen

Heim und Herd sind Goldes wert — für Familie Adamian sind die eigenen vier Wände jedoch eher ein Grauen. Doch eine Alternative gibt es für die sieben Personen nicht. Und so müssen sie frieren und um ihre Gesundheit fürchten.

Hakob arbeitete bis 2000 als Flugzeugmechaniker am Flughafen. Dann verlor er seinen Job. „Um meine Familie zu versorgen, nahm ich fast jede Arbeit an. Ich arbeitete auf dem Bau, half in einer Bäckerei und wusch Geschirr in einem Kaffeehaus. Jetzt arbeite ich als Verkäufer in einem Laden“, erzählt er. Seine Frau Gajane musste ihr Studium der Französischen Philologie aufgeben, als Studiengebühren eingeführt wurden.

Über viele Jahre wohnte die Familie sehr beengt. 2013 zog sie in ein Haus mit genügend Platz: für Hakob und seine Frau, seine Eltern und seine drei Kinder.


Familie Adamian hat das Haus so gut es geht renoviert.

Doch das Haus befindet sich teilweise noch im Rohbau. So gab es keine Fenster und nur die Hälfte des Daches war gedeckt. Hakob hatte mithilfe seines Vaters und des Sohnes, soweit es die finanziellen Mittel zuliessen, das Haus weiter gebaut. Sie setzten neue Fenster ein, installierten eine Küche und strichen die Wände. Doch noch immer ist das Dach nicht isoliert, sodass Feuchtigkeit in die Zimmer dringt. Der Putz bröckelt von den Wänden, und die Decken sind mit Schimmel bedeckt.

Zusätzlich hat Hakob noch mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Er leidet an Morbus Bechterew, was zur Verkrümmung der Wirbelsäule führt. Die Krankheit betrifft auch Gelenke, Sehnen und Bänder. „Es ist eine schreckliche und kräftezehrende Krankheit. Durch langes Sitzen, Stehen oder Liegen nehmen die Schmerzen stark zu“, erzählt er.

Hakobs älteste Tochter Gohar studiert an der Universität. Um die Studiengebühr für das erste Studienjahr zu bezahlen, musste Hakob einen Kredit bei der Bank aufnehmen. Im September hat schon das zweite Studienjahr begonnen, doch der Kredit ist noch nicht getilgt. Die zweite Tochter Edita kam als Frühchen zur Welt und ist geistig behindert. Sohn Iwan hat Leistenbrüche und muss dringend operiert werden.

Hakob bekommt nur einen geringen Lohn. Zu wenig, um die Familie zu ernähren, den Kredit abzuzahlen und weitere Baumassnahmen durchzuführen. Wir möchten für die Familie das nötige Baumaterial kaufen und das Dach isolieren. Auch das Badezimmer braucht eine umfassende Sanierung. Ohne Hilfe ist zudem das Studium von Gohar unbezahlbar. Dürfen wir Sie um Ihre Unterstützung bitten? Herzlichen Dank!


Projekt Nr. 3005, "Familienhilfe Adamian"

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BLICKPUNKT — Berufsausbildungszentrum


Armenien
Starthilfe für Hakob
Lehrgangsabsolvent benötigt Erstausstattung, um seine Familie unterstützen zu können

„Ich bin immer noch ganz überwältigt“, sagt der 15-jährige Hakob, wenn er an die Spende seiner Ausbildungskollegen im BAZ denkt. Aufgrund seiner bedrückenden Lebensumstände hatten die Teilnehmer des Bäcker- und Konditorenlehrgangs etwas Geld für seine Familie zusammengelegt (wir berichteten darüber im Dezember 2014). „Es ist zum einen das Geld, was diese Spende so wertvoll macht, aber es ist noch viel mehr das Gefühl, dass man seinen Mitmenschen etwas bedeutet“, sagt er.

In Hakobs siebenköpfiger Familie hat niemand eine feste Arbeit. Sie lebt von 100 Franken (85 Euro) staatlicher Beihilfe und der Unterstützung, die Hakob und sein Bruder als Patenkinder von Diaconia erhalten. Die Mutter ist schwer krank, sie leidet an Niereninsuffizienz und Thrombophlebitis, die alle Gefässe des linken Beines betroffen hat. Langfristig wird ihr nur eine Nierentransplantation helfen.

Im BAZ konnte der 15-Jährige — u.a. unter der Anleitung von Andreas Dossenbach, Schweiz, — einen Beruf erlernen, der ihm eine Zukunft verspricht.

Die Sorge um seine schwerkranke Mutter spornt Hakob noch einmal besonders an.

Die medizinische Behandlung und die Dialyse sind sehr teuer. Deswegen legten Hakobs Mitlehrlinge gerne etwas Geld von dem wenigen, was sie haben, zusammen. Doch Hakob möchte seine Familie langfristig und eigenhändig unterstützen. Als Bäcker und Konditor hat er bereits Aufträge, und er könnte noch weitere annehmen, wenn ihm die Ausstattung seiner „Backstube“ zu Hause nicht einen Strich durch die Rechnung machen würde. Derzeit behilft sich der 15-Jährige noch mit dem Haushalts-Handrührer und einem normalen Backofen. Das ist mühsam und sehr zeitaufwändig. Ein Profi-Handrührgerät und ein Profi-Backofen würden Hakobs Selbstständigkeit langfristig sichern. Der Gesamtpreis für einen Backofen und das Rührgerät beläuft sich auf etwa 1 000 Franken (850 Euro). Deswegen möchten wir Sie um Unterstützung bitten. Das BAZ bietet jungen Menschen, unter dem Motto „Fischen lehren, statt Fische schenken“, mit der Berufsausbildung ein Fundament für ein sicheres Leben. Wenn möglich, stellt es auch die Arbeitswerkzeuge zu Verfügung, damit der Übergang von der Ausbildung ins Arbeitsleben gelingt. Dürfen wir auf Ihre tatkräftige Unterstützung hoffen? Herzlichen Dank dafür!

Projekt Nr. 3006, "Starthilfe für Hakob"

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CLOONEY UNTERSTÜTZT
GENOZID-ANERKENNUNG
Nach Angaben von Armtimes.com wird Hollywoodstar George Clooney im April 2015, gemeinsam mit der weltbekannten armenisch-amerikanischen Rockband „System of a Down“ (SOAD), in Armenien zu Gast sein.
„Er wird voraussichtlich an dem Konzert der Band in Jerewan teilnehmen,“ schrieb Haykakan Zhamanak.
„Clooney hat zugestimmt, bei den internationalen Anstrengungen um die Anerkennung des armenischen Genozid mitzuwirken. In dem Rahmen wird er an der Tour von „System of a Down (Wake up the souls concert)“ anlässlich des hundertjährigen Gedenkens an den Genozid teilnehmen“.



Armenien
Die Last des Lebens gemeinsam tragen
Ärztlicher Kunstfehler und Krebserkrankung fordern Familie über alle Massen heraus

„Anfangs weinte ich sehr viel. Dann lernte ich, mit der Behinderung meines Sohnes umzugehen. Nahezu täglich ging ich mit ihm zu verschiedenen Therapien. Die seelische und körperliche Belastung war gross. Kein Wunder, dass ich krank wurde. Stress bleibt nicht ohne Folgen“, sagt Lidia heute.

Sie und ihre Mann Aschot hatten sich nach zwei Töchtern sehnlichst einen Sohn gewünscht. Doch der Neugeborene wurde Opfer eines ärztlichen Kunstfehlers: Während der Geburt im Jahr 1994 entschied der Frauenarzt, eine Zange einzusetzen, um den Jungen herauszuholen. Der Kopf des Kindes wurde dabei fast zerquetscht, es kam zu Gehirnblutungen. Chatschatur ist heute schwerstbehindert.

2013 musste Lidia einen weiteren Schicksalsschlag verkraften. Sie erkrankte an Krebs. Im Frühling bekam sie Verdauungsbeschwerden. Bei der Untersuchung wurde eine Geschwulst in ihrem Magen entdeckt. Während der darauffolgenden Operation wurde die Geschwulst vollständig entfernt: Sie war bösartig. Die anschliessenden vier Chemo-Blöcke vernichteten die Krebszellen völlig.


Lidia und Aschot machen sich grosse Sorgen um Chatschatur.

Die Belastung durch Chatschaturs Behinderung war zu viel für Lidia.

Lidia hat den Krebs besiegt und gilt momentan als geheilt. Sie fühlt sich gut. Eine schwere Zeit zwischen Hoffen und Bangen ist vorbei. Ihr Leben wurde gerettet, aber die Familie musste hohe Schulden machen. Nur Aschot und Lidias jüngste Tochter Sona arbeiten und haben ein festes Einkommen. Aschot ist Wächter, Sona arbeitet als Sekretärin. Lidias Mutter und Schwiegermutter, beide Rentnerinnen, leben ebenfalls in der Familie. Beide sind krank, ihre Renten reichen oft kaum für ihre Medikamente.

Lidias Bruder hat sie immer unterstützt. Dank seiner Hilfe konnten Lidias Töchter eine Ausbildung machen. Und auch die Kosten für die Behandlungen von Chatschatur hatte er übernommen. „Mein Bruder war immer für mich da, wenn ich Hilfe brauchte. Als unser Vater starb, fuhr er mit seiner Familie zurück in die Ukraine. Aber dort tobt jetzt ein Bürgerkrieg. Er selbst ist in einer finanziellen Notlage. Ihn wieder um Geld zu bitten, wäre nicht angebracht“, erklärt Lidia.

Mittlerweile belaufen sich die Schulden der Familie auf über 6 000 Franken (5 000 Euro). Die Gläubiger stehen fast jeden Tag vor der Tür und verlangen ihr Geld zurück. Seit mehreren Jahren ist Chatschatur als Patenkind bei Diaconia registriert. Für die Familie sind diese Unterstützung und die monatlichen Lebensmittelpakete von grösster Bedeutung. Diaconia ist nun die einzige und letzte Hoffnung für Lidia und ihre Familie. Bitte helfen Sie mit, damit die Not gelindert werden kann.


Projekt Nr. 3007, "Familienhilfe Lidia"

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Albanien
Tägliches Brot und ein sicheres Zuhause
Ein undichtes Dach und Hunger — Familie Shtogu lebt unter schwersten Bedingungen

„Mama, werden wir immer so leben müssen?“ Dieser Satz ihrer siebenjährigen Tochter brach Lina Shtogu fast das Herz. Denn sie weiss, dass sich die Lebensumstände der Familie ohne Hilfe nicht ändern werden.

„Antonela schämt sich für unsere schäbige Hütte. Sie wird in der Schule oft gehänselt und bringt nie Freunde mit nach Hause. Sie hat Angst, diese wenigen Freundschaften zu verlieren“, erzählt die besorgte 37-Jährige. Zu fünft lebt die Familie auf 16 Quadratmetern in einem Slum von Shkoder. Alle schlafen gemeinsam in einem Doppelbett. Einen anderen Schlafplatz gibt es nicht. Ein paar geschenkte Möbel stehen noch in dem kleinen Raum. Obwohl Lina alles daran setzt, aus dem Wenigen etwas zu machen und das Haus sauber zu halten, sieht ein gemütliches Zuhause wahrlich anders aus.

Die Hütte ist marode, die Wände und das Dach sind brüchig und kaputt. Das Dach besteht aus Blechstücken und Plastikfolie. Eine Toilette gibt es nicht. Vater Gjergj hat aus Verzweiflung draussen einfach ein Loch gegraben, damit die Familie ihre Notdurft dort verrichten kann.

Vater Gjergj und Mutter Lina tun alles, damit die Kinder etwas Geborgenheit erleben.

Lina zeigt das zusammengestückelte Dach. Die Wohnbedingungen machen vor allem den kleinen Kevi krank.

Ein Anbau ans Haus könnte die Wohnsituation deutlich verbessern.

Der 39-Jährige leidet unter einer leichten psychischen Krankheit, die mit Medikamenten behandelt wird. „Gjergj ist aufgrund seiner Krankheit oft sehr zerstreut und manchmal sogar etwas desorientiert. Aber aggressiv ist er nie. Ganz im Gegenteil, er ist ein liebevoller Vater und Ehemann“, sagt Lina.

Die 37-Jährige hat nach der Geburt des heute einjährigen Kevi ihren Job in der Fabrik aufgegeben, um sich um ihre drei Kinder kümmern zu können. Antonela (7) geht in die Grundschule, Kristo (5) in den Kindergarten. Vater Gjergj hebt Gräber auf dem Friedhof aus. Eine Saisonarbeit, die nur wenig Geld einbringt. Es gibt Tage, an denen das Geld noch nicht einmal für etwas Brot ausreicht. „Ich bin so traurig, dass die Kinder unter diesen Umständen aufwachsen müssen. Wir tun alles, um sie im Rahmen unserer Möglichkeiten zu fördern. Doch unsere Armut ist ein grosses Problem“, sagt Lina. Während die beiden älteren Kinder gesund sind, kränkelt Kevi (1) sehr oft. „Im Haus ist es kalt und feucht. Kein Wunder, dass der Kleine so oft krank ist“, sagt Leni. Sie weiss, dass die Umstände nicht gut sind.

Die Familie träumt davon, das Haus zu renovieren und einen kleinen Raum für die Kinder anzubauen — einen Ort zum Schlafen, zum Hausaufgaben machen und zum Spielen. Wir möchten Familie Shtogu bei der Realisierung dieses Traumes helfen. Dürfen wir auf Ihre tatkräftige Unterstützung hoffen?


Projekt Nr. 3008, "Familienhilfe Shtogu"

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Rumänien
Gehör für einen kleinen Kämpfer
Darius hat in seinem Leben schon viel erlebt und soll eine Chance im Leben haben

Dieser Junge hat Freude am Leben — das verrät sein wacher Blick. Dass er ein kleiner Kämpfer ist, hat Darius (5) bereits unter Beweis gestellt. Doch die Orientierung im Leben fällt ihm aufgrund seiner Lebensgeschichte und Schwerhörigkeit schwer.

Unbändig haben sich seine Eltern Lacramioara (32) und Marius (36) Negraru auf ihren Erstgeborenen gefreut. Doch Darius kam als Frühchen zur Welt, mit einer nicht voll entwickelten Lunge. Und so begann sein Leben im Krankenhaus mit künstlicher Beatmung, stets an der Schwelle zum Tod. 50 Tage lang bangten die Eltern um sein Leben. Dann war er über den Berg — scheinbar.

Mit sechs Monaten konnte der kleine Junge, als Folge der Frühgeburt, noch nicht das Gleichgewicht halten. Mit eineinhalb Jahren und nach vielen Therapien und Förderungen machte er seine ersten Schritte. Aber es dauerte lange, bis er sicher gehen konnte. Doch damit noch nicht genug. Er ist hyperaktiv und entwicklungsverzögert. Trotzdem brachten seine Eltern ihn in einem normalen Kindergarten unter. Dort bemerkten die Erzieher, dass der Junge einfach nicht auf sie hörte. Der Besuch bei einem Ohrenarzt brachte dann Klarheit: Darius ist schwerhörig und benötigt dringend zwei Hörgeräte.


Mutter Lacramioara mit David und Darius.

Darius hat so viele Fragen ans Leben. Damit er die Antworten verstehen kann, braucht er Hörgeräte.

„Er ist so ein toller Junge. Aber wenn er nicht richtig hört, kann er nicht lernen und sich nicht richtig zurechtfinden. Voraussichtlich wird sich seine Entwicklungsstörung weiter verstärken.“ Mutter Lacramioara ist verzweifelt. Sie bekam vor zehn Monaten ihren zweiten Sohn David. Die Schwangerschaft war kompliziert. Mehr als einmal musste sie ins Krankenhaus. Aber sie fand keine Ruhe, denn sie wusste, dass Darius sie braucht. Vater Marius arbeitet sehr hart für einen geringen Lohn. Er hat sogar einen zweiten Job angenommen, damit er die teuren Therapien für seinen ältesten Sohn bezahlen kann. Lacramioara ist voll und ganz mit der Erziehung ihrer beiden Söhne beschäftigt. Marius versucht, ihr so viel Arbeit wie möglich abzunehmen, kauft ein und hilft im Haushalt. „Ich liebe meine Familie“, sagt er.

Der kleine Darius benötigt jetzt ganz dringend Hörgeräte, damit er sich in die Familie und den Kindergarten integrieren kann. Auch soll er zur Schule gehen und lernen können. Die teuren Geräte 3 000 Franken (2 500 Euro) können seine Eltern ihm unmöglich kaufen. Bitte helfen Sie dem kleinen Jungen, damit seine Lebenslust und seine Neugierde erhalten bleiben und er sorglos heranwachsen kann. Herzlichen Dank.


Projekt Nr. 3009, "Hörgeräte für Darius"

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