Report
Ausgabe 03, März 2016


Armenien
Ein sicheres Dach über dem Kopf
Drei-Generationen-Familie kommt mit dem Rohbau ihres Hauses alleine nicht weiter

Im Dorf Nerkin Basmaberd in der Aschtarak-Region steht ein Waggon-Häuschen, in dem drei Familien mit insgesamt zehn Personen leben. Ihr Leben ist ein Kampf gegen die widrigen Wohnverhältnisse und um das tägliche Brot.

Seit acht Jahren leben die Brüder Ajwas (37) und Sasun (32) mit ihren Frauen und Kindern sowie mit ihren Eltern in diesem Waggon-Häuschen. Die Zahl der Dorfbevölkerung ist rapide zurückgegangen. Nur die ärmsten Familien sind geblieben – alle anderen sind weggezogen, wenn sie es irgendwie konnten. Folglich gibt es auch keine feste Arbeit. Die Bevölkerung lebt mehr schlecht als recht von Ackerbau und Viehzucht.

Die beiden Brüder tun alles, um ihre Familien zu versorgen. Die Grosseltern sind alt und können den Jungen nicht mehr helfen. Doch sie sorgen für ihre Enkel, wenn die Eltern nicht zu Hause sind.

Die Mädchen müssen sich auch drinnen warm anziehen, um nicht zu frieren.

Der Rohbau ist die grosse Hoffnung der Familien.

Drei Generationen leben in dem kleinen Waggon-Häuschen.

"Uns fehlt es an allem. Der Verdienst der beiden Männer reicht bei weitem nicht aus, und wie lange wir in dieser Behausung noch leben können, ist unsicher", erzählt Ajwas' Frau Alla. "Es ist so eng hier. In der Nacht kann man sich im Zimmer kaum bewegen, auf jedem freien Platz steht ein Bett. Dazu ist es im Zimmer noch sehr feucht, und alles geht wegen der Feuchtigkeit kaputt. Im Winter ist es besonders schlimm. Wir müssen mit warmer Kleidung zu Bett gehen, damit wir nicht frieren."

Alles, was die beiden Brüder haben erübrigen können, haben sie in ein Haus investiert, das nun eine halbfertige Baustelle ist. "Das Haus ist unser Traum", sagt Alla. "Wenn es fertig ist, wird jede Familie ihr eigenes Zimmer haben, und wir Frauen werden nicht mehr draussen kochen müssen. Auch die Kinder werden mehr Platz haben."

Alla (32) kocht, backt Brot und versorgt die Kinder, ihre Schwägerin Schogher (29) räumt auf, wäscht und putzt. Beide Familien haben je zwei Kinder. Trotz des schweren Lebens sind sie Gott sehr dankbar, dass zumindest die Kinder gesund sind. Neue Kleidung haben die Kleinen noch nie bekommen. Doch die Nachbarn geben der Familie hin und wieder etwas zum Anziehen. Die Gemeinde stellt der Familie Schulmaterial zur Verfügung. Insgesamt lebt die Familie von der Altersrente der Grossmutter. Das reicht kaum für die Stromrechnung und fürs Feuerholz.

Das Wichtigste für die Familie ist ein festes Dach über dem Kopf. Deswegen möchten wir das Dach auf den bestehenden Rohbau setzen. Den Rest können die beiden Brüder in Eigenleistung erbringen. Bitte helfen Sie mit, dieser Familie ein sicheres kleines Haus mit ausreichend Platz für alle zu ermöglichen. Vielen Dank.


Projekt Nr. 3164, "Kleines Haus für Familie Hakobjan"

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Rumänien
Sidonia soll leben und lachenn
Achtjährige leidet an einer Fehlbildung des Herzens und benötigt Medikamente

Fröhlich lachend steht Sidonia mit ihren Brüdern vor der Hauswand. Es ist so ungewohnt, dass jemand sie fotografieren möchte. Aber Sidonia weiss, dass es heute um sie geht – um ihre Geschichte und ihre Krankheit.

Sidonia leidet unter einer Fehlbildung des Herzens. Bis zu ihrem dritten Lebensjahr schien alles normal zu verlaufen. Doch eines Morgens fand Mutter Anamaria sie wimmernd in ihrem Bett – die Lippen lila verfärbt. Das kleine Mädchen konnte kaum noch atmen. Anamaria bat ihre Nachbarn um Hilfe, diese riefen sofort die Ambulanz. Im Spital entdeckte ein Arzt die Fehlbildung und riet zu einer raschen Operation. "Er machte mir schreckliche Vorwürfe und nannte mich eine schlechte, verantwortungslose Mutter. Ich wusste doch gar nicht, dass meine Tochter krank ist", sagt Anamaria traurig. Die Vorwürfe des Arztes hat sie bis heute nicht ganz verkraftet. Denn noch immer ist es ihr nicht möglich, alles Nötige für ihre Tochter zu tun.

Die angeratene Operation musste aus Geldmangel abgesagt werden. Stattdessen wurden Sidonia Medikamente verordnet, die die Notwendigkeit einer Operation verzögern können. Doch nicht einmal die Kosten für diese Medikamente können ihre Eltern regelmässig aufbringen.

Die Achtjährige ist ein aufgewecktes, fröhliches Mädchen.

Sidonia steht lachend neben ihren Brüdern an der Hauswand.

Die achtjährige Sidonia ist ein fröhliches, aufgewecktes Mädchen. Doch an manchen Tagen ist sie sogar zu schwach, um aufzustehen. Sie lebt mit ihren Eltern Anamaria (35) und Ghita (34) im Dorf Apata. Sie hat sechs Brüder: Ciprian (10), Claudiu (6) und Silviu (4) leben bei der Familie; Alexandru (15), Laurentiu (13) und Remus (12) arbeiten bei einem Schäfer und kommen nur an den Wochenenden nach Hause.

"Die Kinder müssen arbeiten. Wir sind auf ihr Einkommen angewiesen", sagt Anamaria. Die Arbeit beim Schäfer ist schlecht entlohnt. Die Jungen bekommen lediglich etwas Käse – mehr nicht. Manchmal verkaufen sie den Käse und bringen das Geld mit nach Hause. Vater Ghita arbeitet als Tagelöhner, aber oft findet er keine Arbeit. Die Familie lebt von rund 240 Franken (216 Euro) im Monat. "Jeden Monat muss ich neu entscheiden, ob ich das Geld für Sidonias Medikamente oder für alle meine hungrigen Kinder verwende", sagt Anamaria niedergeschlagen. Die notwendigen Arztbesuche kann die Familie ebenfalls nicht bezahlen. Schon für den Transport zum Spital fehlt das Geld.

Wir möchten gerne die Medikamente und die gesunde Ernährung für Sidonia bezahlen. Auch die medizinischen Untersuchungen möchten wir ihr ermöglichen. Bitte helfen Sie mit, dass das fröhliche Mädchen auch weiterhin lachen und leben kann. Vielen Dank.


Projekt Nr. 3165, "Medizinische Versorgung Sidonia"

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Kinderarmut in RumÄnien

BUKAREST – Die Kinderarmut in Rumänien ist seit dem Beitritt des Landes zur EU im Jahr 2007 von 50,5 auf 51 % angestiegen, während sie im ebenfalls armen Nachbarland Bulgarien von 61 auf 45,2 % sank. Rumänien hat damit die höchste Kinderarmutsrate in der Europäischen Union. Die Armut ist in den ländlichen Gebieten am stärksten ausgeprägt. Dort leben etwa 45 % der Bevölkerung des Landes, von denen ungefähr 70 % von Armut betroffen sind.
Gründe für die Armut in diesen Bereichen sehen Experten vor allem in der Wirtschaftskrise um das Jahr 2008, aber auch in der mangelnden Fähigkeit der Regierung, angemessen darauf zu reagieren. So gebe es in den ländlichen Gebieten nur eine unzureichende Infrastruktur, etwa in den Bereichen Schule, medizinische Versorgung und sozialer Wohnungsbau. Die grösste Gefahr, in Armut zu fallen, betrifft kleine Landwirte und arbeitslose Landarbeiter mit schlechter Schulausbildung, da es auf dem Land nicht genügend Arbeitsplätze gibt.



Armenien
Physiotherapie für Aleks
Vierjähriger hat keine Freunde – wegen seiner Orthesen kann er nicht mitspielen

"Legt euch die Decken über, sonst erkältet ihr euch", sagt Mutter Sweta besorgt. Es ist kalt im Zimmer. Der kleine Elektro-Ofen in der Mitte des Raumes gibt nur wenig Wärme ab. Doch das ist nur eine der kleineren Sorgen, die die 33-Jährige hat.

Sweta und ihre Kinder Hasmik (10) und Aleks (4) wurden vor vier Jahren von ihrem Mann und Vater verlassen. "Das findet man hier leider oft, dass die Männer ihre Familien verlassen und der Not entfliehen. Ihre Familien streichen sie einfach aus ihrem Gedächtnis." Auch Sweta hat nichts mehr von ihrem Mann gehört. Sie lebt mit ihren Kindern bei ihrem Schwiegervater in Mchtschjan in der Ararat-Region. Die Menschen hier betreiben Landwirtschaft und Gartenbau, man hält Vieh und erhält frische Milchprodukte. Das Klima ist hier günstig, die Ernte üppig. Doch Swetas Familie hat weder Grundstücke noch Vieh. Die alten Bäume im kleinen Garten tragen keine Früchte mehr. Die Familie konnte die Wasserrechnung nicht bezahlen und hat nun kein Wasser, um den Garten zu bewässern. Der Schwiegervater arbeitet als Klempner. Er ist nicht mehr der Jüngste, hat hohen Blutdruck, sieht schlecht, kann nicht gut hören und schafft es gerade so, ein paar Stunden pro Tag zu arbeiten. In der letzten Zeit ist sein Gesicht häufig geschwollen, aber die nötige Untersuchung kann sich die Familie nicht leisten.

"Oft haben wir nichts zu essen, die Kinder bekommen dann manchmal bei den Nachbarn etwas", berichtet Sweta. Aufgrund der Armut ist die Familie hoch verschuldet: Wie viel Geld sie wem schuldet, weiss Sweta gar nicht mehr – sie hat längst den Überblick verloren.


Der kleine Elektro-Ofen gibt nur wenig Wärme ab.

Sweta achtet darauf, dass die Kinder sich warm halten.

Swetas Sohn Aleks leidet seit seiner Geburt an einer zerebralen Bewegungsstörung. Stolz zeigt er die Spielsachen, die er im Krankenhaus geschenkt bekommen hat. "Sie sind meine Freunde und haben Namen", sagt er. Denn echte Freunde in der Nachbarschaft hat er nicht: Er kann nicht mitspielen, weil er sich nur langsam fortbewegt und in Orthesen gehen muss. Sein rechtes Bein ist viel dünner als sein linkes und der rechte Arm ist viel dünner als der linke. Das Kind braucht dringend Physiotherapie, Massagen und Medikamente. Aber dafür ist kein Geld da.
Swetas Tochter Hasmik geht in die zweite Klasse. Seit ein paar Wochen aber bleibt sie dem Unterricht fern: Sie hat keine warme Kleidung und Schuhe. Die leichten Sommerschuhe, die sie besitzt, eignen sich nicht für den armenischen Winter. "Ich warte ungeduldig auf den Frühling, damit ich wieder aus dem Haus und in die Schule gehen kann", so Hasmik.

Bitte helfen Sie mit, dass Aleks die medizinisch notwendigen Behandlungen bekommt. Und seine Schwester benötigt dringend angemessene Kleidung, damit sie zur Schule gehen kann. Vielen Dank für jede Spende.


Projekt Nr. 3166, "Familienhilfe Sweta Poghosjan"

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Rumänien
Ein kleines Haus für Mihai und Maria
Eltern sorgen sich um die Sicherheit ihrer sechs Kinder

Mihai (37) war schon einmal obdachlos, und gemeinsam haben er und seine Frau Maria (31) gar in einem grossen Kleiderschrank gehaust. "Damals waren wir so verliebt, da hat uns das nichts ausgemacht", lachen sie. Doch jetzt haben die beiden sechs Kinder, und ihre Wohnsituation bereitet ihnen grosse Sorgen.

Das kleine Holzhaus am Rande des Dorfes Apata, 37 Kilometer von Brasov entfernt, bietet kaum Schutz gegen Wind und Wetter. Durch die Holzbalken pfeift der Wind, und es gibt weder Strom noch fliessendes Wasser. Eine provisorische Toilette befindet sich ausserhalb des Hauses auf einem Hügel. Acht Personen leben auf zehn Quadratmetern: Mihai und Maria sowie ihre Kinder Larisa (11), David (8), Daniel (7), Iasmina (6), Alexandra (4) und Flavius (2). Larisa, David und Daniel besuchen die Schule, Iasmina und Alexandra den Kindergarten. "Ich bin selten zur Schule gegangen, weil ich, eine Sinti, häufig von Lehrern und Mitschülern misshandelt wurde. Wir haben es hier in der Gegend schwer. Mihais Brüder wollen nichts mehr mit ihm zu tun haben, weil er eine Sinti geheiratet hat", erzählt Maria. Ihr und Mihai ist die Ausbildung ihrer Kinder sehr wichtig.

Mihai und seine Brüder wurden von ihren Eltern verlassen, als er drei Jahre alt war. Er wuchs bei seinen Grosseltern auf, seine Brüder bei anderen Verwandten. Als die Grosseltern starben, verlor er sein Zuhause, denn das Haus gehörte der Ortsgemeinde.


Die Eltern achten darauf, dass die Kinder saubere Kleidung tragen und zur Schule gehen.

Das Haus ist marode und zugig.

Mihai gab die Schule auf, arbeitete in der Landwirtschaft und machte seinen Führerschein. Er bekam einen Job als Lastwagenfahrer. "Ich war Tag und Nacht unterwegs und hatte kaum Zeit, auszuruhen", erinnert er sich. So kam es auch zu einem Unfall: "Ich war völlig übermüdet, nachts und auf regennasser Strasse unterwegs und habe einen Fussgänger angefahren. Ihm ist nicht viel passiert, aber ich war meinen Führerschein los und kam für zwei Jahre ins Gefängnis."

Wegen seiner Gefängnisstrafe findet der 37-Jährige keine feste Arbeit. Ab und zu bekommt er einen Job für einen Tag. Die Familie lebt vom Kindergeld. Oft hat sie kein Essen auf dem Tisch, und Maria fährt nach Brasov, um dort zu betteln. Manchmal bekommt sie Kleidung für ihre Kinder geschenkt. "Dafür bin ich sehr dankbar", erzählt sie. Der grösste Wunsch der Familie ist ein festes und stabiles Haus mit einem Badezimmer. "Unser Haus ist so unsicher, dass ich Angst um meine Kinder habe", sagt Maria. Wir möchten dieser Familie helfen und den Kindern ein sicheres Dach über dem Kopf geben. Dafür benötigen wir rund 10 000 Franken (9 000 Euro). Bitte helfen Sie dieser in Not geratenen Familie. Vielen Dank.


Projekt Nr. 3167, "Hausrenovierung Familie Botca"

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Neues Gesetz in Albanien

TIRANA – Im Dezember 2015 verabschiedete das albanische Parlament mit grosser Mehrheit ein Gesetz, welches Kriminellen verbietet, öffentliche Ämter zu bekleiden. 131 von 140 Abgeordneten stimmten der Gesetzesvorlage zu.
Schwerkriminelle wie Mörder und Vergewaltiger sind demnach grundsätzlich von der Ausübung eines Amtes ausgeschlossen, während andere Straftaten dazu führen, dass die Täter sich für eine bestimmte Zeit nicht um diese Ämter bewerben können. Wer sich der Korruption schuldig gemacht hat, ist demnach für zwanzig Jahre ausgeschlossen; Straftaten, die mit einer Gefängnisstrafe von zwei Jahren oder weniger geahndet wurden, führen zu einem Ausschluss für zehn Jahre. Dies betrifft alle Abgeordneten, Lokalpolitiker, Staatsbedienstete, Beamte sowie Angehörige der Streitkräfte und der Polizei. Das Gesetz gilt als eines der schärfsten seiner Art in Eu-ropa und wurde von der Europäischen Union, zu deren Beitrittskandidaten Albanien zählt, positiv bewertet.



Nepal
Wärme gegen den kalten Winter
Unermüdlich verteilen Man Bahadur und seine treuen Helfer Schutz gegen die Kälte

Es ist kalt in Dhading Besi. Dieser Winter ist sogar aussergewöhnlich kalt. Alt und Jung wickeln sich eng in Tücher und Decken. Sie hoffen auf Hilfe – und auf einen bald beginnenden Frühling.

Es ist sonnig, aber der blaue Himmel kann nicht über die Kälte hinwegtäuschen, in der die rund 800 Menschen zurzeit ausharren. Während des Sommers waren sie auf dem Hochplateau der Hitze und dem Monsun ausgeliefert, nun weht dort ein eisiger Wind. Sie sammeln sich um die wenigen Feuerstellen und suchen Schutz in Zelten, in denen sie nah beieinandersitzen und warten – sie warten auf Hilfe; darauf, dass die Regierung ihre Versprechen wahr macht und ihnen sowie allen weiteren Obdachlosen ein neues Zuhause zuweist, und darauf, dass Menschen kommen, um sie mit Nahrung und Kleidung sowie Decken zu versorgen.

Erst kürzlich durfte Man Bahadur mit seinen treuen Helfern, dank der von Ihnen getätigten Spenden, einen Lieferwagen mit Decken und Matratzen beladen und diese verteilen. Die Freude kannte keine Grenzen. "Nun können wir besser schlafen. Die Matratzen und Decken halten die Kälte ab. Ich bin so froh – vor allem für meine Kinder ist es sehr schwer. Sie frieren so schnell", erzählt eine junge Mutter. Sie lebt seit vergangenem Mai mit ihren Kindern auf dem Hochplateau. Ihren Mann hat sie seit dem Beben nicht mehr gesehen. So muss sie alleine für die Kinder sorgen.


Unermüdlich geht die Hilfe für Notleidende in den Lagern um Dhading Besi weiter.

Auch das Waisenhaus in Dhading wird weiter renoviert. Die Witterungsverhältnisse und der Mangel an geeigneten Baumateria-lien erschweren diese Arbeit. "Es dauert alles viel länger als geplant. Das Embargo seitens Indien hat die Fortsetzung der Arbeiten zusätzlich erschwert. Es wird noch lange dauern, bis alles wieder seinen gewohnten Gang geht", berichtet Man Bahadur. Gas und Öl sind noch immer Mangelware in Nepal. Aber dadurch lassen sich die Leiter der von Diaconia unterstützten Einrichtungen nicht beirren. Dolma, Leiterin einer Einrichtung in Pokhara, ist zuversichtlich: "Wir haben einen Gott, der grösser ist als diese Situation. Und wir haben erlebt, dass er uns und die uns anvertrauten Kinder gut versorgt. Wir haben zwar keinen Überfluss, aber es ist immer genügend für alle da. Die Hilfesuchenden, die an unsere Tür klopfen, haben wir noch nie abweisen müssen."

Auch wenn der Winter nun bald vorbei ist und der Frühling das Land wieder erwärmen wird, hat die Not der Obdachlosen noch kein Ende. Bis zu dem Zeitpunkt, wo sie ihr zukünftiges Zuhause zugewiesen bekommen, sind sie auf unsere Hilfe angewiesen.

Bitte unterstützen Sie Man Bahadur, Dolma und ihre Helfer durch Gaben und Gebete, damit sie auch weiterhin die Notleidenden gut versorgen können. Gott segne Sie dafür.


Projekt Nr. 3168, "Nepal — Erdbebenhilfe"

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Armenien
Medikamente und Lebensmittel für Arsen
Dreijähriger musste sich in seinem kurzen Leben bereits vier schweren Operationen unterziehen

"Ich bin so froh, dass mir wenigstens jemand zugehört hat", sagt Serine Bulojan (32) nach dem Gespräch mit unserem Diaconia-Mitarbeiter. Auf mehr wagte die bescheidene Frau nicht zu hoffen. Doch wir möchten helfen, denn es geht um ihre kleinen Kinder.

Serine lebt in der Stadt Artaschat, 60 km von der Hauptstadt Jerewan entfernt, gemeinsam mit ihrem Mann Howhannes und den beiden Kindern Arsen und Mariam. Serines Mutter starb früh und ihr Vater freute sich sehr, als die Tochter heiratete; er wünschte ihr alles Glück der Welt. Ein Jahr nach der Hochzeit fingen die schweren Tage an: Arsen kam drei Monate zu früh auf die Welt. Die Ärzte hatten damals kaum Hoffnung, dass der kleine Junge überleben würde. Sie rieten Serine sogar, das Kind in ein Kinderheim zu geben. Doch Serine brachte das nicht übers Herz.

40 Tage blieben Mutter und Sohn im Spital. Langsam nahm der Junge zu und entwickelte sich gut. Doch etwas war nicht in Ordnung. Nach vielen Untersuchungen wurde schliesslich eine Unterentwicklung des rechten Auges diagnostiziert – Retinopathie.


Arsens rechtes Auge ist deutlich geschädigt.

Serine und ihre Schwiegermutter sorgen sich um Arsen und die kleine Mariam.

Die dringend benötigte Operation musste jedoch in St. Petersburg durchgeführt werden. Das Ministerium für Gesundheitswesen half der armen Familie bei den Flugkosten. Aber das Geld für den Eingriff musste sie selbst aufbringen. Sie verkaufte alles: den goldenen Ring, der an Serines verstorbene Mutter erinnerte, und das Grundstück des Vaters, das die Familie ernährte. Serine und Howhannes fuhren nach Jerewan, gingen von Haus zu Haus, sprachen wildfremde Menschen an und baten um Spenden. "Die Menschen waren sehr verständnisvoll und hilfsbereit", wundert sich Serine noch heute. Arsen wurde schliesslich im Alter von nur drei Monaten in St. Petersburg operiert. Mit Erfolg. Die Familie war glücklich.

Eineinhalb Monate später bekam der kleine Arsen jedoch plötzlich hohes Fieber. Das Auge des Kindes schwoll an. Im Krankenhaus stellten die Ärzte ein Glaukom fest, was den Verlust des Sehnervs bedeuten kann. Das Kind wurde operiert. Einmal, zweimal, dreimal.

Jetzt ist Arsen drei Jahre alt. Er kann nur ein paar Worte und wenige kleine Sätze sprechen. Und er bekommt viele Medikamente, die allesamt sehr teuer sind. Doch die Familie lebt nur von Arsens Behindertenrente und der Altersrente der Grossmutter. Manchmal bekommt Howhannes einen kleinen Job. Doch auf diese Einkünfte kann man sich nicht verlassen. Auch die kleine Mariam ist krank. Einer ihrer Wirbel ist krumm, sie benötigt Physiotherapie.

Wir möchten Arsen und seiner kleinen Schwester helfen. Mit Ihrer Hilfe möchten wir die Kinder mit Kleidung, Medikamenten und gesunden Lebensmitteln versorgen. Bitte helfen Sie dieser Familie durch Spenden und Gebete. Vielen Dank dafür.


Projekt Nr. 3169, "Familienhilfe Serine Bulojan"

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Armenien / BAZ
Neuer Boden für Bäckerei-Rohstofflager
Raum muss dringend renoviert werden, um den hygienischen Vorschriften zu genügen

Hässliche dunkle Flecken auf dem Boden im Rohstofflager des BAZ machen das Problem offensichtlich: Die hygienischen Standards rund um die Lagerung von Lebensmitteln und Küchen-utensilien können hier nicht eingehalten werden. Bei näherem Hinschauen wird das ganze Ausmass deutlich: Die Flecken sind Schimmel, der sich aufgrund von Feuchtigkeit auf dem Linoleum gebildet hat. Das geht nicht!

Die Bäckerausbildung gehört zu den wichtigsten Berufsausbildungen im BAZ und besitzt bereits eine jahrelange Tradition. Aus diesem Grund legt die BAZ-Leitung grossen Wert auf alle Faktoren, die den Erfolg des Lehrgangs garantieren. Dazu gehören auch die Raumbedingungen, die unbedingt den sanitär-hygienischen Vorschriften entsprechen müssen. Denn schliesslich sind der richtige Umgang mit Lebensmitteln und die Hygiene ein wichtiger Teil der theoretischen Ausbildung.

So sauber und hygienisch ist der Praxisraum der Bäcker nach der Renovierung.

Der grosse Schimmelfleck in der Nähe der Lebensmittel ist nicht duldbar.

Die Theorie- und Praxisräume der Bäcker- und Konditorenausbildung befinden sich im Untergeschoss des BAZ und entsprechen weitestgehend den Vorschriften. Vor Kurzem erst wurden die Wände an den Waschbecken im Praxisraum der Bäckerei gefliest. Nur das Rohstofflager, in dem die Materialien für den Praxisunterricht gelagert werden, entspricht den Hygieneanweisungen leider noch nicht. Es ist also dringend notwendig, dass dieser Raum renoviert und den Standards angepasst wird. Ein gefliester Boden, geflieste Wände sowie verschliessbare Schränke sind unverzichtbar. Für die notwendigen Arbeiten und die Einrichtung fehlt der Paros-Stiftung leider das Geld. Deswegen bitten wir Sie, uns bei der Finanzierung der Renovierung des Rohstofflagers zu helfen. Insgesamt wird ein Betrag von 7 100 Franken (6 400 Euro) benötigt. Wir danken Ihnen für Ihre tatkräftige Unterstützung.

Projekt Nr. 3170, "Renovation Berufsausbildungszentrum BAZ"

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Albanien
Ziegen für Familie Tara
Das Leben in einem vergessenen Dorf ist hart, die tägliche Versorgung schier unmöglich

Agim und Shpresa wissen oft nicht, wovon sie sich und ihre Kinder Taf (13), Gerta (17) und Gesjana (9) ernähren sollen. Aber bald schon könnten hier im Stall Ziegen stehen – und mit ihnen die Hoffnung auf eine bessere Zukunft der gesamten Familie.

Familie Tara lebt in der Gemeinde Kruja im Dorf Shkrete. Nur zwölf Familien harren dort aus – der Rest ist bereits fortgezogen. Sogar der Bürgermeister hat das Weite gesucht. "In Shkrete will niemand wohnen. Wir sind hier von allem abgeschnitten. Man braucht drei Stunden, um mit dem Auto in die Stadt zu fahren. Und wenn es geregnet hat, ist der Weg unpassierbar, und man muss fünf Stunden zu Fuss laufen", erzählt Mutter Shpresa. Sogar während der Diktatur in Albanien hat sich niemand um dieses Dorf gekümmert oder gar den Menschen geholfen.

Familie Tara wohnt im Haus von Agims Bruder, der in Griechenland lebt. Ein Raum steht ihr zur Verfügung – der Rest ist für sie unzugänglich. Ein Raum mit einem Regal, zwei Betten und einem Holzofen. Ein nackter Fussboden, eine nackte Glühbirne und Löcher im Putz. Die desolaten Lebensbedingungen haben Vater Agim krank gemacht. Er leidet unter psychischen Problemen, die sich durch den kontinuierlichen Wegzug der Menschen aus dem Dorf verschlimmern. Arbeit gibt es für Agim und Shpresa in diesem einsamen Dorf nicht. So lebt die Familie von der Sozialhilfe. Auch der 13-jährige Taf ist aufgrund der Umstände erkrankt: Er leidet an Asthma, und die Medikamente verbrauchen einen grossen Teil der Sozialhilfe.


Um ausschliesslich Zwiebeln auf dem Markt in der Stadt zu verkaufen, ist der Weg zu weit und zu teuer.

Der Stall ist schon da – wir würden gerne für Bewohner sorgen.

Die Familie lebt in einem kargen Raum mit einem Holzofen.

Die Familie bebaut ein kleines Stück Land. Maiskolben und Zwiebeln unter der Decke zeugen von der kargen Ernte. Die Fahrt in die Stadt ist so umständlich und teuer, dass es sich kaum lohnt, die Ernte dort auf dem Markt zu verkaufen.

"Ich wünschte, wir könnten unsere Kinder in die Schule schicken und ihnen eine Möglichkeit für ein besseres Leben geben. Aber wir können uns das einfach nicht leisten. Wir können ja kaum das tägliche Brot kaufen. Da sind Hefte, Stifte und so weiter einfach nicht mehr drin", sagt die Mutter.

Es ist uns ein grosses Anliegen, die Not dieser Familie zu lindern. Dazu gibt es eine gute Möglichkeit: Hinter dem Haus gibt es einen alten Kuhstall, der seit vier Jahren leer steht. Dort könnte die Familie Ziegen halten. Aus der Milch könnte sie Käse herstellen und diesen gemeinsam mit dem Gemüse verkaufen. So wären auch die Fahrtkosten in die Stadt rentabel. Fünf Ziegen mit Futter für einige Monate kosten insgesamt rund 1200 Franken (1000 Euro). Wir möchten für Familie Tara diese Tiere gerne kaufen und ihr dadurch ein Auskommen inmitten dieser harten Gegend ermöglichen. Für Ihre Spende danken wir Ihnen herzlich.


Projekt Nr. 3171, "Ziegen für Familie Tara"

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Rumänien
Frieden für Maria und ihre Kinder
Häusliche Gewalt endete in einem nächtlichen Überfall und Todesangst

Grosse Narben überziehen Marias rechte Gesichtshälfte. Sie erzählen von einer Vergangenheit voller Gewalt, welche die 31-Jährige und ihre drei Kinder erleben mussten. "Und es ist noch nicht ausgestanden", befürchtet die junge Mutter.

Maria sorgt allein für ihre drei Kinder. Die beiden Söhne Ionathan (14) und Petre (9) stammen aus ihrer ersten Ehe mit Robert. "Ich war 16, als ich Robert kennenlernte. Meine Familie war arm und hatte viele Probleme. Ich dachte, wenn ich heirate und eine eigene Familie gründe, würde alles besser." Doch Robert stellte sich als faul heraus. Die Last der Familie lag allein auf Marias Schultern. Als sie mit Petre schwanger war, verliess Robert sie wegen einer anderen Frau.

Nach der Scheidung versuchte Maria, die Kinder alleine durchzubringen. 2010 lernte sie Dorin kennen, den Vater ihrer jüngsten Tochter Georgiana (18 Monate). In der ersten Zeit lebten sie ein ruhiges Leben. "Die Nachbarn hatten mich schon vor Dorin gewarnt, er sei sehr gewalttätig. Aber ich glaubte, dass er mich so sehr lieben würde, dass ich sicher wäre", sagt sie und fügt leise hinzu: "Ich war so naiv."


Die grossen Narben auf Marias Gesicht erzählen von dem nächtlichen Überfall und ihrer Todesangst.

Das Haus muss dringend instand gesetzt werden.

Die Hütte ist ärmlich und die Fenster sind mit Pressholz notdürftig geflickt.

Bald begann Dorin, sie und die Kinder zu schlagen. Irgendwann hielt es Maria nicht mehr aus und warf ihn hinaus. "Ich konnte und wollte so nicht mehr leben. Da das Haus mir gehört, musste er gehen." Aber Dorin gab nicht auf. Vor allem wenn er betrunken war, kam er zum Haus, randalierte und tat der Familie Gewalt an. Viele Male kam die Polizei, um Dorin zu verwarnen – die einzige Strafe für ihn.

Eines Nachts drang er mit einem Messer ins Haus ein. Er stürzte sich auf Maria und wollte sie töten. Ihre beiden Söhne alarmierten die Nachbarn, die Dorin schliesslich überwältigen konnten. Von dieser Attacke zeugen die grossen Narben auf Marias Wange. Marias Söhne haben, da sie alles mit ansehen mussten, Narben auf ihren Seelen.
Dorin sitzt zurzeit wegen versuchten Mordes im Gefängnis. "Ich weiss nicht, was passiert, wenn er wieder auf freien Fuss kommt", sagt Maria besorgt. Doch jetzt will sie sich erst einmal um ihre Kinder kümmern. Aber ihr Haus ist baufällig, es gibt weder Strom noch fliessendes Wasser, Fenster und Türen sind mit Holz geflickt.

Wir möchten Maria und ihren Kindern helfen und sie mit Essen, Kleidung, einem neuen Ofen und Feuerholz sowie Schulsachen versorgen. Zudem möchten wir ihnen Baumaterial liefern, damit das Haus instand gesetzt und für die kleine Familie zu einem sicheren Rückzugsort werden kann. Bitte helfen Sie dieser Familie durch Gaben und Gebete, damit sie das Erlebte gut verarbeiten kann.


Projekt Nr. 3172, "Familienhilfe Maria Florea"

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