Report
Ausgabe 02, Februar 2016


Rumänien
Ein solides Zuhause für den kleinen Rares
Zwölfköpfige Familie lebt unter herausfordernden Umständen — aber die Liebe bleibt

Sie sind warmherzig, lebensfroh und hilfsbereit. Obwohl Familie Banu unter schlechten Bedingungen lebt, spürt man sofort die bestehende Zuneigung zueinander. Es herrscht eine freundliche Atmosphäre, und jeder packt mit an.

Familie Banu hat mit vielen Widrigkeiten zu kämpfen und benötigt dringend Hilfe. Martin (34) und Nicoleta (29) leben mit ihren neun Kindern Madalin (14), Ionut (12), David (10), Octavian (8), Claudiu (7), Alexandra (5), Armando (3), Iosif (1) und Rares (zwei Monate) in einem baufälligen Haus aus Holz und Lehm, in nur einem Raum. Der Strom kommt über ein Kabel vom Nachbarn.

Nicoleta ist eine gute Mutter.

Familie Banu hält zusammen.

Nicoleta hatte eine schwere Kindheit. Ihre Mutter verliess sie und ihre drei Brüder, als Nicoleta gerade einmal sechs Monate alt war. Die Kinder wuchsen bei ihrem gewalttätigen und alkoholkranken Vater auf. Mit 14 Jahren traf sie den damals 19-jährigen Martin, der sie kurzerhand mit zu seiner Familie nahm. Seine Eltern waren zwar ebenfalls arm und hatten zehn Kinder, doch es herrschte eine gute Atmosphäre. "Mein Vater wollte das nicht akzeptieren und bedrohte mich und Martins Familie immer wieder. Einmal hat er mich mit vorgehaltenem Messer gezwungen, wieder mit ihm zu gehen. Doch Martin hat einen günstigen Moment abgewartet und mich wieder befreit", erzählt Nicoleta. Erst als Martin und Nicoleta ihr erstes Kind bekamen, gab der Vater Ruhe. Als das zweite Kind kam, musste die kleine Familie ausziehen, da der Platz knapp wurde.

Sie fanden in einem baufälligen Haus Unterschlupf. Drei Jahre lebten sie dort, bis ein Feuer alle Habseligkeiten zerstörte. "Keiner von uns hat Schaden genommen, doch wir hatten nichts mehr. Auch keine Papiere. Es hat lange gedauert, bis wir sie ersetzen konnten. Im Rathaus hat man uns nicht geholfen. Wegen der fehlenden Papiere konnte keines unserer Kinder zur Schule gehen", erzählt Nicoleta.

Martin hat vom Nachbarn ein Pferd gekauft. Er arbeitet nun für diesen Nachbarn und zahlt es ab. Das Pferd ermöglicht Martin, noch weitere Arbeiten anzunehmen. Die beiden ältesten Jungen helfen ihrem Vater. Trotz fehlender Schulbildung tut er alles, um seiner Familie ein besseres Leben zu ermöglichen. Der kleine Rares ist ein kränkliches Kind. Er benötigt dringend gute Nahrung und Lebensbedingungen, damit er gesund aufwachsen kann.
Wir möchten die Familie unterstützen: Mit Lebensmitteln, Milch und Windeln für die Kleinen und Baumaterial für die Hütte sowie einem zweiten Raum und einem soliden Zaun. Bitte helfen auch Sie dieser jungen und tapferen Familie durch eine Spende.


Projekt Nr. 3150, "Familienhilfe Banu"

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Armenien
Sewak soll sehen können
Achtjähriger ist an grauem Star erkrankt und benötig dringend eine gute Behandlung

Der Krieg in Syrien ist seit Jahren ein Thema in den Medien: Die schwierige Lage der vielen Flüchtlinge, die gezwungen waren, alles zurückzulassen, ihre Arbeit aufzugeben, ihre Angehörigen und Freunde zu verlassen und auszuwandern, um zu überleben. Jetzt müssen viele Flüchtlinge, auch in Armenien, um ihr tägliches Brot kämpfen, obwohl sie in ihrem Land einst im Wohlstand lebten.

Hunderte syrische Armenier kamen hoffnungsvoll nach Armenien. Zu ihnen gehört auch die Familie von Lussine. Die junge Frau kam 2013 mit ihren beiden Söhnen nach Armenien. "Überall explodierten Bomben. Mein Mann konnte nicht sofort mitkommen, doch ich wollte unsere Kinder in Sicherheit bringen", erzählt sie von ihrer Flucht. Später konnte auch ihr Mann, Kajzak (41), fliehen. Die Familie mietete eine Wohnung, und der gelernte Buchdrucker versuchte, in seinem Beruf eine Anstellung zu finden. Ohne Erfolg. So arbeitete er zunächst in einer libanesischen Küche als Kellner. Aber mit seinem Verdienst konnte er kaum die Miete bezahlen. Dann nahm er eine Hilfsarbeit bei einer Baufirma an. Doch auch dieser Verdienst reicht noch nicht einmal für das Nötigste. Der Vater muss drei Kinder ernähren: Sewak (8), Qrist (7) und Selina (1).

Lussine übt ständig mit Sewak, um seine Sehfähigkeit zu verbessern.

Sewak und Qrist sind zwei aufgeweckte Jungen.

"Jeden Monat braucht die Miete fast unser gesamtes Einkommen auf. Alles andere können wir uns kaum leisten. Die Kinder müssen oft hungrig zu Bett gehen," erzählt Lussine. Der älteste Sohn, Sewak, leidet seit seiner Geburt beidseitig an grauem Star. Noch in Syrien wurde er zweimal operiert, wobei der zweite Eingriff nicht korrekt ausgeführt wurde. Wegen falscher Linsen verschlechterte sich das Sehvermögen des Kindes sogar. "Wären wir nicht nach Armenien geflohen und hätten dort den Jungen erneut untersuchen lassen, hätten wir das nie erfahren. Sewak wäre erblindet. Ich bin immer noch fassungslos", sagt die besorgte Mutter.

Sewak wurde in Armenien einer dritten Operation unterzogen, die vom Staat finanziert wurde. Nun geht es dem Jungen bedeutend besser. Er besucht die Spezialschule für Kinder mit Sehbehinderung und lernt lesen und schreiben. Um noch bessere Fortschritte machen zu können, muss der Junge zwei- bis dreimal im Jahr eine spezielle Physiotherapie erhalten. Ein Behandlungszyklus besteht aus zehn Sitzungen, und die Kosten dafür belaufen sich jährlich auf 700 Franken (650 Euro). Dazu kommen noch die Fahrtkosten. Geld, das die Familie nicht aufbringen kann. Bitte helfen Sie mit, dass dieser aufgeschlossene Junge durch die Therapien wieder besser sehen kann und die Chance auf eine gute Zukunft erhält. Herzlichen Dank.


Projekt Nr. 3151, "Therapie für Sewak"

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Verfassungsreform in Armenien

JEREWAN – Am 6. Dezember 2015 waren die Bürger Armeniens aufgerufen, über eine Verfassungsreform abzustimmen. Es ging darum, einen grossen Teil der Befugnisse, die der Präsident bisher hatte, auf den Ministerpräsidenten und das Parlament zu übertragen. Etwa 50 % der Wahlberechtigten nahmen an der Abstimmung teil, 63,35 % stimmten der Änderung zu, 32,35 % lehnten sie ab.

Bereits im Vorfeld hatte es massive Proteste gegen die Reform gegeben. Oppositionelle Gruppen warfen dem Präsidenten Sersch Sargsjan, der nach zwei Amtszeiten nicht mehr kandidieren kann, vor, den Posten des Ministerpräsidenten anzustreben und sich durch die Verfassungsänderung mehr Macht sichern zu wollen. Ein starkes Parlament würde nur mit einer echten Opposition funktionieren, die es jedoch im armenischen Parlament nicht gibt. Durch die Reform werde es einem zukünftigen Ministerpräsidenten Sargsjan lediglich ermöglicht, das Land zusammen mit seiner oligarchischen Clique weiter zu führen. Einige Gruppen riefen daher zu einem Boykott der Abstimmung auf.



Rumänien
Antonia soll leben
Drei Monate altes Baby verträgt Muttermilch nicht und muss dringend operiert werden

Sacht wiegt Valerica ihre kleine Tochter im Arm. Doch Antonia (drei Monate) lässt sich kaum beruhigen. Sie ist ernsthaft krank und benötigt dringend Hilfe.

Valerica (20) und ihr Mann Madalin (19) kennen sich seit ihrer Kindheit. Madalin kommt aus einer sehr armen Familie, und Valerica wurde stets stark bevormundet. Die beiden verliebten sich bereits als Teenager. Doch Valericas Eltern waren gegen diese Liebe und stellten die junge Frau vor die Wahl: Entweder Madalin oder wir. Valerica folgte ihrem Herzen, und ihre Eltern warfen sie aus dem Haus und brachen den Kontakt zu ihr ab.

Sofort übernahm Madalin die Verantwortung für seine Freundin: Er mietete ein kleines Haus in Dumbrvita, 30 Kilometer von Brasov entfernt, das allerdings baufällig ist, nur einen Raum hat und weder über fliessendes Wasser noch über Strom verfügt. "Aber wir haben wenigstens ein gemeinsames Dach über dem Kopf", sagt die junge Frau, deren müdes Gesicht von den vielen Sorgen zeugt, die sie hat.


Madalin ist selbst krank, doch er macht sich vor allem Sorgen um seine Tochter.

Die kleine Antonia schreit vor Schmerzen – Valerica zerreisst es fast das Herz.

Kurz nachdem die beiden das Haus bezogen hatten, verlor Madalin dramatisch an Gewicht, klagte über Nierenschmerzen und bekam Atemnot. Da das Paar jedoch das Geld für eine gründliche Untersuchung nicht hatte, ist bis heute nicht klar, was ihm fehlt.

Als Valerica schwanger wurde, war das Paar glücklich. "Antonia ist ein absolutes Wunschkind", so Madalin. Als sie im September 2015 geboren wurde, schien alles in Ordnung zu sein. " Aber die Kleine schrie immer, und da haben wir gemerkt, dass etwas nicht stimmt", erzählt Valerica. "Ich habe mir Geld geliehen, damit wir zum Arzt gehen konnten." Die Diagnose: Antonia hat ein kleines Loch im Herzen und Leberprobleme. "Sie verträgt meine Muttermilch nicht. Also müssen wir Trockenmilch kaufen. Zudem benötigt sie wöchentlich eine Leber-Behandlung. Wir wissen nicht, wie wir das bezahlen sollen", sagt die 20-Jährige verzweifelt.

Madalin hat nur für kurze Zeit eine Schule besucht und findet keine Arbeit. Und nun ist er auch noch krank. "Ich gehe nicht zum Arzt, wir haben dafür kein Geld. Hauptsache, Antonia wird gesund", so der junge Vater.

Wir möchten der Familie helfen und die Trockenmilch für ein Jahr bezahlen (1 200 Franken, 1 100 Euro) sowie die Leber-Behandlungen (1 000 Franken, 920 Euro). Die anstehende Herzoperation für Antonia kostet rund 6 000 Franken (5 500 Euro). Eine Summe, die die Eltern niemals aufbringen können. "Ich habe Angst um unsere Tochter. Wir lieben sie doch so sehr. Wir brauchen Hilfe", so der verzweifelte Appell der jungen Mutter. Bitte helfen Sie, das Leben der kleinen Antonia zu retten. Gott segne Sie dafür.


Projekt Nr. 3152, "Herzoperation Antonia"

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Rumänien
Hoffnung für Elena und ihre Kinder
Vater sitzt wegen fehlendem Fahrschein für zwei Jahre im Gefängnis

"Mein Mann sitzt im Gefängnis, weil er ohne gültigen Fahrschein Zug gefahren ist. Zwei Jahre ist er weg. Er hat einen Fehler gemacht, doch uns trifft diese Strafe am härtesten." Elena schämt sich. Betreten schaut sie zu Boden und zuckt verhalten mit den Schultern: "Ich weiss nicht, wie es weitergehen soll."

Ihr Mann Vasile (38) und sie haben fünf gemeinsame Kinder: Andreea (13), Laurentiu (12), Ana Maria (11) und die zweieiigen Zwillingsschwestern Daria und Alexia (6). Elena ist Analphabetin, besuchte nie eine Schule und findet deswegen keine Arbeit. Der einzige, der ein wenig Geld nach Hause brachte, war Vasile. Auch er ging nie zur Schule, kann weder lesen noch schreiben, doch er konnte immer wieder in den Wäldern arbeiten. Dafür musste er jedoch in ein weiter entferntes Dorf fahren. Mit dem Zug. Wegen des geringen Einkommens fuhr er häufig ohne gültigen Fahrschein und wurde immer wieder erwischt. "Ich wusste nichts davon. Ich hätte nicht zugelassen, dass er ohne Fahrschein fährt. Aber er hat es mir nicht erzählt", sagt Elena. Und so fiel sie auch aus allen Wolken, als ihr Mann plötzlich ins Gefängnis musste. "Die Polizei hat ihn abgeholt und wie einen Schwerverbrecher behandelt."


Elena achtet darauf, dass alle ihre Kinder regelmässig zur Schule gehen

Der zwölfjährige Laurentiu fühlt sich für die Familie verantwortlich.

Elena wohnt mit ihren Kindern momentan bei Verwandten in einem kleinen Zimmer. Bei einem Einkommen von rund 100 Franken (92 Euro) muss sie 50 Franken (46 Euro) Miete zahlen. Der Rest reicht nicht, um die Kinder ausreichend zu ernähren und zu kleiden. Doch Elena legt viel Wert darauf, dass alle ihre Kinder zur Schule gehen. "Auch wenn ich sie mit leerem Magen losschicken muss, ich dulde nicht, dass sie auch nur einen Tag ausfallen lassen", betont sie. Die Abwesenheit des Vaters und die Sorgen der Mutter gehen nicht spurlos an den Kindern vorbei. Besonders Laurentiu fühlt sich jetzt verantwortlich für die Familie. "Das wirkt sich leider negativ auf seine schulischen Leistungen aus. Er ist ein guter Junge, und er macht sich grosse Sorgen. Deswegen kann er sich nicht mehr so gut auf die Schule konzentrieren. Das wiederum macht mir Sorgen. Eine verfahrene Situation", sagt Mutter Elena. Auch Daria macht ihr Sorgen. Die Sechsjährige ist geistig zurückgeblieben und bedarf besonderer Aufmerksamkeit und Förderung. "Wenn die Kinder es nicht merken, kommen mir oft die Tränen. Ich bin kräftemässig am Ende."

Wir möchten Elena und den Kindern helfen und für zwei Jahre Essen, Kleidung und Schulsachen bezahlen. Das sind rund 500 Franken (460 Euro) im Monat bzw. 6 000 Franken (5 520 Euro) im Jahr. Bitte helfen auch Sie dieser Familie, die schwere Zeit zu überstehen.


Projekt Nr. 3153, "Unterstützung für Elena und ihre Kinder"

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Ärztemangel in RumÄnien

Während der letzten acht Jahre verliessen etwa 36 000 Ärzte und Zahnärzte Rumänien, um in westlichen EU-Ländern zu arbeiten. Der Hauptgrund für diese Abwanderung ist die wesentlich bessere Bezahlung, insbesondere in wirtschaftlich starken Ländern wie Deutschland, Frankreich, Grossbritannien und Schweden, wo die Vergütung für Ärzte etwa zehnmal höher ist als in ihrer Heimat.

Während die Gastländer von dem Zuzug der Ärzte profitieren, leiden die Menschen in den Herkunftsländern, zu denen ausser Rumänien auch andere ehemalige Ostblockstaaten gehören, unter dem Mangel an medizinischem Personal. In Rumänien stehen den ca. 20 Millionen Einwohnern im öffentlichen und privaten Sektor zusammen nur noch etwa 55 000 Ärzte zur Verfügung. Zum Teil springen bereits pensionierte Ärzte ein, um den Mangel auszugleichen. Ein zusätzlicher Schaden entsteht, wenn die Ärzte eine staatliche Ausbildung genossen haben. Diese Investition der Steuerzahler geht verloren, wenn die gut ausgebildeten Fachkräfte das Land verlassen.



Rumänien
Wärme und Wasser für Gabrielas Kinder
Tapfere zehnköpfige Familie benötigt dringend ein Badezimmer mit Wasseranschluss

"Badetag" bei Familie Socea. Mit erwartungsvollen Gesichtern stehen die Kinder neben Vater Florin (40) und schauen ihm beim Erwärmen des Wassers zu. Sie können es kaum erwarten, sich mit warmem Wasser waschen zu können.

"Ich möchte heute zuerst", sagt Iosif (10) erwartungsvoll. Liebevoll gibt Gabriela ihm etwas Seife auf die Hand und hilft ihm. Danach sind alle anderen an der Reihe.

Familie Socea besteht aus Gabriela (35), Florin (40) und ihren Kindern Laurentiu (14), Ema (12), Ionut (11), Iosif (10), Dina (8), David (6), Sara (4) und Samuel (2). Die Familie lebt in Florins baufälligem Elternhaus, seine Eltern starben vor einigen Jahren.

Florin wuchs mit neun Geschwistern auf. Er weiss, was Armut bedeutet und möchte seinen Kindern eine gute Zukunft ermöglichen. Neben dem Haus hebt er einen Brunnen aus, um an das zehn Meter tief gelegene Grundwasser zu gelangen. Mittlerweile beträgt die Tiefe schon acht Meter. "Es ist gefährlich und mühsam, wenn ich mich in das etwa einen Meter breite Loch hinablasse und mit einer kleinen Schaufel den Schlamm herausbuddle", so Florin.


Trotz aller Armut und Herausforderungen ist die Familie fröhlich und sich von Herzen zugetan.

Gabriela wuchs mit zwei Geschwistern und ebenfalls in armen Verhältnissen auf. Sie musste nach acht Jahren die Schule verlassen und als Bedienung Geld verdienen. Als Gabriela 21 Jahre alt war, heirateten die beiden. "Florin ist meine grosse Liebe", sagt sie lächelnd. Florin arbeitete für einige Jahre in seinem Beruf als LKW Mechaniker und konnte seine Familie ernähren. Als die Kosten stiegen, konnten sie sich die Wohnung nicht mehr leisten und zogen zu Gabrielas Eltern. Dort blieben sie 12 Jahre. Als sie sich einer Kirchgemeinde anschlossen und der Glaube an Jesus für sie wichtig wurde, mussten sie das Elternhaus verlassen. Gabrielas Eltern hatten für ihre religiöse Einstellung kein Verständnis. So zogen sie in Florins Elternhaus. In dem kleinen Dorf ist es für ihn schwer, eine Arbeit zu finden. Während des Sommers arbeitet er auf dem Bau, und im Winter hütet er eine Kuh. Die Familie besitzt noch ein Pferd, mit dem Holz aus dem Wald geholt und Heu für die Tiere transportiert wird.

Die Kinder bringen gute Noten nach Hause, und Laurentiu ist sehr gut in Geografie.

Das monatliche Gesamteinkommen beträgt 250 Franken (230 Euro) und besteht hauptsächlich aus dem Kindergeld und der Sozialhilfe. Davon kann die Familie kaum leben.

Wir möchten dieser Familie mit Nahrungsmitteln und Kleidung helfen. Zudem möchten wir das dringend benötigte Bad bauen und einen Wasseranschluss legen lassen. Die Kosten dafür betragen rund 7 000 Franken (6 500 Euro). Bitte helfen Sie dieser Familie, damit sie ein warmes Zuhause bekommt und die Kinder gesund aufwachsen können. Gott segne Sie dafür.


Projekt Nr. 3154, "Familienhilfe Socea"

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Armenien
Eine warme Stube für Anahit
Drei Generationen leben unter einem Dach, nur die Enkel sind gesund

Auch in Armenien haben die Reichen, Jungen und Gebildeten bessere Chancen auf eine Arbeit und ihr Auskommen. Bei der zehnköpfigen Familie Karapetjan trifft dies auf niemanden zu. Und so leben sie in tiefster Armut.

Anahit Karapetjan (60) und ihr Mann Gagik (55) sind schon in Rente. Die Söhne Arajik (40) und Anuschawan (38) sind beide krank, ebenso die Schwiegertöchter Anghela (31) und Nune (26). Arajik leidet an einer Niereninsuffizienz. Seine Frau Anghela hat Tuberkulose, sie wurde lange behandelt und steht auch weiter unter ärztlicher Beobachtung. Anuschawan hat starke Beschwerden in den Gelenken. Bei Wetterschwankungen hat er starke Schmerzen in Armen, Beinen und im Rücken. Seine Frau Nune leidet unter ständig wiederkehrenden, starken Kopfschmerzen und kann deswegen ihre Kinder nicht richtig versorgen. Anahit selbst hat vor ein paar Jahren einen Hirnschlag erlitten.


Drei Generationen leben gemeinsam in einem Haus.

Anahit und ihr Mann Gagik lieben ihre grosse Familie.

"In unserer Familie sind nur meine Enkelkinder gesund. Aber wenn es so weitergeht, wird es auch ihnen bald nicht mehr gut gehen. Jeden Winter bekommen sie eine Lungenentzündung", erzählt Anahit. "Wir lassen sie schon extra länger im Kindergarten und in der Schule, wo es warm ist und sie etwas zu essen bekommen." Doch das ist nicht die einzige Sorge, die die 60-Jährige umtreibt: Die Papiere für ihr Haus sind unvollständig. Es steht auf dem Gelände einer ehemaligen Fabrik und gehört Anahit. Aber sie kann es nicht beweisen. Und so lebt die Familie mit dem ständig drohenden Verlust ihres Heimes. "Es kann von einem Tag auf den anderen passieren", sagt Anahit. Dazu kommen die finanziellen Nöte und die Sorge um die Gesundheit der Familienmitglieder. "Ich weiss niemanden mehr, an den ich mich noch wenden kann. Ich habe überall gefragt und immer dieselbe Antwort bekommen: ‚Wir werden euch besuchen, die Situation anschauen und helfen.' Aber niemand hat uns bisher besucht."

In der Schule ist die Situation der Familie bekannt. Oft schenkt man den Kindern Bücher oder Kleidung. Die gesamte Familie lebt von der Rente der Grosseltern, da die kranken Söhne keine Behindertenrente bekommen. Diese Familie benötigt dringend Hilfe; sie braucht ein sicheres, warmes Zuhause.

Wir möchten hier helfen und die fehlenden Papiere für das kleine Haus besorgen; danach können die rissigen Wände renoviert und die maroden Fenster erneuert werden. Ausserdem möchten wir die Familie mit Lebensmitteln und Kleidung unterstützen. Vielen Dank, dass Sie uns helfen, die Lebensumstände dieser Menschen zu verbessern, damit sie gesund werden können – an Leib und Seele. Ihre Gaben und Gebete machen dabei einen wichtigen Unterschied, und Karapetjans danken Ihnen im Voraus von Herzen dafür!


Projekt Nr. 3155, "Hausrenovierung Familie Karapetian"

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Armenien / BAZ
Mehr Licht für Schüler und Lehrer
Im BAZ fehlt es innen und aussen an guter Beleuchtung — grosse Gefahr für alle

Ein Sprichwort sagt: "Wenn du für jemanden eine Lampe anzündest, wird sie auch deinen Weg erhellen." Im BAZ zeigt sich jedoch zusätzlich: Es kommt auch auf die Stärke des Lichtes an, wie sicher und schnell man auf dem Weg vorankommt.

Das BAZ bietet gute Bedingungen, um Menschen auszubilden und auf ein selbstständiges Leben vorzubereiten. Doch immer wieder stellen sich im Lauf der Zeit Probleme heraus, die es zu lösen gilt. Da die Schüler und Lehrer auch in der dunkleren Jahreszeit die Räumlichkeiten nutzen, zeigte sich, dass das vorhandene Beleuchtungssystem viel von seiner ursprünglichen Leuchtkraft eingebüsst hat. Und weil in diesem Jahr der Unterricht auch abends von 18 bis 19 Uhr stattfindet, ist eine gute Aussenbeleuchtung ebenfalls unabdingbar. Der Weg muss gut zu erkennen sein, damit niemand zu Schaden kommt.

In allen Unterrichtsräumen und den Fluren sind die Lampen veraltet. Zuerst bemerkten dies die Näherinnen und baten um helleres Licht. Bei den teilweise filigranen und schwierigen Arbeiten, die sie zu bewältigen haben, ist eine gute Beleuchtung wichtig, wenn man Augen- und Kopfschmerzen vermeiden will.

Wie wenig Licht die alten Lampen abgeben, zeigt sich deutlich im Theorie-Raum der Näherinnen.

Einige Lampen sind bereits durch neue, effizientere Leuchtmittel ersetzt worden. Diese sind zwar in der Anschaffung etwas teurer, aber sie weisen viele Vorteile auf: Sie geben besseres Licht, haben eine Garantie von drei Jahren, sind sparsamer und haben eine lange Lebensdauer. Deshalb möchten wir diese Energiesparlampen auch in den anderen Unterrichtsräumen und Räumlichkeiten installieren, in denen eine gute Beleuchtung notwendig ist.

Mit einer Erneuerung des Beleuchtungssystems innen und aussen am BAZ Gebäude sind erhebliche Energieeinsparungen zu erzielen, und die Auszubildenden und Mitarbeiter profitieren davon. Die Kosten für die Leuchtmittelerneuerung betragen rund 1 800 Franken (1 670 Euro).

Für Ihre Unterstützung bedanken wir uns herzlich.

Projekt Nr. 3157, "Erneuerung der Beleuchtung BAZ"

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Armenien
Hajk möchte laufen und springen können
Nur eine Operation in Deutschland kann dem Fünfjährigen noch helfen

Grosse braune Augen schauen neugierig in die Welt, und ein verschmitztes Lächeln ist auf seinen Lippen. Kaum zu glauben, dass die Ärzte dem kleinen Hajk bei seiner Geburt keine Überlebenschancen einräumten. "Ich habe immer daran geglaubt und viel gebetet. Hajk ist behindert, aber er ist ein kluger Junge, und er wird, so Gott will, ein eigenständiges Leben führen können", sagt seine Mutter Pajtsar.

Hajk kam vier Monate zu früh zur Welt. Er leidet an einer zerebralen Bewegungsstörung und einer beidseitigen Dysplasie. Seine Hüftgelenke sind unterentwickelt. Deswegen kann der Fünfjährige keinen Schritt tun. Doch er ist fröhlich, neugierig und kontaktfreudig.

Die teilweise sehr schmerzhaften Therapien und Untersuchungen hat er gut verarbeitet, er ist weder ängstlich noch in sich gekehrt. Er verbrachte viel Zeit in Armenien und Russland in Krankenhäusern, doch eine erfolgversprechende Behandlung kann der Fünfjährige nur in Deutschland bekommen. "Diese Operation in Deutschland muss dringend gemacht werden. Eine andere Methode würde meinem Kind eher schaden", hat sich seine Mutter schlau gemacht. Das Datum der Operation steht schon fest, nur die Finanzierung leider noch nicht.

Alle Freunde und Verwandten haben der Familie so viel Geld gegeben, wie sie erübrigen konnten. Selbst völlig Fremde haben für den kleinen Jungen gespendet. Doch es reicht nicht aus. 220 000 Franken (204 000 Euro) soll der Eingriff kosten. Wenn die Familie 65 000 Franken (60 000 Euro) aufbringen kann, kann sie den Rest in Raten abzahlen.


Hajk ist ein aufgeweckter und kluger Junge.

Hajk hat viele Freunde in Armenien, Menschen, die an ihn denken und ihm Gesundheit wünschen. Er muss spezielle Orthesen tragen, die mit Spenden aus Deutschland bezahlt wurden. Die Orthesen, die er derzeit trägt, sind ihm mittlerweile zu klein.

Hajks Vater hat die Familie kurz nach der Geburt verlassen. Er hat es nicht ertragen, einen behinderten Sohn zu haben und wollte die Verantwortung nicht übernehmen. Doch Hajk hat noch liebevolle Grosseltern, die sich um ihn kümmern. "Sie haben selbst auch gesundheitliche Probleme, aber das ist für sie zweitrangig", sagt seine Mutter dankbar.

Wir möchten Hajk helfen und seine Operation, soweit möglich, bezahlen. Dafür benötigen wir Ihre Hilfe. Jede noch so klein erscheinende Spende ist willkommen und eine gute Investition in die Zukunft eines begabten Jungen. Vielen Dank für Ihre Unterstützung durch Gaben und Gebete.


Projekt Nr. 3156, "Operation Hajk"

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Rumänien
Kartoffelernte in Cristian, Rumänien — Arbeit und Nahrungsmittel für Bedürftige

Im September 2015, zu Beginn der Erntezeit, durften wir gleich zweimal erfolgreich helfen. Mit insgesamt 26 Erntehelfern konnten wir auf 2.3 Hektaren Land insgesamt 39 Tonnen Kartoffeln ernten, die bedürftigen Familien und dem Kinderbildungszentrum zugute kommen. Die Erntehelfer, teilweise aus Familien, die Unterstützung von Diaconia erhalten, waren froh, eine bezahlte Arbeit für zwei Tage gefunden zu haben, da gute Arbeitsmöglichkeiten in dieser Gegend nur schwer zu finden sind.

"Nach der Ernte ist vor der Ernte." Und so freuen wir uns jetzt schon auf die nächste, hoffentlich wieder so ertrag- und erfolgreiche Ernte in der kommenden Saison.

Ihr Diaconia-Team Brasov, Rumänien

Viele helfende Hände packten mit an und machten die gute Ernte möglich.

Gut verpackt warten die Kartoffeln, neben dem Wintergemüse, auf ihre Abholung.




Albanien
Gesunde Atemluft für Ylgen
7-Jähriger leidet wegen schlechten Wohnbedingungen unter starkem Asthma

Die Lebensbedingungen von Menschen sind ganz entscheidend für deren Gesundheit und Wohlbefinden. So auch im Fall von Familie Dizdari. Wären die Lebensbedingungen besser, wären alle Familienmitglieder, und vor allem der siebenjährige Ylgen, besser dran.

Ylgen ist das Jüngste der drei Kinder von Mutter Albana und Vater Ylli. Zusammen mit ihm und seinen Geschwistern Inva (14) und Mesida (11) wohnen sie in einem alten Haus in Skhoder, im Norden Albaniens. Das Haus ist sehr alt, und die Familie ist zu arm, um Geld für die nötigen Reparaturen erübrigen zu können. Vater Ylli kann nicht arbeiten, da er schwer nierenkrank ist. Mutter Albana nimmt jede Arbeit an, die sie bekommt. An manchen Tagen findet sie jedoch keine Arbeit. "Meine Kinder müssen oft hungrig zur Schule gehen. Und manchmal kann ich ihnen auch am Abend nichts zu essen geben. Dass Ylli und ich oft nichts zu essen haben, ist nicht so schlimm. Doch dass die Kinder hungern müssen, macht mich sehr traurig", erzählt Albana.

Dass die Kinder überhaupt die Schule besuchen können, ist den Nachbarn zu verdanken, die ihnen Bücher und Schulsachen schenken. "Die Kinder müssen lernen, damit es ihnen später besser geht", ist Albana überzeugt.


Mutter Albana sorgt sich um ihre drei Kinder.

Überall bröckelt der Putz, und die Wände sind feucht.

Das Haus ist alt und baufällig. Durch die Fenster pfeift der Wind, die Wände und Decken sind feucht. Überall bröckelt der Putz ab, und die Fliesen finden auf dem feuchten Untergrund keinen Halt mehr. Und überall findet man Schimmel. In diesen Umständen wächst der siebenjährige Ylgen auf. Schon von klein an litt er unter Atemproblemen. Die Medikamente, die diese hätten lindern können, konnte er nur sporadisch einnehmen, denn nicht immer hatte die Familie das Geld, um sie zu kaufen. Nun hat der Arzt festgestellt, dass Ylgen unter Asthma leidet.

"Er sagte uns, dass der Junge eine spezielle Diät halten und im Warmen und Trockenen leben muss. Aber das können wir ihm nicht bieten", erzählt die Mutter verzweifelt. Vater Ylli: "Ich wünschte, ich wäre nicht krank, dann könnte ich arbeiten und unser Haus renovieren – denn dieses Haus macht meinen Sohn krank."
Wir möchten der Familie helfen und das Haus renovieren, die Fenster austauschen und die Wände sanieren. Das würde jedem in der Familie helfen – vor allem dem kleinen Ylgen. Bitte helfen auch Sie diesem kleinen Jungen, damit er wieder frei durchatmen kann.


Projekt Nr. 3158, "Hausrenovierung Familie Dizdari"

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Vorstellung Mitarbeiter Brasov; Rumänien

David Dugeniuk (40), Gesamt-Länderleiter:

"Seit vielen Jahren führen wir in Rumänien eine gesegnete Arbeit durch. Dies verdanken wir Ihnen, liebe Spender. Unser Hauptanliegen ist es, Menschen zu helfen und ihr Potenzial zu entfalten. Auch bei unseren Mitarbeitern können wir dies immer wieder erleben. Was mir an meiner Arbeit besondere Freude macht ist, wenn ich erleben darf, dass sich das Leben einzelner sowie ganzer Familien zum Besseren verändert. Lassen Sie uns auch in der Zukunft dafür kämpfen, dass das Leben vieler Menschen eine positive Perspektive erhält!"
Lucian Gog (35), Leiter Fundraising-Abteilung:

"An meiner Arbeit fasziniert mich vor allem, wenn ich sehe, wie sich das Leben von Hilfesuchenden positiv verändert. Dies durchdringt, langsam jedoch kontinuierlich, die gesamte Gesellschaft. Ich freue mich, wenn ich viele Reaktionen von Spendern und Paten erhalte, damit wir miteinander am Segen des Helfens teilhaben können. Es ist stets ein Vorrecht, wenn wir erleben, dass wir nicht nur finanzielle, sondern auch moralische Unterstützung erhalten."
Monica Parvu (48), Leiterin des Kinderbildungszentrum KiBiZ:

"Im Namen aller Kinder und ihren Familien danke ich allen, die uns in den vergangenen Jahren unterstützt haben. Mit der finanziellen Hilfe haben Sie ihnen ein unbeschwerteres Leben mit Perspektive ermöglicht. Ich wünsche mir, dass noch viele weitere Kinder an unserem Hilfsprogramm teilnehmen und Unterstützung erhalten. Für mich persönlich ist es stets etwas Besonderes, das Lächeln eines Kindes zu sehen, wenn es ein Geschenk erhält, und wie es sich, dank Ihrer Hilfe, positiv entwickelt. Herzlichen Dank!"