Report
Ausgabe 03, März 2012


Armenien
Vier Schwestern teilen sich ein Bett – Kinder schämen sich für ihre Armut
Schreckliche Verhältnisse in alter Wellblech-Hütte

Angela Howhannesian (49) hat viel durchgemacht: Sie wuchs in Armut auf, heiratete einen Alkoholiker, wurde verprügelt, verlor ihren dreijährigen Sohn durch eine Hirnhautentzündung. Mittlerweile ist sie erneut verheiratet, hat vier Töchter und ist bitterarm. Die Familie lebt unter menschenunwürdigen Bedingungen in einer alten Wellblech-Hütte.

Angelas grösster Traum ist es, ein anständiges Zuhause zu haben. Mit ihrem Ehemann Razmik lebte sie mehr als zehn Jahre lang in einem alten Bus. Hier wurden ihre vier Töchter Aschchen (13), Azniw (11), Astghik (8) und Arewik (6) geboren. 2007 wurde der Familie vom Staat die Wellblechhütte zur Verfügung gestellt.

Die Hütte ist ein Kasten mit zwanzig Quadratmeter Fläche und besteht aus einem einzigen Zimmer. Es gibt nur zwei kleine Fenster, durch die kaum Licht in den Raum dringt. Gekocht und geheizt wird mit einem alten Ofen. Im Winter ist die Hütte voll Rauch, der das Atmen erschwert. Das ganze Mobiliar sind ein Tisch, ein paar Stühle, ein Sofa und zwei Betten. Vier Schwestern müssen sich ein Bett teilen. Diese Umstände sind sehr hart für die Familie, denn es mangelt an allem, was man für ein normales Leben braucht.

Im Sommer verdingt sich Razmik als Tagelöhner, meist als Hilfskraft in der Landwirtschaft. Das ist anstrengend und schlecht bezahlt. Sein Verdienst ist so gering, dass es nur für das tägliche Brot reicht. Razmik hat vor der Hütte einen kleinen Obstgarten angelegt. Mit dem Verkauf der wenigen Früchte konnte er das Geld für die Schulbücher der Kinder aufbringen. Das einzige stabile Einkommen der Familie ist die soziale Unterstützung vom Staat, eine lächerliche Summe – umgerechnet 60 Franken (50 Euro) im Monat für sechs Personen.

Die Kinder schämen sich in der Schule. Sie haben nur Lumpen als Kleider und ein einziges Paar kaputter Schuhe. Aschchen ist 13 Jahre alt, sie ist freundlich und fleissig. Sie hilft der Mutter im Haushalt und bei der Beaufsichtigung der jüngeren Schwestern. Ausserdem versorgt sie die Hühner, die die Familie hält, und entlastet ihre Mutter dadurch zusätzlich. Sie träumt von einer eigenen Ecke in einem hellen und sauberen Haus und wünscht sich, Ärztin zu werden. Azniw mag Musik und träumt von einem Klavier. Astghik würde gerne einen Sportunterricht besuchen.

Angela hat nie die Hoffnung aufgegeben und ist zuversichtlich, dass sich das Leben zum Besseren wenden wird. Diaconia möchte die Last dieser armen Familie erleichtern, damit sie unter menschenwürdigen Bedingungen leben kann. Jede kleine Hilfe und Zuwendung ist willkommen, um die schrecklichen Lebensbedingungen zu verbessern.

Projekt Nr. 1708, "Wohnraum für vier Mädchen"

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Armenien
Susanna Aleksanian ist pflegebedürftig und sehbehindert – Aber die 64-jährige Frau kämpft unermüdlich für eine bessere Zukunft
Grossmutter baut für ihre drei Enkelkinder ein Wohnhaus

Im Laufe ihres Lebens hat die 64-jährige Susanna Aleksanian viele Schwierigkeiten überwinden müssen. Bis heute führt sie einen harten Kampf ums Überleben. Die arme Frau, die eigentlich selbst Pflege und Sorge braucht, kümmert sich hingebungsvoll um ihre verwaisten Enkelkinder.

1963 war Susanna aus ihrem Heimat-dorf Talin in die Hauptstadt Jerewan gezogen und hatte im Institut für Rechentechnik studiert. Nach ihrem Abschluss heiratete sie Rafik, der als Lokführer arbeitete. Dem Ehepaar wurden drei Kinder geschenkt: zwei Söhne und eine Tochter. Mit dem Zerfall der Sowjetunion verloren Susanna und Rafik ihre Arbeitsstellen. Beim verheerenden Erdbeben 1988 kamen die meisten Verwandten Rafiks ums Leben. Er wurde depressiv und erlitt bald darauf einen Herzinfarkt. Der arme Mann war schon gesundheitlich stark angeschlagen – den zweiten Infarkt überlebte er nicht.

Der Tod von Rafik war eine grosse emotionale und finanzielle Belastung für seine Familie. Sie versank in Not. Susannas Söhne Aschot und Arthur waren schon verheiratet, hatten eigene Kinder, lebten aber immer noch im Elternhaus. Susanna begann mit ihrem ältesten Sohn Aschot auf dem Markt zu arbeiten. Sie verkauften Obst und Gemüse. Der zweite Sohn Arthur nahm als Freiheitskämpfer am Krieg um Berg-Karabach teil. Bei einem Gefecht wurde er schwer verletzt und kehrte als invalider zurück.

Für ihn war es besonders schwer, eine Anstellung zu finden. Arthur übernahmGelegenheitsarbeiten, sein Verdienst aber war zu gering, um Gas- und Stromrechnungen zu begleichen und Nahrung und Kleidung für seine drei Kinder zu kaufen. In seiner Verzweiflung lieh er sich immer wieder Geld von Bekannten.

Arthur hatte Anspruch auf Leistungen des Verteidigungsministeriums, da er im Krieg verwundet wurde. Im Jahre 2000 bekam er eine kleine Wohnung in einem Wohnheim als Entschädigung. Im Laufe der Jahre war seine Familie aber schon in einem riesigen Schuldenberg versunken. Die Gläubiger fragten jeden Tag nach ihrem Geld. Arthur war gezwungen, die Wohnung zu verkaufen, um die Schulden zurückzuzahlen. Seine Familie war wieder obdachlos.

„An einem kalten Dezembertag besuchte ich Arthur. Seine Kinder sassen da bei Kerzenschein, eingehüllt in Decken. Es war eiskalt im Zimmer. Der Kühlschrank war leer, es gab nichts zu essen. Was konnte ich machen? Meine Rente reichte nur für einen Sack Kartoffeln. Aschot gab etwas Brennholz“, berichtete Susanna mit Tränen in den Augen.

2006 erlitt Arthur einen Schlaganfall. Susanna pflegte ihren Sohn mit Hingabe, aber er kam nicht mehr zu Bewusstsein. 2009 heiratete Arthurs Frau zum zweiten Mal und verliess ihre drei Kinder. Susanna übernahm die Vormundschaft für ihre drei Enkelkinder. Sie beschloss, für sie ein kleines Haus zu bauen. Arthurs Freunde sammelten Geld. Auf einem kleinen Stückchen Land begannen sie mit dem Bau, jedoch ging ihnen das Geld aus und die Arbeiten kamen zum Erliegen.

Susanna denkt nicht an die dringend nötige Augenoperation, die sie vor der völligen Erblindung retten könnte. Ihr vordringlichstes Problem ist das Haus. „Wenn wir nur das Dach decken und ein kleines Zimmer vollenden könnten“, hofft sie. Ihr sehnlichster Wunsch ist es, dass ihre Enkelkinder ein normales Leben führen können.

Diaconia möchte helfen und für die Familie eine warme, wohnliche und gemütliche Unterkunft errichten. Diaconia ist für sie der letzte Rettungsanker. Bitte schenken Sie diesen Menschen in Not neue Hoffnung!


Projekt Nr. 1709, "Hausbau Susanna"

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Armenien
Flammen vernichten ganzen Besitz der Familie – Es fehlt am Nötigsten – Aufwändige Sanierungsarbeiten
Wohnung ist nach verheerendem Feuer unbewohnbar

Familie Petrosian hat beim Brand ihres Wohnhauses innerhalb weniger Minuten ihr gesamtes Hab und Gut verloren. Nun ist das Haus unbewohnbar, die Familie weiss nicht, wie es weitergehen soll. Notwendig ist eine umfassende Sanierung, um den gesundheitsschädlichen Russ zu entfernen, der sich überall festgesetzt hat.

Vor dem Feuer lebte Kajik Petrosian mit seiner Ehefrau Galina in geordneten Verhältnissen. Beide arbeiteten hart und konnten mit ihrem Verdienst ein eigenes bescheidenes Haus finanzieren. Sie zogen drei Kinder auf: die Söhne Gagik und Aschot und die Tochter Anna. Alle drei bekamen eine Universitätsausbildung. Aber nur Anna fand eine Anstellung in ihrem Beruf, sie ist Lehrerin. Gagik und Aschot, ausgebildete Ingenieure, arbeiten als Fahrer. Gagik und Anna haben nach der Heirat das Elternhaus verlassen und wohnen mit ihren Familien in eigenen Wohnungen. Im Haus von Kajik blieb Aschot mit seiner Frau und zwei Kindern.

An jenem Tag, der alles veränderte, war Aschot alleine zu Hause. Die Kinder waren in der Schule, seine Frau war einkaufen gegangen. Kurz vor Sonnenaufgang war Aschot von der Nachtschicht nach Hause gekommen. Er war so müde, dass er sich gleich auf das Sofa legte und einschlief. Als er aufwachte, stand das Zimmer in Flammen. Aschot konnte sich noch in Sicherheit bringen, er erlitt nur eine leichte Rauchgasvergiftung. Das Feuer griff schnell auf weitere Räume des Hauses über. Nachdem Aschot Alarm geschlagen hatte, eilten seine Nachbarn zu Hilfe. Sie konnten die Flammen löschen, noch bevor die Feuerwehr eintraf.

Der Brand hat enormen Schaden verursacht. Alles im Haus wurde zerstört. Das Hauptproblem war nicht das Feuer selbst, sondern der giftige Rauch, der bis in die kleinsten Ritzen des Hauses drang und von den Böden über die Wände und Decken bis zu den Möbeln und Kleidern alles unbrauchbar machte.

Brandursache war vermutlich ein Funkenflug aus dem Holzofen. Das Haus muss nun vollständig renoviert und der gesamte Hausrat neu gekauft werden.

Die Familie hat keine Ersparnisse, auf die sie zurückgreifen könnte. Aschots Geschwister unterstützten ihn in dieser schweren Zeit nach Kräften, sind aber selbst arm.

Die Familie ist dringend auf Hilfe angewiesen. Diaconia möchte neue Betten und einige Möbel zur Verfügung stellen, sowie Bettwäsche und Decken, Kleidung und Schuhe für die Kinder. Möglich wird dies alles durch Ihre Unterstützung. Dafür ganz herzlichen Dank!


Projekt Nr. 1710, "Hilfe nach Wohnungsbrand"

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Russland
Staatliche Unterstützung reicht nicht einmal fürs Essen – Viele Kinder sind Waisen
Therapiezentrum hilft kleinen Tuberkulose-Patienten

Diaconia möchte ein Therapiezentrum für Kinder in Saltykovka, einer kleinen Stadt in der Nähe von Moskau, unterstützen. Behandelt werden dort verschiedene Arten von Tuberkulose (TB). Auch die Nachbetreuung von TB-Erkrankungen kann dort erfolgen. Die Anzahl der erkrankten und auf Behandlung angewiesenen Kinder steigt jährlich. Momentan befinden sich im Therapiezentrum 102 Kinder im Alter von drei bis zwölf Jahren.

Die Hälfte dieser Kinder sind Waisen. Sie wohnen teils schon seit Jahren dort. Andere kommen aus sehr armen Familien und bleiben zwei bis drei Monate zur Behandlung. So werden in jedem Jahr etwa 700 Kinder in diesem Therapiezentrum behandelt.

Es gibt vier Gruppen: zwei Vorschul- und zwei Schulkinder-Gruppen. Die kleinen Patienten werden stationär aufgenommen und während ihres Aufenthalts in der speziell dafür eingerichteten Grundschule unterrichtet.

Im Therapiezentrum arbeiten insgesamt 20 Mitarbeiter, neben Ärzten und Krankenschwestern auch Lehrer. Nicht viele Menschen sind bereit, für den geringen Lohn dort zu arbeiten. Die meisten Mitarbeiterinnen sind ältere Frauen, die schon seit vielen Jahren, wenn nicht Jahrzehnten, dort beschäftigt sind. Da diese Mitarbeiterzahl bei weitem nicht ausreicht, arbeiten einige der Angestellten zusätzlich viele Stunden pro Monat freiwillig und unentgeltlich.

Der Staat bezahlt pro Tag nur 3 Franken (2,50 Euro) pro Kind. Dieser Betrag beinhaltet die komplette staatliche Unterstützung: Nahrung, Kleidung, Sanitär- und Hygieneartikel, Spielsachen, Bücher… Jedoch reicht dieser kleine Betrag noch nicht einmal für das Essen aus. Aber gerade bei diesen kleinen Tuberkulosepatienten stellt gesunde und ausgewogene Nahrung einen wichtigen Bestandteil der Therapie dar. Zusätzlich stellt der Staat noch Medikamente zur Behandlung zur Verfügung, jedoch nicht in ausreichendem Mass. Das ist ein grosses Problem.

Es gibt verschiedene Gebäude im Therapiezentrum. Die meisten Häuser wurden bereits im Jahr 1936 errichtet und bestehen aus Holz. Sie sind in einem sehr schlechten Zustand, seit Jahren wurde nichts mehr renoviert oder erneuert. Auch die Einrichtung ist sehr alt. Der Aussenbereich besteht aus einem grossen Park, der jedoch mittlerweile verwildert ist und eher an einen Wald als an einen Park erinnert. Der einzige Spielplatz aus früheren Tagen ist völlig zerstört und kann nicht mehr betreten werden.

Maxim Poltavets ist drei Jahre alt. Sein Vater ist drogenabhängig und seine Mutter Alkoholikerin. Auch sie leidet an Tuberkulose. Sie hat sich nie um Maxim und seinen älteren Bruder gekümmert, noch nicht einmal zu essen haben sie bekommen. Wenn nicht Nachbarn Hilfe geholt hätten, wären diese beiden Jungs verhungert. Ärzte brachten die beiden ins Therapiezentrum, wo sie sofort auf die Intensivstation kamen und ihr Leben gerettet wurde.

Katya Zagranichnaya ist acht Jahre alt. Den Eltern, beide alkoholabhängig, wurde das Sorgerecht entzogen. Seit nunmehr sieben Jahren lebt Katya im Therapiezentrum. Sie war ernsthaft an Tuberkulose erkrankt. In einer Operation musste ihr ein Teil der Lunge entfernt werden. Sie leidet auch unter mentalen Störungen und benötigt dringend eine spezielle Behandlung.

Borya Zyuzyukin ist sieben Jahre alt. Er ist Vollwaise und lebt im Therapiezentrum. Er hat mentale Störungen, die sich manchmal durch starke Nervenreaktionen bemerkbar machen. Auch er benötigt dringend eine spezielle Behandlung durch einen qualifizierten Arzt.

Diaconia möchte dem Therapiezentrum mit aktuell dringend benötigten Sachen helfen. Dazu zählen Nahrungsmittel wie Fleisch, Fisch, Käse, Obst und Gemüse; Kleidung und Bettsachen; Möbel sowie Utensilien für die Schule und Hygieneartikel. Bitte helfen Sie mit, die Not dieser kranken Kinder zu lindern!


Projekt Nr. 1711, "Tuberkulosekranke Kinder"

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Rumänien
Kinder hungern in eiskalter Baracke – Diaconia möchte nachhaltig helfen
Grossfamilie auf Rinderfarm ausgenutzt und betrogen

Die achtköpfige Familie Mititelu braucht dringend Hilfe, um den brutal harten, langen rumänischen Winter zu überstehen. Eltern, Kinder und zwei Enkelkinder hausen in einer kalten Baracke ohne Strom und Wasseranschluss, zeitweise müssen die Kinder hungern.
Paul und Angelica Mititelu sind seit 24 Jahren glücklich verheiratet. Ihr ganzes Leben war geprägt von harter Arbeit. Paul hat jede Arbeit angenommen, um seine Familie zu versorgen, auch wenn sie noch so schwer und schlecht bezahlt war.

Die Familie hoffte auf eine Dauerbeschäftigung, als ein Geschäftsmann ihnen anbot, auf seine Rinderfarm zu ziehen und sich dort um die Kühe zu kümmern. Aber die Ernüchterung folgte schnell: Paul erhielt nicht den versprochenen Lohn, sollte sich aber verantwortlich um 50 Kühe kümmern. Die Kinder mussten die Tiere melken, ausserdem war die Familie für das Füttern und Misten verantwortlich. Angelica unterstützte ihren Mann nach Kräften. Sie hatte jedoch einen Unfall, stürzte bei der Arbeit sieben Meter tief und zog sich eine schwere Rückenverletzung zu. Vom Besitzer wurden sie als faul beschimpft, obwohl sie von früh bis spät schufteten. Als der Mann die kargen Lohnzahlungen schliesslich ganz einstellte, verliess die Familie die Rinderfarm.

Die Familie fand die Baracke als Notunterkunft. Paul dichtete das Dach ab, so dass es möglich war, dort den Winter zu überleben. Aber die Not ist offensichtlich, es fehlt sogar an ausreichendem Essen.Wasser muss aus 100 Metern Entfernung ins Haus getragen werden. Es gibt weder Strom noch eine ausreichende Heizung. Der älteste Sohn Bogdan hat es geschafft, einige Kaninchen aufzuziehen, ein Hoffnungsschimmer. Vom Staat bekommt die Familie nur 35 Franken (29 Euro) Kindergeld im Monat.

Die Diaconia-Mitarbeiter in Brasov möchten dieser Familie nachhaltige Hilfe zur Selbsthilfe leisten. Da sie sich mit Tierpflege gut auskennen, könnte dies ihre künftige Lebensgrundlage sein. Zunächst geht es jedoch darum, die Familie mit dem Nötigsten zu versorgen, damit sie den Winter übersteht. Dazu bedarf es Ihrer Unterstützung!

Projekt Nr. 1712, "Winterhilfe Familie Mititelu"

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Rumänien
Ana Maria ist am Ende ihrer Kräfte – Eltern sind alkoholabhängig
Epilepsiekranke junge Frau muss vor ihrer eigenen Familie flüchten

Ana Maria ist 21 Jahre alt und wohnt als Mitmieterin bei einer 54-jährigen Frau. Sie selbst ist Epileptikerin, ihre Mitbewohnerin ist nierenkrank. In dem Haus der beiden kranken Frauen gibt es kein fliessendes Wasser, aber haufenweise Ungeziefer.

Ana kommt aus einer zerrütteten Familie. Ihr Vater war Alkoholiker und hat sie oft geschlagen. Als ihre Mutter es nicht mehr aushielt, beendete sie die Beziehung. Von da an wurde es für Ana immer schwerer. Schliesslich verkaufte die Mutter ihre Wohnung und ging mit dem Geld zurück zu ihrer Familie nach Galati. Dort baten ihre neun Brüder sie darum, ihnen dabei zu helfen, sich in Spanien niederzulassen. Sie versprachen ihr, sie und ihre Kinder nachzuholen, sobald es möglich wäre. Doch ihre Brüder liessen sie einfach zurück.

2009 kam die Mutter mit Ana und ihrem Bruder wieder zurück nach Brasov und ging ihrer alten Arbeit als Putzfrau in einer Schule nach. Die ernsten Probleme begannen, als Anas Bruder die Schule abgeschlossen hatte. Anas Mutter wurde Alkoholikerin. Sie versuchte, ihre Tochter mit einem wohlhabenderen Mann zu verheiraten. Doch Ana wehrte sich standhaft dagegen. Auch der Bruder verfiel dem Alkohol, einmal wollte er seine Schwester im Rausch umbringen. Ana sah keinen Ausweg mehr und flüchtete von zu Hause. Ihre Mutter verbot ihr, wieder zurückzukommen. Zeitweise lebte sie auf der Strasse und schlief nachts in Hauseingängen. Ihre Cousine fand sie dort und brachte sie zu der Frau, bei der sie nun wohnt.

Ana hat kein eigenes Einkommen, muss aber Strom und Gas bezahlen. Da sie Epileptikerin ist, müsste sie eigentlich einmal pro Jahr zu einer Gehirn-Untersuchung. Ausserdem braucht sie verschiedene Medikamente. Die hohen Kosten kann sie unmöglich selbst tragen. Sie kam zu Diaconia und bat um Hilfe, damit sie die monatlichen Behandlungen und auch Essen bekommt. Mit Ihrer Hilfe kann es dieser leidgeprüften jungen Frau schon bald besser gehen. Bitte helfen Sie!


Projekt Nr. 1713, "Nothilfe Ana Maria"

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Rumänien
Sie sind so arm, dass sie nicht einmal heiraten können – Vater übernachtet im Auto
Vierköpfige Familie auf die Strasse gesetzt

Die 29-jährige Nicoleta Plugaru wünscht sich nichts sehnlicher als eine Wohnung. Demnächst muss sie aus ihrer derzeitigen Unterkunft ausziehen. Sie weiss nicht, wo sie mit ihren Kindern Laurentiu (7) und Marius (5) hingehen soll. Vor einem Leben auf der Strasse hat sie grosse Angst.

Vor neun Jahren, Nicoleta war gerade 20 Jahre alt, lernte sie Marius kennen. Sie zogen zusammen in eine Mietwohnung und bekamen sehr schnell die gemeinsamen Kinder Laurentiu und Marius junior. Doch die schwierige Lage in Rumänien machte ihnen das Leben schwer. Es wurde immer härter für sie, und schliesslich waren sie sogar zu arm, um legal heiraten zu können.

Im Laufe der Jahre hat die Familie schon an vielen Orten gewohnt. Da es in Rumänien kein Gesetz zum Schutz von Mietern gibt, wurden sie mehrfach vor die Tür gesetzt.

Vater Marius arbeitet als Fahrer und verdient gerade mal 250 Franken (210 Euro) im Monat. Nachts bleibt er nicht bei seiner Familie, sondern schläft im Auto, weil in der Wohnung zu wenig Platz für alle ist. Er ist verzweifelt auf der Suche nach einem Dach über dem Kopf, aber jeder Vermieter will Geld im Voraus haben – Geld, das Marius und Nicoleta nicht besitzen.

Die Kinder bekommen nicht genug zu essen, ihre Gesundheit beginnt darunter zu leiden. Nicoleta erzählt, dass sie oft nur ein wenig trockenes Brot mit Margarine anbieten kann – das muss für den ganzen Tag reichen. Laurentiu ging schon zur Schule, aber weil seine Familie kein Geld und keine Wohnung hat, muss er jetzt wieder zu Hause bleiben. Er hat viel geweint, weil er so gerne in die Schule ging und dort so sein konnte wie jedes andere Kind in seinem Alter. Er und sein Bruder fragen oft, warum ihr Vater im Auto schläft und warum die Eltern unterschiedliche Nachnamen haben. Manche Fragen können sie beantworten, aber auf vieles haben sie selbst keine Antwort. In ihrer Verzweiflung kam Nicoleta mit ihren Kindern nach Brasov und bat Diaconia um Hilfe.

Sie braucht dringend Essen für die Kinder und einen Ort, an dem sie wohnen können. Mit Ihrer Spende kann das alles wahr werden!


Projekt Nr. 1714, "Brot für Nicoletas Kinder"

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Rumänien
Immer wieder glauben junge Leute, im Ausland ihr Glück zu finden – Diaconia warnt und klärt auf
Junge Rumänin von Entführern brutal misshandelt und umgebracht

Rund 1500 Tage lag der Leichnam von Marioara R. in einem Waldstück, bevor er jetzt entdeckt wurde. Das Mädchen aus Rumänien war Anfang 2008 in der irischen Hauptstadt Dublin entführt worden, sechs Wochen vor ihrem 19. Geburtstag. Sie wurde nach Angaben der Behörden mehrfach sexuell missbraucht und dann erschossen.

Die zierliche junge Frau war erst drei Wochen in Irland, als sie auf ihren Entführer traf. Ihre Familie war zwei Monate vorher mit einer Billigfluglinie nach Irland gekommen, in der Hoffnung auf ein besseres Leben. Sie fanden Unterschlupf in einem Haus ohne Strom und sanitäre Anlagen. Marioaras Familie zog bettelnd durch die winterlichen Strassen von Dublin.

An einem Sonntag war Marioara mit ihrem 15-jährigen Bruder Dumitru unterwegs, um Autofahrer anzubetteln. Die junge Frau sprach fast kein Englisch. Dennoch konnte ein Autofahrer sie davon überzeugen, in seinen Wagen zu steigen. Dumitru erzählte später, der Mann habe seine Schwester zum Essen in ein Schnellrestaurant eingeladen. Er sah sie nie wieder.

Marioara muss schnell bemerkt haben, dass sie entführt wurde. Sie war völlig hilflos in einem fremden Land, dessen Sprache sie nicht verstand, und war ihrem Kidnapper körperlich hoffnungslos unterlegen. Etliche Autofahrer müssen die Entführung beobachtet haben, aber keiner von ihnen meldete sich bei der Polizei als Zeuge.

Irgendwie gelang es der Entführten, kurzzeitig an ein Mobiltelefon zu kommen und ihren Bruder anzurufen. Sie konnte ein Strassenschild sehen, aber nicht sagen, wo sie war – sie hatte nie lesen gelernt. Dann brach die Verbindung ab.

Die Polizei geht davon aus, dass Marioara in einem Gebäude gefangen gehalten wurde, das etwa ein Jahr später in Flammen aufging. Ihr Körper wurde in das Wäldchen geworfen und mit etwas Erde bedeckt. Vermutlich war eine ganze Reihe von Kriminellen an den Vergewaltigungen beteiligt, die die junge Rumänin erleiden musste. Die Ermittler sprachen von einem äusserst brutalen Vorgehen der Verbrecher. Es gibt mehrere Tatverdächtige, von denen einige festgenommen wurden, aber Tathergang und Hintergründe liegen weiter im Dunkeln.

„Marioara können wir nicht mehr helfen“, bedauert Matthias Kipfer, der die Diaconia-Arbeit in Rumänien leitet, „aber hätte Marioara lesen können, wäre sie vielleicht gerettet worden. Hätte sie eine bessere Ausbildung geniessen können, hätte sie nicht nach Irland gehen müssen, um dort ein besseres Leben zu suchen.“

Diaconia möchte junge Frauen und Mädchen vor einem ähnlichen Schicksal bewahren. Im Diaconia-Zentrum in Brasov erhalten Mädchen Bildung, Beratung und konkrete Unterstützung. Diaconia-Mitarbeiter klären auch in Schulen über die brutalen Machenschaften von Menschenhändlern auf und warnen vor Auslandsreisen mit zwielichtigem Hintergrund. Diese gefährdeten jungen Frauen in Brasov und Umgebung sind auf Ihre Unterstützung durch Gebete und Gaben angewiesen!


Projekt Nr. 1715, "Kampf dem Menschenhandel"

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Albanien
Altes Gebäude in dem Bergdorf Shenmehill ist vom Einsturz bedroht
Eine Schule für die Ärmsten der Armen

Shenmehill ist ein armes christliches Bergdorf, etwa 800 Meter über dem Meeresspiegel gelegen, eine Autostunde von der albanischen Hauptstadt Tirana entfernt. Das grösste Problem des Dorfes ist die baufällige Grundschule. Wer es sich leisten kann, schickt seine Kinder in andere, entferntere Schulen. Zurück bleiben die Ärmsten der Armen, die den Unterricht in dem einsturzgefährdeten Gebäude besuchen müssen.

Die meisten Dorfbewohner sind Bauern, die sich mit Rinderzucht ein karges Einkommen erwirtschaften. Bürgermeister Sabri Sallaku schilderte den Diaconia-Mitarbeitern die Schwierigkeiten mit der Schule: „Das Gebäude wurde vor 78 Jahren errichtet. Weil es an Geld fehlte, wurde es nie renoviert. Vor vier Jahren ist das Haus dann teilweise eingestürzt.“ Seither besuchen etwa 80 Kinder aus dem Ort andere Schulen. Zum Teil fahren sie mit dem Bus, andere werden von ihren Eltern hingefahren. „Aber wer sich das nicht leisten kann, muss seine Kinder weiterhin in unsere marode Schule schicken“, erläutert der Bürgermeister.

Weil nur noch ein Klassenzimmer benutzbar ist, werden dort Kinder verschiedener Altersstufen unterrichtet. Aber auch in diesem Klassenraum sind die Kinder in Gefahr. In dem Bergdorf fällt oft Schnee, schnell können 30 oder 40 Zentimeter erreicht sein. Niemand weiss, ob die Decken und Wände des alten Schulhauses diese Last aushalten.

„Es ist riskant für die Kinder und auch für mich als Lehrerin“, weiss Violeta Doka, „ich habe schon zahlreiche Briefe an die Behörden geschrieben, aber unsere Lage hat das nicht verbessert. Wir haben Angst, dass Regenfälle die Decke aufweichen. Es ist extrem feucht hier drin, und das Einsturz-Risiko wird immer grösser.“

Der Bürgermeister setzt nun auf die Hilfe von Diaconia. Einsatzleiter Artan Metohu hat sich das Gebäude genau angesehen und weiss, was zu tun ist: „Wir müssen das Gebäude grundsanieren. Wir möchten Platz schaffen für vier Klassenzimmer und einen Kindergarten sowie funktionsfähige Toiletten.“ Zudem muss das Dach der Schule komplett erneuert werden.

Für das arme 1500-Einwohner-Dorf wäre eine funktionstüchtige Schule ein wahrer Segen. Nur mit einer guten Bildung haben die armen Schüler die Möglichkeit, später ein eigenständiges Leben führen zu können. Auch die 80 Kinder, die jetzt auswärts unterrichtet werden, möchten gerne an ihre heimische Schule zurückkehren.

Auch dieses Projekt kann nur mit Ihrer Unterstützung verwirklicht werden. Wir danken Ihnen sehr herzlich für Ihre Solidarität mit den armen Menschen in Albanien!


Projekt Nr. 1716, "Sanierung Bergschule"

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