Report
Ausgabe 05, Mai 2009


Armenien
Junge Frau hofft auf eine lebensrettende Transplantation – Mutter zu Organspende bereit – Geld der Familie reicht nicht aus
Rusannas Leben hängt am seidenen Faden
Tragische Schicksalsschläge ziehen sich durch die Familiengeschichte der Nalbandians wie ein roter Faden. Voriges Jahr sind die Beine und das Gesicht von Rusanna plötzlich angeschwollen. Im Krankenhaus stellten die Ärzte fest, dass ihre rechte Niere nicht funktioniert. Heute muss die 18-jährige Rusanna dreimal pro Woche zur Blutwäsche, da auch die andere Niere versagt. Sie braucht dringend eine Organtransplantation. Ihre Mutter steht als Organspenderin bereit – aber die Familie hat kein Geld, um den lebensrettenden Eingriff zu bezahlen.
Der erste Schicksalsschlag liegt lange zurück, aber jeder in der Familie kennt die Geschichte: Es war im Jahr 1963, als die erste Frau von Rusannas Stief-Grossvater, die mit Zwillingen schwanger war, bei der Fahrt zur Entbindungsklinik bei einem schrecklichen Autounfall ums Leben kam. Zu Hause warteten ihre drei minderjährigen Kinder, von denen das jüngste erst zwei Jahre alt war. Die Kinder waren klein und brauchten ständige Pflege. So heiratete der verwitwete Mann zum zweiten Mal. Seine zweite Frau Lusik war sehr bescheiden und hatte ein grosses Herz. Mit Zuneigung und Wärme kümmerte sie sich um ihre Stiefkinder, obwohl sie selbst vier eigene Kinder zu versorgen hatte.
Seither sind viele Jahre vergangen. Die Kinder sind gross geworden, und jedes hat seine eigene Familie. Unter ihnen ist Kamisar, der älteste Sohn von Lusik. Kamisar hat zwei Töchter und einen Sohn. Seine älteste Tochter nannte er Rusanna – zum Andenken an seine Stiefschwester, die sehr früh an einem Herzinfarkt gestorben ist.
Und wieder schlug das Schicksal in dieser Familie zu. Kamisar wurde arbeitslos. Früher arbeitete er in Russland und versorgte mit dem verdienten Geld seine Kinder in Armenien. Wegen der Krankheit von Rusanna kehrte er in seine Heimat zurück, um sich in dieser schweren Zeit um seine Familie zu kümmern. Rusannas Mutter ist bereit, ihrer Tochter eine Niere zu spenden, aber zuvor muss die ganze Summe für die Operation vorhanden sein. Für die Nierentransplantation, die über 15.000 Franken (knapp 10.000 Euro) kostet, nutzen die Eltern von Rusanna jede Chance, um an Geld zu kommen. Sie verkauften alles, was sie hatten. Doch es kam nur die Hälfte des benötigten Geldes zusammen.
In Armenien gibt es nach wie vor keine Krankenversicherung. Die Löhne sind zu gering, um solch grosse medizinische Eingriffe damit bezahlen zu können. Die Preise für Lebensmittel sind in den letzten Monaten um fast 20 Prozent gestiegen. Die allgemeine Teuerung macht die ohnehin schwere soziale Lage der Bevölkerung noch schlimmer. In dieser Situation kann jede ernste Krankheit die Familie in Armut stürzen.
Rusanna braucht dringend Hilfe, um zu überleben. Mit Ihrer Unterstützung möchte Diaconia das Leben der jungen Frau retten. Möge Gott Sie für Ihre praktische Nächstenliebe reichlich segnen!
Projekt Nr. 1340
„Nierentransplantation Rusanna”

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Armenien
Nach dem Krieg kam die Krankheit – Einen Spezialisten kann die arme Familie nicht bezahlen
Familienvater fällt vor Schmerzen in Ohnmacht
Eine Krankheit bricht meist plötzlich aus und trifft den Patienten und die Angehörigen völlig unvorbereitet. So wie bei Korjun Aghvorekian. Er ist in einer einfachen Arbeiterfamilie aufgewachsen. Nach dem Schulabschluss wurde er zum Militärdienst einberufen. Der zweijährige Dienst in der Armee und die Teilnahme am Krieg um Berg-Karabach bestimmten sein weiteres Leben. Als Offizier diente er in einem Truppenteil in der Hauptstadt Jerewan. Zur gleichen Zeit wurde er in eine Militärhochschule aufgenommen. Korjun heiratete und bekam zwei Söhne. Er sorgte rührend für seine Familie und seine betagten Eltern.
Eine tückische Krankheit änderte sein Leben von einer Sekunde auf die andere. Bei Korjun wurden Wirbelbrüche und Osteochondrose, eine Veränderung des Bandscheibenknorpels, diagnostiziert.
Seit acht Monaten ist er nun schon bettlägerig. Seine Arme sind schwach, er hat grosse Probleme beim Gehen. Manchmal sind die Schmerzen so heftig, dass Korjun in Ohnmacht fällt. Korjuns minderjährige Söhne – zehn und sechs Jahre alt – schauen ihn besorgt an und können nicht verstehen, was mit ihrem Vater los ist, der früher energievoll mit ihnen Sport trieb und Fussball spielte, jetzt aber hilflos im Bett liegt. Früher half Korjun anderen Menschen, die in grosser Not waren. Heute ist er selber auf fremde Hilfe angewiesen.
In seiner Heimatgemeinde Paraqar gibt es viele Gewächshäuser aus der Sowjetzeit. Fast alle Einwohner haben Treibhäuser, in denen sie Gemüse und Blumen, in der Regel Nelken und Rosen, züchten. Korjuns Vater Parujr bezog sein Einkommen auch aus dem eigenen Treibhaus. Beide Schwestern von Korjun haben studiert. Die ältere, Gjulnara, arbeitet jetzt als Lehrerin in der Dorfschule, die andere, Lusine, als Kinderärztin. Beide haben glückliche Familien, doch können sie mit ihren kleinen Einkommen den Bruder finanziell nicht unterstützen.
,,Der Wendepunkt in unserer Familiengeschichte war der schmerzliche Verlust meines Mannes. Mehr als sieben Monate führte er einen Kampf um Leben und Tod. Er starb 2002 an Lungenkrebs. Danach musste mein Sohn die ganze schwere Last der Familie auf seine Schultern nehmen“, erzählt die Mutter von Korjun, Gajane. Das Treibhaus, das ein festes Einkommen für die Familie garantierte, musste wegen der Schulden verkauft werden.
Während dieser Monate wurde Korjun mehrmals behandelt, aber erfolglos. Er litt ständig unter grossen Schmerzen. Viele Ärzte hat er aufgesucht, doch immer vergebens. Inzwischen verschlechtert sich Korjuns Zustand von Tag zu Tag. Es fällt ihm jetzt sogar schwer, etwas in der Hand zu halten. Er kann alleine nicht essen und trinken und braucht ständige Betreuung. Ob Korjun das alles noch lange ertragen kann, ist fraglich.
Es gibt wohl einen Spezialisten, der Krankheiten wie die von Korjun mit Erfolg behandelt. Doch diese Behandlung ist für armenische Verhältnisse sehr teuer. Sie kostet umgerechnet etwa 9000 Franken (6000 Euro). Die arme Familie kann diesen Betrag einfach nicht aufbringen.
,,Wenn wir diesen Spezialisten vor acht Monaten gefunden hätten, wären wir imstande gewesen, das Geld durch den Verkauf des Treibhauses aufzubringen. Doch dieses Geld haben wir bereits für die anderen Behandlungen, die nichts gebracht haben, ausgegeben. Heute stehen wir vor dem Nichts. Wir haben nur drei Hühner, und müssen von meiner kargen Rente den ganzen Monat leben“, klagt Korjuns Mutter.
Die ganze Familie hofft, dass sich genügend Unterstützer finden, um Korjuns weitere Behandlung zu ermöglichen. Herzlichen Dank für Ihre Gebete und Gaben!
Projekt Nr. 1341
„Therapie für Korjun”

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Albanien
Elmedina leidet bis heute unter den Folgen ihrer Geburt – Medizinische Hilfe dringend notwendig
Betrunkener Arzt schädigt Baby
Liliana Bashi wird den Tag der Geburt ihrer kleinen Tochter Elmedina vor viereinhalb Jahren wohl nie vergessen: „Ein betrunkener Arzt versuchte alles Mögliche, um mein Baby auf die Welt zu holen“, erzählt sie mit Tränen in den Augen. „Er schlang sogar eine Bandage um den Nacken des Kindes, um es aus meinem Körper zu ziehen. Ich schrie: ‚Was machen Sie da, Sie töten mein Baby!‘ Doch es nützte alles nichts.“
Der Arzt habe schliesslich die Hand des Babys zu fassen bekommen und daran gezogen. Dabei wurden die Senen an dem kleinen Ärmchen abgetrennt. Elmedina kann ihren linken Arm seither kaum bewegen. Außerdem leidet das kleine Mädchen an Asthma. Doch die arme Familie kann ihrer kleinen Tochter weder Medizin, noch eine dringend notwendige Stütze für ihren behinderten Arm kaufen. Elmedinas behandelnder Arzt in Tirana sagt, dass es eine Verbesserung geben könnte, doch sie müsse dringend so schnell wie möglich intensiv untersucht werden.
Vater Preparim würde seiner kleinen Tochter so gerne helfen, doch er konnte seither aus Geldmangel nicht mehr von ihrem Dorf nach Tirana zu den medizinischen Spezialisten fahren. Der Familie ist es unmöglich, die Behandlungskosten für Elmedina aufzubringen – auch wenn die Hand des kleinen Mädchens davon abhängt. „Ich fühle mich so hilflos, weil ich meiner Tochter nicht die Hilfe geben kann, die sie benötigt“, sagt Mutter Liliana. Nicht einmal eine gesunde Ernährung könne sie Elmedina anbieten. Frische Früchte oder Gemüse gibt es bei den Bashis nicht.
Obwohl beide Elternteile verzweifelt nach Arbeit suchen, ist es ihnen bisher noch nicht gelungen, eine Anstellung zu finden. Die Familie lebt auf neun Quadratmetern, inklusive improvisierter Toilette. Gerade mal 30 Franken (20 Euro) stehen ihr pro Monat zur Verfügung.
Diaconia möchte helfen, dass Elmedina Essen, Kleidung und die medizinische Hilfe bekommt, die sie so dringend benötigt. Dazu sind wir auf Ihre Mithilfe angewiesen. Bitte geben Sie dem kleinen Mädchen eine Chance!
Projekt Nr. 1342
„Therapie Elmedina“

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Nepal
Gute Fortschritte in der Schule – Hauseltern-Ehepaar dankt für Unterstützung
"Die Kinder sind im Waisenhaus so glücklich"
„Wir finden keine Worte, um unseren Dank für Ihre Gebete und Ihre Unterstützung auszudrücken. Wir möchten Ihnen allen wirklich aus tiefstem Herzen danken“, schreibt Pastor Man B. aus der Provinz Dhading in Nepal. Er leitet das „Diaconia-Waisenhaus“ in dem Himalaya-Staat, der zu den ärmsten Ländern der Erde zählt. 18 Kinder leben mittlerweile in dem Heim. Sie sind gut versorgt, alle können die Schule besuchen. Die Jüngsten gehen in die zweite, die Ältesten in die achte Klasse. Von Pastor Man B. und seiner Ehefrau hören sie täglich Geschichten aus der Bibel.
Möglich wird dies durch die Spenden der Diaconia-Freunde. „Die Kinder sind hier im Waisenhaus so glücklich“, freut sich der Pastor. Er habe das Waisenhaus erweitern und bessere Lernmöglichkeiten schaffen können: „Ohne Ihre Hilfe wären das nur Träume geblieben.“
Die betreuten Waisenkinder seien bei ihrer Ankunft hoffnungslos, hilflos und bedürftig in jeder Hinsicht gewesen, heisst es in dem Brief des nepalesischen Pastors. Nun habe sich ihr Leben komplett gewandelt, und sie machten gute Fortschritte in der Schule und auch im christlichen Glauben. „Die Kinder von heute sind die Führer von morgen“, unterstreicht Man B., „bitte investieren Sie weiter in die Kinder von Nepal, auch im Gebet.“ Er hoffe, dass die Diaconia-Freunde die Waisenkinder auch in Zukunft treu begleiten werden.
Wir geben den Dank und die Wünsche des Pastors gerne an Sie weiter. In Nepal gibt es nur sehr wenige Christen. Früher hatten sie unter dem hinduistischen Staat zu leiden, dann unter den Folgen des Bürgerkrieges. Bis heute ist die politische Lage instabil. Auch deshalb brauchen die Kinder weiter Ihre Unterstützung! Herzlichen Dank!
Projekt Nr. 1343
„Nepalhilfe“

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Armenien
Diplomatische Beziehungen möglich – Türkischer Rundfunk sendet in armenischer Sprache
Ein Schulweg voller Hindernisse
Die Türkei und das Nachbarland Armenien stehen offenbar vor einer Versöhnung. Nach Berichten türkischer Zeitungen haben sich die Regierungen beider Länder darauf verständigt, in Kürze die seit 1993 geschlossene Grenze zu öffnen und wechselseitige diplomatische Beziehungen aufzunehmen. Auch der staatliche türkische Rundfunk erlebt eine Revolution: Das Programm "Stimme der Türkei" wird ab sofort auch auf Armenisch ausgestrahlt.
Das Verhältnis der beiden Länder gilt als ausgesprochen schwierig. Hintergrund sind die türkischen Massenmorde an armenischen Bürgern im Osmanischen Reich. Diese werden von der armenischen Regierung in Jerewan als Völkermord (Genozid) bezeichnet, während sich die Türkei gegen diese Bezeichnung vehement wehrt. Damals kamen nach armenischen Angaben bis zu 1,5 Millionen Menschen ums Leben, die Türkei spricht von lediglich 300.000.
Nachdem es jahrelang keine Kontakte zwischen den Hauptstädten gegeben hatte, kam es im vergangenen Jahr zu einer leichten Annäherung. So hatte der armenische Staatspräsident Sersch Sarkissian seinen türkischen Amtskollegen Abdullah Gül zum Qualifikationsspiel beider Länder für die Fussball-Welt-meisterschaft nach Jerewan eingeladen.
Die abgeriegelte Grenze zur Türkei erschwert die wirtschaftliche Entwicklung Armeniens. Ein weiteres ungelöstes Problem: Die Türkei unterstützt Aserbaidschan. Der islamische Nachbar beansprucht das von Armenien bewohnte Gebiet Berg-Karabach. Auf die Diplomaten beider Länder kommt also noch viel Arbeit zu.

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Rumänien
Mädchen fehlt das Nötigste zum Leben – Oft müssen sie hungrig zur Schule
Finanzkrise stürzt Familie in Armut
Romina (zehn Jahre alt) und Mihaela (14) sind Schwestern. Sie gehen gemeinsam in die Schule und teilen ein schweres Schicksal. Die Armut ihrer Eltern trifft die beiden Mädchen besonders hart. Oft müssen sie hungrig in die Schule, ohne Pausenbrot und Aussicht auf ein Mittagessen.
Wenn die anderen Kinder um 12 Uhr essen, stehen Romina und Mihaela oft abseits, denn ihre Eltern konnten ihnen kein Essen mitgeben. Wenn die Mädchen dann nach Hause kommen, werden oft genug ihre Hoffnungen auf ein warmes Essen nicht erfüllt. Für die Mutter ist das eine sehr schlimme Situation. Doch sie hat einfach nicht genug Geld, um die leeren Mägen ihrer Kinder zu füllen.
Seit Februar 2007 ist sie arbeitslos. Bis zu dem Tag arbeitete sie als Putzfrau, doch sie wurde entlassen. Bei zahllosen Firmen hat sie sich bereits beworben, doch es wird niemand eingestellt – nun, in Zeiten der Finanzkrise, ist es völlig aussichtslos, eine Stelle zu finden. Innerhalb von weniger als zwei Wochen haben im Raum Brasov zehn grosse Unternehmen Mitarbeiter entlassen. Über 3000 Menschen verloren ihre Arbeit. Völlig verzweifelt kam die Mutter nun zu Diaconia und fragte nach Arbeit. Auch der Vater ist arbeitslos. Auf dem Bau findet er momentan keine Arbeit. Auch der Baubereich ist von der Finanzkrise schwer betroffen.
Das einzig Gute an der Situation der Familie ist, dass sie in einem Lebensmittelgeschäft einkaufen darf und erst zahlen muss, wenn sie die monatliche finanzielle Unterstützung des Staats bekommt. Das sind umgerechnet gerade einmal 41 Franken (etwa 27 Euro).
Diaconia möchte der Familie mit Essen helfen und Mihaela unterstützen, die im September die weiterführende Schule in Brasov besuchen will. Sie möchte einmal Tierärztin oder Schneiderin werden. Um die Schule besuchen zu können, ist sie auf den Bus angewiesen, aber die Familie kann die Fahrkarte nicht bezahlen. Helfen Sie bitte mit, damit Romina und Mihaela in eine hoffnungsvollere Zukunft starten können.
Projekt Nr. 1344
„Romina und Mihaela“

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Armenien
Siebenköpfige Familie lebt in einem Raum zusammen – Armut hat schlechte Schulnoten zur Folge
Die Zeche zahlen die Kinder
Es ist unvorstellbar, dass eine Familie mit fünf Kindern in einem einzigen Raum lebt. Als die Diaconia-Mitarbeiter in einem Dorf bei Brasov die Mutter antrafen, erzählte sie verschämt, dass ihre drei Töchter Madalina (14 Jahre alt), Elena (11) und Alexandra (9) an diesem Tag nicht zur Schule konnten, denn sie hatten schlicht und einfach keine Schuhe. Das geringe Kindergeld reicht der Familie bei weitem nicht. Der Vater ist ein guter Bauarbeiter, aber er hat seinen Job im vergangenen Herbst aufgegeben, um seiner Familie ein Haus zu bauen. Dafür musste er einen Kredit aufnehmen. Nun verdient er etwas Geld, indem er im Wald Brennholz sammelt.
Die Familie bittet um Geld für Schuhe und Unterrichtsmaterialien, denn die Zeche für die Armut der Eltern zahlen hauptsächlich die Kinder. Madalina konnte beispielsweise ihre Hausaufgaben nicht machen, weil sie kein Schulbuch hatte. Dafür bekam sie dann eine schlechte Note. Gerade für sie ist das eine untragbare Situation. Wenn die Klasse einen Ausflug macht oder Geschenke für den Muttertag bastelt, können die Kinder sich nicht beteiligen, weil sie einfach kein Geld haben. Dann werden sie meistens von den Lehrern in die Gruppe der Schüler eingeteilt, die sich nicht an Veranstaltungen beteiligen. Das macht die armen Kinder sehr traurig. Diaconia möchte ihnen und weiteren bitter armen Kindern in Brasov ihren schweren Weg erleichtern, durch materielle Hilfe und durch die Botschaft von Gottes Liebe. Bitte helfen Sie mit!
Projekt Nr. 1345
„Kinderschuhe und Schulmaterial“

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Rumänien
Junge Familie braucht dringend Hilfe – Baby lebt unter unzumutbaren Umständen
In eine Welt aus Armut geboren
Noch weiss der kleine Andrei nicht, in welcher Armut er leben muss. Als er vor vier Monaten auf die Welt kam, hatten seine jungen Eltern nicht einmal das Geld, um ihm Babykleidung oder Windeln zu kaufen. Eine gutherzige Frau hat diese lebenswichtigen Dinge für den kleinen Andrei besorgt.
Sein junger Vater arbeitet auf dem Friedhof in der Nähe der Diaconia-Zentrale in Brasov. Bei Beerdigungen bekam er von den Angehörigen bis vor kurzem noch Geld, wenn er das Grab aushob. Doch der Priester erlaubte ihm diese Zusatzeinnahmen nicht mehr. Und auch sein Werkzeug, wie Schaufel und Pickel, musste er von seinem eigenen Geld bezahlen. Zum 31. Januar hat er die Arbeit, die ihm ohnehin nichts mehr einbrachte, gekündigt und seither ist er arbeitslos. Dabei hätte die junge Familie das Geld so nötig gehabt, denn am 4. Dezember kam Andrei auf die Welt. Die junge Familie, die in einem Raum mit dem Grossvater lebt, muss nun mit Sozialhilfe auskommen.
Der Grossvater macht ihnen das Leben schwer. Ohne genaue Begründung verbietet er seinem Enkel dringend notwendige Reparaturen. Über ein Jahr hatte die Familie keinen elektrischen Strom und kein fliessendes Wasser. Wenigstens konnte der junge Vater Bretter an die Wand nageln, damit der kleine Andrei nicht mehr frieren muss. Diese Umstände sind sehr hart für die kleine Familie, denn es mangelt an allem, was ein Baby zum Überleben braucht. Zum Beispiel fehlt eine kleine Wanne, damit das Baby gewaschen werden kann.
Diaconia möchte der Familie die nötigsten Kindersachen beschaffen und mithelfen, dass sie wieder eine Lebensperspektive hat. Ihnen herzlichen Dank für Ihre Gebete und Gaben!
Projekt Nr. 1346
“Nothilfe Andrei“

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Armenien
Segensreiche Diaconia-Einrichtung gibt Witwer und seinen Kindern neuen Lebensmut
Vom Kellerloch ins "Dorf der Hoffnung"
Wie stark eine Familie in Zeiten der Not zusammen halten kann, zeigt sich an Samvel Dermoian. Bevor der verwitwete Vater mit seinen drei Kindern eine Wohnung im „Dorf der Hoffnung“ bekam, lebte die Familie in einem kleinen feuchten Kellerloch, in dem vier Personen kaum nebeneinander stehen konnten. Dennoch oder gerade deswegen hielten die Familienmitglieder zusammen und sorgten dafür, dass trotz Armut ein anständiges Leben geführt werden konnte.
Samvel ist im Dorf Masis, das sich im Bezirk Artaschat befindet, geboren. Als er noch jung war, stellte er sich seine Zukunft ganz anders vor. Er träumte von einem ordentlichen Leben und einer intakten Familie. Doch die Umstände gestalteten sich anders.
1982 heiratete Samvel seine grosse Liebe Heghine. Das Ehepaar zog vom Dorf in die Hauptstadt Jerewan, weil es sich von der Stadt bessere Arbeit versprach. Ausserdem hoffte es, vom Staat eine Wohnung zugewiesen zu bekommen. Samvel und Heghine wurden drei Kinder geschenkt. 1986 kam Tochter Mariam zur Welt. Dann folgten die zwei Söhne: Choren ist 1989 und Narek 1992 geboren. Es war eine beispielhafte Familie. Samvel war als Mathematik-Lehrer in der Schule tätig. Um seine Kinder besser versorgen zu können, arbeitete er zusätzlich auch auf dem Bau.
1990 erkrankte der damals 36-Jährige an Lungentuberkulose. Fast ein Jahr wurde er in einer Spezialklinik in der Stadt Abovian behandelt. ,,Erstaunlich, dass ich mir eine solche Krankheit zugezogen habe. Ich war immer ganz gesund“, so Samvel. Doch die Ursache liegt auf der Hand: die Nässe und Kälte des Mietzimmers, in dem die Familie jahrelang wohnte. Inzwischen hatte sich die politische Lage in Armenien geändert. Nach der Unabhängigkeit, dem Krieg und der schweren Wirtschaftslage versank das Land in Armut, Hunger und Kälte.
Im Frühling 2003 traf die Familie ein grosses Unglück: Heghine starb an Brustkrebs. Ihr sehnlichster Wunsch nach einem hellen und trockenen Haus blieb unerfüllt. ,,Ausser meinen Kindern habe ich in meinem Leben nichts erworben. Es übersteigt meine Möglichkeiten, ein Haus zu bauen oder zu kaufen“, sagt der noch junge, aber schon grauhaarige Samvel.
Die Kinder wurden gross. Zu viert wohnte die Familie in einem gemieteten zwölf Quadratmeter kleinen Zimmer ohne Küche und Bad. Drei Monate nach dem Tod seiner Frau beantragte Samvel bei Diaconia eine Wohnung im Dorf der Hoffnung. Im August 2004 besuchten die Vertreter des Hilfswerks und des Wahlausschusses seine Wohnung und waren tief betroffen, wie man unter solchen Umständen leben konnte. Bei der nächsten Wohnungsverteilung im „Dorf der Hoffnung“ bekam Familie Dermoian eine Zwei-Zimmer-Wohnung mit einem kleinen Landstück. So wurde auch für den alleinerziehenden Witwer das „Dorf der Hoffnung“ zum Fundament eines neuen Lebens.
Es gibt noch viele obdachlose, bitter arme Familien in Armenien, die auf einen Platz im „Dorf der Hoffnung“ warten. Nur mit Ihrer Hilfe kann Diaconia die Mustersiedlung weiter ausbauen. Herzlichen Dank für alle Gaben und Gebete!
Projekt Nr. 1347

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“Dorf der Hoffnung“
Dank an die Patinnen und Paten
Liebe Patinnen und Paten,
Was gibt es Schöneres als strahlende Kinderaugen? Auch die Augen Ihres Patenkindes strahlten, als es seine Weihnachtsgeschenke entgegennahm. Ihre Grosszügigkeit hat das ermöglicht und dafür möchten wir Ihnen von Herzen danken.
Für diese Kinder, die in ärmlichen Verhältnissen leben und oft um jedes Stück Brot kämpfen müssen, gibt es nicht viele solche Tage. Geschenke, Spielzeug, Bücher und Kuchen sind selten. Entsprechend gross ist dann die Überraschung.
Auch uns von Diaconia bereitet es Freude, den Kindern zu Weihnachten in Ihrem Namen Geschenke überreichen zu können. Dank Ihrer Unterstützung konnten wir zudem die Geschenke in Armenien und Rumänien besonders günstig einkaufen. Was haben wir für die Kinder unter den Weihnachtsbaum gelegt? Unter anderem Spielzeugautos, Bälle, Gesellschaftsspiele, Puppen, Bauklötze, Stofftiere, Spielzeugfiguren, Kinderbücher und Bibeln, aber auch warme Kleidung, Schuhe und Lebensmittel.
Beladen mit Geschenken machten sich die Patenkinder wieder auf den Nachhauseweg. Immer wieder bedankten sie sich und liessen Grüsse und Segenswünsche an Sie, liebe Patinnen und Paten, ausrichten.
Wir bei Diaconia möchten uns diesem Dank anschliessen. In dem ganzen Leid, in der ganzen Not, die wir täglich zu sehen bekommen, sind diese Momente, wo wir den Kindern durch Sie eine Freude bereiten dürfen, auch
eine Bereicherung für uns. Sie haben diesen Kindern kostbare Augenblicke des Glücks geschenkt.
Gerade dafür segnen die Kinder Sie.
Danke, dass Sie Ihrem Patenkind diese Freude bereitet haben,
Baru Jambazian (Armenien)
Matthias Kipfer (Rumänien)




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