Report
Ausgabe 07, Juli 2008


Rumänien
Ärzte hatten Wasserkopf diagnostiziert – Mädchen entwickelt sich gut – Vater und Mutter sind schwer erkrankt
Gabi lebt: Für die Eltern ist es ein Wunder
Gabi ist heute neun Jahre alt. Ihre Eltern danken Gott für dieses Wunder. Als das Mädchen geboren wurde, waren die Ärzte davon überzeugt, dass das Kind nicht überleben würde. Ihre Diagnose: Wasserkopf. Die Mediziner waren sich ihrer Sache so sicher, dass sie sich sogar weigerten, eine Geburtsurkunde auszustellen.
Das neugeborene Kind kam in einen Inkubator (Brutkasten). In Gabis ersten Lebensmonaten wuchs tatsächlich nur der Kopf. Doch nach neun Monaten entwickelte sich plötzlich der Körper. Erst jetzt wurde für Gabi ein Geburtszertifikat ausgestellt.
Das Wunder wurde immer offensichtlicher. Gabi wuchs normal. Als sie eineinhalb Jahre alt war, durften die Eltern sie aus dem Spital nach Hause nehmen. Mit zwei Jahren hat Gabi angefangen zu gehen, mit drei Jahren hat sie die ersten Worte gesprochen.
Mit einem Jahr Verspätung kam Gabi dann in die Schule. Sie ist jetzt in der zweiten Klasse und braucht recht starke Brillen. Das Sehen macht ihr Mühe. Doch die Familie hat kein Geld für die nötigen Augen-Untersuchungen.
Gabis Vater hatte 1996 einen Arbeitsunfall. In einer Fabrik stürzte eine schwere Metalltür auf ihn und erdrückte ihn beinahe. Er war drei Monate im Koma, danach konnte er fast nicht mehr gehen. Seit dem Unfall ist er bettlägerig und wird von der Mutter und den Kindern gepflegt. Er leidet ständig unter grossen Schmerzen.
Bei der Mutter wurde 2005 Krebs diagnostiziert. Sie wurde sofort operiert. Seither hat sie ständig gesundheitliche Probleme und kann auch nicht mehr arbeiten. Immer wieder wird die Mutter gefragt, warum sie sieben Kinder habe. Sie antwortet dann: „Ich konnte ja nicht wissen, dass das Schicksal uns so treffen wird.“
Ein Sohn ist jetzt verheiratet. Die anderen Geschwister sind noch zu Hause. Die ganze Familie lebt vom Krankengeld der Eltern. Oft reicht es nicht einmal für das Essen.
In Westeuropa ist eine medizinische Grundversorgung selbstverständlich. Davon ist Rumänien noch weit entfernt. Gabi und ihre vom Schicksal so schwer getroffene Familie sind auf Ihre Mildtätigkeit angewiesen. Wir bitten Sie herzlich um Ihre Unterstützung, damit die nötigen medizinischen Untersuchungen und Behandlungen bezahlt werden können und die Familie ausreichend Nahrungsmittel und Kleider erhält.
Projekt Nr. 1242
„Familienhilfe Gabi“

trenner

Rumänien
Florentina und Ana-Maria können sich nur auf Knien fortbewegen – Diaconia kümmert sich um Rollstühle
Zwei schwer kranke Mädchen hoffen auf ein Badezimmer
Florentina (16) und Ana-Maria (15) leiden unter einer seltenen Erbkrankheit, die das Nervensystem beeinträchtigt. Sie können ihre Füsse nicht strecken und ihre Hände nicht öffnen. Die beiden Schwestern können sich nur noch auf Knien fortbewegen. Die armselige Hütte, in der sie leben, verfügt weder über eine Toilette noch über ein Badezimmer.
Bis sie sieben Jahre alt waren, konnten sich die Mädchen normal fortbewegen. Doch dann verkrümmten sich allmählich ihre Finger und Füsse, bis sie nicht mehr gehen und kaum mehr etwas in den Händen halten konnten.
Die Eltern sind verzweifelt. Sie wissen nicht, wie sie ihren Töchtern helfen können. Schon seit langem können die beiden Mädchen nicht mehr die Schule besuchen. Die Familie wohnt auf dem Dorf und ist sehr arm. Wenn die Mädchen zur Toilette müssen, tragen Mutter oder Vater sie auf dem Rücken in den Garten zu einem Klohäuschen.
Die Mädchen haben gelernt, recht schnell auf ihren Knien zu rutschen. Doch während der Wintermonate können sie wegen Schnee und Schlamm die Hütte nicht verlassen. Mittlerweile sind die Mädchen so schwer, dass die Eltern sie kaum noch tragen können. Sie brauchen dringend Rollstühle.
Der Vater hat Diaconia um Hilfe gebeten. Sein dringlichstes Anliegen: ein Badezimmer in die Hütte einzubauen, damit die Mädchen sich auch im Haus waschen können. Als Soforthilfe haben die Diaconia-Mitarbeiter der Familie versprochen, Rollstühle zu besorgen.
Danach soll von Fachärzten geklärt werden, ob den Mädchen medizinisch geholfen werden kann. Diese Untersuchungen kann sich die Familie nicht leisten.
Bitte helfen Sie mit, den Mädchen durch bauliche und medizinische Massnahmen das Leben zu erleichtern. Die Familie ist für jede Hilfe überaus dankbar. Sie hofft und betet, dass es dank der Hilfe der Diaconia-Freunde möglich sein wird, das Badezimmer vor der nächsten Kälteperiode fertig zu stellen.
Projekt Nr. 1243
„Behinderte Mädchen“

trenner

Rumänien
Im Diaconia-Heim „Speranta“ werden derzeit 19 Kinder betreut – Nur wenige Arbeitsplätze in der Region Moldau
Kinder freuen sich riesig über neuen Spielplatz
Die Schicksale der 19 Kinder, die derzeit im Diaconia-Kinderheim „Speranta“ in Dobreni leben, könnten ganze Bücher füllen. Die meisten haben traumatische Erlebnisse hinter sich: Verbrechen und Gewalt im Elternhaus, Missbrauch, Vernachlässigung. Dass das Diaconia-Team ihnen mit Liebe und Zuneigung begegnet, ist für viele eine ganz neue Erfahrung.
„Speranta“ bedeutet Hoffnung. Tatsächlich haben viele Kinder im Heim neue Hoffnung geschöpft. Dobreni liegt in der Region Moldau. Hier ist die Arbeitslosigkeit hoch, viele Menschen sind bitter arm. Darum sind auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kinderheims sehr dankbar für die Möglichkeit, dort arbeiten zu können.
Der ganze Betrieb des Heimes muss durch Spenden finanziert werden. Deshalb wird so sparsam wie nur möglich gewirtschaftet. So setzt das Heim auf Selbstversorgung: Auf dem Gelände wurden Felder angelegt, um Gemüse anzubauen. Was auf dem Heimgelände wächst, muss später nicht teuer gekauft werden.
Ein Höhepunkt im Heimalltag war dieser Tage ein Ausflug. Die Kinder durften dabei mit einer Seilbahn fahren. „Dieser Ausflug wird ihnen ihr ganzes Leben in Erinnerung bleiben“, berichten die Kinderheim-Mitarbeiter. Ermöglicht wurde der Ausflug durch die Gaben von Diaconia-Freunden. Die Kinderheim-Mitarbeiter schreiben weiter: „Gleichzeitig möchten wir von ganzem Herzen den lieben Menschen danken, die uns einen Spielplatz geschenkt haben. Auf diesem Spielplatz werden die Kinder nun viel ihrer Freizeit verbringen.“
Gerne geben wir den Dank aus der Moldau-Region an Sie weiter. Bitte unterstützen Sie auch in Zukunft das Kinderheim – damit arme, geschundene Kinder neue Hoffnung schöpfen können!
Projekt Nr. 1244
„Kinderheim Speranta“

trenner

Rumänien
Gabriel (7) leidet unter schwerem Asthma – Verzweifelte Mutter sucht Arbeit in Deutschland
Nur knapp dem Erstickungstod entronnen
Gabriel ist sieben Jahre alt. Seit seinem zweiten Lebensjahr leidet er unter Asthma. Mehrere Male ist er fast erstickt. Seine Mutter ist verzweifelt. Weil die Familie kein Geld für Gabriels Behandlung hatte, ging die Mutter zum Arbeiten nach Deutschland. Die Familie hat den Kontakt zu ihr verloren.
Schon fünf Mal mussten die Eltern Gabriel mit der Ambulanz ins Spital bringen lassen, weil er keine Luft mehr bekam. Gabriel hat noch drei kleinere Geschwister, um die sich der Vater rührend kümmert. Der ist teilweise gelähmt und kann nicht mehr arbeiten. Er bekommt zwar eine Behindertenrente, doch die reicht nicht einmal aus, um die Familie zu ernähren.
Gabriels Vater ist mittlerweile verzweifelt. Er hofft inständig, dass seine Frau bald zurück kommt. Sie war nach Deutschland gegangen, um genug Geld zu verdienen, damit sie für Gabriel die nötigen Medikamente und ein spezielles Sauerstoff-Gerät kaufen kann. Bisher konnte die Mutter aber nur einmal 50
Die Familie braucht dringend Nahrungsmittel für die Kinder. Diaconia hat die nötigen Soforthilfen zur Verfügung gestellt. Für die medizinische Behandlung von Gabriel sind Ihre Spenden dringend erforderlich. Möge Gott Sie für Ihre tätige Nächstenliebe reichlich segnen!
Projekt Nr. 1245
„Familienhilfe Brasov“

trenner

Rumänien
Kampf gegen Menschenhandel
In Rumänien werden zahlreiche Frauen verschleppt und als Sklavinnen des Sexgeschäftes missbraucht. In den vergangenen Monaten hat Diaconia eine gute Beziehung zur "Nationalen Agentur gegen den Menschenhandel" aufgebaut. Es findet ein regelmässiger Austausch statt. Diaconia führt zudem Informationsveranstaltungen in Schulklassen durch. Dabei werden die jungen Menschen vor unseriösen Arbeitsplätzen im Westen gewarnt. Zudem hilft Diaconia betroffenen Frauen und ihren Familien. Aus Datenschutz- und Sicherheitsgründen dürfen weder Namen noch Fotos der Betroffenen veröffentlicht werden.
Der Menschenhandel in Rumänien ist gut organisiert und in den Händen der einheimischen Mafia. Ihre Mitglieder stellen mitten in den Armutsquartieren von Brasov teure Autos zur Schau. Schockierend ein Plakat mitten in der Stadt: „Gesucht: Mitarbeiterinnen für sicheren Job mit gutem Verdienst im Westen: Babysitter, Altenpflegerinnen und Putzfrauen“. Das Schild steht direkt vor einem Nachtclub. Die jungen Frauen, welche oft vom Land kommen, müssen sich an der Bar melden. Viele dieser Mädchen sind naiv und merken nicht, in welche Richtung sie verführt werden.
Diaconia dankt allen Freunden sehr herzlich, die das Team in Rumänien beim Kampf gegen die Ausbeutung junger Frauen mit Gebeten und Gaben unterstützen.
Projekt Nr. 1246
„Kampf gegen Menschenhandel“

trenner

Armenien
Taron (17) lebt in einer ständig feuchten Wohnung – Nun hofft er auf eine Operation
Schlimme Schmerzen durch fortwährende Gelenkentzündung
Schuschanik Geghamian hat grosse Sorgen. Sie bangt um die Zukunft ihres 17 Jahre alten Sohnes Taron. Der leidet seit rund drei Jahren an einer äusserst schmerzhaften Gelenkentzündung. Letzte Hoffnung: eine Operation, doch dafür reicht das Geld der Familie bei weitem nicht.
Das Leben von Schuschanik änderte sich drastisch, als ihr Ehemann vor einigen Jahren psychisch krank wurde. „Wir hatten unsere eigene Wohnung, wir hatten Arbeit und lebten wie viele andere Familien. Als mein Mann erkrankte, musste ich plötzlich alleine für alles sorgen“, erläutert die Mutter von drei Kindern. Das Geld, das sie als Tagelöhnerin verdient, reicht nicht aus. „Wir machten Schulden, um lebensnotwendige Nahrung und Medikamente zu kaufen. Letztlich waren wir gezwungen, die Wohnung zu verkaufen, um den Gläubigern ihr Geld zurückzugeben“, berichtete Schuschanik den Diaconia-Mitarbeitern.
Die Familie zog in die kleine Wohnung von Schuschaniks Eltern. In einem Zimmer wohnte dort bereits Schuschaniks Bruder mit seiner Familie. Trotz aller Schwierigkeiten arbeitete die Mutter weiter und kämpfte für eine bessere Zukunft ihrer Kinder.
Doch 2005 kam der nächste Schicksalsschlag für die Familie. Der älteste Sohn Taron begann über ständige Beinschmerzen zu klagen. Anfangs nahm die Mutter das nicht ernst. Aber als die Schmerzen immer heftiger wurden und Taron schliesslich in ein Spital gebracht wurde, stellte sich heraus, dass er eine schwere Gelenkentzündung hatte. Die Behandlungen und teuren Medikamente halfen nicht – sie vermehrten nur die Schulden. Das Bein von Taron verkürzt sich seither immer weiter, schreckliche Schmerzen quälen ihn.
Taron besucht eine weiterführende Schule. Er bekommt gute Noten, interessiert sich für Geschichte und Literatur, ist intelligent und lebensfroh. Er ist voller Hoffnung, dass es einen lebensrettenden Ausweg für ihn gibt. Nach Auskunft der Mediziner können Endoprothesen das Problem lösen. Diese Implantate verbleiben im Körper. Die dafür erforderliche Operation kostet in Armenien rund 5100 Franken (etwa 3200 Euro). Doch dieser Betrag ist für eine arme Familie in Armenien unbezahlbar. Verschlimmert wird die Situation durch die ständig feuchte Wohnung. Die Feuchtigkeit ist Gift für Tarons angegriffene Gelenke.
Vom armen armenischen Staat ist keine Unterstützung zu erwarten. Taron ist willensstark. Er ist bereit, für sein Leben zu kämpfen und ist jedem dankbar, der ihn in seinem Kampf unterstützt. Bitte helfen auch Sie!
Projekt Nr. 1247
„Operation Taron“

trenner

Armenien
Einkommen des Vaters reicht bei weitem nicht aus – Mutter gesundheitlich angeschlagen
Familie mit zehn Kindern bangt ums Überleben
Eduard und Nelli wurden zehn Kinder geschenkt, fünf Söhne und fünf Töchter. Das älteste Kind ist heute 16 Jahre alt, das jüngste wurde gerade geboren. Die kinderreiche Familie wohnt in dem kleinen Dorf Voghchaberd. Diese Siedlung ist sehr arm. Das Dorf liegt in einer Gegend, in der es immer wieder zu Erdrutschen kommt. Deshalb können die Bauern ihr Land nicht richtig bestellen. Samen und neu gepflanzte Setzlinge werden häufig durch heftige Regenfälle und Erdrutsche vernichtet.
Eduard arbeitet als Fahrer. Er bekommt einen Lohn von monatlich etwa 170 Franken (rund 105 Euro). Das ist das einzige Einkommen der Familie. Oft müssen die Kinder hungrig zu Bett gehen. Trotz ihrer vielen Kinder bekommen Eduard und Nelli keine Unterstützung vom Staat.
„Warum müssen wir ständig abgetragene Kleidung und zerrissene Schuhe anziehen? Warum haben wir nur eine Mahlzeit am Tag? Warum haben wir keine Dusche zu Hause?“ Nicht immer kann Eduard die Fragen seiner Kinder beantworten.
Nelli hat nach zehn Geburten ernste gesundheitliche Probleme. Sie wird schnell müde, klagt oft über Lendenschmerzen. Dennoch erledigt sie die ganze schwere Arbeit zu Hause und sorgt geduldig für ihre Kinder. Eine Behandlung und teure Medikamente kann sie sich nicht leisten.
Es gibt keine Chance für Eduard, eine besser bezahlte Arbeit zu finden. Die Inflation in Armenien verschlechtert die ohnehin schon schwere soziale Lage der Familie noch weiter. Jeder Tag ist für sie ein Kampf ums Überleben.
Eduards einzige Hoffnung ist Diaconia. Mit Ihrer Hilfe kann die Not dieser Familie schnell und umfassend gelindert werden. Herzlichen Dank im Namen der Armen und Vergessenen in Armenien.
Projekt Nr. 1248
„Nothilfe zehn Kinder“

trenner

Armenien
Diaconia-Projekt hat das Leben vieler armer Armenier grundlegend verändert
Fröhliche Kinder im „Dorf der Hoffnung“
„Die Bilder, die sich in unserem Gedächtnis festgebrannt haben, sind herzergreifend und erschütternd“, berichtet Diaconia-Einsatzleiter Baru Jambazian, „Kinder, die im Müll leben; Kinder, die in Feuchtigkeit leben; Kinder, die keinen Platz zum Spielen haben; Kinder, die keine Kindheit haben.“
Ehepaare müssen in der Hauptstadt Jerewan oft nachts abwechselnd wach bleiben, um ihre Kleinen zu beschützen. Sonst kommen die Ratten aus dem Dunkel und greifen die Kinder an.
Dazu kommen die Probleme der Eltern, die nicht wissen, wie sie ihre Familien ernähren sollen, wo sie bleiben sollen, wie sie einen Ausweg finden sollen.
„Heute sehen wir dieselben Kinder im Dorf der Hoffnung. Fröhliche Kinder, Kinder, die endlich spielen können, Kinder, die an einem sicheren Ort aufwachsen, Kind sein können, eine Kindheit haben“, freut sich der Diaconia-Einsatzleiter und dankt Ihnen sehr herzlich: „Durch Ihre Hilfe, liebe Freunde, konnte vielen Familien im Dorf der Hoffnung ein neues Zuhause gegeben werden. Doch die Warteliste ist lang. Jeden Tag klopfen Familien an die Tür von Diaconia und bitten um eine Ecke, und sei es nur ein kleiner Raum in einem Keller, wo sie mit ihren Kindern wohnen können.“
Das Dorf der Hoffnung braucht auch weiterhin Ihre Unterstützung. Diaconia baut diese Muster-Siedlung für die Ärmsten. Nur durch Ihre Hilfe kann Diaconia noch mehr Kindern Hoffnung und Zukunft schenken und vor allem eine beschützte Kindheit.
Projekt Nr. 1249
„Dorf der Hoffnung“

trenner

Albanien
Vater bei Unruhen erschossen – Arme Familie kann kein Instrument kaufen
Blinder Junge möchte gerne Musiker werden
Stenald Mehilli ist ein elf Jahre alter blinder Junge. Er kommt aus Fier in Zentralalbanien und besucht die einzige Blindenschule des Landes in der Hauptstadt Tirana. Sein Leben verlief tragisch. 1997 herrschten in Albanien, dem ärmsten Land Europas, Chaos und Anarchie. Die Bevölkerung rebellierte gegen die Regierung, es kam zu gewalttätigen blutigen Auseinandersetzungen. Bei einer dieser Schiessereien wurde Stenalds Vater getötet. Er war 25 Jahre alt. Stenald war damals gerade vier Wochen auf der Welt.
Die Familie war geschockt und trauerte. An diesem schmerzvollen Tag achtete niemand auf das hohe Fieber des kleinen Jungen. Erst am Tag nach der Beerdigung bemerkte eine Tante, dass mit Stenald etwas nicht stimmte. Die Ärzte stellten dann fest, dass das hohe Fieber die Augen des Säuglings bereits irreparabel geschädigt hatte. Stenald war im Alter von einem Monat völlig erblindet. Im Laufe der Jahre gab es immer wieder Versuche, Stenald zu heilen. Freunde und Verwandte sammelten Geld, damit er in Russland behandelt werden konnte. Doch selbst diese Reise blieb erfolglos.
Stenald ist ein guter Schüler. Seine grosse Liebe gilt der Musik. Am liebsten spielt er Klavier. Doch in der Blindenschule gibt es nur wenige funktionsfähige Instrumente. Zu Hause im Dorf Fier kann er ebenfalls nicht spielen. Seine Mutter ist sehr arm. Sie hat schon Mühe, die gelegentlichen Heimreisen ihres Sohnes bezahlen zu können.
Stenald schilderte Diaconia-Einsatzleiter Artan Metohu seinen grössten Wunsch: „Es ist mein Traum, Musiker zu werden. Aber natürlich würde es mich noch glücklicher machen, wenn ich wieder sehen könnte. Wie ist es, wenn man sieht? Wie ist die Welt? Wenn ich nur meine Mutter und meine Grosseltern sehen könnte.“
Diaconia kann Stenald nicht heilen. Aber mit Ihrer Unterstützung kann die Blindenschule ein Klavier erhalten, so dass Stenald und andere begabte Kinder lernen können, das Instrument zu beherrschen. Bitte helfen Sie mit, ein wenig Freude ins Leben dieser armen Kinder zu bringen.
Projekt Nr. 1250
„Klavier für Stenald“

trenner

Rumänien
Schrauben aus Bein entfernt – Motorsäge übergeben
Holzfäller kann wieder arbeiten
Im Januar hatten wir über das Schicksal des Holzfällers Petrica Florea berichtet. Bei einem Arbeitsunfall hatte er sich das Bein kompliziert gebrochen. Es wurde mit Schrauben fixiert, doch der arme Familienvater hatte kein Geld, um sie wieder entfernen zu lassen.
Nun berichten die Diaconia-Mitarbeiter aus Rumänien: „Dank der Unterstützung durch die Spender konnten wir die Operation ermöglichen, bei der die Schrauben entfernt wurden. Jetzt kann Petrica endlich wieder ohne Schmerzen gehen und arbeiten. Er lässt den Spendern ganz herzlich danken.“
Die Mitarbeiter haben Petrica eine Motorsäge übergeben. Zusätzlich haben sie für ihn eine Sicherheitsausrüstung (Helm und Handschuhe) gekauft. Petrica kann sein Glück kaum fassen. Ganz herzlichen Dank allen Unterstützern!
Weitere Informationen finden Sie in unserem Blatt "Dank Ihrer Hilfe durften wir helfen".




trenner