Report
Ausgabe 04, April 2015


Albanien
IM WASSER LAUERT DER TOD
Flutkatastrophe in Süd-Albanien zerstört Existenzen und bedroht das nackte Leben

Der grau-braune Schlamm bedeckt grosse Teile des Bodens. Er überzieht Wiesen und Äcker, Häuser und Möbel, Werkzeug und Autos. Mittendrin: Tausende Kadaver von Schafen und Hühnern. Die grosse Flut im Süden Albaniens hat rund 10’000 Hektaren Land unter sich begraben sowie die Hoffnung und Zukunft von rund 450 Familien mit sich weggerissen. Zurück bleibt ein verwüstetes Land, das nun noch ärmer ist als zuvor.

Viele betroffene Familien haben kein sauberes Trinkwasser, keine Lebensmittel und noch nicht einmal Decken. Wie immer leiden besonders die Kinder unter den Folgen der allumfassenden Zerstörung. Sie frieren, haben Hunger und sind übermüdet. Viele sind noch zu klein, um zu verstehen, was geschehen ist. Ihre Eltern sind hoffnungslos. Von einer Minute auf die andere wurden Hab und Gut zerstört und damit die gesamte Basis für eine etwas bessere Zukunft, die sie für ihre Kinder aufgebaut hatten, weggerissen.

Auch die Bauern und Viehzüchter hat es hart getroffen: Das Land ist unbrauchbar, und ob es sich bis zur Zeit der Aussaat wieder erholt hat, ist fraglich. Allein in den Regionen um Fier und Vlora sind schätzungsweise 3 000 Schafe und 5 000 Hühner sowie Hunderte von Kühen verendet. Die Kadaver machen das grau-braune Wasser zur gefährlichen Brutstätte für Krankheiten. Die landwirtschaftlichen Maschinen und auch die Transportwege sind zerstört. Experten gehen davon aus, dass die Flut einen schweren ökonomischen Schaden angerichtet hat.

Tausende von Schafen verendeten in ihren Stallungen.

Überall bedeckt stinkender Schlamm den Boden.

Das Wasser kam schnell und verwandelte das Land in einen See.

Myftar steht vor den Trümmern seiner Existenz.

Dort, wo sich das Wasser zurückgezogen hat, bleiben Schmutz und feuchte Wände zurück.

Ruzhdis Sohn fischt zwei Lammkadaver aus dem Wasser.

Wir möchten den Menschen, die unter den Auswirkungen der Flut leiden und alles — ausser ihrem eigenen Leben – verloren haben, mit Ihrer Hilfe helfen.

So auch dem 59-jährigen Ruzhdi Hoxha aus dem Dorf Darezese und seiner Familie. Er hat insgesamt vier Kinder. Zwei seiner Söhne sind verheiratet und wohnen mit ihren Frauen und Kindern mit in Ruzhdis Haushalt. Er erinnert sich gut: „Wir sassen gerade beim Abendessen, als der Bürgermeister anrief und aufgeregt sagte: ‚Verlasst sofort euer Haus und lauft um euer Leben. Eine riesige Flutwelle ist im Anmarsch!‘.“

Und dann ging alles sehr schnell. Das Wasser kam so heftig, dass es sich sofort seinen Weg ins Haus bahnte. „Wir nutzten ein Sofa als Leiter, um die Frauen und Kinder aufs Dach zu bringen. Erst als sie in Sicherheit waren, bin ich mit meinen Söhnen durch die Wassermassen zum Schafstall gewatet. Den Anblick, der sich uns dort bot, werde ich mein Leben lang nicht vergessen.“ Von 200 Schafen konnten die Männer nur 30 retten. Die restlichen 170 ertranken in den Fluten. Besonders schlimm für die Familie: Nur einen Tag zuvor waren 50 neue Schafe eingetroffen, für deren Bezahlung Ruzhdi einen Kredit bei der Bank aufgenommen hatte, um seine Herde zu vergrössern. Die Schulden bleiben ihm, die Tiere sind nun tot.

Noch jetzt steht das Wasser teilweise hüfthoch. Überall treiben Tierkadaver. Schlamm und Wasser haben Spuren in den Mauern und auf dem Mobiliar hinterlassen. „Wir sind ruiniert. Alles ist kaputt, das Haus ist feucht, die Möbel unbrauchbar und die Schafe tot. Das Einzige, was uns bleibt, sind die Schulden. Wie soll es nur weitergehen?“
Auch der 45-jährige Myftar Myrtai aus Ferras verlor im Wasser fast alles. Seine Frau war so geschockt von der Flut, dass sie einen Herzinfarkt erlitt. Sie wird derzeit im Krankenhaus behandelt. Auch Myftar ist Bauer, und auch er verlor seine Tiere: die Schafe, das Geflügel und die Schweine. 20 Jahre harte Arbeit für ein wenig Sicherheit im Leben ist dahin. Zwei Meter stieg das Wasser auf seinem Hof. „Wir mussten uns auf dem Dach in Sicherheit bringen“, erzählt er und fügt hinzu: „Ein Albtraum. Ich bin am Boden zerstört, und ich weiss nicht mehr, was ich tun soll. Wir sind fünf Personen – drei Kinder, meine Frau und ich. Wie sollen wir überleben?“

Als erste Massnahme hat Diaconia Decken und Lebensmittelpakete in die Überschwemmungsgebiete gebracht. Doch diese armen Familien brauchen noch weitere Hilfe, um wieder Hoffnung schöpfen und einen Neubeginn wagen zu können.
Bitte schliessen Sie diese Menschen in Ihre Gebete ein und helfen Sie ihnen durch eine Spende.


Projekt Nr. 3020, "Flutkatastrophe Albanien"

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ÜBERSCHWEMMUNG IN ALBANIEN

Anfang Februar traten die Flüsse Vjosa und Seman im Süden Albaniens über die Ufer und verursachten starke Überschwemmungen. Über 17 000 Hektaren Land wurden überflutet, und mehr als 600 Familien mussten in Sicherheit gebracht werden. Das albanische Militär half bei der Evakuierung. Ein Grossteil der Nutztiere und die Ernte fielen den Fluten zum Opfer. Am schwersten getroffen hat es die Region um Fier im Südwesten des Landes.
Die letzte schwere Überschwemmung in Albanien gab es im Januar 2010. Sie traf vor allem den Norden und Westen des Landes um die Regionen Shkoder, Lezha und Durrës. Damals mussten mehr als 12 000 Menschen ihre Häuser verlassen. Manche folgten der Anweisung nur unter behördlichem Druck, da sie ihr Vieh nicht zurücklassen wollten. Allein in der Region Shkoder wurden über 14 000 Hektaren Land überflutet. Die gleichnamige Stadt mit etwa 77 000 Einwohnern stand teilweise bis zu einem Meter hoch unter Wasser.


Rumänien
Wichtige Hilfe für fleissigen Baumeister
Rückschläge sind für den siebenfachen Vater fast alltäglich — aber er gibt nicht auf

Stein für Stein baut Nicu an der zukünftigen Bleibe für seine neunköpfige Familie. Doch der Bau des kleinen Hauses geht nur schleppend voran, denn immer wieder werden ihm die hart erarbeiteten Steine gestohlen.

Der 32-Jährige und seine Frau Lisa (27) haben sieben Kinder: Sebastian (10), Marian (9), Andrei (7), Monica (5), Geanina (4), Teodora (2) und Daniel (1). Die Eltern lieben ihre Kinder und würden alles für sie tun. Auch deswegen bereitet ihnen die derzeitige Wohnsituation so viel Kummer.

Nicu ist in ärmlichsten Verhältnissen in einem schlechten Viertel von Brasov aufgewachsen. Sein Vater verliess die Familie, und seine Mutter zog ihre acht Kinder, in einer kleinen Baracke ohne Strom und Wasser, alleine gross. Schon früh musste Nicu Geld verdienen und konnte die Schule nicht besuchen – eine Tatsache, die ihm bis heute das Leben erschwert.

Der liebevolle Vater nimmt jede Arbeit an, um ein wenig Brot für seine Kinder kaufen zu können. Aber er findet kaum Arbeit. Deshalb geht er fast täglich zum zehn Kilometer entfernten Müllplatz, um nach verwertbarem Schrott zu suchen, den er verkaufen kann. „Manchmal finde ich gar nichts, dann war ich umsonst unterwegs und komme abends mit leeren Händen nach Hause“, erzählt er.

Nicu weiss, dass die Steine, die er bisher kaufen konnte, nicht reichen werden.

Lisa und Nicu lieben ihre Kinder sehr.

Die Familie lebt in einem zehn Quadratmeter kleinen Zimmer auf dem Hof von Lisas Eltern. Das Verhältnis ist angespannt, denn die Eltern fühlen sich von der Grossfamilie gestört. „Ich sage meinen Kindern immer, dass sie freundlich und rücksichtsvoll sein sollen. Doch Lisas Eltern suchen förmlich nach Anlässen, sich beschweren zu können“, so der 32-Jährige.

Der älteste Sohn der Familie, Sebastian, ist halbseitig gelähmt. Nach seinem ersten Krampfanfall bekam er Medikamente, die eine drohende Epilepsie unterdrücken sollen. Oft kann er nicht zur Schule gehen. Dann helfen ihm seine Geschwister und lernen mit ihm. Nicu: „Ich weiss, wie wichtig Bildung ist, deswegen sollen alle meine Kinder zur Schule gehen können.“

Wann immer es geht, kauft Nicu ein paar Steine für das Haus, das er für seine Familie bauen möchte. Da sich die Baustelle jedoch auf einem freien Feld befindet und unbewacht ist, fehlen immer wieder Steine. „Ohne finanzielle Hilfe werde ich das Haus wohl nie fertigstellen können“, gesteht Nicu. „Ich möchte meine Familie so gerne aus ihrer misslichen Wohnsituation befreien.“ Wir möchten Nicu beim Bau des Hauses mit 8’000 Franken (7’500 Euro) unterstützen und für Sebastian die nötigen Medikamente zahlen. Herzlichen Dank, wenn Sie diese tapfere Familie durch Ihre Spende unterstützen. Gott segne Sie dafür!


Projekt Nr. 3021, "Kleines Haus für Nicu"

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Regierungs-strategie gegen Armut
RUMÄNIEN. Ende Januar stellte Premierminister Victor Ponta vor Vertretern aus Presse und Non-Profit-Organisationen die „Nationale Strategie für soziale Inklusion und Armutsbekämpfung 2014-2020“ seiner Regierung vor. Dazu gehört unter anderem, dass der monatliche Mindestbruttolohn ab Juli 2015 auf 1’050 Lei (250 Franken / 235 Euro) und bis 2016 auf 1’200 Lei erhöht werden soll. Zudem sollen durch verschiedene Massnahmen die Startbedingungen armer Kinder und Jugendlicher verbessert werden. Nachgedacht wird über eine Erhöhung der Steuern für sehr hohe Einkommen und grossen Besitz.

Hintergrund der Massnahmen ist der noch immer hohe Prozentsatz bedürftiger Menschen im Land. 80% der Rentner erhalten monatlich weniger als 800 Lei (190 Franken / 180 Euro). Jeder fünfte Rumäne mit geregelter Arbeit verdient zu wenig zum Überleben. Selbst in vielen staatlichen Behörden werden die Menschen schlecht bezahlt, was der Korruption Vorschub leistet. In der Kinderarmut liegt das Land auf Platz 1 in der EU.



Rumänien
Lebenshilfe für Ana-Maria
Junge Mutter sorgt unter widrigsten Umständen für ihre beiden Kleinkinder

Liebevoll wurde der kleine Raum gestrichen. Doch nach dem nächsten Regen war davon nichts mehr zu sehen. Ana-Maria (26) wohnt mit ihren beiden Töchtern Anca (4) und Alessia (9 Monate) in einem kleinen Haus, dessen Dach und Wände kaum gegen Nässe und Kälte schützen.

Die junge Frau ist alleinerziehend. Ihr Mann liess sie mit den beiden Kindern einfach im Stich. „Er hat mir den Himmel auf Erden versprochen. Noch jetzt wohnen wir im selben Dorf, doch er tut so, als würde er uns nicht kennen. An eine finanzielle Unterstützung ist gar nicht zu denken“, sagt sie. Das ist nicht die einzige Enttäuschung, die Ana-Maria in ihrem jungen Leben bisher verkraften musste.

Ana-Maria hat noch drei Brüder. Gemeinsam wuchsen sie bei ihrer alkoholkranken Mutter auf, die zudem unter psychischen Problemen leidet. Einzig der Vater kümmerte sich liebevoll um die vier Kinder. Ana-Maria hing sehr an ihm. Er arbeitete als Maler in einer Fabrik, wo er täglich vielen, teils giftigen Dämpfen ausgesetzt war. Er wurde krank und starb 2009. „Plötzlich gab es nur noch unsere stets betrunkene Mutter. Wir Kinder hatten wirklich Angst“, erinnert sich die 26-Jährige. Auch deswegen glaubte sie dem Vater ihrer Töchter nur zu gerne, wenn er ihr versprach, sie aus dem Elend herauszuholen. „Er warb um mich und malte unsere Zukunft in den schönsten Farben “, erzählt sie leise.


Anca soll dieses verschmitzte Lächeln nie verlieren müssen.

Die Wände sind feucht und schimmelig.

Jetzt lebt sie wieder bei ihrer Mutter – besser gesagt, in deren Hof, in einem kleinen, undichten Haus. Auf sechs Quadratmetern versucht sie, ihren Kindern ein einigermassen vernünftiges Zuhause zu bieten. Aber alle Renovierungsversuche scheitern. Besonders schlimm ist die direkte Nachbarschaft zur stets betrunkenen Mutter, die inzwischen mit einem Liebhaber zusammenlebt. „Die beiden trinken sehr viel, und dann gibt es oft Streit. Sie werden aggressiv, und ich sorge mich um meine Kinder“, so Ana-Maria. „Unser Haus bietet uns keinen Schutz.“ Die Toilette ist im Hof. Wenn Ana-Maria ihre Töchter baden will, holt sie Wasser aus dem Hahn im Hof und wärmt es auf dem Ofen auf.

Die junge Mutter kann nicht arbeiten, weil sie sich um Alessia kümmern muss. Von ihrer geringen Beihilfe ermöglicht sie es Anca dennoch, den Kindergarten zu besuchen. Andere notwendige Sachen kann sie oft nicht kaufen. Es mangelt an Windeln, Kleidung, Essen und Milch. Wir möchten Ana-Maria und ihre Kinder mindestens ein Jahr lang unterstützen. Zudem soll sie Hilfe bei der Renovierung des kleinen undichten Hauses erhalten, damit sie und ihre Kinder im Trockenen wohnen können. Bitte helfen Sie dieser jungen Mutter durch Gaben und Gebete.


Projekt Nr. 3022, "Familienhilfe Ana-Maria"

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Armenien
plant
Abfallmanagement
ARMENIEN. Armenien plant die Einführung eines kommunalen Abfallmanagements nach europäischem Vorbild. Hierfür werden zunächst regionale Projekte in der Provinz Kotayk und der Stadt Sewan (Provinz Gegharkunik) umgesetzt. Dort sollen Systeme für die Sammlung, den Transport und die Lagerung von Siedlungsabfällen eingeführt werden.

Finanziell unterstützt wird das Projekt von der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) und der Europäischen Union (EU). Die dänische Consulting-Gruppe COWI gibt den Kapitalbedarf für ganz Armenien mit 140 bis 210 Millionen Euro (149 bis 225 Millionen Schweizer Franken) an. Die genaue Summe ist abhängig davon, welches Projektszenario gewählt wird. Mitte Dezember 2014 unterzeichneten Vertreter der EBWE und acht armenischer Städte die Vereinbarung für das „Kotayk Solid Waste Managament Project“ (KSWMP). Die Stadt Sewan wurde in das Projekt einbezogen, weil dort das Müllproblem besonders gross ist. Die derzeitige Deponie soll sobald wie möglich geschlossen werden, da sie direkt am Sewan-See liegt.



Armenien
Wärme für die kleine Ani
Familie lebt, der Witterung fast völlig ausgeliefert, in einem Taubenschlag

Die bunten Plüschtiere an der Wand täuschen nicht über die Trostlosigkeit dieser Behausung hinweg. Aschot und Hermine Sargsian tun alles, um es ihren beiden kleinen Kindern so heimelig wie möglich zu machen. Aber die Wohnverhältnisse sind katastrophal. Sie brauchen dringend Hilfe.

Seit vier Jahren wohnt die vierköpfige Familie in Jerewan zur Miete – in einem ehemaligen Taubenschlag! Die vierjährige Marianna und die zweijährige Ani müssen im Winter die meiste Zeit auf ihren Betten verbringen. Da der Boden aus Beton ist, erlaubt Hermine den Kindern nicht, herumzulaufen. Zu gross ist ihre Angst, sie könnten ernsthaft erkranken.

Vater Aschot wurde bei einem Luftangriff im Krieg um Berg-Karabach schwer am Kopf verletzt. Er verlor sein rechtes Auge. „Danach konnte ich die klimatischen Bedingungen in meiner Region nicht mehr ertragen. Ich bekam hohen Blutdruck und hatte oft starke Kopfschmerzen. Deshalb zog ich in die Hauptstadt. Das Wetter in Jerewan ist milder, ich fühle mich viel besser“, erzählt Aschot. Er ist invalide und kann nicht mehr schwer arbeiten. Dennoch fand er Arbeit in einer Werkstatt. 2009 heirateten Aschot und Hermine. Die beiden Kinder wurden geboren, und alles schien gut. Dann verlor Aschot seine Arbeitsstelle.


Die Familie lebt in einem ehemaligen Taubenschlag.

Hermine sorgt sich um die kleine Ani, die untergewichtig ist.

Nun prägt tiefe Armut den Alltag der Familie. Sie lebt von der staatlichen Beihilfe und Aschots Invalidenrente. Über zwei Drittel davon gehen für die Miete weg, vom Rest muss sie essen, sich kleiden, heizen und kochen. Im Winter dringt die Kälte durch die dünne Fensterscheibe. Die kahlen Wände und das undichte Dach bieten kaum Schutz gegen Regen und Schnee. Um den Raum ein wenig heizen zu können, sammelt Aschot trockene Äste und Zweige. Wird die Kälte unerträglich, schaltet er den Elektro-Ofen ein. Die kleine Ani steht dann in ihrem Bett und wärmt sich die Fingerchen. Aber Strom ist in Armenien teuer. „Es bricht mir das Herz, wenn ich sehe, unter welchen Umständen meine Kinder aufwachsen müssen. Gut, dass Marianna kostenlos einen Kindergarten besuchen darf. Dort sind die Zimmer gut geheizt, und sie kann etwas essen. Aber dessen ungeachtet ist unsere kleine Ani untergewichtig“, sagt Hermine verzweifelt, während sie ihre Kleine fest umarmt.

Aschot träumt von einer warmen und dichten Unterkunft für seine Familie, einem eigenen kleinen Haus, das finanzierbar ist. Wir möchten dieser Familie helfen. Sie braucht dringend eine trockene Unterkunft, in der sie menschenwürdig leben kann. Zudem mangelt es an Lebensmitteln, Kleidung und anderen Notwendigkeiten des Alltags. Dürfen wir Sie bitten, diese Familie zu unterstützen? Herzlichen Dank dafür.


Projekt Nr. 3023, "Unterkunft für Aschot"

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BLICKPUNKT — Berufsausbildungszentrum


Armenien
Vielseitige Ausbildung braucht Farbendruck
BAZ muss farbige Drucke zu hohen Preisen ausser Haus anfertigen lassen

Im Wirtschaftsleben gilt: Der professionelle Auftritt garantiert den Erfolg. Das gilt für Berufsbewerber ebenso wie für Ausbildungseinrichtungen. Um ernst genommen zu werden und Chancen zu haben, muss man einige Mindeststandards erfüllen. Und dazu braucht das Berufsausbildungszentrum dringend einen geeigneten Farbdrucker.

Seit seiner Gründung vor vier Jahren ist das Berufsausbildungszentrum „BAZ“ hohen Ansprüchen gefolgt: an sein gut ausgebildetes Personal, seine hochqualifizierten Lehrer, die gute Ausstattung und die angemessenen Räume. Insidern ist dies bekannt. Doch es ist höchste Zeit, die Arbeit des BAZ und sein hervorragendes Angebot weiteren Menschen vorzustellen. Dies geht – wie überall – nur über gutes Informationsmaterial.
Auch die Abschlussdiplome werden farbig gedruckt, ebenso die Schriftstücke und Schreiben an staatliche Einrichtungen. Auf diesen offiziellen Schreiben ist das farbige Logo unerlässlich. So mussten die farbigen Druckaufträge bisher ausser Haus an externe Druckereien vergeben werden, obgleich die Kosten dafür immens hoch sind. Ein eigener Farbdrucker wäre auf Dauer deutlich preisgünstiger.

Die Abschlussdiplome werden farbig gedruckt. Sie stellen die Visitenkarte der Lehrgangs-Absolventen dar.

Hinzu kommt, dass die Ausbildung am Computer seit 2013 einen festen Platz im Jahresprogramm des BAZ hat. Dazu gehört selbstverständlich auch die Vermittlung von Grundkenntnissen in Grafik und Design. Farbige Unterlagen wären in diesem Zusammenhang bedeutend besser zur Wissensvermittlung geeignet, als die derzeit ausgegebenen einfarbigen Lehrmaterialien. Der Farbdrucker stellt ein deutliches Plus für die Ausbildung dar.
Die Investition von rund 2’500 Franken (2’350 Euro) für einen geeigneten Drucker ist jedoch aus dem laufenden Etat nicht zu bezahlen. Vieles hat das BAZ im Laufe der Jahre mithilfe von Ihnen, liebe Spenderinnen und Spender, anschaffen können. Bitte helfen Sie nun auch bei der Finanzierung des dringend benötigten Druckers tatkräftig mit, um den Lernenden weiterhin qualitativ hochwertige Lehrgänge zu ermöglichen. Vielen Dank.

Projekt Nr. 3025, "Farbdrucker für BAZ"

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Armenien
Ein Zuhause für einen Freiheitskämpfer
Verwandte lassen Familie auf einem Schuldenberg in einer Ruine sitzen

Sie besitzen zwar ein eigenes Haus, doch das gleicht eher einer Ruine als einem Zuhause. Es herrscht Einsturzgefahr, das Dach ist undicht, Türen und Fenster sind marode, und der Putz bröckelt von den Wänden. Nojemsar und Aschot Grigorian leben mit ihren Kindern in bitterer Armut und haben Angst vor der Zukunft.

1996 heiratete Nojemsar ihren Aschot, der als Freiheitskämpfer im Krieg um Berg-Karabach eine schwere Beinverletzung erlitt und stark traumatisiert wurde. Zunächst wohnte das Paar in Aschots Elternhaus. Als die beiden Töchter geboren wurden, fand die Familie eine Bleibe in einer alten Garage. In dieser kalten und feuchten Garage kam Sohn Gecham zur Welt. Eine Mietwohnung konnte sich die Familie nicht leisten. Nojemsar arbeitete für wenig Lohn in einer Nähfabrik, Aschot transportierte mit einem geschenkten Lastwagen Vieh, Heu, Brennholz und Hausrat.

Als Invalider erhielt Aschot eine Entschädigung vom Verteidigungsministerium – für eine Einzimmerwohnung reichte die Summe jedoch nicht. Dann wollten Aschots Bruder und Schwester das Elternhaus verkaufen. Obwohl es schon alt und verfallen war, kaufte Aschot es. „Mit dem Kauf erbten wir riesige Schulden für Strom und Gas, von denen uns niemand etwas gesagt hatte. Wir pflegten den Obstgarten, ernteten Früchte, Nüsse und Beeren, die wir auf dem Markt verkauften. Das war ein zusätzliches Einkommen für uns“, erzählt Nojemsar.


Kronleuchter und Bücherregale können nicht darüber hinwegtäuschen, dass Familie Grigorian sehr arm ist.

Das Haus ist mehr eine Ruine als ein Zuhause.

Da die Familie die Schulden nicht abzahlen konnte, wurde das Gas abgestellt. Auch das Bewässerungsnetz für den Obstgarten, scheinbar illegal installiert, wurde demontiert. Fast alle Bäume sind vertrocknet und wurden mittlerweile verheizt. Aschot ist krank und arbeitsunfähig. Er hatte bereits drei Herzinfarkte.

Unter der Armut leiden auch die Kinder. Sie haben Angst vor der Zukunft. Die älteste Tochter, Wiktoria, hat die Schule beendet. Wegen Geldmangel kann sie nicht studieren. Tochter Gohar macht eine gebührenfreie Ausbildung zur Köchin. Sohn Gecham besucht noch die Schule.

„Mein Mann und ich sind noch nicht so alt, aber wir haben fast alle unsere Zähne verloren“, berichtet Nojemsar verlegen. „Für eine Zahnbehandlung haben wir kein Geld. Die monatlichen Lebensmittelpakete von Diaconia sind für uns von grösster Wichtigkeit. Sie retten uns buchstäblich vor dem Verhungern.“ Bitte helfen Sie, dass diese Familie neuen Lebensmut schöpfen kann. Besonders dringend sind die Renovierung des Hauses und eine gute zahnärztliche Versorgung. Herzlichen Dank!


Projekt Nr. 3024, "Familienhilfe Grigorian"

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Armenien
Schulbildung für Hratschjas Kinder
Das Erdbeben 1988 liess Familienvater traumatisiert zurück — nun drückt das Elend

Inflation, Arbeitslosigkeit und weitere politische Faktoren führten dazu, dass die soziale Situation der Bevölkerung in Armenien sich in den vergangenen Monaten dramatisch verschlechtert hat. Viele Menschen wissen nicht, wie es weitergehen soll.

So ergeht es auch Familie Sargsian, deren vier Kinder im Patenschaftsprogramm von Diaconia sind. Vater Hratschja ist psychisch krank. Er wurde 1988 Augenzeuge des verheerenden Erdbebens in der Stadt Spitak und musste mit ansehen, wie sein Onkel mit seinen Kindern unter den Trümmern verschüttet wurde. Inzwischen geht es Hratschja etwas besser. Er und seine zweite Frau Susanna haben vier Kinder, das fünfte ist unterwegs.

Die Familie lebt in Hratschjas marodem Elternhaus. Die tragenden Balken sind morsch, und die Wände sind von zahlreichen Rissen durchzogen, seit eine U-Bahnlinie direkt unter ihrem Haus verläuft. „Jedes Mal, wenn ein Zug kommt, wird das ganze Haus erschüttert“, erzählt Susanna. Das aussenliegende Bad funktioniert schon lange nicht mehr: Die Rohre sind geplatzt, und eine neue Wasserleitung können sie sich nicht leisten. Die Eingangstür fehlt völlig.

Die Familie versammelt sich um den Ofen, der etwas Wärme spendet.

Diana braucht dringend Geld für den Bus, damit sie ihr Praktikum zur Hebamme absolvieren kann.

Aufgrund dieser schlechten Wohnbedingungen wurden die Söhne Gharib (14) und Erwand (12) in einem staatlichen Internat untergebracht. Dort wurden sie gut betreut und schliefen in trockenen Betten. Aber sie vermissten ihre Familie. Ihre Noten wurden schlechter, und sie kränkelten. Hratschja und Susanna holten sie zurück nach Hause. „Die Kinder schämen sich, die Schule zu besuchen. Sie müssen oft schmutzige Kleidung tragen, weil ich keine Möglichkeit habe, ihre Sachen zu waschen. Deshalb werden sie von ihren Schulkameraden gehänselt“, berichtet Susanna. Die Familie besitzt keine Waschmaschine, keinen Kühlschrank, keinen Herd.

Im Haushalt leben auch Hratschjas 79-jährige schwerkranke Mutter und seine 54-jährige Schwester, die unter psychischen Störungen leidet. Niemand in der Familie hat eine Arbeit. Das Geld reicht oft nicht einmal für das Nötigste. Tochter Diana macht eine Ausbildung zur Hebamme. Die Studiengebühr wurde von Diaconia bezahlt. Doch ein Praktikum kann die junge Frau, obwohl gefordert, nicht machen – die Transportkosten sind zu hoch. Wir möchten mit Ihrer Hilfe das Haus der Familie renovieren, die Wasserleitung erneuern lassen, eine Waschmaschine und weitere Gebrauchsgegenstände kaufen und die Ausbildung der Kinder sichern. Bitte helfen Sie dieser Familie durch Gaben und Gebete.


Projekt Nr. 3026, "Hausrenovierung Hratschja"

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Rumänien
Handprothese für Marius
Von Geburt an fehlt dem 30-Jährigen der linke Unterarm — doch er hat nie aufgegeben

„Als meine Mutter mich zum ersten Mal sah, weinte sie — nicht vor Glück, sondern weil sie so geschockt war.“ Marius Anton erzählt diese Geschichte mit einer erstaunlichen Leichtigkeit. Diese Offenheit gegenüber seiner Behinderung hat er sich hart erarbeiten müssen.

Als Erstgeborener wurde Marius freudig erwartet. Doch als seine Mutter sah, dass ihm sein linker Unterarm fehlt, war sie geschockt. „Meine Mutter ist eine starke Frau, und sie hat mich genauso geliebt wie meine Geschwister. Meine Eltern haben mir auch immer Mut gemacht.“ Trotzdem hatte Marius wegen seiner Behinderung eine schlimme Kindheit. „Immer musste ich beweisen, dass ich nicht doof bin. Die anderen Kinder haben mich gehänselt und mir nichts zugetraut.“ Mit sieben Jahren bekam Marius eine Handprothese, die ihm das Leben etwas leichter machte. Er ging zur Schule, war ein guter Schüler und besuchte sogar erfolgreich eine Hochschule.

Aber seine Intelligenz und seine guten Noten halfen ihm bei seinen Vorstellungsgesprächen nicht. „Man konnte sehen, dass sich meine potentiellen Chefs an meiner Behinderung störten. Ich bekam nur Absagen“, erzählt er. Also beschloss er, seinen Führerschein zu machen. „Meine Freunde und Bekannten haben mir das nicht zugetraut. Doch ich wusste, dass ich es schaffen kann.“ Er besuchte die Fahrschule und erhielt seinen Führerschein. Damit bekam er einen Job als Fahrer im Vertrieb einer Firma.


Marius spielt gern mit seinem Sohn Sebastian.

Die Familie ist glücklich, dass sie einander hat.

Seit sechs Jahren sind Marius und Georgina (30) verheiratet. Seine Behinderung war für sie nie ein Problem. Ihre Liebe wurde von Sohn Sebastian (6) und Tochter Delia (6 Monate) gekrönt. Die Familie lebt zufrieden in einem Raum von neun Quadratmetern.

Um seinen Job auch weiterhin ausüben zu können, benötigt Marius nun dringend eine neue, bessere Handprothese. Seine Eltern können ihn finanziell nicht unterstützen. Und Marius’ Einkommen reicht nur gerade für die Grundversorgung seiner Familie.

Ein weiteres Problem sind seine Zähne. Schon seit seiner Kindheit hat Marius Probleme damit. Die Behandlungen waren jedoch damals einfach zu teuer. Und so hat er auch heute noch ein katastrophales Gebiss. Nicht gut für die Gesundheit, und auch nicht gut für einen Fahrer mit Kundenkontakt. Wir möchten Marius mit Ihrer Hilfe gerne beides ermöglichen: eine neue Handprothese und eine umfassende Zahnbehandlung für insgesamt rund 2’500 Franken (2’350 Euro). Eine Investition, die ein Leben verändern und die Zukunft einer ganzen Familie sichern kann. Bitte unterstützen Sie diese Familie durch eine Spende. Ganz herzlichen Dank dafür.


Projekt Nr. 3027, "Prothese und Zähne für Marius"

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