Report
Ausgabe 05, Mai 2013


Rumänien
Dem Sklaven-Dasein nicht wirklich entronnen
Tiberiu und Cosmina haben zwei Kinder, aber kein Heim — Unterkunft ist gesundheitsgefährdend

Tiberiu und Cosmina Vasilache haben ein hartes Leben. Sie arbeiteten in sklavenähnlichen Verhältnissen, wurden von ihren Familien verstossen und nun wohnen sie in einer Unterkunft, die sie und ihre kleinen Kinder krank macht.

Gemeinsam mit zweien seiner Brüder hat Tiberiu einige Jahre bei einer fremden Familie verbracht, weil seine eigenen Eltern nicht genügend Geld hatten, um sie grosszuziehen. Ähnlich erging es auch seiner Frau Cosmina: Sie hat neun Brüder und verbrachte ihre Kindheit damit, sich um sie zu kümmern. Zur Schule konnte sie nie gehen, das konnten sich ihre Eltern nicht leisten. Ausserdem war sie die Älteste und damit für die Jüngeren verantwortlich – so sahen es jedenfalls ihre Eltern. „An gute Zeiten oder Fröhlichkeit in meiner Kindheit kann ich mich nicht erinnern“, erklärt sie rückblickend.

Mit 16 kam sie in jene Familie, in der auch Tiberiu leben musste. Wieder hütete sie die Kinder und putzte das Haus. Geld bekam sie aber keines. Ein besserer Schlafplatz und etwas Essen, das war ihr ganzer Lohn. Eigentlich lebte sie in sklavenähnlichen Verhältnissen. Und so auch Tiberiu.

Cosmina und das jüngste Kind des armen Ehepaares: Wie wird ihre Zukunft aussehen?


Die beiden Eheleute mit einem der Kinder vor ihrer Not-Unterkunft.


Die beiden entschieden sich, eine eigene Familie zu gründen. Vor zwei Jahren bekamen sie ihr erstes Kind. Sie fanden eine Mietwohnung, Tiberiu verdiente sein Geld als Waldarbeiter. Doch als der Winter kam, war Tiberius Arbeit getan und die beiden mussten zu seinen Eltern ziehen. Willkommen waren sie dort allerdings nicht. Also suchten sie sich eine andere Mietwohnung, in der sie ein Jahr lebten und in der ihr zweites Kind geboren wurde.
Vor einigen Wochen kam der Vermieter und warf sie von einem Tag auf den nächsten hinaus. Weil ihnen keine Wahl mehr blieb, zogen sie ins Erdgeschoss der baufälligen Hütte von Tiberius Grossmutter. Die Verhältnisse dort sind gesundheitsgefährdend: Fenster gibt es nicht. Der Ofen funktioniert nur teilweise, so dass der ganze Raum völlig verqualmt ist. Alles ist feucht. Nun gibt es die Möglichkeit, das Haus, in dem sie zuvor ein Jahr lang gelebt haben, für 2 300 Franken (1 900 Euro), zu kaufen. Doch aus eigener Kraft schaffen die beiden das nicht. Tiberiu hat bisher noch keine neue Arbeit gefunden. Cosmina hat noch keinen Ausweis, so dass sie nicht arbeiten kann.
Bitte helfen Sie Diaconia, diese junge Familie mit einem warmen und trockenen Heim zu versorgen. Gott segne Sie dafür!

Projekt Nr. 1872, "Heim für Familie Vasilache”

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Rumänien
Ohne neue Prothese keine Arbeitsstelle
Zwei schlimme Unfälle brachten letztlich Florin und seine Frau Elena zusammen

Was Florin und Elena erlebt haben, möchte man niemandem wünschen. Und dennoch haben die beiden nur durch diese Schicksalsschläge zusammengefunden. Elena war als dreijähriges Kind auf einem Tomatenstück ausgerutscht und dabei so schwer gestürzt, dass sie sich ihr Bein brach. Weil der Bruch kompliziert war, wurde sie operiert. Doch die Wunde infizierte sich und schliesslich musste ihr Bein amputiert werden.

Florin konnte immerhin mit beiden Beinen aufwachsen. Als er gerade 18 Jahre alt war, wollte er mit der Strassenbahn zur anderen Seite der Stadt Brasov fahren, um einen Freund zu besuchen. Als die Bahn losfuhr, lehnte er sich an die Tür, nicht ahnend, dass diese kaputt war. Während der Fahrt öffnete sich die Tür und Florin fiel hinaus. Eines seiner Beine blieb unter der Bahn hängen und er wurde mehrere Meter mitgeschleift. Nachdem er 24 Stunden im Koma gelegen hatte, musste sein Bein schliesslich wegen der komplizierten Verletzungen amputiert werden. Zwei Monate verbrachte er daraufhin in der Rehabilitation.

Die Prothese, mit der Florin bereits seit Jahren unterwegs ist, ist mit modernen Prothesen kaum zu vergleichen. Sie muss dringend ersetzt werden, damit Florin wieder bessere Chancen hat, Arbeit zu finden. Seine Ehefrau Elena ist ebenfalls beinamputiert.


Aber Florin liess sich nicht unterkriegen. Als er wieder zu Hause war, setzte er sich in den Kopf, dass er sich eine Prothese besorgen wolle, um damit so gehen zu können wie jeder andere auch. Er fuhr nach Bukarest, um sich eine Prothese anfertigen zu lassen. Zur selben Zeit war auch Elena mit dem selben Plan dort. Denn in Rumänien gab es damals nur einen Ort, an dem man sich Prothesen anfertigen lassen konnte. Die beiden verliebten sich und heirateten. Heute haben sie eine gemeinsame Tochter, die fünfjährige Elena, und sind bereits seit mehr als 16 Jahren ein Paar.

Lange Jahre hatte Florin auch eine Arbeitsstelle, so dass er seine Familie ernähren konnte. Wegen seiner Behinderung verlor er diese aber. Nun arbeitet Elena als Packerin und verdient damit rund 200 Franken (166 Euro) im Monat, während Florin nur noch 66 Franken (55 Euro) Invalidenrente zum Unterhalt der Familie beisteuern kann. Er kommt nur schlecht damit zurecht, dass er nicht mehr der Ernährer ist. Hinzu kommt, dass er eine neue Prothese benötigt, die sich die Familie aber nicht leisten kann. Zwar hat er finanzielle Förderung beantragt, aber noch immer fehlen ihm 830 Franken (690 Euro) für die Prothese und 342 Franken (285 Euro) für unbezahlte Rechnungen, die sich angehäuft haben. Mit Ihrer Unterstützung wird Florin wieder gehen können!


Projekt Nr. 1873, "Prothese für Florin"

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Rumänien
Nach vielen Schicksalsschlägen zu Gott gefunden
Christen helfen Mutter und Sohn mit einer Notunterkunft — Lebensmittel und Kleidung fehlen

Nahe am Fluss steht eine kleine Hütte. Notdürftig zusammengeschustert aus allerlei Materialien, die die Mitglieder von Rozalias Kirchgemeinde gesammelt und ihr zur Verfügung gestellt haben. Vier Jahre ist es nun her, dass die 35-jährige Mutter dreier Kinder zu Gott gefunden hat. Seither geht es aufwärts in ihrem Leben, das von vielen Schicksalsschlägen geprägt war.

Noch ist das kleine Haus, das lediglich aus einem Zimmer und einer Küche besteht, nicht fertig. Dennoch ist es ein Ort, an dem Rozalia erstmals seit Jahren gemeinsam mit ihrem siebenjährigen Sohn Florin etwas Ruhe finden kann.

Weil sie schon mit zwölf Jahren beide Eltern verlor, kämpfte sie sich so gut es eben ging alleine durchs Leben. Jahrelang lebte sie auf der Strasse. Auf der Suche nach Anerkennung und Geborgenheit aber liess sie jeden in ihr Leben, der auch nur ein bisschen Interesse an ihr zeigte. So kam es, dass sie bereits mit 15 ihr erstes Kind bekam. Wegen ihrer Lebensumstände rang sie sich schweren Herzens dazu durch, das Kind in ein Waisenhaus zu geben, wo es ein besseres Leben haben sollte. Doch der Direktor verkaufte ihre Tochter an Unbekannte ins Ausland. Für dieses und weitere Verbrechen wurde er zwar bestraft und kam ins Gefängnis, doch Rozalia hat nie wieder etwas von ihrer Tochter gehört.

Florin hofft auf Wärme und Zuwendung von Diaconia.


Die Hütte besteht aus einem Zimmer und einer Küche.


Während all dem traf sie einen neuen Mann und brachte eine weitere Tochter zur Welt. Heute ist Constanta 14 und lebt bei ihrem Vater. Mit einem weiteren Mann bekam Rozalia vor sieben Jahren ihren Sohn Florin. Lange schliefen die beiden am Bahnhof im Freien, bis Rozalia wegen der Kälte eine Erfrierung bekam und ein Zeh amputiert werden musste.

Nun freut sie sich über die Hilfe ihrer Mitchristen. Aber es bleibt in dem bescheidenen Heim noch viel zu tun. Einen Zaun um das Haus zu errichten steht dabei ganz oben auf der Liste, denn Rozalia fürchtet sich vor Kriminellen, die bereits mehrmals in das Haus eingedrungen sind und Sachen gestohlen und kaputt gemacht haben. Aber auch ein Stromanschluss, fliessendes Wasser, ein Badezimmer und ein Gasanschluss fehlen noch. Während des Winters ist es eisig kalt in dem kleinen Haus am Fluss, und wenn es regnet, läuft das Wasser an den Wänden herab.

Am dringendsten aber benötigen Rozalia und Florin Kleidung und Lebensmittel. Denn mit 13 Franken (10 Euro) Kindergeld und dem bisschen Geld, das sich Rozalia durch das Putzen der Kirche und das Sammeln von Stahl aus dem Müll verdient, kommt sie einfach nicht über die Runden. Herzlichen Dank für Ihre Solidarität mit den Armen!


Projekt Nr. 1874, "Rozalia und Florin"

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Armenien
Den Geschmack von Butter und Fleisch haben sie vergessen
Der dreijährige Alen wächst in grösster Armut mit Mutter und Grossmutter auf — Familie braucht dringend Unterstützung

Alen sitzt auf dem Sofa und zittert vor Kälte. Er hat sich in den alten Mantel seiner Grossmutter gewickelt, aber seine Finger sind dennoch blau. Denn im Haus ist es ebenso kalt wie draussen. Aber der Dreijährige klagt nicht. Längst musste er lernen, Kälte- und Hungergefühle zu unterdrücken. Fast den ganzen Tag verbringt Alen so mit seiner Grossmutter Anahit.

Grossmutter und Enkel warten, dass Alens Mutter Narine von einem Gelegenheitsjob nach Hause kommt und ein bisschen Geld für Essen mitbringt. Für mehr reicht es nie. Seit zehn Monaten schon gibt es keinen Strom mehr. Aus Mitleid haben Nachbarn einen Teil der Schulden getilgt, damit Anahit am Abend wenigstens eine Lampe für Alen einschalten kann. „Gas und Wasser haben wir auch längst nicht mehr. Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, wann unsere Bettwäsche und die wenigen Kleidungsstücke gewaschen wurden. Wasser zum Trinken holen wir in Eimern von einem Nachbarn“, berichtet Anahit. Ihre notdürftigen Kleider verdeutlichen die Notlage der Familie: Sie trägt einen löchrigen Mantel und grobe, viel zu grosse Männerschuhe an den Füssen. Immerhin, denn Alen besitzt gar keine Schuhe. Von Spielzeug ganz zu schweigen. Auf die Frage, wie er sich fühle, sammeln sich Tränen in seinen Augen.


Die Kälte ist allgegenwärtig. Da hilft auch der alte Mantel nur wenig. Alen friert dennoch ständig.



Narine und Alen müssen oft hungrig zu Bett gehen.


Am Abend kehrt Narine endlich nach Hause zurück. Den ganzen Tag war sie putzen. Der Lohn ihrer Arbeit sind 2,20 Franken (1,80 Euro). Damit sollen nun wenigstens die Mägen von Alen und Anahit gefüllt werden, die seit zwei Tagen nichts mehr gegessen haben. Narine verzichtet zugunsten ihres Sohnes und ihrer kranken Mutter, die in Folge eines Autounfalls an Epilepsie leidet und immer wieder ganz plötzlich von Anfällen geschüttelt wird.
Sie eilt mit dem wenigen Geld ins Lebensmittelgeschäft. Für ein Brot und ein kleines Stück Käse wird es reichen, hofft sie. Wie Milch, Butter oder Fleisch schmecken, hat die Familie längst vergessen.

Früher arbeitete Anahit als Ingenieurin in einer Werkzeugmaschinenfabrik. Aber wegen ihrer gesundheitlichen Probleme musste sie die Arbeit aufgeben. „Ich scheue mich vor keiner Arbeit. Aber die Menschen haben Angst. Bei den unerwarteten Anfällen kann alles passieren“, sagt Anahit. Vorigen Winter war sie während eines Anfalls auf den Ofen gestürzt und hat sich dabei Gesicht und Hände verbrannt. Jedes Mal, wenn Alen einen dieser Anfälle miterleben muss, fällt er in eine Art Schockzustand und spricht tagelang kein Wort mehr.

Narine ist mit ihren Kräften am Ende und überfordert mit den vielen Problemen, die auf sie einströmen. Ständig plagen sie Schuldgefühle, keine gute Mutter zu sein. Die alleinerziehende Frau hat keine Berufsausbildung.
Die Situation ist dramatisch. Früher konnte die Familie wenigstens noch bei einem Lebensmittelladen anschreiben lassen. Aber das ist mittlerweile auch Vergangenheit. Alle Verkäufer der Gegend wissen um die missliche Lage der Familie und gewähren schon lange keinen Kredit mehr. Um wenigstens die Schulden bei den Läden zu tilgen, mussten die beiden Frauen den Kühlschrank verkaufen.

Das Leben von Alen und seiner Familie ist gefährdet. Diaconia hat sofort reagiert. Zwei armenische Mitarbeiter sind zu der Familie gefahren, haben Lebensmittel und Kleidung abgegeben. Doch diese Hilfe alleine reicht nicht aus. Diaconia möchte die Not nachhaltig lindern. Mit Ihrer Spende machen Sie es möglich, dass diese notleidende Familie wieder menschenwürdig leben kann. Herzlichen Dank dafür!


Projekt Nr. 1875, "Überlebenshilfe Alen"

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Armenien
Achtjährige schwer verunglückt: Intensivstation statt Strandurlaub
Auf der Fahrt in einen lang ersehnten Urlaub prallt das Auto der Mowsisians mit einem anderen Wagen zusammen — Seither liegt die kleine Mari im Spital

„Welche Farbe hat das Meer? Und schwimmen Fische darin?“, will die achtjährige Mari wissen. Sie ist aufgeregt und ungeduldig. Zwei Jahre lang haben ihre Eltern, Artjom und Lilia, für einen Strandurlaub gespart. Mari hat einen neuen Badeanzug im Gepäck und kann es kaum erwarten, ihn anzuziehen. Mit dem Auto sind sie nun endlich auf dem Weg nach Batumi in Georgien. Bis Tiflis sind sie bereits gekommen, da passiert es: Ein Frontalzusammenstoss mit einem entgegenkommenden Wagen.

Zehn Monate ist das her. Artjom und Lilia erlitten dabei einen Schock, blieben ansonsten aber unverletzt. Mari hingegen zog sich schwerste Verletzungen zu: ein Schädel-Hirn-Trauma, ein Bauchtrauma, mehrere Knochenbrüche. In Jerewan wurde sie zwar sofort notoperiert, weil sie in akuter Lebensgefahr schwebte, doch sie liegt noch immer im Spital.

Nur über ihre Augen kann sich Mari mit Blinzeln verständlich machen.


Lilia verausgabt sich völlig für die Pflege ihrer Tochter.


„Mari hat schon fünf Operationen hinter sich. Der einzige Fortschritt ist, dass ihr vollkomatöser Zustand in ein Wachkoma übergegangen ist“, berichtet Lilia. Mari hat mittlerweile die Augen offen und reagiert auf Gespräche mit Augenblinzeln. Aber sie kann weder sprechen noch gehen. Niemand weiss, ob und wann sie wieder aufstehen wird.

Die jungen Eltern unternehmen alles Mögliche, um ihr einziges Kind zu retten. Alle Angehörigen, Freunde und Bekannte haben der Familie geholfen, um die teuren Medikamente und chirurgischen Eingriffe zu bezahlen. Aber Mari steht noch ein langer Weg der Rehabilitation bevor. Die kostspieligen Therapien müssen fortgesetzt und die Spitalkosten täglich bezahlt werden. Die Familie ist bereits hoch verschuldet, darum denken Artjom und Lilia darüber nach, die Wohnung von Lilias Eltern, in der auch die junge Familie lebt, zu verkaufen. Wo sie dann leben werden, ist unklar. „Schaffen wir die finanziellen Belastungen? Wenn nicht, müssen wir die Wohnung meiner Eltern abgeben. Es ist schwer, aber sie haben sich mit diesem Gedanken schon abgefunden. Die Genesung des Kindes steht an erster Stelle“, bekräftigt Lilia entschlossen.

Artjom arbeitet bereits Tag und Nacht, ohne sich zu erholen. Sein einziger Wunsch ist es, seine Tochter wieder gesund zu sehen. „Meine Tochter soll leben, aber nicht behindert, sondern wieder völlig gesund. Sie soll laufen, springen und ein beschwerdefreies Leben führen, wie früher. Ich bin bereit, alles dafür zu tun“, versichert Artjom mit resoluter Stimme. Er fühlt sich schuldig für das, was geschehen ist.

Auch Lilia leidet sehr unter der Situation. Die Pflege des Kindes erfordert von ihr enorme körperliche und seelische Kräfte. Die ausgebildete Journalistin schreibt ihre Zeitungsartikel am Bett ihrer kranken Tochter. Sie verdient damit zwar wenig, aber für die Familie zählt im Moment jeder zusätzliche Dram.

Momentan befindet sich Mari in einer Rehabilitationseinrichtung. Diaconia möchte helfen, dass Mari die Medikamente und Physiotherapien bekommt, die sie dringend benötigt. Bitte geben Sie dem kleinen Mädchen eine Lebenschance! Artjom und Lilia sind auch sehr dankbar, wenn Sie ihre Tochter in Ihre Gebete einschliessen!


Projekt Nr. 1876, "Marie soll leben"

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BLICKPUNKT
Armenien
Nähkurs im Berufsausbildungszentrum sichert Versorgung der ganzen Familie

Zurzeit findet in Jerewan im Berufsausbildungszentrum (BAZ) von Diaconia ein Nähkurs statt. Junge Frauen und Mädchen erlernen unter fachkundiger Leitung das Nähhandwerk, um eine berufliche Existenz zu gründen und für ihre Familien zu sorgen. Seda, Teilnehmerin des ersten BAZ-Nähkurses und des anschliessenden Aufbaukurses, erzählt, was sich für sie durch den Kurs verändert hat. Sie ist verheiratet, hat zwei Töchter im Alter von sechs und zehn Jahren und lebt mit ihrer Familie im „Dorf der Hoffnung“.

Vor einem Jahr hast du den Nähkurs im BAZ abgeschlossen. Was hat sich seitdem für dich geändert?
Mich hat die Näherei schon immer interessiert, aber mir fehlte bisher das fundierte Wissen und die praktische Umsetzung. Durch den Kurs unter der Leitung von Narine Karapetyan wurde ich befähigt, Kleidung zu entwerfen, zu nähen und zu ändern. Ich habe mittlerweile sogar schon auf Bestellung Tischtücher, Sommerblusen und ein Abendkleid angefertigt. Dabei hat die mir von Diaconia geschenkte Nähmaschine gute Dienste geleistet. Ich hatte bis dahin nur eine für dicke Stoffe geeignete Nähmaschine, die zudem nicht gut funktionierte.

Im Anschluss an diesen Kurs hast du an dem Vertiefungskurs im BAZ teilgenommen. Was hast du noch zusätzlich gelernt?
Im Vertiefungskurs haben wir hauptsächlich gelernt, Männerbekleidung zu nähen, Hosen und Hemden für Männer und Jungen. Das wurde wegen Zeitmangels im Hauptkurs nicht gelehrt. Neben der fachlichen Kompetenz ist mir auch der zwischenmenschliche Aspekt sehr wichtig. Bei meiner Entscheidung zur Teilnahme am Vertiefungskurs spielte er eine wichtige Rolle. Das ehrliche Miteinander, die Freundlichkeit und menschliche Wärme des gesamten BAZ-Personals hat mich zusätzlich motiviert, mein Wissen zu vertiefen.

Zusätzlich zum Nähkurs besuchst du den Handarbeitskurs. Was haben die Näherei und die Handarbeit gemeinsam?
Im Handarbeitskurs lernen wir beispielsweise Häkeln, Kreuzstichgobelin und Schmuckanfertigung. Ich denke, dass Schmuck und Accessoires eine perfekte Ergänzung zur Schneiderei darstellen. Auch alten Kleidungsstücken kann dadurch ein neues Aussehen verliehen werden. Da ich das Internet zur Werbung für meine selbst angefertigten Schmuckstücke nutze, habe ich sogar schon einige Aufträge ausführen können.

Was für Perspektiven siehst du für dich als Näherin?
Im ersten Beruf bin ich Krankenschwester. Da ich jedoch kreativ bin und gerne nähe und gestalte, sind meine beruflichen Erwartungen hauptsächlich mit der Näherei verbunden. Durch die Möglichkeit, diesen Beruf bei Diaconia kostenlos zu erlernen, habe ich eine solide Basis erhalten, für meine Familie ein Einkommen zu erwirtschaften. Ich bin allen Diaconia-Mitarbeitern von Herzen dankbar und wünsche ihnen und ihren Familien alles Gute und Gottes Segen.


Frauen im Nähkurs.


Projekt Nr. 1877, "Berufsausbildungszentrum"

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Armenien
Grosse Opfer für die Freiheit werden nicht belohnt
Karlen Sumbatian hat im Karabach-Krieg sein Leben für seine Heimat riskiert und muss nun mit seiner Familie ums tägliche Überleben kämpfen

Überall ist Blut. Tote liegen auf dem Boden, er hört die Schreie und das Stöhnen der Verletzten. Jedes Mal, wenn Karlen Sumbatian sich hinlegt und die Augen schliesst, kehren die Schrecken des Krieges um Berg Karabach (1988-1994) zurück. Mittlerweile kämpft er nicht mehr gegen Feinde aus Aserbaidschan, sondern gegen Krankheit und Armut.

1989 hatte er sich freiwillig gemeldet und war mit weiteren Freiwilligen an die Grenze gefahren, um seinen Landsleuten zu helfen, die von Aserbaidschanern bedrängt wurden. Eine Frau und zwei Kinder hatte er damals bereits. Seine Frau musste sich hoch verschulden, um mit den beiden Kindern zu überleben. Zwar arbeitete Karlen nach dem Krieg zwei Jahre lang im Verteidigungsministerium, doch 1996 wurde er aufgrund seines Gesundheitszustandes entlassen. Obwohl er sich grosse Mühe gab, die Schulden zu begleichen, blieb den Eheleuten am Ende nichts anderes übrig, als ihre Wohnung zu verkaufen. Seither leben sie mit den mittlerweile vier Kindern in einem einzigen Zimmer in einem Wohnheim.

Vom Leid gezeichnet: Kriegsveteran Karlen und seine Frau Anusch mit den beiden Töchtern und den Enkelsöhnen.


Nur mit Hilfe von Karlens Invalidenrente in Höhe von 47 Franken (39 Euro) monatlich und dem Einkommen des ältesten Sohnes Mchtiar, der in einer Möbelfabrik arbeitet, können sie die Miete und die Kosten für Medikamente bezahlen. Karlen erlitt 2005 während eines Arbeits-aufenthaltes in Russland einen schweren Schlaganfall. Er hatte gehofft, in der Fremde genügend Geld zu verdienen, um der Familie wieder ein eigenes Heim zu kaufen. Zurück zu Hause hatte er sich gerade von den Folgen des ersten Anfalls erholt, als ihn 2007 ein zweiter Schlaganfall traf. Heute kann er, vom Kriegs-trauma und den Folgen der Schlaganfälle gezeichnet, nur noch mit Krücken gehen. Seine Frau Anusch sorgt dafür, dass er alle ihm verordneten Medikamente rechtzeitig einnimmt. Einen dritten Schlaganfall würde Karlen wohl nicht überleben.

Was nach Abzug von Miete und Medikamenten von den monatlichen Einnahmen übrig bleibt, reicht nicht einmal für genügend Lebensmittel. Karlens zweiter Sohn Howsep ist Jura-Student an der staatlichen Universität, kann aber die hohen Studiengebühren nicht aufbringen. Seine Studiengebühr für das erste Jahr hat eine Jugendstiftung bezahlt. Aber ohne weitere Unterstützung muss der junge Mann bald sein Studium abbrechen.
Als Karlens Tochter Marine vor fünf Jahren heiratete, waren alle in der Familie fest davon überzeugt, dass sie ihre grosse Liebe und ihr Glück im Leben gefunden hat. Aber alles ging schief, das Glück währte nicht lange. Faulheit und Verantwortungslosigkeit ihres Mannes und seine Gleichgültigkeit den eigenen Kindern gegenüber führten schliesslich zur Trennung. Auch Marine ist nun wieder auf ihre Familie angewiesen und lebt mit ihren zwei Söhnen Albert (4) und Artasches (1) ebenfalls in dem kleinen Mietzimmer ihrer Eltern.

Diaconia möchte den Kreislauf der Armut durchbrechen und Karlen und seine grosse Familie unterstützen. Bitte helfen Sie mit, damit die Hoffnung zurück in die Herzen dieser Menschen findet. Vielen Dank für Ihre praktische christliche Nächstenliebe!


Projekt Nr. 1878, "Neue Hoffnung für Karlens Familie"

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Albanien
Ein Waisenkind wird zum liebevollen Familienvater
Arben widmet sich hingebungsvoll seiner Familie — Unfertiges Haus ist für die beiden kleinen Mädchen gefährlich

Arben Cela hatte sich immer eine Familie gewünscht. Nun benötigt der liebevolle Vater Hilfe, um das Heim für seine Frau Pranvera und die beiden Kinder Valerja (3 Jahre) und Evelina (3 Monate) fertigstellen zu können.

Bis zu seinem 18. Lebensjahr hatte Arben in einem Waisenhaus gelebt. Seine Eltern hat er nie kennengelernt. Als er das Waisenhaus mit Erreichen der Volljährigkeit verlassen musste, hatte er zunächst schwierige Zeiten überstehen. „Es war sehr schwer für mich. Denn nicht alle Menschen konnten mich so akzeptieren, wie ich war. Ich hatte so gut wie keine Unterstützung und musste die Herausforderungen des Lebens alleine bewältigen“, erzählt Arben und fährt fort: „Ich kenne meine Eltern nicht, ich habe sie nie gesehen. Vor allem die Abwesenheit eines Vaters war für mich schwer zu ertragen. Mir hat oft der Rat eines Vaters an sein Kind gefehlt und das Wissen, dass er da ist, sollte in meinem Leben etwas schieflaufen“, berichtet er.

Arben mit seiner Frau Pranvera und den beiden Töchtern in seinem selbstgebauten Haus. Das Leben im Rohbau ist vor allem für die Kinder sehr gefährlich.


Aber Arben gab nicht auf und glaubte fest daran, dass er eines Tages ein besseres Leben und eine eigene Familie haben würde. Und er behielt Recht. Gemeinsam wohnte die junge Familie bis vor kurzem in einem kleinen gemieteten Haus in einem Aussenbezirk der albanischen Stadt Shkoder. Aber der Vermieter wollte, dass sie das Haus verlassen. Darum haben die Verwandten von Pranvera für die Familie ein kleines Stück Land gekauft, auf dem sie ihr eigenes Haus errichten konnten.

Von dem wenigen Geld, das Arben bei Gelegenheitsarbeiten verdient hat, konnte er bisher die Ziegelsteine zum Bau des Hauses kaufen und die Grundmauern hochziehen. Noch aber hat das Haus keine Türen und Fenster. Die Wände sind nicht verputzt. Provisorisch hat Arben anstelle von Fenstern und Türen Plastikfolien und Styroporplatten eingesetzt. Für die Kinder ist diese Unterkunft sehr gefährlich. Pranveras Familie hat, zusätzlich zum Bauplatz, auch gebrauchte Möbel zur Verfügung gestellt. Vieles aber ist noch immer nicht fertig oder sehr notdürftig eingerichtet. Die Toilette haben sie sich aus Gegenständen montiert, die als Abfall auf der Strasse lagen. Pranvera wäscht die Wäsche und das Geschirr ausserhalb des Hauses an einem Wasserhahn, der sich in der Nähe befindet. Vor allem im Winter ist das sehr hart. Arben ist ein liebevoller Vater, der alles versucht, um die Lebensumstände für seine Familie zu verbessern. Das bestätigt auch seine Frau: „Arben tut alles für uns. Er beklagt sich nie, und jeden Tag geht er los, um eine Arbeit als Tagelöhner zu bekommen, damit die Mädchen etwas zu essen erhalten. Ich habe keine Möglichkeit, Geld zu verdienen. Unsere Kinder sind noch zu klein. Vor allem Evelina könnte ich auf keinen Fall alleine lassen. Arben möchte unseren Töchtern gerne alles das geben, vor allem die Liebe, die er von seinen Eltern, die er nie getroffen hat, nicht bekommen konnte“, unterstreicht Pranvera.

Arben ist sehr hingebungsvoll, wenn es um seine Familie geht. Mit Tränen in den Augen berichtet er: „Wenn ich meinen kleinen Mädchen in die Augen schaue, dann verstehe ich, wie froh ich sein darf, dass sie Teil meines Lebens sind. Jeden Tag gehe ich los, um für sie erfolgreich zu sein. Ich würde es zutiefst schätzen, wenn mir – zum ersten Mal in meinem Leben – jemand helfen würde, meine Last zu tragen und meine Familie zu versorgen. ”
Mit Ihren Spenden könnte das Haus der Familie fertiggestellt und kindersicher gemacht werden. Gott segne Sie für Ihre Unterstützung!


Projekt Nr. 1879, "Fertigstellung Wohnhaus Arben"

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