Report
Ausgabe 05, Mai 2010


Rumänien
Skrupellose Menschenhändler gehen mit brutaler Gewalt gegen rumänische Mädchen vor – Diaconia leistet wichtige Aufklärungsarbeit
Maria – in die Falle gelockt und zur Prostitution gezwungen
Maria ist 16 Jahre alt und im siebten Monat schwanger. Das Mädchen aus der rumänischen Stadt Brasov wurde mit brutaler Gewalt zur Prostitution gezwungen. Diaconia-Mitarbeiter treffen sie an einem geheim gehaltenen Ort. Maria hat Angst, dass ihre Peiniger sie finden und erneut misshandeln könnten. Sie schildert ihre tragische Geschichte, die leider kein Einzelfall ist.
Maria hat nie ein intaktes Familienleben kennengelernt. Ihren Vater kennt sie nicht. Ihre Mutter hat häufig wechselnde Männerbekanntschaften. Mutter und Tochter ziehen bei diesen Männern ein und bald wieder aus. „Wir hatten kein richtiges Zuhause“, erzählt die 16-Jährige.
Maria ist gerade 12, als ihre Mutter sie in die Obhut einer anderen Frau gibt. Aber die hat selbst viele Probleme und gerade einen vierjährigen Gefängnisaufenthalt hinter sich.
„Bei dieser Frau lernte ich einen Mann kennen, der mir sagte, dass er mich liebt und für mich sorgen wolle. Ich zog zu ihm“, berichtet Maria. Nach einem Monat zwingt der Mann das Mädchen, mit fremden Männern zu schlafen. „Ich verstand am Anfang nicht, warum er das von mir verlangte. Doch dann merkte ich, dass er dafür Geld nimmt“, erzählt Maria.
Als sie den Geschlechtsverkehr mit den Freiern verweigert, wird sie von ihrem „Freund“ brutal verprügelt. „Er hat mich eingesperrt. Er brachte mich nur noch raus, wenn ich in Hotels und Häusern Kunden bedienen musste“, erinnert sich die junge Frau mit Tränen in den Augen.
Männer, die einen Aufpreis zahlen, müssen keine Kondome benutzen. So wird Maria schwanger. Sie muss dennoch zwei Monate weiter „arbeiten“. Dann jagt sie der Zuhälter davon. Er könne nun nicht mehr für sie sorgen. Maria landet auf der Strasse. Sie hat nur vier Schulklassen absolviert und hat keine Ausbildung. Sie weiss nicht, wie ihr Leben weitergehen wird. Die Aussichten für Mutter und Kind sind düster.
In Brasov leben viele Mädchen wie Maria, etliche in unmittelbarer Nähe des Diaconia-Zentrums. Ihre Eltern können nicht für sie sorgen. Sie werden nicht aufgeklärt über die Gefahren des Menschenhandels. Oft sind es Ausländer, die armen rumänischen Mädchen Arbeit in der Gastronomie versprechen. Tatsächlich werden sie von gut organisierten Banden im Rotlichtmilieu als Sex-Sklavinnen verkauft.
Diaconia hat es sich zur Aufgabe gemacht, möglichst viele Mädchen in Brasov zu warnen. Diaconia-Mitarbeiter gehen deshalb in die Schulen und informieren die Mädchen über die drohenden Gefahren. Junge Frauen werden beraten und persönlich bei der Suche nach einem seriösen Arbeitsplatz unterstützt. Im Diaconia-Kinderzentrum in Brasov werden Opfer wie Maria betreut und gefördert, damit sie eine bessere Lebensperspektive bekommen.
Bitte helfen Sie mit, diesen schändlichen Menschenhandel zu bekämpfen. Mit Ihrer Spende tragen Sie dazu bei, dass junge Frauen aus Rumänien nicht in die Hände skrupelloser Zuhälter fallen. Ausserdem unterstützen Sie mit Ihren Gaben Opfer wie Maria. Die 16-Jährige wird bald Mutter sein. Wer steht ihr bei?
Projekt Nr. 1477, "Kampf gegen Menschenhandel"

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Tricks der Menschenhändler werden immer raffinierter
Sklavenmarkt mit jungen Frauen
Zwangsprostitution ist ein lukratives Geschäft mit hohen Zuwachsraten. Die Frauen, die gegen ihren Willen zum Geschlechtsverkehr gezwungen werden, stammen vor allem aus Russland, der Ukraine und Rumänien, zunehmend auch aus Bulgarien und Ungarn. Nach Recherchen von Menschenrechtsorganisationen gibt es regelrechte Sklavenmärkte. In Serbien bieten demnach rumänische Menschenhändler junge Osteuropäerinnen zum Kauf an. Sie werden nackt zur Schau gestellt und von Zuhältern erworben, die sie vergewaltigen und misshandeln. Dann werden sie in die Zielländer gebracht. Dazu zählen Italien, Deutschland, Frankreich und die Schweiz. Innerhalb Europas schätzt man die Zahl der gehandelten und ausgebeuteten Frauen auf mehrere Hunderttausend.
Die Menschenhändler werden immer hinterlistiger. So setzen sie zunehmend Frauen ein, um ihre Opfer anzuwerben. Die erscheinen vertrauenswürdiger als Männer. Armut, Perspektivlosigkeit und der Traum vom goldenen Westen machen es ihnen leicht, die Opfer mit falschen Versprechungen zu überzeugen.
Im Ausland bekommen die Opfer tagsüber einen schlecht bezahlten Job, nachts werden sie zur Prostitution gezwungen. Durch die offizielle Arbeit haben es die Behörden schwer, den illegalen Menschenhandel nachzuweisen. Die Opfer werden jedoch doppelt ausgebeutet. Sie haben zudem Angst vor den Tätern, Angst vor der Polizei, Angst vor Abschiebung und Angst vor der Schande in ihrer Heimat.

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Rumänien
Schwere Brandwunden – Gesamter Besitz ist verloren – Teure Spezialsalbe benötigt
Mutter und Kinder konnten den Flammen nur mit Mühe entkommen
Um ihr Leben zu retten, mussten sie durchs Feuer gehen: Mariana Lepadat (23) und die Kinder Costel (7) und Alina (3) erlitten dabei schwere Verbrennungen. Familienvater Vasile (26) kam mit leichteren Brandwunden davon. Die drei Schwerverletzten werden seither im Krankenhaus versorgt. Doch die arme Familie hat kein Geld, um die nötige teure Brandsalbe zu bezahlen. Ausserdem hat sie ihr ganzes Hab und Gut verloren.
Die Flammen hatten die Familie im Schlaf überrascht. Das Feuer war im Bereich des Ofenrohres entstanden und hatte sich unbemerkt ausgebreitet. Als die Familie erwachte, begann bereits das Bett in der armseligen Einzimmerwohnung zu brennen. Die Familie geriet in Panik. Die Mutter schnappte sich gerade die kleine Alina, als die Bildröhre des betagten Fernsehgerätes explodierte. Dadurch geriet die Kleidung von Mutter und Tochter in Brand. Die Kinder schrien. Schliesslich sprang Mariana mit ihrer Tochter im Arm durch die brennende Tür. Vasile folgte mit Sohn Costel.
Draussen war es dunkel. Mariana verlor die Orientierung, war verwirrt und suchte nach ihrem Sohn. In ihrer Panik lief sie noch einmal in das brennende Zimmer zurück. Dabei zog sie sich schwerste Verbrennungen zu. Etwa 40 Nachbarn gelang es schliesslich, den Brand nach ca. einer Stunde zu löschen, obwohl es kaum Löschwasser gab. Von der Wohnung blieben nur schwarze, verkohlte Überreste. Sie ist unbewohnbar.
Die Brandverletzten wurden zunächst in einer örtlichen Klinik, dann im 55 Kilometer entfernten Brasov und schliesslich in einem Spezial-Hospital in Bukarest versorgt. Seit wenigen Tagen sind sie wieder in Brasov. Im dortigen Krankenhaus erfolgten weitere Hautverpflanzungen. Die Kinder schreien bei jedem Verbandswechsel vor Schmerzen, berichten die Diaconia-Mitarbeiter. Der Zustand ihrer Mutter ist weiterhin ernst.
Zur Versorgung der Brandwunden wird eine besondere Creme benötigt. Eine Tube reicht einen Tag und kostet 90 Franken (63 Euro). Diese Kosten trägt das Hospital ebenso wenig wie die benötigten Spezialhandschuhe für Mutter und Kinder (430 Franken / 300 Euro). Für die Familie ist das unbezahlbar. Vater Vasile verdient normalerweise sein Geld mit dem Sammeln von Metallschrott. Doch derzeit wird er im Krankenhaus gebraucht, um bei der Pflege seiner Frau und der Kinder zu helfen. Ausserdem leidet er selbst noch unter seinen Brandwunden.
Diaconia möchte dieser Familie helfen – mit den dringend nötigen Medikamenten, Lebensmitteln, Kleidung und den wichtigsten Möbeln. Bitte helfen Sie mit, die Schmerzen der Opfer zu lindern und neue Hoffnung ins Leben von Vasile, Mariana, Costel und Alina zu bringen. Möge Gott Ihnen Ihre praktische Nächstenliebe reichlich vergelten!
Projekt Nr. 1478, "Brandhilfe"

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Rumänien
Unverschuldeter Unfall – Fahrzeug wird dringend für Einsätze benötigt
Diaconia-Transporter schwer beschädigt
Der Kleintransporter von Diaconia in Rumänien ist bei einem unverschuldeten Unfall schwer beschädigt worden. Der Fahrer eines entgegenkommenden Fahrzeugs war am Steuer eingeschlafen und auf die Gegenspur geraten. Der Transporter war zuvor bereits einige Jahre für Diaconia in Deutschland im Einsatz. Für die Nothilfe in Rumänien hat er wertvolle Dienste geleistet.
Die Diaconia-Mitarbeiter in Rumänien fahren viele Tausend Kilometer im Jahr, um armen und bedürftigen Menschen zu helfen. Oft müssen sie hierzu abgelegene Gebiete besuchen. Die Strassen sind häufig schlecht und auch gefährlich. Das hat jetzt Diaconia-Mitarbeiter Ciprian Serafim erfahren: „Ich war mit unserem Kleinbus unterwegs, als ich sah, wie ein entgegenkommendes Auto plötzlich auf mich zuraste. Ich versuchte noch auszuweichen, schaffte es aber nicht mehr. Der Zusammenstoss war heftig. Alle Airbags gingen auf. Dabei erlitt ich Verbrennungen an der Hand. Ich bin Gott von Herzen dankbar, dass nichts Schlimmeres passiert ist. Mir zittern noch heute die Knie, wenn ich daran denke.“
Von dem mittellosen Unfallverursacher ist kein Geld zu erwarten. Auch seine Versicherung zahlt zunächst nicht. Das ist bitterer Alltag in Rumänien: Bis eine Versicherung einen Schaden begleicht, können Jahre vergehen – und auch dann gibt es oft nur Teilbeträge.
„Um unsere Arbeit weiterzuführen, müssen wir das Auto so schnell wie möglich reparieren. Ausserdem brauchen wir angesichts der wachsenden Arbeit dringend ein zusätzliches Fahrzeug“, erläutert Matthias Kipfer, der die Diaconia-Arbeit in Rumänien leitet.
Insgesamt werden rund 14.000 Franken (etwa 9800 Euro) benötigt. Damit könnte der Transporter instand gesetzt und zusätzlich ein weiteres einheimisches Fahrzeug günstig erworben werden. Matthias Kipfer: „Bitte helfen Sie uns mit einer Extraspende, damit wir unseren Mitarbeitern zwei funktionstüchtige sichere Fahrzeuge zur Verfügung stellen können.“
Projekt Nr. 1479, "Auto Rumänien"

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Armenien
Lusik ist verzweifelt: Sie und zwei ihrer Töchter sind krank – Alle Hoffnungen ruhen auf der Jüngsten
Kein Geld für Studiengebühren: Muss Zoja ihre Ausbildung abbrechen?
„Als ich kürzlich in der Schlange stand, um die staatliche Beihilfe zu bekommen, fiel ich in Ohnmacht“, erzählt Lusik. Sie ist gesundheitlich angeschlagen. Zwei ihrer Töchter sind schwer krank. Die jüngste, Zoja, ist gesund, hochintelligent und studiert Informatik. Doch ohne Hilfe wird sie ihre Ausbildung demnächst aufgeben müssen. Denn Zoja hat kein Geld, um die Studiengebühren zu bezahlen.
Seit 13 Jahren wohnt Lusik mit ihren drei Töchtern in einem Wohnheim der Hauptstadt Jerewan. Die Verhältnisse sind unglaublich schlecht. Der einzige Raum dient gleichzeitig als Wohnzimmer, Schlafzimmer und Küche. Er ist eher eine Ruine als ein Wohnraum: Die Fenster haben keine Scheiben, der Boden ist löchrig. Die einzige Toilette wird von allen Bewohnern des Stockwerks benutzt.
Lusiks Ehemann und ihr Bruder werden seit 1993 vermisst. Sie kämpften in der armenischen Freiwilligen-Armee für die Freiheit von Berg Karabach. Man vermutet, dass sie in Gefangenschaft geraten und gestorben sind. „Es gibt keinen Grabstein, zu dem ich kommen und um meinen Mann trauern könnte. Immer wieder scheint es mir, dass er noch nach Hause zurückkehren und uns in diesen schweren Tagen beistehen wird“, sagt Lusik.
Mit ihrem Mann Knjas hat Lusik nur drei Jahre Ehe erlebt. 1991 wurde dem Ehepaar die erste Tochter Sirarpi geschenkt, im Jahr darauf kam die zweite Tochter Sima zur Welt. Als Knjas vermisst wurde, war Lusik mit ihrem dritten Kind schwanger. Zoja hat ihren Vater nie gesehen.
Die Töchter Sirarpi und Sima waren schon als Kleinkinder schwach und kränklich. Die Kinderärztin in der Dorfklinik war ratlos. Für einen Arztbesuch in der Hauptstadt hatte die Familie kein Geld. Lusik arbeitete als Putzfrau. Immer wieder musste sie mit ansehen, wie ihre Lieben mit leeren Mägen zu Bett gehen mussten. Nun bekam Lusik die Möglichkeit, ihre Kinder bei einem Spezialisten untersuchen zu lassen. Die Krankheit, die bei den Mädchen entdeckt wurde, nennt man auch „Jerewaner Krankheit“. Diese Erkrankung ist unter Armeniern und anderen Kaukasusvölkern recht verbreitet. Die Bauch- und Gelenkschmerzen werden im Lauf der Jahre stärker. Nach heutigem Stand der medizinischen Forschung gibt es dafür keine Heilung. Wegen ihrer Erkrankung haben die Mädchen kaum die Schule besuchen können. Sie sind Analphabeten und haben keinen Beruf erlernt.
Die jüngste Tochter Zoja ist die einzige Hoffnung der Familie. Mit grossem Fleiss hat sie es geschafft, in einem College Informatik zu studieren. Doch das Studium kostet Geld, etwa 980 Franken (685 Euro) im Jahr. Im ersten Studienjahr wurde Zoja von der Verwaltung des Wohnbezirks unterstützt. Aber nun droht ihr, aus dem College entlassen zu werden, weil die Familie das Geld für das Studium nicht aufbringen kann.
„Zoja ist die einzige, die sich später um uns kümmern kann. Gesundheitlich bin ich angeschlagen. Ich habe eine chronische Gallenblasen-Entzündung und weiss nicht, wie lange ich noch arbeiten kann“, erklärte Lusik den Diaconia-Mitarbeitern.
Nur mit einer guten Ausbildung wird es Zoja gelingen, später eine Arbeitsstelle zu finden und den Lebensunterhalt ihrer Mutter und ihrer kranken Schwestern zu sichern. Für solche und ähnliche Fälle hat Diaconia einen Ausbildungs-Fonds eingerichtet. Dabei sind die Mitarbeiter vor Ort auf Ihre Gaben angewiesen. Wir bitten Sie um Ihre Hilfe. Schenken Sie Zoja und ihrer Familie eine Zukunftschance!
Projekt Nr. 1480, "Ausbildung Zoja"

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Armenien
Mutter muss noch mehrere Monate im Spital verbringen – Niemand bezahlt die Pflege und den Unterhalt
Verkehrsunfall bringt Familie in Existenznot
Bawakan verausgabt sich bis zur Erschöpfung. Nachts arbeitet sie in einer Bäckerei, in der sie das traditionelle armenische Brot Lawasch herstellt. Nach Ende ihrer Schicht eilt sie jeden Morgen ins Spital. Dort liegt ihre Tochter Schuschanik. Im Februar hatte sie einen schweren Verkehrsunfall. Sie wird noch mehrere Monate im Krankenbett verbringen müssen.
Der Wagen, in dem Schuschanik mit ihren zwei kleinen Kindern und ihrem Ehemann Gagik in die Hauptstadt Jerewan unterwegs war, kollidierte mit einem anderen Fahrzeug. Bei dem schrecklichen Unfall hatte die Familie Glück im Unglück: Tochter Anahit kam ohne Verletzungen davon, Sohn Arman hatte nur leichte Risswunden im Mund. Vater Gagik hingegen erlitt eine schwere Gehirnerschütterung und Prellungen an den Beinen. Am schlimmsten erwischte es Schuschanik, die in bedrohlich schlechtem Zustand ins Spital gebracht wurde.
Schuschanik und Gagik sind seit neun Jahren verheiratet. Das Ehepaar war schon immer arm. Aber Schuschanik klagte nie darüber. Die gläubige Frau freute sich über ihre beiden gesunden Kinder und versuchte, mit Gagiks kleinem Verdienst ihre Familie zu ernähren. Der arbeitete als Automechaniker. Abends fuhr er zusätzlich Taxi, doch der Verdienst blieb karg.
Für Gagik und Schuschanik ist die Unterstützung durch ihre Eltern, durch Verwandte und durch Hilfspakete von Diaconia von grösster Wichtigkeit. Beide Kinder sind bei Diaconia als Patenkinder registriert.
Schuschanik hat sich bei dem Unfall zahlreiche Brüche im Bereich des Beckens zugezogen. Ihr stehen noch mehrere Operationen bevor. Bis dahin braucht sie spezielle Medikamente und frische Nahrung. Das Krankenzimmer und die Pflege müssen von der Familie bezahlt werden, eine Krankenversicherung wie in Europa gibt es in Armenien nicht.
Bis heute hat Bawakan ihre Tochter betreut, doch sie ist mittlerweile am Ende ihrer Kräfte. Gagik leidet noch immer an den Folgen des Unglücks. Er fällt oft in Ohnmacht und wird daher noch lange Zeit nicht arbeiten können. Die einzige Hoffnung der Familie ist Diaconia. Wir bitten Sie herzlich, Schuschanik zu unterstützen und für ihre Genesung zu beten.
Projekt Nr. 1481, "Genesung Schuschanik"

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Armenien
Körperbehinderte Frau schwer erkrankt – Auch ihr Sohn ist gesundheitlich angeschlagen und benötigt Unterstützung
Susanna steht vor dem Nichts
Behinderte haben es schwer in Armenien. Der verarmte Staat kann nur wenig für sie tun. Sie sind auf fremde Hilfe angewiesen, sonst können sie nicht überleben. So ergeht es auch Susanna Grigorian und ihrem Sohn Karen.
Susanna wurde 1956 in einer einfachen Arbeiterfamilie geboren. Ihre linke Hand ist verkürzt und unterentwickelt. Ihr Vater war früh gestorben. Als Susanna 25 war, erlag ihre Schwester einem Gehirntumor. Die seelischen Traumata zerrütteten den gesundheitlichen Zustand ihrer Mutter.
1991 heiratete Susanna ihren Traummann Rudik. Obwohl Rudiks Familie gegen die Ehe war, wurde das Ehepaar sehr glücklich. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion verlor Rudik seinen Arbeitsplatz. Dann wurde Susanna schwanger. „Bei mir traten Komplikationen auf. Ich war äusserst besorgt, doch alles verlief gut. Als ich meinen Sohn Karen zum ersten Mal erblickte, war ich überglücklich“, berichtet Susanna. Als Karen drei Monate alt war, bildeten sich auf seinem ganzen Körper unerklärliche blaue Flecken. Die ärztliche Untersuchung zeigte, dass die Zahl der weissen Blutkörperchen erhöht war. Karen bewältigte zwar die Krankheit, doch bis heute leidet er an ständigen Bauch- und Kopfschmerzen, seine Beine sind schwach.
Um die finanzielle Lage der Familie zu verbessern, reiste Rudik nach Russland. Doch er verdiente dort nicht genug, um die Familie zu unterstützen.
Dieser Tage hat sich Susannas gesundheitlicher Zustand verschlechtert. Da sie kein Geld hat, musste sie Schulden machen, um sich im Spital untersuchen zu lassen. Die Diagnose, eine Leberkrankheit, raubt der Familie nun die letzten Kräfte.
Heute steht Susanna vor dem Nichts. Mit ihrer kargen Invalidenrente von 60 Franken (42 Euro) kann sie weder die Wohnungsmiete noch Strom und Gas bezahlen. Die nötigen Medikamente für ihren Sohn und für sich selbst bleiben ein Wunschtraum.
Diaconia möchte helfen, das Leben dieser armen Familie zu verbessern. Herzlichen Dank für Ihre Solidarität mit den Ärmsten im ältesten christlichen Land der Erde.
Projekt Nr. 1482, "Nothilfe Susanna"

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Albanien
Familie Marashi auf dem Weg aus der Armut – Mit Hilfe von Diaconia kann ihr Lebenstraum in Erfüllung gehen
Eine Schneiderei als Hilfe zur Selbsthilfe
Afeida Marashi (38) hat einen Traum: Sie möchte als Schneiderin arbeiten, mit ihren eigenen Händen Geld verdienen und so der Armut entfliehen. Dank eines „Hilfe zur Selbsthilfe“-Projekts von Diaconia in Albanien kann dieser Traum nun in Erfüllung gehen. Benötigt werden rund 7000 Franken (knapp 5000 Euro). „Familie Marashi ist für dieses Projekt besonders gut geeignet. Von ihrer Schneiderwerkstatt kann das ganze Dorf profitieren“, freut sich Einsatzleiter Artan Metohu.
Afeida und ihr Ehemann Nikolla (40) kümmern sich rührend um ihre beiden Mädchen Klevisa (7) und Elida (3). Ihre Eltern machen sich grosse Sorgen wegen ihrer angespannten finanziellen Situation. Beide sind arbeitslos. Nikolla findet einige wenige Tage im Monat einen Job als Hilfsarbeiter. Aber der Arbeitsmarkt in der Region um die Stadt Shkoder ist zusammengebrochen, eine dauerhafte Beschäftigung ist nicht in Sicht.
Die gläubige Familie lebt in einem kleinen Haus mit Garten. Doch die Idylle trügt: Das Haus hat eine Wohnfläche von nur 35 Quadratmetern und ist baufällig. Das Dach ist undicht, eine Toilette gibt es nicht, Türen und Fenster schliessen nicht richtig.
„Trotz ihrer miserablen finanziellen Situation kümmern sich diese Eltern sehr liebevoll um ihre Kinder“, berichtet Artan Metohu. Die Kinder würden nach besten Kräften gefördert, hat der Diaconia-Fachmann festgestellt. Im Gespräch mit den Eltern entstand die Idee, im Garten ein kleines Schneidergeschäft einzurichten.
Afeida war früher als Näherin tätig. Sie verfügt über die notwendigen Kenntnisse und hat Erfahrung im Umgang mit Stoffen. In ihrem Schneiderladen könnte sie alle Dienstleistungen günstiger anbieten als die grossen Geschäfte in der Stadt. Das würde dem ganzen Dorf helfen, denn einen „normalen“ Schneider können sich die vielen armen Bewohner nicht leisten.
„Dieses Geschäft könnte unsere Armut dauerhaft beenden“, unterstrich die begeisterte Afeida. Nun hofft sie, dass die Diaconia-Freunde das benötigte Startkapital zur Verfügung stellen. Artan Metohu hat ausgerechnet, dass für Werkstatt, Möbel, Nähmaschine, Bügeleisen und diverse Kleinteile und Materialien rund 7000 Franken (knapp 5000 Euro) gebraucht werden. Sobald das Geschäft läuft, sollte die Familie damit genügend Geld verdienen, um nicht nur den eigenen Unterhalt zu sichern, sondern auch den zukünftigen Betrieb der Schneiderei einschliesslich aller Ersatzbeschaffungen zu ermöglichen. Nun sind die Unterstützer von Diaconia am Zug. Wir bitten Sie herzlich um Ihre Unterstützung durch Gebete und Gaben!
Projekt Nr. 1483, "Selbsthilfe-Schneiderei"







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