Report
Ausgabe 03, März 2011

Armenien
Erbkrankheit belastet die Familie – Ehemann leidet an Blutkrebs – Symptome auch bei der Tochter
Eine Mutter am Ende ihrer Kraft
Arsen hat Leukämie. Seine achtjährige Tochter Goharik zeigt nun ebenfalls die typischen Krankheitssymptome. Zwei Onkel sind schon an der tückischen Erbkrankheit gestorben. Arsens Ehefrau Varduhi ist am Ende ihrer Kräfte. Sie braucht einen Lichtblick, ein Zeichen der Hoffnung. Ansonsten fehlt ihr die Kraft zum Weiterleben.
Am Anfang scheint ihr Leben perfekt: Varduhi und Arsen haben einen guten Beruf. Nach ihrem Hochschulabschluss arbeitet Varduhi bei der Akademie der Wissenschaften. Arsen ist Offizier. Das junge Paar bekommt zwei Töchter, Anuschik und Goharik.
Doch dann beginnt Arsen eines Tages über starke Bauchschmerzen zu klagen. Jeden Tag wird er von Fieberkrämpfen geschüttelt. Dann schwillt sein ganzer Körper an. Im Krankenhaus die niederschmetternde Diagnose: Arsen hat Leukämie (Blutkrebs)! Seine Milz ist vergrössert und muss dringend entfernt werden. Für die kleine Familie bricht eine Welt zusammen. Viele schlaflose Nächte quälen Varduhi.
Nach der Operation muss sich Arsen einigen kostspieligen Therapien unterziehen. Das Medikament Roferon wird unersetzlich für ihn. Doch es kostet – für armenische Verhältnisse - ein halbes Vermögen: 415 Franken im Monat (rund 320 Euro). Die Ersparnisse der Familie sind schnell aufgebraucht. Um ihrem Mann die lebensrettenden Medikamente weiter geben zu können, muss Varduhi 2007 ihre Wohnung verkaufen. Die Familie zieht von der Hauptstadt Jerewan ins Dorf Nor Charberd. Das verbliebene Geld reicht nur für ein kleines heruntergekommenes Haus.
Arsens Krankheit ist genetisch bedingt. Schon zwei seiner Onkel sind Opfer der Leukämie geworden. Da klagt auch Tochter Goharik über die typischen Symptome. Varduhi ist am Verzweifeln. Immer versucht sie für ihren Mann stark zu sein, nach vorne zu schauen. Doch nun fehlt ihr die Kraft. Sie weiss nicht mehr weiter, versinkt in ihrem Schmerz. Irgendwann sieht Varduhi keinen Ausweg mehr und versucht sich das Leben zu nehmen. Aber es klappt nicht: Sie wird mit der Ambulanz ins Hospital gebracht. Ihr Körper wird schwarz. Varduhi hat Schwefel getrunken. Das hat böse Folgen: Sie muss operiert werden, ein Teil des Magens und die Schilddrüse werden entfernt. Heute bedauert Varduhi ihren Suizidversuch. Sie fühlt sich schuldig. Schuldig vor Gott und ihrer Familie.
Manchmal sitzt Varduhi kraftlos auf einem Stuhl neben dem Bett ihres Mannes. Sie schliesst die Augen und betet.
Die Familie hat kein Geld mehr. Ab und zu stecken Verwandte oder Bekannte der verzweifelten Frau Geld zu. Varduhi weiss nicht, was sie mit dem Geld machen soll: Schulden abbezahlen, Brennholz kaufen oder Lebensmittel? Wenn sie die geschwollenen Hände ihres Mannes hält, dann weiss sie, wofür sie das Geld verwendet. Sie geht zur Apotheke, um seine Medikamente zu besorgen.
Diaconia möchte dieser notleidenden Familie helfen. Neben der medizinischen Versorgung geht es auch um die Betreuung von Varduhi und ihrer Kinder. Ihre Hilfe und Unterstützung sind dringend notwendig!
Projekt Nr. 1579, "Nothilfe Varduhi"



Armenien
Mutter stirbt an Krebs – Vater ist nach Unfall arbeitsunfähig
Grenzenlose Trauer stürzt Familie in tiefe Lebenskrise
Von ihrer Krankheit geschwächt liegt Lusine Sargsian zusammengesunken auf dem Krankenbett. Ein letzter Atemzug – dann setzt ihr Pulsschlag aus. Der 15. Juli 2010 ist ein Tag, der Ghirajr und seinen Kindern Hasmik und Sewak für immer im Gedächtnis bleiben wird. Es ist der Tag, an dem sie ihre liebevolle Ehefrau und Mutter verloren haben.
Bevor Lusine Sargsian 2008 ihre Krebsdiagnose erhielt, war sie mit ihrem Leben vollkommen zufrieden. Sie hatte einen liebevollen Ehemann und wohnte zusammen mit ihm und ihren zwei Kindern in der Stadt Artik. Sie arbeitete als Geschichtslehrerin, ihr Mann verdiente seinen Lohn als Bauarbeiter. Seine Arbeit war nicht immer leicht, aber so konnte er seine Kinder normal aufwachsen sehen. Doch dann kam das Jahr, das alles verändern sollte.
Bei Lusine wurde Krebs diagnostiziert. Es foltgen hochdosierte Chemotherapien und mehrere Operationen. Die Ärzte gaben der Frau nur geringe Überlebenschancen. Dennoch gab die Familie die Hoffnung nicht auf, dass sich alles wieder zum Guten wenden würde.
Das Geld für die Behandlung musste sich Ghirajr von Verwandten und Freunden leihen. Doch ein Schicksalsschlag jagte den nächsten: Bei einem schweren Unfall verletzte sich Ghirajr an der Wirbelsäule. Die Verletzung machte ihn arbeitsunfähig. Die Familie geriet in grosse finanzielle Nöte. Der Tod der Mutter und Ehefrau zerstörte dann jede Hoffnung.
„Wir haben einen hohen Schuldenberg abzutragen“, berichtet Ghirajr, „selbst das goldene Kreuz und die goldenen Ringe, die Lusine ihren Kindern zur Erinnerung geschenkt hatte, mussten wir als Pfand zurücklassen.“
Die Belastung hinterlässt bei allen Familienmitgliedern grausame Spuren. Der psychische Stress hat Ghirajr in die völlige Erschöpfung getrieben. Seine Kinder können die Situation immer noch nicht richtig begreifen. Sie wissen nicht, wie es weitergehen soll. Die geringe Invalidenrente reicht nicht einmal für das Nötigste.
Bitte helfen Sie mit, die sorgenschweren Herzen der Familie zu erleichtern. Nur mit Ihrer Unterstützung kann der schwer kranke Mann für seine Kinder sorgen. Herzlichen Dank für alle Gebete und Gaben!
Projekt Nr. 1580, "Trost für Familie Sargsian"



Armenien
Mutter und Sohn leben in einer baufälligen Hütte – Es fehlt am Nötigsten
Obdachlos, ausgehungert und krank
Satenik Schuschanians von Sorgen gezeichnetes Gesicht erzählt von Not und Elend, ohne dass ein Wort über ihre Lippen kommt. Ihre Kleider hängen in Fetzen an ihrem knochigen Körper und die fortwährende Unterernährung hat den Grossteil ihrer Zähne ausfallen lassen.
Die Geschichte der heute 50-jährigen Satenik begann in einem kleinen armenischen Dorf, das heute zum Nachbarland Aserbaidschan gehört. Als es 1988 zum Konflikt zwischen den beiden Ländern kam, löste dies eine Massenflucht in der Bevölkerung aus. Viele von denen, die ihr Land verteidigen wollten, wurden grausam niedergemetzelt.
Satenik gehörte zu den Flüchtlingen. Gemeinsam mit ihrem damals fünf Jahre alten Sohn Edgar musste sie ihrem Zuhause den Rücken kehren. „Es war im Monat Mai“, erinnert sie sich, „die Kirschbäume haben in unserem Garten schon geblüht. Unsere Sachen konnten wir nicht einpacken. Die Zeit drängte. Mit dem, was wir am Leibe trugen, mit Tränen in den Augen, schlossen wir unsere Haustür ab.“
Zusammen mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern zog sie in die Stadt Abowjan. Doch Armeniens Wirtschaft war gelähmt, eine Arbeitsstelle nicht zu finden. Nachdem ihre Brüder nach Russland ausgewandert waren, blieb Satenik allein mit ihrer Mutter und ihrem kleinen Sohn zurück. Obdachlos, auf Hilfe angewiesen und völlig verzweifelt.
Schon bald kam ein neues Problem hinzu. Ihr Sohn Edgar litt an Asthma. Durch mangelnde Behandlung wurde seine Krankheit immer bedrohlicher. Sein Zustand verschlimmerte sich täglich.
Nach der Geburt ihres zweiten Sohnes Erik im Jahr 2001 scheiterte Sateniks Ehe an der Alkoholsucht ihres Mannes. Ihr älterer Sohn Edgar wollte die finanzielle Lage seiner Mutter verbessern und folgte seinen Onkeln nach Russland. Bis heute hat sie ihn nicht mehr gesehen.
Nach dem Tod ihrer Mutter musste Satenik die Mietwohnung aufgeben, in der sie bis dahin gelebt hatte. Eine Familie gewährte ihr Unterschlupf in der Nähe eines Friedhofes. Das Leben dort ist qualvoll. Satenik und Erik haben kein fliessendes Wasser und nur einen kleinen Holzofen als Heizquelle. Die Trinkwasserquelle ist einen Kilometer entfernt. Beim Schleppen der schweren Eimer hat sich Erik schon mehrere Leistenbrüche zugezogen. Die anhaltende Unterernährung hat seinen Darm geschädigt.
Die schlechten hygienischen Bedingungen machen beiden das Leben zur Hölle. Von einer ärztlichen Versorgung können sie jedoch nur träumen. Der Lohn, den die alleinerziehende Mutter als Putzfrau bekommt, reicht nicht einmal für genügend Brot. Es herrscht ein akuter Mangel an Nahrung, Kleidern und Hygieneartikeln.
Nur mit Ihrer Hilfe kann Diaconia Satenik und Erik ein Leben ermöglichen, das nicht von bitterer Armut überschattet ist. Helfen Sie mit! Gott segne Sie dafür!
Projekt Nr. 1581, "Hoffnung für Satenik"



Albanien
Kinder haben nicht genug zu essen – Keine Geschenke zum Geburtstag und zu Festtagen
Mutter und sechs Kinder leben in einem winzigen Raum
Sie haben nicht genug zu essen, Geschenke zum Geburtstag haben sie noch nie bekommen. Die sechs Kinder von Familie Paplekaj leiden. Sie leben in einem winzigen alten Haus. Die Mutter und alle Kinder schlafen in einem Raum.
In einer illegalen Siedlung am Ortsrand der albanischen Stadt Shkoder leben Ndue Paplekaj (61), seine Frau Drande (34) und ihre sechs Kinder im Alter zwischen fünf und zwölf Jahren. Ihre Unterkunft besteht aus zwei Räumen und einer Kochnische. Sie können nur ein Zimmer nutzen, da der andere Raum nicht renoviert ist. Er steht leer, ohne Möbel, ohne Schränke, ohne Heizung. Drande und die sechs Kinder schlafen in dem einen Raum, der Vater schläft neben der Kochnische.
Ihr Einkommen ist gering. Das wenige Geld, das sie jeden Monat haben, kommt vom Staat: Krankengeld, da eines der Kinder, Fatjon, krank ist.
Der Lebensstandard dieser Familie ist auch für albanische Verhältnisse extrem niedrig. Es gibt kaum Möbel oder Kleidung, geschweige denn Essensvorräte. Sie leben von der Hand in den Mund. Die Kinder haben ständig knurrende Mägen und müssen oftmals hungrig in die Schule und hungrig zu Bett gehen.
Trotz der tiefen Armut versuchen Drande und Ndue, sich gut um ihre Kinder zu kümmern. Doch sie schaffen es nicht, ihnen das zu geben, was sie brauchen. Niemals war Geld da, um die Geburtstage der Kinder oder andere Feste zu feiern. Die Eltern konnten ihnen noch nie etwas Schönes kaufen und schenken. Das wenige Geld, das sie haben, wird für Lebensmittel und Medikamente gebraucht. Und selbst dafür reicht es nur selten.
Vater Ndue ist mit seinen 61 Jahren schon zu alt, um eine körperlich anstrengende Tätigkeit zu verrichten. Er hat ein Herzleiden. Deshalb kann er auch nicht mit seinen Kindern spielen, wie es andere Väter tun. Ndue ist gezwungen, zuhause zu sitzen.
Die Familie hat eine Menge Probleme. Die Schwangerschaften haben Drande viel Kraft geraubt. Sie musste sich immer um die Kleinen kümmern, obwohl sie bemüht war, auch den älteren Kindern Zuneigung und Fürsorge zu geben. Die meiste Zeit des Tages verbringt Drande mit Hausarbeit. Sie fühlt sich schwach, ist bedrückt und niedergeschlagen.
„Die Familie braucht unverzüglich Hilfe und Unterstützung“, berichtet Diaconia-Einsatzleiter Artan Metohu. Benötigt werden Möbel und Kleidung für die Kinder, aber auch eine medizinische Versorgung und Medikamente. Dafür werden etwa 2500 Franken (2000 Euro) gebraucht. Dann könnten die Kinder ein normales Leben führen. Und den Eltern würde eine grosse Last genommen. Es bricht ihnen das Herz, wenn sie sehen, unter welchen Umständen ihre Kinder leben müssen. Bitte unterstützen Sie diese Familie im ärmsten Land Europas. Ausser Diaconia kümmert sich niemand um die Nöte von Familie Paplekaj. Möge Gott Ihnen Ihre Grosszügigkeit reichlich vergelten!
Projekt Nr. 1582, "Familienhilfe Albanien"



Rumänien
Wegen Erfrierungen wurden erst alle Zehen, dann das Bein amputiert
Vilhelm hofft auf eine Prothese
Vilhelm Mutiu (35) hat eine lange Leidensgeschichte hinter sich. Er musste sich mehreren schmerzhaften Operationen unterziehen. Der Familienvater verlor ein Bein. Sein grösster Wunsch ist eine Prothese.
Das Unheil nahm seinen Lauf im Dezember vor fünf Jahren. Vilhelm kam von der Arbeit heim. Es schneite und war eiskalt. Er hatte eine Frostbeule am linken Fuss, der Zehennagel begann schon schwarz zu werden. Vilhelm machte sich darüber nicht viele Gedanken. Er dachte, er hätte sich irgendwo angeschlagen und schenkte dem Zeh keine weitere Beachtung. Erst einen Monat später ging er zum Arzt. Zwei Zehen mussten amputiert werden, und das ohne Narkose. Während der Operation litt Vilhelm grosse Schmerzen. Nach der Amputation wurde er nicht im Hospital behalten, sondern noch am gleichen Tag nach Hause geschickt.
Ein dreimonatiger Alptraum folgte. Vilhelm hatte schier unerträgliche Schmerzen, nachts konnte er kaum ein Auge zutun. Seine Verzweiflung und seine Schmerzen wuchsen täglich. Die Wunde hatte sich entzündet und Wundbrand gebildet. Der drohte auf das Bein überzugreifen. Endlich fand Vilhelm einen Arzt, der ihn behandelte. Vilhelm musste noch dreimal operiert werden. Beim letzten Eingriff wurde sein Bein amputiert. Die ganze Zeit stand seine Frau Elena ihm zur Seite und unterstützte ihn, wo sie nur konnte. Ihre Tochter (die 19-Jährige heisst ebenfalls Elena) leidet sehr, wenn sie ihren Vater mit dem Beinstumpf anschaut.
Vilhelm wünscht sich, richtige Hosen tragen zu können. Aber ohne eine Beinprothese ist das nicht möglich. Seit einigen Jahren lebt Vilhelm mit nur einem Bein. Eine Prothese konnte er sich nie leisten. Sein einziges monatliches Einkommen ist eine Invalidenrente in Höhe von 70 Franken (55 Euro).
Auch Vilhelms Frau Elena ging es gesundheitlich nicht gut in den vergangenen Jahren. Sie hat starke Darmbeschwerden. Auch sie musste viermal operiert werden. Vilhelms grösster Wunsch ist eine Beinprothese. Dafür benötigt er mindestens 500 Franken (390 Euro). Wenn er diesen Betrag vorweisen kann, gibt die Regierung das restliche Geld dazu. Mit Ihrer Hilfe wird Vilhelm bald wieder gehen können.
Projekt Nr. 1583, "Beinprothese Vilhelm"



Rumänien
Eltern haben kein Geld für Unterrichtsmaterial – Diaconia will helfen
Acht Kinder müssen sich einen Stift teilen
Familie Irimie ist arm. Der Vater arbeitslos, die Mutter Hausfrau. Sie haben kein Geld für Essen. Die Kinder müssen oft hungrig ins Bett. Es bleibt kaum Geld für Schulmaterial übrig.
Familie Irimie besteht aus den Eltern Tatiana und Nicolae und ihren acht Kindern: Nicoleta (19), Alin (17), Estera (16), Reeca (15), David (13), Sabina (12), Ionatan (10) und Abel (8). Es ging der Familie gut, solange Nicolaes Vater am Leben war. Er war Bauer und hatte seine eigene Landwirtschaft mit Kühen, Schafen und Hühnern. Die Kinder begleiteten ihren Grossvater zum Kühe melken und bekamen dann auch immer warme frische Milch. Vor sechs Jahren starb der Grossvater. Mit seinem Tod begannen die Probleme. Nicolae verlor seine Arbeit als Fahrer. Seitdem versucht er vergeblich, eine neue Stelle zu finden.
Die Familie bekommt Kindergeld und einen Schulzuschuss. Tatiana ist Hausfrau. Sie muss sich Geld von Nachbarn und Freunden leihen, um die laufenden Rechnungen begleichen zu können. Als die Kinder im vergangenen Jahr zur Schule gingen, konnten Nicolae und Tatiana gerade einmal ein Buch und einen Stift kaufen. Und das müssen sich die Kinder teilen. Die Kinder sind bis zu zehn Stunden in der Schule und müssen deshalb Verpflegung mitnehmen. Auch der Schulbus muss bezahlt werden. Allein dafür benötigt die notleidende Familie jeden Monat 140 Franken (110 Euro).
Tatiana hat Probleme mit ihrer Schilddrüse. Aber seit einigen Jahren war sie nicht mehr beim Arzt, weil sie ihn nicht bezahlen kann. Alle Kinder bräuchten eigentlich eine medizinische Untersuchung. Doch auch die können sich die Irimies nicht leisten.
Am dringendsten werden Essen für die Kinder und Schulsachen wie Bücher und Stifte benötigt. Die Eltern beten jeden Tag zusammen mit ihren Kindern. Sie bitten Gott, doch ein Wunder geschehen zu lassen. Sie können mithelfen, dass diese Gebete erhört werden!
Projekt Nr. 1584, "Familie Irimie"



Rumänien
Sechs Kinder leben mit ihren Eltern in einer Notunterkunft
Familie Zecheru kämpft ums Überleben
Ihre Körper sind schwach, ihre Augen schauen traurig und ihr Immunsystem bietet nicht mehr genug Schutz gegen Krankheiten. Robert (26) und Ana-Maria (26) Zecheru leben mit ihren sechs Kindern am Rande des Existenzminimums. Jeder Tag ist für sie ein Kampf ums nackte Überleben.
Seit nun fast zehn Jahren wohnen die Eltern mit ihren Kindern in einer kleinen, zerfallenen Behausung. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit werden die Kinder oft krank. Das Risiko, an Tuberkulose zu erkranken, ist hoch.
Vom ersten Atemzug an war das Leben von Robert ohne gute Zukunftsaussichten. Mit nur 900 Gramm Gewicht erblickte er 1984 das Licht der Welt. Die Ärzte warteten auf seinen Tod. Seine Mutter wusste nicht, wie sie mit der Situation umgehen sollte. Sie gab den erst wenige Stunden alten Säugling einer Arbeitskollegin, die ihn mit Büffelmilch und Honig vor dem Tod rettete.
Seinen Vater hat Robert nie kennengelernt. Mit 16 traf er dann schliesslich seine grosse Liebe Ana-Maria. Die beiden heirateten. Nach den ersten drei Kindern Maria (9), Constantin (7) und Anna (4) kamen Stefanie (2), Andra (2) und Antonia (9 Monate). Die Eltern lieben ihre Kinder sehr, doch sie bekommen sie nicht satt.
Robert ist ein sehr fleissiger Mann. Er arbeitet, wo er nur kann, um seiner Familie ein Dach über dem Kopf und Essen auf dem Tisch zu bieten. Vor zwei Jahren hatte Ana-Maria einen schweren Unfall. Sie musste zwei Wochen im Krankenhaus bleiben. Diese Zeit nutzte ihre geistig behinderte Mutter, um Robert aus der gemeinsamen Wohnung zu werfen. Er musste kurzzeitig auf der Strasse leben und flehte täglich den Staat an, ihm eine Wohnung für seine Familie zuzuweisen. Und das Wunder geschah: Sein Flehen wurde erhört, und er bekam ein kleines Haus zur Verfügung gestellt. Die Wohnbedingungen sind jedoch katastrophal. Es gibt kein fliessendes Wasser und keine Heizung. Der Boden ist kalt und die Wände sind feucht.
Robert kam zu Diaconia und bat eindringlich um jede noch so kleine Hilfe. Er möchte seine Kinder nicht verlieren, doch wenn er sie nicht versorgen kann, werden sie ihm weggenommen. Seine Kinder sind sehr lieb und gut erzogen. Die schon zur Schule gehen, haben durchweg gute Noten.
Bitte verhelfen Sie der Familie zu einem besseren Zuhause. Bringen sie die Kinderaugen wieder zum Strahlen! Gott segne Sie dafür!
Projekt Nr. 1585, "Dach über dem Kopf"



Armenien
Die Diaconia-Bäckerei in Jerewan gilt als eine der modernsten und besten des Landes
Schweizer Brot auf armenischen Tischen
Auf Initiative der Frau des armenischen Aussenministers fand im Rathaus von Jerewan eine Gewerbe-Expo mit verschiedensten nationalen und internationalen Organisationen statt. Konstantin Obolensky, Leiter des Büros der Schweizer Botschaft in Armenien, hatte dazu die Bäckerei von Diaconia eingeladen. Stolz präsentierte er zusammen mit seiner Frau gleich selbst die nach Schweizer Rezepten hergestellten Diaconia-Brote. Die bestehenden guten Beziehungen zwischen Diaconia und dem Büro der Schweizer Botschaft in Armenien wurde durch diesen Anlass weiter gestärkt.
Nach zwei Jahren Aufbauarbeit ist die Diaconia-Bäckerei heute in der Lage, ein Sortiment von sieben hochqualitativen Broten herzustellen. Dieses reicht von Buurebrot und Butterzopf über Tessinerli bis hin zu Mais-, Buchweizen- und Vollkornbrot. Als Spezialität offeriert die Diaconia-Bäckerei das jüdische Chala-Brot, welches sich nicht nur in der jüdischen Gemeinschaft zunehmender Beliebtheit erfreut.
Der armenische Aussenminister Eduard Nalbandjan besuchte den Diaconia-Stand persönlich. Begleitet war er vom Bürgermeister von Jerewan, verschiedenen armenischen Politikern und Geschäftsleuten. Es war erfreulich zu hören, dass die Diaconia-Brote und deren Qualität offenbar den meisten Besuchern bereits bekannt waren. Im Sog der illustren Besucherschar tummelte sich eine Vielzahl von Medienleuten. Darunter befand sich auch die russischsprachige Zeitung Delovoy Ekspress. Im Interview mit dieser Zeitung erklärte Sargis Svarjan, Leiter des Diaconia-Berufsausbildungszentrums: „Diese Bäckerei ist die einzige in Armenien, die Brote mit europäischer Technologie und nach schweizerischen Rezepten produziert. Sie wurde von der Hilfsorganisation Diaconia gegründet und wird auch weiterhin von dieser unterstützt.“ Im Interview verwies Sargis auch auf die regelmässige Beratung durch Andreas Dossenbach, Fachlehrer der Bäckereifachschule Richemont aus Luzern, der mit seinem persönlichen Einsatz die Qualität der Produkte hoch hält.
Das Diaconia-Brot übertrifft die Qualität anderer lokaler Brote in Jerewan deutlich. Es ist Diaconia ein Anliegen, in Armenien nicht nur beim Produkt selbst, sondern auch in der Führung der Mitarbeiter, in der Transparenz der Buchhaltung und in der Einhaltung von christlichen Geschäftsprinzipien eine Vorreiterrolle einzunehmen. Basierend auf diesen starken Werten möchte Diaconia die Mitarbeiterförderung, die Lehrlingsausbildung und den nachhaltigen Aufbau von Arbeitsplätzen in Armenien fördern. 2009 lebten gemäss einer Studie des Internationalen Währungsfonds IWF in Armenien rund 29 Prozent der Bevölkerung unter der Armutsgrenze.
Seither ging die Wirtschaftsleistung um alarmierende 12 Prozent zurück, und heute sind Schätzungen zufolge mehr als 30 Prozent der Menschen in Armenien arbeitslos. Grund genug für Diaconia, den eingeschlagenen Weg der Arbeitsplatzförderung und der Lehrlingsausbildung weiterzugehen, um in diesem ersten christlichen Land der Erde die Lebenssituation für viele Menschen weiter zu verbessern. Noch trägt sich die Bäckerei nicht selbst und ist auf Ihre Unterstützung angewiesen. Die Verantwortlichen hoffen, dass sie eines Tages Überschüsse erzielt, die dann der Hilfsarbeit von Diaconia zugute kommen.
Projekt Nr. 1586, "Diaconia-Bäckerei"



Nepal
Kämpfer der Rebellen stehen jetzt unter Kontrolle der Regierung
Endlich Hoffnung auf Frieden
Seit Jahren wird der kleine Himalaya-Staat Nepal von Bürgerkrieg und Unruhen erschüttert. Nun gibt es Signale, dass in den Dörfern zwischen den höchsten Bergen der Erde die Gewalt ein Ende haben könnte: Im Rahmen einer Friedensvereinbarung hat der Anführer der früheren kommunistischen Rebellen das Kommando über seine Kämpfer der Regierung übertragen. Der Chef der Kommunisten, Pushpa Kamal Dahal, traf sich mit dem nepalesischen Ministerpräsidenten Madhav Kumar Nepal. Gemeinsam liessen sie Luftballons steigen.
Der Ministerpräsident erklärte, die Regierung trage nun die gesamte Verantwortung für die Aufsicht, die Integration und die Resozialisierung der früheren Rebellen. Er hisste die nepalesische Flagge über dem Lager. Regierung und Rebellen hatten sich Anfang Januar darauf geeinigt, die 19.000 Mann starke Rebellentruppe unter die Aufsicht einer Sonderkommission zu stellen.
In den drei christlichen Kinderheimen, die Diaconia in dem mehrheitlich hinduistischen Bergstaat unterstützt, beten Kinder, Hauseltern und Lehrerschaft ebenfalls um Frieden und Sicherheit. Und sie schliessen die Diaconia-Freunde in ihre Gebete ein! Denn ohne deren Unterstützung wäre es nicht möglich, arme Kinder mit Nahrung, Kleidung, Unterkunft und einer guten Schulbildung versorgen zu können. Ganz herzlichen Dank für Ihre Solidarität mit den Menschen auf dem „Dach der Welt“!
Projekt Nr. 1587, "Nepalhilfe"