Report
Ausgabe 04, April 2016


Rumänien
Eine gute Zukunft für Lenutas Familie
Neun Personen leben in einem Haus — Finanzielle Last ist zu gross für die junge Oma

Liebevoll wiegt Lenuta das Baby im Arm. Sie sitzt am Ofen, dort wo es warm ist. Dann küsst sie das kleine Mädchen sanft auf die Stirn. "Ich wünschte, du hättest ein besseres Leben", sagt sie und schaut die Kleine sorgenvoll an.

37 Jahre ist Lenuta alt – und schon Grossmutter. Gemeinsam mit ihrem Mann Ovidiu (43) und ihren Kindern Iosif (19), Codruta (17), Catalin (16), Stefan (13) und Ionut (6) lebt sie in einem winzigen blauen Haus mit undichtem Dach. Der 19-jährige Iosif ist bereits Vater. Seine Frau Georgiana und ihre kleine Tochter Iasmina (1) leben ebenfalls dort. Georgiana ist zum zweiten Mal schwanger.

Lenuta macht sich grosse Sorgen um die Zukunft ihrer Familie und ihrer Enkelin.

Die Familie wohnt mit neun Personen in diesem winzigen Haus mit undichtem Dach.

Neun Personen teilen sich 13 Quadratmeter und drei Betten. Das Haus verfügt weder über Strom noch über fliessendes Wasser. Die ausgeleierte Eingangstür wird mit einem Nagel verschlossen, und im Dach klaffen grosse Löcher. "Manchmal regnet es in die Betten", erzählt die 37-Jährige, "und hin und wieder ist der Wind so stark, dass man Angst bekommt."

Keiner in der Familie hat eine Schule besucht. "Ich hoffe, dass Stefan und Ionut im September mit der Schule beginnen können", sagt Lenuta. Stefan hat es schon einmal versucht. Doch aus Mangel an Kleidung und Schulsachen und wegen seiner Lebensumstände ging er schon bald nicht mehr hin. "Stefan ist mir eine grosse Hilfe. Er spaltet das wenige Holz, das wir haben, so dass ich es im Ofen verbrennen kann, damit es im Haus warm ist."
Die Familie lebt von dem Kindergeld und den Gelegenheitsjobs von Ovidiu und Iosif. Auch Codruta und Catalin sind tagsüber unterwegs, um eine Tagelöhnerarbeit zu finden. Oft kommen sie sehr spät nach Hause und haben trotzdem nichts verdient.

Lenuta macht sich grosse Sorgen um die Zukunft: "Unser Haus ist viel zu klein für acht, bald neun Personen. Und wir haben nicht genug zu essen. Aber Hauptsache ist, dass die Kleine versorgt ist. Ich komme selbst aus einer armen Familie mit vielen Kindern. Ich wünsche mir, dass es meinen Kindern, und vor allem meiner Enkelin, später einmal besser geht."

Wir möchten diese Familie unterstützen und ihr Baumaterial für einen zweiten Raum zur Verfügung stellen. Ovidiu und Iosif sind bereit und fähig, vieles in Eigenarbeit zu erledigen. Zudem braucht das blaue Haus eine neue Tür und ein dichtes Dach. Den grösseren Kindern möchten wir mit Kleidung und gesunder Nahrung sowie Schulmaterial den Schulbesuch ermöglichen. Auch für Windeln für die Kleinsten möchten wir sorgen. Bitte helfen Sie dieser Familie durch eine Spende. Wir danken Ihnen dafür aufrichtig.


Projekt Nr. 3176, "Familienhilfe Lenuta Jiga"

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Armenien
Ein trockenes Zuhause für Familie Awadaljan
Die Wände sind feucht, der Strom unbezahlbar und die Gesundheit in Gefahr

Es ist eiskalt in der Wohnung von Familie Awadaljan. Und es riecht moderig, die Luft ist feucht. Ein Blick unter die Zimmerdecke offenbart Schimmel. Vater Dawit (38) und Mutter Gohar (37) sind verzweifelt.

In der Familie wachsen fünf Kinder auf: Lia (10), Mher (8), Anna (6), Milena (4) und Elen (3). Bald kommt das sechste Kind zur Welt. Die siebenköpfige Familie lebt von der Sozialhilfe. Ihre Wohnung befindet sich unten in einem Hochhaus im Bezirk Malatia-Sebastia. Früher war dort eine Apotheke, danach eine Werkstatt, und nun dienen die kargen Räume als Behausung für eine grosse Familie. Dawit ist gelernter Elektriker, doch er verlor seinen Job. Jetzt arbeitet er sporadisch als Hilfsarbeiter auf dem Bau. Ein regelmässiges Einkommen hat er nicht.

Vor allem der Winter stellt für die Familie eine grosse Herausforderung dar. Sie heizt mit Strom, den sie aber nicht bezahlen kann. "Wir haben den Mann der Stromversorgung mehrmals gebeten, die Kinder nicht in der Kälte sitzen zu lassen. Vergeblich. Er hat nur mit den Schultern gezuckt. Also ziehe ich die Kinder so warm wie möglich an. Aber sie können sich nicht gut bewegen, wenn sie so eingemummt sind", berichtet Mutter Gohar unter Tränen.

Unter der Decke der Wohnung blüht der Schimmel.

Die Wohnung ist karg eingerichtet, die Heizung bleibt kalt, weil das Geld für den Strom fehlt.

Die Eltern versuchen, mit einem kleinen Ölofen etwas Wärme in die klammen Wände zu bringen. Der Ofen wird draussen vor der Tür angezündet. Erst wenn er ein paar Minuten brennt, tragen die Eltern ihn hinein. Denn der Rauch könnte den Kindern gefährlich werden. Nachts bleibt das Öfchen aus. Es ist einfach zu gefährlich.

Im Zimmer stehen ein paar Betten und marode Schränke. Während des Sommers kocht Gohar soviel wie möglich ein, um im Winter Vorräte zu haben. Die Lebensmittel kauft die Familie preisgünstig ein. Daher sind sie oft von geringer Qualität. "Und sogar das können wir uns oft nicht leisten", bekennt Gohar. Sie und Dawit versuchen, ihre Sorgen vor den Kindern zu verbergen. "Wir befürchten, dass unsere Kinder durch die Lebensumstände ernsthaft erkranken könnten. Ihr Lachen ist uns ein grosser Trost. Es wäre traurig, wenn es verstummen würde", sagt Dawit leise.

Diaconia möchte dieser Familie gerne einen neuen Ofen kaufen, den Schimmel entfernen und sie mit gesunden Lebensmitteln versorgen. Helfen Sie bitte mit, diesen Kindern ihr Lachen zu erhalten. Herzlichen Dank.

Projekt Nr. 3177, "Wohnungsrenovierung Familie Awadaljan"

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Sternsingen 2016

Am Sonntag, den 10. Januar 2016, feierten die Kirchgemeinden Tänikon und Aadorf in der Pfarrkirche St. Berhard in Tänikon einen speziellen Familiengottesdienst; anschliessend wurden die "Sternsinger" ausgesandt, um in Dreiergruppen durch die Dörfer zu ziehen und die Weihnachtsbotschaft von Haus zu Haus zu tragen. Auch die Bewohnerinnen und Bewohner des Alterszentrums Aaheim durften sich etwas später am Nachmittag am Gesang und Segen der kleinen Könige erfreuen.
Die stattliche Summe von rund CHF 11 000.- (10 100 Euro), welche an diesem Tag zusammen kam, durfte "Diaconia" zugunsten armer Kinder in Rumänien in Empfang nehmen.
Ein herzliches Dankeschön den vielen kleinen Sternsingerinnen und Sternsingern für ihren grossartigen Einsatz – und ein herzliches Danke auch allen Spenderinnen und Spendern sowie allen fleissigen Helfern, welche dieses fantastische Ergebnis ermöglicht haben!





Rumänien
Kinderheim benötigt Hilfe beim Wiederaufbau
Im Januar zerstörte ein Feuer Stallungen und Nebengebäude des Casa Ray

Normalerweise ist das Kinderheim Casa Ray in Dobreni ein Ort des Friedens und der Freude. Hier finden Kinder, die in ihrem Leben schon viel Schreckliches erlebt haben, ein Zuhause, Geborgenheit, Zuneigung und Förderung. Die Region um Dobreni gilt als Armenhaus Europas. Und wie immer müssen die Kinder am meisten unter der Armut leiden.

Das Kinderheim "Casa Ray" gibt es seit 1999. Es beherbergt zurzeit 23 Kinder. Im Lauf der Zeit hat das Casa Ray durch seine Heimeltern Mihai und Tatiana Gavril viele Kinder und Jugendliche in ein gutes Leben begleitet: Sie haben Schulen und Universitäten besucht, haben soziale Kompetenzen erworben, manche haben geheiratet und führen jetzt ein gutes Leben. Alle Kinder im Heim haben nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten. So müssen beispielsweise die zahlreichen Tiere auf dem Gelände versorgt werden, und die Hausarbeit und andere Arbeiten werden von allen gemeinsam verrichtet. All das gehört zu dem umfassenden Erziehungskonzept, führt zu einem guten Selbst- und Gemeinschaftsbewusstsein und gibt den Kindern die Möglichkeit, später auf eigenen Füssen zu stehen.

Beim Brand im Januar standen einige Gebäude lichterloh in Flammen.

Hier können keine Tiere mehr gehalten werden.

Ein Bild der Verwüstung.

Anfang Januar wurde das Kinderheim von einem plötzlichen Brand heimgesucht. Ein Kurzschluss war die Ursache. Bei dem Feuer brannten die Stallungen der Tiere und einige Lagerräume völlig nieder. Auch die Wäscherei, die Solaranlage und der Heizungsraum wurden in Mitleidenschaft gezogen. Dramatische Szenen spielten sich während des Brandes ab. Die Mitarbeiter des Heimes haben versucht, die Tiere zu retten. Die drei Kühe und zwei Kälber und auch das Schwein konnten in Sicherheit gebracht werden. Letzteres hat allerdings schwere Verbrennungen auf dem Rücken erlitten. Für viele Hühner und ein Kaninchen kam jede Hilfe zu spät. Auch einige Lebensmittel sowie das Tierfutter wurden Opfer der Flammen. Insgesamt beläuft sich der Schaden auf eine Gesamtsumme von rund 132 000 Franken (121 000 Euro).

Jetzt geht es an den Wiederaufbau. Hierbei sollen schwer entflammbare Materialien eingesetzt und ein besonderes Augenmerk auf den Brandschutz gelegt werden. Für die Arbeiten werden Baumaterialien und fachlich kompetente Arbeit benötigt. Bitte unterstützen Sie dieses Projekt durch Ihre Spende, damit auch zukünftig viele Kinder dort ein neues Zuhause finden dürfen. Herzlichen Dank.


Projekt Nr. 3178, "Brand Casa Ray"

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Rumänien
Hilfe und Hoffnung für Ioana
Schwerer Schicksalsschlag lässt 33-Jährige mit ihren sieben Kindern alleine zurück

Ich wartete zu Hause auf Constantin. Die Kinder schliefen bereits. Plötzlich schlug eine Nachbarin hektisch mit der Faust an unsere Eingangstür und schrie: "Er hat deinen Mann erschlagen! Komm schnell!"

Wenn Ioana (33) an diesen einen Abend im Juni 2015 zurückdenkt, den Abend, an dem ihr Mann von einem Nachbarn ermordet wurde, kann sie die Tränen nicht zurückhalten. "Manchmal weiss ich einfach nicht mehr weiter. Doch ich muss an meine Kinder denken", bekennt sie.

Ioana lebt im Dorf Apata und ist Mutter von sieben Kindern: Ionut (16), Marius (12), Amalia (11), Iosua (8), Florin (5), Roxana (3) und Alexia (1).

Die 33-Jährige hatte eine schwere Kindheit. Als sie 13 Jahre alt war, starb ihre Mutter bei der Geburt ihres siebten Kindes. Da Ioanas Vater alkoholkrank war, wurden die Geschwister über die Familie verteilt. Ioana musste die Schule verlassen, um Geld zu verdienen. Mit 16 traf sie Constantin, und trotz ihrer Armut gründeten sie eine Familie.

Die beiden ältesten Söhne, Ionut und Marius, sind geistig behindert, alle anderen Kinder sind gesund. Wegen ihrer beiden behinderten Brüder wurden Amalia und Iosua von einer Kinderschutzorganisation aus der Familie genommen und in ein Heim in Brasov gebracht. Dort besucht Ioana sie so oft sie kann. "Ich habe für alle meine Kinder gut gesorgt. Das ist eine grosse Ungerechtigkeit." Wegen der Enge im Haus planten Ioana und Constantin, einen weiteren Raum und eine kleine Küche anzubauen. "Wir haben hart dafür gearbeitet und gehofft, dass wir dann Amalia und Iosua zurück nach Hause holen könnten. Durch Constantins Tod ist diese Hoffnung erloschen."


Ioana muss alleine für ihre Kinder sorgen.

Die kleine Roxana vermisst ihren Papa sehr und verschliesst sich in ihrer Trauer.

Vor allem die kleine Roxana leidet sehr unter dem Verlust ihres Vaters. Sie fragt ihre Mutter oft, wann der Papa wieder nach Hause kommt. "Roxana verschliesst sich in ihrer Trauer", sagt Ioana.

Die Familie lebt vom Kindergeld. Ionut und Marius können nicht sprechen und benötigen Windeln. Im Haus gibt es weder Wasser noch Strom oder eine Toilette. Wir möchten Ioana und ihre Kinder für ein Jahr mit Essen, Windeln für die Grossen und Milch für das Baby sowie mit einem neuen Ofen und Feuerholz unterstützen. Dafür benötigen wir rund 4 800 Franken (4 400 Euro). Bitte helfen Sie dieser vom Schicksal hart herausgeforderten Familie und schliessen Sie sie in Ihre Gebete ein. Herzlichen Dank.


Projekt Nr. 3179, "Hilfe für Ioana und ihre Kinder"

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Rumänien
Medizinische Hilfe für Maristela
Vierjährige kann wegen den Folgen eines Insektenstichs nicht selbstständig gehen

Sie ist fröhlich und hat Spass am Leben. Aber selbstständig gehen kann Maristela nicht mehr – seit dem Tag, an dem ein Insektenstich das Leben der Vierjährigen völlig veränderte. Das geschah im August 2015.

"Es war ein sonniger Tag. Ich war mit Iannis schwanger. Mein Mann Sergiu (27), Maristela, unsere jüngere Tochter Emilia und ich hatten einen wunderschönen Tag auf einer Apfelwiese. Am Abend fühlte sich Maristela plötzlich krank und hatte Fieber. Aber wir haben gedacht, dass sie sich beim Toben einfach etwas überanstrengt hat", erzählt Mutter Liliana. Am nächsten Morgen fand sie ihre Tochter bewusstlos vor. Liliana entdeckte ein schwarzes Mal an Maristelas rechtem Fuss. "Wir haben sie sofort zur Krankenstation gebracht und wurden umgehend nach Brasov in die Klinik geschickt." Ein Insektenstich hatte eine Infektion ausgelöst, die blitzschnell Muskeln und Sehnen angegriffen hatte. Eine sofortige Operation war nötig. Als die verzweifelten Eltern dem Arzt sagten, sie hätten kein Geld, versprach er ihnen, sie könnten später bezahlen.

Dem kleinen Mädchen wurden zwei Stangen aus medizinischem Stahl in den Fuss eingesetzt. Ausserdem musste sich Maristela einigen Hauttransplantationen unterziehen. Insgesamt vier Operationen waren nötig, jeweils verbunden mit heftigen Schmerzen.

Bis heute kann Maristela keinen Schritt gehen. Dreimal pro Woche sollte sie in der Klinik vorstellig werden, damit der Verband gewechselt werden kann. Doch die Fahrt von ihrem Heimatort Mercheasa ins 70 Kilometer entfernte Brasov ist teuer. Und Vater Sergiu hatte zu allem Überfluss kürzlich einen Unfall und kann nur noch das Nötigste arbeiten. Sein Lohn reicht gerade so für den täglichen Bedarf.

Sergiu wuchs mit 15 Brüdern auf und weiss, was Armut bedeutet. Nach der 4. Klasse musste er die Schule verlassen, da die Fahrt zur weiterführenden Schule zu teuer war.


Die Vierjährige kennt die Röntgenbilder ihres Fusses genau.

Eigentlich sollte der Verband in der Klinik gewechselt werden, doch die Fahrtkosten sind zu hoch.

Liliana wurde von ihren Eltern als Fünfjährige in einem Waisenhaus abgegeben. "Besucht haben mich weder meine Eltern noch meine elf Geschwister", erzählt sie. Umso mehr wollen Sergiu und Liliana nun liebevoll für ihre Kinder sorgen. Doch die dringend benötigte Behandlung von Maristela können sie nicht bezahlen. Sie kostet rund 3 650 Franken (3 350 Euro). Diesen Betrag möchten wir übernehmen und zusätzlich ein Jahr lang gesunde Nahrungsmittel sowie Hygieneartikel bezahlen. Bitte helfen Sie und geben Sie Maristela die Chance auf eine Zukunft, in der sie mutig eigene Schritte gehen kann. Herzlichen Dank.

Projekt Nr. 3180, "Medizinische Behandlung und Familienhilfe Maristela"

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UNSERE Mitarbeiter IN ARMENIEN

Anna Jambazian, 39 Jahre, Leiterin Patenschaftsabteilung
Seit über 15 Jahren arbeite ich bereits für Diaconia. Als gebürtige Armenierin fällt es mir stets schwer, die Not der Kinder und Familien zu sehen und dazu Berichte zu verfassen. Mein grösster Wunsch wäre es, dass die Zahl der Hilfesuchenden kontinuierlich abnimmt. Ich bin glücklich, ein Teil dieser segensreichen Arbeit sein zu dürfen. Es berührt mich, zu wissen, dass Menschen aus einem entfernten Land (Schweiz und Deutschland) Hilfesuchende finanziell unterstützen und täglich in ihre Gebete einschliessen. Manchmal erleben wir auch traurige Momente, wenn unsere Hilfe nicht möglich ist oder zu spät kommt. Aber sie werden aufgewogen durch die strahlenden Kinderaugen und ihre positive Lebenseinstellung. Wir alle sind vor Gott gleich. Die Arbeit von Diaconia ist für mich ein Beweis dafür.

Baru Jambazian, 44 Jahre, Leiter Diaconia Armenien
Durch unsere Arbeit begegnen wir immer wieder Menschen, die unverschuldet in grosse Not geraten sind. Doch dank Ihnen, unseren Freunden und Gönnern, dürfen wir immer wieder helfen, den Menschen eine Zukunftsperspektive zu schenken und dabei die Würde des Einzelnen zu bewahren. Dies gehört zu den Kernpunkten unserer Tätigkeit.
Neben der emotionalen Belastung ist diese Arbeit eine dankbare Aufgabe. Denn wir dürfen mit unseren eigenen Augen bezeugen, wie sich das Leben der Menschen sehr oft zum Positiven verändert und so manche Biografie, dank der aufkeimenden Hoffnung, neu geschrieben werden kann.
Jesus sagt in Matthäus 25,40: "Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan."
Danke, dass wir gemeinsam diesen nachhaltigen Dienst tun dürfen.



Armenien
Wärme und medizinische Hilfe für Astghik
Die kalte Heizung scheint die Bewohner zu verhöhnen — Geld für den Anschluss fehlt

"Wir schauen auf die Heizkörper, freuen uns und werden gleichzeitig traurig", scherzt Astghik (38). Doch eigentlich ist ihr und ihrer Familie nicht zum Lachen zumute. Ihr Leben ist von Krankheit und Armut gezeichnet. Und weil die Heizung aus Geldmangel nicht fertig gebaut werden konnte, muss die Familie auch noch frieren.

Familie Chatschikjan lebt in einer halb verfallenen Wohnung. Das Parkett ist marode, es gibt weder Strom noch fliessendes Wasser, und oft fehlt das Geld für Lebensmittel. Astghik und ihr Mann Dschiwan haben zwei Kinder: Erik (12) und Elina (8). Bei ihnen lebt auch Dschiwans Bruder mit seiner Frau Narine sowie Dschiwans Eltern Rosa und Wjatscheslaw. Die Grosseltern sind zuckerkrank, Oma Rosa ist mittlerweile fast erblindet. Sohn Erik hat wegen einer verkrümmten Nasenscheidewand starke Atembeschwerden. Vor allem im Sommer kann er wegen Atemnot oft nächtelang nicht einschlafen.

Dschiwan ist arbeitslos. Fünf Jahre arbeitete er bei der Gasgesellschaft, bis er wegen eines chronischen Hustens entlassen wurde. Seitdem sucht er Arbeit und findet keine. "Es fällt mir schwer, dass ich nicht für meine Familie sorgen kann. Meine Frau ist krank und dürfte eigentlich nicht arbeiten. Aber im Moment ernährt sie uns alle", gesteht er. Astghik ist nach der Geburt der Kinder an einer Mastopathie erkrankt, die sich durch einen Behandlungsfehler verschlechtert hat. Sie leidet zudem unter häufigen Nervenentzündungen und hat zahlreiche Zysten und Unterleibsprobleme. Dennoch arbeitet sie als Erzieherin in einem Kindergarten. "Die Arbeit ist für meine Frau eine grosse Belastung, aber ohne ihren Lohn würde es gar nicht gehen", so Dschiwan. Astghik benötigt eine ärztliche Behandlung, doch dafür fehlt das Geld. Die Ärzte warnen sie vor den Folgen, wenn sie die Behandlung nicht erhält. Eine Krebserkrankung ist nicht ausgeschlossen.


Die Familie lebt in einem kargen, kalten Zuhause.

Wasserhähne gibt es, fliessendes Wasser hingegen nicht.

Als Astghik im Kindergarten zu arbeiten begann, wurde die Sozialhilfe gestrichen, und die Rente der Grosseltern reicht gerade so für deren Medikamente.

Dschiwans Bruder fand für eine Weile eine Arbeit. So konnte die Heizung erneuert werden. Dann wurde auch er arbeitslos, und der entscheidende Teil war nicht mehr finanzierbar. Die Heizkörper sind seitdem Ausstellungsstücke ohne Funktion.

Gemeinsam mit Ihnen möchten wir dieser Familie gerne helfen. Wir möchten Astghik die benötigte medizinische Behandlung bezahlen, die Heizung anschliessen lassen und den Bodenbelag erneuern. Für Ihre Hilfe durch Gaben und Gebete danken wir Ihnen wärmstens.


Projekt Nr. 3181, "Familienhilfe Astghik"

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Armenien / BAZ
Overlock-Maschinen sichern die Zukunft
Gute Ausstattung ermöglicht Nähabsolventinnen den Schritt in die Selbstständigkeit

Sie ist wie eine Eintrittskarte in ein besseres Leben: Die Näherinnenausbildung im Berufsausbildungszentrum BAZ. Doch eine Ausbildung ist nur so gut wie die Jobaussichten danach.

Die Absolventinnen des Lehrgangs haben die Möglichkeit, ihr erlangtes Wissen zu Hause anzuwenden, ohne eine feste Anstellung finden zu müssen. Doch sie benötigen dazu eine gute Grundausstattung. In den vergangenen Jahren haben unsere Unterstützer immer wieder für Nähmaschinen für die besten Kursteilnehmerinnen gespendet, wofür wir und unsere Absolventinnen sehr dankbar sind.

Anlässlich unseres letzten Business-Seminars im BAZ hat sich jedoch herausgestellt, dass viele von ihnen neben den Nähmaschinen auch Overlock-Maschinen benötigen, um gute Nähaufträge zu erhalten und diese auf hohem Niveau ausführen zu können. Die BAZ-Leitung möchte gerne den besten Absolventinnen dabei helfen, mit ihren erworbenen Kenntnissen langfristig und selbstständig Geld zu verdienen.

Unter ihnen befinden sich auch Ruzanna und Silvia. Für die beiden (wir berichteten über sie in Dezember 2015), die unter schwierigen sozialen Bedingungen leben, wurden in der Zwischenzeit je eine Näh- und eine Overlock-Maschine sowie je ein Bügeltisch und ein gutes Bügeleisen gekauft. Für die beiden Frauen bedeutet ihre Arbeit als Näherin viel. Die geschenkte Grundausstattung leistet ihnen gute Dienste.

Im BAZ lernen die Frauen, wie sie die Nähmaschinen richtig bedienen.

Ein gut ausgestatteter Arbeitsplatz zu Hause ermöglicht das Auskommen für die gesamte Familie.

Auch Viktorya, die für die Versorgung ihrer gesamten Familie verantwortlich ist, benötigt dringend eine Overlock-Maschine, um die eingegangenen Bestellungen anfertigen zu können.

Viele Absolventinnen erleben diese Spannung, gute Aufträge zu erhalten, diese jedoch wegen der mangelnden Ausstattung nicht ausführen zu können. Leider kann Diaconia nicht allen helfen und bittet um Hilfe. Die von Ihnen gespendeten Beträge werden zur Anschaffung von Overlock-Maschinen für die Absolventinnen verwendet, um deren Zukunft zu sichern. Bitte ermöglichen Sie durch Ihre Spende Näherinnen den Start in ihre Selbstständigkeit. Herzlichen Dank dafür.

Projekt Nr. 3182, "Berufsausbildungszentrum — Nähmaschinen"

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Albanien
Eine Kuh als Grundstein für ein besseres Leben
Durch ein Erdbeben verlor Familie Mesi alles — nur die Hoffnung blieb

Die Familie sitzt fröhlich auf einem Hügel Steine. Doch das Bild täuscht. Was aussieht wie ein entspannter Familiennachmittag in der Sonne, ist in Wirklichkeit ein hartes Schicksal. Denn dieser Hügel ist alles, was vom eigenen Haus übrig geblieben ist.

Das Haus von Familie Mesi wurde vor sechs Monaten während eines Erdbebens komplett zerstört. Mit ihm auch alle Dinge aus dem spärlichen Besitz der sieben Personen. "Wir waren zu der Zeit, Gott sei Dank, in Tirana. Nicht auszudenken, wenn das Haus über uns zusammengestürzt wäre und es hätte sich jemand ernsthaft verletzt ", bemerkt Vater Naim (39). Derzeit leben alle Personen im Haus eines Cousins. Nur für den Übergang, bis das eigene Haus wieder aufgebaut ist.

Doch das ist einfacher gesagt als getan. Die Familie lebt von 42 Franken (39 Euro) im Monat. "Wir leben in einem Gebiet, das man nicht mit dem Auto erreichen kann. Es gibt weder eine Strasse, noch einen Bus oder eine andere Transportmöglichkeit. So können wir auch kein Baumaterial transportieren", sagt er. Was noch schlimmer wiegt: Es gibt keine Arbeit. Die Familie hütet zwar die Kuh eines Bekannten, aber sie bekommt dafür kein Geld. Nur die Milch bleibt ihnen.


Von ihrem Haus ist nicht mehr als ein Steinhaufen übriggeblieben.

Die Familie lebt derzeit im Haus eines Cousins.

Familie Mesi lebt im Dorf Zall Cudhi in der Gemeinde Kruja. Naim und seine Frau Lutfie (41) haben vier Kinder: Emiljana (15), Matilda (12), Klevisa (9) und Jurgen (5). Der jüngste Sohn wurde mit dem Down-Syndrom geboren. Auch Naims Eltern Fran (72) und Emine (68) leben bei ihnen. Auf die Frage, was seine Familie am dringendsten benötigt, bleibt der Familienvater zunächst die Antwort schuldig. "Es gibt so viele Dinge, die wir benötigen. Aber vor allem brauchen wir Lebensmittel, etwas zu essen. Wenn ich weiss, dass meine Familie versorgt ist, habe ich den Kopf frei und kann andere Dinge in Angriff nehmen", sagt er nachdenklich und fügt hinzu: "Eine Kuh wäre grossartig. Dann hätten wir mehr Milch und könnten Käse herstellen. Den könnten wir verkaufen und so etwas Geld verdienen. Und wir könnten deren Nachwuchs verkaufen und mit dem Erlös das Haus wieder aufbauen. Eine Kuh wäre der Grundstein für ein besseres Leben."

Diesen Grundstein möchten wir gerne legen und der Familie eine eigene Kuh zur Verfügung stellen. Ebenfalls möchten wir ihr gesunde Nahrungsmittel liefern. Gemeinsam mit Ihnen können wir dafür sorgen, dass das Haus neu aufgebaut und ein sicheres Zuhause für die Familie werden kann. Bitte helfen Sie dieser in grosser Not lebenden Familie durch eine Spende.


Projekt Nr. 3184, "Eine Kuh für Familie Mesi"

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Armenien
Ein würdiges Zuhause für Sohrab
Drei Generationen fristen ihr Dasein in einem kleinen Waggon-Häuschen

Waggon-Häuschen sieht man oft in Armenien. Was auf den ersten Blick wie eine schützende Behausung erscheint, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als gesundheitsgefährdend. So auch bei Familie Hakobjan.

Familie Hakobjan lebt im Dorf Basmaberd in der Aragatsotn-Region. Ein vergessener Ort, an dem einige wenige Familien zwischen halb zerfallenen Bauten in Waggon-Häuschen leben und ihr Dasein fristen. Es ist erstaunlich, wie fröhlich die Kinder trotz allem sind. Sie sehen alles mit kindlicher Leichtigkeit und nehmen die Sorgen ihrer Eltern oft nicht wahr. Umso schlimmer, wenn diese Leichtigkeit durch Krankheiten getrübt wird.

Diese befürchten auch Sohrab (46) und seine Frau Marine (30), die mit ihrem sechsjährigen Sohn Howhannes in einem Waggon-Häuschen leben. Ebenfalls dort leben auch Sohrabs Bruder Hamlet (42), seine Frau Hajkanusch und deren beide Kinder Gor (6) und Lilit (7). Auch die Grosseltern leben in dem Waggon-Häuschen. Es besteht aus zwei kleinen Zimmern und bietet sehr wenig Platz. Neun Menschen auf wenigen Quadratmetern, welche von Feuchtigkeit, Dunkelheit und ständigem Schimmelgeruch beherrscht werden.

"Wir wissen nicht mehr weiter. Es ist fast unmöglich, unter diesen Umständen zu leben. Im Sommer ist es sengend heiss, im Winter klirrend kalt. Und egal, wie lange man heizt, es bleibt kalt", erzählt Marine mit Tränen in den Augen. "Wir fürchten um die Gesundheit unserer Kinder. Wir Erwachsenen können ja eine ganze Menge aushalten, aber die Kleinen nicht."


Es herrscht drangvolle Enge.

An diesem Tag hat der kleine Howhannes Besuch von Sargis, Aschot und Mari. Zur Feier des Tages gibt es einen Luftballon.

Die Familie hat weder Kühlschrank noch Gasherd. Das ganze Jahr wird draussen im Freien auf dem Feuer gekocht. Das Holz muss mühsam gesammelt werden.

Sohrab hat einen Lastwagen gemietet. So konnte er Aufträge annehmen und die Miete und ein wenig Geld für die Familie erwirtschaften. Doch vor einigen Monaten hatte er einen Unfall. Nun muss er die Reparaturkosten bezahlen und danach den Lastwagen entweder dem Besitzer zurückgeben oder weiterarbeiten. Sohrab hat die Reparaturen, soweit es ihm möglich war, selbst durchgeführt. Die rund 3 000 Franken (2 770 Euro) für die restlichen Reparaturen hat die Familie jedoch nicht.

Diese Familie braucht dringend unsere Hilfe. Gemeinsam mit Ihnen möchten wir die Reparaturkosten für den Lastwagen übernehmen, gesunde Nahrungsmittel liefern und für eine angemessene Unterkunft sorgen. Wir danken Ihnen für jede Spende.


Projekt Nr. 3183, "Familienhilfe Sohrab Hakobjan"

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