Report
Ausgabe 06, Juni 2010


Armenien
Der kleine Leonid ist von Geburt an behindert – Eltern sind gesundheitlich angeschlagen
Ein Hörgerät als Brücke zur Welt
Leonid Grigorian ist neun Jahre alt und von Geburt an fast taub. Sein sehnlichster Wunsch ist ein Hörgerät. Doch das ist für seine armen Eltern unbezahlbar. Beide haben grosse gesundheitliche Probleme: Seine Mutter leidet an einer Erweiterung der Blutgefässe im Gehirn. Die Gesundheit seines Vaters wurde im Krieg um Berg Karabach zerrüttet.
Leonid hat seinen Namen nach dem armenischen Nationalhelden Leonid Asgaldian bekommen. Leonids Vater Sejran Grigorian war ein hoch dekorierter Soldat, der am sowjetisch-afghanischen Krieg teilgenommen hatte. Für Armenien musste er dann gegen den feindlichen Nachbarn Aserbaidschan kämpfen. Als 2001 sein Sohn geboren wurde, war Sejran überglücklich und wollte, dass er unbedingt den Namen seines Kampfgenossen trägt, der im Krieg gefallen war.
Leonid kann wegen seiner Hörschwäche kaum sprechen. „Als ich schwanger war, erkrankte ich an Röteln. Diese Krankheit hatte Folgen. Als Leonid zur Welt kam, deutete zunächst nichts auf eine Behinderung hin. Doch nach sechs Monaten bemerkte ich, dass er auf Stimmen und Lärm nicht reagiert“, erzählt Mutter Angela.
Sejran war Angelas Jugendliebe. Sie heirateten, obwohl er keine Arbeit und keine Wohnung hatte. Das Zimmer, in dem das Ehepaar anfangs wohnte, war extrem feucht. Deshalb zogen sie in die kleine Wohnung von Angelas Eltern. Nachdem eine ärztliche Untersuchung zeigte, dass Leonids Hörnerv geschädigt war, haben Angela und Sejran an viele Türen geklopft und um Hilfe gebeten.
„Einmal hat uns eine Behörde unterstützt und das Geld für ein Hörgerät gegeben. Den Menschen, die das organisiert haben, sind wir grenzenlos dankbar“, erklärt Angela. Mit diesem Hörgerät konnte der damals dreijährige Leonid erstmals die Stimmen seiner Eltern hören. Bald gab er einige Laute von sich. Doch nun braucht das Kind ein neues Hörgerät, das für jedes Ohr 2720 Franken (1900 Euro) kosten würde. Ein unbezahlbarer Betrag für den Kriegsinvaliden und seine Frau.
„Mit der Invalidenrente meines Mannes und der kargen staatlichen Beihilfe können wir schon jetzt nicht alle Kosten decken. Meine Sorge gilt nicht mir selbst. Ich möchte nur, dass Leonid gesund aufwächst“, seufzte Angela.
Leonid besucht eine normale Schule, weil die Eltern ihn nicht in eine Sonderschule geben wollten. Er hat gute Leistungen und viele Interessen. Der kluge Junge ist sehr stolz auf seinen Vater.
Nur Sie können durch Ihre Spenden ermöglichen, dass Leonid das Hörgerät bekommt, das so wichtig für seine weitere Entwicklung ist. Bitte helfen Sie mit!
Projekt Nr. 1486, "Hörgerät für Leonid"

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Armenien
Kein Geld für lebensrettende Operation – 14-jährige Tochter hofft auf Hilfe und betet für ihre Mutter
Silva ringt mit dem Tod
Silva Manucharian leidet. Die Ärzte haben einen Gehirntumor entdeckt. Würde er bald entfernt, hätte sie gute Überlebenschancen. Doch für die Operation fehlt der Witwe das nötige Geld. Die Frau, deren Leben von schweren Schicksalsschlägen geprägt ist, sucht auch in ihren schweren Zeiten noch nach Gründen, um Gott zu danken.
„Für mich ist das grösste Geschenk Gottes, dass ich meine Tochter bekam, obwohl ich nach Aussage der Ärzte kein Kind zur Welt bringen konnte“, erzählte Silva.
Sie hatte eine sorgenvolle Kindheit. Silva wuchs in einer kinderreichen Familie mit fünf Geschwistern auf. Sie heiratete früh. Fast sechs Jahre lang wurde sie nicht schwanger. Deswegen ging ihre Ehe in die Brüche. Die Trennung von ihrem Ehemann war für Silva sehr schmerzhaft. Sie arbeitete damals mit Hingabe als Erzieherin in einem Kindergarten. Nach einigen Jahren wurde sie zur Leiterin ernannt.
Silva heiratete zum zweiten Mal. Doch auch dieses Mal währte ihr Glück nicht lange. 1995 fuhr Silvas Mann mit einem Geschäftspartner nach Russland. Es war Dezember, der Kasbek-Pass war mit Schnee bedeckt. Das Auto stürzte in eine Schlucht, Silvas Mann und sein Freund waren sofort tot. Nur eines gab Silva damals die Kraft zum Weiterleben: Sie erwartete endlich ein Kind.
Während der Schwangerschaft traten bei Silva Komplikationen auf. Es bestand die Gefahr, dass sie das Kind verlieren könnte. „Aber während der neun Monate erschienen mir ständig Kreuze in meinen Träumen. Ich war sicher, dass Gott mich nicht im Stich lassen wird“, berichtet Silva. 1996 brachte sie eine gesunde Tochter zur Welt und nannte sie Mariam.
2001 begannen Silvas gesundheitliche Beschwerden. Sie hatte hohen Blutdruck und Diabetes. Im Laufe der Zeit verschlechterte sich ihr Zustand langsam, aber stetig. Sie bekam heftige Kopfschmerzen und Krampfanfälle. Diese neu auftretenden Symptome waren der Grund dafür, dass Silva sich erneut untersuchen liess. Es stellte sich heraus, dass sie einen Hirntumor hat.
Silva muss dringend operiert werden. Die Entwicklung der Geschwulst wird bald Sprach- und Koordinationsstörungen verursachen. Doch die Operation ist mit enormen Kosten verbunden. Allein der chirurgische Eingriff kostet 4100 Franken (2870 Euro). Medikamente und Betreuung müssen zusätzlich bezahlt werden. Silva kann diese Summe nicht aufbringen, eine Krankenversicherung gibt es in Armenien nicht.
Die 14-jährige Mariam, die ausgezeichnete Leistungen in der Schule hat, ist die einzige Stütze ihrer Mutter. Sie führt den Haushalt und macht die Einkäufe, pflegt die Mutter und sorgt dafür, dass sie rechtzeitig die verschriebenen Arzneien einnimmt.
Nur durch Ihre grosszügige Hilfe kann die dringend erforderliche Operation durchgeführt werden. Bringen Sie neue Hoffnung ins Leben von Silva und Mariam? Bitte schliessen Sie Mutter und Tochter in Ihre Gebete ein!
Projekt Nr. 1487, "Operation Silva"

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Armenien
Bei Arbeit im Ausland infiziert – Ehefrau ist verzweifelt – Familie braucht dringend Hilfe
Lungenkrankem Familienvater droht ein Leben auf der Strasse
Artusch Schmavonian hat alles getan, um seine Familie zu ernähren. Er hat unter übelsten Bedingungen in Russland gearbeitet, sah Frau und Kinder nur noch einmal pro Jahr. Nun ist er an Tuberkulose erkrankt. Möglicherweise muss er demnächst auf der Strasse leben, und seine Kinder müssen ihr Studium abbrechen.
Tuberkulose ist heute in Armenien weit verbreitet. Artuschs Ehefrau Nvard ist Krankenschwester und hat jahrelang in einer Abteilung für Tuberkulosekranke gearbeitet. Nun hat die tückische Lungenkrankheit ihren eigenen Ehemann befallen.
Artusch musste als junger Mann aus Nachichewan fliehen. Diese Stadt liegt in einer einst mehrheitlich von Armeniern bewohnten Region in Aserbaidschan. Als 1988 der Krieg um Berg Karabach ausbrach, mussten die Armenier ihre Siedlungen in Aserbaidschan verlassen, weil ihr Leben bedroht war.
Artusch mietete in der armenischen Hauptstadt Jerewan eine Wohnung und fand Arbeit auf dem Bau. Hier traf er Nvard, die eine Anstellung als Krankenschwester in einem Spital gefunden hatte. Artusch und Nvard heirateten 1989. Ein Jahr später kam Sohn Kamo zur Welt, 1991 kam die Tochter Melania.
„Wir standen auf der staatlichen Liste für eine Wohnung. Aber mit dem Zerfall der Sowjetunion sind unsere Träume von einem eigenen Zuhause geplatzt“, erzählt Nvard und wischt sich einige Tränen ab.
Viele schwere Jahre musste die Familie überstehen. Artusch pflegte über ein Jahr lang seinen ältesten Bruder, der schwer krank war. Er besorgte Medikamente und übernahm die Pflegekosten im Krankenhaus. Doch der Bruder starb, Artusch versank in Schulden. Da die Familie nicht mehr imstande war, die Miete zu bezahlen, zog sie im Dorf Geghaschen ins Elternhaus von Nvard. Die Familie bekam dort ein Zimmer. Die Wände sind kahl, der Boden ist löcherig. Das Zimmer wird mit einem uralten Ofen geheizt, der zugleich zum Kochen dient. Beheizt wird er mit getrocknetem Mist. Die Familie ist so arm, dass sie sich kein Brennholz leisten kann.
Um die angehäuften Schulden zu tilgen, fuhr Artusch nach Stawropol in Russland. Dort gab es Arbeit. Einmal im Jahr kehrte er in die Heimat zurück und besuchte seine Familie. Er klagte immer über die unmenschlichen Arbeits- und Wohnbedingungen. In einer Baracke lebte er zusammengepfercht mit zehn anderen Arbeitern.
Als Artusch vergangenes Jahr nach Jerewan kam, fühlte er sich sehr schlecht. Er hatte Husten, Fieber und Schmerzen in der Brustgegend. Ein Bluttest und Röntgenaufnahmen bestätigten den Verdacht auf Tuberkulose. Die Behandlung dauert mindestens sechs Monate, bis eine völlige Ausheilung erfolgt ist. Nun ist fast ein Jahr vorbei. Artusch befindet sich noch immer im Krankenhaus. Sein Zustand ist jetzt stabil, er kann demnächst entlassen werden, findet aber nirgendwo eine Unterkunft. Die Eltern und der Bruder von Nvard fürchten sich, angesteckt zu werden. Sie erlauben nicht, dass Artusch wieder bei ihnen einzieht. Nvard ist verzweifelt: Mit ihrem geringen Arbeitslohn kann sie keine Wohnung mieten. Beide Kinder studieren an Hochschulen. Für ihr Studium müssen sie bezahlen. Als der Vater erkrankte, hat Kamo aus Geldmangel sein Studium für zwei Jahre unterbrochen und ging freiwillig zum Militär. Wenn er zurückkehrt, muss er für jedes Semester 550 Franken (384 Euro) bezahlen. Für Melania, die am Medizinischen College studiert, kostet das Studium 415 Franken (290 Euro) jährlich.
Alle Bekannten und Verwandten helfen der Familie nach Kräften: mit Lebensmitteln, Kleidung und Schuhen. Aber das reicht nicht aus. Herzlichen Dank, wenn Sie diese arme Familie in ihrem ansonsten aussichtslosen Überlebenskampf unterstützen.
Projekt Nr. 1488, "Nothilfe Tuberkulose"

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Armenien
Öffnung der Grenze rückt in weite Ferne
Friedensprozess mit Türkei auf Eis gelegt
Die Aussöhnung zwischen Armenien und der Türkei ist vorerst gescheitert. Die Türkei habe unannehmbare Vorbedingungen gestellt, die eine weitere Wiederannäherung verhinderten, erklärte Armeniens Präsident Serge Sarkisian in einer Fernsehansprache.
Armenien mit seinen drei Millionen Einwohnern wird damit weiterhin unter seiner extremen Isolation leiden. Der Binnenstaat im Kaukasus ist umgeben von feindlich gesinnten Nachbarn: der Türkei im Westen und Aserbaidschan im Osten. Die Finanzkrise hat das Land schwer getroffen. 2009 schrumpfte die Wirtschaft um 14,4 Prozent.
Genau ein Jahr, nachdem die Türkei und Armenien mit einem unter schweizerischer Vermittlung ausgearbeiteten Plan für eine diplomatische Annäherung und spätere Grenzöffnung an die Öffentlichkeit getreten waren, hat Armenien den eingeleiteten Prozess nun gestoppt. Präsident Sarkisian erläuterte, die Türkei sei nicht bereit, den Prozess ohne Vorbedingungen fortzusetzen; der zeitliche Rahmen habe sich erübrigt; ein Dialog zum Selbstzweck sei sinnlos.
Zusätzlich belastet wird das Verhältnis beider Länder dadurch, dass die Türkei im Konflikt um die Region Berg-Karabach die Position von Aserbaidschan unterstützt. Das Gebiet steht seit einem Krieg in den 1990er Jahren unter armenischer Kontrolle, gehört aber völkerrechtlich zu Aserbaidschan.
Besonders enttäuscht waren die Armenier von der türkischen Weigerung, den 24. April als Tag des Gedenkens des Völkermords an den Armeniern im Ersten Weltkrieg anzuerkennen. Ihre Kritik gilt auch dem amerikanischen Präsidenten Barack Obama, der das Wort „Völkermord“ in Zusammenhang mit Armenien ebenfalls meidet. Noch in seinem Präsidentschaftswahlkampf 2008 hatte Obama erklärt, er wolle im Falle seiner Wahl als Präsident den Begriff „Völkermord“ ausdrücklich für die Massaker an den Armeniern verwenden. Die türkische Regierung lehnt diesen Begriff ab und reagiert auf die Verwendung mit harten diplomatischen Massnahmen.

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Rumänien
Verbrecher locken Jugendliche in Rumänien in die Falle – Mit Schlägen zum Betteln gezwungen
Kinder entführt und als Sklaven gehalten
Adrian lebt mit seiner Mutter in einer kleinen Hütte in der rumänischen Stadt Brasov. Sein Vater hat die Familie vor einigen Jahren verlassen. Hunger und Kälte gehören für den Jungen zum Alltag. Er hat bisher nur ein Jahr die Schule besucht. Weil ihn niemand ermutigt und unterstützt, ist er einfach nicht mehr hingegangen.
Adrian versucht etwas Geld zu verdienen, indem er für reiche Leute deren Autos wäscht.
Er ist zehn Jahre alt, als er im August vergangenen Jahres von einem 16-jährigen Bekannten zu einem Ausflug mit dem Zug eingeladen wird. Für Adrian ist es die erste Zugfahrt seines Lebens. Er freut sich und ist begeistert, dass er gemeinsam mit drei Freunden eine Reise machen darf. Die Zeit vergeht wie im Flug. Gegen Abend erreicht das Quartett eine Stadt an der Grenze zu Ungarn. Der 16-Jährige bringt die vier Kinder in ein verlassenes Haus. Adrian glaubt, dass sie hier übernachten werden, um dann am nächsten Tag zurückzufahren. Doch sobald sie im Haus sind, werden sie von vier Erwachsenen in Empfang genommen.
„Von jetzt an werdet ihr für uns arbeiten“, heisst es. Die vier Kinder verstehen zunächst nicht, was das für sie bedeutet. Sie werden in ein Zimmer gesperrt und müssen auf einer alten Matratze schlafen.
Am nächsten Morgen bekommen sie etwas aus einem Fass zu essen. Es schmeckt scheusslich. Adrian sagt, dass er nach Hause will - da wird er zum ersten Mal brutal geschlagen. Diese Tortur muss er nun fast täglich über sich ergehen lassen.
Gegen 10 Uhr werden die Kinder in die Stadt an eine Strassenkreuzung gebracht. Sie müssen betteln. Jeden Tag müssen sie mindestens umgerechnet 25 Franken (17,50 Euro) „erwirtschaften“. Wenn sie das nicht erreichen, werden sie geschlagen und bekommen nichts zu essen. Jeden Tag geht das so. Mit der Zeit verlieren Adrian und seine Leidensgenossen die Hoffnung, dass sie jemals wieder nach Hause kommen werden.
Am 16. März dieses Jahres werden die vier Kinder von einer Sondereinheit der Polizei befreit und zurück nach Brasov gebracht. Die Sklavenhalter werden verhaftet. Ihnen drohen bis zu 20 Jahren Gefängnis.
Leider ist die Geschichte von Adrian kein Einzelfall. Immer wieder werden Kinder aus armen Familien versklavt. Das Diaconia Bildungs- und Kinderzentrum KiBiZ in Brasov setzt sich besonders für solche Kinder ein. Die von Diaconia betreuten Kinder werden täglich begleitet. Dadurch kommen sie nicht in Gefahr, in die Hände der Sklavenhalter zu fallen.
Bitte helfen Sie mit, dass Diaconia Kindern wie Adrian unterstützen und vor den Fängen der Sklavenhalter bewahren kann.
Projekt Nr. 1489, "Stopp der Kindersklaverei"

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Rumänien
„Bauernhof der Hoffnung“ stösst auf grosse Resonanz – Erste Kartoffeln gepflanzt
Bereits für 22 Hektare Land gespendet!
„Ganz herzlichen Dank an alle, die den Aufbau des Bauernhofs der Hoffnung unterstützen“, schreibt Matthias Kipfer, der Leiter der Diaconia-Arbeit in Rumänien. Auf den Spendenaufruf für Ackerland haben viele Freunde reagiert. Es sind bereits Spenden für 22 Hektare Ackerland eingegangen. „Unsere Mitarbeiter sind in Gesprächen, damit wir im Spätsommer um die 30 Hektare Land an einem Stück kaufen können. Diese Fläche ermöglicht uns, in Zukunft effizient zu arbeiten“, so Matthias Kipfer.
Das Landwirtschafts-Projekt ist langfristig angelegt mit dem Ziel, im Laufe der nächsten Jahre einen vielfältigen landwirtschaftlichen Betrieb aufzubauen. Die angebauten Grundnahrungsmittel werden gratis oder sehr günstig an arme Familien abgegeben. Was übrig bleibt, wird auf den Märkten angeboten. Der Ertrag kommt dem Diaconia-Kinderzentrum in Brasov zugute. Im Hofgebäude werden als zusätzliche Einnahmequelle Übernachtungsmöglichkeiten für Familien, Gruppen und Einzelpersonen geschaffen. In einem kleinen Hofladen werden selbst produzierte Produkte wie Käse, Marmelade, Spargel oder Wild verkauft. Arbeitslose Familienväter freuen sich über die sinnvolle und bezahlte Arbeit.
Auf drei Hektare Ackerland, die ein befreundeter rumänischer Bauer für ein Jahr zur Verfügung gestellt hat, haben Diaconia-Mitarbeiter bereits Kartoffeln gesetzt. Fünf arbeitslose junge Männer halfen dabei. Dadurch wird es möglich, bereits diesen Herbst eine erste Ernte an Kartoffeln einzubringen und zu verteilen. Die Anbaukosten für ein Hektar Kartoffeln (Saatgut, Dünger und Anpflanzen) belaufen sich auf rund 2000 Franken (1400 Euro). Die erwartete Ernte pro Hektar beträgt mindestens 25 Tonnen Kartoffeln.
Wir bitten Sie, mit einer Spende den Kartoffel-Anbau (Saatgut und Dünger) zu unterstützen.
Sie können auch weiterhin für den Kauf von Ackerland spenden: 100 Quadratmeter kosten 38 Franken (25 Euro); 1000 Quadratmeter kosten 380 Franken (250 Euro). Ein Hektar (10.000 Quadratmeter) Ackerland kostet rund 3800 Franken (etwa 2500 Euro).
Einsatzleiter Matthias Kipfer: „Wir freuen uns, wenn Sie den Bauernhof der Hoffnung langfristig begleiten und unterstützen. Gerne halten wir sie auf dem Laufenden!
Haben Sie Fragen oder Anregungen, können Sie sich gerne an die Büros in der Schweiz und in Deutschland wenden oder eine E-Mail schicken an: bauernhof@diaconia.org.“
Projekt Nr. 1490, "Bauernhof der Hoffnung"
Projekt Nr. 1491, "Saatgut"

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Rumänien
Zwölfjährige benötigt ein spezielles Implantat – Eltern haben schon viel gespart
Roxana möchte so gerne hören können
Roxana ist zwölf Jahre alt und geht in die vierte Klasse. Sie ist fast vollständig taub. Als ihre Eltern nach der Geburt erfuhren, dass ihr Baby nicht hören kann, haben sie das Kind in ein Heim gegeben. Dort blieb Roxana, bis sie drei Jahre alt war. Dann wurde sie von einer Familie als Pflegekind aufgenommen. Die Pflegeeltern kümmern sich um Roxana wie um ein eigenes Kind. Derzeit läuft das Adoptionsverfahren. Die Pflegemutter setzt sich mit aller Kraft dafür ein, dass die gehörlose Roxana eine normale Schule besuchen kann.
Diaconia hat Roxana schon vor Jahren zwei Hörgeräte geschenkt. Doch leider ist der Erfolg nur beschränkt, da Roxana hochgradig hörbehindert ist. Seit einigen Jahren ist es möglich, Kindern wie Roxana ein sogenanntes „Cochlear Implant“ einzusetzen. Dieses Gerät ermöglicht, Töne vom Innenohr direkt dem Hörnerv zu übermitteln.
In Westeuropa sind solche Implantate für hochgradig hörbehinderte Kinder normal. Sie ermöglichen den meisten, eine reguläre allgemeinbildende Schule zu besuchen.
In Rumänien müssen die Eltern Implantat-Operationen selbst bezahlen. Die Eltern von Roxana tun alles, damit ihre Tochter eine Chance bekommt zu hören. Sie haben versucht, das nötige Geld anzusparen. Jedoch fehlen immer noch etwa 3000 Franken (2090 Euro). Bitte helfen Sie mit, damit Roxana hören kann!
Projekt Nr. 1492, "Roxana soll hören"

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Albanien
Hilfe zur Selbsthilfe: Diaconia hilft armen Familien beim Anbau von Gemüse
Mit der Saat wächst die Hoffnung
Viele bitter arme Familien in Albanien hungern, obwohl sie Gartenflächen besitzen, die zum Anbau von Nahrungsmitteln geeignet sind. Ihnen fehlt das Geld, um Saatgut und Dünger zu kaufen. Dies möchte Diaconia mit einem neuen Projekt ändern, das diesen Familien ermöglichen soll, sich langfristig selbst zu helfen.
Zum Beispiel Familie Doda. Sie besteht aus sieben Personen, von der 79-jährigen Grossmutter bis zu einem sechsjährigen Jungen. Vor fünf Jahren kamen sie aus einem Dorf im Norden des Landes nach Shkoder, in der Nähe der Hauptstadt Tirana gelegen. Trotz harter Arbeit gelingt es Vater Ndue (34) und Mutter Mimoza (31) kaum, die Familie zu ernähren. Die Arbeitslosigkeit ist hoch in der Region. Derzeit hat Ndue nur eine Teilzeit-Stelle als Bestatter auf dem katholischen Friedhof der Stadt.
Die Unterkunft der Familie ist in einem erbärmlichen Zustand. Der Putz fällt von den Wänden, das Dach ist undicht, die wenigen Möbel sind alt und schäbig. Doch wer ums tägliche Überleben kämpfen muss, hat kein Geld für Reparaturen und Renovierungen.
Die Familie hat eine langjährige Erfahrung in der Landwirtschaft, schliesslich kommen sie aus einem Dorf auf dem Land. Um das Haus in Shkoder herum gibt es eine grosse Fläche mit nutzbarem Boden. Doch ohne Unterstützung von Diaconia ist es Familie Doda nicht möglich, dort etwas anzubauen.
„Mit unserem Projekt können wir die Folgen der Armut deutlich mildern“, erläutert Einsatzleiter Artan Metohu. Mit dem Anbau von Kartoffeln und Gemüse könnte die Familie ihre eigene Ernährungssituation deutlich verbessern. Durch den Verkauf der Produkte wäre sogar zusätzlich ein bescheidenes Einkommen erzielbar. Artan Metohu hat ein Konzept erarbeitet. Danach erhalten geeignete arme Familien Saatgut und Setzlinge für Kartoffeln, Zwiebeln, Knoblauch, Bohnen, Wassermelonen, Paprika und vieles mehr sowie den notwendigen Dünger. Ein solches landwirtschaftliches „Hilfspaket“ kostet 234 Franken (163 Euro).
Wir bitten Sie herzlich um Ihre Unterstützung für bedürftige Familien im ärmsten Land Europas. Artan Metohu hat bereits eine Warteliste von Familien, die dem Anbau in ihren Gärten entgegenfiebern!
Projekt Nr. 1493, "Saatgut zur Selbsthilfe"

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Nepal
Verheerende Verwüstungen in der Hauptstadt Kathmandu vorhergesagt
Experten warnen vor Super-Erdbeben
Nepal gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Geologen warnen: Gerade dort drohe ein Erdbeben von katastrophalem Ausmass. Die schlechte Infrastruktur und Bausubstanz würden im Fall eines Super-Bebens die Zahl der Opfer in die Höhe treiben.
Dass Nepals Hauptstadt Kathmandu von einem verheerenden Erdbeben erschüttert werde, sei nur eine Frage der Zeit, sagen Experten. 2,5 Millionen Menschen, die dort in armseligen Behausungen wohnen, drohten Erdstösse einer vielfachen Stärke des Bebens von Haiti, bei dem am 12. Januar mehr als 220 000 Menschen umkamen.
Nepal liege auf der Grenze zweier tektonischer Platten. Das von Bürgerkrieg und politischen Krisen geplagte Land habe lange kein grosses Beben erlebt und sei deshalb völlig unvorbereitet. „Im Westen von Kathmandu laufen Prozesse ab, die unweigerlich zu Erdbeben führen“, sagt David Petley, Risikoforscher an der britischen Durham-Universität.
Die Hauseltern der drei Kinderheime, die Diaconia in Nepal unterstützt, sind sich der Gefahr bewusst. Auch wenn die Bausubstanz dieser Heime besser ist als die der meisten Gebäude in der Umgebung: letztlich liege ihr Leben in Gottes Hand, erklären sie. Sie bitten die Freunde von Diaconia um ihr Gebet für Schutz und Bewahrung der Kinder – nicht nur vor Naturkatastrophen, sondern auch vor Unfällen und gewalttätigen Auseinandersetzungen und Überfällen, die auf dem „Dach der Welt“ an der Tagesordnung sind.
Diaconia unterstützt seit Jahren die drei Kinderheime mit Internatsbetrieb in der Nähe der Stadt Pokhara. Alle drei Heime werden von Hauseltern geleitet, die engagierte Christen sind und den ihnen anvertrauten Kindern mit der Liebe des Evangeliums begegnen. Die Unterstützung von Diaconia ermöglicht den Kindern zudem eine gute Unterbringung, Versorgung mit Nahrungsmitteln und Kleidung, Schulmaterial und Hausaufgaben-Betreuung. Diese Hilfe hat das Leben vieler armer nepalesischer Kinder grundlegend verändert. Bitte unterstützen Sie dieses dringend notwendige Projekt auch weiterhin mit Ihren Gebeten und Gaben.
Projekt Nr. 1494, "Nepalhilfe"







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