Report
Ausgabe 05, Mai 2012


Rumänien
Nachhaltiges „Hilfe zur Selbsthilfe“-Projekt im Kinderzentrum Brasov
Mädchen lernen begeistert den Umgang mit der Nähmaschine


Im Kinderzentrum Brasov betreut Diaconia täglich rund 90 Kinder. Einige von ihnen kommen schon seit Jahren und sind mittlerweile Teenager. Es ist wichtiger denn je, diese Kinder gut auf ihre Zukunft vorzubereiten. Diaconia hat begonnen, Mädchen das Nähen beizubringen. Für die Kinder aus ärmsten Verhältnissen ist es eine grosse Freude, dass sie, die in der Gesellschaft nichts gelten, an einer echten Nähmaschine arbeiten dürfen.


Bis zu zehn Mädchen scharen sich jeweils um die Maschine. Alle wollen sie nähen lernen. Ihr Selbstwertgefühl wird gesteigert, wenn sie selbst ein Kleid nähen können.

Diaconia möchte noch mehr für die Mädchen tun: Das Projekt „Nähatelier – Hoffnung für junge Mädchen“ soll vielen jungen Frauen ermöglichen, nähen zu lernen. Die Nähmaschinen für das Atelier kosten pro Stück 1.000 Franken (etwa 830 Euro). Jedem Mädchen, das die Schule und den Nähkurs abschliesst, möchte Diaconia eine einfache Nähmaschine schenken, damit es sich selbst eine Existenz aufbauen kann. Diese Nähmaschinen kosten pro Mädchen 300 Franken (etwa 250 Euro).

Die Lehrerin Mariana Rus hatte die Idee, den Mädchen das Nähen beizubringen. Schnell merkte sie, dass es den jungen Frauen gut tut, einen kreativen Ausgleich zur trockenen Mathematik, Physik und Chemie zu haben. Vom ersten Moment an waren die Kinder voller Begeisterung bei der Sache. Einige von ihnen sagen, sie möchten nach der Schule Schneiderin werden.

Elisabeta freut sich: „Nähen an der Nähmaschine ist wie sich in einer Märchenwelt bewegen. Als ich das erste Mal genäht habe, war es, als würde ich die Kleider für eine Prinzessin nähen. Ich möchte nähen lernen, um meine eigenen Kleider herstellen zu können.“

Iolanda ist der Meinung, mit einer Nähmaschine umgehen zu können sei eine Notwendigkeit, die jede Frau beherrschen sollte: „Es wird eine Zeit kommen, da sind wir Mädchen Frauen mit einem eigenen Zuhause. Dann wird es gut und wichtig sein, dass wir ein T-Shirt oder eine Hose nähen können.“

Ioana sagt: „Das Nähen bietet viele Vorteile. Wir geben Geld aus, wenn wir zum Schneider gehen, um unsere Kleider umändern zu lassen. Jetzt können wir uns das Geld sparen und die Kleidung selbst ändern. Schon seit ich sieben Jahre alt bin, möchte ich Schneiderin werden. Damals habe ich meine Grossmutter an einer Nähmaschine arbeiten sehen. Das ist meine Berufung.“

Auch einer der Jungen, der ins Kinderzentrum nach Brasov kommt, ist sehr glücklich, wenn er die Zeit findet, an der Nähmaschine zu sitzen: „Es ist so schön, mit der Maschine zu nähen. Am schönsten ist es für einen selbst, da man in der Lage ist, Kleidung anzufertigen, und so Geld mit seinen eigenen Händen zu verdienen.“

Die Mädchen beginnen gerade damit, zwei alte Nähmaschinen wieder zum Leben zu erwecken. Sie träumen schon lange von hübschen Kleidern, Röcken und Blusen für besondere Anlässe, die sie selbst herstellen. Interessanterweise sind auch Jungs von der Schneiderei begeistert. Für die Kinder und Jugendlichen, die noch nie so eine Nähmaschine gesehen hatten, scheint es wie ein Wunder. Alle sind davon fasziniert.

Bitte unterstützen Sie dieses wichtige Projekt, das eine nachhaltige Hilfe zur Selbsthilfe bietet.

Projekt Nr. 1727, "Nähatelier KiBiZ"


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Rumänien
Spezialist weist mit besonderer Therapie den Weg in eine bessere Zukunft
Neue Hoffnung für gelähmten Jungen


Rare ist zwei Jahre alt und hat bisher mehr Zeit in einem Krankenhaus verbracht als zu Hause. Der Junge leidet unter einer Lähmung von Armen und Beinen. Zudem zittern seine Hände und Füsse unkontrolliert.


Seine Eltern Florin (33) und Cristina (27) waren bei der Geburt überglücklich. Rare war ein Wunschkind. Die ersten Monate lief alles bestens, Rare entwickelte sich prächtig. Doch nach etwa sieben Monaten bemerkte Cristina, dass etwas mit ihrem Sohn nicht stimmte. In seinem Alter fangen Kinder eigentlich an, ihren Kopf zu heben. Doch Rare nicht. Er lernte auch nicht zu sitzen. Ein alarmierendes Zeichen für die Eltern und der Beginn einer schweren Zeit mit vielen Tränen, Fragen und der Suche nach Hilfe für ihren Sohn.

Für das Ehepaar begann die härteste Zeit ihres Lebens. Sorgen quälten sie Tag und Nacht. Was sollten sie nur mit ihrem kleinen Sohn machen? Sie wollten nicht, dass andere ihn beim Spazierengehen als behindertes Kind anstarrten. Als Rare ein Jahr alt war, fuhren seine Eltern mit ihm in ein Krankenhaus in die Hauptstadt Bukarest. Sie erhofften sich dort von Spezialisten Hilfe für ihren Sohn. Ein ganzes Jahr blieben sie dort. Sie liehen sich Geld von Freunden, Bekannten und Banken, um ihre Rechnungen zu bezahlen und um für die ganzen Tests und Therapien aufzukommen. Doch alles schien vergebens.

Eines Tages erzählte ihnen eine Mutter, die ähnliche Probleme mit ihrem Kind hatte, von einem Fachtherapeuten, der wahre Wunder vollbringen könne. Florin und Cristina schöpften neue Hoffnung. Der Arzt erklärte ihnen, dass Rares Probleme von der Halswirbelsäule kommen. Seiner Erfahrung nach könnte Rare zu 95 Prozent wieder vollständig genesen. Die Lähmung der Hände und Füsse könne durch eine Therapie behoben werden. Doch zehn Sitzungen kosten etwa 375 Franken (etwa 310 Euro).

Vergangenen Monat lieh sich die Familie Geld, um Rare die Therapie zu ermöglichen. Und schon nach kurzer Zeit sah sie Fortschritte. Rares Finger verkrampfen sich nicht mehr. Seine Wirbelsäule hat sich durch die Therapie begradigt. Rares Eltern sind auf der einen Seite glücklich, da sie sehen, ihr Kind kann normal aufwachsen. Doch auf der anderen Seite zerreisst es ihnen das Herz, denn für eine weitere Therapie fehlt ihnen das Geld. Florin verdient jeden Monat 300 Franken (etwa 250 Euro). Ihre Ausgaben allein für ihren Sohn, für Windeln, Medikamente, Essen, liegen bei 200 Franken (etwa 160 Euro). Florin und Cristina sind beschämt. Sie wollen ihrem Sohn unbedingt helfen.

In ihrer Verzweiflung haben sie sich an Diaconia gewandt, mit der Bitte, eine weitere Therapie zu finanzieren. Florin und Cristina sind gute Menschen, die hart arbeiten und sich gut um ihr Kind kümmern, berichten die Diaconia-Mitarbeiter in Brasov. Doch sie benötigen Hilfe. Bitte helfen Sie und unterstützen Sie Florin und Cristina, damit sie eines Tages mit einem gesunden Rare im Park spielen können.

Projekt Nr. 1728, "Therapie Rare"

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Rumänien
Der 24-jährige Dorin möchte nach seiner schweren Kindheit auf eigenen Beinen stehen
Das ganze Leben im Heim verbracht


Dorin ist 24 Jahre alt. Er wuchs ohne ein Vorbild auf, hatte nie die Möglichkeit, seinen Vater kennenzulernen. Niemals wurde er von seiner Mutter in den Arm genommen und getröstet. Dorin lebte seit seiner Geburt in einem Waisenhaus.

Direkt nach seiner Geburt hatte das Jugendamt ihn seiner Mutter weggenommen und ihn in ein Heim für verwaiste Säuglinge gegeben. Dorins Mutter ist geisteskrank. Sie leidet unter Schizophrenie. Drei Jahre blieb Dorin in dem Heim, dann kam er in eine andere Einrichtung. Im Alter von 14 zerbrach er fast an Einsamkeit und Selbstmitleid. Diese Gefühle hatten eine starke, negative Auswirkung auf seinen Charakter. Dann stand wieder ein Umzug in ein anderes Heim an. In diesem Waisenhaus war der Alltag noch härter. Die Teenager schlugen die jüngeren Kinder, machten sie zu ihren Sklaven. Sie liessen sich ihre Socken und Unterwäsche waschen oder ihr Zimmer putzen. Oder sie zwangen die Jüngeren, gegeneinander zu kämpfen, bis Blut spritzte. Wer sich weigerte, wurde verprügelt.Die Lehrer und Aufseher waren unachtsam und nachlässig. Also ging die Gewalt weiter.

Im Jahr 2000 wurde Dorins Mutter in eine Nervenklinik eingewiesen. Sie galt als Gefahr für die Allgemeinheit, nachdem sie ihr eigenes Haus angezündet hatte. Dorin blieb also weiter im Waisenhaus und widerstand den Misshandlungen durch die älteren Kinder. Mit 17 wurde er dann einfach vor die Tür gesetzt. Er musste sich dem Leben alleine stellen, ohne Unterstützung seitens der Familie oder des Jugendamtes. Er musste sich eine Arbeit und eine Unterkunft suchen. Beides fand er: Dorin arbeitet seither auf einer Hühnerfarm und lebt gemeinsam mit anderen Waisen zusammen, die auch aus dem Heim geworfen wurden.

Dorin fand heraus, dass der Halbbruder seiner Mutter versuchte an das Land zu kommen, das Dorins Mutter gehörte. Er klagte gegen seinen Halbonkel. Vor Gericht bekam der junge Mann Recht: Das Stück Land gehört nun ihm. Dorins grösster Traum ist nun, sich dort ein neues Leben aufzubauen, selbst ein Haus zu errichten, in dem er eine Familie gründen kann. Seit Jahren spart er Geld, wo er nur kann. Doch es reicht noch nicht. Nun hat er Diaconia um Mithilfe gebeten. Dorin benötigt nur noch Baumaterialien, dann kann sein neues Leben starten.

Projekt Nr. 1729, "Unterkunft Dorin"

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Armenien
Armine kämpft mit schwerem Schicksal: Ehemann gewalttätig – Sohn behindert – Bruder tot
Mutter zieht ihre zwei Kinder in einer völlig durchnässten Dachkammer gross

Armine Mussesian lebt mit ihren zwei kleinen Kindern in einer Dachkammer ohne fliessendes Wasser. Das Dach ist undicht und die Wände nicht isoliert. Wenn es regnet, muss sie Eimer aufstellen. Wenn die Sonne scheint, kann man kaum atmen, so stickig ist die Luft. Doch nicht nur diese schlimmen äusseren Umstände belasten die alleinerziehende Mutter schwer.


Armine wuchs in einer einfachen Bauernfamilie in der Stadt Gawar am Sewan-See auf. Als sie 16 Jahre alt war, wurde sie mit starken Schmerzen nach Jerewan ins Krankenhaus gebracht. Ihr Zustand war so schlimm, dass sie dringend operiert werden musste. In diesem Krankenhaus änderte sich Armines Leben: Sie lernte ihren zukünftigen Mann Armen kennen und heiratete ihn ein Jahr später. Doch Armines Traum von einer glücklichen Familie platzte schnell.

Der erste Schicksalsschlag war der Verlust ihres ungeborenen Kindes. Sie hatte sich eine Infektion zugezogen, die zu einer Totgeburt führte. Armines Krankheit wurde behandelt, doch die Therapie hinterliess Spuren: Immer wieder tauchten in ihrer Gebärmutter schwarze Flecken auf, die operativ entfernt werden mussten. Trotzdem bekam sie 2004 ihren Sohn Arman. Ihr Mann hatte sich inzwischen verändert. Er wurde grob und immer wieder kam es zu Streitereien, die oft mit Schlägen endeten. Während einer dieser Streitigkeiten verlor der damals neun Monate alte Arman plötzlich das Bewusstsein. Der kleine Junge, der damals gerade seine ersten Schritte machte und einige Wörter lallte, verlor nach der Ohnmacht die Fähigkeit, normal zu sitzen. Es stellte heraus, dass er an Kinderlähmung erkrankt war. Glücklicherweise war sein Gehirn nur wenig betroffen. Aber die körperlichen Schäden waren verheerend: Muskelschwäche, Schielen, Sprachstörungen, Gewebeschwund am rechten Bein. Um ihr Kind wieder auf die Beine zu bringen, setzte Armine alle Kräfte ein. Physiotherapien, Massagen und Übungen beim Logopäden verursachten grosse Ausgaben. Armines Eltern und ihr Bruder waren für sie eine grosse Stütze und übernahmen alle entstehenden Kosten. Dank dieser Massnahmen machte Arman Fortschritte. Mit vier Jahren lernte er, fliessend zu sprechen. Er begann auch selbstständig zu gehen, obwohl er eine beträchtliche Beinverkürzung hat.

2006 kam Armines zweiter Sohn zur Welt. Sie ertrug die ständigen Demütigungen durch ihren Gatten stumm und geduldig weiter, war aber bald völlig erschöpft und mit den Nerven am Ende. 2007 packte sie ihre Sachen, nahm die beiden Kinder und verliess das Haus ihres Mannes. Lange fand sie keine Unterkunft. Eine befreundete Familie erlaubte ihr schliesslich, kostenlos in einem Raum unter dem Dach zu wohnen.

Der Dachboden ist für das Wohnen eigentlich nicht geeignet. Die Wände sind kahl und nicht isoliert. Wenn es regnet oder schneit, werden die Wände nass. Es tropft auch heftig durch die Decke, deshalb muss Armine ständig Eimer aufstellen. Es gibt keinen Wasseranschluss, keine Badewanne und keine Toilette.

Im Sommer vergangenen Jahres traf die Familie ein weiteres Unglück: Armines Bruder kam ums Leben. Der junge Mann trieb das Vieh auf die Weide. Vermutlich ist das Pferd ausgerutscht und auf ihn gefallen. Den Verlust des einzigen Sohnes können Armines Eltern bis heute nicht verkraften. „Seine Energie und Lebensfreude reichten nicht nur für ihn selbst, sondern auch für die ganze Familie, besonders für mich und meine Kinder. Er arbeitete unermüdlich, um uns zu helfen. Er brachte uns Milch, Käse und Fleisch, er sorgte für Brennholz und Kleidung. Er war ein Mensch für mich, auf den ich mich immer verlassen konnte”, erzählt Armine.

Armines Probleme sind vielfältig. Ohne festes Einkommen muss sie zwei minderjährige Kinder versorgen. Die Diaconia-Mitarbeiter würden der alleinerziehenden Frau gerne helfen, die Wände abzudichten, das Dach auszubessern und eine Wasserleitung zu verlegen. Ausserdem braucht der kleine Arman orthopädische Hilfsmittel, für die kein Geld vorhanden ist. Um diese Hilfen leisten zu können, ist Diaconia auf Ihre Unterstützung angewiesen. Herzlichen Dank für Ihre praktische Nächstenliebe und Ihre Soldarität mit den Ärmsten!

Projekt Nr. 1730, "Unterkunft Armine"

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Armenien
Vater kann nach Herzinfarkt nicht mehr arbeiten – Tochter Tamara benötigt dringend Hilfe
Krankheiten treiben Familie in die Armut


Junge Familien in Armenien haben es extrem schwer. Die meisten haben so wenig Geld, dass sie ums Überleben kämpfen müssen. Es gibt wenig Aussichten auf eine bessere Zukunft. Wenn ein Familienmitglied ernsthaft erkrankt, haben die Betroffenen keine Chance mehr, der Armut und bitteren Not zu entrinnen. Wie stark eine Familie in Zeiten der Not zusammenhalten kann und muss, zeigt sich an Hrant Aschxatojan.


Der Zusammenbruch des kommunistischen Systems in Armenien hat das Leben vieler Familien radikal verändert, so auch das von Hrant Aschxatojan. Durch die wirtschaftliche Krise im Jahr 1990 verlor sein Vater Hajkaz seine Arbeit. Gelegenheitsarbeiten brachten nicht genug Geld, die drei Geschwister Hrant, Schawarsch und Mariam mussten häufig mit leerem Magen zu Bett gehen.

1993 wurde bei Mutter Susanna Gebärmutterkrebs festgestellt. Um die Behandlung zu finanzieren, verkaufte die Familie ihre 3-Zimmer-Wohnung in Jerewan. Mit dem übrigen Geld erwarben sie eine kleinere Wohnung im Aussenbezirk der Stadt. Hrant und sein Bruder Schawarsch brachen die Schule ab, um ihre Eltern zu unterstützen. 1997 musste auch die zweite Wohnung verkauft werden; dieses Mal, um Hrant das Leben zu retten. Starke Bauchschmerzen hatte er so lange ignoriert, wie es nur ging. Doch dann brach er während der Arbeit zusammen. Im Spital stellten die Ärzte fest, dass sein Blinddarm schon Tage zuvor geplatzt war. Entgegen aller Erwartungen überlebte er. Doch die Familie wurde obdachlos.

Mit dem wenigen Geld, das trotzdem noch verdient wurde, mietete sich die Familie ein kleines Haus auf dem Land. Hrant wollte kurz nach dem Militärdienst heiraten und mit Hilfe einer Hypothek ein kleines Haus bauen. Doch die Bankzinsen waren für seinen Lohn als Autowäscher viel zu hoch angesetzt. Trotzdem heiratete er Hermine, mit der er mittlerweile vier Kinder hat. Susanna (12), Milena (8) und Hajkaz (4) sind drei muntere Kinder. Doch die Jüngste, Tamara (3) leidet an einer zerebralen Bewegungsstörung. Die Krankheit wurde festgestellt, als das Mädchen sechs Monate alt war. Die Diagnose hat die Familie schwer getroffen. Durch die Belastung erlitt Vater Hrant 2010 einen Herzinfarkt. Seitdem kann Hrant keine schweren körperlichen Arbeiten mehr leisten. Diese führen sofort zu Atemnot und Herzproblemen. Doch ohne Ausbildung ist es praktisch unmöglich für ihn, einen anderen Job zu finden.

Töchterchen Tamara ist untergewichtig und wächst kaum. „Krankengymnastik und Physiotherapien könnten ihren Zustand erleichtern. Aber solche Therapien können wir uns nicht leisten. Die Kosten dafür sind viel zu hoch für unsere Familie“, berichtet Hermine.

Mit dem Geld von der staatlichen Sozialhilfe und Tamaras Invalidenrente werden die Miete und die Rechnungen für Strom und Gas bezahlt. Was übrig bleibt, reicht kaum für Brot aus. Bitte helfen Sie dieser unverschuldet in Not geratenen Familie. Möge Gott Ihnen Ihre Nächstenliebe reichlich vergelten!

Projekt Nr. 1731, "Familienhilfe Hrant"

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Armenien
19-Jähriger bangte um seinen Vater – Auf der Strasse akuten Herzinfarkt erlitten
Nothilfe–Fonds von Diaconia rettet Leben

Ein junger Mann steht an der Tür des Diaconia-Zentrums in der armenischen Hauptstadt Jerewan. Er ist völlig verzweifelt. Der 19-jährige Andranik bangt um das Leben seines Vaters. Um die nötige Summe für seine Herzoperation zusammenzubekommen, hat er schon an die Türen von allen Hilfswerken und Organisationen, die er kannte, geklopft — erfolglos.

Ein plötzlicher Herzinfarkt hat die Familie von Gor Howhannisian in Not gebracht. Der Familienvater hatte nie gesundheitliche Probleme. Doch dann brach er auf dem Weg zur Arbeit auf der Strasse zusammen. Er hatte starke Schmerzen in der linken Brusthälfte, ihm wurde schwindelig und schwarz vor Augen. Sein 19-jähriger Sohn Andranik wartete gerade ein paar Meter weiter auf den Bus, der ihn zur Universität fahren sollte. Entsetzt rannte er zu seinem Vater, um ihm zu helfen. Die Ambulanz brachte ihn in in die Notaufnahme des Spitals in Abowjan. Danach wurde er in eine spezielle Herzklinik in Jerewan verlegt. Die Diagnose war eindeutig: Gor hatte einen Herzinfarkt erlitten.

Der Arzt riet zu einer Operation. Dieser Eingriff sei wichtig für Gor, da die Gefahr eines weiteren Herzinfarktes bestehe. Diesen würde er vermutlich nicht überleben. Für seine Angehörigen war schnell klar, dass sie die hohen Kosten für die Operation nicht aufbringen könnten. Trotzdem waren sie sich einig, dass Gor operiert werden musste. Er ist der einzige Ernährer seiner Familie. Als Taxifahrer hat er zwar kein Vermögen verdient, führte aber mit seiner Frau Anusch und den beiden Söhnen Andranik und Ara ein bescheidenes, geregeltes Leben.

Bei der Ausbildung seiner Söhne hat Gor nie gespart. Beide sind mittlerweile Studenten. Ausserdem konnten sie sich durch seine harte Arbeit eine kleine Wohnung kaufen. Familie, Verwandte und Bekannte halfen beim Geld sammeln, aber es reichte trotzdem nicht, um den Eingriff zu bezahlen. Sohn Andranik wollte in seiner Verzweiflung schon die Wohnung verkaufen. „Wir müssen meinen Vater retten! Auch wenn der Preis dafür der Verlust der Wohnung ist“, erklärte der junge Mann unter Tränen.

Bei Diaconia hat er schliesslich offene Ohren gefunden. Diaconia stellte sofort das nötige Geld für die Operation aus den Mitteln des Nothilfe-Fonds zur Verfügung. Gor wurde operiert und befindet sich noch zur ärztlichen Kontrolle im Krankenhaus. Laut Auskunft der Ärzte ist die Operation optimal verlaufen.

Wenn eines der Patenkinder oder Hilfsbedürftige in eine akute Notsituation geraten und dringend Hilfe benötigen, ist der Nothilfe-Fonds unersetzbar. Bitte unterstützen Sie dieses Projekt, damit die Diaconia-Helfer in Armenien auf solche Notlagen schnell reagieren und die notwendige Hilfe leisten können. Der Nothilfe-Fonds rettet Leben!

Projekt Nr. 1732, "Nothilfe-Fonds"

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Albanien
Flavio wächst bei seinen betagten Grosseltern auf – Zukunft des Jungen ist ungewiss
Sterbende Mutter: „Bitte kümmert euch um meinen kleinen Sohn“

Kemal (67) und Zene (64) Xheka sind Pensionäre. Sie versorgen ihr Enkelkind, den achtjährigen Flavio. Ihm gilt ihre ganze Sorge. Sie werden immer älter und schwächer, die Zukunft des Waisenkindes ist jedoch ungewiss.


Ihre Tochter Ardiana hatte 2003 geheiratet und war mit ihrem Ehemann in die Hauptstadt Tirana gezogen. Ein Jahr später schenkte Gott dem Ehepaar einen Sohn, Flavio. Es war glücklich. Dann, im Dezember 2006, Ardiana war gerade 30 geworden, erhielt sie eine niederschmetternde Diagnose: Brustkrebs. Ihr Ehemann reagierte sofort: Er bot an, nach Griechenland zu gehen, um dort eine besser bezahlte Stelle zu finden, damit seine Frau die bestmögliche Behandlung erhalten könne. Er verabschiedete sich – und liess nie mehr etwas von sich hören. Ardiana war völlig niedergeschlagen. Sie hatte nie damit gerechnet, dass ihr Mann sie und ihren kleinen Jungen im Stich lassen würde.

Ardiana wurde operiert, und zunächst schien es, als sei der Krebs besiegt. Sie begann wieder als Kellnerin zu arbeiten. Doch dann wurden neue Tumore entdeckt, und ihr Zustand verschlechterte sich rapide. Im August 2011 lag sie im Sterben. Als ihr Vater an ihrem Bett sass, sprach sie eine letzte Bitte aus: „Bitte kümmert Euch um meinen Sohn. Es ist mein grösster Wunsch, dass er an einem Platz in Eurer Nähe bleiben kann.“ Flavio kam hinzu, küsste und umarmte sie. Er wollte sie gar nicht mehr loslassen und klammerte sich mit seiner ganzen Kraft an sie. Eine Stunde später war Ardiana tot. Der Schmerz war für Flavio, Kemal und Zene fast unerträglich.

„Wir sind alt und müssen Flavio erziehen“, berichtete Kemal dem Einsatzleiter von Diaconia in Albanien, Artan Metohu, „sein Vater ist wohl irgendwo in Griechenland. Er hat nie mehr etwas von sich hören lassen. Ich bitte Gott, dass er meine Frau und mich möglichst lange leben lässt. Wir müssen doch für den Jungen sorgen. Wenn wir jetzt sterben, ist Flavio ein verlorenes Waisenkind.“

Flavio ist sehr intelligent und in seiner Schule Klassenbester. Aber seine Grosseltern sind arm. Oft können sie ihm nicht einmal ein Vesper mitgeben, wenn er in den Unterricht geht. Sie müssen ihr Leben von ihrer kargen Pension bestreiten. Ihre kleine Wohnung haben sie von Kemals Bruder gemietet. Die letzten Worte ihrer Tochter beschäftigen das betagte Paar bis heute – „ein Platz, dass Flavio in Eurer Nähe bleiben kann.“ Nun besteht die Möglichkeit, im Garten eine Unterkunft für Flavio einzurichten, ein Zufluchtsort, ein Dach über dem Kopf, das ihm auch nach dem Tod der Grosseltern bliebe. Diaconia möchte – mit Ihrer Hilfe – Flavio und seine Grosseltern gerne unterstützen. Dank Ihrer Unterstützung kann Ardianas letzter Wunsch Wirklichkeit werden!

Projekt Nr. 1733, "Eine Zukunft für Flavio"

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Nepal
Preisanstieg bereitet den Diaconia-Kinderheimen in Nepal grosse Probleme
Heimkinder brauchen dringend Nahrungsmittel und Schulmaterial


Drei christliche Kinderheime in Nepal werden von Diaconia unterstützt. Die Kinder erleben ein liebevolles Umfeld, lernen die Bibel kennen und können gute Schulen besuchen. Doch die Heime haben Probleme: In Nepal sind die Preise für Nahrungsmittel und Schulmaterial deutlich gestiegen.


Um die wichtige und seit Jahren bewährte Arbeit fortführen zu können, brauchen die einheimischen Heimeltern mehr Unterstützung aus der Schweiz und Deutschland. Die Arbeit ist ohnehin sehr schwierig: Nepal gehört zu den ärmsten Ländern der Erde, ist stark hinduistisch geprägt und leidet unter politischer Unsicherheit, Naturkatastrophen, zahlreichen verheerenden Verkehrsunfällen und einer hohen Kriminalitätsrate. Immer wieder erkranken Kinder an Seuchen, die in Europa weitgehend ausgerottet sind, wie beispielsweise Kinderlähmung. Die Kinderheime sind ein wichtiger Zufluchtsort – sauber, warm, mit gesundem Essen. Viele der Kinder sind Waisen, andere stammen aus Familien, die so arm sind, dass ihr Überleben nicht gesichert ist.

In der Vergangenheit hatte es immer wieder Übergriffe von Hindu-Extremisten auf christliche Einrichtungen und Gemeinden gegeben. Die Regierung hat nun versprochen, die Minderheiten im Land besser zu schützen. Die Leiter der Kinderheime sind dankbar, dass die Freunde von Diaconia für den Schutz und die Bewahrung der Heimkinder beten. „Wir beten auch für die Spender in Europa, zusammen mit den Kindern, und das jeden Tag“, schreibt Pastor Man Bahadur T., der zusammen mit seiner Ehefrau eines der Heime leitet.

Bitte helfen Sie mit, den Betrieb der Diaconia-Kinderheime auf dem „Dach der Welt“ auch in Zukunft zu ermöglichen.Möge Gott Sie dafür reichlich segnen!


Projekt Nr. 1734, "Nepalhilfe"

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Armenien
Deutschland fordert Kompromis-Lösung

Im Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan um die Region Berg-Karabach hat der deutsche Aussenminister Guido Westerwelle eine friedliche Lösung angemahnt. Beide Seiten sollten nach einem Kompromiss suchen, forderte Westerwelle bei einem Besuch in der armenischen Hauptstadt Jerewan. Zuvor hatte er sich in Aserbaidschan um eine Friedenslösung bemüht.

Der Streit zwischen den beiden verfeindeten früheren Sowjetrepubliken dauert bereits seit mehr als zwei Jahrzehnten. Armenien beherrscht Berg-Karabach, das völkerrechtlich zu Aserbaidschan gehört. Russland gilt in dem Konflikt als Schutzmacht Armeniens. Trotz eines 1994 vereinbarten Waffenstillstands kommt es zwischen Berg-Karabach und Aserbaidschan immer wieder zu schweren Gefechten mit Toten und Verletzten.

Aserbaidschan ist dank Öl- und Gasvorkommen viel reicher als das an Bodenschätzen arme Armenien. Es hatte zuletzt wiederholt damit gedroht, mit Militärgewalt sein Territorium zurückzuerobern.