Report
Ausgabe 05, Mai 2015


Rumänien
Bildung und Brot für eine gute Zukunft
Der Glaube stärkt Tiberius und Magda — die finanzielle Not ist jedoch bedrückend

Tiberius und Magda sind liebevolle Eltern, die in ihrer Kindheit Schlimmes erlebt haben. Magda wurde zu Hause wie eine Gefangene gehalten und von ihrer Familie ausgebeutet. Tiberius’ alkoholkranker Vater hetzte seine Söhne in brutalen Kämpfen zur eigenen Belustigung gegeneinander auf. Nun ist es Tiberius und Magda ein Anliegen, ihre Kinder mit Liebe und in gegenseitigem Respekt zu erziehen.

Tiberius wuchs mit sechs Brüdern in einer gewalttätigen Familie auf. Sein alkoholkranker Vater hetzte die Jungen zu seiner Belustigung aufeinander. „Mein Vater sass nur dabei, feuerte uns an und lachte“, erinnert sich der 39-Jährige. Bildung spielte keine Rolle — Tiberius ist lediglich vier Jahre zur Schule gegangen. Im Jahr 2000 fand er eine Arbeit in Zizin in einer Holzfabrik. „Ich war so froh, aus unserem Dorf und von meiner Familie wegzukommen“, erinnert er sich. Tiberius Brumar (39) ist ein freundlicher und ernsthafter Mann. Gemeinsam mit seiner Frau Magda (34) und seinen acht Kindern lebt er in Zizin, einem Dorf rund 25 Kilometer von Brasov entfernt. Gleich zwei Zwillingspaare leben in der Familie: Die Jungen Matei und Catalin (7) und die Mädchen Rebeca und Stefania (3). Dazu kommen noch: Alex (12), Samuel (11), Saul (9) und Filip (5).

Tiberius und Magda lieben ihre acht Kinder von ganzem Herzen.

Alex sammelt freiwillig Altmetall, um seine Familie ein wenig zu unterstützen.

Auch Magda erlebte Schlimmes. Sie wurde von ihrer Familie ausgebeutet. „Ich musste sie tagein, tagaus bedienen. Als mein Bruder heiratete und seine Frau mitbrachte, musste ich das auch für sie tun“, erzählt sie. Mit 18 begann sie, in die Kirche zu gehen und musste dafür Schläge ihres Vaters einstecken. Dann wollten ihre Eltern sie mit einem entfernten Verwandten verheiraten. „Ich habe mich mit Händen und Füssen gewehrt und dafür viele Schläge bekommen. Dann traf ich Tiberius in der Gemeinde. Er hat mich unterstützt, und wir haben gegen den Willen meiner Familie geheiratet.“

Das Leben der beiden war nie einfach. Doch nun hat Tiberius auch noch seine Arbeit verloren, die Holzfabrik wurde geschlossen. Tiberius und Magda gehen oft hungrig zu Bett, damit ihre Kinder etwas zu essen haben. Die Familie lebt in zwei karg möblierten Räumen, und für die Begleichung von anfallenden Rechnungen fehlt das Geld. Alex, der älteste Sohn, geht freiwillig auf die nahe gelegene Mülldeponie, um Altmetall zu sammeln. Zehn Brote etwa kann die Familie monatlich von dem Erlös kaufen.

Die Eltern legen grossen Wert auf die Bildung ihrer Kinder. Wir möchten sie gerne, mit Ihrer Hilfe, darin unterstützen und ihnen Nahrungsmittel und Kleidung sowie Schulmaterial geben und die offenen Rechnungen begleichen. Bitte helfen Sie dieser Familie durch Gaben und Gebete. Herzlichen Dank.


Projekt Nr. 3034, "Familienhilfe Brumar"

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RumÄnien — Kampf gegen Korruption

„Seit Jahren herrscht Angst in Rumänien.“ So äusserte sich der sozialistische Politiker Viorel Hrebenciuc bei seiner Verhaftung im Spätherbst 2014. Er sprach von der Angst vor der Antikorruptionsbehörde DNA, die 2005 gegründet wurde. Deren Untersuchungen brachte vermehrt Politiker und Geschäftsleute ins Gefängnis. Allein im Jahr 2014 wurde in 9 100 Strafsachen ermittelt, mehr als 1 100 Personen wurden vor Gericht gestellt und in über 1 130 Fällen wurde eine rechtskräftige Verurteilung erreicht – dies alles mit nur 86 für die DNA ermittelnden Staatsanwälten. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Anzeigen 2014 um 78 %. Dabei ging es in der Regel nicht um einzelne Korruptionsfälle, sondern um ein weit verzweigtes System von Günstlingswirtschaft, das über Jahre hinweg aufrechterhalten werden konnte.

Ein Schwager des Ministerpräsidenten Victor Ponta sitzt in Haft, weil er EU-Gelder zweckentfremdet haben soll. Im Februar 2015 traf es die ehemalige Tourismusministerin Elena Udrea, die verdächtigt wird, an Aktionen zur Parteienfinanzierung durch Schmiergelder beteiligt gewesen zu sein. Im März beantragte die DNA die Verhaftung des ehemaligen Transportministers Dan Sova wegen Unregelmässigkeiten in Beratungsverträgen. Ebenfalls im März legte Finanzminister Darius Valcov nach Korruptionsvorwürfen sein Amt nieder.

Als effiziente Behörde macht die DNA auch vor den eigenen Reihen nicht halt. Eine der Verhaftungen betraf ihren eigenen Chef, den Direktor der Nationalen Agentur für Integrität (ANI), Horia Georgescu, der in einer früheren Funktion an Aktivitäten im Zusammenhang mit überhöhten Entschädigungszahlungen für enteignete Immobilien beteiligt gewesen sein soll.

Hauptgrund für die intensive Bekämpfung der Korruption ist der Druck durch die EU, der Rumänien 2007 beigetreten ist. Ein positiver Nebeneffekt der erfolgreichen Korruptionsbekämpfung ist das zunehmende Vertrauen der Bevölkerung in die Justiz. Gerne werden der Bevölkerung in den Medien Politiker in Handschellen vorgeführt – ein Umstand, der wegen des Gebotes der Unschuldsvermutung nicht unumstritten ist.


Armenien
Medizinische Versorgung für Karens Familie
Autounfall hinterlässt Familienvater arbeitsunfähig und Familie in grosser Not

Um Hilfe zu bitten ist für jeden schwer. Auch Anna war es peinlich, Diaconia von ihrer Notlage zu berichten. Doch wenn es um die eigene Familie geht, bleibt kein Platz für falschen Stolz.

Bis 2013 führten Karen und Anna ein normales Leben. Doch dann änderte sich alles: Ein Autounfall machte Karen arbeitsunfähig. „Ich war Taxifahrer. Durch den Unfall verlor ich nicht nur meine Stelle, sondern ich erlitt auch einen grossen finanziellen Schaden, da mein Arbeitgeber nicht versichert war. Er verlangte sogar Schadenersatz, ich musste einen Kredit aufnehmen“, sagt er. Das Geld reichte danach nicht einmal mehr für Brennholz, im Winter fror die Familie. „Wenn meine Frau Brot buk, liefen die Kinder in die Küche zum Backofen, um sich die Finger zu wärmen“, erzählt Karen. Zudem leidet er unter nervösen Zuckungen, wie schon nach seinem Armeedienst. Damals zuckte er unkontrolliert am ganzen Körper. Karen wurde erfolgreich therapiert, aber jetzt sind die Nerventicks wieder da und zusätzlich noch unerklärliche Bauchschmerzen und Verdauungsprobleme. Die nötige Untersuchung und Therapie kann Karen sich nicht leisten. Vor einiger Zeit wurde bei Anna eine Eierstockzyste festgestellt. Karen musste weitere Schulden machen, um die dringend notwendige Behandlung bezahlen zu können.

Auch Tochter Seda (13) und Sohn Alik (11) sind nicht gesund. Seda leidet unter starken Augenschmerzen, Alik unter einer Kinderneurose. Er ist zudem entwicklungsverzögert und leidet an Astigmatismus.

Seda und Alik sind beide krank und müssten dringend therapiert werden.

Grosseltern, behinderte Tante, Eltern und Kinder leben alle in grosser Not.

An der Wohnung ist viel zu tun, doch Karen kann nicht mehr arbeiten.

Karens Eltern, Seda und Robert, sind pensioniert. Früher verdienten sie gut und lebten in einer Dreizimmerwohnung. Doch heute sind ihre Renten völlig unzureichend, sie können kaum ihre Medikamente bezahlen. Seda hat Bluthochdruck, Robert leidet unter Wasseransammlungen in den Gelenken. Trotzdem kümmern sie sich liebevoll um ihre Tochter Lussine, die seit ihrer Geburt behindert ist. Lussine ist 45 Jahre alt, leidet an psychischen Störungen und ist auf Hilfe angewiesen.

Die Wohnung ist stark renovierungsbedürftig. Doch da Karen nicht arbeiten kann, muss das warten. Besonders die Kinder leiden unter dieser hoffnungslosen Situation.

Als erste Massnahme wurde Alik umgehend ins Diaconia Patenschaftsprogramm aufgenommen. Wir möchten jedoch gerne die gesamte Familie längerfristig unterstützen und ihr die notwendige medizinische Versorgung zukommen lassen, die Wohnung renovieren und den Kredit für Annas Operation zurückzahlen. Bitte helfen Sie dieser armen Familie. Vielen Dank dafür.


Projekt Nr. 3035, "Familienhilfe Karen und Anna"

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Rumänien
Ein aufrechter Gang für Ana-Maria
Arzt warnt — ohne rasche Hilfe sind die Rückenschäden der Elfjährigen bald irreparabel

Ana-Maria sitzt gerne in der Sonne und lernt für die Schule. „Ich möchte Polizistin werden“, sagt die Elfjährige — und wird plötzlich traurig. Sie weiss, dass die Erfüllung ihres Traums immer unwahrscheinlicher wird, je mehr Zeit vergeht.

Ana-Maria leidet seit vielen Jahren an einer Kyphose (Buckelbildung) bei gleichzeitiger Skoliose (seitliche Verkrümmung der Wirbelsäule). Um die Wirbelsäule zu stützen, muss sie schon seit Jahren ein medizinisches Korsett tragen. Alle sechs Monate muss dieses angepasst bzw. neu gefertigt werden, da die Elfjährige sich noch im Wachstum befindet. Doch der Familie fehlt das Geld für eine weitere Anpassung.

Mutter Ileana (28) sorgt alleine für ihre Kinder Ana-Maria, Iacob (9), Andreea (7), Emanuel (5), Sorina (3) und Ionut (2). Der Vater der Kinder, Radu, verliess seine Familie im November vergangenen Jahres. „Er hat eine neue Frau. Das Schlimmste ist, dass er sich nicht mehr um seine Kinder kümmert – weder finanziell noch menschlich. Sie leiden sehr darunter“, sagt Ileana. Vor allem Ana-Maria sehnt sich sehr nach ihrem Vater. „Ich wünsche mir, dass er wiederkommt und wir wieder gemeinsam spielen und lachen können“, sagt die Elfjährige und fügt traurig hinzu: „Aber er hat uns ja nicht mehr lieb. Er hat jetzt eine neue Familie.“


Das medizinische Korsett, das die Wirbelsäule stützt, ist zu klein geworden.

Mutter Ileana macht sich grosse Sorgen um die Zukunft ihrer ältesten Tochter.

Auch wenn Radu keine feste Arbeit hatte, konnte er Mutter und Kinder wenigstens durch Gelegenheitsjobs ernähren. Jetzt besteht das Familieneinkommen nur noch aus dem Kindergeld. Das reicht gerade so für die Lebensmittel für eine Woche. „Eigentlich benötigt Ana-Maria zweimal pro Woche Krankengymnastik. Dafür müssten wir ins 65 Kilometer entfernte Brasov fahren. Die Fahrt und die Kosten von rund 120 Franken (115 Euro) pro Monat für die Krankengymnastik können wir nicht bezahlen. Ich bin verzweifelt, denn Ana-Maria hat Schmerzen, und ihre Zukunft wird immer ungewisser“, sagt Mutter Ileana.

Auch der Arzt warnt vor dem Nichtstun. Wenn das Korsett nicht unverzüglich angepasst und mit den Therapien begonnen wird, ist es vielleicht bald schon zu spät für jede Hilfe. Das wäre das völlige Aus für eine Zukunft als Polizistin und eine extreme Einschränkung aller Zukunftsperspektiven. Schon heute darf die Elfjährige nicht mehr am Schulsport teilnehmen. Zu gross ist die Gefahr einer ernsthaften Komplikation.

2 000 Franken (1 925 Euro) etwa würden Korsett, Therapie und Fahrten pro Jahr kosten. Die kommenden fünf Jahre sind entscheidend für Ana-Marias Genesung. Wir möchten der Familie bei der Bewältigung der finanziellen Herausforderungen gerne helfen. Gemeinsam mit Ihnen können wir Ana-Maria beistehen, damit ihr Traum eines Tages Realität werden kann. Herzlichen Dank!


Projekt Nr. 3036, "Korsett und Therapie für Ana-Maria"

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Rumänien
Licht und Wärme für Steluta
Wenn die Sonne untergeht, wird es dunkel im Haus — denn Strom und Kerzen sind teuer

„Unser Leben ist voller Dunkelheit“, sagt Steluta traurig und schlägt die Augen nieder. Und diesen Satz meint die 41-Jährige nicht nur im übertragenen Sinne, sondern auch ganz real. Denn Strom kann sich die achtfache Mutter einfach nicht leisten.

Steluta lebt mit sechs ihrer acht Kinder in einem kleinen Haus im Dorf Racos, 67 Kilometer von Brasov entfernt. Das kleine Haus und der Hof sind von hohen Brettern umgeben, eine weisse Tür schliesst das Gelände uneinsehbar ab. Aus gutem Grund: Die Dorfgemeinschaft ist von Gewalt und Aggressivität geprägt. „Ich mache mir Sorgen um meine Kinder und ermahne sie ständig, die Hoftür immer gut mit dem Schlüssel abzuschliessen. Man weiss ja nie, was sonst passiert.“

Während Stelutas älteste Töchter Adina (21) und Racula (18) bereits verheiratet sind und ausser Haus wohnen, muss Steluta noch für Sidonia (13), Alexandra (11), Alexandru (9), Darius (5), Eremia (2) und Rebecca (1) sorgen. Dabei ist sie auf sich selbst gestellt. „Der Vater der Kinder kommt ab und zu vorbei. Aber er tut so, als ginge ihn das alles nichts an. Geld für die Kinder und ihre Bedürfnisse habe ich von ihm noch nie erhalten. Ich muss alleine für die Kindern sorgen“, sagt sie bitter.


Steluta muss ihre Kinder alleine aufziehen.

In einem blauen Sack holt Steluta Feuerholz aus dem nahe gelegenen Wald.

Die Familie lebt vom Kindergeld. Und oft gibt es nicht genug zu essen für alle. Für Strom ist kein Geld da, und so sitzen die älteren Kinder bei Kerzenschein über ihren Hausaufgaben — wenn es denn überhaupt Kerzen gibt. „Oft fehlt mir auch dafür das Geld. Dann ist es bei uns dunkel.“ Sidonia, Alexandra und Alexandru bemühen sich, in der Dorfschule gut mitzukommen, doch die Lebensumstände machen es ihnen schwer, gute Leistungen zu erbringen. Allzu oft – wenn mal wieder alle Kerzen verbraucht sind — stehen sie morgens in absoluter Dunkelheit auf, ziehen sich an und kommen erst wenn es dunkel ist zurück. Die Hausaufgaben können sie dann nicht mehr erledigen.

Stelutas täglicher Begleiter ist ein blauer Sack, in dem sie Holz im nahe gelegenen Wald sammelt, um wenigstens den alten Ofen anheizen zu können. „Die Kinder sollen nicht auch noch frieren müssen“, sagt sie. Oft geht sie ein zweites Mal los und sammelt in der Nähe essbare Nesseln, aus denen sie eine Suppe zubereitet — mehr hat die Familie nicht. „Mein grösster Wunsch wäre es, Strom und eine Lampe zu haben, die gemütlich aus dem Fenster scheint und die Kinder freundlich begrüsst, wenn sie nach Hause kommen“, sagt sie leise.

Wir möchten Licht in die Dunkelheit der Familie bringen, einen Stromanschluss legen lassen und für eine Zeit die Folgekosten übernehmen. Ein Stromanschluss kostet 1 500 Franken (1 440 Euro). Vielen Dank für Ihre Unterstützung.


Projekt Nr. 3037, "Stromanschluss für Steluta"

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BAZ setzt auf Filme und Medien


Armenien
Moderner Fremdsprachenunterricht für sozial benachteiligte Jugendliche

„Jede neue Sprache ist wie ein offenes Fenster, das einen Ausblick auf die Welt eröffnet und die Lebensauffassung weitet.“ Was der amerikanische Schriftsteller Frank Harris mit diesem Satz beschreibt, kann wohl jeder Mensch, der mehr als seine Muttersprache beherrscht, bestätigen.

Heute, in einer globalisierten Welt, kommt kaum noch jemand ohne Fremdsprachenkenntnisse aus. Das Erlernen von Fremdsprachen liefert Sicherheit bei den beruflichen Perspektiven, bei der Arbeitssuche und dient als Kommunikationsmittel im zwischenmenschlichen Bereich. Es erschliesst andere Kulturen und ist in Zeiten des Internets inzwischen ein Muss.

Die Diaconia-Paros Stiftung bietet sozial schwachen und kinderreichen Familien sowie Menschen mit Einschränkungen im BAZ die Möglichkeit, kostenfrei Englisch und Russisch zu lernen. Dadurch sollen alle Jugendlichen – ungeachtet ihres sozialen Status — sich als vollwertige Mitglieder der Gesellschaft fühlen, die Chance auf eine bessere Zukunft haben und ihre Träume realisieren können.

In positiver Umgebung können die Kinder und Jugendlichen besonders gut lernen.

Ein Zertifikat zum Abschluss belegt den Lernerfolg und ist wertvoll für die ersten Schritte in die Arbeitswelt.

In diesen Kursen werden in beiden Fremdsprachen die Kernkompetenzen Schreiben, Lesen, Verstehen und Sprechen intensiv vermittelt. Die kompetenten Lehrer und die positive Lernatmosphäre im BAZ sind wichtige Grundvoraussetzungen für einen Lernerfolg. Doch um eine fremde Sprache und Kultur richtig erlernen und erleben zu können, ist der Einsatz von Filmen und Videomaterial ratsam. Mit deren Hilfe wird das Hörverstehen trainiert und gefördert und das landeskundliche Wissen erweitert.

Deswegen hat die BAZ-Leitung beschlossen, ein Fernsehgerät, einen DVD-Player und Lehrmaterial zu kaufen. Der Gesamtpreis für alles beträgt rund 1 500 Franken (1 440 Euro). Wir bitten Sie dabei um Unterstützung, damit möglichst vielen Jugendlichen Fenster in die Welt geöffnet werden können und sie eine Chance auf eine gute berufliche und persönliche Zukunft haben.

Projekt Nr. 3041, "Technische Ausstattung BAZ"

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Armenien
Gemeinsame Zukunft für Familie Petrosian
Not reisst Mutter und Kinder auseinander — ein kleines Haus kann alles ändern

Ein schäbiger Bauwagen mit einem klapprigen Ofen als Mittelpunkt. Daneben zwei Frauen und drei Kinder, die in ihrem Leben schon viel haben durchmachen müssen. Das ist für Familie Petrosian derzeit Realität. Es muss sich dringend etwas ändern.

Warwara und ihre Schwiegermutter Wenera leben mit den Kindern Rasmik, Samwel und Gohar in einem alten Bauwagen. Er besteht aus einem Raum und besitzt weder Bad und Toilette noch einen Wasseranschluss. Rasmik stammt aus Warwaras erster Ehe. Sie zerbrach, weil ihr erster Mann Depressionen bekam, zu trinken begann und aggressiv wurde. 2005 heiratete Warwara erneut: Als sie und ihr Mann Arsen sich kennenlernten, war es Liebe auf den ersten Blick. Schon nach einigen Monaten heirateten sie. Bald bekamen sie zwei Kinder. Arsen stammte aus ärmlichen Verhältnissen und zog zu seiner Frau. Er arbeitete hart auf dem Bau, bezahlte die Miete und sorgte rührend für seine Familie.

Arsen selbst hatte seinen Vater früh verloren. Kaum erwachsen, machten sich die Brüder mit einer Transportfirma selbstständig. Dafür nahmen sie einen hohen Kredit bei der Bank auf und verpfändeten ihre Wohnung. Zunächst gingen die Geschäfte gut. Doch durch die Wirtschaftskrise in den 90er Jahren verloren sie alles und landeten in dem alten Bauwagen.


Es gibt kein fliessendes Wasser und die Wohnverhältnisse sind katastrophal.

Grossmutter Wenera ist verzweifelt.

Im Mai 2011 ereilte die Familie ein weiterer Schicksalsschlag: „Arsen verliess die Wohnung und sagte, er käme bald zurück. Die ganze Nacht habe ich auf ihn gewartet. Am darauffolgenden Abend erhielten wir die schreckliche Nachricht: Arsen war mit schweren Brandverletzungen ins Krankenhaus eingeliefert worden und starb bald darauf“, erzählt Warwara unter Tränen. Woher Arsen die Verbrennungen hatte, ist bis heute ungeklärt.

Warwara musste nun ihre Kinder alleine versorgen. Sie arbeitete, aber das Geld reichte nicht aus, um Miete, Lebensmittel, Heizung und Kleidung zu bezahlen. So sah sie schliesslich keinen anderen Ausweg, als ihre Kinder ins Heim zu geben, um sie vor Hunger und Kälte zu bewahren.

Die Söhne Rasmik und Samwel werden in einer Internatsschule betreut. Tochter Gohar geht auf eine Sonderschule für Sehbehinderte, wo sie auch übernachtet. Am Wochenende besuchen sie Mutter und Grossmutter im Bauwagen. Die Kinder sind unglaublich froh, dass sie wenigstens einen Tag gemeinsam verbringen dürfen. Und so benötigen Warwara und ihre drei Kinder vor allem eines, um endlich wieder zusammen sein zu können — ein kleines Haus. Wir möchten der Familie dieses Häuschen bauen und ihr dadurch ermöglichen, die Zukunft gemeinsam zu verbringen. Dafür bitten wir Sie um Ihre Unterstützung. Gott segne Sie dafür.


Projekt Nr. 3038, "Kleines Haus für Warwara"

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Armenien
„Und plötzlich war er tot!“
Liebevoller Familienvater und Berufssoldat von Scharfschützen erschossen

„Fotografieren Sie mich bitte mit meinem Vater“, bittet die kleine Wiktoria. Sie nimmt das Foto ihres verstorbenen Vaters liebevoll in die Hand und lächelt tapfer in die Kamera.

Vater Aram hat eine schmerzliche Lücke hinterlassen. Der Offizier ging bei der Armee sogar auf Teilzeit, damit seine Familie nicht in der Nähe der Grenze zu Aserbaidschan leben musste, wo es keine Schulen und nur wenige Familien gibt. Er war im Wechsel jeweils 40 Tage bei seiner Einheit und danach 60 Tage bei seiner Familie. Zuhause pflegte er den kleinen Obstgarten, baute Gemüse an, renovierte — soweit es die Finanzen erlaubten – das kleine Haus und kümmerte sich um seine Kinder, seine Frau und seine Stiefmutter.

1991 zog der damals 20-Jährige in den Krieg gegen Aserbaidschan, um die Grenzdörfer um Berg-Karabach zu schützen. Nach dem Krieg wurde er Berufssoldat. Aram und seine Frau Marine lernten sich 1999 kennen und heirateten ein Jahr später. Das Ehepaar verliess das Elternhaus in Partisak und zog in das abgelegene Dorf Kalbajar. „Wir lebten dort fast sechs Jahre. 2001 kam unsere Tochter Schoghik zur Welt. Die Wohnbedingungen waren, milde ausgedrückt, unbefriedigend. Wir hatten keinen Strom und kein fliessendes Wasser“, erzählt Marine.

Die kleine Wiktoria wollte unbedingt mit dem Foto ihres Vaters abgelichtet werden.

Marine möchte für ihre Kinder stark sein.

Kalbajar ist ein befreites Dorf in Berg-Karabach und befindet sich unmittelbar an der Grenze zu Aserbaidschan. Als Schoghik sechs Jahre alt wurde und eingeschult werden sollte, zog Marine mit dem Kind wieder nach Partisak, und Aram arbeitete in Teilzeit.

In den folgenden Jahren wuchs die Familie: 2010 kam Tochter Wiktoria zur Welt, 2013 Sohn Rasmik.

Am 4. August 2014 änderte sich das Leben der Familie auf tragische Weise: Schon vorher wurde an der Grenze zwischen Berg-Karabach und Aserbaidschan heftig geschossen. Die aserbaidschanischen Streitkräfte verletzten ständig die vor 20 Jahren vereinbarte Waffenruhe. Aram bewachte seinen Posten, als die Kugel eines gegnerischen Scharfschützen ihn tödlich traf. Ein Schock für seine Familie.

Trotz ihrer tiefen Trauer versucht Marine für Schoghik, Wiktoria und Rasmik stark zu sein. Aber sie hat kaum noch Kraft. Da Aram Hauptverdiener war, kommen zur Trauer auch noch finanzielle Sorgen hinzu. Es mangelt an Lebensmitteln und Kleidung, das Haus ist stark renovierungsbedürftig. Das einzige Einkommen der Familie ist das Kindergeld. Diese Familie, die unverschuldet durch eine hinterhältige Tat in Not geraten ist, benötigt dringend unsere Hilfe – sowohl unsere Fürbitte als auch finanzielle Unterstützung.


Projekt Nr. 3039, "Familienhilfe Marine"

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Albanien
Ein sicheres Zuhause für Familie Tabaku
Angst vor Einsturz des Hauses lässt Eltern nachts abwechselnd Wache halten

Lose Steine wurden aufeinander geschichtet, das Fenster mit einer durchsichtigen Plane notdürftig verschlossen. Das Haus der Familie Tabaku macht keinen stabilen Eindruck. Es gleicht eher einem Steinhaufen! Sieht man den hinteren Teil des Hauses, bekommt man endgültig Angst um die Menschen, die hier leben. Er besteht nur aus notdürftig aneinandergereihten Zeltplanen.

Dieser „Steinhaufen“ steht in einem der landschaftlich schönsten Teile Albaniens, im Gebiet Dumre im Kreis Elbasan, berühmt für seine 84 Karstseen — ein touristisches Highlight. Doch gleichzeitig leben hier viele unglaublich arme Familien. Familie Tabaku ist eine der wohl ärmsten unter ihnen.

Vater Ilmi (58), Mutter Drita (53) und ihre 15-jährige Tochter Adelina besitzen fast nichts. Ihr Alltag ist bestimmt von der Sorge um das tägliche Brot. Oft müssen sie hungrig zu Bett gehen. Doch das grösste Problem ist das Haus, das eher an eine römische Ruine erinnert, als an ein sicheres Zuhause. Schon vor dem Erdbeben am 19. Mai 2014 war es in einem erbarmungswürdigen Zustand. Das Beben liess es noch desolater zurück. Es hat kein festes Dach, keinen festen Boden, keine Toilette, kein Badezimmer, und die Stromversorgung ist seit dem Beben auch unterbrochen.


Die Familie fürchtet um ihre Sicherheit in dem baufälligen Haus.

Teile der Wand sind beim Erdbeben einfach eingebrochen.

„Wir fürchten uns in diesem Haus“, sagt Ilmi. „Es könnte beim nächsten stärkeren Windstoss zusammenbrechen. Deswegen halten meine Frau und ich jede Nacht Wache, um die Familie rechtzeitig warnen zu können, wenn etwas ins Rutschen gerät. Meine Frau bleibt bis ein Uhr nachts auf, ich übernehme dann die zweite Schicht.“

Ilmi und seine Frau finden keine Arbeit. Drita ist krank, aber eine Invalidenrente bekommt sie nicht. Ilmi sammelt im Sommer Heilkräuter und kann so etwas Geld verdienen. Das reicht aber bei weitem nicht aus, um die Familie das ganze Jahr über zu ernähren.

Besonders hart trifft es Tochter Adelina. Sie geht zur Schule, doch dort ist sie ist eine Aussenseiterin. Sie traut sich nicht, Freunde oder Klassenkameraden nach Hause einzuladen. Zu sehr schämt sie sich für ihre Lebensumstände. Ihre Augen schauen traurig, sie sind gefüllt mit einer, dem Alter nicht entsprechenden Resignation. „Sie ist stets sehr niedergeschlagen, ich würde sie fast schon als depressiv bezeichnen“, sagt Ilmi traurig.

Eine Renovierung des Hauses ist nicht mehr möglich. Wir möchten der Familie daher, mit Ihrer Hilfe, auf dem Areal ein kleines Haus errichten, damit sie wieder ruhig schlafen und Adelina wieder lächeln kann. Bitte helfen Sie dieser so stark vom Leben herausgeforderten Familie. Herzlichen Dank für Ihre Gaben und Gebete.


Projekt Nr. 3040, "Kleines Haus für Familie Tabaku"

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