Report
Ausgabe 03, März 2015


Rumänien
Ein Lichtblick für Maria und Alexandru
Elfköpfige Familie ist bitterarm und verliert ohne Hilfe ihre marode Unterkunft

Wenn es regnet, muss Familie Levai Töpfe und Eimer in die Hand nehmen, um das Wasser schnell wieder aus ihrem Haus zu schaffen. Denn sonst würde sich der Lehmboden im Wohnraum in einen Morast verwandeln. Familie Levai ist arm. Sehr arm. Und sie hat viel Schlimmes erlebt.

Maria (40) und Alexandru (54) sind seit 23 Jahren verheiratet. Beide kommen aus armen Familien und haben nie eine Schule besucht. Zusammen mit ihren acht Kindern Ioan (20), Remus (18), Agneta (16), Lila (14), Attila (6), Alexandra (5), Mariana (4) und Cristina (3) sowie ihrer Enkeltochter leben sie in einem heruntergekommenen Haus in einer Vorstadt von Brasov. Die zwei Räume gehören der Stadt, und sie müssen dafür monatlich Miete zahlen. Doch diese können sie nicht mehr aufbringen. Nun droht ihnen der Rauswurf.

Der alte Ofen ist die einzige Wärmequelle der Familie.

Maria und Alexandru haben die Hoffnung schon fast aufgegeben.

„Dieses Haus ist besser als gar keins. Und wenn wir es ein wenig renovieren könnten, könnte man ganz annehmbar darin leben“, sagt Maria. Momentan ist es jedoch in einem schlimmen Zustand. Es gibt keine Türen, dafür kaputte Fenster, keinen Strom und kein Wasser. Zudem droht das Dach einzustürzen. Vor allem der Winter ist hart. Dann versammelt sich die ganze Familie in einem Raum um einen defekten Ofen, um wenigstens etwas Wärme zu erhaschen.

Da Vater und Mutter keine Schule besucht haben, finden sie auch keine dauerhafte Arbeit. Zu allem Überfluss wurde Alexandru vor einigen Jahren zu Unrecht von einem Nachbarn des Diebstahls bezichtigt und musste neun Monate ins Gefängnis. Er kannte den richtigen Dieb, doch niemand glaubte ihm. „Wenn man arm ist, hat man keine Chance“, sagt er resigniert. Man merkt, dass er aufgegeben hat. Zudem leidet er aufgrund der schlechten Haftbedingungen nun unter Herzproblemen und einem kaputten Rücken.

Da die Eltern nicht wissen, wie wichtig Bildung ist, geht keines der Kinder zur Schule oder in den Kindergarten. Die beiden ältesten Söhne verdingen sich als Tagelöhner. Einen festen Job finden sie nicht, weil sie nicht in der Schule waren. Tochter Agneta ist bereits Mutter. Als Agneta von ihrem Freund schwanger wurde und zu ihm ziehen wollte, warfen seine Verwandten sie aus dem Haus.

Es herrscht viel Trauer und Resignation in dieser Familie. Doch durch eine Renovierung des kleinen Hauses und einen neuen warmen Ofen würde etwas Hoffnung in ihr Leben kommen. Wir möchten diese Menschen mit Ihrer Hilfe ermutigen und ihre Lebensbedingungen verbessern. Vor allem für die Kinder, damit sie eine bessere Zukunft haben können. Bitte schliessen Sie diese Familie in Ihre Gebete ein. Herzlichen Dank.


Projekt Nr. 3010, "Hausrenovierung Familie Levai"

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Nepal
„Er ist nicht schwer — er ist mein Bruder!“
Die christlich geführten Waisenhäuser sind fürs manche Kinder die letzte Hoffnung

Für viele Kinder, vor allem aus der untersten Kaste der Gesellschaft, sind die christlich geführten Waisenhäuser in der Nähe von Pokhara und Dhading die letzte Hoffnung. Sie werden häufig als Haus- und Sexsklaven gehalten oder verkauft und haben kaum Rechte. Am schlimmsten trifft es die Mädchen.

Voller Freude hält Devi* den kleinen Mose auf dem Arm. Ein quirliger kleiner Kerl, der das Lachen nach einer Eingewöhnungsphase neu erlernt hat. Am liebsten würde sie ihn gar nicht mehr hergeben. Hier im Waisenhaus von Man Bahadur hat sie eine neue Familie gefunden und blüht regelrecht auf. Das kleine Mädchen gehört zur untersten Kaste und hat in seinem Leben schon sehr viel Schlimmes erlebt. Nachdem sie gar von einem älteren Mann im Alter von nur sechs Jahren vergewaltigt wurde, kümmerten sich einige Frauen, die sie entdeckten, eine Weile um sie. Durch therapeutische Seelsorge konnte sie diese schlimmen Erlebnisse ein wenig aufarbeiten. Nun ist sie seit rund zwei Jahren in der Obhut von Man Bahadur. Ihre eigenen Eltern haben sie verlassen, diese Menschen stehen zu ihr und vermitteln ihr Würde und Wert.

Die Kinder haben teils traumatische Erlebnisse hinter sich. Hier im Waisenhaus erleben sie Annahme und Liebe und bekommen eine „neue Familie“.

Auch der kleine Tenzing* (7) musste Schlimmes erleben. Seine Mutter wollte ihn nicht und kümmerte sich auch nicht um ihn. Wer sein Vater ist, weiss niemand so genau. Seit einigen Jahren sitzt Tenzings Mutter im Gefängnis, da sie zu einem gefährlichen Menschenhändlerring gehört und sich strafbar gemacht hat.

Den kleinen Mose haben wir bereits vor einigen Monaten im Report vorgestellt. Noch immer kennen wir weder seinen richtigen Namen noch sein Geburtsdatum. Aber das ist Devi, wenn sie ihn liebevoll auf den Armen hält, völlig egal. Als Man Bahadur an ihr vorbeikommt und ihr anbietet, Mose mit sich zu nehmen, da dieser ihr bestimmt langsam zu schwer würde, antwortet Devi überrascht: „Mose ist mir nicht zu schwer, er ist doch mein Bruder!“
Viele Kinder warten noch auf Hilfe, auf jemanden, der ihnen einen Sinn im Leben gibt.

Wenn Sie ein Kind durch eine Einzelpatenschaft individuell unterstützen und begleiten möchten, melden Sie sich bitte bei uns. Wir freuen uns darauf, Ihnen Ihr Patenkind schon bald vorstellen zu dürfen.

* Namen geändert


Projekt Nr. 3011, "Nepalhilfe"

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Chronistin der
Gipfelstürmer
NEPAL. Seit über 50 Jahren dokumentiert die Amerikanerin Elisabeth Hawley jede Gipfelbesteigung im Himalaja-Gebirge. Seit 1960 lebt die heute 91-Jährige in Kathmandu, der Hauptstadt Nepals. Zuvor hatte sie als Dokumentaristin beim Wirtschaftsmagazin „Fortune“ gearbeitet.
Jeder Bergsteiger, der seine Exkursionen bestätigt haben will, muss bei Elisabeth Hawley vorstellig werden. Sie dokumentiert jede Einzelheit der Gipfelbesteigung, von der Strecke über die Anzahl der Tage, die in den einzelnen Camps verbracht wurden, bis zu den Seillängen. Alle Daten werden zunächst handschriftlich vermerkt, dann digitalisiert und an die „Himalayan Database“ des „American Alpine Club“ gesandt. Diese Datenbank wird gerne von Bergsteigern genutzt, um ihre Exkursionen zu planen.
Mittlerweile hat Elisabeth Hawley Daten über Tausende von Bergbesteigungen gesammelt. Im letzten Jahr wurde sogar ein Berg nach ihr benannt. Sie selbst ist allerdings der Meinung, dass die Berge lokale Bezeichnungen tragen sollten, nicht die von Personen.



Rumänien
Ein klares Nein zur Schuldenspirale
Aus harten Umständen kommend, lieben Claudiu und Vasilica ihre Kinder von Herzen

Als Claudiu (27) und Vasilica (27) heirateten, hatten sie grosse Angst, ihr gemeinsames Leben würde genauso scheitern wie das ihrer Eltern. Doch sie sind liebevolle Eltern und halten fest zusammen. Allerdings sind sie arm und es fehlt ihnen am Nötigsten.

Beide kommen aus schwierigen Familienverhältnissen. Claudiu hatte eine herausfordernde Jugend. Seine Eltern liessen sich scheiden, als er 13 war. Seine Mutter zog mit ihren drei Söhnen zu einem Onkel. Sie hatte Arbeit und konnte ihre Kinder versorgen – bis zu dem Tag, an dem der Onkel sie alle ohne Ankündigung aus dem Haus warf. Zu dieser Zeit erkrankte Claudiu zu allem Überfluss auch noch an Hepatitis. Im Krankenhaus stellten die Ärzte fest, dass er dazu an Meningitis leidet. Obwohl er ein guter Schüler war, musste Claudiu schon bald darauf die Schule verlassen, um seine Familie finanziell zu unterstützen.

Die kleine Ayda ist ein Sonnenschein, während ihr Bruder Matei durch seine Sprachbehinderung sehr scheu ist.

Um die Miete aufbringen zu können, muss die Familie auf vieles verzichten.

Vasilica wuchs bei gewalttätigen und alkoholkranken Eltern auf. Und doch schien es so, als wenn ihre Eltern sie ernsthaft unterstützen wollten, als sie das junge Paar mit ihrem kleinen Matei bei sich aufnahmen. „So konnten wir Geld sparen. Denn wir hatten Schulden und wollten diese abzahlen. Eine Wohnungsmiete ist immer ein Risiko. Claudiu hat zwar Arbeit in einer Fabrik, aber er verdient nicht viel. Bei meinen Eltern konnten wir die Miete sparen“, erzählt die 27-Jährige. Alles schien gut, bis die mit ihrem zweiten Kind schwangere Vasilica von ihrem Vater geschlagen wurde. „Claudiu hat nicht lange gefackelt. Er hat unsere Sachen gepackt und ist mit mir und Matei sofort ausgezogen.“

Die Familie lebt nun in einer Zweizimmerwohnung in Brasov. Vasilica sorgt für die Kinder Matei (4) und Ayda (1). Die junge Mutter leidet unter Osteoporose und müsste dringend ärztlich behandelt werden. Claudiu hat nach einer Verletzung noch immer Pro-bleme mit seinem Knie. Und der kleine Matei hat eine starke Sprachverzögerung und müsste dringend zur Sprachtherapie.

Claudius Gehalt wird fast völlig von der Miete und den Fixkosten wie Wasser, Strom und Gas aufgefressen. Der Familie bleiben rund 35 Franken (33 Euro) zum Leben. So fehlt es an allem: Kleidung, Nahrung und Windeln. Doch das junge Paar möchte nicht noch zusätzlich Schulden machen. „Das ist doch eine Spirale, aus der man nicht mehr herauskommt. Es wäre wirklich schlimm, wenn wir auch noch unsere Wohnung verlieren würden“, sagt Vasilica. Wir möchten mit Ihrer Hilfe diese Familie eine Weile mit Nahrung und Windeln unterstützen, Matei zur Sprachtherapie schicken und Vasilica sowie Claudiu die dringend benötigte medizinische Behandlung ermöglichen. Vielen Dank für all Ihre Unterstützung!


Projekt Nr. 3012, "Familienhilfe Claudiu und Vasilica"

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Staatliche Hilfe
für Roma
RUMÄNIEN. Knapp 100 Millionen Euro will die rumänische Regierung in den nächsten zwei Jahren bereitstellen, um die Benachteiligung der etwa 620’000 Roma zu bekämpfen. Laut UNICEF leben 35 % der Roma-Kinder unterhalb der Armutsgrenze. Drei Viertel von ihnen brechen die Schule ohne Abschluss ab. Dementsprechend liegt die Arbeitslosigkeit weit über dem Landesdurchschnitt.
Durch das Programm sollen die Chancen auf Bildung und Arbeit erhöht, sowie der Zugang zum Gesundheitssystem und die Wohnbedingungen verbessert werden. Auch die Diskriminierung will Bukarest bekämpfen.
Unter anderem sollen 10’000 Kinder in den Genuss ausserschulischer Bildungsprogramme kommen. In Schulen, in denen mehr als 15 % Roma-Kinder unterrichtet werden, möchte die Regierung Schulsozialarbeiter einstellen. Wer als Unternehmer Roma einstellt, soll mit Steuervorteilen rechnen können. Ein weiterer Plan ist, den Bau von Sozialwohnungen für Roma voranzutreiben. Die letzteren beiden Vorhaben könnten jedoch daran scheitern, dass Gesetze die Vergabe von Arbeitsstellen oder Wohnraum aufgrund ethnischer Kriterien verbieten.



Armenien
Warmes Dach über dem Kopf für Aregnas
Baufälliges Haus bedroht Gesundheit und Leben von Grossmutter und Enkeln

Wenn Aregnas Nasarian den bunten Teppich an der Wand über dem Bett anhebt, wird die katastrophale Wohnsituation einmal mehr offenbar. Den Teppich hat sie dort hingehängt, damit es ihre Enkelkinder, die dort schlafen, nicht gar so kalt und feucht haben. Doch das Stück Stoff ist nicht mehr als gut gemeinte Kosmetik.

40 Jahre lang wurde an dem Haus der Familie fast nichts repariert. Vor allem das Dach ist undicht. Dachbretter und Balken sind verfault. An vielen Stellen regnet es hinein. Auch die Stromleitungen sind alt und marode. Sie hängen an den Wänden und können jederzeit einen Brand auslösen. Die Aussenwände sind nicht isoliert. „Wenn das Haus in Ordnung wäre, wäre alles gut. Wir sind zwar arm, aber damit kann ich umgehen“, sagt die 58-Jährige. Ihr ganzes Leben lang hat die gelernte Krankenschwester vieles ertragen: hart gearbeitet, ihre kranken Schwiegereltern gepflegt, für ihre Kinder gesorgt, ihre Enkelkinder grossgezogen, den Haushalt geführt und für sich selbst nichts verlangt. Die Last der Sorgen drückte sie oft schwer, manchmal weinte sie vor Erschöpfung, doch sie gab nicht auf.

Aregnas umsorgt ihre Enkelkinder liebevoll. Gegen die maroden Wohnverhältnisse ist sie aber machtlos.

Aregnas hat einen bunten Teppich über das Bett gehängt, damit Feuchtigkeit und Kälte nicht ganz so stark durch die Wände kriechen können.

Als Tochter einer einfachen Bauernfamilie im Bezirk von Armawir geboren, machte sie ihre Ausbildung zur Krankenschwester. Sie zog zu ihrem Mann Eduard in die Hauptstadt und bekam zwei Töchter. Das vermeintliche Glück trog: Eduard litt unter Schizophrenie und nahm Tabletten, deren Wirkung immer mehr nachliess. Er war nervös und aggressiv und verschwand oft stundenlang. „Seine Familie hatte die Krankheit vor mir geheim gehalten. Ich hatte Mitleid mit ihm und liess mich deshalb nicht scheiden“, erzählt Aregnas, die ein wunderbares Verhältnis zu ihren Schwiegereltern hatte. So wunderbar, dass sie sich um beide, als sie bettlägerig wurden, rührend kümmerte. Sie starben kurz nacheinander. „Dieses Haus hat mir mein Schwiegervater geschenkt. Das war sein letzter Wille. Obwohl das Haus baufällig ist, bin ich ihm unendlich dankbar dafür, dass ich wenigstens eine Unterkunft habe.“

Ihrem Mann konnte nicht geholfen werden. Er wohnt schon seit langem nicht mehr bei seiner Familie und führt ein Vagabundenleben. Aregnas kümmert sich nun um ihre Enkelkinder, die von deren Mutter zurückgelassen wurden. Die Kinder sind als Patenkinder bei Diaconia registriert und werden jeden Monat mit Lebensmitteln versorgt.
„Jetzt fehlt nur noch ein festes, warmes Haus zu unserem Glück“, sagt die 58-Jährige. Wir möchten dieser tapferen Frau gerne helfen und das Haus instand setzen. Vielen Dank für jede Hilfe, die Sie dieser Familie zukommen lassen.


Projekt Nr. 3014, "Hausrenovierung Aregnas"

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BLICKPUNKT — Berufsausbildungszentrum


Armenien
Ein Labor gegen die Hoffnungslosigkeit
Eine sichere Zukunft für Jugendliche durch eine solide Handwerksausbildung im BAZ

Menschen brauchen Häuser und Strassen. Deswegen hat die Arbeit auf dem Bau Zukunft. Doch qualifiziertes Personal ist in Armenien rar. Wer jedoch vernünftig und nachhaltig bauen möchte, benötigt Fachleute. Die Fachausbildung im BAZ ist daher eine grosse Chance für junge Männer, ihr Auskommen und das ihrer Familien langfristig zu sichern.

Aus diesem Grund ist die Ausbildung für Bauberufe schon seit langem ein wichtiger Schwerpunkt im Berufsausbildungszentrum „BAZ“. „Wir legen besonderen Wert darauf, unsere Ausbildung stets an neue Herausforderungen und Standards anzupassen, damit unsere Lehrlinge immer auf dem neuesten Stand der Technik sind“, betont BAZ-Direktor Sargis Svaryan. Neben der Theorie ist natürlich auch die Praxis wichtig, die auf Baustellen vermittelt und geübt wird.

Platz für die praktische Ausbildung ist im BAZ bereits gegeben.

Wichtig zu wissen ist, dass auch in Armenien vor allem Fachleute mit einer Qualifikation gesucht werden. Die Berufe Elektroschweisser, Bauarbeiter und Elektrotechniker haben auf dem Arbeitsmarkt die besten Chancen. Darum wurde – in Abstimmung mit dem Baulehrer – für das laufende Jahr 2015 diesen drei Fachrichtungen Priorität eingeräumt. Vor allem die Elektrotechnik soll gefördert werden.

„Das ist eine Zukunftsbranche, die immens wichtig ist“, so Sargis Svaryan. „Ich hatte bei meinem Besuch in der Berufsschule Rüti, Schweiz, die Möglichkeit, Einblick in die Ausbildung zum Elektrotechniker zu erhalten. Diese Erfahrungen möchte ich gerne im BAZ umsetzen.“

Für die theoretische Wissensvermittlung ist im Unterrichtsraum des BAZ Platz. Die Praxis findet ausserhalb des Unterrichtsraums auf Baustellen statt. Doch für eine effektive Ausbildung wäre es sinnvoll, in der Nähe der Ausbildungsstätte ein Elektro-Labor zu errichten. Dort könnten dann elektrotechnische Versuche durchgeführt werden, die auf den Baustellen in dieser Form nicht gemacht werden können.

Die Einrichtung dieses technischen Labors kostet rund 4 800 Franken (4 500 Euro). Gut investiertes Geld, weil es hilft, die Zukunft vieler Menschen zu sichern. Möchten auch Sie einem jungen Menschen eine solide Basis für eine sichere Zukunft geben, unterstützen Sie bitte dieses nachhaltige Projekt. Herzlichen Dank dafür.

Projekt Nr. 3015, "Technisches Labor für das Berufsausbildungszentrum"

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Die Schutzmacht
Russland
ARMENIEN. Im Januar ermordete ein russischer Soldat in der nordarmenischen Stadt Gyumri eine siebenköpfige Familie. Das jüngste Opfer war ein sechsmonatiges Baby. Die teilweise gewalttätigen Demonstrationen der Bevölkerung auf der einen und die zurückhaltende Reaktion der armenischen Regierung auf der anderen Seite sind symptomatisch für das Verhältnis zwischen Armenien und Russland.
Ohne Russland wäre Armenien seinen Feinden, der Türkei und Aserbaidschan, schutzlos ausgeliefert. Zudem ist das kleine Land wirtschaftlich vom grösseren Partner abhängig. Nicht zuletzt deshalb trat Armenien 2014 der von Russland gegründeten und dominierten Eurasischen Wirtschaftsunion bei – trotz Protesten aus der Bevölkerung. Die russische Wirtschaftskrise droht nun die anderen Unionsmitglieder mit in den Abgrund zu reissen.
Viele Armenier würden eine Anbindung an den Westen vorziehen, doch die wirtschaftliche und politische Lage macht dies fast unmöglich. Die gegenwärtige Situation in der Ukraine zeigt deutlich, was Ländern in Putins Einflussbereich blüht, die es wagen, ihre staatliche Souveränität in Anspruch zu nehmen.



Armenien
Narek möchte selbstständig gehen können
Physio- und Ergotherapie für Vierjährigen nach Gipsbett und schmerzhafter Operation

Die Geburt eines Kindes ist ein freudiges Ereignis. Doch wenn das Kind behindert zur Welt kommt, überschattet die Sorge um sein Leben das Glück der Eltern. Die 21-jährige Karine und ihr Mann Wahag (25) mussten diese Erfahrung machen, als ihr Sohn Narek geboren wurde.

Der Erstgeborene von Karine und Wahag wurde als gesund aus dem Krankenhaus entlassen, obwohl die Ärzte schon damals den Verdacht hatten, es könne etwas nicht stimmen. Doch sie liessen die Eltern im Unklaren und äusserten ihren Verdacht erst, als diese bei Narek bereits selbst Auffälligkeiten bemerkten und ihn zur Untersuchung brachten.

Auf den ersten Blick war Narek ein ganz normaler Junge. Doch mit sieben Monaten konnte er noch immer nicht richtig krabbeln oder sitzen. Die Kinderärzte konnten jedoch nichts feststellen. Als Narek eineinhalb Jahre alt war, fiel der aufmerksamen Mutter auf, dass eines der Beine ihres Sohnes kürzer war als das andere. Die Röntgenbilder seines Beckens zeigten, dass eine Hüftverschiebung vorlag. Narek musste wochenlang in Gips und Schienen liegen – eine Qual für ein so kleines Kind. Durch fortgeschrittenen Verschleiss war das linke Hüftgelenk jedoch schon so zerstört, dass es durch ein künstliches ersetzt werden musste. Eine Operation wurde dringend empfohlen. Doch es dauerte fast zwei Jahre, bis die Familie die Kosten für die Operation aufbringen konnte. Danach rieten die Ärzte dringend zu einem Aufenthalt in einer Reha-Klinik mit intensiver Physio-und Ergotherapie. Daran war aus Kostengründen jedoch nicht zu denken.


Karine macht sich grosse Sorgen um ihren Sohn Narek.

Die Familie wohnt mit Wahags Eltern Howik und Narine in der Stadt Hrasdan, 40 Kilometer von Jerewan entfernt. In den meisten Regionen Armeniens ist die medizinische Versorgung nach wie vor unzureichend. Deshalb müssen die Eltern ihre Kinder in der Hauptstadt untersuchen und behandeln lassen. Das ist mit hohen Kosten verbunden, weil selbst die Transportkosten hoch und für die arme Landbevölkerung meistens unerschwinglich sind.

Wahag arbeitet als Kellner in einem Restaurant. Die ganze Familie lebt von seinem Verdienst. Es ist unmöglich für ihn, die Physiotherapie für seinen Sohn zu zahlen. Mittlerweile ist Narek viereinhalb Jahre alt. Er kann nicht laufen, hört schwer und kann nicht sprechen. Trotz der Einschränkungen ist er ein lebhaftes Kind. Dank seiner Mutter und Grossmutter, die mit ihm täglich bestimmte Gymnastikübungen machen, kann Narek selbstständig sitzen, sich rollen und kleine Spielzeuge in der Hand halten. Die Physio- und Ergotherapie könnten seine Entwicklung positiv fördern. Deshalb möchte Diaconia mit Ihrer Hilfe Narek diese Therapien ermöglichen. Bitte helfen Sie durch Gaben und Gebete.


Projekt Nr. 3016, "Therapie für Narek"

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Albanien
Eine Kuh für Familie Kulla
Milchprodukte können den Lebensunterhalt auf Dauer sichern

„Wir wollten ein besseres Leben für unsere Kinder. Deswegen sind wir aus unserem Dorf weggezogen. Doch das neue Leben ist genauso elend wie unser Leben in Dukagjin“, sagt Violeta Mirashi leise. Violeta und ihr Mann Fatmir Kulla verliessen einst ihr Heimatdorf, um in Shkoder einen Neubeginn zu wagen. Jetzt könnten die Fähigkeiten aus ihrem alten Leben die momentane Situation nachhaltig verbessern.

Seit einigen Jahren leben die Eltern mit ihren beiden Kindern Daniel (7) und Daniela (2) in einem alten Haus in Shkoder. Ihre Unterkunft ist feucht und kalt. Ein Zimmer und eine provisorische Küche stehen den vier Personen zur Verfügung. Das Haus hat keine oder nur sehr alte, zugige Fenster. Violeta hat die fehlenden und undichten Fensterscheiben durch Plastikplanen ersetzt. Doch diese halten kaum den Wind ab, geschweige denn die Kälte. Die wenigen Möbel der Familie sind wackelig und klamm, es gibt keinen Kühlschrank oder Abstellraum. Die einzige Möglichkeit, ein wenig Wärme zu bekommen, sind ein paar alte Decken – für einen Ofen oder eine andere Wärmequelle fehlt das Geld.

Violeta liebt ihre Kinder sehr und möchte ihnen eine bessere Zukunft ermöglichen.

Die Feuerstelle befindet sich ausserhalb des Hauses — drinnen ist es bitterkalt, nur ein paar alte Decken spenden Wärme.

Obwohl die Eltern alles dafür tun, dass ihre Kinder es einigermassen gut haben, sind die beiden aufgrund der Lebensumstände oft krank: Schlechte Hygiene, mangelhafte Ernährung, Feuchtigkeit und schlechte Schlafbedingungen fordern von den Kleinsten ihren Tribut. Die Eltern sind widerstandsfähig, doch die Kinder leiden. Der kleine Daniel geht in einen katholischen Kindergarten, den Nonnen kostenfrei anbieten. Daniela ist zu Hause bei ihrer Mutter.

„Wir brauchen Hilfe“, sagt Violeta. Sie und Fatmir haben früher in Dukagjin, einem kleinen Dorf auf dem Land, in der Viehzucht gearbeitet. Sie kennen sich gut damit aus — vor allem mit Kühen. Fatmir findet in der Stadt Gelegenheitsjobs, doch Violeta ist arbeitslos.

Eine Kuh wäre die Lösung für diese Familie. Das Grundstück, auf dem ihr verfallenes Haus steht, würde sich für die Viehhaltung eignen. Das Tier würde die Situation der Familie komplett zum Besseren wenden. Die Kinder könnten sich, dank der Milchprodukte, gesünder ernähren. Voraussichtlich würde sogar etwas für den Verkauf übrig bleiben. So könnte das schmale Budget der Familie durch die Herstellung von Milchprodukten aufgestockt werden. „Ich würde gerne wieder mit Tieren arbeiten“, sagt Violeta.

Wir möchten der Familie mit Ihrer Hilfe gerne eine Kuh kaufen und so für ein sicheres Einkommen der Familie sorgen und die Gesundheit der Kinder und der Erwachsenen langfristig sichern. Vielen Dank für Ihre Hilfe.


Projekt Nr. 3017, "Eine Kuh für Familie Kulla"

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Armenien
Hoffnung und Zukunft für drei Generationen
Traum von einer guten Ausbildung und einem sicheren Wohnraum soll wahr werden

„Eigentlich bräuchten meine Eltern Pflege und sollten sich nach einem langen Arbeitsleben nun erholen können“. Elisaweta ist niedergeschlagen. Die 38-Jährige zog nach einer gescheiterten Ehe mit ihren Kindern zurück zu ihren Eltern. Die Grossfamilie lebt in bedrückender Armut in einem lebensgefährlichen Haus.

Elisaweta arbeitete als Krankenschwester, als sie ihren Mann kennenlernte. Nach der Heirat verbot er ihr, zur Arbeit zu gehen, obwohl er selbst arbeitslos war. Die Konflikte und Spannungen im Alltag nahmen zu. Schliesslich leistete Elisaweta seinem Verbot Folge. Doch auch das half nicht. Nach der Geburt der Kinder liess der Mann seine Familie im Stich. Elisawetas Sohn Wahram ist mittlerweile 17 Jahre alt und hat ein Stipendium an der Landwirtschaftlichen Akademie. Tochter Mariam ist 13 Jahre alt und geht noch zur Schule. Beide sind Patenkinder bei Diaconia.

Elisawetas Eltern sind nicht mehr in der Lage, ihre Tochter finanziell zu unterstützen. Sie haben keine Kraft mehr. Artusch ist gesundheitlich angeschlagen. Er arbeitet dennoch als Wächter in einer Klinik. Susanna arbeitet beim sanitär-epidemiologischen Dienst. Sie leidet an einer komplizierten Mittelohrenentzündung und müsste eigentlich operiert werden.


Die Eisenleiter ist lebensgefährlich.

Die Durchgänge sind zugemauert. Um über die Leiter ins Erdgeschoss zu steigen, klafft ein riesiges Loch im Fussboden.

Die Alltagssorgen wachsen den beiden über den Kopf. Ihre Enkelkinder brauchen Kleidung, haben Träume von einer soliden Ausbildung und einem Haus, in dem sie sicher leben können. Schon lange lebt die Familie in einem angebauten Haus, das Elisaweta nach dem Tod ihrer Schwiegereltern geerbt hat. Unterteilt wurde es, indem neue Mauern hochgezogen wurden. Deswegen gibt es in Elisawetas Haushälfte auch keine Treppe hoch zum oberen Stockwerk. Um die Räume überhaupt nutzen zu können, wurde ein Loch in die Decke gerissen. Eine steile Eisenleiter führt hinauf. Mehrmals sind die Kinder und Elisaweta schon von der glatten Leiter abgerutscht und heruntergefallen. Bereits hat sich Tochter Mariam einmal durch einen Sturz schwer am Bein verletzt.

Elisaweta arbeitet Teilzeit in einer Textilfabrik. Ihr geringer Lohn wird jedoch von der Bank einbehalten — für die Tilgung des Kredits, den sie aufnehmen musste, um das Haus notdürftig herzurichten. Elisaweta kämpft weiter für ihre Kinder. Sie möchte ihre Wohnverhältnisse verbessern. Besonders dringend ist der Einbau einer sicheren Betontreppe, damit kein weiteres Unglück geschieht. Die Familie benötigt zudem noch ein kleines Badezimmer. Gemeinsam mit Ihnen können wir dieser Familie helfen und ihnen die Hoffnung auf die Zukunft zurückgeben. Gott segne Sie dafür.


Projekt Nr. 3018, "Wohnraumsanierung Elisaweta"

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