Report
Ausgabe 04, April 2014


Rumänien
Warmes Zuhause für Mariana und ihre Kinder
Obdachlosigkeit und Gewalt sind für die siebenfache Mutter seit der Kindheit bittere Realität

„Meine Kinder und ich sind müde. Wir wünschen uns einen Platz, an dem wir endlich ausruhen und bleiben können“, sagt Mariana Nechita. Sie hat in ihrem Leben sehr viel Schlimmes erlebt.

Mariana, von Mutter und Vater ungewollt, wuchs bei ihrer Grossmutter auf. Als sie acht Jahre alt war, kam sie in ein Heim für geistig behinderte Kinder, obwohl sie völlig gesund war. Niemand besuchte sie, sie war völlig alleine. Mit 15 Jahren wechselte Mariana an eine andere Schule. Dort war sie der Willkür der Erzieher ausgesetzt. Mehr als einmal musste sie wegen Kleinigkeiten eine Nacht draussen im Frost ausharren. Sie hatte keine Fürsprecher. Und sie hatte keine Geburtsurkunde und war daher auch eigentlich nicht existent.

Die Zwillinge sind erst vier Monate alt und sollen möglichst nicht wie ihre Geschwister als Nomaden wider Willen aufwachsen.

Derzeit haben Mariana und fünf ihrer Kinder Zuflucht in einem Frauenhaus gefunden.

Ein Lehrer an der Schule half Mariana, ihren Vater zu finden. Dieser sass wegen Mordes im Gefängnis. Sie bat ihn, sie als Kind anzuerkennen, damit sie wenigstens eine Geburtsurkunde beantragen konnte und erfuhr, dass die vermeintliche Mutter, die sie auch so nannte, eigentlich ihre Grossmutter und ihre Schwester in Wahrheit ihre Mutter war. „Ich war völlig verwirrt und fühlte mich noch einsamer als vorher“, sagt sie.

Mariana machte eine Ausbildung zur Schneiderin. Kurz vor ihrem Abschluss erfuhr sie, dass dieser nirgendwo anerkannt wurde. „Aber wenigstens hatte ich mir Fertigkeiten angeeignet, die ich ausbauen konnte.“ Sie ging zurück zu ihrer Grossmutter und ihrer Tante. Die vermittelten ihr Arbeit in einer Schneiderei und kassierten Marianas kompletten Lohn für Unterkunft und Essen. „Ich habe mich gewehrt, weil ich viel mehr verdiente als ich kostete. Da warfen sie mich raus.“ Mariana fand einen schlecht bezahlten Job auf dem Markt, war jedoch glücklich, ihren Unterhalt bestreiten zu können.

In dieser Zeit traf sie ihren ersten Mann, dem sie fünf Kinder schenkte. „Alles war gut, bis wir zu seiner Mutter zogen. Mein Mann wurde aggressiv, schlug und demütigte mich“, erinnert sie sich mit Schaudern. Als sie ihn verlassen wollte, drohte er sie umbringen. Mariana nahm ihre Kinder und floh. „Ich bin sicher, dass Gott mein Gebet in allerhöchster Not erhört hat.“

Ihr zweiter Mann versprach ihr eine sorgenfreie Zukunft und liess sie sitzen, als sie mit den Zwillingen schwanger war. Zurzeit wohnt sie mit fünf Kindern, David und Luca (vier Monate), Gabi (7), Ionana (8) und Diana (14), in einem Frauenhaus. Die beiden ältesten Söhne sind nicht mehr bei ihr. „Ich wünsche mir doch nur ein Heim, in dem meine Kinder sicher aufwachsen können“, sagt sie mit tränenerstickter Stimme.

Wir möchten mit Ihrer Hilfe Mariana und ihren Kindern gerne ein Häuschen kaufen, in dem alle zur Ruhe kommen und etwas sorgenfreier in die Zukunft schauen können. Vielen Dank.

Projekt Nr. 1985, "Ein Zuhause für Mariana und ihre Kinder"

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Rumänien
Dringende Hilfe für erschütterte Familie
Zwei tragische Unfälle legen die Last für die nächste Generation auf Stelas Schultern

Stela sieht erschöpft aus. Der Rücken der zierlichen Frau ist gekrümmt wie unter einer Last. Und die trägt sie wirklich. Sie allein trägt nun die Verantwortung für ihr eigenes Kind und drei ihrer verwaisten Nichten und Neffen.

Stela ist seit ihrem neunten Lebensjahr Halbwaise. Ihr Vater starb bei einem tragischen Autounfall. Ihre drei Geschwister und sie wurden von der Mutter grossgezogen. Sie achtete darauf, dass ihre Kinder eine Schule besuchten und ein Handwerk erlernten. Stela begann nach ihrem Schulabschluss in einer Fabrik zu arbeiten. Zehn Jahre war sie dort und lernte ihren Mann Florin kennen. „Ich war sofort verliebt. Er war so liebevoll und fürsorglich. Und er war ganz vernarrt in unsere Tochter Eliza“, erinnert sich Stela traurig an die schöne Zeit, die so abrupt endete. Denn Florin verunglückte auf der Arbeit so schwer, dass ihm beide Beine teilweise amputiert werden mussten. Die Wunden heilten nicht richtig, und schliesslich starb Florin an einer Blutvergiftung. Ein grosser Verlust für Stela und ihre Tochter. „Ich hätte Eliza so gerne erspart, ohne Vater aufzuwachsen. Denn ich weiss, wie schrecklich das ist.“

Stela sorgt für ihre Tochter Eliza und drei Kinder ihrer verstorbenen Schwester.

Der kleine Adrian, hier mit einer seiner Schwestern, ist erst neun Monate alt und wächst ohne seine Mutter auf.

Stela und Eliza zogen zu Stelas Mutter und Schwester und deren vier Kindern. Im November 2013 kam ein Auto auf verschneiter Strasse von der Fahrbahn ab und erfasste Stelas Schwester, die gerade von der Arbeit auf dem Heimweg war, frontal. Sie war auf der Stelle tot und die vier Kinder plötzlich ohne Mutter.

Ihren Schwager, den Vater der Kinder, hat Stela schon lange nicht mehr gesehen. Er kümmert sich nicht um seine Kinder, und seine Eltern nahmen lediglich eines der Kinder zu sich. Stela blieb mit Eliza (10) und drei ihrer Nichten und Neffen zurück.

Nun ist Stela dringend auf Hilfe angewiesen. Der jüngste Sohn ihrer Schwester, Adrian, ist erst neun Monate alt. Er benötigt Windeln und Milchpulver. Auch die anderen Kinder brauchen Kleidung und Nahrung. „Manchmal weine ich heimlich, wenn die Kinder im Bett sind. Ich weiss einfach nicht, wie es weitergehen soll. Unsere Not wird immer grösser. Nichts ist geregelt und das Kindergeld wurde auch noch nicht genehmigt“, sagt sie bekümmert. Die Kindergelder würden ohnehin nicht für den Unterhalt der Familie ausreichen. Doch da die Vormundschaft für die drei Kinder von Stelas Schwester nicht geklärt ist, müssen sie auch auf diese kleine Zuwendung verzichten und oft hungrig zu Bett gehen.

Gemeinsam mit Ihnen möchten wir Stela und die Kinder gerne unterstützen und sie mit dem Notwendigsten versorgen. Die Familie soll zur Ruhe kommen und die Trauer verarbeiten können. Dazu braucht sie die Sicherheit, dass für ihr Leben gesorgt ist. Bitte schliessen Sie sie in Ihre Gebete ein.

Projekt Nr. 1986, "Windeln und Kleidung für Stelas Kinder"

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Rumänien
Eine neue Hand für Stelian
Seit vielen Jahren ist der Zwölfjährige wegen eines Feuerwerkskörpers für immer gezeichnet

Stelian (12) ist ein aufgeweckter Junge mit wachem Blick. Und dennoch möchte er sich am liebsten in ein Mauseloch verkriechen. Er wünscht sich nichts sehnlicher, als zwei Hände zu haben.

Stelian achtet darauf, dass seine Pullover und Jacken lange Ärmel haben. Nur wächst er schnell und seine Eltern sind zu arm, um neue Kleidung zu kaufen. So kommt an den Tag, was Stelian am liebsten verstecken möchte: Ihm fehlt eine Hand. Als er noch klein war, fand er einen Feuerwerkskörper auf der Strasse, nahm ihn in die Hand und zündete ihn an. „Natürlich war das dumm, aber das wusste ich damals nicht“, sagt er beschämt. Der Böller explodierte in seiner Hand und riss sie in Fetzen.

Stelian möchte seinen Armstumpf am liebsten verstecken, denn er wird deswegen gehänselt. Eine Prothese würde ihm ein normales Leben ermöglichen.

„Ich erinnere mich daran, dass ich im Krankenhaus aufwachte und meine Mutter mir sagte, dass meine Hand verletzt sei, aber auch, dass die Ärzte sie retten würden. Ich wusste sofort, dass das nicht stimmt.“ Stelians linke Hand war nicht zu retten und musste amputiert werden.

Er wohnt mit seinen Eltern, den Schwestern Sabrina (15) und Luzia (18) sowie seiner Grossmutter in einem entlegenen Dorf, weit weg von der Stadt und der Zivilisation. Die Familie ist sehr arm, und das Kindergeld und der geringe Lohn, den Stelians Vater durch Hilfsarbeiten bei anderen Leuten verdient, reichen kaum zum Leben. An eine feste Arbeit ist in dieser Gegend nicht zu denken, zumal die Familie als Roma ohnehin zu den Ausgestossenen der Gesellschaft gehört.

Doch die Eltern schicken ihre Kinder in die Schule, damit sie Wissen und Bildung erhalten. Früher ging auch Stelian gern in den Unterricht und lernte schnell und gut. „Am liebsten würde ich gar nicht mehr zur Schule gehen“, sagt er heute. Seine fehlende Hand und der Armstumpf haben den Zwölfjährigen zur Zielscheibe von Spott und Hohn gemacht. Es ist schwierig für ihn, die einfachsten Dinge zu meistern. „Wenn ich mich ungeschickt anstelle, lachen mich meine Mitschüler aus. Sie geben mir Spitznamen wie Stummelhand, Einhand und noch viel Schlimmeres“, erzählt er leise.

Stelian wünscht sich nichts sehnlicher als eine neue Hand, auch wenn es eine künstliche ist. „Dann könnte ich mich endlich wieder normal anziehen und müsste nicht immer die Ärmel langziehen, damit man meinen Stumpf nicht sieht“, träumt er. Für die Familie ist die Anschaffung einer Prothese undenkbar. Wir möchten Stelian eine gute Prothese und damit ein weitgehend normales Leben ermöglichen und bitten Sie um Ihre Hilfe. Eine geeignete Prothese ist leider nicht billig und kostet etwa 22 000 Franken (18 350 Euro). Sie ermöglicht Stelian jedoch, sein Leben selbstständig zu meistern. Danke für alle Unterstützung.


Projekt Nr. 1987, "Eine Hand für Stelian"

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Armenien
Gehirntumor bedroht Augenlicht und Leben
Ohne Behandlung im Ausland gibt es keine Hoffnung für den zehnjährigen Serjozha

Es war der 16. Oktober 2012. An diesem Abend bemerkte Hermine Mnejan, dass ihr Sohn Serjozha plötzlich auf beiden Augen schielte. Er hat einen Gehirntumor, der sein Augenlicht und sein Leben bedroht.

„Als Kleinkind hatte Serjozha häufig tränende Augen. Er bekam Augentropfen. Doch die Reizung blieb“, erzählt Hermine. Sie und ihr Mann Arman sind seit 18 Jahren verheiratet und haben zwei Töchter und einen Sohn.


Bibel und Gebetbuch geben Serjozha Hoffnung.


Hermine und ihre beiden Töchter hoffen, dass Serjozha in Europa behandelt werden kann.

Das Haus, in dem sie leben, befindet sich in einem schlechten Zustand. Doch die Familie ist dankbar, nicht obdachlos zu sein. „Mein Mann ist sehr fleissig und verantwortungsbewusst. Um ihn zu unterstützen, begann ich zu arbeiten. Aber nun bangen wir nur noch um Serjozhas Gesundheit.“

Erst gingen sie mit Serjozha zu einem Augenarzt, danach zu einem Neurologen. Doch erst eine Tomographie sorgte für Klarheit: Serjozha hat ein Kraniopharyngeom, einen seltenen, gutartigen Hirntumor. Der Tumor in Serjozhas Kopf musste dringend operiert werden. Aber die Neurochirurgen weigerten sich, den Eingriff durchzuführen, weil es ihnen an Erfahrung fehlte. Zudem seien die Kliniken nicht für eine so schwere Operation ausgestattet, hiess es. Die Schmerzen wurden immer unerträglicher. Hermine flehte die Spezialisten wiederholt an, ihr Kind zu retten. Im Februar 2013 erklärte sich ein Professor zu dem Eingriff bereit. Sechs Stunden dauerte er, doch der Tumor konnte nicht komplett entfernt werden. Von einer Strahlentherapie riet man ihnen ab. Hermine und Armen fügten sich und nahmen ihren Sohn mit nach Hause.

Vier Monate später waren der Tumor und die Kopfschmerzen wieder da. Einmal im Monat wird Serjozhas Kopf nun punktiert, um die Flüssigkeit abzusaugen. Der Tumor drückt auf die Sehnerven, es droht eine völlige Erblindung des Jungen. Nur noch eine Strahlentherapie in Europa kann helfen. Doch der Familie fehlt das Geld. Serjozha besucht so oft es geht die Schule, er möchte nicht den ganzen Tag zu Hause sitzen, obwohl er sich schonen muss. An seinem Lieblingsplatz liegen auf einem kleinen Tisch Bibel und Gebetbuch. Hier betet er viel. Serjozha vertraut, dass Gott ihm helfen und sein Leben retten wird.

Gemeinsam mit Verwandten und Bekannten konnte die Familie die Hälfte der nötigen Reise- und Behandlungskosten aufbringen. Wir bitten Sie um Gebet und Gaben für diesen auf Gott vertrauenden Jungen, damit die Behandlung durchgeführt und Serjozha gesund werden kann.


Projekt Nr. 1988, "Tumorbehandlung Serjozha"

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Armenien
Ein Steinhaus für Pargew
Die Wände schimmeln und Ungeziefer macht sich breit

Im Laufe ihres Lebens hat Pargew Wardanian viele Schwierigkeiten überwinden müssen. Sie tut alles für ihre Familie und hat ihre drei Stieftöchter liebevoll grossgezogen.

Ein Frühlingstag im Jahr 1995 veränderte das Leben der Familie Achemian. Lewon, der Familienvater, wurde Witwer. Seine drei Kinder Kristine, Mariam und Margarita (damals 15, 14 und 5 Jahre alt) wurden zu Halbwaisen. Mutter Lena starb an Krebs.

Pargew liebt ihre Enkel und wünscht sich helle und trockene Räume für sie.

Deutlich kann man die Spuren des Wassers an den Wänden sehen.

Die Kinder leiden unter den schlechten Wohnbedingungen.

Die Familie lebt in einem alten Steinkohlelager im Hinterhof von Lewons Elternhaus. Es gehört zu den ehemaligen Arbeiterbaracken des Bahnhofs. Lewon reinigte das Steinkohlelager, richtete es ein und heiratete Lena. Ihre drei Töchter wurden dort geboren. Die Lebensbedingungen waren schlecht. Es war immer dunkel und feucht. Die Behörden versprachen, die Familie aus diesen unmenschlichen Verhältnissen herauszuholen. Doch das waren nur leere Versprechungen.

Als Lena starb, heiratete Lewon Pargew. Sie ist eine bescheidene Frau mit einem grossen Herzen. „Ich fühlte mich wie die glücklichste Frau auf der Welt, als Lewons Töchter mich zum ersten Mal Mama nannten.“ Sie kümmerte sich voller Zuneigung und Wärme um ihre Stieftöchter. Lewon war ein guter Handwerker. Er reparierte beschädigte Fenster und Türen. Aber er hatte keine Werkstatt und musste die ganze Arbeit auf dem kleinen Hof erledigen. Pargew arbeitete als Küchenhilfe, als Reinigungskraft und half ihrem Mann, so gut sie konnte.

2012 starb Lewon an Tuberkulose. Die Gesundheit aller Familienmitglieder ist durch die Wohnverhältnisse angeschlagen. Die Töchter sind inzwischen alle verheiratet. Kristine lebt mit ihrer Familie in Jerewan, Margarita in Russland. Mariam wohnt mit ihrem Mann und den drei Kindern bei Pargew. Aschot ist ein guter Mann, kann aber als Taxifahrer die Familie nicht ernähren. Nach Lewons Tod zog die Familie zu Pargew. Aber die Wohnverhältnisse sind katastrophal. Das Dach ist undicht. Am Schlimmsten ist es im Frühling, wenn der Schnee schmilzt und das Wasser durchs Haus rinnt. Die Wände schimmeln, überall kriecht Ungeziefer. Es gibt kein fliessendes Wasser, die Familie holt es von der Quelle an der Strasse.

„Unsere Nachbarn haben aus ihren Baracken kleine steinerne Häuser gemacht. Das ist die einzige Möglichkeit, die Lebensumstände etwas zu verbessern“, sagt Pargew.

Bitte ermöglichen Sie dieser Familie, in einem renovierten und von Ungeziefer befreiten Steinhaus wohnen zu können. Gott segne Sie reichlich dafür.


Projekt Nr. 1990, "Ein Steinhaus für Pargew"

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BLICKPUNKT


Armenien
Emmas Traum wird wahr
Nach Beendigung der Bäcker- und Konditorenausbildung erfolgreich im Berufsleben

Vor kurzem erhielt Emma ihr Abschlussdiplom. Eine Anstellung hat sie auch schon gefunden. Das Lernen und die Mühe haben sich gelohnt und eine neue Tür für sie geöffnet.

Von Anfang an nahm Emma voller Begeisterung und mit sehr guten Leistungen an der einjährigen Ausbildung zur Bäckerin / Konditorin teil. Der Alltag war für die verheiratete Mutter eines nun Dreijährigen stets sehr herausfordernd gewesen. Sie lebt seit zehn Jahren im Dorf der Hoffnung. Ihr Mann arbeitet als Juwelier, bekommt jedoch nur wenige Aufträge. Daher nahm Emma diese Chance zur Ausbildung sehr gerne wahr, um zukünftig zum Familieneinkommen beitragen zu können.


Sorgfältig und gekonnt wird der Teig von Emma zur Weiterverarbeitung vorbereitet.

Während der dreiwöchigen Zusatzausbildung durch die Schweizer Fachleute Andreas Dossenbach und Fritz Ryser überzeugte sie ebenfalls durch ihre Geschicklichkeit und gute Auffassungsgabe. Ihre hervorragenden Leistungen haben ihr nun eine Anstellung bei der Firma KARAS (traditionelle armenische Küche, Sieger des nationalen Wettbewerbs 2013) verschafft. Sargis Svaryan, Direktor des BAZ, empfahl sie auf Anfrage. Die im BAZ erworbenen Kenntnisse ermöglichen es Emma, die neuen Kollegen auf manche Möglichkeiten zur Produktverbesserung hinzuweisen oder Innovationen vorzuschlagen, um so zur Steigerung von Effektivität und Qualität beizutragen.

Das ganze Diaconia Team wünscht Emma Gottes Segen und viel Erfolg auf ihrem weiteren Lebensweg.
Wenn auch Sie einem jungen Menschen eine Ausbildung ermöglichen möchten, freuen wir uns auf Ihre finanzielle Unterstützung.

Projekt Nr. 1989, "Berufsausbildungszentrum BAZ"

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Armenien
Gesundes Essen für Anuschik
An den Wochenenden bekommt die Fünfjährige oft vor Hunger Magenschmerzen

Die kleine Anuschik ist erkältet und hat Fieber. Sie hält den gepunkteten Hund fest umklammert. Geld für Medikamente hat ihre Mama nicht, und die verdorbenen Äpfel auf dem Teller sind nicht mehr geniessbar.

Anuschik und ihre Mutter Margarit Demirtschian wohnen in einem Raum bei Margarits Schwiegervater Hratsch. Ihn kennt Margarit von der Sonderschule, in der sie nach ihrem Studium als Lehrerin und Bibliothekarin arbeitete. Hratsch arbeitete dort als Kunstlehrer. „Hratsch machte mich mit seinem Sohn bekannt. Wir heirateten, aber Hratsch hatte mir verheimlicht, dass sein Sohn ernste Probleme hat und an Schizophrenie leidet. Er war aggressiv und unberechenbar“, erzählt Margarit.

Die fünfjährige Anuschik ist krank und klammert sich an ihr Kuscheltier.

Mutter und Tochter leben in einem einzigen Zimmer, das überhaupt nicht zum Wohnen geeignet ist.

Mutter Margarit liebt ihren kleinen Sonnenschein sehr.

Hratsch bewohnt zwei leerstehende Räume in einer Fachschule. Sein Freund, Leiter der Schule, lässt ihn dort wohnen. Wegen seines schlechten Gewissens nahm Hratsch die beiden auf, aber Margarit muss alleine für ihr Kind sorgen, ohne Arbeit, ohne Einkommen und unter sehr schlechten Bedingungen. Es gibt kein Wasser, kein Badezimmer, keine Toilette. Das Gebäude ist umzäunt und durch den Haupteingang dürfen nur Lehrer und Studenten gehen. „Ich habe eine Öffnung zwischen den Gittern im Hinterhof entdeckt, durch die ich hindurch kann. Als Anuschik noch klein war und nicht laufen konnte, war es schwer. Ich musste das Kind zunächst vorsichtig jenseits des Zauns auf den Boden legen und anschliessend selbst durchklettern“, berichtet Margarit unter Tränen.
Die beiden gehen in eine Suppenküche, wo sie fünfmal wöchentlich mit einer warmen Mahlzeit versorgt werden. Am Wochenende muss Margarit selbst fürs Essen sorgen. Aber das gelingt ihr nur selten. Anuschik klagt oft über Magenschmerzen. Sie ist mager, unterernährt und leidet an Blutarmut. Die Kleidung des Kindes ist jedoch sauber, Margarit sorgt für Hygiene, soweit dies möglich ist, um Anuschik vor Infektionen zu schützen.

Anuschik malt gerne. Oft malt sie ein kleines Haus, in dem eine Kerze brennt. Sie träumt von einem hellen Haus und hat Angst, dass ihre Mutter sie eines Tages aus Verzweiflung in ein Kinderheim bringen könnte. Doch die Mutter umarmt sie fest und verspricht, sie nie zu verlassen. Und manchmal ist die Fünfjährige sehr nervös, schreit und strampelt mit den Beinen. Ob sie die Krankheit ihres Vaters geerbt hat? Margarit kann ihre Tochter nicht untersuchen oder behandeln lassen.

Margarit und Anuschik brauchen dringend Essen, Medikamente und eine angemessene Unterkunft. Mit Ihrer Hilfe können wir diese Familie unterstützen und ihr Hoffnung für die Zukunft geben.


Projekt Nr. 1991, "Ein helles Haus für Anuschik"

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Albanien
Vererbt? — Etnas Herz schlägt viel zu schnell
Vater der Zehnjährigen stirbt an Herzversagen und hinterlässt verzweifelte Familie

Das Schicksal traf Mimoza Hysi und ihre Familie wie der sprichwörtliche Schlag. Mitten in der Nacht erlitt Mimozas Mann Maksim (46) einen Herzinfarkt und starb. Zurück blieben Mimoza, ihre drei Kinder und ihre kranke Schwiegermutter.

„Maksim hat sich so gefreut, als unser erster Sohn zur Welt kam“, erinnert sich Mimoza unter Tränen. „Aber er starb nach der Geburt. Unsere beiden Töchter haben Gott sei Dank überlebt. Als Maksim später unseren kleinen Pandeli in seinen Armen hielt, war er glücklich.“ Voller Liebe sorgte Maksim für seinen Sohn und freute sich über seine Kinder und an seinem Leben. „Er hatte noch so viel vor. Unser Haus wollte er fertigstellen. Kurz vor seinem Tod hat er sich noch Geld geliehen und einen kleinen Lastwagen gekauft. Mit ihm wollte er den Unterhalt für unsere Familie verdienen. Jetzt haben wir Schulden.“

Mimoza liebt ihre Kinder, doch sie fürchtet auch um das Leben der zehnjährigen Etna.

Mimoza kümmert sich nicht nur um ihre Kinder, sondern auch um ihre kranke Schwiegermutter.

Bevor Maksim das Haus fertigstellen konnte, starb er an einem Herzinfarkt.

In der Nacht, als ihr Mann starb, war Mimoza schon zu Bett gegangen. Es ging Maksim gut, er spielte mit seinem Sohn und war fröhlich. Mimoza wurde wach, weil Pandeli laut weinte. Sie beruhigte ihn und schaute nach ihrem Mann, dessen Bett noch leer war. „Er lag zusammengekrümmt auf dem Boden, und ein paar Minuten später war er tot. Ich wollte das nicht wahrhaben und brachte ihn ins Krankenhaus. Doch dort konnte man nur noch seinen Tod feststellen.“

Mimoza sieht müde aus. Als ihr Mann starb, war Pandeli gerade sieben Monate alt. Jetzt ist er vier, seine Schwester Eneida ist 20 und studiert, Schwester Etna ist zehn Jahre alt. Mit im Haushalt lebt Mimozas Schwiegermutter, sie ist vor Schmerz in sich gekehrt und lebt in ihrer eigenen Welt. Nur acht Monate später starb auch ihr zweiter Sohn. „Ich kann sie doch nicht wegschicken“, sagt Mimoza.

So leben die vier in einem unfertigen Haus und nur von Kindergeld. Oft muss die Familie hungrig zu Bett gehen. Etna, die zehnjährige Tochter, hat Herzprobleme. Eine Vene ist verdreht und sorgt dafür, dass sie oft Herzrasen bekommt. „Das macht ihr Angst und ist lebensbedrohlich“, erzählt die besorgte Mutter. Doch das Geld für regelmässige Arztbesuche und Medikamente hat Mimoza nicht. „Etna kam zu mir und sagte, dass ihr Herz zu schnell schlägt. Da habe ich Geld bei den Nachbarn geliehen und bin mit ihr zum Doktor gegangen. Momentan hat sie Medikamente, aber auf Dauer kann ich die nicht bezahlen.“

Helfen Sie mit uns dieser Familie, die um ihren Vater weint und grosse Angst um ihre Tochter hat. Machen Sie es möglich, dass Etna die nötigen Medikamente bekommt, das Haus wohnlich und sicher wird und die Kinder eine gute Zukunft haben.


Projekt Nr. 1992, "Medizin und warmes Zuhause für Etna"

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