Report
Ausgabe 05, Mai 2011

Armenien
Tante übernahm Vormundschaft – Trotz harter Arbeit kaum Geld zum Überleben
Vier Waisenkinder warten vergeblich auf ihre verstorbene Mutter
Amalia (11), Ani (10), Lilit (6) und Albert (8) kennen nur ein Leben, das von Armut und Leid geprägt ist. Ihren Vater haben die Geschwister seit Jahren nicht mehr gesehen und über den Tod ihrer Mutter wissen sie noch nicht Bescheid. Ihr zaghaftes Lächeln kann nicht über ihre sehnsuchtsvollen Augen hinwegtäuschen. Die vier Waisen sind einsam und haben Hunger.
Wirtschaftliche Probleme sind in Armenien keine Seltenheit. Diese Erfahrung mussten auch die Eltern von Amalia, Ani, Lilit und Albert machen. Die Inflationszeit verbaute ihnen jede Hoffnung auf eine gesicherte Zukunft. Die Familie verlor jeglichen Besitz. Die Suche nach einem sicheren Einkommen trieb die Familie in ein kleines Dorf in der Nähe der Hauptstadt Jerewan. Dort reichte das Geld nur für eine baufällige Hütte, in der Feuchtigkeit und Kälte den Alltag bestimmten.
Die Kinder wurden oft krank und die Versuche des Vaters, eine lukrative Arbeit zu finden, blieben hoffnungslos. Verzweifelt packte er seine Koffer, um in Russland eine passende Arbeit zu suchen. Seitdem ist er nicht zurückgekehrt.
Um die Gesundheit der Kinder nicht zu gefährden, zog die Mutter gemeinsam mit der Tante ihrer Kinder in ein entlegenes Dorf. Zwar litt die kleine Familie nun nicht mehr unter Kälte, dafür mussten sie hart arbeiten, um genug zu essen zu haben. Ein Schicksalsschlag warf einen tiefen Schatten auf die sowieso schon widrigen Lebensumstände: Die Mutter der Kinder wurde mit inneren Blutungen in eine Klinik fern des Dorfes gebracht. Die schockierende Diagnose der Ärzte lautete Gebärmutterkrebs.
Die Behandlung konnte das Schlimmste nicht verhindern: Amalia, Ani, Lilit und Albert verloren ihre Mutter. Sechs Monate sind nun seit ihrem Tod vergangen. Schuschik Hakobian, die Tante der Kinder, hat die Vormundschaft für die Kleinen übernommen. Bisher hat sie es nicht geschafft, ihnen von dem Tod ihrer Mutter zu erzählen. Jeden Tag hoffen die Kinder darauf, dass ihre Mutter gesund nach Hause kommt und sie in den Arm nimmt.
Weil niemand tagsüber auf die Kinder aufpassen kann, arbeitet Schuschik nachts in einer Bäckerei.
Ihr Gehalt reicht aber nicht einmal aus, um alle Rechnungen und Lebensmittel zu bezahlen.
Mit Ihrer Hilfe kann das Leid der Familie gemildert werden! Gott segne Sie für jede erdenkliche Gabe.
Projekt Nr. 1596, "Vier Waisenkinder"



Armenien
Sorgengeplagte Familie ist völlig verzweifelt – Pflege und Therapien übersteigen ihre Möglichkeiten
Pflege der schwerbehinderten Tochter bringt Familie ans Ende ihrer Kraft
Taguhi ist nicht wie andere Kinder. Ihre Bewegungen sind unkoordiniert, sprechen kann sie gar nicht. Seit dem Tag ihrer Geburt muss sie rund um die Uhr betreut werden, denn Taguhi leidet an einer frühkindlichen Hirnschädigung. Die finanziellen Mittel ihrer Eltern für die lebenswichtigen Medikamente gehen mehr und mehr zur Neige.
Im Jahr 1996 hat sich das Leben von Araksja und Garik Asatrian für immer verändert. In die Freude über die Geburt ihres ersten Kindes mischt sich rasch tiefer Schmerz. Bei der Geburt unterläuft den Ärzten ein Fehler, durch den sich das Neugeborene eine Infektion zuzieht. Die Folgen sind dramatisch: Taguhi bekommt eine sogenannte zerebrale Lähmung, ihr Nerven- und Muskelsystem ist dauerhaft geschädigt.
Die Ärzte raten den Eltern, ihre Tochter an ein Kinderheim abzugeben, was diese jedoch entschieden ablehnen. Sie nehmen ihre Tochter mit nach Hause und geben ihre gesamten Ersparnisse aus für Massagen, Übungen beim Physiotherapeuten und beim Logopäden. Der Zustand des Kindes bessert sich dadurch nicht.
Mittlerweile haben Araksja und Garik noch zwei weitere gesunde Kinder bekommen, Narek und Robert. Die Arztrechnungen für ihre Tochter werden im Laufe der Zeit immer höher. Taguhi bekommt häufig Krampfanfälle und muss zeitweise ins Spital.
Die andauernde Sorge um ihre Tochter hat bei Araksja einen Nervenzusammenbruch ausgelöst. Kurze Zeit später erleidet sie einen Herzanfall und muss in eine Klink gebracht werden.
Araksjas Mann versucht nun mit allen Mitteln, die Grundversorgung seiner Familie sicherzustellen. Tagsüber arbeitet er als Busfahrer und abends als Nachtwächter. Die Eltern haben kaum noch Zeit, um sich um die beiden Söhne zu kümmern. Taguhis Therapien verschlingen ihr ganzes Einkommen. Zudem sollte das Mädchen nun auch noch besonders vitaminhaltige Kost essen. Die Eltern können sich das alles nicht mehr leisten, sie sind am Ende ihrer Kraft.
Mit Ihrer Hilfe kann die Not der Familie gelindert werden! Diaconia möchte den Eltern tatkräftig unter die Arme greifen, die Behandlung des behinderten Mädchens unterstützen und dafür sorgen, dass auch ihre Brüder mit dem Nötigsten versorgt werden. Bitte zeigen Sie Ihre Solidarität mit jenen Menschen in Armenien, um die sich niemand kümmert. Herzlichen Dank im Namen der Armen und Vergessenen!
Projekt Nr. 1597, "Taguhi"



Armenien
Dringend erforderliche Chemotherapie ist trotz harter Arbeit nicht finanzierbar
Krebskranke Witwe kämpft für ihre Söhne
„Mir ist es peinlich, dass meine Söhne bei Diaconia als Patenkinder registriert sind“, versichert Sirward. Viel lieber würde sie selbst für Narek und Grigor sorgen. Doch die Akademikerin, die Landwirtschaft und Pädagogik studiert hat, muss sich heute als Putzfrau und Büglerin durchschlagen. Nun wurde bei Sirward eine erneute schwere Krebserkrankung festgestellt, die sie ohne rasche Behandlung nicht überleben wird.
Das Familienglück von Sirward und ihrem Mann Sos hatte nicht lange gehalten. Kurz nach der Geburt des zweiten Sohnes Grigor im Jahr 1996 war bei Sos Dickdarmkrebs festgestellt worden. Der Tumor wuchs unaufhaltsam. Sos hatte gegen die Krankheit keine Chance. Als sein jüngster Sohn fünf Monate alt war, starb er. Die kleine Familie blieb mittellos zurück. Nun lag die ganze Verantwortung bei Sirward. Es folgten harte Zeiten. Ihre Schwiegermutter machte ihr klar, dass für sie und ihre zwei Söhne kein Platz mehr im Haus sei. Finanzielle Schwierigkeiten prasselten auf Sirward ein. Sie fühlte sich, als ob ihr jemand den Boden unter den Füssen weggerissen hätte. Lebensplanungen und Träume waren von heute auf morgen zunichte geworden. Plötzlich ging es nur noch ums nackte Überleben.
Dass sie selbst an Krebs leidet, würde Sirward am liebsten verleugnen. Im Jahr 2000 bestätigte sich der Verdacht auf Brustkrebs. Dank der Unterstützung ihres Bruders wurde sie in Russland operiert. 2001 bekam sie Diabetes und man musste ihre Gebärmutter entfernen. 2005 erlitt sie einen Herzinfarkt. Ihr Gesundheitszustand ist kritisch, ihr Immunsystem schwach. Nun wurde bei ihr auch noch Nieren- und Harnröhrentuberkulose festgestellt. Ohne tägliche Medikamente geht es nicht. Jetzt steht Sirward eine erneute Chemotherapie bevor. Die Kosten sind für armenische Verhältnisse enorm hoch: Ein Chemoblock kostet etwa 625 Franken (476 Euro) – insgesamt braucht sie vier Chemoblöcke. Das karge Familieneinkommen beträgt monatlich jedoch nur 185 Franken (140 Euro). Das ist viel zu wenig, um die dringende Behandlung finanzieren zu können. Doch Sirward will nicht aufgeben, für sie steht das Glück ihrer Kinder an erster Stelle und dafür würde sie auch alles opfern. Jeden Abend wickelt die schwer kranke Frau um ihren Besen einen Lappen und verdient sich ein wenig Geld als Putzfrau, am Sonntag bügelt sie noch zusätzlich die Wäsche für eine wohlhabende Familie.
„Manchmal wundere ich mich, dass ich eine so starke Frau bin. Meine Finger fühlen die Gegenstände nicht, die ich in der Hand halte. Aber ich gebe nicht auf. Ich denke nur daran, dass ich mich um meine Kinder kümmern muss“, versichert sie.
Ihre beiden Söhne entwickeln sich prächtig, in der Schule sind sie gut – aber momentan dreht sich bei ihnen alles um die Gesundheit ihrer Mutter. Sie hoffen und beten, dass die Freunde von Diaconia die Krebsbehandlung ermöglichen. Bitte helfen Sie mit und schliessen Sie Sirward und ihre Söhne in Ihre Gebete ein.
Projekt Nr. 1598, "Krebstherapie Sirward"



Nepal
Erfreuliche Berichte aus Internat in Pokhara – Dank Bildung gute Perspektiven
„Diaconia-Kinder“ gehören zu den Besten in der Schule
„Unsere Schüler machen derzeit ihre Prüfungen“, berichtet der Leiter des christlichen Shalom-Internats aus der nepalesischen Stadt Pokhara. Er ist zuversichtlich, dass die von Diaconia unterstützten Kinder alle gute Ergebnisse erzielen werden.
Insbesondere Bishal macht ihm Freude. Der Junge, der einst das erste von Diaconia unterstützte Kind in dem armen Himalaya-Staat war, ist in allen Fächern sehr talentiert. Aber er ist nicht nur ein guter Schüler, er ist auch ein begeisterter Fussballspieler. Nun hat er auch bei der nationalen Badminton-Meisterschaft der nepalesischen Kirchen den zweiten Platz belegt.
Was für eine Lebenswende: Noch vor wenigen Jahren musste Bishal bei seinem Onkel als „Haussklave“ dienen. Er durfte nicht zur Schule und war vorwiegend damit beschäftigt, für seinen Onkel Alkohol zu besorgen. Die Hilfe von Diaconia hat es ihm ermöglicht, eine gute Schulbildung zu erhalten, ausserdem hat er im Shalom-Heim Liebe erfahren und das Evangelium schätzen gelernt. „Auch den Mädchen, die von Diaconia unterstützt werden, geht es gut. Herzlichen Dank für die anhaltende Unterstützung“, schreibt der Hausvater.
Dieses Internat ist eines von dreien, das Diaconia in Nepal unterstützt. Herzlichen Dank, dass Sie den bedürftigen Kindern ein neues Leben mit guten Zukunftschancen ermöglichen. Möge Gott Sie dafür reichlich segnen!
Projekt Nr. 1599, "Nepalhilfe"



Rumänien
Kinder wachsen unter unvorstellbaren Bedingungen auf
Ein unwürdiges Leben in Dreck und Schmutz
Hajnal (26) lebt mit ihren drei Kindern in einer heruntergekommenen Baracke gegenüber des Bahnhofs mitten in Brasov. Das Haus ist schmutzig. Überall liegt stinkender Müll herum. Viele Obdachlose kommen in die Baracke, um dort zu schlafen. Kürzlich geschah in einem der Räume ein Mord. Danach wurde die Leiche einfach an Ort und Stelle verbrannt.
Es ist wahrlich keine gute Umgebung für die Kinder Lorena (5), Alex (3) und Laurentiu (2). Doch Hajnal weiss nicht wohin, immerhin haben sie in der Baracke ein Dach über dem Kopf. Auch wenn dort keine Elektrizität und kein fliessendes Wasser zur Verfügung steht. Zumindest ist es trocken.
Hajnal wuchs ganz normal bei ihren Eltern auf. Doch eines Tages verliess ihre Mutter die Familie und wanderte aus. Kurze Zeit später starb Hajnals Vater. Daraufhin warf der Vermieter sie aus dem Haus. Von heute auf morgen war die junge Frau obdachlos. Sie zog ziellos umher.
Dann traf Hajnal einen Mann, von dem sie dachte, er wäre ihr Mann fürs Leben. Sie wurde schwanger. Doch nach und nach stellte sich heraus, dass der Mann verantwortungslos war. Er konnte nicht für die Familie sorgen. Er machte sich aus dem Staub und zog nach Ungarn, um sich dort ein schönes Leben zu machen. Seine kleine Familie liess er im Stich.
Hajnal ist seither alleine mit drei kleinen Kindern. Ihr einziges Einkommen ist das Kindergeld in Höhe von 38 Franken (30 Euro). Doch das reicht nur für das Essen der Kinder für drei Tage. Danach leben sie von der Hand in den Mund. Hin und wieder gehen sie in die orthodoxe Kirche, dort bekommen sie Essen und auch ein bisschen Geld. Es ist fast ein Wunder, dass sich die Kinder gut entwickeln. Nur der Jüngste, Laurentiu, leidet unter beginnendem Asthma.
Nun kam die Polizei in die Baracke. Alle Bewohner müssen umgehend das Haus verlassen. Denn sie alle wohnen illegal in der Unterkunft. Wer künftig noch in der Baracke ist, wird von der Polizei in Gewahrsam genommen.
Hajnal weiss nicht mehr weiter. Sie wünscht sich nichts sehnlicher, als dass ihre Kinder ein sicheres Dach über dem Kopf haben und gesund sind.
Bitte helfen Sie Hajnal und ihren Kindern. Diaconia möchte neue Perspektiven für ein menschenwürdiges Leben eröffnen, Hoffnung wecken und den Trost des Evangeliums weitergeben. Dazu bedarf es Ihrer Unterstützung durch Gebete und Gaben!
Projekt Nr. 1600, "Nothilfe Hajnal"



Rumänien
Zwölfjährige kann dem Unterricht in der Schule nicht mehr folgen und versteht ihre Klassenkameraden nicht
Catalina braucht dringend ein Hörgerät
Bereits vor fünf Jahren haben die Ärzte festgestellt, dass Catalina einen Hörschaden hat. Mittlerweile ist sie zwölf Jahre alt. Sie hört noch immer fast nichts. Sie braucht dringend ein neues Hörgerät – für die arme Familie unerschwinglich. Ohne die Hilfe der Diaconia-Freunde wird das Mädchen immer mehr von Familie und Spielkameraden isoliert sein.
Mit einer Hörhilfe war es dem Mädchen früher möglich, den Kindergarten zu besuchen und normal aufzuwachsen. Heute ist Catalina in der vierten Klasse. Sie war bislang eine gute Schülerin, der das Lernen Freude bereitete. Doch nun ist ihr Hörgerät kaputtgegangen, und ohne den „Knopf im Ohr“ bekommt das junge Mädchen nicht mit, was in ihrer Umwelt geschieht. Im Unterricht versteht sie kein Wort und kommt mit dem Stoff nicht nach.
Catalinas Eltern Codreanu (37) und Cristina (33) haben kein Geld, um dem Mädchen ein neues Hörgerät zu kaufen. Codreanu hat keine regelmässige Arbeit. Er verdient hin und wieder ein bisschen Geld, indem er mit seinem Pferdekarren anderen Menschen hilft, schwere Lasten zu transportieren. Doch kürzlich ist der Karren kaputtgegangen und jetzt ist Codreanu verzweifelt auf der Suche nach einer Möglichkeit, wie er Geld verdienen kann. Die Familie lebt zwölf Kilometer von der Stadt Brasov entfernt. Dort gibt es kaum Arbeit. Die Menschen in der ländlichen Gegend sind fast alle bitter arm.
Die Hörhilfe für Catalina kostet 800 Franken (620 Euro). Mutter Cristina war es unangenehm, Diaconia um Hilfe zu bitten, doch sie sieht keine andere Möglichkeit, um an das dringend benötigte Hörgerät für ihre Tochter zu kommen. Bitte helfen Sie und machen Sie das kleine Mädchen glücklich! Gott wird Ihnen Ihre Mildtätigkeit reichlich vergelten.
Projekt Nr. 1601, "Hörgerät Catalina"



Rumänien
Ehemann ein gewalttätiger Alkoholiker – Vom Vermieter betrogen
Mutter lebt mit drei Kindern auf der Strasse
Maria Polgar (47) hatte das Pech, an die falschen Männer zu geraten. Ihr Ehemann ist Alkoholiker und gewalttätig, ihr Vermieter ebenfalls ein unangenehmer Trinker. Sie hielt das nicht länger aus und zieht nun mit ihren drei Kindern umher, auf der Suche nach einem besseren Leben.
Seit über einem Jahr sind Maria Polgar und ihre Kinder Levente (16), Andrada (15) und Melinda (11) nun schon obdachlos. Sie haben kein Zuhause mehr. Maria hat sich von ihrem Ehemann getrennt, weil der Alkoholiker immer wieder gewalttätig wurde.
Zu Beginn ihrer Ehe ging es noch. Sie lebten gemeinsam mit Marias Mutter in einer Wohnung. Dann verkaufte ihre Mutter die Unterkunft und gab das Geld Maria. Doch ihr Mann gab alles für seinen Alkohol aus. Die Situation der Familie verschlimmerte sich. Die Schulden wurden immer höher, sie hatten viele offene Rechnungen zu begleichen. Dann mussten sie ihre Wohnung räumen, weil sie die Miete nicht mehr bezahlen konnten. Sie schliefen bei Freunden und Verwandten. Maria konnte so nicht mehr weitermachen. Ihr Mann wurde immer unzufriedener und brutaler. Maria wollte nicht, dass ihre Kinder so aufwachsen. Also trennte sie sich von ihm.
Nun war sie allein mit ihren drei Kindern und wusste nicht, wo sie hin sollte. Verzweifelt kam Maria zu Diaconia und bat um Hilfe. Die Familie fand dann auch eine Wohnung. Doch nach einer Weile wurde Maria von dem Eigentümer hintergangen. Sie musste für zwei Räume Miete zahlen, hatte aber nur ein Zimmer zur Verfügung. Ausserdem hatten sie keine Toilette, kein Badezimmer und keine Kochgelegenheit. Sie hatten keine Betten, sie schlief mit den Kindern auf einem Haufen Kleidung, um es einigermassen weich zu haben. Die Gasleitung im Haus war nur notdürftig verlegt. Maria hatte Angst um das Leben ihrer Kinder: Zu jederzeit hätte die Unterkunft wegen der lecken Gasleitung explodieren können.
Der Eigentümer war Alkoholiker und ebenfalls gewalttätig. Eines Tages stahl er Marias Ofen und verkaufte ihn, um sich von dem Erlös ordentlich zu betrinken. Da war für Maria der Punkt erreicht, an dem sie es nicht mehr ertragen konnte. Also zogen sie weiter.
Maria hat momentan keine Arbeit. Ihr einziges Einkommen ist das Kindergeld in Höhe von 38 Franken (30 Euro) im Monat. In all diesen harten Jahren war das Schlimmste für Maria, dass sie ihren Kindern ein Leben auf der Strasse zumuten musste. Maria und die Kinder brauchen dringend Hilfe und Unterstützung, alleine schafft sie es nicht. Bitte helfen Sie mit!
Projekt Nr. 1602, "Maria und Kinder"



Albanien
Diaconia-Hilfsprojekte im ärmsten Land Europas sind weiter dringend nötig
Flutopfer und albanische Kinder in Not machen keine Schlagzeilen
Die Welt blickt gebannt auf die Katastrophe in Japan, den Krieg in Libyen und die Revolutionen in den arabischen Ländern. Da gerät ein relativ unbedeutendes Land wie Albanien leicht in Vergessenheit. Für die Menschen im ärmsten Staat Europas ist das verheerend. Sie kämpfen um ihre Existenz, um die Zukunft ihrer Kinder, ohne dass dies Schlagzeilen macht. In dieser Ausgabe des Diaconia-Report stellen wir Ihnen drei wichtige Albanien-Hilfsprojekte der vergangenen Monate vor, die nach wie vor aktuell sind.
Zum Jahresbeginn ist Albanien von der schwersten Flut seit 150 Jahren getroffen worden. Die Regierung löste Katastrophenalarm aus und bat um internationale Hilfe. Rund 4500 Häuser standen unter Wasser. Viele Familien haben ihren ganzen Besitz verloren. Die Überflutungen begannen mit heftigen Regenfällen, die kein Ende nahmen. Weil drei Dämme zu brechen drohten, wurden sie von den Behörden geöffnet. Das freigesetzte Wasser verschlimmerte die ohnehin schon kritische Situation. Am schlimmsten betroffen waren die Städte Shkodra und Velipoja, die zu 40 Prozent unter Wasser standen.
Mehrere Tausend Bewohner wurden evakuiert und in Notunterkünften untergebracht. Sie waren von den Wassermassen völlig überrascht worden, von den Behörden hatte es keine Warnung gegeben. Im Katastrophengebiet waren die Opfer zeitweilig völlig isoliert: Die Menschen konnten nicht zur Arbeit, die Kinder nicht zur Schule.
Schätzungen sprechen von Schäden in Höhe von 260 Millionen Euro – eine Summe, die den armen albanischen Staat völlig überfordert. Viele Familien haben ihren ganzen Besitz verloren. „Besonders für arme Menschen ist die Lage katastrophal. Sie haben gar nichts mehr, keine Decken, nicht einmal Bettzeug. Sie sind völlig verzweifelt und hoffnungslos“, berichtet Diaconia-Einsatzleiter Artan Metohu. Die Hilfe von Diaconia ist rasch angelaufen. Verteilt wurden Essen, Hygienematerial, Decken und Matratzen. Sie wurden mit Lastwagen ins Katastrophengebiet gebracht. Ein „Geschenk des Himmels“ für die Betroffenen! Die Situation vieler Flutopfer ist aber weiterhin kritisch. Um ihnen nachhaltig helfen zu können, bedarf es Ihrer Spenden!
Projekt Nr. 1603, "Jahrhundertflut in Albanien"


Die Schule für geistig Behinderte in der albanischen Stadt Fier braucht dringend Unterstützung. Die 1994 eröffnete Einrichtung verfügt über zwei Räume und eine Toilette. Es fehlt aber an Unterrichtsmaterial und Spielmöglichkeiten für die 27 Kinder, die hier tagsüber betreut werden. Die Kinder leiden unter den verschiedensten psychosozialen Beeinträchtigungen. Viele haben eine leichte geistige Behinderung, andere sind Autisten oder am Down-Syndrom erkrankt. Sie sind zwischen 6 und 19 Jahre alt. Die Eltern einiger Schüler sind ebenfalls behindert, was die Situation zusätzlich erschwert. Die Stadt Fier und die Provinz sehen sich ausserstande, die Schule besser auszustatten: Ihnen fehlt schlichtweg das nötige Geld. Mit Ihrer Unterstützung machen Sie den Kindern eine grosse Freude!
Projekt Nr. 1604, "Behindertenschule"


Das Dorf Tufine liegt nahe der albanischen Hauptstadt Tirana. Dorfschuldirektor Skender Java berichtete Diaconia von massiven Problemen bei der Unterbringung von 80 Jungen und Mädchen im örtlichen Kindergarten. Mitarbeiter von Diaconia machten sich vor Ort ein Bild der Lage – und fanden heraus, dass Hilfe dringend nötig ist. Die Erzieherin Drita berichtete von den Schwierigkeiten: „Wir haben 80 Kinder, die jeden Tag in diesen Kindergarten kommen. Wir haben nur zwei Räume. Hier ist es wie im Gefängnis. Die Kinder leben hier wie die Sardinen in der Dose. Die Bedingungen sind miserabel, es gibt kein Material, kein Spielzeug und kaum Möbel.” Der neue Kindergarten wird ein zweistöckiger Bau mit vier Räumen. Die Kinder haben Zugang zum angrenzenden Schulhof. Die Kosten des Baus belaufen sich auf rund 20.000 Franken (knapp 15.000 Euro). Mit Ihren Gaben machen Sie den Kindern dieser armen Bauern deutlich, dass es in der Schweiz und in Deutschland Menschen gibt, die an sie denken und denen ihr Schicksal nicht gleichgültig ist. Herzlichen Dank!
Projekt Nr. 1605, "Kindergarten in Tifune"