Report
Ausgabe 04, April 2010


Armenien
Arpik ist nach einer Serie von Schicksalsschlägen völlig verzweifelt
Drei Töchter – drei Tragödien
Arpik Atojan hat fast keine Tränen mehr. Ihr Leben ist tief gezeichnet von einer Serie von Schicksalsschlägen. Ehemann Robert: an Magenkrebs gestorben. Tochter Hajkuhi: an einer Blutvergiftung gestorben. Tochter Armine: an Magenkrebs gestorben. Arpik muss sich nun um ihre noch lebende Tochter Marieta und um drei Enkelkinder kümmern. Ohne die rasche Hilfe von Diaconia ist ihre Situation aussichtslos.
Arpik stammt aus dem Grenzdorf Noraschen. In einer Spielzeug-Fabrik lernte sie ihren späteren Ehemann Robert kennen. Robert, der aus ärmsten Verhältnissen stammte und eine schwere Kindheit hatte, arbeitete hart, um seine Familie so gut wie möglich zu versorgen. 1978 zog die Familie mit ihrer neugeborenen Tochter Marieta in die Hauptstadt Jerewan. Als Fahrer verdiente Robert ausreichend. 1979 wurde die zweite Tochter Armine geboren, 1982 kam die dritte Tochter Hajkuhi zur Welt. Ein Leben in Frieden und Eintracht.
Marieta heiratete früh und bekam eine Tochter. Doch bald ging ihre Ehe in die Brüche. Marietas Mann fuhr auf der Suche nach Arbeit ins Ausland. Er hat sich nie mehr gemeldet.
1997 heiratete die mittlere Tochter Armine, 1998 kam ihre Tochter Ani zur Welt. 2001 gründete Hajkuhi ihre eigene Familie. Dem Ehepaar wurden zwei Kinder geschenkt, der Sohn Arman und die Tochter Gohar. Arpik führte den Haushalt und stand ihren Töchtern bei. Nach der Geburt von Gohar fühlte sich Hajkuhi schlecht. Sie bekam hohes Fieber. Im Spital stellte sich heraus, dass sie sich bei der Entbindung eine Blutvergiftung zugezogen hatte. Zehn Tage kämpfte sie um ihr Leben – und verlor. „An jenem Tag, als sie unsere Welt verliess, bat sie mich nur, für ihre beiden Kinder zu sorgen, die ihre grösste Liebe waren“, erzählt die grauhaarige Arpik mit Tränen in den Augen.
Die ganze Familie versank in Trauer. Der gesundheitliche Zustand von Robert verschlechterte sich nun rapide. Der Verlust seiner 22-jährigen Tochter hat ihn zutiefst erschüttert. Er starb fünf Monate nach Hajkuhis Begräbnis.
„Es war danach für uns unmöglich, in jener Wohnung weiterzuleben“, berichtet Arpik, „alles erinnerte mich an Hajkuhi. Überall suchten meine Augen nach ihr. Ich sah ihren Schatten an der Wand, ich sah sie vor dem Fenster stehen, ein Alptraum, der kein Ende hatte.“ Die Wohnung wurde verkauft, die Familie zog in ein Wohnheim.
Armine klagte plötzlich über Schwindelgefühle. Die Ärzte vermuteten, der Grund dafür sei eine Depression. Dann begann sie stark zu erbrechen. An einem Novembertag fiel sie ins Koma. Armine starb im Oktober 2009 an Magenkrebs, der sich bereits im ganzen Körper ausgebreitet hatte.
Armines Tochter Ani (12), Hajkuhis Kinder Arman (7) und Gohar (5), sowie Marieta mit ihrer Tochter leben nun gemeinsam mit Arpik in einer Mietwohnung. Ihre Situation ist dramatisch. Marieta macht Gelegenheitsarbeiten, doch sie verdient sehr wenig. Nicht jeden Tag haben die Kinder eine warme Mahlzeit. Zudem leidet die kleine Gohar an Asthma und braucht immer kostspielige Medikamente. Arpik schenkt ihren Enkelkindern viel Aufmerksamkeit und Zuneigung, doch die Liebe der verstorbenen Mutter kann durch nichts ersetzt werden.
Wir möchten Sie herzlich um Ihre tätige Nächstenliebe bitten. Mit Ihrer Hilfe kann die schlimmste materielle Not dieser leidgeprüften Familie gelindert werden. Bitte helfen sie mit, dass neue Hoffnung ins Leben von Arpik, ihrer Tochter und ihren Enkelkindern einzieht.
Projekt Nr. 1467, "Familienhilfe Arpik"

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Armenien
Achtjähriger Junge mit schwerem Schicksal – Vater verschwunden, Mutter mittellos – Wer bezahlt die teure Krebstherapie?
Der kleine Areg kämpft mutig gegen den Krebs
Als Areg starke Schmerzen im Bein bekam, war seine Mutter Arpi sehr beunruhigt. Doch ihr fehlte das Geld, um ihren acht Jahre alten Sohn von einem Arzt behandeln zu lassen. Erst die finanzielle Hilfe ihrer älteren Schwester ermöglichte es, den Jungen im Spital in Jerewan zu untersuchen. Die Diagnose war niederschmetternd: eine bösartige Geschwulst im Becken. Areg musste sich zunächst einer Krebstherapie unterziehen, dann folgte eine Operation.
Die Erleichterung war gross, als der Tumor entfernt werden konnte. In der Rehabilitationszeit hat der krebskranke Junge gut auf die Therapien angesprochen. Eine Untersuchung bei Spezialisten in Sankt Petersburg brachte erfreuliche Ergebnisse. Doch bis er endgültig geheilt ist, stehen dem Jungen noch weitere Krebstherapien bevor.
Ein ganzes Jahr kämpft Mutter Arpi nun schon um das Überleben ihres Sohnes. Der schmächtige Junge mit blassem Gesicht hat noch nie eine Schule besucht. Das Krankenhaus ist zu seinem ständigen Aufenthaltsort geworden. Areg hört gerne zu, wenn die Mutter ihm im Krankenzimmer Geschichten vorliest. Das ist seine grösste Freude in einem ansonsten tristen Alltag im Krankenbett.
Obwohl alle Verwandten regelmässig einen Teil ihrer Gehälter beisteuern, reicht das Geld nicht, um Areg die notwendige Behandlung zu ermöglichen. Ungefähr 1300 Franken (etwa 890 Euro) benötigt die Familie monatlich für die Therapien und für spezielle Nahrung. Die Ärzte sind voller Hoffnung, dass die tückische Krankheit bald endgültig eingedämmt werden kann – wenn die Behandlung fortgesetzt wird.
In seinem kurzen Leben hat Areg schon viele schmerzhafte Erfahrungen machen müssen. Sein Vater Narek verliess die Familie und verschwand spurlos. Die Lage der kleinen Familie verschlimmerte sich dadurch drastisch. Auf einmal fehlte der Versorger. Arpi, Areg und seine Schwester standen plötzlich vor dem Nichts, ohne Einkommen und ohne Hoffnung.
Um dem kleinen Areg eine Chance zum Weiterleben zu geben, brauchen die Diaconia-Mitarbeiter in Armenien dringend Ihre Unterstützung. Nur mit Ihrer grosszügigen Hilfe können diese dunklen Tage im Leben der kleinen Familie überwunden werden.
Projekt Nr. 1468, "Areg soll leben"

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Armenien
Der kleine Samvel hat eine seltene Krankheit – Geschwulst unter der Zunge füllt sich mit Flüssigkeit
Verzweifelte Mutter übernimmt die Aufgaben der Ärzte
Mit der Geburt des kleinen Samvel hat für Familie Makarian ein langer Leidensweg begonnen. Samvel kam im Frühling 2008 in dem entlegenen Dorf Ajgut zur Welt. Er leidet an einer Lymphzyste. Das bedeutet, dass er unter seiner Zunge eine Geschwulst hat, die sich ständig mit Flüssigkeit füllt. Jede Woche müsste die Geschwulst vom Arzt behandelt werden – für die arme Familie unbezahlbar!
Der Alltag der Bewohner des Dorfes ist von Hunger und Not geprägt. Jene Familien, die ein wenig Vieh besitzen, können ihre Kinder wenigstens mit Milch und Fleisch ernähren. Alle anderen müssen jeden Tag um ihr Überleben bangen. Die medizinische Versorgung ist völlig unzureichend. Die Dorfkliniken befinden sich in einem schlechten Zustand, es fehlt an Spezialisten und an der nötigsten Ausstattung. Nicht einmal die einfachsten medizinischen Geräte sind vorhanden.
Als die Eltern Samvel zum ersten Mal in die Dorfklinik brachten, nahmen ihn die Ärzte nicht auf, weil sie dem Kleinen einfach nicht helfen konnten. Die Familie musste Schulden machen, um Samvel in einem Hauptstadt-Spital auf der Intensivstation betreuen zu lassen. Nach Empfehlung der Mediziner muss Samvel jeden siebten Tag ins Spital gebracht werden, damit die Flüssigkeit entfernt wird. Doch die Familie ist zu arm, um die Reisen und den Aufenthalt im Krankenhaus bezahlen zu können. Die hohen Ausgaben lassen die Eltern beinahe verzweifeln. In den vergangenen Monaten wurde Samvel wegen der finanziellen Schwierigkeiten kein einziges Mal ins Krankenhaus gebracht. Seine Mutter Gajane war gezwungen, die Prozedur selbst durchzuführen, um das Leiden ihres Kindes etwas zu mildern.
„Samvel weint bitter. Wenn die Geschwulst sich mit Flüssigkeit füllt, wird sie grösser und verursacht unerträgliche Schmerzen. Es zerreisst mir das Herz! Ich bin dann gezwungen, mit einer Spritze diese Flüssigkeit selber zu entfernen. Einen anderen Ausweg gibt es nicht, sonst kann das Kind nicht essen und trinken“, erzählte die überforderte Mutter.
Es ist risikoreich, diese Prozedur zu Hause zu machen, weil Samvel sich dabei leicht eine Infektion zuziehen kann. Ausserdem wird die Flüssigkeit im Laufe der Zeit dicker, wodurch ihr Entfernen erschwert wird.
Die Mediziner vermuten, die Geschwulst könne bösartig sein. Deshalb muss Samvel so schnell wie möglich umfassend untersucht werden. Die Eltern sind sich bewusst, dass sie das nicht bezahlen können – selbst dann nicht, wenn sie ihr kleines Haus verkaufen. Für die Familie würde der Verkauf den endgültigen Absturz bedeuten: Müssen die betagten Grosseltern und der zweite Sohn, der vier Jahre alt ist, dann auf der Strasse leben?
Mutter Gajane weiss nicht mehr, wie es weitergehen soll, und setzt nun alle Hoffnungen auf Diaconia. Bitte helfen Sie dem kleinen Samvel und schliessen Sie dieses arme Kind in Ihre Gebete ein!
Projekt Nr. 1469, "Nothilfe Samvel"

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Albanien
Neue Hoffnung für Familie Tatani nach dem plötzlichen Tod des Ehemanns und Vaters
Mit einer Kuh der Armut entfliehen
Emilie Tatani hat neue Hoffnung. Die Witwe freut sich auf eine Kuh, die Diaconia der Familie übergeben möchte. Das Tier kann der verzweifelten Frau und ihren drei Kindern das Überleben ermöglichen.
Emilie Tatani lebt in der Ortschaft Synej. Als Diaconia-Einsatzleiter Artan Metohu sich mit ihr traf, war ihr Mann gerade eine Woche tot. Die Trauer war ihr deutlich anzumerken. Gemäss der Tradition trug die Witwe schwarze Kleidung. Auf dem Dorf ist es üblich, dass eine Witwe bis zu ihrem Lebensende schwarz gekleidet bleibt.
„Mein Mann hat uns sehr plötzlich verlassen. Er war erst 48 Jahre alt“, berichtete sie. Nach einem Schlaganfall sei er innerhalb einer halben Stunde gestorben. Er sei immer sehr besorgt gewesen um seine Familie. Aber weil er die meiste Zeit arbeitslos war, habe es immer an Geld gefehlt, trotz einiger Gelegenheits-Jobs.
Emilie befürchtete, dass sie nun endgültig in der Armut versinken müsse. Nachdem Artan Metohu ihr sein Beileid ausgesprochen hatte, erläuterte er das Kuh-Projekt. Emilie war sofort begeistert. Rund um ihr ärmliches Haus sei genügend Platz für eine Kuh, versicherte sie. Sie habe früher schon Erfahrung gesammelt, wie man eine Kuh versorgt und aus der Milch verschiedene Produkte herstellt. „Diese Kuh wird uns aus der Armut führen“, war die Witwe überzeugt, „wenn wir genügend Milch und Milchprodukte haben, können wir uns selbst versorgen. Was übrig bleibt, können wir auf dem Markt verkaufen.“
Emilie will Käse und Joghurt für den Eigenbedarf herstellen. Durch den Verkauf der übrigen Milch kann sie so viel lösen, dass sie mit ihren Kindern überleben kann. Sogar die Schulden beim Lebensmittelhändler des Ortes könnte sie dann tilgen.
Bisher leben Emine und ihre drei Kinder von 160 Franken (110 Euro), die sie monatlich als Sozialfürsorge bekommen. Davon können sie sich keine Kuh leisten. Die kostet in Albanien etwa 2400 Franken (1640 Euro). Mit Ihrer Hilfe kann Diaconia das Tier kaufen. Ein wegweisendes Projekt für die Hilfe zur Selbsthilfe. Dafür bitten wir um Ihre Unterstützung!
Projekt Nr. 1470, "Kuh für Familie Tatani"

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Rumänien
Christliche Gemeinde in Brasov: Gott verändert das Leben von Menschen
Neuer Gottesdienstraum braucht eine Heizung
Diaconia unterstützt eine christliche Gemeinde in Brasov. Das frühere Kronstadt hat rund 280.000 Einwohner und liegt im Südosten von Siebenbürgen. In den vergangenen Jahren haben dort viele Menschen erlebt, wie der Glaube an Jesus Christus ihr Leben grundlegend verändert hat.
Die christliche Gemeinde ist vor 18 Jahren entstanden. Damals war eine kleine Gruppe junger Menschen berührt von dem Elend der Familien, die durch Armut, Alkohol und Gewalt zerstört wurden. Sie fingen an, auf den Strassen zu predigen, dass Gott jeden Menschen heilen und jede Familie wiederherstellen wolle.
Viele Jugendliche und Kinder, aber auch Erwachsene wandten sich daraufhin Gott zu. Beziehungen wurden wiederhergestellt, Menschen wurden befreit von Alkohol, Depressionen, Einsamkeit und Schuld. Jugendliche, die vorher gestohlen hatten, fingen an, ihren Lebensunterhalt mit Arbeit zu verdienen. Gott war offensichtlich am Wirken im Leben dieser Menschen.
Die Kinder und Jugendlichen, die damals eine Entscheidung für Gott trafen, haben inzwischen selbst Familien gegründet. Gegenwärtig besteht die Gemeinde aus etwa 180 Mitgliedern, wovon rund 70 Kinder sind. „Durch unsere Aktivitäten, wie zum Beispiel Konzerte für Jungendliche, Filme mit einer christlichen Botschaft, Seminare und Konferenzen bringen wir immer wieder eine Botschaft der Hoffnung zu den Menschen, die ohne Gott leben“, berichtet Diaconia-Mitarbeiter Marius Demsa.
Die Gemeinde will jetzt in einen neuen Saal umziehen. Dort gibt es auf 600 Quadratmetern genügend Platz für den Gottesdienst, den Kinderhort, den Kindergottesdienst, einen Lagerraum, Toiletten und ein Büro. Das Gebäude hat jedoch keine elektrischen Leitungen und keine Heizung. Um es funktionstüchtig zu machen, sind eine grosse Menge Baumaterial und viel Arbeit nötig.
Diaconia möchte der Gemeinde helfen, die Heizung für diesen neuen Saal anzuschaffen und zu installieren. Dies erfordert etwa 7500 Franken (rund 5000 Euro). Helfen Sie mit?
Projekt Nr. 1471, "Heizung Gemeinde"

In der Gemeinde ein neues Leben gefunden:
Visalom (23) wuchs in einem Kinderheim auf. „Eines Tages kam jemand zu mir und erzählte von Jesus, dass er mir meine Sünden vergeben und mir helfen will. Ich wusste, dass ich viele Fehler gemacht hatte. Dieser Junge hat mich zu einem Gottesdienst eingeladen. Dort begegnete ich vielen Menschen, die sehr glücklich waren. Am Schluss gab es einen Aufruf, wer gerne mit Gott ein neues Leben anfangen möchte, solle nach vorne kommen. Ich ging nach vorne und bat Gott, mir zu vergeben und mein Leben neu zu machen. Seither gehe ich in die Gemeinde und mein Leben hat sich radikal verändert.“

Marius (31) litt unter seinem gewalttätigen, alkoholabhängigen Vater: „1996 gingen wir, alle fünf Geschwister, in den Gottesdienst. Da ist ein Wunder geschehen. Wir haben Gottes Liebe erlebt und unser Leben und unsere Sorgen Gott übergeben. Seit damals hat sich unser Leben sehr verändert. Wir sind so froh, dass der Alkohol keinen Einfluss mehr hat. Sogar mein Vater kommt heute von Zeit zu Zeit in den Gottesdienst. Nur dank Gottes Hilfe bin ich heute nicht wie mein Vater. In der Gemeinde habe ich viel gelernt. Die Gemeinde ist meine Familie und wir werden hier immer wieder ermutigt, nicht aufzugeben.“

Ionut stammt ebenfalls aus einer Alkoholiker-Familie: „Vater hat uns ans Bett gebunden und mit Stöcken geschlagen. Im Winter hat er uns manchmal ohne Kleider in den Schnee geworfen. Ich bin von zuhause weggelaufen. Mein Vater hat meine Mutter getötet. Er kam ins Gefängnis, wir Kinder lebten als Strassenkinder in Brasov. Eines Tages kam ein junger Mann zu mir und erzählte mir von der Liebe Jesu. In der Gemeinde begegnete ich Gott und fing an, ihm nachzufolgen. Jetzt habe ich echte Freunde, die mich in schwierigen Situationen ermutigen. Seit zwei Jahren bin ich glücklich verheiratet. In der Gemeinde habe ich viele praktische Dinge gelernt, wie ich Gott dienen kann, aber auch, wie ich ein guter Ehemann sein kann, wie wichtig es ist zu vergeben und viele andere Dinge. Ich erzähle jetzt gerne meinen alten Freunden, was Gott in meinem Leben bewirkt hat.“

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Rumänien
Ärzte wollen Vasile erneut operieren – Kind benötigt teure Salbe für die verbrannte Haut
Schwerstverbrannter Junge braucht weitere Hilfe
Der kleine Vasile ist auf dem Weg der Besserung, braucht aber noch viele Spezialbehandlungen. Vor gut zwei Jahren hatten wir über das tragische Schicksal des damals Zweijährigen berichtet. Während seine Eltern bei der Kartoffelernte waren, hatte eine Kerze sein Bettchen in Brand gesteckt.
Der kleine Vasile war so schwer verbrannt, dass ihn seine Mutter Mariana kaum wiedererkannte. Auf Anraten der Ärzte blieb Mariana lange im Spital und pflegte ihren Sohn.
Vasile bekam Hauttransplantationen und mehrere Bluttransfusionen von seinen Eltern. Mariana und ihr Mann sind sehr glücklich, dass ihr Sohn überlebt hat. Vasile braucht seit dem Unglück Medikamente und eine spezielle Creme, die der Haut hilft, sich zu regenerieren. Die Operation und die Spezialcreme sind sehr teuer. Familie Paraschiv kann sich das nicht leisten, und das Spital kann die lebensnotwendigen Medikamente nicht unentgeltlich zur Verfügung stellen.
Die Familie lebt in einem Holzhaus mit nur einem Zimmer, ohne Küche, ohne Strom, ohne Wasseranschluss und ohne Toilette. Das Dach ist undicht. Das Monatseinkommen von 200 Franken (140 Euro) reicht gerade zum Überleben, aber nicht für Vasiles Rehabilitation.
Nach Auskunft der Ärzte muss der Junge noch dreimal operiert werden. Durch die Eingriffe soll erreicht werden, dass er seine Finger und seinen Arm besser bewegen kann. Ansonsten werde er sich niemals selbst versorgen können. Ausserdem möchten sich die Ärzte um Vasiles vernarbte Kopfwunden kümmern.
Die Diaconia-Mitarbeiter in Rumänien haben der kleinen Familie versprochen, sie nicht mit ihrem schlimmen Schicksal alleine zu lassen. Eine Tube dieser speziellen Creme, die für Vasile so wichtig ist, kostet 90 Franken (etwa 60 Euro). Er benötigt etwa sechs Tuben im Monat – für seine Eltern unbezahlbar. Sie haben schon kein Geld, um den Jungen regelmässig ins Hospital zu bringen. Die Fahrt dorthin dauert etwa eine Stunde. Zudem sollte der Junge bessere Nahrung bekommen, als dies in seiner Familie möglich ist.
Wir bitten Sie herzlich um Ihre Unterstützung für den kleinen Vasile. Er vertraut auf Ihre Mildtätigkeit und Ihre Gebete!
Projekt Nr. 1472, "Heilung Vasile"
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Rumänien
Kinder der bitter armen Familie Bodor verkaufen ihre letzten Tomaten für Medizin
Familie bettelt um Leben in einer Bruchbude
Der Gerichtsvollzieher kam zusammen mit der Polizei, um Familie Bodor aus dem Haus zu werfen. Sie hatte seit Juli 2007 ihre Miete nicht mehr bezahlt, weil das Geld nicht einmal fürs Essen reichte und sie zeitweise hungern musste. Als die Behördenvertreter die Unterkunft der Familie sahen, packte sie das Mitleid. Sie verzichteten vorerst darauf, die fünfköpfige Familie bei Temperaturen von minus 30 Grad vor die Tür zu setzen.
Die Bodors haben ein monatliches Einkommen von 31 Franken (21 Euro). Dafür kann man in Rumänien vier Kilo Fleisch oder 20 Liter Milch kaufen. Aber das reicht nicht, um fünf Menschen zu ernähren.
Lajos Bodor (42) und seine Frau Angela (41) leben in ständiger Angst, dass sie ihr Dasein auf der Strasse fristen müssen. Sie können vor Angst oft nicht mehr schlafen. Ihre Unterkunft hat nur einen Raum und eine kleine Küche. Es ist kalt und zugig, es gibt keinen Strom, kein fliessendes Wasser und keine Toilette. Aber selbst diese Bruchbude ist noch weit besser, als gar kein Dach über dem Kopf zu haben.
Die ganze Familie ist krank. Angela hat nur eine Niere und leidet möglicherweise an Krebs. Lajos hatte vor zehn Jahren einen Arbeitsunfall. Seither kann er eine Hand nicht mehr bewegen. Sergiu (18) hat Probleme mit den Augen, Ciprian (16) mit den Blutgefässen im Kopf. Für ärztliche Untersuchungen und Therapien fehlt das Geld. Vor kurzem waren einige Kilo Tomaten das letzte Essbare im Haus – die Jungen haben sie verkauft, um Medizin besorgen zu können. Oft ist eine Scheibe trockenes Brot ihre einzige Mahlzeit am Tag. Sie essen sie abseits der anderen Schüler, damit sie nicht auffallen.
Mutter Angela hat Diaconia um Hilfe gebeten. Es ist ihr grösster Wunsch, dass ihre Familie weiterhin ein Zuhause hat. Diaconia möchte dieser Familie gerne helfen. Das ist nur mit Ihrer tätigen Nächstenliebe möglich. Herzlichen Dank für alle Barmherzigkeit!
Projekt Nr. 1473, "Familienhilfe Bodor"

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Armenien
Von Sargis Svarian (armenischer Diaconia-Mitarbeiter)
Kinderbibeln bringen Augen zum Leuchten
In unserer Familie war das Wort Gottes sehr gut bekannt. Doch in der kommunistischen Zeit war es für die Menschen nicht einfach, an ihrem Glauben festzuhalten. Die wenigen Sonntagsschulen funktionierten nur im Geheimen. Als Kind besuchte ich eine solche Sonntagsschule. Ich hörte dort die frohmachende Botschaft des Evangeliums und wollte mehr über die Geschichten in der Bibel erfahren. Doch es fehlte an Unterrichtsmaterial und an Bibeln. Eine eigene Kinderbibel zu haben war damals ein fast unerreichbarer Traum.
Seither sind viele Jahre vergangen. Nach dem Ende des Kommunismus öffneten sich in Armenien, dem ältesten christlichen Land der Erde, viele Menschen für einen lebendigen christlichen Glauben. In vielen Familien werden die Kinder nun nach christlichen Prinzipien erzogen. Jetzt leite ich selbst mehrere Sonntagsschulen und bin für deren erfolgreiche Arbeit verantwortlich.
Im Herbst 2009 war ich als neuer Diaconia-Mitarbeiter bei einer Versammlung anwesend, an der auch Martin Hintermann und Christian Sartorius aus der Schweiz teilnahmen. Neben vielen anderen Fragen wurde auch die Evangelisation unter Kindern diskutiert. Gerade der Meinungsaustausch über dieses Thema brachte mich auf den Gedanken, den Diaconia-Patenkindern Kinderbibeln zu schenken. Bei einem Gespräch mit dem Leiter des evangelischen Jugendzentrums in Armenien bekam ich seine Zusage, uns 1000 Kinderbibeln zur Verfügung zu stellen. Diese Nachricht hat Einsatzleiter Baru Jambazian mit grosser Freude aufgenommen. Er meinte, dass diese Bibeln einen guten Einfluss auf die Kinder haben werden.
Seit Ende Dezember haben wir nun die Möglichkeit, den Kindern eine grosse Freude zu bereiten und ihnen diese herrlichen Bücher zu schenken. Die Kinder zeigen starkes Interesse am christlichen Glauben. Viele Kinder stammen aus gläubigen Familien, besuchen die Kirche und nehmen an den Gottesdiensten in ihren Gemeinden teil. Für jene, die zum ersten Mal in ihrem Leben die Liebe von Jesus Christus kennenlernen, ist dies ein nachhaltiges Erlebnis. Mit Begeisterung nehmen sie die Bibel in die Hand, blättern darin und lesen Verse daraus vor.
In kurzer Zeit wurden bereits viele Kinderbibeln verteilt. Wir sind dankbar, dass diese Bibeln bei den Kindern die Liebe zu Gott wecken. Die Botschaft von der Liebe Jesu macht den Menschen Mut und zeigt ihnen, dass sie in ihrer Notlage nicht vergessen werden und dass Gott immer für sie da ist. Es ist vorgesehen, weitere 6000 Bibeln zu beschaffen und zu verteilen. Dürfen wir dabei auf Ihre Unterstützung zählen? Ganz herzlichen Dank im Voraus.
Projekt Nr. 1474, "Kinderbibeln"







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