Report
Ausgabe 06, Juni 2013


Armenien
Witwe kämpft für ihre Kinder
Rusana pflegte Schwiegermutter und -vater, verlor ihren Mann und verliert nun wahrscheinlich auch noch ihre Wohnung

„Mein Vater starb bei einem Autounfall, als ich 12 Jahre alt war. Ein schwerer Schicksalsschlag für uns, denn meine Mutter musste uns vier Kinder alleine durchbringen“, sagt Rusanna und fügt nachdenklich hinzu: „Auch mein Sohn Hrant verlor seinen Vater im selben Alter.“

1988 heiratete Rusanna ihren Mann Hrant, dessen Namen ihr jüngster Sohn trägt. Drei Kinder hat das Ehepaar: Tochter Anuschik kam 1989 zur Welt, die Söhne Aramajis und Hrant wurden 1991 und 2001 geboren. Gemeinsam lebten sie bei Hrants betagten Eltern. Hrant hatte Arbeit, doch die Familie war finanziell trotzdem nicht auf Rosen gebettet – oft herrschte Geldnot. Die Familie führte ein stilles und bescheidenes Leben.

Rusana versucht, ihren Kindern ein möglichst normales Leben zu ermöglichen.


Die Zweizimmerwohnung ist so marode, dass Rusana sie nicht verkaufen kann.


Doch dann überstürzten sich die Ereignisse: Rusannas Schwiegermutter erlitt einen Schlaganfall. Vier Jahre lang pflegte Rusanna die gelähmte und bettlägerige Frau. Nach deren Tod wurde der Schwiegervater zum Pflegefall: Blasenkrebs im fortgeschrittenen Stadium. Nach jeder Chemotherapie wurde er nach Hause entlassen, um sich zu erholen und Rusanna pflegte ihn. Doch der alte Mann bekam psychische Probleme und versuchte mehrmals sich zu töten.

Doch es wurde noch schlimmer: 2003 erkrankte Rusannas Ehemann Hrant an Hepatitis C. Er verlor seine Arbeit, verbrachte stattdessen mehrere Monate im Spital. Die Medikamente und aufwendigen Behandlungen waren teuer, die Schulden wuchsen rasant. Neben der teuren medizinischen Versorgung mussten ja schliesslich auch noch Lebensmittel, Schulsachen, kommunale Gebühren und alles andere bezahlt werden.

Auch die Kinder bekamen gesundheitliche Probleme. Der älteste Sohn Aramajis klagte über krampfartige Bauchschmerzen, hatte oft hohes Fieber – eine unheilbare chronische Verdauungskrankheit, die nur mit schmerzstillenden Medikamenten behandelt werden kann. Sohn Hrant wurde Zeuge, wie sein Grossvater vom Balkon in die Tiefe sprang und zwei Meter entfernt auf dem Betonboden aufschlug. Seitdem leidet Hrant unter psychischen Störungen. Nachts ist er unruhig und findet nur wenig Schlaf, er hat Angst im Dunkeln, vor Lärm und Geräuschen.

Der geliebte Vater und Ehemann starb im Januar. Die Familie bleibt mit einer enormen Schuldenlast zurück. Ihr droht aktuell der Verlust des Zuhauses. Rusanna will die Zweizimmerwohnung verkaufen, um die Schulden in Höhe von 11 250 Franken (9 400 Euro) zurückzuzahlen. Aber es gibt keinen Käufer, weil sich die Wohnung in einem erbärmlichen Zustand befindet.

Die Zukunft der Kinder erscheint Rusanna völlig aussichtlos. ,,Meine Kinder haben kaum eine Chance, dem Kreislauf der Armut und Krankheiten zu entfliehen. Aramajis konnte keinen Beruf erlernen. Dafür war das Geld zu knapp. Jetzt ist er bereit, jede beliebige Arbeit anzunehmen, um das tägliche Brot für uns zu verdienen.“ Die leidgeprüfte Witwe wandte sich an Diaconia, ihre finanzielle Notsituation überbrücken zu helfen. Wir bitten Sie um Solidarität mit dieser bedürftigen Familie im ältesten christlichen Land der Erde.

Projekt Nr. 1881, "Solidarität mit Rusanna”

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Armenien
Syrisch-Armenische Flüchtlingsfamilie in Not
Sie haben alles in Aleppo zurückgelassen und kämpfen ums Überleben

Die Lage der Armenier in Syrien bleibt angespannt. Die armenischen Kirchgemeinden, christliche Einrichtungen und Häuser sind Ziel vieler gewaltsamer Übergriffe. Die Zahl der christlichen Flüchtlinge steigt täglich. Bereits 7000 syrische Armenier haben Zuflucht in Armenien gefunden.

Bei ihrer Ankunft in Jerewan werden sie als Flüchtlinge registriert und mit Lebensmitteln versorgt. Mehr nicht. Mieten für Notunterkünfte, medizinische Versorgung und warme Kleidung sind für Menschen, die alles verloren haben, unerschwinglich.

Brauchen dringend Hilfe: Parandzem, ihr Mann Hmajak und die Söhne mussten all ihr Hab und Gut in ihrer Heimat zurücklassen.


Parandzem stammt aus Armenien. Sie ist im Dorf Masis in einer kinderreichen Bauernfamilie aufgewachsen. Ihr Vater starb früh, und so mussten Parandzem und ihre elf Geschwister hart arbeiten, um genug zum Essen zu bekommen.

Im Jahr 1993 kam Hmajak als Tourist von Syrien nach Armenien. Dort lernte er in einem Coiffeursalon Parandzem kennen und verliebte sich in sie. „Hmajak ist invalid. Kurz nach seiner Geburt bekam er Kinderlähmung, daher sind seine Beine schwach und deformiert. Trotzdem kann er gehen. Schon bei unserem ersten Treffen hat er mir gefallen. Sein Mut, seine Zielstrebigkeit und Herzenswärme haben mich beeindruckt und fasziniert“, erinnert sich Parandzem lächelnd.

Sie heirateten und zogen nach Aleppo, der Heimatstadt von Hmajak. Dort reparierte Hmajak Motoren in seiner kleinen Werkstatt und Parandzem backte zu Hause Kuchen und Torten und verkaufte sie in einem Laden. Die Familie hatte alles – ein eigenes Haus, eine eigene Werkstatt und glückliche und gut versorgte Kinder. Doch dann stürzte der Bürgerkrieg das Land ins Chaos.

Im Februar 2012 floh Parandzem mit ihren Söhnen, Hakob (16) und Raffi (13) nach Armenien. Hmajak blieb noch in Aleppo. Doch die Lage wurde schlimmer. Im August verliess auch Hmajak die Stadt – ohne Haus und Werkstatt zu verkaufen.

Die Familie zog in eine Mietwohnung in Jerewan. Drei Monate reichten die Ersparnisse, vor dem Winterbeginn kam die finanzielle Not: „Die Kinder mussten die Schule abbrechen, weil wir den Transport nicht bezahlen konnten. In der ungeheizten Wohnung mussten wir im Bett liegen und uns in Decken wickeln, um nicht zu erfrieren. Selbst eine heisse Suppe konnte ich meinen Kindern nicht kochen, weil wir keine Lebensmittel kaufen konnten. Schön, dass es noch gutherzige Menschen neben uns gibt. Unsere Nachbarn sorgen für das Brot, ohne dieses würden wir verhungern.“ Während Parandzem erzählt, laufen ihr Tränen über die Wangen. Hmajak seufzt: Noch immer hat er wegen seiner Behinderung keinen Job gefunden.

Auch die Söhne leiden sehr unter der Situation. Sie brauchen psychologische Betreuung. Für sie war der Umzug sehr schwierig. Wegen Streitereien mit Gleichaltrigen und sprachlicher Hindernisse wollten beide anfangs nicht zur Schule gehen. Nachdem Diaconia durch den Nothilfefonds die Fahrtkosten übernommen hat, konnten Hakob und Raffi nach der erzwungenen Winterpause wieder den Unterricht besuchen. Hakob hat grosses Interesse an der Informatik und will Programmierer werden – wenn die Familie die Studiengebühren aufbringen kann. Doch die Familie lebt unterhalb der Armutsgrenze.

Das Geld fehlt an allen Ecken und Enden. Die Familie braucht dringend Lebensmittel, Hygieneartikel und Schulmaterial. Auch die Miete, der Strom und das Wasser müssen bezahlt werden. Diaconia ist nun die letzte und einzige Hoffnung für diese arme Flüchtlingsfamilie. Bitte helfen Sie mit und unterstützen Sie sie in ihren schwersten Tagen.


Projekt Nr. 1882, "Eine Zukunft für Parandzems Familie"

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Rumänien
Familienvater am Ende seiner Kraft
Gheorghe kann nicht arbeiten, seine Tochter ist psychisch krank

Die Sorgen werden für Gheorghe unüberwindbar: Seine Tochter Eugenia leidet unter unberechenbaren Anfällen, er selbst kann keiner regelmässigen Arbeit nachgehen. Auch die kleinen Einkommen zweier Söhne können die Not nicht lindern. Die Familie ist sich herzlich zugetan, ist jedoch ohne Hilfe den täglichen Herausforderungen nicht gewachsen.

Stangaciu Gheorge (61) und seine Frau Eugenia sind seit 41 Jahren ein Paar und haben sechs Kinder, fünf Jungen und ein Mädchen. Früher hat Gheorge in einer Möbelfabrik in Rupea gearbeitet. Eine Freude, denn das Leben im ländlichen Rumänien bietet wenig Chancen auf Arbeit und ein regelmässiges Einkommen. Die beiden taten das ihnen Mögliche, ihre Kinder gut zu versorgen, sie waren glücklich.

Als Grossfamilie leben sie unter einem Dach, doch die Familie Stangaciu hat kaum Geld für Kleidung und Essen.


Tochter Eugenia (r.) macht ihren Eltern besonders grosse Sorgen, denn ihre Krankheit hat sie sehr verändert.


Vor einiger Zeit ist Gheorge an Diabetes erkrankt, Prostata-Probleme kamen hinzu. Er konnte der schweren Arbeit nicht mehr länger nachgehen. Und ausserhalb des Dorfes eine Anstellung zu finden ist sehr schwer.

In den 90er Jahren, als die Siebenbürger Sachsen nach Deutschland auswanderten, konnte die Familie ein gutes Haus für einen bezahlbaren Preis kaufen. Seitdem leben sie dort, Papiere über den Kauf besitzen sie jedoch nicht. In diesem Haus leben zurzeit zwei der Söhne, eine Schwiegertochter mit ihren vier Kindern (der Sohn ist Schäfer und oft mit der Herde auf dem Feld), Tochter Eugenia mit ihrer Tochter, eine Nichte sowie Gheorge und Eugenia.
Im Alter von 17 Jahren begann Tochter Eugenia, psychisch auffällig zu werden. Eines Nachts begann sie zu schreien und konnte kaum mehr damit aufhören. Die Eltern wissen bis heute nicht, was damals geschah. Die Folgen sind jedoch bis heute sichtbar: Das Aussehen der jungen Frau hat sich verändert, und sie ist oft nicht klar bei Verstand, manchmal sogar unzurechenbar.

Die Eltern suchten verschiedene Ärzte auf. Niemand konnte helfen. Einer der Ärzte gab ihnen gar den Rat, die Tochter so schnell wie möglich zu verheiraten. Eine Heirat würde zu ihrer Gesundung beitragen. Die Eltern wollten das Beste für Eugenia und folgten dem Rat. Sie suchten einen jungen Mann, der bereit war, ihre Tochter zu heiraten. Nach einiger Zeit bekam das junge Paar eine Tochter. Jedoch nach nur drei Jahren Ehe verliess der Vater die Familie, weil er sich seines Lebens nicht mehr sicher fühlte. Eugenia bekam immer wieder unkontrollierte Wutanfälle, schrie ihren Mann häufig an und wurde sogar hin und wieder handgreiflich.

Zu den Sorgen mit der Tochter kommen die Sorgen ums tägliche Brot hinzu. An manchen Tagen weiss Gheorge nicht, wie er seine Familie ernähren soll. „Wir haben kein Geld für das Essen, viele Rechnungen können wir nicht bezahlen, für Kleidung und Schuhe haben wir kein Geld und für notwendige Medikamente und Untersuchungen reicht es schon lange nicht mehr. Dies ist die bisher schwierigste Zeit meines Lebens. Ich weiss nicht, was ich tun soll.“

Die beiden im Haus lebenden Söhne arbeiten als Tagelöhner im Strassenbau und heben Gräben aus. Sonst finden sie keine Arbeit. Der Lohn dafür ist gering. Zusammen erhalten die beiden jungen Männer etwa 300 Franken (250 Euro).

Diaconia möchte dieser Familie ermöglichen, Eugenia und Gheorge medizinisch untersuchen zu lassen und für die notwendigen Medikamente und Eingriffe aufzukommen. Ohne ärztliche Untersuchung wird Eugenia auch nicht die notwendigen Papiere und Nachweise erhalten, die sie zur Beantragung einer Behindertenrente braucht. Auch für gesunde Nahrung und genügend Kleidung möchte Diaconia mit Ihrer Hilfe sorgen.
Lassen Sie uns gemeinsam die Last dieser notleidenden Familie erleichtern. Geben Sie Gheorge und seiner ganzen Familie neue Hoffnung und das Erleben, dass sie nicht alleine sind. Vielen Dank für Ihre Gaben.


Projekt Nr. 1883, "Hilfe Familie Stangaciu"

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Armenien
Marines Herz gerät ins Stolpern
32-jährige Mutter bangt um ihr Leben, weil sie die notwendige Operation nicht bezahlen kann

Es hätte so gut sein können, doch wie vor gut zehn Jahren steht die Familie Simonian jetzt wieder vor einem Wendepunkt: Angst, Freudlosigkeit und Verzweiflung sind zurück, denn das Leben der 32-jährigen Marine hängt an einem seidenen Faden.

Marine ist herzkrank. Nur eine sofortige Operation kann ihr Leben noch retten. Doch die finanziellen Mittel für die lebenswichtige OP fehlen. Eigentlich war Marine immer gesund, nichts deutete auf ihre spätere Erkrankung hin. Dann bekam die damals 22-Jährige nach der Geburt ihres Sohnes plötzlich Schmerzen im Brustbereich. Die Diagnose: Marine litt unter einer Herzmuskelerkrankung. Diese kann unbemerkt verlaufen und das Herz nachhaltig schädigen. Marines Herz war so geschwächt, dass es nicht genügend Blut durch ihren Körper pumpen konnte. Um ihr Leben zu retten, wurde sie umgehend operiert: Ihre Herzklappe wurde durch eine künstlichen Prothese ersetzt. Während den folgenden Jahren stabilisierte sich ihr Zustand. Langsam vergass sie all die schrecklichen Erlebnisse und Ängste, die sie durchgestanden hatte. Die Welt war wieder in Ordnung. Sie freute sich ihres Leben und sah ihren Sohn aufwachsen. Obwohl die Familie wegen der OP grosse Schulden hatte, waren alle glücklich und erleichtert.


Marine liebt ihren Sohn Sarsand sehr.



Die Familie bangt um Marines Leben.


Dann der Schock: Im Februar 2013 kehrten die Symptome plötzlich zurück: Atemnot, Ohnmachtsanfälle, Blutdruckschwankungen. Diesmal wurde bei Marine eine schwere Herzinsuffizienz festgestellt. Einmal verschlechterte sich ihr Zustand so dramatisch, dass sie auf dem Weg ins Spital im Rettungswagen reanimiert werden musste. Marines Leben ist akut in Gefahr. Ihre Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiken sind enorm gestiegen. Jeden Moment kann etwas Schlimmes passieren. Sie muss sofort operiert werden – jede Minute zählt.

Aber auch diese Operation ist wieder mit enormen Kosten, 4 000 Franken (3 350 Euro), verbunden, die die Familie nicht aufbringen kann. Marines Ehemann Armen arbeitet als Sanitär-Installateur. Er hat keinen festen Arbeitsplatz, denn die Arbeitslosigkeit in Armenien ist hoch. Aber in der Gegend kennt man den geschickten Handwerker. Wenn der Wasserhahn tropft oder der Abfluss verstopft ist, ruft man ihn zu Hilfe. Doch dieser Verdienst ist zu gering, als dass er seine Familie davon verlässlich ernähren könnte. Marines Schwiegervater arbeitet als Wächter in einem Betrieb. Auch sein Lohn ist klein. Das geringe Einkommen der Familie reicht jeweils nicht einmal bis zum Ende des Monats.

Um die alten Schulden zu tilgen, sparte die Familie, wo es nur möglich war. Nachdem sie alles zurückgezahlt hatte, nahm die Familie im letzten Herbst einen Kredit in Höhe von 1 875 Franken (1 560 Euro) für neue Fenster auf. „Die alten Fenster waren in einem desolaten Zustand, überall zog es. Die Fensterrahmen hatten solche Risse, dass der Wind manchmal Geschirr auf dem Tisch umwarf. Die Fensterscheiben waren zerbrochen. Im Winter war es besonders schlimm. Die Lufttemperatur in den Zimmern stieg nicht über zehn Grad Celsius, obwohl wir die Wohnung stark heizten. Wegen der Kälte war mein Sohn Sarsand stets krank. Ich konnte nicht ahnen, dass ich wieder ein Herzproblem haben würde“, berichtet Marine schuldbewusst. Wäre ich doch nicht erneut krank geworden, scheint sie sich zu denken.

Die neuen Fenster waren eine Notwendigkeit und kein Luxus. Und trotzdem: In der heutigen Situation denkt Marine, dass das Geld für die kostspielige Operation hätte benutzt werden können. Einen zweiten Kredit kann die Familie nicht aufnehmen. Erst muss der bestehende getilgt sein. „Ich will noch nicht sterben. Ich möchte weiter für meinen Sohn da sein, für ihn sorgen“, fleht Marine. Eigentlich darf sich die kranke Frau nicht aufregen, doch in einer solchen Situation kann man sich nicht gelassen zurücklehnen.

Marine ist kein Einzelfall. Immer noch gehört es in Armenien zum Alltag, dass sich kranke Menschen dringend notwendige Therapien und lebensrettende Operationen aus Geldmangel nicht leisten können. Bitte helfen Sie, die Operation von Marine zu übernehmen. Ohne die Hilfe von gutherzigen Menschen wird sie nicht überleben. Ihr Beitrag kann Leben retten!


Projekt Nr. 1884, "Operationskosten Marine"

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Rumänien
Ein Zuhause ohne Fenster und Türen
Eine starke Frau trotz vieler Schicksalsschläge

Roxana hat in ihrem Leben schon einiges erlebt: Sie wuchs in einem Waisenhaus in Bacau auf, arbeitete körperlich hart, heiratete die falschen Männer und kämpft nun für ihre Kinder um ein warmes Zuhause und eine hoffnungsvolle Zukunft.

Ihre Eltern hat Roxana nie kennengelernt. Sie wuchs in einem Waisenhaus in Bacau auf. So lernte sie früh, sich zu behaupten und zu überleben. Und ohne Eltern ist das Leben hart. Nach dem Besuch diverser Schneidereikurse kam Roxana im Alter von 17 Jahren nach Harman Brasov. Dort arbeitete sie, gemeinsam mit weiteren 14 Mädchen aus dem Waisenhaus, Stunde um Stunde für sehr wenig Lohn. Mit der Zeit wurde Roxana zur Anführerin dieser Gruppe, und sie beschloss, dass sie gemeinsam zum Bahnhof gehen und mit dem nächsten Zug irgendwohin fahren und neu beginnen würden. Sie alle waren es leid, für wenig Geld, ohne Essen und Kleidung, eine so schwere Arbeit zu verrichten.

Roxana und ihre sechs Kinder wollen gern umziehen und dadurch Miete sparen.


Am Bahnhof sprach sie ein Mann an und fragte, ob sie für ihn arbeiten wollten. Sie trauten ihm nicht und baten ihn, seine Frau hinzuzuholen, um zu sehen, ob er es ernst meinte. Er holte sie dazu und die Mädchen willigten ein. Auch wenn diese Arbeit körperlich sehr anstrengend war, so verrichteten die Mädchen sie gerne. Sie wurden bezahlt und anständig behandelt.

In dieser Zeit verliebte Roxana sich in einen ihrer Arbeitskollegen. Sie wurden bald ein Ehepaar und bekamen zwei Kinder. Irgendwann änderte der Mann sein Verhalten seiner Frau und seinen Kindern gegenüber. Er wurde gewalttätig. Sie trennten sich. Nach einer Weile traf Roxana ihren zukünftigen zweiten Mann. Sie glaubte immer noch an die Liebe. Aber ohne elterliches Vorbild oder elterliche Ratschläge war es schwer, die Wahrheit zu sehen. So tat sie das, was ihr Herz ihr sagte. Und zu Beginn war das Leben mit ihrem zweiten Mann sehr schön. Doch nach einiger Zeit begann er ebenfalls, sie und die Kinder schlecht zu behandeln. Roxana zog zu Freunden, aber ihr Mann liess sie nicht in Ruhe. Er versuchte sogar, ihr die Kinder wegzunehmen. Mit Gottes Hilfe und einem guten Anwalt gelang es Roxana letztendlich, das Sorgerecht für alle ihre Kinder zu bekommen.

Momentan lebt Roxana alleine mit ihren Kindern. Sie kann noch kein neues Vertrauen fassen. Alle Kinder besuchen die Schule und sind gute Schüler. Sie selbst arbeitet am Busbahnhof und hält dort die Toiletten gegen eine Gebühr sauber. Manchmal wäscht sie auch Autos und bekommt dafür etwas extra. Sie gibt nicht auf. So ging sie auch vor einiger Zeit zum Rathaus und beantragte die Unterbringung in einer Sozialwohnung. Ihr wurde ein Haus zugeteilt, in dem es weder Fenster noch Türen gibt, und auch der Boden ist nicht befestigt. Nach der Instandsetzung könnte dieses Haus von der Familie mietfrei bewohnt werden. Aber das Geld reicht schon jetzt kaum für den täglichen Bedarf. Woher soll die Frau das Geld für die Instandsetzung des Hauses nehmen? Roxana erhält monatlich einen Lohn von etwa 180 Franken (150 Euro), dazu kommen noch 80 Franken (67 Euro) Kindergeld. Die derzeitige Miete beläuft sich auf 180 Franken (150 Euro).

Lassen Sie sich für dieses Projekt gewinnen und helfen Sie dieser mutigen Frau, für ihre Kinder und sich ein warmes Zuhause zu schaffen.


Projekt Nr. 1885, "Roxana und ihre sechs Kinder"

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BLICKPUNKT
Armenien
Handarbeit: Förderung von kleinen und grossen Talenten

Hier entstehen kleine Kunstwerke: Ringe, Ohrringe, Armbänder und Kissenbezüge, Makramee-Gürtel, Handy-Hüllen und Häkelmützen und vieles mehr. Im Handarbeits-Lehrkurs im Berufsausbildungszentrum (BAZ) von Diaconia lernen Mädchen und Frauen die nötigen Fertigkeiten und erhalten so die Möglichkeit, durch den Verkauf das Familieneinkommen aufzubessern.

Das Angebot gibt es seit 2012. Der erste Grundkurs dauerte fünf Monate. Zehn von den zwölf Kursteilnehmerinnen, konnten die Ausbildung im Februar erfolgreich abschliessen. Ihre Einsatzbereitschaft und Lernfreude führte dazu, dass Diaconia gleich einen Vertiefungskurs anbot, der nun bis im Juli dauert und von acht Teilnehmerinnen besucht wird. Hier geht es darum, Teppiche zu weben, zu stricken und die im Grundkurs erworbenen Kenntnisse weiter zu vertiefen. Die Teppiche werden auf Handweb-Rahmen hergestellt und mit alten armenischen Mustern verziert. Besonders erfreulich ist es zu sehen, wie die an den Rollstuhl gefesselte Arpine ihre Fähigkeiten in den Kurs einbringt und von den anderen Frauen im Kurs aufgenommen wird.

Herzlichen Dank, wenn Sie diese wichtige Arbeit in der Fürbitte und finanziell mittragen.

Die an den Rollstuhl gefesselte Arpine ist mit Eifer bei der Sache.


Im Handarbeitskurs entstehen verschiedene Kunstwerke.


Projekt Nr. 1887, "Berufsausbildungszentrum"

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Rumänien
Feuer vernichtet Existenz
Hausbrand während der Bibelstunde

Während die Familie von Pirvu Dorel sich in der Kirchgemeinde zum Bibelabend versammelt, geht ihr Zuhause wegen eines defekten Wasserboilers in Flammen auf. Nun steht sie vor dem Nichts. Aber Pirvu Dorel (46) und Ileana Vasilica (34) halten an Gott fest. Ihr Glaube ist unerschütterlich.

Seit mehr als 16 Jahren sind Pirvu Dorel und Ileana Vasilica ein Ehepaar. Zusammen mit ihren Kindern George Bogdan (13) und Timotei (2) führen sie ein bescheidenes Leben, sind jedoch immer zufrieden und dankbar für das, was sie haben. Dorel arbeitet als Tagelöhner auf dem Bau. Das Geld, das er verdient, reicht gerade mal zum Überleben. Seine Frau kümmert sich um die Kinder und das Haus. Es ist schwierig, in Rumänien auf dem Land zu leben. Denn es gibt kaum eine Chance, eine Arbeit zu finden.

Familie Dorel schaut noch immer fassungslos auf die verkohlten Trümmer ihres ehemaligen Hauses.


Im Jahr 2002 hörten Dorel und Ileana zum ersten Mal von Jesus. Sie waren sehr berührt und vertrauten sich und ihr Leben Jesus an. Danach war es ihnen ein Anliegen, regelmässig die Kirchgemeinde zu besuchen. Das war etwas für sie bis dahin völlig Ungewohntes. In der Kirchgemeinde trafen sie freundliche Menschen, die, ebenso wie sie, ihr Leben Gott anvertraut hatten. Jeder Tag war eine neue Herausforderung, aber auch ein neuer Gnadenerweis Gottes. Das Haus, in dem sie lebten, gehörte seinen Eltern. Vieles in dem Haus war defekt, aber Dorel reparierte alles, so gut es ihm möglich war, damit die Kinder und seine Frau dort sicher leben konnten.

Am 17. April geschah dann etwas, was das Leben dieser Familie verändern sollte. Alle bereiteten sich auf die gemeinsame Bibelstunde vor. Einer nach dem anderen ging ins Badezimmer, um sich frisch zu machen. Ein Wasserboiler erhitzte das Wasser. Als alle fertig waren, verliessen sie gemeinsam das Haus und gingen zu Fuss die zwei Kilometer zum Gemeindezentrum. Bereits eine Stunde später erschien dort ein Nachbar und berichtete, dass ihr Haus in Flammen stehe. Sofort rannten sie nach Hause, einige Gemeindeglieder waren mitgekommen, um zu helfen. Aber dort angekommen mussten sie feststellen, dass von ihrem Haus nicht mehr viel übrig war. All ihre Investitionen, die ganze Arbeit, alles was sie besessen hatten, war in wenigen Minuten zu Schutt und Asche verbrannt. Grund dafür war scheinbar der defekte Wasserboiler.

Momentan lebt die Familie im Gemeindehaus in einem sehr kleinen Raum. Aber ihr Glaube gibt ihnen Kraft: „Gott hat uns alles gegeben, Gott hat es wieder genommen“, sagen sie. Sie glauben fest daran, dass er ihnen helfen wird, das Haus wiederaufzubauen. Ohne Hilfe ist es für die Familie unmöglich, dies zu schaffen. Viele helfende Hände haben sich schon angeboten, die Arbeit zu tun. Aber es braucht noch Baumaterial, um dieses Wunder wahr werden zu lassen.

Diaconia möchte dieser Familie helfen, ein neues Zuhause aufzubauen. Mit jeder Spende tragen Sie dazu bei, dieser Familie eine Zukunft zu geben und ihren Glauben an Gott und daran, dass er sie nicht vergessen hat, zu stärken. Vielen Dank!


Projekt Nr. 1886, "Hilfe für Familie Dorel"

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Albanien
Eher eine Müllkippe als ein Zuhause
Die fünfköpfige Familie Begu ist eine der ärmsten Familien der ägyptischen, schwarzen Gemeinden in Albanien

Die fünfköpfige Familie Begu, eine der ärmsten Familien der ägyptischen, schwarzen Gemeinden in Albanien, lebt am Rande der Stadt Shkoder, in extrem schwierigen Verhältnissen. Hunger und Elend machen auch vor den drei Kindern nicht Halt.

Vater Shpresim, Mutter Dava und die Kinder Romario (15), Mariana (13) und Mardiola (5) leben in einem kleinen und unwirtlichen Raum. 30 Quadratmeter gross, aus Steinen gebaut und in zwei Teile geteilt. In dem einen Teil schläft die Familie, den anderen Teil – weder Zimmer noch Flur – nennt sie Wohnzimmer. Die Möbel sind alt und abgewohnt und der Raum erinnert mehr an eine Müllkippe als an ein warmes Zuhause.

Das Haus der Familie Begu ist eigentlich kein Ort, an dem Kinder aufwachsen sollten.


Die Decke senkt sich gefährlich herab und müsste dringend repariert werden.


Die Familie leidet unter Gesundheitsproblemen. Vater Shpresim hat Probleme mit der Wirbelsäule. Er fühlt sich nicht nur krank, sondern ist auch hoffnungslos. Gott hat ihn mit der Gabe des Gesangs gesegnet. Während des Sommers singt er bei besonderen Anlässen in der Nachbarschaft. Mit dem wenigen Geld, das er dort verdient, kann er aber seine Familie nicht ernähren.

Mutter Dava ist eine sehr magere Frau und leidet ebenfalls unter Gesundheitsproblemen. Sie gibt ihren Kindern viel Liebe und ist eine sehr gute Mutter und Ehefrau. Aber auch sie ist angesichts der Umstände oft hoffnungslos. Die Kinder Romario und Marian gehen oft mit leerem Magen in die Schule. Sie schlafen zu wenig und haben keinen richtigen Platz, ihre Hausarbeiten ordentlich zu machen. Eine Möglichkeit zum Waschen gibt es in der Unterkunft nicht. Die Jüngste, Mardiola, ist im Kindergartenalter. Doch aus Mangel an Geld muss sie stattdessen den ganzen Tag in der düsteren Umgebung des Hauses bleiben, weit weg von anderen Kindern, Spielzeug und fröhlichen Spielen im Kindergarten.

Die grösste Sorge der Eltern gilt den Kindern. Doch die Unterkunft, in der sie leben, ist kein Platz, an dem eine Familie leben sollte. Das Dach ist aus Plastik und völlig verrottet. Es ist feucht und klamm in dem Raum. Das Fenster ist verwittert, sodass Wind, Regen und Kälte leicht in den Raum gelangen. Im Winter heizt ein kleiner Ofen den Raum, doch nur wenn die Eltern zu Hause sind. Zu gross ist die Gefahr, dass das Feuer auf die Zimmerdecke überspringt. Hier zu leben ist schrecklich.

Vor ein paar Jahren versuchte die Familie ein weiteres Zimmer anzubauen. Doch das Geld fehlte und so ist der unfertige Bau zum Mahnmal für ihre Misere geworden. Mutter Dava sagt: „Die Fertigstellung dieses Raumes und die Reparatur unserer Unterkunft wären ein Segen für uns.“ Und Vater Shpresim, dessen Name im Albanischen „Hoffnung“ bedeutet, ergänzt: „Ich bete jede Nacht, dass uns jemand hilft. Dass sich unser Leben ändert. Ich lebe in der Hoffnung, wie mein Name es sagt, auf die Gnade Gottes und darauf, dass jemand unsere Bitte nach Hilfe hört.“


Projekt Nr. 1888, "Ein Heim für Familie Begu"

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Nepal
Staat ändert Richtlinien — Sorge um Schliessung wächst
Die drei Waisenhäuser in Nepal stehen vor ernsten Herausforderungen

Zurzeit ist es ruhig im Waisenhaus von Deependra. Nur wenige der Kinder sitzen über den Aufgaben oder müssen lernen. Es sind Ferien. Wer jetzt lernt tut dies, um für das kommende Schuljahr gut vorbereitet zu sein. Aber die meisten der Kinder haben gute bis sehr gute Noten erhalten und können nun erst mal aufatmen. Mitte Mai beginnt das neue Schuljahr.

Ein neues Jahr, in dem die Kinder mit Nahrungsmitteln, Kleidung und Schulmaterial versorgt werden müssen. Einige der Kinder sind aus ihren Schuluniformen herausgewachsen und stehen vor der Herausforderung, eine neue zu besorgen.

Dieses Trio aus dem Waisenhaus hatte grossen Spass bei einer Wanderung durch Nepals Berge.


Bei einer Feier im Waisenhaus unterhielten einige Mädchen die Gäste mit Tanzaufführungen.


So auch in den Waisenhäusern von Dolma und Man Bahadur. Das vergangene Jahr verlief recht ruhig, es gab keine Unfälle oder andere finanziell herausfordernde Zwischenfälle. Jedoch berichtet Man Bahadur, dass die Regierung Nepals neue Richtlinien für Waisenhäuser verabschiedet hat. Vieles muss erneuert und umgebaut werden und kostet viel Geld. Aber wenn sie nicht Gefahr laufen wollen, Schwierigkeiten zu bekommen und im schlimmsten Fall die Einrichtung schliessen zu müssen, kommen sie an den Umbaumassnahmen nicht vorbei. Rund 5 000 Franken (4 165 Euro) werden für Fenster, Türen, Steine und weitere Baumaterialen benötigt. Ein Betrag, den der stets freundliche Mann nicht aufzubringen vermag. „Das neue Gesetz schreibt vor, dass die Jungen und Mädchen auf verschiedenen Fluren untergebracht werden müssen. Jedes Zimmer darf von maximal zwei Kindern bewohnt werden. Um diese Vorgaben zu erfüllen, müssen wir weitere drei Zimmer ausbauen. So sind wir dankbar für jede Hilfe. Das uns monatlich zur Verfügung stehende Geld wird ohne Ausnahme für Fixkosten und die Versorgung unserer Schützlinge benötigt.“ Auch eine Registrierung bei der Verwaltung ist nun verpflichtend. Dafür werden Gebühren fällig. Gerade mal sechs Monate werden der Leitung zur Umsetzung der neuen Regeln gewährt.

Ein neues Jahr mit neuen Herausforderungen steht vor den Kindern und unseren christlichen Leitern der drei Waisenhäuser. Aber neben diesen Herausforderungen wird dieses Jahr auch Gutes bringen. Durch Ihre Gebete und finanziellen Gaben können Sie dazu beitragen, dass diese Kinder weiterhin versorgt werden. Sie erfahren durch die materielle Hilfe ganz konkret Gottes Eingreifen in ihr Leben und öffnen sich, diesem Gott ihr Vertrauen zu schenken. Geben Sie diesen nepalesischen Kindern die Möglichkeit, in eine gute Zukunft zu gehen und Gott persönlich kennenzulernen. Herzlichen Dank dafür.


Projekt Nr. 1889, "Nepalhilfe"

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