Report
Ausgabe 05, Mai 2014

Syrische Flüchtlinge in
Armenien leiden unter
Hoffnungslosigkeit und Armut
Keine Ruhe für die Flüchtlinge: Nach Bomben, Splittern und Angst kommen nun Hunger, Krankheit und Not

Die Medien haben sich längst anderen Themen zugewendet, während der Krieg in Syrien gnadenlos weiter tobt. Seit drei Jahren kommt das Land nicht zur Ruhe. Es regieren Tod, Elend und Angst. Mehr als Hunderttausend Menschen verloren bis jetzt in diesem Krieg ihr Leben, darunter 200 syrische Armenier. Insgesamt 1.5 Millionen Menschen haben ihre Heimat verlassen. Auch etwa die Hälfte der Armenier ist geflohen, die meisten von ihnen nach Europa und in die benachbarten Länder.

Über 10 000 Flüchtlinge haben Zuflucht in Armenien gefunden. Sie hoffen, dass sie zurückkehren können, wenn in Syrien wieder Frieden herrscht. Denn sie haben grosse Sehnsucht nach ihrer Heimat und wollen sich mit ihrer jetzigen Situation nicht abfinden. In Armenien leben sie in gemieteten Wohnungen oder bei Verwandten, finden keine Arbeit und können kaum ihre Familie versorgen. Die Mehrheit der syrischen Armenier kommt aus der Stadt Aleppo. Dort waren sie geachtete Händler und Handwerker. Sie lebten in guten Verhältnissen. Wegen des Konflikts verloren sie ihre Geschäfte, ihre gesamte Existenz. Nur mit wenigen Habseligkeiten kamen sie nach Armenien.

Wir möchten diesen Menschen ein Gesicht geben und bitten Sie, diese Flüchtlinge zu unterstützen. Sie brauchen unsere Hilfe, damit wenigstens die materielle Not gelindert werden kann.

Wardan Tatojans Sohn Azat Masis ist schwer traumatisiert
Wardan Tatojan kam mit seiner Frau Nelli und seinem Sohn Azat Masis 2012 nach Armenien. Einen Monat vor dem geplanten Flug in die Sicherheit wurde Aleppo heftig bombardiert. Die Sprengsätze explodierten kurz hintereinander in der Nähe ihres Hauses. Wie durch ein Wunder blieben alle unverletzt. Danach wollten sie so schnell wie möglich weg. Sie konnten die Flugtickets umbuchen und bereits im August Syrien in Richtung Armenien verlassen. Die Familie fand in Jerewan bei Nellis Eltern eine Bleibe. Doch wegen schlechter Wohnbedingungen litt der kleine Azat Masis ständig unter starken Erkältungen und Fieber.

Wardan mietete eine warme und helle Wohnung für monatlich 150 Franken (125 Euro). In den ersten drei Monaten übernahm die Evangelische Kirche die Mietkosten. Wardan ist gelernter Fotograf und Kameramann. Seine teure Kameratechnik musste er jedoch verkaufen, um die Flugtickets bezahlen zu können.

Wardan versucht, in Armenien Arbeit zu finden. „Er fotografiert bei verschiedenen Anlässen, um etwas Geld zu verdienen. Für seine Arbeit muss er eine Kamera mieten. Es gibt Monate, in denen er fast nichts verdient, weil er keine Aufträge bekommt. Wir können nicht einmal Milch für unsere Kleine kaufen“, erzählt Nelli und wischt sich die Tränen aus den Augen.

Die Tochter ist in Armenien geboren. Der inzwischen vierjährige Azat Masis macht seinen Eltern jedoch grosse Sorgen. Er ist wegen der Kriegserlebnisse schwer traumatisiert, spricht nicht und braucht dringend psychologische und logopädische Betreuung. Doch einen Arztbesuch kann sich die Familie leider nicht leisten.

Der vierjährige Azat Masis ist durch die Kriegserlebnisse schwer traumatisiert und spricht kein Wort. Er braucht dringend professionelle Hilfe.

Nelli kann nur mühsam die Tränen zurückhalten.

Sarkis und Gohar Kassarantabi liessen fast alles zurÜck
„Es gab eine schreckliche Explosion in unserer Strasse. Wir hatten grosse Angst, weil die Kämpfe auch unser Wohnviertel erreicht hatten und bangten um unser aller Leben“, erinnert sich Gohar mit Schrecken. Sie floh im März 2012 nach Armenien, ihr Ehemann vor sechs Monaten. „Sarkis schaffte es, sein Auto schnell zu verkaufen. Wir haben nur einige wichtige Sachen gepackt und sind geflohen“, erzählt sie.

Die 150 Quadratmeter grosse Wohnung und die eigene Juwelierwerkstatt hat Sarkis abgesperrt. Ob sie noch stehen, weiss die Familie nicht. Sarkis hat einen Arbeitsplatz als Juwelier in Jerewan gefunden. Aber sein Lohn reicht nicht aus, um die Miete und die Rechnungen für Gas und Strom zu bezahlen. Gohar musste all ihren Schmuck verkaufen, um über die Anfangszeit zu kommen. Ihr Sohn, der siebenjährige Kework, hatte in Aleppo eine sorglose und fröhliche Kindheit. Er erinnert sich oft an seine Freunde und an die Tanzschule. Er war einer der besten in seiner Tanzgruppe.

Juwelier Sarkis Kassarantabi wünscht sich für seine Tochter eine Lebensgrundlage.

Granate fiel zwischen Mutter und Sohn
„Meine Frau und mein Sohn sind nur knapp mit dem Leben davongekommen. Eine Granate schlug auf offener Strasse direkt zwischen ihnen ein. Zum Glück explodierte sie nicht. Da war mir klar, dass wir ganz schnell weg müssen“, erzählt der Juwelier Aram Garabedian, der mit seiner Frau Wiki Meserian und seinem Sohn Kerop (12) im Dezember 2012 nach Armenien kam. Er bekommt jedes Mal Gänsehaut, wenn er sich an den schrecklichen Vorfall zurückerinnert. Auch diese Familie konnte auf der Flucht nur das Nötigste mitnehmen.

Die Familie wohnt in Jerewan zur Miete. Vor einem Monat erblickte ihre Tochter das Licht der Welt. Für die Krankenhauskosten musste Aram selbst aufkommen. Als bei Wiki wenig später Komplikationen eintraten, machte Aram Schulden, um seine Frau untersuchen und behandeln zu lassen. Vom armenischen Staat kommt keine Hilfe. Die Bevölkerung, selbst am Existenzminimum, versucht jedoch, den Einwanderern nach Kräften zu helfen.

Auch Aram und seine Familie haben von Bekannten und Nachbarn Lebensmittel sowie Kinderbett und Matratze für ihr Neugeborenes erhalten. Aram weiss weder ein noch aus. Wenn er nicht bald eine Arbeit findet, kann er die Miete nicht mehr zahlen, und Sohn Kerop erschrickt immer noch, wenn er ein Flugzeug am Himmel fliegen sieht.

Das kleine Mädchen von Aram und Wiki Garabedian wurde im Exil geboren. Die Familie musste sich wegen der Krankenhauskosten verschulden.
Kerop erschrickt immer noch, wenn er ein Flugzeug hört. Die spärliche Ausstattung der Wohnung stammt von Nachbarn.

Wohnung zerstÖrt — es gibt kein ZurÜck
Hakob Hatsikian, seine Frau Anusch und sein siebenjähriger Sohn Karapet flüchteten im August 2012 nach Armenien. „Wir wollten eigentlich nur einen Monat bleiben. Wir hofften auf eine schnelle Lösung des Konflikts. Als wir erfuhren, dass unser Wohnviertel von Panzern beschossen und zerstört wurde, waren alle Hoffnungen geplatzt. Es gab keinen Weg mehr zurück. Der Wohnblock, in dem wir gewohnt haben, wurde geplündert und niedergebrannt“, erzählt Hakob.

Die Familie ist bei Anuschs Eltern untergekommen. Hakob ist Drechsler, findet aber keine Anstellung. Gerne würde er eine kleine Werkstatt eröffnen, aber er hat kein Geld für die notwendigen Werkzeuge. Die ganze Familie lebt vom Lohn von Anuschs Mutter, die als Packerin in einer Schokoladenfabrik arbeitet. „Meine Wange war wegen eines kaputten Zahnes eine Woche lang angeschwollen. Kein Zahnarzt war bereit, den Zahn kostenlos herauszuziehen“, berichtet Hakob.

Hakob Hatsikian und sein Sohn Karapet wollten eigentlich nur einen Monat in Armenien bleiben, dann verloren sie nach einem Panzerangriff in Syrien alles.

George brachte seine alten Eltern in Sicherheit
George Wasoujan konnte im Dezember 2013 seine betagten Eltern nach Armenien retten. Die Gräuel, die sie dort erlebt haben, kann Georges Mutter kaum in Worte fassen: „Die Patronen pfiffen um unsere Köpfe. Auch zu Hause hatten wir keine Ruhe. Ein Bombensplitter hatte die Fensterscheibe zerbrochen.“ Sie muss täglich Medikamente einnehmen, weil sie an einer schweren Neurose leidet. Georges Vater (79) leidet unter einer Prostataentzündung. Er erträgt seine Schmerzen stumm, denn er will nicht, dass sich sein Sohn zusätzliche Sorgen macht. Die Familie wohnt in einer Mietwohnung, doch George hat noch immer keinen Job als Kameramann gefunden. Wie soll es weitergehen?

George Wasoujan floh mit seinen betagten Eltern und weiss nicht, wie es weitergehen wird.

Das Leid der syrischen Flüchtlinge ist unfassbar gross. Nun hat ein überaus harter Winter mit arktischen Temperaturen die Situation der Flüchtlingsfamilien weiter verschlimmert. Durch Verteuerung von Gas und Strom, und daher auch von Brot und anderen Lebensmitteln, befinden sie sich in einer extrem kritischen Lage. Diese vom Schicksal schwer gebeutelten christlichen Familien brauchen dringend unsere Unterstützung.

Wir möchten unbürokratisch und effektiv die dringendsten Nöte der Familien lindern.

Bei vielen Familien sind ausstehende Mieten zu bezahlen, und Familien mit kleinen Kindern haben Probleme, die Grundbedürfnisse der Kinder zu stillen. Weiterhin möchten wir spezielle Lebensmittelpakete zusammenstellen, um den Familien durch die schwere Zeit hindurch zu helfen. Zurzeit haben sich rund 400 Flüchtlingsfamilien hilfesuchend an uns gewandt. Ein Lebensmittelpaket mit Grundnahrungsmitteln kostet 50 Franken (42 Euro).
Bitte schenken Sie ihnen gemeinsam mit Diaconia durch Ihre Gebete und Gaben neue Hoffnung!

Projekt Nr. 1996, "Hilfe für syrisch-armenische Flüchtlinge"

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Rumänien
Rares will doch nur leben
Nur eine unbezahlbare Herzoperation kann den Siebenjährigen noch retten

„Ich möchte spielen und zur Schule gehen, so wie jeder andere Junge auch“, sagt Rares mit leiser Stimme. Der Siebenjährige mit den grossen ernsten Augen weiss, dass dieser Wunsch ohne fremde Hilfe wohl unerfüllt bleibt.

Rares ist das älteste Kind von Lenuta Dascalo (36). Seine kleine Schwester Maria ist zwei Jahre alt. Obwohl sie klein ist, spürt sie genau, dass ihr grosser Bruder oft sehr traurig ist. Mutter Lenuta wuchs auf dem Land auf. Vor 13 Jahren zog sie nach Brasov, in der Hoffnung auf ein besseres Leben. „Schnell merkte ich, dass ich in einen Dschungel geraten war. Jeder ist sich hier selbst der Nächste“, sagt sie traurig.

Rares möchte einfach nur ein normaler Junge sein. Doch sein Herzleiden bedroht sein Leben.

Lenuta liebt ihre Kinder Maria und Rares über alles und tut ihr Bestes, um ihnen eine Zukunft zu ermöglichen.

Lenuta fand Arbeit auf einer Hühnerfarm. „Ich arbeite jeden Tag bis zur Erschöpfung. Ich bin oft abends so müde, dass ich kaum noch etwas anderes tun kann“, sagt sie traurig. Vor acht Jahren traf Lenuta ihren Mann, den Vater von Rares und Maria. „Ich dachte, er wäre ein guter Mann. Doch er ist ein Spieler. Als ich mit Rares im sechsten Monat schwanger war, erfuhr ich, dass er mich die ganze Zeit belogen und alles Geld mit Spielen verprasst hatte. Ich schäme mich so dafür, dass ich nichts gemerkt habe“, sagt sie.

Die Aufregung damals könnte sich schon im Mutterleib auf den ungeborenen Rares ausgewirkt haben. Davon geht jedenfalls der Arzt aus. Der Junge ist mit mehreren Missbildungen am Herzen geboren. „Der Arzt sagte, das Kind habe keinerlei Überlebenschancen“, erinnert sich die 36-Jährige. Im Alter von vier Monaten wurde Rares zum ersten Mal am Herzen operiert. Lenuta sparte sich das Geld für die Operation und die Medikamente von Mund ab.

Obwohl Lenuta arbeitet, fehlt es an allem. Es gibt viele Kosten: für Rares Medikamente, Miete, Rechnungen und eine Babysitterin, die auf die Kinder aufpasst, während Lenuta arbeitet. Und nun muss Rares erneut operiert werden. Diese Operation, die in einer Privatklinik durchgeführt werden muss, ist lebensnotwenig. „Sonst stirbt er über kurz oder lang“, sagt die besorgte Mutter.

Rares ist für sein Alter untergewichtig und wird wegen seiner Herzprobleme sehr schnell müde. Und er hat grosse Angst vor der Operation. „Ich wünschte, ich müsste nie wieder ins Krankenhaus“, sagt er ganz leise. Doch der tapfere kleine Junge weiss, dass von dem Eingriff sein Leben abhängt. Gefragt nach seinem grössten Wunsch sagt er ohne Zögern: „Gesund werden und einfach so sein wie die anderen Jungen.“

Lenuta kann die lebenswichtige Operation und die Folgekosten nicht bezahlen. Wir möchten diese Kosten gerne übernehmen und Rares eine Zukunft ermöglichen. Gott segne Sie für Ihre Unterstützung!

Projekt Nr. 1993, "Herzoperation Rares"

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Rumänien
Florin will aufrecht gehen
14-Jähriger hat eine verkrümmte Wirbelsäule und leidet unter ständigen Schmerzen

Erstaunlich, dass dieser Junge überhaupt noch lachen kann. Denn Florin (14) hat einen Buckel, eine krumme Wirbelsäule, ständig Schmerzen und wird gehänselt. „Er weint oft heimlich, aber er will stark sein“, sagt seine Mutter Marinela.

Florin trägt den Namen seines Vaters und hat drei Geschwister: Nicoleta (15), Ionut (10) und Raul (2). Die Geschwister lieben sich sehr, und mit ihnen kann Florin herzhaft lachen. Seit 15 Jahren sind seine Eltern verheiratet. Ein bescheidenes Paar. Vater Florin arbeitet als Müllmann. Jeden Tag bekommt er auf der Arbeit ein Butterbrot. Er spart es auf, damit die Kinder am Abend etwas zu essen haben. Denn allzu oft haben sie weder Frühstück noch Mittagessen bekommen — es ist kein Geld für Lebensmittel da.

Heute steht sogar etwas Suppe auf dem Herd.

Als Florin fünf Jahre alt war, bemerkten seine Eltern, dass etwas mit seinem Rücken nicht stimmt. „Seine Wirbelsäule war irgendwie schief“, erinnert sich seine Mutter. Doch die Familie hatte kein Geld, um den Jungen untersuchen zu lassen. Und so blieb Florin unbehandelt, und seine gesundheitliche Situation verschlechterte sich mit den Jahren. Inzwischen hat er einen Buckel und seine Wirbelsäule hat die Form eines S. „Seine Wirbelsäule ist so deformiert, dass sie sogar brechen könnte, weil er immer noch wächst“, erzählt die Mutter.

So sicher sich Florin in seiner Familie fühlt, so unsicher fühlt er sich ohne sie. Und stets befürchtet er, dass er von Zuhause weg muss an einen fernen Ort. „Wie er auf diese Idee kommt, wissen wir nicht. Vielleicht denkt er, weil er anders ist, muss er irgendwann in ein Heim für Behinderte. Wir haben ihm keinen Anlass dazu gegeben, aber er ist völlig verunsichert“, weiss sich Marinela keinen Rat. Florin geht auch nicht zur Schule. Er fürchtet die Hänseleien, weil er so anders aussieht.

Nicoleta und Ionut gehen zwar eigentlich zur Schule, doch sie fehlen oft. Es ist kein Geld für Kleidung, Schuhe, Schulmaterial und Pausenbrote da. „Mein Mann bemüht sich wirklich sehr, aber er verdient einfach zu wenig.“ Die Armut sieht man auch am Haus: undichte Stellen wurden notdürftig mit Plastikfolie abgedichtet, es zieht, der Putz bröckelt. Durch den hölzernen Teil des Hauses pfeift der Wind. Wenigstens gibt es einen Ofen. Doch die Töpfe darauf bleiben meist leer, und auch der Ofen bleibt oft kalt, denn Brennholz ist teuer.

Diaconia möchte der Familie helfen: Wir möchten, dass Florin zum Arzt gehen kann, damit dieser feststellt, wie dem Jungen zu helfen ist. Zudem möchten wir ihnen eine Kuh kaufen, damit sie mittelfristig ihren Unterhalt durch diese Viehhaltung aufbessern und ihr Haus renovieren kann. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung.


Projekt Nr. 1994, "Hilfe für Florin und seine Familie"

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Rumänien
Wie Sardinen in der Dose
Zu viele Menschen auf zu wenig Raum — Familie braucht dringend mehr Platz

Die bunten Teppiche und Tücher an den Wänden täuschen. Hier versucht nicht etwa jemand, sein Haus besonders wohnlich zu gestalten, sondern diese Familie trotzt der Kälte und der Armut mit allen Mitteln, die ihr zur Verfügung stehen.

Sieben Personen leben hier auf nur zehn Quadratmetern: Vater Lazar (33), Mutter Maria (30) und ihre fünf Kinder Maria (14), Nicoleta (12), Andrei (10), Andreea (7) und Alexandru (5). Das Ehepaar ist seit 15 Jahren verheiratet. Beide kommen aus sehr armen Verhältnissen. „Wir wussten, dass unser Leben nicht leicht werden würde, aber wir lieben uns und wollen für unsere Kinder nur das Beste“, sagt Maria, die sich als Hausfrau liebevoll um ihre Kinder kümmert. Ihr Mann Lazar arbeitet nachts als Strassenkehrer in Brasov. Nur 80 Franken (67 Euro) verdient er im Monat für diese schwere körperliche Arbeit.


Die siebenköpfige Familie lebt auf zehn Quadratmetern. Die Tücher sollen den kalten Wind abhalten.

Gerade frisch verheiratet, zogen Lazar und Maria in eine kleine Hütte, die aus Holz und Plastik zusammen-gezimmert war. Als die ersten Kinder geboren waren, beschloss Lazar, aus dem Holz von der provisorischen Hütte richtige Wände und ein Haus zu bauen. So entstand das kleine Zehn-Quadratmeter-Haus, in dem jetzt alle leben. Hier kocht, wäscht, schläft und lebt die Familie. Die Ritzen zwischen den Holzbrettern hat Lazar mit Schlamm vom Fluss abgedichtet. Im Inneren sollen die Tücher an den Wänden vor Kälte schützen. „In diesem Winter war es trotzdem eisig hier drinnen“, erzählt Mutter Maria. Kein Wunder, denn einige Scheiben in den Fenstern fehlen. „Wir haben versucht, alles so gut wie möglich abzudichten und auch die Fenster mit Pappe zugeklebt, aber wir haben sehr gefroren.“

Lazars Lohn ist so gering, dass es am Nötigsten fehlt. Noch nicht einmal Brot kann sich die Familie täglich leisten. „Manchmal bringe ich Essen aus den Abfalleimern, die ich in der Nacht leere, mit“, erzählt Lazar beschämt. Neben dem Versorgungsproblem drückt die Familie die Enge. Lazar hatte vor zwei Jahren Geld zusammengespart, um Holz für einen weiteren Raum zu kaufen. Das Holz hatte er dann verbaut, das Zimmer steht nun in seinen Grundzügen. Doch dann fehlte das restliche Geld, um den Raum fertigzubauen. „Inzwischen ist das Holz durch Wind und Wetter unbrauchbar geworden“, sagt der 33-Jährige verzweifelt und fügt resigniert an: „Alles war umsonst.“

Lazar würde nicht nach Hilfe fragen, wenn er nicht wüsste, dass er es aus eigener Kraft nicht schaffen kann. Wir möchten ihm helfen, dass er einen zweiten Raum bauen und den ersten befestigen kann. „Das würde uns so unendlich helfen und den Kindern endlich ein sicheres und warmes Zuhause geben“, sagt der Familienvater ernst. Bitte helfen Sie mit.


Projekt Nr. 1995, "Wohnraum für Lazar"

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Albanien
Eine Kuh für Shkelqim
Dreifacher Vater verliert Gesundheit und Arbeit — Überleben der Familie ist gefährdet

„Nein, ich kann Familie Nako nicht weiter anschreiben lassen. Ich fürchte, ich werde mein Geld nie wieder sehen.“ Der Händler im kleinen Dorfladen schüttelt energisch den Kopf. „Ich weiss, dass Shkelqim unverschuldet seinen Job verloren hat, aber ich kann nichts machen. Ich muss selbst sehen, wo ich bleibe.“

Shkelqim Nako (43) und seine Frau Rudina (41) sind die Ärmsten im Dorf Mujalli im Distrikt Fier. Im Haushalt leben ihre drei Kinder Sokol (15), Enea (14) und Kledia (11) sowie Shkelqims Eltern, die beide über 70 Jahre alt sind. Um die siebenköpfige Familie ernähren zu können, arbeitete Shkelqim auf dem Bau. Eine harte Arbeit, die körperlich sehr belastet. Er musste vor allem schwere Lasten schleppen. Eines Tages blockierte sein Knie, und er konnte kaum noch gehen. „Das Ganze kommt vermutlich von der Schlepperei. Ich habe meine Arbeit verloren, und nun leben wir nur von der kleinen Rente meiner Eltern“, erzählt der 43-Jährige frustriert.

Die Familie Nako ist bitterarm seit Vater Shkelqim behindert ist.

Das Haus der Nakos ist unfertig und spärlich möbliert.

Shkelqims Zustand hat sich nicht gebessert, an eine Rückkehr auf den Bau ist nicht zu denken. Auch andere Arbeit findet der Familienvater aufgrund seines Knies nicht. Mutter Rudina, die gerne arbeiten möchte, findet keine Anstellung. Oft weiss sie nicht, wie sie die Familie satt bekommen soll. Auch im Haus ist die Armut nicht zu übersehen. Nackte Wände, fehlende Fenster, ein alter Ofen und kaum Möbel. Die Familie bewahrt ihr weniges Hab und Gut in Kartons und Plastiktüten auf. Auch die Fertigstellung des Hauses scheiterte an der plötzlichen Behinderung Shkelqims. Die Familie versucht, das Beste aus ihrer Situation zu machen. Doch sie ist wirklich arm. Das sagen auch ihre Nachbarn: „Die haben nichts.“

Aber die Familie gibt nicht auf. „Mein Mann kann gut mit Vieh umgehen. Er weiss eine Menge über die Aufzucht und Haltung von Rindern“, sagt Rudina und gibt damit einen entscheidenden Hinweis für die Zukunft. Diaconia möchte der Familie eine Kuh kaufen und so deren Lebensunterhalt langfristig sichern. Zum einen würden Milch und Milchprodukte den Kindern gut tun. Zum andern könnte die Familie durch den Verkauf von Milchprodukten auch Geld erwirtschaften. So könnten die Schulden im Lebensmittelladen getilgt werden, und der Ladeninhaber würde auch wieder etwas an die Familie verkaufen.

„Eine Kuh. Das wäre mein Traum“, sagt Shkelqim mit leuchtenden Augen. „Diese Arbeit könnte ich trotz Knieproblemen gut verrichten. Eine Kuh würde Zukunft und Hoffnung für uns alle bedeuten.“ Dürfen wir Sie bitten, dieses lebensverändernde Projekt zu unterstützen? Herzlichen Dank.


Projekt Nr. 1998, "Eine Kuh für Familie Nako"

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BLICKPUNKT


Armenien
Mit Freude den Lebensunterhalt bestreiten

Mit fähigen Händen fertigt Hajkuhi Schmuck und andere Accessores an. Schon viele Aufträge konnte sie erledigen, und weitere warten bereits auf sie.

Lächelnd strahlt die fünffache Mutter Hajkuhi uns an, während sie uns ihre Arbeit präsentiert. Seit zehn Jahren lebt sie mit ihrer Familie im Dorf der Hoffnung und nahm Anfang des Jahres 2013 am Handarbeitskurs teil. Trotz ihrer Behinderung zeichnete sie sich bereits zu Beginn des Kurses durch ihr Pflichtbewusstsein, ihre Einsatzbereitschaft und ihre Kreativität aus. Ihr 16-jähriger Sohn leidet ebenfalls an einer Behinderung. Für Hajkuhi ist Nächstenliebe und praktische Hilfe selbstverständlich. Und so half sie Arpine, die im Rollstuhl sitzt, ebenfalls am Kurs teilzunehmen. Vor allem im Winter benötigte Arpine tatkräftige Unterstützung, um das BAZ-Gebäude zu erreichen.


Stolz präsentiert Hajkuhi ihre eigenen Arbeiten.

Bereits während des Kurses durfte Hajkuhi ihre Arbeiten im Rahmen des “Internationalen Tag der Behinderten” im UNO Gebäude ausstellen, und kurz darauf im Hotel Ani Plaza, wo sie einige ihrer Arbeiten verkaufen konnte.

Vergangenen Juli beendete Hajkuhi den Handarbeitskurs erfolgreich. Seitdem ist es ihr möglich, mit ihrer Hände Werk und Können zum Lebensunterhalt der Familie beizutragen. Ihr Mann arbeitet als Schlosser, und ihr 19-jähriger Sohn arbeitet in einer Autowaschanlage.

“Ohne diesen Kurs wäre es mir kaum möglich, meine Familie zu versorgen. Vielen Dank an alle, die durch ihre Spenden diese Arbeit möglich machen. Sie hat mir eine Arbeitsmöglichkeit eröffnet, die ich sonst nie bekommen hätte”, sagt Hajkuhi dankbar, als wir uns verabschieden.

Helfen auch Sie dabei, die Basis für eine solide Ausbildung für Bedürftige zu legen und spenden Sie. Herzlichen Dank!

Ihr Diaconia Team

Projekt Nr. 1997, "Berufsausbildungszentrum BAZ"

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Nepal
Liebe und Geborgenheit für Waisenkinder
Nach einer schweren Kindheit finden sie ein Zuhause im christlichen Waisenhaus

Von ihren Familien verlassen, ihre Zukunft ungewiss, und an Bildung nicht zu denken. Dann kamen die Kinder zu Deependra und Buddhi G. ins christlich geführte Waisenhaus in der Nähe von Pokhara und erlebten Annahme, Liebe und Hoffnung.

Im Hof klappern die Alu-Tassen, bald wird es Tee für alle geben. Im Haus sucht jemand lautstark nach dem Fussball, und auf der Wiese bläst ein kleiner Junge fröhlich Seifenblasen in die Luft.

Bald ist der Tee fertig. Alles ist bereit.

Es sind Ferien, die Uhren laufen langsamer, die Sorgen um die Examensarbeiten am Ende des Schuljahres sind erst einmal vorbei. Eine grosse Familie, die gemeinsam durch den herausfordernden Alltag geht und füreinander einsteht. Jedoch die Sorge um die Versorgung der Kinder ist für die Heimleitung stets präsent. „In einigen Wochen beginnt das neue Schuljahr“, berichtet Deependra. Er kümmert sich gemeinsam mit seiner Frau Buddhi um das Wohlergehen ihrer Schützlinge. „Und der Schuljahresbeginn bedeutet, dass jedes Kind neue, ordentliche Kleidung und eine passende Schuluniform braucht. Ganz zu schweigen von dem Schulmaterial, das benötigt wird.“ Aber Deependra ist überzeugt von der Arbeit, die er macht. Er weiss, dass diese Kinder und Jugendlichen durch sie die Chance auf eine gute Zukunft haben und mit dazu beitragen werden, dass die gute Botschaft von Jesus Christus in der Zukunft noch viel mehr Menschen erreichen wird. Viele von ihnen haben ihr Leben bereits Jesus anvertraut. Das Zeugnis der christlichen Heimeltern ist für sie glaubwürdig und ansteckend, weil sie es täglich neu erleben.

Helfen Sie bitte durch Ihre Gebete und Gaben mit, dass auch das neue Schuljahr für die Kinder und Jugendlichen erfolgreich verläuft und sie noch mehr über den christlichen Glauben erfahren dürfen.


Projekt Nr. 1999, "Nepalhilfe"

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