Mail an Diaconia
Report
Ausgabe 03, März 2017


Rumänien
Vieh für Ana und ihre Familie
Hilfe zur Selbsthilfe für Ana und Vasile

Als Teenager wurde Ana von ihrem Stiefvater geschlagen und lief von Zuhause weg, in der Hoffnung, bei der Tante in Brasov Unterschlupf zu finden. Doch diese vertrieb das Mädchen nach einem Tag. Nur einer barmherzigen Frau ist es zu verdanken, dass Ana nicht auf der Strasse landete.

Inzwischen ist Ana (22) mit dem Sohn ihrer Wohltäterin, Vasile (26), verheiratet und hat selbst Kinder. Das klingt nach Happy End. Doch die junge Familie hat grosse Herausforderungen zu bewältigen.

„Wir lieben einander und unsere Kinder“, sagt Ana lächelnd. David (5), Florin (3) und Daniel (1) sind der Mittelpunkt der Familie. Die Eltern tun ihr Bestes, damit es den Sprösslingen gut geht. Doch diese Menschen sind sehr arm. Sie leben im Haus von Vasiles Mutter; Diese will das Gebäude bald auf die kleine Familie überschreiben. Vasile verliess die Schule bereits nach der 8. Klasse. Er findet nur Tagelöhner-Jobs. Im Winter ist es besonders schwierig, Arbeit zu finden, und es fällt ihm schwer, für den Lebensunterhalt seiner Lieben aufzukommen.

David wünscht sich genügend Feuerholz, um das Haus zu wärmen.

Ana mit ihren Jüngsten vor dem Haus.

Das windschiefe Plumpsklo ist 30 Meter vom Haus entfernt.

Das Leben ist hart für die fünfköpfige Familie. Das kleine Haus wird mit einem Holzofen erwärmt, doch der Wind pfeift durch die Ritzen. Es gibt weder fliessendes Wasser noch Strom. Das provisorische Plumpsklo befindet sich 30 Meter vom Haus entfernt. Sohn David besucht den Kindergarten. Er ist ein aufgeweckter, fröhlicher Junge. Sorgen bereitet den Eltern dagegen Florin. Der Dreijährige weint viel, scheinbar ohne Grund. „Ich habe Angst, dass eine Krankheit dahintersteckt. Wir konnten das bisher nicht abklären lassen, aber wir machen uns ernsthafte Sorgen“, bekennt Ana.

Dieser Familie möchten wir gerne helfen und ihr mit dem Kauf von Hühnern, zwei Schweinen und einer Kuh den Grundstein für ein eigenes Einkommen legen. Mit einem Pferd könnte Vasile zudem einen Transportdienst anbieten und zusätzlich etwas Geld verdienen. So könnte die Familie sich selbst versorgen und wäre nicht mehr auf fremde Hilfe angewiesen. Rund 6 500 Franken (6 020 Euro) würden für dieses Selbsthilfeprojekt benötigt. Ganz herzlichen Dank, wenn Sie uns dabei unterstützen und dieser Familie damit eine eigenständige Zukunft ermöglichen.


Projekt Nr. 3332, "Familienhilfe Lazar"

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Albanien
Sicherheit und Wärme für Familie Gjini
Hochwasser macht Haus unbewohnbar und beraubt Familie fast aller Habseligkeiten

„Das ist alles, was wir haben retten können“, sagt Pjeter Gjini (58) und zeigt auf das Gitter unter der Zimmerdecke. Dort sieht man Schuhe, Taschen und Kleidungsstücke liegen. Familie Gjini hat während des vergangenen Hochwassers fast alles verloren.

Das Haus, das Pjeter und seine Frau Marie (54) vor 19 Jahren mit eigenen Händen aufgebaut hatten, ist derzeit unbewohnbar: Deutlich ist zu sehen, wie hoch das Wasser stand. Nun breitet sich Schimmel aus, der Putz bröckelt ab. Der Strom wurde sicherheitshalber abgestellt. Pjeter, seine Frau Marie und die Kinder Jetmir (21), Dorina (22), Marjola (19) und Danil (16) teilen sich nun einen kleinen Raum neben dem Kuhstall. „Ich arbeite bei der städtischen Strassenreinigung. Nach meiner Schicht darf ich das Auto mit nach Hause nehmen, um darin zu schlafen. Der Raum ist schon für meine Frau und meine Kinder viel zu klein“, erzählt Pjeter. „Gott sei Dank sind unsere beiden ältesten Töchter schon verheiratet. Zu siebt könnten wir hier nicht leben.“

Zurzeit wohnt die Familie neben dem Kuhstall.

Die Eltern achten sehr darauf, dass ihre Kinder eine gute Schulbildung bekommen. Dank der Kuh können sie Käse und Milch verkaufen und ihren Kindern den Schulbesuch ermöglichen. Pjeters Lohn von rund 175 Franken (163 Euro) reicht für die Nebenkosten und die Dinge des täglichen Bedarfs sowie für die Medikamente der Eltern; Pjeter leidet unter psychischen Problemen, Marie hat zu hohen Blutdruck. Hin und wieder reicht es auch noch für ein neues Kleidungsstück.

Geld für eine Instandsetzung des Hauses ist jedoch nicht vorhanden. Die meisten Arbeiten könnte der Vater in Eigenleistung verrichten, und die Hilfe von Freunden und Nachbarn ist ihm gewiss. Im derzeitigen Wohnraum stinkt es nach Kuhstall – ein Zustand, dem wir gleichzeitig Abhilfe schaffen möchten. Wir planen, die Familie mit Baumaterial für die Sanierung des Wohnhauses, Kleidung und Lebensmitteln zu unterstützen. Alles in allem benötigen wir rund 4 300 Franken (4 000 Euro), um dieser Familie nachhaltig und effektiv helfen zu können. Herzlichen Dank, wenn Sie diesen vom Hochwasser betroffenen Menschen helfen.

Projekt Nr. 3333, "Hochwasserhilfe Familie Gjini"

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Armenien / BAZ
Englisch für den Start ins Berufsleben
Erfolg versprechende Qualifikation für sozial schwache Menschen

„Ich möchte etwas zurückgeben und anderen den Start ins Berufsleben erleichtern“, sagt Haykuhi. Die junge Frau ist ein ehemaliges Diaconia-Patenkind und konnte, dank dieser Unterstützung, Englisch studieren. Jetzt ist sie Lehrerin im BAZ und gibt ihr Wissen an andere weiter.

„Ohne Englischkenntnisse geht es heutzutage in anspruchsvolleren Berufen nicht mehr“, berichtet Haykuhi. Das weiss auch der 21-jährige Hovsep Arakelyan, der mit seinen Eltern und Geschwistern für das Studium nach Jerewan umziehen musste. Hovsep versuchte, neben dem Studium eine Arbeit zu finden. Für die Arbeit im IT Bereich muss er zwingend die englische Sprache beherrschen – aber Englisch wird an seiner ehemaligen Dorfschule nicht gelehrt. Einen Sprachkurs konnte die Familie nicht bezahlen, und das Angebot im Berufsausbildungszentrum BAZ war Hovseps letzte Hoffnung. Jetzt ist der junge Mann als Web-Programmierer tätig und schreibt Programme für Android-Geräte. Mit seinem Gehalt unterstützt er seine Familie.

Lehrerin Haykuhi mit ihren motivierten Schülerinnen und Schülern.

Gohar hat den Englischkurs erfolgreich abgeschlossen.

Im Rahmen des Englischkurses werden sozial schwache Menschen neun Monate lang in den drei Sprachniveaus A1, A2 und B1 kostenlos unterrichtet und mit den nötigen Lehrbüchern und Schreibwaren versorgt. Auch Gohar Mirsoyan (20) hat davon profitiert. Sie studiert Zahnmedizin – ein sehr teures Studium. Aufgrund ihres Fleisses und ihrer guten Leistungen hat sie ein Stipendium erhalten. Um an Seminaren und Fortbildungen teilnehmen und berufliche Fertigkeiten entwickeln zu können, sollte Gohar Englisch lernen, was sich ihre Familie nicht leisten konnte. So kam die junge Frau ins BAZ, besuchte sehr erfolgreich den Englischkurs und kann nun an einem zahnmedizinischen Austauschprogramm mit Ungarn teilnehmen.

Drei Erfolgsgeschichten; drei Beispiele dafür, wie wichtig Englisch für die berufliche Qualifikation ist. Doch um dieses Projekt am Leben zu erhalten, sind wir dringend auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Die Kosten pro Person belaufen sich auf rund 215 Franken (200 Euro). Darin enthalten sind sämtliche Kommunalabgaben, der Lohn für die Lehrerin sowie benötigte Lehrbücher und Schreibwaren. Ein Lehrgang ist für 24 Personen ausgelegt – so entsteht eine Gesamtsumme von 5 160 Franken (4 820 Euro) pro Kurs. Herzlichen Dank, wenn Sie uns helfen und dieses Projekt mit Ihrer Gabe unterstützen; diese Ausbildung macht für die Teilnehmer einen wichtigen Unterschied.


Langzeitprojekt Nr. 3334, "Englischkurs BAZ"

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Rumänien
Therapien für Cristina und Ionut
Geschwister hatten einen schlechten Start ins Leben – nun haben sie ein Zuhause

Das Kinderheim Casa Ray in Dobreni ist für viele Kinder ein wichtiger Zufluchtsort. Ohne die Liebe und Fürsorge, die sie hier erleben, wären viele von ihnen wahrscheinlich verelendet oder sogar gestorben.

Wie beispielsweise Ionut Misaila (14) und seine Schwester Cristina (12). Die Kinder waren der Gleichgültigkeit ihrer Eltern schutzlos ausgeliefert. Sie lebten unter unvorstellbaren Bedingungen in einem kahlen Raum und ohne jede Erziehung oder Bildung. Als die Mutter die Familie verliess und der Vater wegen Tuberkulose und Alkoholismus ins Spital kam, sollten sie zunächst bei einer Tante unterkommen, die ebenfalls unter extrem schlechten Bedingungen lebte und zudem trank. Zu ihrem eigenen Schutz wurden sie dann jedoch vor rund acht Jahren ins Casa Ray gebracht.

Beide litten unter grossen psychischen und physischen Defiziten: Sie konnten sich kaum mitteilen, waren sehr schwach, weigerten sich zu essen und kannten die einfachsten Dinge des Alltags nicht. Cristina war zudem ernsthaft krank.


Ionut und seine Schwester sind fleissige Schüler.

Cristina ist sehr lebhaft.

Jetzt, acht Jahre später, sind die Geschwister gute Schüler, und beide teilen sich gerne mit. Cristina ist voller Lebensfreude, hat viele Freunde und lacht gerne. Doch obwohl die beiden schon lange im Casa Ray sind, haben sie die Bürde ihrer schweren Kindheit zu tragen. Sie haben immer noch Probleme mit der korrekten Aussprache, sind aufbrausend und manchmal sehr ängstlich. Wir möchten den Geschwistern gerne helfen, denn mit der Pubertät kommt eine neue Herausforderung auf sie zu. Sie benötigen Begleitung und professionelle Hilfe, damit sie selbstbewusste Erwachsene werden können. Deswegen sollen beide jeweils eine Sprach- und eine Gesprächstherapie machen können. Wir rechnen mit einem Zeitraum bis zu einem halben Jahr und benötigen dafür rund 2 100 Franken (1 960 Euro). Bitte schenken Sie diesen jungen Menschen die Chance auf eine hoffnungsvolle Zukunft und ermöglichen Sie ihnen diese Therapie durch Ihre Spenden. Herzlichen Dank dafür.

Langzeitprojekt Nr. 3335, "Gesprächstherapie Cristina und Ionut"

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RumÄnien — Neuer MinisterprÄsident

Drei Wochen nach der Parlamentswahl hat Präsident Klaus Iohannis den ehemaligen Telekom-Minister Sorin Grindeanu von der sozialdemokratischen Partei (PSD) zum neuen Ministerpräsidenten ernannt.
Die Suche nach einem neuen Regierungs-
chef war nicht einfach gewesen, da der PSD-Vorsitzende Liviu Dragnea wegen Wahlfälschung vorbestraft war und daher das Amt nicht ausüben durfte. Stattdessen schlug er seine Wunschkandidatin, die ehemalige Ministerin für regionale Entwicklung Sevil Shhaideh vor, die zur muslimischen türkisch-tatarischen Minderheit im Land gehört und zu Dragneas treuesten Parteigängern zählt. Sie wurde von Iohannis ebenfalls, ohne Angabe von Gründen, abgelehnt; mutmasslich, weil ihr syrischer Ehemann ein Anhänger des syrischen Diktators Baschar Al-Assad ist und eine solche Verbindung das Verhältnis Rumäniens zu anderen EU-Staaten beeinträchtigen könnte.
Der designierte neue Ministerpräsident strebt eine Koalition seiner Partei PSD mit der liberalen ALDE-Partei an.





Armenien
Warmes Wasser für Familie Mirsojan
Raum und Muskelkraft sind vorhanden, nur das Material für ein eigenes Bad fehlt

Kinderwünsche sind manchmal überraschend: „Ein Badezimmer mit warmem Wasser wünsche ich mir“, antwortet Marieta (12) spontan auf die Frage, worüber sie sich am meisten freuen würde. Und sie hat auch einen guten Grund dafür.

„Meine Mama hat immer solche Rückenschmerzen. Das kommt bestimmt vom vielen Wasserschleppen“, berichtet sie. Familie Mirsojan lebt in Chambarak, etwa 120 Kilometer von Jerewan entfernt. Zur Familie gehören Vater Wrujr (30) und Mutter Srbuhi (32), Grossmutter Warsik (54), Onkel Karen (27), und die Kinder Marieta (12), Marianna (6), Geworg (4) und Artjom (3). Die Kinder sind im Diaconia-Patenschaftsprogramm, und die Familie ist dankbar für die regelmässige Unterstützung. „Wir sind sehr glücklich, dass es so gute und hilfsbereite Menschen gibt. Und wir danken Gott jeden Tag dafür“, so die Zwölfjährige mit ernstem Gesicht.

Mutter Srbuhi (r.) hat eine grosse Familie zu versorgen.

Das Leben der Familie ist beschwerlich: der Onkel ist behindert, die Grossmutter körperlich sehr schwach. Wruir verdient als einziger der Familie etwas Geld. Obwohl die Kinder im Haushalt helfen, bleibt vor allem die schwere Arbeit an Mutter Srbuhi hängen. Wie viele Eimer Wasser sie pro Woche zum Erwärmen in die Küche trägt, um diese anschliessend in den Raum, der ein Badezimmer sein könnte, zu bringen, hat sie nicht gezählt. Acht Personen wollen sich waschen, ihre Kleidung muss gereinigt werden, und Srbuhi braucht noch Wasser zum Kochen. „Oft waschen wir uns mit kaltem Wasser; aber das ist im Winter kaum auszuhalten. Manchmal dürfen wir bei den Nachbarn warm baden – das ist so schön, dass wir gar nicht mehr aus der Wanne heraus wollen“, erzählt Marieta und lächelt.

Hier möchten wir gerne helfen. Ein Raum mit Wasseranschluss ist vorhanden, allein die nötigen Installationen und die Ausstattung fehlen noch. Die Familie würde bei den Bauarbeiten tatkräftig mit Hand anlegen. Mit 2 300 Franken (2 150 Euro) könnte das Badezimmer fertiggestellt werden und Marietas Wunsch in Erfüllung gehen.
Herzlichen Dank für jede Spende.  


Projekt Nr. 3336, "Badezimmer für Familie Mirsojan"

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Nepal
Sichere Fahrt auf allen Wegen
Es gehört Mut dazu, sowohl Kinder als auch Einkäufe zu transportieren.

Als Man Bahadur Tamang von einer Fahrt mit den Kindern zurückkommt, sieht man ihm an, dass etwas nicht stimmt. Sein Lächeln erscheint gequält, und er berichtet, dass er soeben einen Unfall mit seinem Motorrad hat verhindern können.

„Plötzlich rutschte das Vorderrad weg. Das Schlagloch, durch das wir fuhren, war noch feucht. Durch rasche Reaktion konnte ich Schlimmeres abwenden.“ Wer schon einmal in Dhading / Nepal war, weiss, dass die Strassen dort voller Schlaglöcher und teilweise auch sehr steil sind. Steine und Ge-röll – bei Regen Matsch und Schlamm – machen die unbefestigten Wege sehr gefährlich. Viele Häuser, so auch das Waisenhaus von Man Bahadur, sind nur schwer zu erreichen. Wer keinen Jeep besitzt, steht oft vor grossen Herausforderungen.

Man Bahadur mit seinen Schützlingen, eng aneinander gedrückt.

Da Man Bahadur nicht nur die Einkäufe selbst tätigt, sondern auch dafür Sorge trägt, dass seine Schützlinge in die Schule kommen – er bringt sie bis zur nächs-ten Bushaltestelle oder gar bis zur Schule – benötigt er dringend ein Auto, welches den Ansprüchen der Umgebung gerecht wird. „Seit Jahren fahre ich alle Strecken mit dem Motorrad. Aber so langsam kommt das in die Jahre. Es werden immer mehr teure Reparaturen fällig, manchmal springt es gar nicht mehr an. Was soll ich tun? Das Geld für ein neues Fahrzeug, am besten einen geländetauglichen Jeep, fehlt. Wir können gerade so die Kinder versorgen“, berichtet er nachdenklich.

Schon lange sucht Man Bahadur nach einem guten Gebrauchtwagen. Aber auch in Nepal sind diese Fahrzeuge sehr teuer. Rund 8 000 Franken (7 480 Euro) müssten investiert werden. Wir möchten Man Bahadur gerne helfen, ein der Umgebung angemessenes Fahrzeug zu kaufen, um sowohl die Kinder als auch die Einkäufe zukünftig sicher transportieren zu können. Für Ihre Unterstützung danken wir Ihnen herzlich.


Projekt Nr. 3337, "Nepalhilfe"

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Rumänien
Winterhilfe und eine Perspektive
Er ist ein liebevoller Familienvater und kann mit Vieh umgehen.

„Am meisten fürchten wir die Zeit, in der ich keine Arbeit finde. Das Leben hier ist hart, aber im Winter – ohne Arbeit – wird es trostlos.“ Filip (51) schaut beschämt auf den Boden, seine Frau Geni (33) streichelt ihm sanft über die Hand. „Es ist schwer“, nickt sie.

Die beiden leben mit ihren acht Kindern Georgiana (14), Vasile (12), Andrei (10), Marian (8), Dragos (6), Diana (4), Alexandra (2) und Florentina (1) in Teliu, 24 km von Brasov entfernt. In seiner Kindheit erlebte Filip viel Gewalt durch seine alkoholkranken Eltern. Den eigenen Kindern schenkt er seine ganze Liebe. Filip hat sich vom Nachbarn ein Stück Holz geliehen und zerkleinert es mit der Axt. „Die Kinder sollen es warm haben“, sagt er und weiss doch, dass dieses Stück Holz nicht lange wärmen wird. Die Familie ist sehr arm. Zu arm für Strom, zu arm für fliessendes Wasser, zu arm für genügend Essen und eben auch zu arm für Holz.

Filip spaltet ein Stück Holz, um etwas Wärme ins Haus zu bekommen.

Der Hund ist Spielkamerad und Wärmequelle zugleich.

Als Tagelöhner kann Filip im Sommer Schafe hüten. Georgiana und Vasile begleiten ihn oft. 8 Franken (7,50 Euro) bekommen sie für einen ganzen Tag. Aber im Winter benötigt niemand Filips Hilfe. Keines der Kinder besucht die Schule. Schulkleidung und -material können sie sich nicht leisten. „Ich weiss, dass so die spätere Armut der Kinder vorprogrammiert ist. Mir und Geni ging es ja nicht anders. Wenn wir die Chance bekämen, regelmässig Geld zu verdienen, könnten zumindest die Jüngsten noch etwas Vernünftiges lernen“, sagt der Vater nachdenklich.

Wir möchten diesen Menschen auf zwei Arten helfen: Kurzfristig mit Holz, Kleidung und Nahrungsmitteln. Langfristig, indem wir ihnen Baumaterial für einen Stall, eine Umzäunung sowie Ziegen, Hühner und ein Schwein liefern. Auch für eine Toilette möchten wir sorgen. Rund 8 000 Franken (7 480 Euro) benötigen wir für diese umfassende Hilfe. Mit dieser Investition schenken Sie dieser Familie eine eigenständige Zukunft. Ganz herzlichen Dank!


Projekt Nr. 3338, "Familienhilfe Marsavela"

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Armenien
Ein Ort zum Lernen für die Kleinsten
Mit vereinten Kräften renovieren die Menschen in Ttudschur ihren Kindergarten

Zu Beginn wurde das Gebäude im Dorf Ttudschur schon einmal als Kindergarten genutzt; später wurde daraus eine Unterkunft für Soldaten. Lange Zeit stand das Haus dann leer und war dem Verfall preisgegeben. Doch jetzt kehrt Leben in die Mauern zurück, denn die Dorfbewohner packen tüchtig mit an, um einen neuen Kindergarten entstehen zu lassen.

Armenische Kinder kommen bereits als Zweijährige in den Kindergarten; hier werden sie betreut, während ihre Eltern arbeiten. Rund 70 Kinder im Kindergartenalter leben im Dorf Ttudschur. Doch der ehemalige Kindergarten kann zurzeit nicht benutzt werden. Nun haben sich die Dorfbewohner, fleissige und aktive Leute, entschlossen, das alte Gebäude wieder herzurichten, um den Jüngsten im Dorf einen Ort zu schaffen, wo sie spielerisch lernen können und auf die Schule vorbereitet werden. Geplant sind drei Altersgruppen: Eine für Kinder im Alter von zwei bis drei Jahren, eine von drei bis vier Jahren und eine weitere von vier bis fünf Jahren.

Bald sollen hier viele fröhliche Kinder spielen können.

Jeder im Dorf arbeitet voller Elan mit.

Jeder, der kann, packt mit an: alt und jung, ehemalige und aktuelle Dorfbewohner, Kinder und Eltern. Einige Arbeiten wurden bereits fertiggestellt: Das Gebäude wurde renoviert und erhielt ein neues Dach. Der Wasser- und Stromanschluss inklusive Installationen stehen vor der Vollendung. Überall sieht man Menschen, die mithelfen. Während die Männer und Jungen des Dorfes derzeit den alten Boden erneuern, möchten wir uns um die Inneneinrichtung kümmern. Es fehlt an einfachen Spielsachen und Lehrmitteln, aber auch an Betten und Bettwäsche. Die Frauen des Dorfes möchten die Wäsche selbst nähen, aber es fehlt an Stoff. Für die Einrichtung inklusive kompletter Kinderbetten benötigen wir rund 12 950 Franken (12 100 Euro). Lassen Sie sich von dem Neuanfang und den vielen helfen Händen inspirieren und unterstützen Sie, gemeinsam mit uns, dieses wertvolle Projekt. Vielen Dank.


Projekt Nr. 3339, "Kindergarten in Ttudschur"

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Rumänien
Silvius Hand soll greifen können
Erfolgversprechende Handoperation ist möglich – für die Familie jedoch unerschwinglich

„Buntstifte sind das Grösste für ihn“, berichtet Eugenia (67) lächelnd und schaut liebevoll zu ihrem Enkel. Der vierjährige Silviu sitzt, gut in Decken gehüllt, auf dem Bett und malt. Die Stifte bekam er von einem Nachbarn geschenkt.

Es ist kühl in dem kleinen Haus. Hier wohnt Eugenia mit ihrem Enkel und ihrer Mutter Lea (86). Der kleine Junge wird gut versorgt. „Er ist unser Augenstern“, lächelt Eugenia. Sie erinnert sich daran, wie Silvius Mutter Anca den gerade sechs Monate alten Jungen einfach auf dem Bett absetzte und sagte: „Entweder kümmerst Du Dich um ihn, oder ich gebe ihn in ein Waisenhaus.“ Obwohl die beiden älteren Frauen nur von Leas kleiner Rente von 68 Franken (63 Euro) monatlich leben, war es für sie selbstverständlich, den Enkel bzw. Ur-Enkel aufzunehmen.

Silvius Hand könnte operiert werden.

Silviu malt für sein Leben gern.

Silviu ist ein aufgeweckter Junge, der seine Grossmutter mehrmals täglich an der Schürze zieht, um ihr etwas zu zeigen. „Er entdeckt die Welt“, freut sich die 67-Jährige. Doch die linke Hand des Vierjährigen ist verkrüppelt. Es gibt jedoch begründete Hoffnung, dass er sie später einmal benutzen könnte – dazu ist eine Operation notwendig. „Wir haben einen Arzt aufgesucht, der uns gesagt hat, dass bei Silviu Finger angelegt sind. Man könnte daher operieren. Aber uns beiden Frauen fehlt das Geld dazu.“ Der Eingriff würde 4 200 Franken (3 925 Euro) kosten – so viel wie Leas gesamte Rente der vergangenen fünf Jahre.

Wir möchten Silvius Operation gerne bezahlen und die Familie dazu noch mit Lebensmitteln und Holz versorgen. Im kommenden Herbst soll Silviu in den Kindergarten kommen. Eine funktionierende Hand wäre für ihn dabei ein grosses Geschenk. Bitte helfen Sie diesem kleinen Jungen durch Ihre Gaben und Gebete. Vielen Dank.


Projekt Nr. 3340, "Handoperation Silviu"

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Diaconia
Ein Hilfsgütertransport kostet 3 240 Franken

Soeben erklärte sich ein pensionierter Geschäftsmann bereit, beim Beladen von Lastwagen mit Hilfsgütern zu helfen. – Der älteste freiwillige Helfer wird im laufenden Jahr 96-jährig. Mit dem GA fährt er jeweils aus dem Kanton Bern nach Beinwil am See. Trotz fortgeschrittenem Alter arbeitet er noch wie ein Junger. – Die meisten Helfer gehören dem Ladeteam während vieler Jahre an. Eine Frau konnte 2016 gar ihr zwanzigjähriges Jubiläum feiern.

Eine Hilfsgüterlieferung nach Rumänien mit einem rumänischen Lastwagen kostet 3 240 Franken (3 030 Euro). In der Vergangenheit bereitete es uns stets Mühe, die Transportkosten aufzubringen. Erstmals erlaubten wir uns in der November-Ausgabe unseres Blattes, auf diese Schwierigkeit hinzuweisen. Dankbar dürfen wir feststellen, dass uns daraufhin genügend Spenden erreichten, um die anfallenden Kosten eines Transportes zu decken. Allen Gönnern danken wir für ihren Beitrag herzlich. – Bereits sind wieder genügend Güter für eine weitere Hilfslieferung am Lager.


Projekt Nr. 3341, "Hilfsgütertransporte"

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