Report
Ausgabe 03, März 2010


Rumänien
Nach schwerem Verkehrsunfall: Der Zustand des Familienvaters hat sich deutlich gebessert
Pastor Ionut kann wieder sprechen
Die Genesung von Pastor Ionut Sandru schreitet voran. Mittlerweile kann der Familienvater wieder sprechen und feste Nahrung zu sich nehmen. Er hatte 2008 einen schweren Autounfall erlitten. Die Ärzte rechneten damit, dass er innerhalb von 24 Stunden an seinen schweren Kopfverletzungen sterben würde. Doch seine Frau Monica vertraute Gott und betete um ein Wunder.
Ionut lag sieben Monate auf der Intensivstation. Als sich sein Zustand stabilisierte, wurde er mehrfach operiert. Schliesslich entliessen ihn die Ärzte nach Hause. Damals sass er im Rollstuhl, musste künstlich ernährt werden und konnte nur flüstern. Im Herbst vergangenen Jahres konnte Ionut dank der Unterstützung von Diaconia eine Rehabilitationseinrichtung besuchen. Drei Wochen Krankengymnastik und Bewegungstherapie in einem Thermalbad führten zu grossen Fortschritten.
Heute kann Ionut zumindest zeitweise wieder laut sprechen. Er kann seine rechte Hand bewegen und sie zum Kopf führen. Seine linke Hand ist nicht mehr völlig gelähmt, er kann die Finger bewegen. Auch kann er inzwischen seinen Kopf drehen, wenn Personen ins Zimmer kommen. Er nimmt seine Umgebung wieder wahr, kann Fragen stellen und beantworten.
Monica hat viele Tage und Nächte am Krankenbett ihres Mannes verbracht. Mittlerweile kennt sie sich in der Pflege so gut aus wie eine ausgebildete Krankenschwester. Sorgen bereitet ihr neben dem Bangen um das Leben ihres Mannes die angespannte finanzielle Situation. Ionuts Rente und das Kindergeld reichen gerade aus, um Miete und Essen zu bezahlen.
Diaconia möchte Familia Sandru weiter unterstützen und Ionut weitere Therapien ermöglichen. Benötigt werden aktuell besondere Medikamente (160 Franken / 109 Euro pro Monat), Hygiene- und Pflegeartikel (55 Franken / 37 Euro pro Monat) sowie eine weitere Behandlungswoche im Thermalbad (900 Franken / 613 Euro). Ausserdem benötigen Monica und ihr vierjähriger Sohn Hilfe für den Lebensunterhalt, da ihr Einkommen nicht ausreicht, um Heizung, Elektrizität und Wasser zu bezahlen.
Wir danken allen Freunden und Unterstützern sehr herzlich für alle Gebete und Gaben! Als Pastor hat sich Ionut unermüdlich für die Verkündigung des Evangeliums und für notleidende Menschen eingesetzt. Nun braucht er selbst Hilfe. Bitte helfen Sie mit, dass Ionuts Genesung weitere Fortschritte macht.
Projekt Nr. 1460, "Rehabilitation Ionut"

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Rumänien
Tragischer Unfall des 17-jährigen Alexandru – Junge leidet unter kaum erträglichen Schmerzent
Geburtstagsfeier endet mit schwersten Brandwunden
Es sollte eine fröhliche Geburtstagsfeier werden. Alexandru (17) war von einem Freund eingeladen worden. Am Abend beschlossen die jungen Leute zu grillen. Aber das nasse Holz wollte nicht richtig brennen. Alexandru wollte nachhelfen und goss Benzin in die Glut. Sein Leichtsinn hatte schlimme Folgen: Eine plötzliche Stichflamme setzte seine Kleidung in Sekundenschnelle in Brand.
Seine brennende Jacke konnte Alexandru noch ausziehen, aber sein T-Shirt schmolz durch die Hitze und brannte sich tief in seine Haut. Alexandru wälzte sich im Schnee, um die rasenden Schmerzen zu lindern. Begleitet von zwei Freunden ging er nach Hause und nahm ein Bad. In der Wanne zupfte er die Reste des eingebrannten T-Shirts von Brust und Bauch, zusammen mit der verbrannten Haut. Seine Eltern waren unterwegs, und so legte er sich ins Bett, konnte aber wegen der starken Schmerzen nicht schlafen.
Am nächsten Morgen bat er seine Mutter, ein Spray für Brandwunden zu besorgen. Er traute sich aber nicht, ihr seine Verletzung zu zeigen. Schliesslich kam die Mutter mit dem Spray zurück aus der Apotheke – und war geschockt über das Ausmass der Verbrennungen, die ihr Sohn erlitten hatte. Sofort brachte sie ihn ins nächste Hospital.
Die Ärzte stellten schwere Verbrennungen fest. Sie entschlossen sich zu einer Hautverpflanzung. Alexandru litt unter unerträglichen Schmerzen. Der 17-Jährige bekam zudem Herzprobleme. Für ihn ist es jedesmal ein Alptraum, wenn seine Wunden gereinigt werden müssen und er vor Schmerzen laut schreit.
Das Hospital verfügt nicht über die notwendigen Medikamente, um den Jungen fachgerecht zu versorgen. Insbesondere fehlt es an einer speziellen Brandwunden-Salbe. Sie würde den Heilungsprozess fördern und die Schmerzen lindern, kostet aber 75 Franken (rund 51 Euro) pro Tube. Alexandru benötigte grössere Mengen davon, und das mindestens fünf Monate lang. Seine Eltern können dies nicht bezahlen, zumal der lange Klinik-Aufenthalt ihres Sohnes sie schon schwer belastet und auch Alexandrus Schwester Georgiana (10) versorgt werden muss.
Bitte helfen Sie mit, dass Alexandru fachgerecht behandelt werden kann. Mit Ihrer Hilfe können seine schlimmen Schmerzen bald ein Ende haben. Herzlichen Dank für Ihre Mildtätigkeit!
Projekt Nr. 1461, "Alexandru"

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Armenien
Rusanna, Hajk und Vera haben ihre Eltern verloren – Leben unter menschenunwürdigen Umständen
Jeder Tag ein neuer Kampf gegen den Hunger
Wenn die Nachbarn sie nicht mit Essensresten versorgen, müssen Rusanna (20), Hajk (16) und Vera (13) oft hungern. Die drei Geschwister sind Waisen. Sie leben in einer Wohnung ohne Toilette, ohne Wasseranschluss und ohne Heizung. Arbeit zu finden ist fast unmöglich. Nun wandte sich Rusanna in ihrer Not an Diaconia.
Rusanna lebt mit ihren Geschwistern in der Stadt Tscharencavan, etwa 30 Kilometer von der Hauptstadt Jerewan entfernt. Der Vater der drei Kinder ist vor sieben Jahren an Tuberkulose gestorben. Die Familie ist arm. Sie fristet ihr Dasein in einer Einzimmerwohnung in einem maroden Wohnheim – die letzte Stufe vor einem Leben auf der Strasse.
Tamara, die Mutter der Kinder, arbeitete nach dem Tod ihres Mannes Tag und Nacht. Im Laufe der Zeit war ihre Gesundheit völlig zerrüttet. Doch sie klagte nicht und suchte auch keinen Arzt auf. Den hätte sie ohnehin nicht bezahlen können. Im Oktober vergangenen Jahres starb sie – wie sich herausstellte, hatte sie ebenfalls Tuberkulose.
Den Verlust ihrer Mutter können die Kinder nur sehr schwer verkraften. Rusanna ist plötzlich für ihre Geschwister verantwortlich. Von niemandem bekommt sie Zuwendung oder Unterstützung. Sie haben keine Verwandten, die ihnen beistehen. Nach ihrem Schulabschluss hatte Rusanna aus Geldmangel keine Ausbildung gemacht. Für Lehrstellen müssen in Armenien die Auszubildenden bezahlen. Ohne Berufsausbildung findet die junge Frau nun keine Arbeit. Hajk will den anderen helfen, bricht die Schule ab und sucht eine Stelle – doch er findet keine. Mittlerweile hat er die Hoffnung aufgegeben, selbst etwas verdienen zu können. In der einstigen Industriestadt Tscharencavan haben mittlerweile zahllose Fabriken ihre Tore geschlossen – fast 90 Prozent der Bevölkerung sind arbeitslos.
„Ich schaffe es nicht einmal, als Putzfrau eingestellt zu werden“, erläutert Rusanna bei ihrem Besuch im Diaconia-Zentrum. Tränen laufen über ihre Wangen. Sie hat an viele Türen geklopft – keine hat sich geöffnet. Ihre letzte Hoffnung sind Gott und die Mildtätigkeit der Diaconia-Freunde. Diaconia möchte den drei Waisenkindern gerne helfen – kurzfristig mit dem Nötigsten, langfristig mit Unterstützung bei der Suche nach Lehrstellen und Arbeitsplätzen. Die Zukunft von Rusanna, Hajk und Vera liegt nun in den Händen der Unterstützer von Diaconia. Möge Gott Ihnen Ihre Nächstenliebe reichlich vergelten!
Projekt Nr. 1462, "Nothilfe Rusanna"


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Armenien
Der kleine Dawit benötigt eine Herzoperation in einer Spezialklinik – Familie hat ihre Wohnung verkauft
„Bitte retten Sie meinen kleinen Sohn“
Sara Tersian hat nur einen Wunsch: „Dawit ist mein Sonnenschein. Ich kann nicht mehr zuschauen, wenn er leidet. Bitte retten Sie meinen kleinen Sohn.“ Dawit hat gerade seinen dritten Geburtstag gefeiert. Er benötigt dringend eine Herzoperation. Dieser Eingriff kann nur von Spezialisten in Europa durchgeführt werden.
Die Familie hat bereits ihre Wohnung verkauft und bei Freunden und Verwandten um Geld für Dawit gebeten. Um den Scheidewand-Defekt an Dawits Herzen zu beseitigen, werden rund 50.000 Franken (etwa 34.000 Euro) benötigt. Etwa die Hälfte des Betrags konnte die Familie sammeln. Nun drängt die Zeit. Die Ärzte warnen: Spätestens Anfang April muss Dawit operiert werden. Der Junge ist blass, Lippen und Fingernägel werden immer wieder blau, nachts bekommt er Atemprobleme.
Sara Tersian erinnert sich an Dawits Geburt. „Es war mir egal, ob ich einen Jungen bekomme oder ein Mädchen. Hauptsache, das Kind ist gesund“, dachte sie damals. Sara und ihr Mann Karen waren überglücklich, als sie Dawit in ihre Arme schliessen konnten. Doch die Freude dauerte nur zwei Tage. Dann die niederschmetternde Diagnose: schwerer Herzfehler.
Im Alter von 24 Tagen wurde Dawit erstmals notoperiert. Weitere Eingriffe folgten, unter anderem erhielt er eine künstliche Herzklappe. Doch damit waren die armenischen Fachärzte mit ihren Möglichkeiten am Ende. Um Dawits lebensbedrohlichen Zustand grundlegend zu verbessern, ist die Operation im Ausland unumgänglich.
Nun hofft und betet die Familie, dass Dawit gerettet werden kann. Bitte beten auch Sie für den schwer kranken Jungen! Mit Ihrer Hilfe möchte Diaconia Dawit die lebensrettende Operation ermöglichen.
Projekt Nr. 1463, "Herzoperation Dawit"

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Rumänien
Diaconia kauft Ackerland, um es für Bedürftige zu bewirtschaften
Langfristige Hilfe für Notleidende
„Wir brauchen für dieses nachhaltige, langfristig angelegte Projekt weitere Unterstützung“, erklärt Matthias Kipfer. Er hat das Landwirtschafts-Projekt initiiert, das in der Januar-Ausgabe des Diaconia-Reports erstmals vorgestellt wurde.
Diaconia möchte in Rumänien Ackerland kaufen, um dieses für Bedürftige zu bewirtschaften. Viele fruchtbare Flächen liegen derzeit brach. Der Erwerb von Ackerland ist rechtlich gesichert möglich. Eine Hektare (10.000 Quadratmeter) Ackerland kostet rund 3800 Franken (etwa 2500 Euro). „Auf einer Hektare kann eine Jahresernte von 30 Tonnen Kartoffeln eingebracht werden“, weiss Matthias Kipfer.
Angesichts der wachsenden Not in Rumänien wird die Lebensmittel-Hilfe von Diaconia immer wichtiger. Bitte helfen auch Sie mit, dass die „Diaconia-Äcker“ viel Frucht bringen. Herzlichen Dank!
Projekt Nr. 1464, "Landwirtschaft Rumänien"

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Albanien
Über 2500 Häuser stehen unter Wasser – Diaconia-Nothilfe für die am schlimmsten Betroffenen
Katastrophale Flut raubt Armen die letzte Habe
Die Region um die nordalbanische Stadt Shkoder ist von schweren Überschwemmungen heimgesucht worden. Nicht enden wollende Regenfälle und eine plötzliche Schneeschmelze haben zum schlimmsten Hochwasser seit über 50 Jahren geführt. „Viele arme Familien haben alles verloren, was sie hatten. Sie sind dringend auf unsere Hilfe angewiesen“, berichtet Artan Metohu, der Leiter des Diaconia-Teams in Albanien.
Durch die anhaltenden Niederschläge erreichten die Pegel an den Wasserkraftwerken der Region kritische Werte. Die überlasteten Dämme drohten zu brechen. Schliesslich entschlossen sich die Verantwortlichen zum Öffnen der Schleusen – mit katastrophalen Folgen.
Rund 2500 Häuser mussten evakuiert werden, weil sie metertief im Wasser standen. Fachleute befürchten, dass viele von ihnen einstürzen werden, wenn die Flut zurückgeht. Das Hochwasser hat zudem viele Brunnen irreparabel geschädigt, etliche Dörfer haben kein sauberes Trinkwasser mehr.
„Im Katastrophengebiet sind die Folgen der Tragödie offensichtlich: Tierkadaver treiben im Wasser. Zu hören sind die Schreie von verzweifelten Tieren, die versuchen, den Wassermassen zu entkommen“, heisst es im Bericht von Artan Metohu.
Theresa hat von Diaconia Nahrungsmittel und Hygieneartikel erhalten. Sie brach in Tränen aus, als sie nach ihrem Haus gefragt wurde: „Wir haben alles verloren. Alles, was wir in unserem Leben geschaffen und gespart haben, ist innerhalb von drei Stunden untergegangen. Ich habe nur noch die Kleider, die ich gerade trage.“
Das Wasser fliesst langsam ab, die Probleme aber bleiben. Die Menschen sind völlig verzweifelt. In Livade, einem Vorort von Shkoder, müssen die Bewohner wieder bei Null anfangen. Marta steht am Fenster ihres überfluteten Hauses: „Falls Gott entschieden hat, dass ich hier sterben soll, dann werde ich eben hier sterben, zusammen mit der einzigen Kuh, die mir geblieben ist“, schluchzt sie.
Die Familien in den Überschwemmungsgebieten brauchen Hilfe. Sie sind geschockt und traumatisiert, hoffnungslos und verängstigt. In dieser schwierigen Lage möchte Diaconia Albanien mit Ihrer Hilfe Trost schenken und neue Hoffnung vermitteln. An praktischer Hilfe ist die Verteilung von Decken, Lebensmitteln, Hygieneartikeln und Medikamenten angelaufen. Dieses Hilfsprogramm kann aber nur mit Ihrer Unterstützung fortgesetzt werden!
Projekt Nr. 1465, "Fluthilfe Albanien"

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Albanien
Hilfe für Waisenkinder von Tropoje
Das baufällige Haus der Waisenkinder von Tropoje ist umfassend saniert worden. Möglich wurde dies durch die Unterstützung der Diaconia-Freunde. Im September vergangenen Jahres hatten wir über das tragische Schicksal der fünf Waisenkinder im Alter zwischen 7 und 15 Jahren berichtet. Sie mussten sich nach dem Tod ihrer Eltern alleine in einem baufälligen Haus durchs Leben schlagen. Für den Leiter der Diaconia-Arbeit in Albanien, Artan Metohu, war es ein bewegender Moment, die Freude und Dankbarkeit in den Augen der fünf Waisenkinder zu sehen. Mehr dazu im beiliegenden Infoblatt „Dank Ihrer Hilfe durften wir helfen“.

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DIACONIA
Geschenke für die Patenkinder - Die Freude ist unbeschreiblich
Lichtblicke in dunklen Tagen
Viele Kinder in Armenien und Rumänien erleben keine echte Kindheit. Not und Armut zwingen sie dazu, sehr schnell erwachsen zu werden. Die meisten von ihnen bekommen niemals ein Geschenk, auch nicht zum Geburtstag. Wenn man sich jeden Tag mit dem Gedanken beschäftigen muss, ob man heute etwas zu essen haben wird, sind ein Geburtstagskuchen oder Weihnachtsgeschenke Objekte aus einer anderen Welt.
Umso mehr freuen wir uns, dass wir dank Ihnen, liebe Patinnen und Paten, so vielen Kindern zu Weihnachten ein Geschenk machen durften. Die Freude und das Glück in den Augen sind unbeschreiblich, wenn die Kinder Lebensmittel und warme Kleidung auspacken, aber auch Spielzeugautos, Puppen, Bälle, Gesellschaftspiele, Stofftiere und Bibeln.
Die Verteilung der Geschenke ist eine logistische Herausforderung. Es dauert etliche Wochen, bis auch die unzugänglichsten Dörfer erreicht sind. Aber die strahlenden Kinder lohnen alle Mühen!
Sie haben diesen armen Kindern kostbare Augenblicke des Glücks geschenkt. Dafür möchten wir uns im Namen aller Patenkinder bei Ihnen bedanken. Möge Gott Sie reichlich segnen!
Baru Jambazian (Armenien),
Matthias Kipfer (Rumänien)







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