Report
Ausgabe 04, April 2017


Armenien
Saatkartoffeln für arme Dorfbewohner
Arbeit und gegenseitige Hilfe — Menschen planen beispielloses Ernährungs-projekt

Das Dorf Voskevaz verfügt über weite Felder, ein gutes Bergklima und einen fruchtbaren Boden. Fleissige Menschen leben dort, die trotzdem bitterarm sind. Ihnen fehlt eine Starthilfe, damit sie die vorhandenen Ressourcen auch wirklich nutzen können.

Wie Familie Grigorjan: Alina (38) und ihr Mann Warasdat (48) können ihre acht Kinder kaum ernähren. „Wir möchten Kartoffeln anbauen. Alle in der Familie wollen mit anpacken. Sogar mein jüngster Sohn Arman will mit seinen fünf Jahren helfen. Das Land ist so fruchtbar, wir könnten mit unserer Ernte einer weiteren armen Familie helfen. Einer Familie, die kein Grundstück und keine helfenden Hände hat“, erzählt Warasdat. Ein Plan, den viele Menschen in den naheliegenden Dörfern und auch die Ortsgemeinden unterstützen. Die Gemeinden sind sogar bereit, grössere Äcker zur Verfügung zu stellen, um mehr Ertrag erwirtschaften zu können.

Auch der fünfjährige Arman hilft fleissig mit.

Die Kinder sind Feuer und Flamme bei der Bearbeitung des Bodens.

Von Gross bis Klein – alle wollen kräftig mitanpacken.

Die Rechnung ist einfach: Eine Hektare, die mit den richtigen Saatkartoffeln, dem richtigen Dünger und den richtigen Hilfsmitteln bestellt wird, bringt rund 15 Tonnen Kartoffeln. Wenn eine Familie eine Tonne Kartoffeln benötigt, könnte man mit einer Hektare 15 Familien versorgen. Motivierte Arbeitskräfte sind vorhanden, es fehlt nur an der richtigen Ausstattung. Diese möchten wir gerne stellen und so eine Kette schaffen, die die Menschen befähigt, sich selbst zu helfen. 1 570 Franken (1 460 Euro) benötigen wir für die Bewirtschaftung einer Hektare. Ziel ist es, so viele Menschen wie möglich zu motivieren, bei dem Projekt mitzumachen. „Ich will meiner Familie, aber auch anderen Familien helfen. Ich will nicht ständig der Bittende sein“, so Warasdat. Bitte helfen Sie mit, Familie Grigorjan und vielen anderen eine Perspektive und Sicherheit im Leben zu geben. Für jede Spende danken wir Ihnen herzlich!


Projekt Nr. 3347, "Hilfe zur Selbsthilfe für Dorf Voskevaz"

Wenn Sie für dieses Projekt spenden möchten, klicken Sie bitte HIER.







Rumänien
Ein Korsett und Physiotherapie für Cosmin
Rollstuhl droht: Kleiner Junge kann wegen einer Skoliose immer schlechter laufen

Cosmin schaut fröhlich in den Himmel, verfolgt lachend die tanzenden Schneeflocken und versucht, sie einzufangen. Als der Fünfjährige losläuft, sieht man, dass er stark humpelt.

„Seine rechte Hüfte ist höher als seine linke. Das wird mit der Zeit immer schlimmer werden. Ich habe Angst, dass Cosmin irgendwann gar nicht mehr herumlaufen kann.“ Die Stimme von Vater Alexandru (62) zittert: „Ich wünsche mir, dass er sein fröhliches Lachen nie verliert!“ Alexandru ist in zweiter Ehe mit Andreea (23) verheiratet. Die beiden haben drei Kinder: Cosmin (5), Elena (3) und Alexia (10 Monate). Der 62-Jährige hat noch erwachsene Kinder aus erster Ehe, doch diese verleugnen ihren Vater, seit er die so viel jüngere Andreea geheiratet hat. „Wir sind glücklich, aber das wollen die Kinder nicht verstehen“, sagt er traurig.

Das Leben der Familie ist hart. Die Fabrik, in der Alexandru lange Zeit arbeitete, wurde geschlossen. Seit 20 Jahren findet er nur noch befristete Arbeit ohne festen Arbeitsvertrag. Momentan lebt die Familie lediglich von 90 Franken (84 Euro) Kindergeld.

Was mit seiner Wirbelsäule los ist, weiss Cosmin ganz genau.

Cosmin ist ein aufgeweckter kleiner Junge, der die Welt entdeckt.

Die grössten Sorgen macht sich Alexandru jedoch um Cosmins Gesundheit. Der Junge leidet unter einer Skoliose, einer Verdrehung der Wirbelsäule, die immer weiter fortschreitet. „Ich war schon mit ihm im Spital und der Arzt hat dringend zu einer schnellen Operation geraten.“ Der Eingriff ist jedoch umstritten, deswegen möchte die Familie eine zweite ärztliche Meinung einholen. Damit sich die Schiefstellung von Wirbelsäule und Hüfte nicht weiter verschlimmert, benötigt Cosmin dringend ein passgenaues Korsett und Physiotherapie. Hier möchten wir die Familie unterstützen.

Insgesamt werden 4 000 Franken (3 800 Euro) benötigt. Bitte helfen Sie, damit Cosmin auch weiter die Welt fröhlich laufend und springend entdecken kann. Herzlichen Dank für Ihre Gaben und Gebete.

Projekt Nr. 3348, "Therapie für Cosmin"

Wenn Sie für dieses Projekt spenden möchten, klicken Sie bitte HIER.







Armenien / BAZ
Lichtblick dank Ausbildung
Aidas Beispiel zeigt, dass BAZ-Lehrgänge auch Kranken eine Perspektive schaffen

„Ich bin unglaublich glücklich. Trotz meiner Krankheit kann ich endlich aktiv zum Einkommen meiner Familie beitragen“, freut sich Aida und lächelt.

Die 27-Jährige hatte in ihrem Leben schon viele Träume. Viele davon wurden durch eine Nierenerkrankung der jungen Frau zunichte gemacht; einer jedoch wird nun dank des Nählehrgangs im BAZ Wirklichkeit.

Aida ist mit ihren drei Geschwistern bei ihren Eltern in der Stadt Dschermuk aufgewachsen. Nach ihrer Nierenerkrankung vor zwei Jahren siedelte die Familie nach Jerewan über. Bruder Erik (25) hat dort eine Arbeit als Tagelöhner auf dem Bau gefunden. Zwei Schwestern sind bereits verheiratet. „Eine Nierentransplantation könnte mir helfen, aber die können wir uns nicht leisten. Mit der Dialyse geht es auch“, sagt die junge Frau. Vor allem auch, weil sie dank der Näherinnenausbildung im BAZ nun eine berufliche Perspektive hat. Als Näherin kann sie die Familie unterstützen, ihre Arbeit lässt sich gut in ihren Dialyse-Terminplan einfügen. „Das BAZ hat mir eine Perspektive für mein Leben geschenkt.“


BAZ-Lehrerin Ella freut sich über ihre gelehrige Schülerin.

Aida ist glücklich, dass sie jetzt ihre Familie unterstützen kann.

Aida ist kein Einzelfall. Immer wieder erleben wir, dass benachteiligte Menschen durch die berufliche Qualifikation eine Zukunft erhalten und motiviert und erfolgreich durchstarten.

Der Nählehrgang ist einer der kostenaufwendigsten Lehrgänge des BAZ. Für Rohstoffe, Kommunalabgaben und Lehrergehalt muss man pro Kursteilnehmer etwa mit 360 Franken (340 Euro) rechnen. Deswegen möchten wir Sie bitten, uns dabei zu unterstützen, damit der nächste Lehrgang für 24 motivierte Frauen stattfinden kann. Gesamthaft werden etwa 8 640 Franken (8 150 Euro) benötigt. Bitte verhelfen Sie Menschen wie Aida zu einer eigenen Verdienstmöglichkeit; Sie schenken ihnen damit einen Lichtblick für ihr Leben. Herzlichen Dank!


Langzeitprojekt Nr. 3349, "Nählehrgang BAZ"

Wenn Sie für dieses Projekt spenden möchten, klicken Sie bitte HIER.







Rumänien
Aufatmen für traumatisierte Seelen
Waisenheim setzt auf pädagogische und wirtschaftliche Aspekte der Landwirtschaft

Ich liebe es, im Garten und mit den Tieren zu arbeiten. In der Natur kann ich aufatmen und komme zur Ruhe“, erzählt uns Costi.

Der Elfjährige kam mit seiner Schwester Ana (13) ins Waisenhaus. Im Casa Ray haben die beiden nach der Trennung ihrer Eltern ein neues Zuhause gefunden. Die Kinder haben viel erlebt. Hier blühen sie auf, sind wissbegierig, lernen schnell und können inzwischen auch wieder lachen. Ana und Costi lieben den Garten und die Tiere, die zum Waisenhaus gehören, und sie packen gerne bei deren Versorgung mit an. Selbst bei der Bearbeitung des Gartens dürfen die Kinder mithelfen und dabei viel wertvolles Wissen und Erfahrungen sammeln.

Der Garten und die Felder tragen einen grossen Teil zur Versorgung des Casa Ray mit gesundem Essen bei. Hier hat die Landwirtschaft sowohl einen pädagogischen als auch einen wirtschaftlichen Aspekt: Durch die eigene Ernte kann das Budget des Waisenhauses entlastet werden, und die Kinder lernen, wie man das Land am besten bearbeitet, damit die Ernte gelingen kann.


Die Äpfel sind eine willkommene Ergänzung im Speiseplan.

Die Kinder verbringen ihre Freizeit gerne auf den Feldern.

Dieses landwirtschaftliche Projekt benötigt unsere Hilfe: Um die anfallenden Kosten für Saatgut und Hilfsmittel zu decken, benötigen wir rund 3 000 Franken (2 830 Euro). Bitte helfen Sie mit und schenken Sie dem Waisenheim die Grundlage, den Garten und die Felder zu bepflanzen und sich damit einen Teil seiner Versorgung mit frischen Lebensmitteln zu sichern. Dafür ein herzliches „Vergelts Gott“.

Langzeitprojekt Nr. 3350, "Landwirtschaft in Dobreni"

Wenn Sie für dieses Projekt spenden möchten, klicken Sie bitte HIER.




Korruptionsgesetz in RumÄnien

Die neue Regierung Rumäniens hatte über Eildekrete – und unter Umgehung des Parlaments – die Korruptionsgesetze des Landes aufgeweicht. Danach war vorgesehen, dass Korruption und Amtsmissbrauch nur dann bestraft werden, wenn der Schaden über 200 000 Lei (ca. 47 000 Franken, 44 340 Euro) liegt. Ausserdem sollten über das reguläre Gesetzgebungsverfahren hinaus weitere Aufweichungen folgen.
Offizielle Begründung für diese Massnahme war die Entlastung der überfüllten Gefängnisse. Tatsächlich hätten von den neuen Gesetzen vor allem Mitglieder und Funktionäre der Regierungspartei PSD profitiert, unter anderem Parteichef Liviu Dragnea, dem aufgrund der derzeitigen Gesetze das Amt des Ministerpräsidenten verwehrt bleibt.
Die Massnahmen der Regierung stiessen bei Staatspräsident Klaus Iohannis und in grossen Teilen der Bevölkerung auf massiven Widerstand. In mehreren rumänischen Städten kam es im Vorfeld und nach Bekanntgabe des neuen Gesetzes zu Demonstrationen mit Hunderttausenden von Teilnehmern, denen sich auch der Staatspräsident anschloss. Schliesslich sah sich die Regierung gezwungen, das Gesetz zurückzuziehen.





Albanien
Eine Milchkuh für Suela und Bashkim
Hilfe zur Selbsthilfe für behindertes Ehepaar

Jeder im Dorf kennt Suela (30) und Bashkim (37). Das fleissige, freundliche Ehepaar mit der leichten geistigen Behinderung ist immer hilfsbereit und stets fröhlich.

Die beiden lieben sich von ganzem Herzen, können jedoch aufgrund ihrer Behinderungen keine eigenen Kinder bekommen.

Jeden Morgen melkt Bashkim die Kuh seines Cousins und fährt anschliessend nach Tirana, um dort die Milch zum Verkauf anzubieten. Doch leider gibt die Kuh aufgrund ihrer Rasse nur drei bis vier Liter Milch pro Tag.

Auf dem Heimweg kauft Bashkim die nötigsten Dinge des Lebens ein und freut sich auf den Tee, den seine Frau ihm nach seiner Rückkehr zubereitet. Suela kocht und besorgt den Haushalt; es ist ihr sehr wichtig, dass ihr Zuhause sauber und ordentlich ist. Das Haus des Ehepaares gehört zur Hälfte Baskims Onkel, welcher in Griechenland lebt. Es ist in einem baufälligen Zustand. Die Fenster sind zerbrochen, die Stromleitungen liegen blank. Aufgrund ihrer finanziellen Situation können Suela und Bashkim die Renovierungsarbeiten nicht durchführen. „Wir haben zu essen. Für mehr reicht es nicht“, sagt Bashkim. Kürzlich ist auch der Ofen kaputtgegangen, schwarzer Russ färbt die Wände.


Bashkim vor dem zerbrochenen Fenster, durch welches das Ofenrohr ragt.

Der Ofen des Paares hat den ganzen Raum geschwärzt.

Wir möchten Suela und Bashkim mit einer Milchkuh, die zwischen 15 und 18 Liter Milch pro Tag gibt, unterstützen. Durch den Verkauf dieser Milch würde sich das Leben des Paares deutlich verbessern. Rund 240 Franken (226 Euro) zusätzlich könnte es im Monat mehr einnehmen und sich so eine Grundlage für ein besseres Leben sichern. Ausserdem möchten wir den defekten Ofen ersetzen und für intakte Fenster sorgen. Alles in allem benötigen wir dafür rund 4 500) Franken (4 245 Euro). Mit Ihrer Hilfe können wir Suela und Bashkim eine neue Lebensperspektive schenken. Wir danken Ihnen ganz herzlich für jede Gabe. 

Projekt Nr. 3351, "Milchkuh für Suela und Bashkim"

Wenn Sie für dieses Projekt spenden möchten, klicken Sie bitte HIER.







Armenien
Ein Zimmer für Mariam und Mowses
Kinder müssen wegen der Wohnverhältnisse der Familie im Heim leben

„Jetzt gerade bin ich sehr glücklich. Leider nur für ein paar Tage. Ich darf zu Hause bei meiner Familie sein, und ich geniesse jede Minute!“ Mariam lächelt zaghaft.

Es ist schon merkwürdig: Mariam (13) und Mowses (15) haben liebevolle Eltern, Geschwister und ein Haus mit vier Zimmern, und doch leben sie im Kinderheim. Warum das so ist? Die Kinder haben darauf keine Antwort. Die Geschwister entstammen der ersten Ehe ihres Vaters Karen. Doch daran kann es nicht liegen, denn Stiefmutter Warsik (27) behandelt Mariam und Mowses wie ihre eigenen Kinder Mikajel (11) und Arpine (5).

„Es liegt an unseren Wohnbedingungen“, berichtet Warsik. Das Haus ist zwar gross, aber nicht fertig gebaut. Karens Eltern haben den Bau angefangen, aber nicht fertiggestellt. Es gibt keine richtigen Türen und Fenster. So ist nur ein Zimmer halbwegs bewohnbar. Dort stehen zwei wackelige Betten, einige Stühle und ein alter Holzofen. Es gibt keine Toilette, und das Wasser im Badezimmer wird mit Eimern herangetragen. „Ich träume nicht von Möbeln und anderen Sachen. Doch gäbe es wenigstens ein vernünftiges Zimmer, würde ich die Kinder wieder aus dem Heim nach Hause holen können“, sagt die Mutter. Auch die Kinder sehnen sich nach ihrer Familie. „Ich will meiner Mutter helfen“, so Mariam. „Wir haben einen Garten, und ich könnte dort etwas anpflanzen.“ Mariam liebt zudem ihre kleinen Geschwister. „Wir sind eine Familie, und wir sollten auch zusammenleben“, sagt sie.

Mariam, Arpine, Mowses und Mikajel (v.l.) sind glücklich, wenn sie nur zusammen sein können.

Gerne möchten wir diesen Menschen helfen. Das Projekt hat zum Ziel, ein Zimmer für Mariam und Mowses fertigzustellen, der Familie eine Toilette und ein Badezimmer zu ermöglichen und ihr ausserdem zwei Betten, einen Schrank und einen Schreibtisch zu besorgen. Dafür veranschlagen wir 6 300 Franken (5 950 Euro). Unterstützen Sie bitte diese Familie, damit sie wieder beisammen sein darf – vielen Dank!


Projekt Nr. 3352, "Wohnraum für Mariam und Mowses"

Wenn Sie für dieses Projekt spenden möchten, klicken Sie bitte HIER.







Armenien
Ein neues Zuhause für Familie Manukjan
Renovierung des desolaten Heims der Familie ist unrentabel

Die Gefahr lauert an verschiedenen Stellen: Das Haus von Familie Manukjan steht an einem steilen, ungesicherten Berghang im Dorf Schatin, wo bereits öfters Erdrutsche abgegangen sind. Und auch das baufällige Dach des Hauses bereitet seinen Bewohnern grosse Sorgen.

Mutter Anna (36) lebt hier mit ihren drei Kindern und den Grosseltern. Vater Nairi verstarb letztes Jahr. Er war der Einzige, der eine Arbeit hatte. Nun fehlt er nicht nur als liebevoller Vater und Ehemann, sondern auch als Ernährer der Familie. Diese lebt von einer kleinen Sozialhilfe und der Rente des Grossvaters. Nach Nairis Tod hatte sie sich hoch verschuldet, und ihre Lebensumstände sind erschreckend. Das Haus, Baujahr 1959, wurde nie renoviert. Durch das Dach sieht man teilweise den Himmel, die Dachkonstruktion selbst ist morsch. „Wir haben im Schlafzimmer die Betten so zusammengeschoben, dass die Kinder den grösstmöglichen Schutz vor herabfallenden Teilen haben“, erzählt Anna. Toilette, Waschgelegenheit und Küche liegen ausserhalb des Hauses. Fliessend Wasser gibt es während der Wintermonate nicht, denn dann ist alles zugefroren. Im Frühjahr werden die geborstenen Rohre dann notdürftig geflickt.

Die Innenräume sind dunkel und muffig, Schimmel breitet sich an den Wänden aus. Abends versammelt sich die Familie vor einem selbst gebauten Ofen im Wohnzimmer, um sich ein wenig aufzuwärmen. Es gibt weder Strom noch eine Heizung. „Es ist ein Wunder, dass die Kinder noch nicht ernsthaft krank sind“, erzählt uns Anna.

Grossvater Haghtik ist kriegsversehrt; er hat sich aus einem hölzernen Rohr und einem Eisenstück eine Schienbeinprothese gebastelt; damit kann er recht gut gehen.

Aram ist der Jüngste der drei Brüder.

Das Haus der Familie ist extrem baufällig und gefährlich.

Der selbst gebaute Ofen bringt etwas Wärme.

Annas Söhne sind schulpflichtig. Howhannes (13) und Arthur (12) besuchen die 7. Klasse, Aram (7) ist im September eingeschult worden. Alle drei sind zielstrebige und gute Schüler.

Wir möchten diesen Menschen nun zur Seite stehen. Renovierungsarbeiten am extrem baufälligen Haus kommen nicht mehr infrage, so möchten wir der Familie ein kleines Haus besorgen. Wir rechnen mit rund 7 000.- Franken (6 600.- Euro). Herzlichen Dank, wenn Sie Familie Manukjan mit Ihren Gaben und Gebeten unterstützen.


Projekt Nr. 3353, "Ein Zuhause für Familie Manukjan"

Wenn Sie für dieses Projekt spenden möchten, klicken Sie bitte HIER.







Rumänien
Ein sicherer Stall für Dans Vieh
Familie Bokor könnte mit Tierhaltung ihre Existenz sichern

Durch den notdürftig erstellten Stall pfeift der Wind – dabei wäre dies der ideale Ort für Viehhaltung, welche der Familie den Lebensunterhalt sichern könnte.

Dan (37) und Nela (36) leben mit sechs ihrer acht Kinder in einem einfachen, dürftig verputzten Holzhäuschen auf einem grossen Grundstück. Die älteste Tochter ist bereits verheiratet, eine andere lebt bei Dans Eltern, denn sie benötigt besondere Fürsorge. Vater Dan arbeitet als Tagelöhner, sein Einkommen ist sehr unsicher. Hin und wieder bringt er zehn Franken (gut neun Euro) mit nach Hause. Doch das nur unregelmässig. „Das ist zu wenig, um die Kinder satt zu bekommen“, sagt Nela. Die 36-Jährige ist fleissig und zielstrebig. Sie konnte bis zur Geburt ihrer jüngsten Tochter weder lesen noch schreiben. Dann beschloss sie, die „Schule der zweiten Chance“ zu besuchen. Dort lernt sie nun lesen, schreiben und rechnen. „Ich bin sehr stolz auf meine Frau“, strahlt Dan. „Unsere Kinder besuchen alle die Schule, denn eine gute Bildung ist wichtig. Leider kann ich meinen älteren Töchtern den Besuch einer weiterführenden Schule nicht ermöglichen, denn alleine schon für die Fahrt nach Brasov können wir nicht aufkommen.“

Die Kinder unterstützen ihre Eltern tatkräftig bei der Hausarbeit. Auch als diese einen Stall bauten, halfen sie mit. „Unsere Idee war es, Vieh, beispielsweise Hühner und Ziegen, anzuschaffen, um unsere Existenz zu sichern. Leider hatten wir nur dicke Stöcke für den Bau zur Verfügung. So zieht es schrecklich in dem Stall. Im Winter wird es so kalt, dass nur unser altes Pferd, mit dem wir Feuerholz transportieren, es darin aushält“, erzählt Dan.

Alle wollen mithelfen, doch im Moment pfeift durch den Stall nur der Wind.

Nela ist eine fleissige und ambitionierte Frau.

Wir möchten die Familie mit Baumaterial für den Bau eines wetterfesten Stalls unterstützen. Auch einige Tiere möchten wir ihr übergeben. Mit Ziegen, Hühnern und vielleicht sogar zwei Schweinen könnte sie sich ein regelmässiges Einkommen erwirtschaften. Der Platz ist vorhanden, und mit dem Vieh wäre ein wichtiger Grundstein für eine gute Zukunft dieser acht Menschen gelegt. Als einmalige Nothilfe möchten wir gerne Schulsachen, Kleidung und Schuhe zur Verfügung stellen. Wir benötigen hierzu rund 6 300 Franken (5 940 Euro). Mit dieser Unterstützung könnte sich die Situation der gesamten Familie zum Besseren wenden. Vielen Dank, wenn Sie diesen Menschen helfen.


Projekt Nr. 3354, "Vieh und Stall für Familie Bokor"

Wenn Sie für dieses Projekt spenden möchten, klicken Sie bitte HIER.







Rumänien
Eine Zukunft für Paul und Beniamin
Ärmliche Lebensbedingungen machen den Brüdern schwer zu schaffen

Camelia tut das, was sie täglich tut: Sie wäscht. In einem Plastikbecken reinigt sie die Kleidung der gesamten Familie. „Gerade bei Schnee oder Regen ist dies ein Kampf, der kaum zu gewinnen ist. Trotzdem soll alles so ordentlich wie möglich sein“, sagt sie.

Camelia (32) und Alexandru Lingurar (31) wohnen mit ihren Söhnen Paul (8) und Beniamin (6) in einem kleinen, nicht isolierten Ein-Zimmer-Haus ohne Strom, fliessend Wasser oder funktionierende Toilette. Es ist kalt. Der alte Ofen heizt nur noch dürftig, eines der Fenster ist zerbrochen, und es fehlt an Möbeln. Der Boden des Vorhofes ist unbefestigt und verwandelt sich bei Regen in rutschigen Matsch. Der Zaun, der das Grundstück umgibt, wurde provisorisch aus Abfallmaterial und Holz errichtet – ein Tor zur Strasse gibt es nicht. „Vieles liegt im Argen, doch dies hier ist unser Stückchen Erde, und mein Mann hat das Haus eigenhändig für uns gebaut“, berichtet Camelia lächelnd.

Alexandru und Camelia sind Analphabeten, und daher achten sie besonders darauf, dass ihre Söhne regelmässig zur Schule gehen. „Bildung ist der Schlüssel zu allem“, sagt Camelia überzeugt. Bei den Hausaufgaben können sie und ihr Mann den beiden nicht helfen. Daher gehen die Buben manchmal unvorbereitet zur Schule. „Aber zu Hause bleiben ist keine Option“, berichtet die Mutter streng.

Eine Zukunft für Paul und Beniamin

Dieses Ein-Zimmer-Haus hat Alexandru selbst gebaut.

Camelia kämpft gegen den täglichen Schmutz.

Die Familie lebt im Monat von 41 Franken (38 Euro) Kindergeld und rund 170 Franken (160 Euro), die Alexandru durch Gelegenheitsjobs verdient. Wir möchten die Familie mit einem Ofen und einem dichten Fenster versorgen und ihr Lebensmittel, Schulsachen, Kleidung und Schuhe sowie einige Möbelstücke liefern. Mit rund 5 000 Franken (4 720 Euro) liessen sich die Lebensumstände dieser Familie entscheidend verbessern. Vielen Dank, wenn Sie uns dabei unterstützen!


Projekt Nr. 3355, "Familienhilfe Ligurar"

Wenn Sie für dieses Projekt spenden möchten, klicken Sie bitte HIER.







Wahlen in Armenien

Am 2. April finden in Armenien Parlamentswahlen statt, die ersten nach der Verfassungsänderung im Dezember 2015. Damals hatten 63 % der Bevölkerung dafür gestimmt, das präsidiale durch ein parlamentarisches Regierungssystem zu ersetzen. Der Staatspräsident wird danach vom Parlament gewählt. Ausserdem gibt er Befugnisse zugunsten des Regierungschefs ab.
Neben den bisherigen Parteien möchte dieses Jahr auch eine dezidierte Protest- und Satirepartei bei den Wahlen antreten, die sich nicht nur gegen Korruption und andere Missstände in der Regierung wendet, sondern auch gegen Bürger, die ihre Stimmen für Geld an Parteien verkaufen. Vorsitzender der Partei ist der Schauspieler und Komiker Sergej Danieljan, dessen politischer Satirekanal auf YouTube sehr beliebt ist. In Armenien ist diese Art des Protests neu; dennoch hat Danieljan mit seiner Protestbewegung eine treue Fangemeinde, vor allem, weil er die Missstände – manchmal auf vulgäre Weise – beim Namen nennt.








 
 


Mail an Diaconia Mail an Diaconia DE