Report
Ausgabe 06, Juni 2014


Rumänien
Kranke Niere bedroht Alexandras Leben
Der 13-Jährigen fehlt es an gesundem Essen, einem warmen Zuhause und Geld für eine Operation

„Seit der Doktor mir gesagt hat unter was ich leide, befürchte ich, dass es schlimmer werden könnte und ich meiner Mutter und meinen Geschwistern bald nicht mehr helfen kann. Manchmal fühle ich mich aus Angst wie gelähmt.“

Bis vor Kurzem wusste die 13-jährige Alexandra gar nicht, dass sie eine kranke Niere hat. Eine Lebensmittel-vergiftung brachte die schwerwiegende Erkrankung an den Tag. „Ich hatte verdorbenes Essen gegessen, mir wurde furchtbar schlecht und ich wurde richtig krank. Als der Doktor mich dann untersuchte, teilte er meiner Mutter und mir mit, dass ich dringend operiert werden müsse“, erzählt sie. Der Arzt hatte eine Lageanomalie der Niere mit einer gleichzeitigen Fehlbildung festgestellt. Seitdem muss Alexandra oft zum Arzt gehen, der immer wieder auf die Dringlichkeit des Eingriffs hinweist. „Wir haben aber das Geld nicht. Denn Alexandra muss danach ja auch noch eine Diät einhalten. Operation, Pflege und Diät übersteigen bei weitem unsere finanziellen Mittel“, sagt Mutter Felicia.

Alexandra macht sich grosse Sorgen um ihre Gesundheit und ihre Zukunft.

Besondere Gefahr für Leib und Leben geht von dem provisorischen Ofen aus.

Alexandra lebt mit ihrer Mutter und ihren drei Geschwistern in Rotbav, einem Dorf 20 Kilometer von Brasov entfernt. Als Zweitälteste übernimmt sie viele Pflichten im Haushalt, zumal ihre Mutter schon seit ihrer Geburt neurologische Probleme hat und kaum für sich und ihre Familie sorgen kann. Alexandras Vater starb vor drei Jahren bei einem Arbeitsunfall. „Ich muss immer noch weinen, wenn ich an ihn denke. Er fehlt mir so sehr. Ich habe ihn sehr geliebt“, sagt sie leise.

Alexandra ist eine gute Schülerin, und manchmal geht sie neben der Schule und dem Haushalt auch noch etwas arbeiten, um ein wenig Geld zu verdienen. Denn die Familie ist sehr arm — sie lebt nur vom Kindergeld, das bei weitem nicht ausreicht.

Das Haus, in dem die Familie wohnt, ist ein besserer Rohbau. Der Chef von Alexandras Vater hat es für sie errichtet, weil er ein schlechtes Gewissen wegen des Arbeitsunfalls hatte. Doch sein schlechtes Gewissen reichte leider nicht aus, um das Haus fertigzustellen. Daher ist es nicht richtig isoliert, besitzt kein dichtes Dach und hat auch keinen Wasseranschluss oder eine Toilette. Im Inneren des Raumes spendet ein provisorischer, klappriger Ofen etwas Wärme. Doch von ihm geht gleichzeitig eine grosse Gefahr aus, denn Rauch und Russ ziehen nicht richtig ab. An vielen Tagen wachen die Kinder morgens mit schwarzen Russflecken im Gesicht auf.

Diaconia möchte der Familie, vor allem auch Alexandra, helfen und die Nierenoperation, den Transport nach Brasov, die Medikamente, gesundes Essen, Kleidung und Schuhe für sie bezahlen.

Insgesamt benötigt werden hierfür 4 800 Franken (4 000 Euro). Zudem möchten wir die Wohnsituation verbessern, indem wir für eine ausreichende Isolation des Häuschens, ein neues und sicheres Heizungs-system sowie Fenster und Tür sorgen, was in etwa 3 600 Franken (3 000 Euro) beträgt. Vielen Dank für jede Unterstützung durch Gaben und Gebet.

Projekt Nr. 2207, "Nierenoperation für Alexandra"

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Rumänien
Feuer zerstört Hab und Gut
Rozalia und ihre Familie stehen vor dem absoluten Nichts

Auf den Möbeln, den Kleidern, auf dem Boden — überall liegt eine feine Schicht weisse Asche. An den Wänden erzählen die nassen, schwarzen Ränder von dem Brand, den teils verzweifelten Löschversuchen und der ungewissen Zukunft.

Acht Quadratmeter — sie waren die Heimat von Rozalia, ihrem Mann und ihren beiden Kindern Beniamin (5) und Emanuel (1). Eine Heimat mit einem improvisierten Dach, ein paar abgewohnten Möbeln, etwas Kleidung, ein paar Decken und einem kleinen Ofen.

Überall liegt Asche: Rozalia und Beniamin betrachten traurig ihr ehemaliges Zuhause.

Der kleine Emanuel hat Verletzungen an den Beinen.

Rozalia lebt mit ihrer Familie in Brasov. Der fünfjährige Beniamin besucht den Kindergarten im Kinderzentrum von Diaconia. „Er liebt den Kindergarten. Er ist so glücklich“, erzählt Rozalia und fügt hinzu: „Für ihn ist Diaconia ein Segen Gottes, der ihm und uns, seiner Familie, zuteil wird. Ja, genau so hat er das gesagt! Erstaunlich für einen Jungen seines Alters. Er bekommt wohl doch mehr von den Umständen seines Lebens mit als wir denken.“

Rozalia kümmert sich liebevoll um die Kinder. Ihr Mann ist ihr dabei keine Hilfe. Er kommt nur noch zum Schlafen nach Hause, verlässt morgens mehr oder weniger wortlos den Raum und treibt sich in der Gegend herum. „Ich denke, er geht zu anderen Frauen. Ab und zu höre ich darüber Gerüchte“, sagt sie traurig. Zum Familienunterhalt trägt er nicht bei. Rozalia hat jedoch keine Kraft, sich mit ihm auseinanderzusetzen. Sie ist rund um die Uhr damit beschäftigt, das Leben ihrer Kinder zu organisieren. Das geringe Kindergeld macht die Beschaffung von Essen und Kleidung nicht gerade einfach. Doch nun, nach dem Brand, stehen sie alle vor dem kompletten Nichts.

Im April dieses Jahres flog ein Funken durch den Abzug des Ofens auf das provisorische Dach über dem kleinen Raum. Sofort stand die Abdeckung lichterloh in Flammen. „Wir sind einfach nur rausgelaufen. Emanuel hat geweint und ich habe nur dafür gesorgt, dass wir auf die Strasse kommen.“ Die Nachbarn kamen sofort mit Eimern und versuchten, den Brand zu löschen — ohne Erfolg. Erst als nach einer halben Stunde die Feuerwehr kam, wurde das Feuer gelöscht. Doch das Löschwasser, der Rauch und die Asche zerstörten alles. Auch Emanuel blieb nicht ganz verschont. Er verletzte sich an den Beinen.

Rozalia und ihre Familie leben noch immer auf diesen acht Quadratmetern. Doch das ist kein Zustand. Die Situation ist für die Gesundheit der Kinder bedrohlich. Deswegen wollen wir sobald wie möglich ein neues Häuschen für die Familie bauen. Bitte helfen sie uns, dieser Familie zu helfen. Sie braucht dringend ein festes Dach über dem Kopf. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!


Projekt Nr. 2208, "Ein Häuschen für Rozalia und ihre Familie"

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Rumänien
Vasilica kämpft um die Zukunft ihrer Kinder
Mutter verliert von einem Tag auf den anderen den Arbeitsplatz — Vater unschuldig inhaftiert

Der kleine Junge lacht. Stolz zeigt er seiner Mutter das Stück Brot, das er in seinen Händen hält. „Das wird er nicht wieder hergeben, bis er es aufgegessen hat“, sagt seine Mutter, und ein Lächeln huscht über ihr Gesicht.

Ein Stück Brot ist für Vasilica und ihre beiden Kinder etwas Besonderes. Denn sie leben im wahrsten Sinne von der Hand in den Mund. Die Armut der Familie kam plötzlich und ist gepaart mit grosser Ungerechtigkeit. Vasilica arbeitete zwei Jahre lang als Putzfrau in einem Supermarkt. „Es war eine gute Arbeit. Ich konnte etwas verdienen und zum Familieneinkommen beitragen“, erinnert sie sich. „Das Leben kostet Geld, aber gemeinsam mit dem Lohn meines Mannes ging es.“ Vasilicas Mann arbeitete als Müllmann. Er suchte im Müll nach Brot und verkaufte es an Tierbesitzer. „Wir kamen zurecht“, erzählt die 25-Jährige, die ihre Kinder über alles liebt und darunter leidet, dass die Kleinen nun hungern müssen.

Jeden Tag sitzt Vasilica vor dem Supermarkt und bettelt.

Die Lebensbedingungen der Familie sind katastrophal.

Vasilica verlor von einem Tag auf den anderen ihre Arbeit. Umstrukturierungen im Supermarkt machten ihren Arbeitsplatz überflüssig. Und als ob das noch nicht genug für die kleine Familie gewesen wäre, wurde auch noch Vasilicas Mann verhaftet. „Eines Nachts wurde ein Mann auf der Strasse überfallen. Man dachte, mein Mann wäre dabei gewesen. Er kam ins Gefängnis. Inzwischen ist seine Unschuld bewiesen, und er soll demnächst entlassen werden. Das Einsperren geht schnell, aber eine Entlassung kann dauern.“

Während der Zeit der Inhaftierung ihres Mannes ist Vasilica völlig auf sich allein gestellt. Um wenigstens etwas Geld zu bekommen, begann sie mit ihrem Jüngsten vor einem Supermarkt zu betteln. Jeden Tag sitzt sie dort. „Die Leute schauen grimmig und verächtlich. Ich schäme mich, aber was soll ich tun“, sagt sie. Die Einnahmen sind gering — fürs Leben reicht es kaum. „Zu allem Überfluss habe ich mir etwas Geld bei Kredithaien geliehen. Jetzt wollen sie das Geld zurück und fordern extrem hohe Zinsen. Sie haben mir das Kindergeld gestohlen und bedrohen uns. Ich habe Angst!“ Bei jedem Geräusch zuckt sie zusammen. „Ich hoffe, dass mein Mann bald wieder bei uns ist und diese Männer mich nicht mehr bedrohen.“

Es ist bedrückend zu sehen, wie die 25-Jährige um die Zukunft kämpft. Und es ist bedrückend zu sehen, wie sich der kleine Sohn über ein Stück Brot freut, als wäre es der grösste Schatz der Welt. Diaconia möchte diese Familie unterstützen und für ein Jahr Nahrung und Windeln bezahlen. Auch Milch und Gemüse sowie ein neuer Ofen und Feuerholz für den Winter wären eine grosse Hilfe. Was die Familie jetzt dringend braucht ist Hoffnung und die Gewissheit, dass sie nicht alleine ist. Vielen Dank für Ihr Gebet und Ihre Gaben.


Projekt Nr. 2209, "Hoffnung und Gerechtigkeit für Vasilica"

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Armenien
Retten Sie Alex’ Augenlicht
Der kleine Alex ist ein Sonnenschein, jedoch durch die Folgen der Frühgeburt behindert

Für Manuschak Simonian beginnt der Tag stets mit einem Gebet und der anschliessenden Massage ihres be-hinderten Enkels Alex (3). Neben den Sorgen um ihn und ihre depressive Tochter trägt sie die Verantwortung, finanziell über die Runden zu kommen. Das Geld ist knapp. Einst lebte die Familie im Überfluss und half anderen Menschen, heute ist sie selbst auf Hilfe angewiesen.

Manuschak und ihrem Mann Rafik ging es hervorragend. Der Jurist verdiente sehr gut. Nach dem verheerenden Erdbeben 1988, bei dem Tausende ihr Hab und Gut und viele Kinder ihre Eltern verloren, zeigte Rafik sein grosses Herz. Er übernahm die Patenschaft für 40 Waisenkinder, half obdachlosen Familien, organisierte Lebensmittel- und Kleidersammlungen für die Betroffenen und tat alles, um das Leid der Menschen zu lindern.


Liebevoll kümmert sich Manuschak um ihren behinderten Enkel, doch ihre Kraft ist bald erschöpft.


In der Wohnung liegt vieles im Argen. Es gibt beispielsweise kein warmes Wasser.


Alex hat viel durchgemacht, ist aber trotz seiner schweren Behinderungen ein kleiner Sonnenschein.

Dann schwand der Wohlstand. Die Insolvenz der Firma war unvermeidbar, und wenig später erlag Rafik einem Herzinfarkt. Ein schwerer Schlag für Manuschak und ihre zwei Töchter. „Rafik und ich haben nie bereut, dass wir mit unserem Geld Hilfebedürftige unterstützt haben. Wir hätten unser Geschäft einfach klüger führen müssen. Aber jammern hätte nach Rafiks Tod nicht geholfen“, erzählt Manuschak, die fortan allein für ihre Töchter sorgte.
Hajkuhi und Tatewik gründeten nach dem Studium ihre eigenen Familien. Haj-kuhi lebt mit zwei Kindern in Russland. Ihr Mann starb im Sommer 2013 bei einem Unfall. Tatewiks Mann verliess sie, als sie schwanger war. Sie erlitt zweieinhalb Monate vor dem Termin eine Frühgeburt. Viele Wochen lang musste das Frühchen künstlich beatmet werden und führte einen Kampf auf Leben und Tod. Der kleine Alex überlebte, ist aber körperlich und geistig zurückgeblieben, seine Netzhaut ist geschädigt.

Nur drei Augenoperationen können ihn vor dem Erblinden retten. Ein Augenchirurg aus St. Petersburg will dem Kind helfen. Jede Operation kostet etwa 3 600 Franken (3 000 Euro). Für die erste Operation verkaufte Manuschak ihren Schmuck, die Reisekosten übernahm das Gesundheitsministerium. Nach dem ersten erfolgreichen Eingriff im Sommer 2012 hätte Alex schon zweimal wieder operiert werden müssen. Doch wegen Geldmangel musste Manuschak den Operationstermin immer wieder verschieben.

Alex kann nicht sprechen, nicht selbstständig sitzen oder den Kopf halten. Seit drei Jahren macht Manuschak jeden Tag mit ihm Gymnastik — Physiotherapien oder Ähnliches kann sie sich nicht leisten. Tochter Tatewik ist seit der Trennung stark depressiv und nicht imstande, sich um ihr krankes Kind zu kümmern. Doch auch Manuschak ist am Ende ihrer Kraft.

In der Wohnung liegt alles im Argen, die Küche ist kaputt, im Bad fliesst kein warmes Wasser. Die Familie lebt von Manuschaks kleiner Rente und Alex‘ Invalidenrente, die nicht einmal für seine Windeln ausreicht. Wenn die nächste Augenoperation nicht durchgeführt wird, wird der kleine Junge sein Augenlicht endgültig verlieren. Wir bitten Sie herzlich um Ihre Unterstützung.


Projekt Nr. 2210, "Augenlicht für den kleinen Alex"

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Armenien
Steine und Zement für mehr Lebensqualität
Vater Harutiun möchte seinen Kindern endlich die benötigten Schlafräume bauen

„Ich habe meine Hände und mein Geschick. Doch damit allein kann ich das Haus leider nicht fertigstellen“, sagt Harutiun Sahakian, der mit seiner Familie in zwei kleinen Zimmern in Nor Charberd, einem Vorort der Hauptstadt Jerewan, lebt.

Die Familie stammt aus der Stadt Martuni. Sie musste 2002 nach Nor Charberd umziehen, weil im Elternhaus von Harutiun grosse Platznot herrschte. Harutiun und seine Frau Gajane waren überglücklich, als sie ihr eigenes Haus kaufen konnten, obwohl es damals aus einem einzigen Raum bestand. Doch das Haus hatte Vorteile: Es gibt einen kleinen Obstgarten und auch eine Wasserleitung ist vorhanden, was in dieser Gegend eine Seltenheit ist.

Hier sollten eigentlich schon längst Schlafzimmer für die Kinder entstanden sein, doch Harutiun ist arbeitslos.

Der Ort Nor Charberd ist sehr arm. Es gibt hier keine asphaltierten Wege, keine Schule und keinen Kindergarten, es fahren keine Busse. Zur Schule müssen die Kinder jeden Tag fast zwei Kilometer zu Fuss gehen. Im Winter ist das besonders schwierig, weil viel Schnee liegt und es abends früh dunkel wird. Doch die Familie klagt nicht. Sie ist dankbar für alles was sie hat und findet festen Halt im Glauben.

„Die Kinder waren klein. Wir konnten in einem Raum kochen, essen, waschen und schlafen. Als die Kinder grösser wurden, wurde es unmöglich, unter solchen Bedingungen zu leben“, erzählte Gajane. Harutiun ist Bauarbeiter. Mit grossem Fleiss schaffte er es, die Wohnbedingungen ein wenig zu verbessern. Er arbeitete in dieser Zeit für einen Mann, der ihn mit Ziegelsteinen bezahlte. Von einem anderen Arbeitgeber erhielt er für seine Arbeit Zement und Fliesen, um das Badezimmer zu sanieren. Harutiun konnte so eine Küche und ein kleines Badezimmer anbauen. Aber es bleibt noch viel zu tun.

Die vier Kinder schlafen auf zwei kaputten Sofas in einem Zimmer. Neue Möbel kann sich die Familie nicht leisten. Das ganze Einkommen wird für Essen, Schulausstattung und Feuerholz benötigt. Die Kinder tragen gebrauchte Kleidung. Aus Geldmangel kann Harutiun seinen ältesten Sohn Geworg zurzeit nicht medizinisch untersuchen und operieren lassen. Geworg hat einen Hodenbruch und leidet unter fast unerträglichen Schmerzen. „Wenn die Taschen leer sind, wagt man auch nicht zum Arzt zu gehen. Die Operation kostet etwa 600 Franken (500 Euro). Ich schäme mich, dass ich das sagen muss, aber so viel Geld kann ich nicht aufbringen“, sagt Harutiun.

Nachdem die Töchter über Rückenschmerzen zu klagen begannen, beschloss Harutiun, Schlafzimmer für die Kinder anzubauen. Mit grossem Einsatz errichtete die Familie das Fundament. Aber nun stockt der Bau, weil Harutiun seit einigen Monaten arbeitslos ist und deswegen kein Material mehr kaufen kann. Jeden Tag sucht er auf den Baustellen in der Umgebung Arbeit — jedoch erfolglos. Ohne feste Arbeitsstelle bekommt die Familie jedoch keinen Baukredit. Diaconia möchte dieser Familie ein besseres Zuhause bieten und ihr Baumaterial für den Ausbau zur Verfügung stellen. Die Fertigstellung der Schlafzimmer wird die Lebensbedingungen der Familie deutlich verbessern. Vielen Dank für Ihre Hilfe für diese bedürftige Familie.


Projekt Nr. 2212, "Hausrenovierung Familie Sahakian"

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BLICKPUNKT


Armenien
Computerkurs trägt erste Früchte
Nach 20 Jahren ohne Arbeit findet Absolventin endlich eine Anstellung

Marine hat 2013 erfolgreich am ersten Computerkurs im Berufsausbildungszentrum teilgenommen. Die vierfache Mutter hatte schon fast alle Hoffnung verloren, jemals eine Arbeitsstelle zu finden. Mittlerweile arbeitet Marine in einer Postabteilung der Jerewaner „Haypost“ GAG und kann es noch immer kaum fassen.

Marine und ihre Familie lebten bisher von der staatlichen Beihilfe in Höhe von 65 Franken (55 Euro), drei der vier Söhne sind im Patenschaftsprogramm von Diaconia und erhalten monatlich individuelle Unterstützung. „Für mich war es sehr herausfordernd, den Computerkurs zu besuchen. Mein Mann ist krank und ich kann ihm nur begrenzt die Verantwortung für die Familie überlassen, und ich besitze keinen eigenen Computer. Daher musste ich alle Aufgaben bei meinen Nachbarn an deren Computer erledigen“, berichtet Marine.


Stolz hält Marine ihr Abschlussdiplom in der Hand. Neben ihr der Leiter des BAZ und Marines Computerlehrerin.


Nach über 20 Jahren hat Marine eine feste Anstellung in einer Postabteilung der Jerewaner „Haypost“ gefunden.

„Aber heute weiss ich, dass sich das alles gelohnt hat! Ich habe einen festen Arbeitsplatz und verdiene genügend Geld, um den Grundbedürfnissen meiner Familie begegnen zu können. Danke an alle Diaconia-Spender und an die Paten unserer Kinder!“ Ja, an diesen Dank schliessen wir uns an, liebe Spender. Ohne Ihre unermüdliche Unterstützung wäre diese Hilfe nicht möglich gewesen.

Wenn Sie die Ausbildungsgänge im Berufsausbildungszentrum oder ein Kind durch eine Patenschaft unterstützen möchten, melden Sie sich bitte bei uns. Wir geben Ihnen gerne nähere Auskunft.

Projekt Nr. 2211, "Berufsausbildungszentrum BAZ"

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Armenien
Schwer kranke Frau von Obdachlosigkeit bedroht
25-Jährige übersteht lebensbedrohliche Krankheit und kämpft nun gegen Ungerechtigkeit

Ein spitzes Gesicht schaut unter der rosa geblümten Bettwäsche hervor. Ein Gesicht, das von Krankheit und Leid gezeichnet ist. Die 25-jährige Ani erholt sich von einer lebensbedrohlichen Erkrankung und wartet auf die rettende Herzoperation. Nun droht ihr die Obdachlosigkeit.

„Wie viel kann ein Mensch eigentlich ertragen“, fragt Anis Mutter Anahit. „Aber ich bin bereit zu kämpfen.“ Anahit hat sich bereits ans Gericht gewandt. Denn das Haus, in dem die Familie wohnt, gehörte ursprünglich Anahits Eltern. Sie hat diese bis zu deren Tod liebevoll gepflegt. Jedoch waren die Eigentumsverhältnisse nirgends registriert. Deshalb wurde das Haus von der Jerewaner Regierung einfach an jemand anderen verkauft. Dieser neue Wohnungsbesitzer hat nun alle Papiere und will das Haus beziehen. „Damit finde ich mich nicht ab“, sagt Anahit.

Ani verschwindet fast in ihrem Bett, so geschwächt ist sie durch ihre Erkrankung.

Die Witwe hat gelernt stark zu sein, und doch muss sie oft mit den Tränen kämpfen. Ani, das Jüngste von drei Kindern, kam mit verkrümmten Beinen zur Welt. „Ani hat seit ihrer Geburt einen Herzfehler und litt an einer Lungeninsuffizienz. Die Beine konnten durch eine Operation korrigiert werden. Auch die Lungenerkrankung ist überwunden“, erzählt Anahit und schluckt. Als Ani vier Jahre alt war, fiel ihr Vater im Krieg um Berg-Karabach. Als sie 15 war, wurde die Familie schon einmal obdachlos.

Im Dezember 2013 erkrankte Ani an einer Grippe. Dann kam eine Lungenentzündung hinzu. Zunächst gab es keinen Grund zur Besorgnis, denn Ani befand sich unter ärztlicher Aufsicht und wurde mit Antibiotika behandelt. Die am Ende der Behandlung gemachten Röntgenbilder zeigten, dass alles in Ordnung war. Doch zu Hause verschlechterte sich Anis Zustand drastisch. Ihr Körper färbte sich schwarz. Per Rettungswagen wurde sie ins Spital gebracht. Die erschütternde Diagnose: Der Grippevirus hatte auf Leber und Herz übergegriffen. Und Anis angeborener Herzfehler machte die Sache nicht leichter.

Seit fünf Jahren lebt die Familie vom Gehalt der ältesten Tochter Susanna, die als Melderin beim Militär arbeitet. „Susanna hat Anspruch auf kostenlose Untersuchungen und Therapien im Spital. Auch ihre Familienmitglieder dürfen ohne Gebühren untersucht und behandelt werden. Dank ihr konnte Ani die lebensnotwendige Hilfe bekommen. Die hohen Krankenhauskosten hätten wir nie bezahlen können“, berichtet Anahit unter Tränen.
Es bestand nur wenig Hoffnung, dass Ani überleben würde. Den Ärzten gelang es jedoch, ihren Zustand zu stabilisieren. Die Diagnose lautet: Herzklappeninsuffizienz Schädigungsgrad III. Ani braucht dringend eine schwierige Herzoperation in einer Spezialklinik. Die Operation kostet etwa 8 700 Franken (7 250 Euro). Unbezahlbar für Anis Familie.

Ani wurde im Jahr 2000 auf Grund der schwierigen sozialen Lage ihrer Familie ins Patenprogramm von Diaconia aufgenommen. Monatliche Lebensmittelpakete und Kleidung haben die Lage der Familie in den vergangenen Jahren merklich verbessert. Mit Hilfe ihrer Patin durfte Ani auch Computerkurse besuchen. Wir möchten ihr jetzt die lebensnotwendige Operation ermöglichen. Bitte helfen Sie uns dabei, Ani zu helfen.


Projekt Nr. 2213, "Herzoperation für Ani"

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Albanien
Bittere Armut bedroht Leib und Leben
Ein Arbeitsunfall macht Vater Agim arbeitsunfähig — eine Kuh kann die Not lindern

Zwei ihrer Kinder mussten Agim und Gjelina Koniqaj schon beerdigen. Beide starben wegen Hunger und katastrophalen hygienischen Umständen. Doch auch die beiden anderen Kinder sind oft krank, hungrig und schämen sich, weil sie sich nicht regelmässig waschen können.

Die Familie Koniqaj kommt ursprünglich aus dem Dorf Dukagjin im Norden von Albanien. Doch das Leben in diesem Dorf ist für Menschen, die nichts haben, kaum zu bewältigen. Zu der Armut kommt noch der Schnee hinzu. Zwei Meter hoher Schnee, und das sechs Monate lang. „Hier haben wir zwar auch nichts, aber wenigstens gibt es keinen Schnee“, sagt Vater Agim über den neuen Wohnort Shtoj i Vjeter in Shkoder.

Die Familie lebt unter kaum vorstellbaren Verhältnissen.

Der Ofen muss oft kalt bleiben, da die Familie das Brennholz nicht bezahlen kann.

Es gibt zwar eine Toilette, doch die ist nicht angeschlossen.

Der 38-Jährige hatte vor einigen Jahren einen schweren Arbeitsunfall und trug ernsthafte Verletzungen im Bauch- und Nierenbereich davon. Diese beeinträchtigen ihn noch immer sehr und gefährden sogar sein Leben. „Der Arzt hat mir gesagt, dass ich nur noch einfache Arbeiten ohne starke körperliche Belastung verrichten kann“, berichtet er und fügt traurig hinzu: „Aber solche Arbeiten scheint es nicht zu geben.“ Die fünfköpfige Familie lebt derzeit von der kleinen Rente von Agims 70-jähriger Mutter, die seit 37 Jahren gelähmt ist. „Das Geld reicht noch nicht einmal für die Medikamente, die sie braucht“, erzählt Agim. Und so muss er sich immer wieder Geld leihen. „Ich befürchte, ich werde diese Schulden niemals zurückzahlen können“, sagt er resigniert.

Die Familie lebt in einem baufälligen Haus, das Dach ist undicht und die Wände sind feucht. Es gibt zwar eine Toilette, aber die ist nicht angeschlossen. Die Familie verrichtet ihre Notdurft in einem Provisorium im Hof. Ein Badezimmer hat die Familie auch nicht. „Meine Kinder können sich nicht richtig waschen“, sagt Mutter Gjelina leise. Nicht nur sie, sondern auch Anton (13) und Antoneta (10) schämen sich, weil sie manchmal stinken. Ein Grund, warum die Kinder nicht gerne zur Schule gehen. „Unsere Klassenkameraden meiden uns. Man sieht und riecht, dass wir arm sind“, sagt der Junge. Dazu kommt, dass die Eltern die Schule und die Materialien kaum bezahlen können.

„Manchmal träume ich, dass wir in einem warmen und trockenen Haus wohnen und unsere Schularbeiten machen. So wie andere Kinder auch. Ganz normal“, erzählt Antoneta. Es gibt zwar einen Ofen im Haus, doch das Brennholz ist teuer, und er bleibt deswegen oft kalt. „Die Kälte und die Feuchtigkeit machen meine Kinder krank“, sagt die 31-jährige Gjelina.

Wir möchten der Familie gerne helfen und eine Kuh für sie anschaffen. So könnte der Speiseplan der Kinder durch Milchprodukte aufgewertet werden und die Familie ein bescheidenes Einkommen erwirtschaften. „Das ist eine Arbeit, die ich machen könnte“, ist Agim begeistert. „Ich kenne mich aus, denn früher hatten wir immer Kühe. Das Futter könnte ich von dem eingenommen Geld kaufen, und so würde sich unsere Lebenssituation entscheidend verbessern.“ Bitte helfen Sie dieser armen Familie, damit sie wieder hoffnungsvoll in die Zukunft schauen kann.


Projekt Nr. 2214, "Eine Kuh für Familie Koniqaj"

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Russland
Liebe weitergeben und Würde vermitteln
Mit wenig Geld jedoch viel Herzenswärme sind sie täglich unter Bedürftigen tätig

Seit vielen Jahren arbeiten die „Brotherhood of Compassion“ (Bruderschaft der Barmherzigkeit) und die „Sisters of Mercy“ (Schwestern der Gnade) in Moskau unter Obdachlosen und Flüchtlingen, deren Zahl in der letzten Zeit angestiegen ist.

Hauptsächlich kommen die Flüchtlinge aus den Ländern der früheren UdSSR wie Usbekistan, Kirgistan und Tadschikistan. Seit Beginn der Aufstände und Unruhen mischen sich auch Flüchtlinge aus der Ukraine darunter. Viele sind „Illegale“ und haben daher auch keine Aussicht auf Unterstützung. Sie bringen oft ihre Familie mit, die zumeist aus mehreren Kindern und oft auch den Grosseltern besteht. Die Kinder sind nicht selten sich selbst überlassen und müssen schauen, wo sie etwas zu essen bekommen.

So auch Halid und Hassan aus Tadschikistan. Sie kamen zu einer Weihnachtsfeier und werden seitdem von den Mitarbeitern besucht. Auch der kleine Ilias freut sich stets, wenn er eine Kleinigkeit erhält.


Der kleine Ilias (18 Monate) freut sich über die schöne warme Decke, unter die er sich nun nachts kuscheln kann.

Halid und Hassan freuen sich über die kleinen Geschenke, die sie erhalten, und dass ihnen jemand zuhört.

Er wohnt mit seinen Eltern in einer kalten Baracke. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter gehen zu diesen vergessenen Menschen auf die Strassen und in die Obdachlosenheime, in die „Baracken und Ruinen“, bringen ihnen Nahrung und Kleidung und hören sich ihre Sorgen und Nöte an. Sie haben stets ein offenes Ohr für sie. Neben der materiellen Hilfe vermitteln sie ihnen inmitten ihrer scheinbar hoffnungslosen Lage das Zutrauen, dass sie nicht vergessen sind und sprechen mit ihnen über den christlichen Glauben. Zu den Feiertagen laden die Mitarbeiter diese Menschen ein, zu speziell organisierten Festen zu kommen und Gemeinschaft zu haben. In den Sommerferien finden seit über 20 Jahren regelmässig Camps für Kinder statt, in denen etwa 120 Kinder aus sehr armen Verhältnissen einen Monat lang ausspannen und eine sorglose Kindheit geniessen dürfen. Ebenfalls ein Schwerpunkt stellt das Gespräch über den christlichen Glauben dar. Viele dieser Kinder von damals sind heute freiwillige Mitarbeiter und geben freudig von dem weiter, was sie selbst erlebt und empfangen haben. Wir möchten auch weiterhin diesen besonderen Dienst unter Obdachlosen, Flüchtlingen und Kindern aus armen Familien unterstützen, der neben der materiellen Hilfe auch den Glauben an Jesus zu den Menschen bringt. Dabei sind wir auf Ihre Hilfe durch Gebet und Spenden angewiesen. Wir danken Ihnen herzlich für jede Unterstützung!

Projekt Nr. 2215, "Nothilfe für Russland"

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