Report
Ausgabe 03, März 2013


Rumänien
„Ich habe Angst um mein Leben“
Der 27-jährige Anton leidet unter Schmerz-Attacken im Bauchbereich

Anton stöhnt wie ein alter Mann, wenn er mit seinem kleinen Bruder Holz aus dem Wald holt. Dabei ist er erst 27 Jahre alt. Gemeinsam mit seiner Frau, seiner Tochter und seinem jüngeren Bruder lebt er in einem kleinen rumänischen Dorf. Armut ist hier allgegenwärtig. Fast jede Familie im Dorf muss hart kämpfen, um über die Runden zu kommen.

Anton arbeitet bereits seit seiner Kindheit als Tagelöhner. Nur für kurze Zeit konnte er die Schule besuchen. Mit der schweren Arbeit, die er gemeinsam mit seinem Bruder und einem Pferd im Wald verrichtet, verdient er nicht einmal genug, um ausreichend Nahrungsmittel kaufen zu können.

Anton mit seiner Frau vor ihrer beengten Hütte.


Immer öfter muss der 14-jährige Constantin die schwere Arbeit mit dem Pferd im Wald alleine übernehmen.


Der alte Ofen, der auch zum Kochen genutzt wird, ist die einzige Wärmequelle.


Vor einiger Zeit spürte Anton während der Arbeit im Wald plötzlich einen starken Schmerz im Bauch. Fast sei er ohnmächtig geworden, berichtet er. Seither kehren die Schmerz-Attacken in unregelmässigen Abständen wieder. Weil er nicht weiss, woher der Schmerz rührt, fürchtet Anton, dass es eine lebensbedrohliche Krankheit sein könnte. Vor allem aber belastet ihn die Tatsache, dass er oft kaum noch aus dem Bett aufstehen und deswegen nicht mehr arbeiten kann. Er hat viel Gewicht verloren und weiss, dass er eigentlich dringend zum Arzt müsste. Was er aber nicht weiss, ist, wie er einen Arztbesuch finanzieren soll. Er hat weder eine Versicherung noch genügend Geld. Sein Einkommen ist so gering, dass die Familie gar nichts mehr zu essen hätte, wenn er das wenige für einen Arztbesuch ausgeben würde.

Immer öfter übernimmt jetzt sein 14-jähriger Bruder Constantin die Arbeit als Tagelöhner mit dem Pferd. Längst ist er harte Arbeit gewohnt. Seine Mutter hat ihn als Kind bei seinem Bruder zurückgelassen. Seither hat Anton die Vaterrolle für ihn übernommen.

Anton hat die Diaconia-Mitarbeiter in Rumänien um Hilfe gebeten. Er hofft, bald wieder ohne Schmerzen arbeiten und für seine Familie sorgen zu können. Mit Ihrer Unterstützung ermöglichen Sie Anton einen Arztbesuch und die notwendigen Behandlungen und Medikamente.


Projekt Nr. 1845, "Behandlung Anton”

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Rumänien
Nur Schafsknochen für Knochenarbeit
Tagelöhner wird um seinen Lohn betrogen — Familie lebt in baufälliger Hütte

Wenn Trajan im Bett liegt, sieht er die Sterne. Es ist Winter und im Freien bitterkalt. Drinnen aber ist es nicht viel wärmer. Die kleine Hütte mit ihrem kaputten Dach, den losen Ziegeln und den weit offenen Seitengiebeln bietet wenig Schutz gegen den eisigen Winter in Sinca de Jos, rund 90 Kilometer entfernt von der Stadt Brasov.

Wenn es schneit, dringen die Schneeflocken auch ins Haus ein und machen dort, wo es sonst kein Wasser gibt, alles nass. Die Hütte ist weder an die Wasser- noch an die Stromversorgung angeschlossen. Die drei Kinder und ihre Eltern trinken Wasser aus einem nahegelegenen Fluss.

Trajans Sohn Adrian mit ein paar Schafsknochen: Der Lohn des Vaters für zwölf Stunden harte Arbeit.



Menschenunwürdig: das „Heim“ der fünfköpfigen Familie von Maria und Trajan. Hier müssen sie ausharren, auch dann, wenn die Temperaturen auf minus 28 Grad sinken.


Jeden Tag neu macht sich Trajan auf ins Dorf, um nach Arbeit zu suchen. Neulich hatte er welche gefunden. Es gab viel zu tun, und Trajan arbeitete zwölf Stunden lang. Ein paar Schafsknochen mit Fleischresten war alles, was er als Lohn für seine Arbeit erhielt.

Mit dem Kindergeld von 33 Franken (27 Euro) pro Kind kann die Familie nicht überleben. Hinzu kommt, dass Ehefrau Maria krank ist und das jüngste Kind, Stelian (8), an einer eiternden Ohrenentzündung leidet, die ohne Geld für die Medikamente nicht behandelt werden kann.

Es werden dringend eine trockene Unterkunft, Lebensmittel und Kleider für die Familie benötigt. Bitte helfen Sie den Diaconia-Mitarbeitern in Brasov, die Familie menschenwürdig unterzubringen. Herzlichen Dank für Ihre praktische Solidarität mit den Ärmsten!


Projekt Nr. 1546, "Wärme für Trajans Kinder"

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Rumänien
Glaube an Jesus beendet häusliche Gewalt
Sechsköpfige Familie leidet Not — Verdienst reicht nicht für Nahrung und Kleider

Mehr als 15 Jahre sind der 31-jährige Romica Ciurar und seine ein Jahr ältere Frau Julieta bereits ein Paar. Und das, obwohl Romica lange Zeit kein guter Vater und ein noch schlechterer Ehemann gewesen ist. Immer wieder schlug er Julieta und die Kinder, bis Julieta zum Glauben an Jesus Christus fand und begann, ihren Mann immer wieder von Neuem mit seinen Verfehlungen zu konfrontieren.

Anfangs brachte das noch mehr Spannungen in das Familienleben, weil Romica von all dem zunächst nichts wissen wollte. Doch vor sechs Jahren fand schliesslich auch er zu Gott. Seither hat sich vieles im Leben der Eheleute positiv verändert.

Julieta mit ihren vier Kindern: Die Hilfe von Diaconia ist der einzige Hoffnungsschimmer in ihrem trostlosen Alltag.


Anfangs brachte das noch mehr Spannungen in das Familienleben, weil Romica von all dem zunächst nichts wissen wollte. Doch vor sechs Jahren fand schliesslich auch er zu Gott. Seither hat sich vieles im Leben der Eheleute positiv verändert.

Gemeinsam mit ihren vier Kindern Larisa, Romina, Romica und Betuel leben sie in Tohanul Vechi, rund 50 Kilometer von Brasov entfernt, in einem Haus, das früher Romicas Eltern gehörte. Viel Platz aber gibt es dort nicht. Gerade einmal ein Zimmer steht ihnen zur Verfügung, und auch zu Essen gibt es oft nur sehr wenig. Romica hat zwar eine feste Arbeitsstelle als Müllmann, doch sein Gehalt beträgt nur 175 Franken (145 Euro) im Monat. Medizin kann er sich davon nicht leisten, dabei bräuchte er sie dringend, um seine Zuckerkrankheit, den Bluthochdruck und die Nierenprobleme behandeln zu lassen. Aber schon die Finanzierung der täglichen Bedürfnisse fällt mit diesem Einkommen schwer.

Die älteste Tochter Larisa musste die Schule bereits abbrechen, weil nicht genug Geld da war, um Schulsachen zu kaufen. Es mangelt an Kleidung und anderen Notwendigkeiten des Alltags. Darum kamen Julieta und Romica zu Diaconia.

Bitte helfen Sie mit, diese Familie aus ihrer Misere zu befreien und ihr einen Neuanfang zu ermöglichen. Romica, Julieta und die Kinder brauchen dringend Medikamente, Lebensmittel, Kleidung und Schulsachen. Gott segne Sie für Ihre Hilfe!


Projekt Nr. 1847, "Familienhilfe Ciurar"

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Albanien
Feuchtigkeit macht kleinen Jungen krank
Der vierjährige Ylgen leidet an Asthma — Im Kinderspital kann man ihm nicht helfen

Feuchtigkeit liegt in der Luft. Alte rostige Krankenhausbetten stehen in den Zimmern. Weil es weder Stühle noch Tische gibt, kauern sich die Angehörigen der jungen Patienten auf die Bettränder. Die Bettwäsche mussten sie selber mitbringen, das Budget des Kinderspitals von Shkoder reicht dafür schon lange nicht mehr aus.

Auch Seife und andere Hygieneartikel sucht man hier vergebens. Der Zustand des 1957 gebauten und für drei Bezirke mit insgesamt 250.000 Kindern zuständigen Spitals verschlechtert sich rasant.


Dem kleinen Ylgen geht es immer schlechter. Er leidet an Asthma.



Das Kinderspital in Shkoder ist in einem denkbar schlechten Zustand. Von den Wänden bröckelt die Farbe, und es fehlt an den grundlegendsten Dingen wie Seife und Bettwäsche.


Obwohl dieses Spital ein Hort verschiedenster Viren und Bakterien ist, muss der vierjährige Ylgen immer wieder dorthin kommen. „Unser Sohn hat allergiebedingt grosse Probleme beim Atmen“, erzählt Ylgens Mutter Albana. „Weil wir es uns nicht leisten können, die benötigte Medizin zu kaufen, müssen wir ihn immer wieder ins Spital bringen. Manchmal auch nachts.“ Doch über Erste Hilfe hinaus geht das, was dort für Ylgen getan werden kann, nicht. Auch im Spital erhält er keine Medikamente. Seit einem Jahr verschlechtert sich so sein gesundheitlicher Zustand immer weiter. Phasen, in denen es ihm besser geht, gibt es nicht mehr.

Die Eltern der Kinder des Kindergartens, den Ylgen besucht, haben Geld zusammengelegt und so immerhin einen Allergietest finanziert. Das Ergebnis: Weil er keine Medikamente gegen seine Allergien nehmen konnte, leidet er nun an Asthma. Der Arzt empfahl eine Reihe von Medikamenten einzunehmen, ihn an einem trockenen und warmen Ort unterzubringen und ihn auf eine auf die Medikamente abgestimmte Diät zu setzen. Doch die finanziellen Verhältnisse der Eltern haben sich durch die Diagnose nicht verändert. Sie haben kein Geld, um ihm all das zu geben.

Das Dach ihres Hauses ist seit 25 Jahren nicht repariert worden. Die Sozialhilfe reicht oft nicht einmal, um den Hunger der Eltern und ihrer drei Kinder zu stillen. An die Reparatur eines Daches ist da nicht zu denken, obgleich die eindringende Feuchtigkeit wahrscheinlich die Ursache für Ylgens Erkrankung ist. Und wer sollte die Reparaturarbeiten ausführen, wo doch Ylgens Vater nierenkrank ist.

Diaconia möchte zuallererst das Dach des Hauses reparieren und so die Ursache für Ylgens Erkrankung beseitigen. Ausserdem hofft Diaconia, mit Hilfe Ihrer Spenden die benötigten Medikamente für den Jungen finanzieren zu können. Schliesslich möchte Diaconia auch das Kinderspital in Shkoder unterstützen, das derzeit grosse Schwierigkeiten hat, Kranke angemessen zu versorgen. Gott segne Sie für Ihre Unterstützung!


Projekt Nr. 1848, "Hilfe für Ylgen"

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Projekt Nr. 1849, "Kinderspital Shkoder"

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Armenien
Ein Traum bringt die Lebenswende
Der Familienvater Armen Saghatelian leidet an einer Knieverletzung — Familie hat zeitweise nichts zu essen

Es ist mitten in der Nacht. Aber anstatt zu schlafen, blickt Armen in den Nachthimmel, beobachtet die Sterne und kann nicht aufhören zu grübeln. Seit er auf dem Parkplatz, auf dem er gearbeitet und in dessen Wächterhaus er einige Zeit gelebt hat, angefahren wurde, geht er am Stock. Jeden Tag leidet er unter starken Schmerzen. Mehr noch aber leidet er darunter, dass er seiner Frau Hasmik und den beiden Kindern Rusanna und Dawid keine Sicherheit bieten kann.

Seit er die Arbeit auf dem Parkplatz aufgeben musste, steht der Familie nichts weiter zur Verfügung als das staatliche Arbeitslosengeld von gerade einmal 38 Franken (32 Euro). Das reicht weder für die Miete noch für die weiteren Fixkosten wie Strom, Lebensmittel oder Kleidung. Wie soll man da Schlaf finden?

Noch ist Dawid zu klein, um zu wissen, dass im Kühlschrank kaum etwas zu finden ist. Wenn der Familie aber nicht schnellstens geholfen wird, wird sie ihr Heim samt Kühlschrank bald aufgeben müssen.


Für Vater Armen und seine Frau Hasmik gibt es nur wenig Anlass zur Freude. Irgendwie aber haben sie es geschafft, dass Dawid und Rusanna ihr Lächeln nicht verloren haben.


Schon als Junge im Kinderheim hat Armen nächtelang in den Sternenhimmel gestarrt, wenn er nicht schlafen konnte. Die Eltern hatten sich scheiden lassen, der Vater verschwand, die Mutter heiratete wieder. Aber Armen und der Stiefvater kamen einfach nicht klar miteinander, der Junge zog zu einer Tante. Die entschied sich, den Jungen in ein Kinderheim zu geben. Dort wünschte er sich nichts sehnlicher, als einen gemütlichen Abend mit seinen Eltern zu verbringen. In einer dieser Nächte unter den Sternen war er auf dem Fensterbrett eingeschlafen und drei Stockwerke in die Tiefe gefallen. Erst am nächsten Morgen fand man den Jungen und brachte ihn ins Krankenhaus.

Das ist lange her und Armen hat seither viele schwere Tage hinter sich bringen müssen: Die Trennung von seiner ersten Frau und den beiden gemeinsamen Töchtern, Obdachlosigkeit, Depressionen, Alkoholexzesse. Erst ein Traum, in dem ihm Jesus Christus erschien und ihm ein Buch reichte, rüttelte den jungen Mann wach. „Dieser Traum bestimmte mein weiteres Leben. Am nächsten Morgen kaufte ich mir eine Bibel. Ich habe erkannt, was wirklich im Leben zählt“, sagt er heute. Die Trinkerei und das Rauchen hat er aufgegeben und ein Leben als überzeugter Christ begonnen. Der Glaube gibt ihm Halt und Geborgenheit.

Diaconia um Hilfe für seine Familie und die dringend benötigte Knieoperation zu bitten, fällt ihm dennoch so schwer, dass er Schweissperlen auf der Stirn hat, als er seine Geschichte erzählt. Aber seine Familie braucht etwas zu essen, für Stolz ist da kein Platz mehr.

Bitte helfen Sie Diaconia, die Kosten für Armens Knieoperation aufzubringen und der Familie warme Kleidung und Lebensmittel zur Verfügung zu stellen, bis Armen wieder arbeiten kann. Gott segne Sie dafür!


Projekt Nr. 1851, "Neuer Hoffnung für Armen"

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Armenien
Ohne Chance auf eine Kindheit
Weil ihr Mann in Russland abgetaucht ist, müssen die sechs Kinder von Hasmik für das Überleben der Familie mitarbeiten

Arbeiten wollte Hasmiks Mann in Russland, wie so viele armenische Männer es tun, um ihre Familie über Wasser zu halten. Aber seit der sechsfache Vater 2006 aus Jerewan abgereist ist, hat die Familie nichts mehr von ihm gehört. Nun putzt Hasmik Böden, wäscht und bügelt die Wäsche fremder Menschen, um ihren Kindern und ihrer alternden Mutter wenigstens etwas Essen kaufen zu können.

Damit auch die anderen Kosten für das tägliche Überleben irgendwie gedeckt werden, müssen die Kinder seit Jahren mithelfen. Dawid zum Beispiel, Hasmiks Ältester, arbeitet seit seinem zwölften Lebensjahr. Autos hat er gewaschen und Einkäufe auf dem Markt geschleppt. Heute ist er bei einer Spedition als Fahrer beschäftigt. Der Traum von einem Studium blieb für ihn unerreichbar, zu hoch waren die Kosten. Seine 25-jährige Schwester Flora kann gelegentlich als Verkäuferin arbeiten. Einen Beruf konnte auch sie nicht erlernen. Daniel (15), Arewik (13) und Manuel (10) sind noch schulpflichtig.

Hasmik und ihre Kinder vor dem baufälligen Haus, in dem sie derzeit zu siebt in einem Zimmer schlafen.


Nur wenige Möbel finden Platz im Wohnzimmer. Betten gibt es längst nicht für alle. Die Jungen schlafen auf dem Boden.


Nur die Tochter Tatewik bekam die Chance, an der staatlichen Universität Jerewan Philologie zu studieren, weil sie die Schule mit hervorragenden Zensuren abgeschlossen hatte. Für die ersten beiden Semester erhielt sie deshalb ein Stipendium. Die Familie setzt grosse Hoffnungen in sie, doch ihre Noten reichten nach dem zweiten Semester für eine Verlängerung des Stipendiums nicht mehr aus. 544 Franken (453 Euro) muss sie nun für jedes Studienjahr bezahlen. „Wir alle waren deprimiert. Aber ich konnte nicht zulassen, dass Tatewik aus Geldmangel ihr Studium abbricht. Wir haben an alle Türen von Stiftungen und Hilfsorganisationen geklopft. Eine Stiftung war schliesslich bereit, die Kosten für das zweite Studienjahr zu übernehmen. Dieses Jahr stehen wir vor demselben Problem“, erzählt Hasmik.

Immerhin besitzt die Familie ein eigenes Haus und ist so nicht auch noch zusätzlich mit Mietkosten belastet. Doch das Haus befindet sich in sehr schlechtem Zustand und bedarf dringend einer umfassenden Sanierung. Nur Küche, Vorraum und Wohnzimmer können noch genutzt werden. Ein Badezimmer gibt es nicht, und die Kinder wissen nicht, wie es sich anfühlt, unter einer Dusche zu stehen. Um ihre Notdurft zu verrichten, müssen sie in eine kleine Holzhütte vor dem Haus gehen.

Die meiste Zeit verbringt die Familie im Wohnzimmer, das mit zwei Betten, einem Sofa, einem Tisch und einem Schrank für sieben Personen ausgestattet ist und längst nicht genügend Raum für alle bietet, so dass die Jungen auf dem Boden schlafen müssen. Durch die fingerdicken Risse in der Wand der anderen beiden Räume pfeift der Wind, Feuchtigkeit dringt ein. „Armut hat meinen Kindern ihre sorglose Kindheit geraubt. Mein grösster Wunsch ist es, ihre Wohnbedingungen zu verbessern. Meine Kinder sollen es besser haben“, sagte Hasmik.

Hasmik und ihre Kinder brauchen dringend ein Bad. Ausserdem wäre es schön, wenn die zwei leeren Zimmer renoviert und für die beiden erwachsenen Kinder bewohnbar gemacht werden könnten. Damit könnte Diaconia diese Familie aus ihren miserablen Lebensumständen befreien. Dafür bedarf es Ihrer Unterstützung. Herzlichen Dank!


Projekt Nr. 1852, "Familienhilfe Hasmik"

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Albanien
Mädchen sind akut bedroht

Weil die albanische Tradition männliche Nachfahren verlangt, werden viele weibliche Föten illegal abgetrieben. Das berichtet der Rundfunksender „Deutschlandradio“. Das Problem sei in Albanien bisher ein Tabuthema und hänge mit den althergebrachten Clan- und Familienstrukturen, vor allem in ländlichen Gebieten, zusammen: gezielte illegale Abtreibung weiblicher Föten, weil die Tradition nach männlichen Nachfahren verlangt. Nach neuen Statistiken liegt das Verhältnis Mädchen zu Jungen bei Geburten in Albanien bei 100 zu 116. Die Direktorin der grössten Geburtsklinik Tiranas, Rubena Moisiu, hat das Thema nun öffentlich gemacht und die Untätigkeit der Regierung kritisiert.
Nach Einschätzung von Amnesty International ist in Albanien familiäre Gewalt gegen Frauen weit verbreitet. Frauen und Mädchen würden häufig Opfer von Menschenhandel und Zwangsprostitution.
Diaconia engagiert sich in Albanien besonders für Kinder, darunter zahlreiche Mädchen, die von ihren Familien verlassen und in Waisenhäuser abgeschoben wurden.





Nepal
Kinderheime als Horte der Geborgenheit
Armer Himalaya-Staat von Umwälzungen erschüttert — Heimeltern vertrauen auf Gottes Schutz

Es wird pausenlos gehupt und gedrängelt, Autos, Motorräder und Traktoren scheinen sich ein Dauerrennen zu liefern. Sie rasen an bunt geschmückten Hindu-Tempeln und prachtvollen Einkaufszentren vorbei, an den halb verfallenen Lehmhäusern der Ärmsten und an mageren Kühen, die, unbeeindruckt vom Verkehr, mitten auf der Strasse an Mülltüten knabbern. Alltag in Nepal – laut, verwirrend, chaotisch.

Dagegen muten die drei Kinderheime, die Diaconia in Nepal unterstützt, wie Oasen der Ruhe an. Hier ist es ruhig und ordentlich, kein Abfall vor den Häusern, kein Schmutz in den Zimmern. Stattdessen ordentlich gemachte Betten, blitzblank geputzte Küchen, Unterrichtsräume mit Bibliothek und Computern.

Wenn das Waisenhaus in Shkoder nicht schnell finanzielle Unterstützung findet, werden die Töpfe in der Küche bald ganz leer bleiben.


Schon seit etlichen Jahren fördert Diaconia gezielt Kinder in den drei Heimen. Alle haben überzeugte einheimische Christen als Hauseltern – eine Besonderheit in einem Staat, in dem der Hinduismus viele Jahre lang Staatsreligion war. Mit Gebet und Gottvertrauen haben die Hauseltern ihre Schützlinge betreut, während es in Nepal durchgreifende Umwälzungen gab. Der König musste nach einem blutigen Bürgerkrieg abdanken, die maoistischen Rebellen beteiligten sich zeitweise an der Regierung. Immer wieder gab es Kämpfe. Hinzu kommen eine hohe Kriminalitätsrate, Naturkatastrophen und immer wieder schwere Unfälle, Flugzeugabstürze und Omnibus-Unglücke. Aber stets blieben die Kinder der drei Heime verschont – Gott sei Dank, berichten die Heimeltern.

In den Internaten sind Waisenkinder untergebracht, Halbwaisen und Kinder aus bitterarmen Familien. Ohne die Zuwendung von Diaconia müssten einige von ihnen schwerste Arbeiten verrichten, um zu überleben. Sklavenarbeit statt Schulunterricht – darüber klagen Menschenrechtsorganisationen in Nepal seit vielen Jahren.
Mittlerweile haben die ersten von Diaconia unterstützten Kinder ihre Schulabschlüsse gemacht. Neue Kinder warten sehnlichst auf einen Platz in einem der Heime. Auch sie sehnen sich nach einer sicheren Unterkunft, nach Geborgenheit, liebevoller Zuwendung, regelmässigem Essen und der Möglichkeit, einen guten Schulabschluss zu machen. Und viele von ihnen möchten auch wissen, was es mit der Botschaft des Evangeliums von Jesus Christus auf sich hat. Vielen dieser Kinder ist die Bibel zu Beginn völlig unbekannt.

Um die bewährte Arbeit von Diaconia in Nepal, einem der ärmsten Länder der Erde, fortsetzen zu können, bedarf es Ihrer Unterstützung durch Gebete und Gaben. Möge Gott Sie für Ihre praktische Nächstenliebe reichlich segnen!


Projekt Nr. 1850, "Nepalhilfe"

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Armenien
Haft des Ehemannes macht Kristine krank
Nach einem tödlichen Verkehrsunfall in Russland wurde Garegin zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt

„Meine Lieben, die ganze Zeit plagen mich schwere Schuldgefühle. Ich bete jeden Tag zu Gott und wünsche mir von ganzem Herzen, dass Er mir vergibt. Ich brauche nicht zu schreiben, wie sehr ich mich nach euch allen sehne. Es ist schwer für uns alle. Wir brauchen nur unendliche Geduld, um diese Krisenzeit zu überwinden“, schreibt Garegin aus seiner Zelle in Russland an seine Familie in Armenien.

Er hatte gehofft, als Taxifahrer genügend Geld zu verdienen, um seine Frau Kristine, die gemeinsame Tochter Hasmik, seine Mutter und seinen Bruder ernähren zu können. Dafür hat der Familienvater, der fliessend Französisch und Russisch spricht, seine Arbeit in einem Hotel aufgegeben. Kurz zuvor war sein Vater plötzlich gestorben und Garegin als ältester Sohn zum Verantwortlichen der Familie geworden. Zwei Monate nach seiner Ankunft in Russland prallte er im Januar 2011 mit einem anderen Wagen zusammen. Dessen Fahrer starb, Garegin wurde der Prozess gemacht: Sechs Jahre Haft lautete das Urteil.

Weil das Geld nicht einmal mehr ausreichte, um seiner Tochter Hasmik Windeln und Milch zu kaufen, entschied sich Garegin, als Taxifahrer in Russland zu arbeiten.


Einst war Rasmik (rechts) ein berühmter Rallyefahrer. Heute hat der 73-Jährige nicht mehr die Kraft, seine Tochter Kristine ausreichend zu unterstützen. Und seine Frau benötigt eine Menge Medikamente, die er alleine nicht finanzieren kann.


Nun lebt Kristine mit ihrer Tochter wieder bei ihren Eltern. Ihr Vater Rasmik war einmal ein berühmter Rallyefahrer, zum sowjetischen Meister hatte er es gebracht. Kristine und ihre beiden Brüder Rudik und Lewon hatten ein sicheres Zuhause. Doch das ist lange her. Die Dinge haben sich geändert, Rasmik ist alt geworden. Mit 73 Jahren kann er seine Familie nicht mehr unterstützen. Sein ältester Sohn Rudik ist mit nur 46 Jahren einem Herzinfarkt erlegen.

Zwar haben ihr Bruder Lewon und dessen Frau, die ebenfalls unter demselben Dach leben, beide Arbeit. Ihr Verdienst reicht aber längst nicht aus, um die nun achtköpfige Familie zu ernähren.

Der Tod ihres Bruders, ihre ungewisse Zukunft und die Haftstrafe ihres Ehemannes haben Kristine krank gemacht. Sie leidet an Depressionen und versucht dennoch, den Weg zurück in den Alltag zu finden und für die kleine Hasmik da zu sein. Gleichzeitig aber macht sie sich grosse Sorgen um ihre betagten Eltern und das Schicksal ihrer Tochter: „Meine Mutter leidet unter Bluthochdruck, Diabetes und Gelenkschmerzen. Schlafen kann sie längst nur noch dank der Handvoll Medikamente, die sie täglich einnimmt. Sie braucht Pflege rund um die Uhr“, berichtet Kristine.

Wegen Unterernährung und Kälte ist Hasmik geschwächt und anfällig für Infektionen. Schon mehrmals musste Kristine sie mit Fieber ins Krankenhaus bringen, weil die Wohnung nicht ausreichend beheizt werden kann. Auf dem Tisch liegt bereits eine Mahnung für die Stromkosten der vergangenen zwei Monate. Wenn sie nicht bald beglichen wird, wird der Strom abgestellt.

Im festen Vertrauen auf Gott sucht die junge Frau nach Menschen, die ihr die Hand reichen können. Diaconia möchte Kristine gerne mit dem Nötigsten helfen, damit ihre ganze Familie mit neuem Mut in die Zukunft schauen kann.


Projekt Nr. 1853, "Familienhilfe Kristine"

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DIACONIA
Sternsinger unterstützen das Diaconia-
Berufsausbildungszentrum in Armenien

Am Dreikönigstag waren die Sternsinger nach dem von Pfarrer Ekeugo Kenneth geleiteten „Sternsinger-Gottesdienst“ in den Gemeinden Ettenhausen und Guntershausen und am Sonntag darauf in Aadorf unterwegs. Bei den farbenprächtig gekleideten Sternsingern handelte es sich um Kinder der 4. bis 6. Religionsklassen. Für die Organisation war Katechetin Susi Bürgisser besorgt. Die „Könige“ trugen die Frohe Botschaft von der Geburt Jesu in die Häuser und erfreuten die Bewohner mit Gesang und dem Segenswunsch: „Er segne das Haus und die da gehen ein und aus. Die Liebe sei mächtig, der Herr solle euch führen“.

Die Sternsinger in Aadorf.


Anita Mazenauer freut sich über den Besuch.


Die Sternsinger stellten den beeindruckenden Erlös ihrer Einsätze in Ettenhausen, Guntershausen und Aadorf von 10.000 Franken, auf Empfehlung von Kirchenpräsident Bruno Gerig, Diaconia für das Berufsausbildungszentrum in Armenien zur Verfügung. Bruno Gerig lernte die Diaconia-Arbeit anlässlich einer Armenienreise persönlich kennen und begleitet sie seither.

Den Sternsingern und allen weiteren an den Einsätzen Beteiligten danken wir von ganzem Herzen. Die Unterstützung trägt wesentlich dazu bei, dass junge Menschen aus armen Verhältnissen einen Beruf erlernen können und dadurch unbeschwerter in die unsichere Zukunft blicken dürfen.