Report
Ausgabe 04, April 2012


Armenien
Marusjas Leben ist geprägt von Schicksalsschlägen und Verlusten
Ein Leben geprägt von Krankheit und Tod

Marusja Grigorian hatte es nie leicht im Leben. Als sie ein Jahr alt war, starb ihre Mutter an den Folgen der Geburt ihres kleinen Bruders. Kurz danach kam die Diagnose, dass er geistig behindert ist. Marusja und ihr Bruder wuchsen bei der Grossmutter Gexecik auf, denn Marusjas Vater kam bei einem Unfall ums Leben.

Trotz ihrer schweren Verluste kümmerte sich Grossmutter Gexecik rührend um ihre Enkel. Neben ihnen musste sie sich zusätzlich um ihre von Geburt an behinderte Tochter und ihren geistig behinderten Sohn kümmern. Gexeciks Mann arbeitete als Bauarbeiter und konnte die grosse Familie nur schwer ernähren.

Marusja beendete die Schule mit ausgezeichneten Noten und machte eine Ausbildung zur Krankenschwester. Währenddessen lernte sie Chatschik kennen, den sie 1984 heiratete. Durch die Hochzeit erhoffte sie sich die Bewältigung ihrer schweren Vergangenheit und ein unbeschwerteres Leben. Doch es kam anders: Ihr erstes Kind starb an einer schweren Lungenentzündung. Dann kamen ihre drei Töchter Aida, Sona und Armine zur Welt, es folgte 1994 ihr Sohn Narek. Schon früh wurde bei ihm festgestellt, dass er geistig behindert ist und an einer Entwicklungsverzögerung leidet. „Ich träumte davon, keine Medikamente mehr kaufen zu müssen und sie nie mehr in meinem Schrank zu sehen. Ich hatte schon panische Angst vor den Sirenen der Krankenwagen, die regelmässig zum Haus meiner Grossmutter fuhren. Ich hoffte, mein Leben würde anders verlaufen.“, berichtet Marusja unter Tränen.

Chatschik, ihr Mann, ist als Invalide vom Krieg um Berg-Karabach zurückgekehrt. Er ist depressiv und kann seine Familie nicht mehr versorgen. Marusja ist mit ihren Kräften am Ende. Sie muss sich auch um die übrigen Kranken der Familie kümmern: einen 60-jährigen psychisch gestörten aggressiven Onkel; einen 40-jährigen Bruder, hilflos wie ein kleines Kind; einen 18-jähriger Sohn, der geistig schlecht entwickelt ist. Sie versucht zudem, als Putzfrau etwas Geld zu verdienen. Ihr einziges konstantes Einkommen ist die Invalidenrente ihres Mannes und die Hilfe von Diaconia. Ihre beiden Kinder Narek und Armine sind im Patenschaftsprogramm.

Trotzdem hat die Familie permanent Schulden. Das Gas, das bereits im vergangenen Winter zum Heizen benötigt wurde, konnte Marusja nicht bezahlen. Deshalb wurde schon vor einem Jahr das Gas abgestellt. Sie müssen nun mit einem Elektroherd heizen. Ausserdem braucht die Familie dringend Medikamente und Lebensmittel. Diaconia ist nun die einzige Hoffnung für Marusja und ihre Angehörigen. Gott möge Sie reichlich segnen für Ihre Mildtätigkeit und Unterstützung der Armen!.

Projekt Nr. 1717, "Unterstützung Marusja"

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Armenien
Haus verkauft um die Therapien zu bezahlen – Alle Pläne zunichte gemacht
Krebserkrankung des Vaters stürzt die ganze Familie ins Unglück

Lymphknotenkrebs. Eine Diagnose, die für Betroffene schlimmer nicht sein kann. Die Schreckgespenster „Chemotherapie“ und „ohne Heilungschancen“ übernehmen das Kommando. Sie rauben betroffenen Menschen die Luft zum Atmen. So erging es auch Ararat und Larisa Mkrttschian.

Das Ehepaar hat vier Söhne. Zwei von ihnen sind schon verheiratet, einer ist Aushilfskoch und der vierte Sohn ist Student. Vater Ararat hat am Konservatorium in Jerewan Musik studiert. Er spielte später im Armenischen Philharmonie Orchester. Mutter Larisa war Konditorin in einer Schokoladenfabrik. Vom Staat bekam die Familie eine Zwei-Zimmer-Wohnung zur Verfügung gestellt. Doch dann änderte sich alles. Mit der Wirtschaftskrise verloren Larisa und Ararat ihre Anstellungen. Ararat spielte von da an auf Hochzeiten und Beerdigungen Klarinette, um etwas Geld zu verdienen.

Als die vier Kinder älter wurden, tauschte die Familie ihre Wohnung gegen ein grösseres Haus ausserhalb der Hauptstadt. So konnte auch der älteste Sohn Tigran (29) mit seiner Frau untergebracht werden. Doch schon im ersten Winter zeigten sich die Mängel an dem Haus. Durch eindringende Nässe überzogen sich die Wände mit einer Schimmelschicht. Unter den Betten wuchsen Pilze. Die beiden Töchter von Tigran sind in diesem Haus geboren, sie wurden immer wieder krank. Nach zwei Todesfällen in der Nachbarschaft machte sich Vater Ararat grosse Sorgen. 2010 entschied er sich, das Haus zu verkaufen und eine Wohnung zu erwerben. Doch bevor es dazu kam, machte die Krebsdiagnose alle Pläne der Familie zunichte. Lymphknotenkrebs und ein Tumor in der Lunge brachten Ararat von heute auf morgen in stationäre Behandlung.

Die Familie wohnt nun in einer Mietwohnung. Der Erlös aus dem Hausverkauf wurde für die Behandlung von Ararat ausgegeben. Tigran meldete sich für zwei Jahre zum Militär, um Geld zu verdienen. Er wurde jedoch krank und konnte seinen Dienst nicht antreten. Der zweite Sohn Narek (27) hat die musikalische Begabung seines Vaters geerbt. Auch er spielt bei besonderen Anlässen Klarinette und bringt so etwas Geld mit nach Hause. Narek ist verheiratet, demnächst kommt das erste Kind zur Welt. Sohn Gor (23) hat als Einziger eine feste Arbeitsstelle. Das Geld, das er nach Hause bringt, reicht aber trotzdem nicht aus. Nahe (17) ist Student an der Kunsthochschule, kann die hohen Studiengebühren jedoch kaum aufbringen. Mutter Larisa ist verzweifelt: „All meine Kinder sind begabt. Aber wegen unserer schwachen sozialen Lage können sie ihre Träume leider nicht realisieren.“ Vater Ararat kämpft tapfer gegen den Krebs, aber die Chancen für ihn stehen schlecht, er wird immer schwächer. Herzlichen Dank, wenn Sie diese arme Familie in ihrem ansonsten aussichtslosen Überlebenskampf unterstützen.


Projekt Nr. 1718, "Nothilfe nach Krebserkrankung"

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Armenien
Junge Familie benötigt Nahrung und Kleidung – Wohnung muss saniert werden
Kleine Kinder leben zwischen Abflussrohr und Stromleitungen

Lewon und Kristine Yesaian leben mit ihren vier Kindern in der Wohnung von Kristines Mutter. Lediglich ein Zimmer und eine Küche stehen ihnen zur Verfügung. Der Wohnraum ist in miserablem Zustand. Er befindet sich im Hinterhof eines ehemaligen Kindergartens und diente ursprünglich als Lager.

Lewon und Kristine heirateten 2006. Sie stammen aus armen Verhältnissen. Lewons Vater kämpfte im Krieg um Berg-Karabach und kam invalide zurück nach Hause. Da er kein Geld mehr verdienen konnte, verkaufte er seine Wohnung, damit seine Kinder nicht hungerten. Von da an ging es der Familie immer schlechter.

Kristines Vater hatte ihre Mutter verlassen, als sie neun Jahre alt war. Sie lernte früh, für sich selbst zu sorgen und arbeitete in einem Hotel als Putzfrau. Trotzdem verdiente sie so wenig, dass sie und ihre Mutter an manchen Tagen nur ein winziges Stück Brot hatten.

Das gleiche Schicksal droht nun auch Kristines Kindern. Sie hatte sich immer viele Kinder gewünscht. Nach drei Töchtern entschied sich die Familie dafür, noch ein viertes Kind zu bekommen, denn Lewon wollte gerne noch einen Sohn. 2011 wurde der Junge geboren. Das Paar hat es nie bereut, dass es sich für die Kinder entschieden hat. Doch die finanziellen Probleme machen ihnen stark zu schaffen. Zudem ist Kristines Mutter Anna jetzt arbeitslos, leidet an Bronchialasthma und hat Herzprobleme.

Lewon ist Tagelöhner. Mit dem Geld, das er nach Hause bringt, wird sehr sparsam gehaushaltet. Doch in der Wohnung stehen dringende Sanierungen an. Die Wände haben grosse Löcher und Risse, durch die die Kälte dringt. Die Fenster sind nur mit Plastikfolie ausgekleidet. Mitten im Raum befindet sich ein Abflussrohr, von dem stets ein muffiger Geruch ausgeht. An den Wänden verlaufen offene Stromkabel.

Der strenge Winter in diesem Jahr hat auch Lewon und seiner Familie schwer zu schaffen gemacht. Zweimal musste er schon Brennholz nachkaufen. Die Stromrechnung fiel auch höher aus als eingeplant. Nun hat Lewon nicht einmal mehr Geld, um Milch für seine Kinder zu kaufen. Ausserdem fehlen Schuhe, Kleidung und Windeln. Diaconia möchte dem jungen Ehepaar gerne helfen, damit Armut nicht ihr Schicksal bleibt. Dazu bedarf es Ihrer Unterstützung!


Projekt Nr. 1719, "Familienhilfe Yesaian"

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Albanien
Brutaler Ehemann – Bittere Armut nach Trennung – Es fehlt am Nötigsten
Mutter und fünf Kinder sind Opfer häuslicher Gewalt


Das Leben der 39 Jahre alten Mimi ist geprägt von Leid und Bitterkeit. Sie wurde von ihrem Ehemann verprügelt und muss nun fünf Kinder alleine versorgen. Und dies in bitterer Armut in Albanien, dem ärmsten Staat Europas. Nichts wünscht sich Mimi für ihre Kinder mehr als ein buntes, sauberes Zimmer und gute Betten.

Mimi war 13 Jahre lang mit einem Mann im Kosovo verheiratet. Während ihrer Ehe wurde sie fortwährend zum Opfer von physischer und psychischer Gewalt. Ihr brutaler Ehemann dachte keine Sekunde daran, dass sie die Mutter seiner fünf Kinder war.

Schliesslich entschied sie sich, die Scheidung einzureichen und mit ihren Kindern zurück nach Albanien zu gehen. Um Eli, das jüngste Mädchen, das gerade erst geboren war, konnte sie sich wegen ihrer angeschlagenen psychischen Verfassung nicht kümmern. Sie brachte Eli ins Kinderheim nach Shkoder. Um Geld zu verdienen und für ihre Kinder und sich etwas Essen kaufen zu können, verkauft Mimi alte Sachen, die sie im Müll findet.

„Ich habe hart gekämpft, um meine Kinder bei mir haben zu können und ihre Bedürfnisse zu befriedigen. Ich habe jahrelange Gewalt durch meinen Ex-Mann ertragen, nur damit ich meine Kinder bei mir haben kann. Ohne sie hat mein Leben keine Bedeutung mehr. Ich versuche so gut ich kann, ihnen zu helfen und sie auf die bestmögliche Art und Weise zu erziehen, aber das ist sehr schwer. Sie wachsen unter sehr schwierigen Verhältnissen auf und brauchen dringend Unterstützung“, beklagt sich Mimi bei den Diaconia-Mitarbeitern.

Marini, der älteste Sohn, ist künstlerisch sehr begabt. Auch die jüngeren Geschwister malen gern und spielen Gitarre. Schwesterchen Eli lebt immer noch im Kinderheim und Mutter Mimi besucht sie dort jeden Tag. Aufgrund ihres momentanen gesundheitlichen Zustandes benötigt Mimi Medikamente. Diese lösen jedoch eine emotionale Gleichgültigkeit aus, die ihre Aktivitäten im Haus und mit den Kindern einschränkt.

Die Kinder wohnen alle in einem Zimmer und schlafen auf kaputten Betten. Sie hätten gerne Regale für ihre Kleider und Bücher und auch für die Bilder ihres Bruders. Oft gibt es nichts zu essen für die Familie, aber die Kinder beschweren sich nicht. Sie sind früh erwachsen geworden und haben gelernt, für sich selbst zu sorgen, soweit es in ihrem Alter möglich ist.

Mimi bricht es das Herz, ihre Kinder so zu sehen. Aber sie hat die Hoffnung nicht aufgegeben und bittet Gott immer wieder um seinen Beistand und eine Veränderung der Situation. Bitte helfen Sie Mimi und ihren Kindern, damit sie nach all den Strapazen ein besseres Leben führen können!


Projekt Nr. 1720, "Gewaltopfer Mimi"

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Rumänien
Alleinerziehender Mutter fehlt es am Nötigsten
Kranke Mutter versorgt mit letzter Kraft ihre kleinen Zwillingsmädchen

Elena hatte als Kind den Wunsch, dass es ihre Kinder später mal besser haben sollten als sie. Sie nahm sich vor, dass es ihren Kindern gut gehen sollte. Doch es kam anders.

Elena hatte im Alter von sieben Jahren einen schweren Verkehrsunfall. Auf einem Zebrastreifen wurde sie von einem Auto erfasst. Sie erlitt ein schweres Schädel-Hirn-Trauma. 18 Tage lag sie im Koma. Als sie wieder aufwachte, war ihre linke Körperhälfte gelähmt. Eine sehr lange Zeit im Spital folgte. Danach nahm sie an einem Rehabilitationsprogramm teil. Doch die Lähmung der linken Seite blieb. Als Elena elf Jahre alt war, starb ihr Vater. Ihre drei Brüder verliessen daraufhin die Familie. Elena und ihre Mutter blieben allein zurück. Geld war kaum da, die beiden schlugen sich durch, so gut es eben ging.

Dann lernte Elena einen Mann kennen, die Liebe ihres Lebens – und sie dachte, nun würde alles besser. Doch Gelu war Alkoholiker und wurde gewalttätig, wenn er trank. Elena brachte Zwillinge zur Welt, die Mädchen Alina Iona und Bianca Maria. Sie wurden zu früh geboren. Kurz nach der Geburt verliess Gelu die Familie. Elena war wieder einmal auf sich alleine gestellt.

Die Kindererziehung war schwer, denn ihr fehlte es an allem. Heute sind die beiden Mädchen sechs Jahre alt. Die finanzielle Situation der Familie hat sich nicht verbessert. Ihr einziges Einkommen besteht aus dem Kindergeld in Höhe von 120 Franken (etwa 100 Euro) im Monat.

Elena wohnt mit den Kindern in einem kleinen Haus, das sie von ihren Eltern geerbt hat. Aber es gibt kein fliessendes Wasser, keine Heizung, die Stromleitungen sind marode. Die Decke droht herunterzustürzen. Sie haben kein Badezimmer. Kurz: Sie leben unter katastrophalen Umständen. Die Familie bräuchte dringend Kleidung zum Wechseln, vor allem warme Sachen. Elena wünscht sich nichts mehr, als ihre Kinder glücklich zu sehen und dass sie mal mit einem gefüllten Magen zu Bett gehen. Ausserdem bräuchte Elena dringend ärztliche Behandlung. Sie leidet an Epilepsie. Pro Monat bekommt sie vier bis sechs Anfälle. Um diese einzudämmen benötigt sie Medikamente, doch die kosten 40 Franken (etwa 33 Euro) im Monat. Geld, das Elena nicht hat.

Elena und ihre Zwillinge brauchen dringend Unterstützung. Bitte helfen Sie mit, damit Elenas Kinder Glück und Freude erleben dürfen, und schliessen Sie die Familie auch in Ihre Gebete ein!

Projekt Nr. 1721, "Elena und ihre Zwillinge"

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Rumänien
Die Sorge um ihren Enkel macht Lenuta kaputt
Grossmutter wird zur Ersatzmama

Bogdan hat im Alter von fünf Tagen seine Mutter verloren. Nicht körperlich, sondern emotional. Alexandra war mit 16 schwanger geworden. Bogdans Vater machte sich aus dem Staub, er fühlte sich der Verantwortung nicht gewachsen. Alexandra war nicht fähig, sich um ihren Sohn zu kümmern, einen süssen Jungen mit lockigem Haar und braunen Augen. So wurde Lenuta, Bogdans Grossmutter, zu seiner Ersatz-Mama.

Bogdan hat ADS, ein Aufmerksamkeits-Defizitsyndrom, und er benötigt dringend Logopädie. Momentan leben Grossmutter und Enkel in einer Einzimmerwohnung. Sie hat keine Heizung, ständig ist es feucht. Lenuta bekam eine chronische Bronchitis. Auch Bogdan wird oft krank. Lenuta ist verzweifelt. Ihr Einkommen besteht aus 75 Franken (etwa 62 Euro). Sie ist an einem Punkt angelangt, an dem sie nicht mehr weiter weiss. Allein ihre Mietschulden betragen 975 Franken (etwa 810 Euro). Von ihrem Vermieter bekam sie eine Räumungsklage. Sie ist kurz davor, auf die Strasse gesetzt zu werden. Der Druck ist enorm.

Bogdan ist sechs Jahre alt. Er besucht den Kindergarten. Doch wenn sich seine Lebensumstände nicht verbessern, wird er nicht wie andere Jungen in seinem Alter aufwachsen. Er hat zu wenig zu essen. Seine Grossmutter verzichtet auf vieles, doch das Geld reicht nie. Lenuta hat sich schon oft von Freunden etwas geliehen, um Essen und Kleidung zu kaufen. Doch sie ist nicht in der Lage, das geliehene Geld zurückzuzahlen. Nun leiht ihr niemand mehr etwas.

Aufgrund der vielen Sorgen ist Lenuta sehr belastet. Sie hat Rückenprobleme, Magenbeschwerden und Hepatitis B. Durch die schlechte Ernährung sind ihr fast alle Zähne ausgefallen. Deshalb kann sie sich auch nicht sauber artikulieren. Und ihr Magen schmerzt, weil sie ihr Essen nicht richtig kauen kann.

Lenuta bat Diaconia um Hilfe. Sie benötigt dringend einen Zahnarzt, der ihr die Zähne richtet. Dann kann sie sich endlich wieder mit ihrem Enkel unterhalten und auch wieder richtig essen. Hinzu kommen ihre Augenprobleme. Lenuta ist kurzsichtig, eigentlich benötigt sie eine Brille, doch auch dafür ist kein Geld da. Von den rumänischen Behörden ist keine Hilfe zu erwarten. So sind die Diaconia-Mitarbeiter in Brasov einmal mehr die letzte Hoffnung und Hilfe. Danke für Ihre Mildtätigkeit und praktische Unterstützung!


Projekt Nr. 1722, "Grossmutter und Enkel"

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Rumänien
Aneta erhält von Gericht das Sorgerecht zugesprochen – Mutter hungert, weil das Geld nicht reicht
Eine blinde Frau kämpft um ihre Tochter

Aneta Rostas ist 24 Jahre alt und blind. Sie kam zu früh auf die Welt, ihre Augen waren schon in ihrer Kindheit schlecht, und mit der Zeit sahen sie kein Licht mehr. Anetas Mutter hatte ihr Kind fortgegeben. Sie hatte Angst, ihr Mann würde sie verstossen, wenn er erführe, dass das Mädchen blind ist. So wuchs die kleine Aneta in einem Waisenhaus auf.

Als sie vier Jahre alt war, holte ihre Mutter sie zurück. Zunächst lief alles gut. Doch mit 13 Jahren spürte Aneta, dass sie unerwünscht war. Sie erfuhr, dass ihre Mutter sie als Kleinkind weggegeben hatte. Sie war tief verletzt, riss aus und schlug sich alleine auf der Strasse durch. Das war schwer, denn als Blinde auf der Strasse ist man eine leichte Beute.

Eines Tages traf Aneta einen Mann. Sie war sich sicher, dass er der Richtige war. Schnell wurde geheiratet und bald kam Maria auf die Welt. Doch das anfängliche Glück schwand dahin. Ihr Ehemann trank mehr als gut für ihn war und wurde von Tag zu Tag gewalttätiger. Seine ganze Familie war dem Alkohol verfallen. Es kam zu einem Streit zwischen Anetas Mann und dessen Bruder. Der Bruder nahm in seiner Wut die kleine Maria und warf sie mit aller Wucht auf den Boden. Das dreijährige Mädchen erlitt ein schweres Schädel-Hirn-Trauma. Über Wochen war sie in einem Spital.

Aneta ging zu ihren Eltern und bat sie, das Mädchen bei sich aufzunehmen, bis sie eine Wohnung für sich gefunden hätte. Doch ihre Mutter erinnerte sie daran, dass weder Aneta, noch deren Tochter erwünscht seien. Aneta ging daraufhin zum Jugendamt und liess Maria dort. Sie selbst lebte nun wieder auf der Strasse, um Geld zu sparen. Sie bekam eine geringe Unterstützung vom rumänischen Staat, weil sie blind ist. In wenigen Wochen, dachte sie, hätte sie genug Geld zusammen, um eine kleine Wohnung für sich und ihre Tochter zu mieten. Nach einem langen und harten Jahr war es so weit: Aneta mietete eine Wohnung und wollte ihr Kind vom Jugendamt zurück. Doch sie bekam es nicht. Das Jugendamt war der Meinung, eine Blinde könnte sich nicht gut um ein Kind kümmern. Aneta kämpfte, zog vor Gericht – und sie gewann. Aneta bekam Maria zugesprochen.

Doch das wenige Geld reicht kaum. Oft genug hungert Aneta, damit ihre Tochter zu essen hat. Sie leben in einem winzigen Raum und haben kein warmes Wasser. Dringend bräuchten die beiden warme Kleidung und Essen. Aneta hat Angst, wieder auf der Strasse zu landen und womöglich ihre Tochter erneut zu verlieren.

Mit Ihrer Hilfe möchte Diaconia die blinde Mutter und ihre kleine Tochter unterstützen!


Projekt Nr. 1723, "Aneta und Tochter"

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Albanien
Hohe Arbeitslosigkeit stürzt unzählige Familien in Shkoder ins Verderben
Die Schneemassen des harten Winters treiben die Armen noch tiefer ins Elend


Shkoder liegt im Norden von Albanien und gehört zu den ärmsten Städten des Landes. Hier herrscht eine hohe Arbeitslosigkeit. Daraus folgen schlechte Lebensbedingungen und soziale Isolation. Nun hat ein überaus harter Winter mit arktischen Temperaturen und Schneemassen die Situation der Ärmsten drastisch verschlimmert.


Die Familien, die am schlimmsten betroffen sind, sind aus den Bergregionen in die Vororte von Shkoder gezogen. Sie hofften vergeblich, dort eine Anstellung zu finden. Die meisten dieser Umsiedler sind arbeitslos. Die ständig steigenden Preise von Strom, Wasser und Nahrungsmitteln überfordern sie völlig. Viele Kinder aus solchen Familien bekommen nur ein Essen pro Tag. Die Hilfen vom Staat sind äusserst gering, häufig kommt überhaupt nichts davon bei den Bedürftigen an. Durch die Finanzkrise verschlimmert sich die Lage in den Einrichtungen der sozialen Fürsorge noch zusätzlich.

Die arktischen Temperaturen und die Schneemassen des vergangenen Winters treiben die Familien immer tiefer ins Elend. Die ärmlichen Häuser, in denen sie leben, sind durch das Gewicht des Schnees und die Nässe stark beschädigt worden.

Diaconia hat 60 Familien ausgewählt, die unter besonders schlimmen Umständen leben. In diesen Familien gibt es insgesamt 173 Kinder, die unter der Armut leiden und abends hungrig ins Bett gehen müssen. Durch die Kälte und Nässe ist ihre Gesundheit stark angeschlagen. Ihre Eltern sind verzweifelt, wenn sie ihre Kinder so leiden sehen, ohne dass sie etwas daran ändern können, weil sie arbeitslos sind.

Diaconia hat die betroffenen Familien in ihren Häusern besucht und auch die Läden, in denen die Menschen einkaufen. Die Besitzer erzählten, dass viele der Familien die Schulden bei ihnen anschreiben lassen. Die Besitzer wissen, dass die meisten ihre Schulden nie zurückzahlen können und dass sie das unter Umständen in den Bankrott treibt.

Diese Familien brauchen dringender als je zuvor Unterstützung, am wichtigsten sind Essen und Decken. Bitte helfen Sie den Armen in dieser vernachlässigten und nun auch noch vom Winter so hart getroffenen Gegend.

Projekt Nr. 1724, "Überlebenshilfe Shkoder"

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Armenien
Situation an der Grenze angespannt

An der Grenze zwischen Armenien und Aserbaidschan bleibt die Situation angespannt. Bei einem Gefecht zwischen den zerstrittenen Ex-Sowjetrepubliken sollen nach Angaben aus Baku zwei aserbaidschanische Soldaten getötet worden sein. Zwischen den verfeindeten Nachbarstaaten kommt es immer wieder zu blutigen Zusammenstössen im Konflikt um die von Armenien kontrollierte Region Berg-Karabach.

Die beiden Aserbaidschaner seien bei einem Schusswechsel nahe der Waffenstillstandslinie ums Leben gekommen, teilte das aserbaidschanische Verteidigungsministerium mit. Die armenische Regierung in Jerewan bestätigte dies nicht. Wenige Tage zuvor war ein armenischer Soldat erschossen worden.

Das öl- und gasreiche Aserbaidschan wird von der Türkei unterstützt. Es hatte wiederholt gedroht, mit Militärgewalt „sein Territorium zu befreien“. Armenische Künstler hatten gefordert, wegen des Konflikts keine Musiker zum Eurovision Song Contest im Mai nach Aserbaidschan zu entsenden.








 


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