Report
Ausgabe 07, Juli 2010


Rumänien
Der Vater ist Alkoholiker, die Mutter hat sich abgesetzt – Kinder sind sich selbst überlassen
Fünf Geschwister kämpfen ums Überleben
Sie müssen irgendwie überleben und den Alltag bewältigen, auch ohne Hilfe ihrer Eltern: Fünf Kinder in der rumänischen Stadt Brasov. Ihr tragisches Schicksal hat auch die Mitarbeiterinnen des Diaconia-Kinderzentrums sehr bewegt. Diaconia möchte die Lebensumstände von Bianca, Alexandra, Daniela, Danut und Iona nachhaltig verbessern.
Die Kinder versuchen mit aller Kraft, irgendwie über die Runden zu kommen. Ihr Vater ist Alkoholiker und kommt nur selten nach Hause. Ihre Mutter hat die Familie vor vier Jahren verlassen. Sie ging nach Frankreich, um Geld zu verdienen. Aber sie lernte dort einen Mann kennen und gründete eine neue Familie. Ganze 285 Franken (200 Euro) hat sie im vergangenen Jahr nach Rumänien geschickt.
Den Kindern geht es schlecht. Bianca leidet an Schizophrenie. Die jüngeren Kinder müssen sie immer wieder davon abhalten, etwas anzustellen. Wenn ihre psychischen Störungen zu schlimm werden, muss sie ins Spital eingewiesen werden. Ihre Schwester Alexandra geht in die neunte Klasse. Sie lernt sehr viel, damit sie mitkommt. Daniela (16) hat grosse Probleme mit den Augen. Sie trägt eine sehr starke Brille. Wahrscheinlich muss sie operiert werden, um ihre Sehkraft zu retten. Danut (11) ist der Jüngste. Ihm fehlt seine Mutter ganz besonders.
Die Vier haben noch eine ältere Schwester, Iona, die bereits ausgezogen ist. Sie kommt immer wieder vorbei, um zu helfen. Iona versucht dann, aus dem wenigen, das sie haben, eine Mahlzeit für die Geschwister zuzubereiten. Sie übernimmt so gut sie kann die Rolle der Mutter. Aber auch sie kämpft ums tägliche Überleben. Immer wieder ermutigt Iona ihre jüngeren Geschwister, zur Schule zu gehen und die Hoffnung nicht aufzugeben.
Danut und Daniela besuchen jeden Tag das Diaconia-Kinderzentrum. Sie freuen sich besonders über das warme Essen, das sie dort erhalten.
Diaconia will diese Kinder begleiten und in ihrem täglichen Lebenskampf unterstützen. Sie sollen wissen, dass sie nicht alleine sind und Gottes Liebe ganz praktisch erfahren. Mit Ihren Gaben machen Sie den Kindern deutlich, dass es in der Schweiz und in Deutschland Menschen gibt, die an sie denken und denen ihr Schicksal nicht gleichgültig ist.
Projekt Nr. 1495, "Fünf Geschwister"

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Rumänien
Achtjähriger seit Jahren teilweise gelähmt – Chirurg verzichtet auf sein Honorar
Erst nach einer Operation kann Marian seine Hand benutzen
Marian ist ein ganz normales, gesundes Baby. Im Alter von zwei Monaten bekommt er, wie in Rumänien üblich, eine Schutzimpfung gegen Kinderlähmung. 24 Stunden später fällt er ins Koma. Seither hat sich sein Leben dramatisch verändert. Marian ist vom Nacken abwärts gelähmt. Für ihn und seine Eltern beginnt ein Alptraum.
Seine Eltern bringen den Jungen von Spital zu Spital. Irgendwo muss es doch Ärzte geben, die ihm helfen können. Marian wird untersucht, in Oradea, Brasov, Tg Mures, Sibiu und in Bukarest. Der Junge soll wieder gehen können. Der Erfolg ist bescheiden. Die Eltern erfahren, dass nur ein Kind von 20 Millionen derartige Impfschäden erleidet. Ein schwacher Trost.
Die schwierigste Zeit kommt, als Marian vier Jahre alt ist. Er muss operiert werden, weil vier Rippen auf seine Lunge drücken. Der Junge muss häufig nach Luft schnappen und bekommt nicht genug Sauerstoff. Die Operation ist sehr risikoreich, doch sie gelingt. Marian kann seither besser atmen.
Heute kann er langsam gehen und zögerlich sprechen. Doch die meiste Zeit muss Marian im Bett verbringen. Seine Mutter ist immer bei ihm und hilft, wo es nur geht.
Marian ist nun acht Jahre alt. Er braucht dringend eine weitere Operation. Es geht darum, an seinem Arm die Muskeln und die Nerven instand zu setzen, damit er die Hand gebrauchen kann. Diese schwierige Operation kann nur im Ausland erfolgen. Ein Fach-Chirurg aus Deutschland hat sich bereit erklärt, den Eingriff zu übernehmen. Er verzichtet sogar auf sein Honorar. Die Familie muss aber für die Operationskosten von 3140 Franken (2200 Euro) aufkommen und auch die Reisekosten bezahlen.
Marians Mutter ist verzweifelt. Sie hat die Diaconia-Mitarbeiter in Brasov angefleht, ihrem Sohn zu helfen, damit die einmalige Chance zu dieser Operation nicht verpasst wird. Die Familie lebt in einem einzigen bescheidenen Raum mit Küche. Der Vater verdient nur 178 Franken (125 Euro) im Monat. Die ganze Familie hofft, dass Marian nach dieser Operation selbständiger wird und dass er später fast normal leben kann.
Bitte unterstützen Sie dieses wichtige Projekt, das die Zukunfts-Chancen dieses Jungen so deutlich verbessert. Marian und seine Familie sind auf die Hilfe durch Gebete und Gaben angewiesen.
Projekt Nr. 1496, "Operation Marian"

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Rumänien
Familie Stavar braucht dringend ein dichtes Dach – Diaconia stellt Baumaterial zur Verfügung
In nasser Hütte droht den Kindern der Tod
Die Hütte – ganze zwölf Quadratmeter ist sie gross, feucht, zugig, kalt. Im vergangenen Winter sind Nicoleta und David Stavar mit ihren Kindern Efraim (2) und Andrei (7 Monate) in dieser Behausung fast erfroren. Den nächsten Winter würden sie dort wohl nicht überstehen. Deshalb möchte Diaconia dafür sorgen, dass Familie Stavar ein dichtes Dach über den Kopf bekommt.
Familienvater David (22) arbeitet als Tagelöhner. Er hatte die Hütte für 444 Franken (311 Euro) gekauft, weil die Eheleute keine Unterkunft hatten. Aber schon bald merkte er, dass das marode Gebäude keinen Schutz vor Wind und Wetter bietet. Die Wände sind von der Feuchtigkeit zerfressen. In den Fenstern sitzen keine Glasscheiben, nur Plastikfolien. Im Winter ist die Temperatur in der Hütte zeitweise auf minus fünf Grad gefallen. Wenn es regnet, fliesst Wasser ins Haus. Beide Kinder bekamen im Winter zweimal eine Lungenentzündung und mussten ins Spital.
David hat in den vergangenen drei Jahren 592 Franken (415 Euro) gespart. Mit diesem Geld kaufte er Holz, um ein neues Haus zu bauen. Die Kinder haben in dieser Zeit oft geweint, weil sie Hunger hatten. Trotzdem gab David nicht auf. Er konnte jemanden bezahlen, der ihm half, den Rohbau des neuen Hauses aufzustellen.
Mittlerweile sind David und Nicoleta aber am Ende ihrer Kräfte. Sie brauchen Hilfe, damit sie das neue „Haus“ (es umfasst 27 Quadratmeter inklusive Küche) noch vor dem nächsten Winter fertig stellen können.
Die Diaconia-Mitarbeiter in Rumänien schätzen den Einsatz der Eltern, die sehr sparsam leben und mit aller Kraft für eine bessere Zukunft ihrer Kinder kämpfen. Diaconia möchte die Familie unterstützen, indem das nötige Material beschafft wird (Fenster, Türen, Zement, Holz, Isolationsmaterial und ein Ofen). David wird das Haus bis zum Winteranfang fertig stellen können.
Bitte helfen Sie mit, diese Familie zu retten und ihr neue Hoffnung zu schenken! Die Diaconia-Mitarbeiter danken im Namen der Familie sehr herzlich für jede Spende!
Projekt Nr. 1497, "Nothilfe Haus Stavar"

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Armenien
Junger Mann braucht dringend medizinische Hilfe – Ohne Geld für Studiengebühren droht eine düstere Zukunft
Hajk hilft seinem blinden Vater
Als die Ehe seiner Eltern in die Brüche ging, entschied sich Hajk Vardanian, bei seinem Vater zu bleiben. Dessen Sehfähigkeit hatte stark nachgelassen, er wurde allmählich blind. Doch nun braucht Hajk selbst Hilfe: Er hat eine Geschwulst in der Lunge, kein Geld für die erforderliche Operation und seine Studiengebühren kann er auch nicht bezahlen.
Hajks Eltern Anusch und Chatschatur hatten 1991 geheiratet. Ein Jahr später kam ihr Sohn zur Welt. Bald darauf stellte Chatschatur fest, dass sich sein Sehfeld mehr und mehr einengte. Die Ursache der Augenerkrankung konnte man nicht finden. Seine Sehleistung nahm rapide ab. Mit finanzieller Hilfe seiner Geschwister fuhr Chatschatur nach Moskau, um dort untersucht zu werden. Doch auch dort waren die Ärzte ratlos.
Der Sehbehinderte musste seine Arbeit aufgeben. Die Familie versank in Not. Anusch begann über ihr Schicksal zu klagen. Sie war unzufrieden, dass sie sich alleine um die Familie kümmern und ihren invaliden Mann betreuen musste. 2005 beschloss sie, sich scheiden zu lassen. Sie nahm Hajk mit und kehrte in ihr Elternhaus zurück. Doch Hajk weigerte sich, seinen blinden Vater im Stich zu lassen.
Hajk war bei Diaconia als Patenkind registriert. Deshalb erhielt er monatliche Hilfspakete und ärztliche Versorgung. Das half ihm und seinem Vater durch viele schwere Tage. Dieses Jahr wurde Hajk volljährig und wurde zum Militärdienst einberufen. Doch bei der ärztlichen Eignungsuntersuchung stellte sich heraus, dass er einen Lungentumor hat, der dringend operiert werden muss.
Als Volljähriger wurde Hajk aus dem Patenschaftsprogramm entlassen. Doch Vater und Sohn wissen nicht mehr ein noch aus. „Unser ganzes Leben ist ein Kampf ums Überleben. Die Lebensmittel, die wir von Diaconia erhielten, waren für uns von grösster Wichtigkeit. Hajk studiert im Institut für Management und Informationstechnologien. Aber die Studiengebühren sind für uns unerschwinglich“, erzählt Chatschatur.
Die Probleme sind den beiden über den Kopf gewachsen: Medikamente, kostspieliger chirurgischer Eingriff, Studiengebühren, vitaminreiche Ernährung. Die monatliche Invalidenrente von Chatschatur, umgerechnet rund 40 Franken (28 Euro), reicht nur eine Woche. Ohne weitere Hilfe müssen die beiden hungern.
Diaconia möchte helfen, dass Hajk die medizinische Hilfe bekommt, die er dringend benötigt. Ausserdem muss seine Studiengebühr bezahlt werden, damit er überhaupt eine Chance hat, eine gute Ausbildung zu bekommen und danach Arbeit zu finden. Hajk hat seinem Vater in grösster Not geholfen. Nun braucht er selbst Hilfe. Bitte machen Sie es möglich, dass er diese Unterstützung bekommt.
Projekt Nr. 1498, "Soforthilfe Hajk"

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Armenien
Dramatisches Elend in den entlegenen Bergdörfern – Familien arbeiten hart und müssen dennoch hungern
Arme Bauernfamilie in akuter Lebensgefahr
In den entlegenen Bergdörfern Armeniens kämpfen arme Bauernfamilien ums Überleben. Kaum jemand nimmt Notiz von diesen Menschen, die im Laufe des Krieges um Berg Karabach aus ihren Dörfern vertrieben wurden. Sie versuchen, sich in den unwirtlichen Regionen des südlichen Kaukasus eine neue Heimat aufzubauen, aber viele scheitern.
Das Dorf Ajgut ist mehrheitlich von Vertriebenen bewohnt, die ihr Hab und Gut in Aserbaidschan verlassen mussten. Seit einigen Jahren ist Diaconia in diesem Dorf im Einsatz. Die Not der Bauern in dieser gebirgigen Region ist gross.
Familie Howhannisian ist 1988 aus ihrer Heimat geflohen. „Wir waren eine der wohlhabenden Familien des Dorfes. Als der Krieg ausbrach, wurden die Armenier von Aserbaidschanern verfolgt, die Frauen vergewaltigt. Wir verloren unser Haus, unseren Garten und unser Vieh. Wir mussten mit leeren Händen unser Heimatdorf verlassen, sonst wären wir getötet worden“, erzählte der 76-jährige Vladimir.
Nach der Flucht versuchte Vladimir, mit seiner Ehefrau und dem einzigen Sohn Gurgen ein neues Leben anzufangen. Doch das Haus, das der Familie vom Staat zur Verfügung gestellt wurde, war baufällig. Die Wohnbedingungen sind bis heute miserabel. Das Dach ist undicht und schützt kaum vor Kälte und Regen. Die Fenster sind zerbrochen, es gibt keinen Strom- und Wasseranschluss, auch keine Heizung.
1998 gründete Gurgen seine eigene Familie. Das Ehepaar bekam zwei Kinder: den Sohn Vladimir (1999) und die Tochter Rosa (2001). Gurgen nahm jede Arbeit an, um seine Familie und seine betagten Eltern ernähren zu können. Er arbeitete hart auf dem Land und auf dem Bau.
Ein defektes Auto an einem Wintertag 2000 leitete die schlimmste Zeit für die Familie ein. Während einer Reise in die entlegene Nordregion Armeniens ging Gurgens Auto in der Nacht kaputt. Er musste in seinem eisig kalten Fahrzeug übernachten und zog sich eine beidseitige Lungenentzündung zu. Durch unzureichende ärztliche Betreuung und mangelhafte Ernährung verschlechterte sich sein Zustand mehr und mehr. Schliesslich bekam er Tuberkulose. Heute ist Gurgens Lunge so beeinträchtigt, dass er kaum noch Luft bekommt. Sein Leben hängt an einem Sauerstoffgerät.
Die Familie hat oft mehrere Tage fast nichts zum Essen. „Unsere einzige Kuh mussten wir verkaufen, um Medikamente für Gurgen zu bekommen und seine Behandlungskosten zu decken. Wir haben kein Einkommen. Selbst den lebensrettenden Sauerstoff für meinen Sohn können wir nicht mehr bezahlen.“ Vladimir ist verzweifelt, als er bei Diaconia um Hilfe bittet. Es besteht nicht viel Hoffnung, dass sich Gurgens Zustand bessern wird. Doch mit Ihrer Unterstützung wird er noch einige Zeit mit seinen geliebten Kindern verbringen können. Diaconia möchte der ganzen Bauernfamilie nachhaltig aus ihrer grossen Not helfen und den Kindern eine Zukunftsperspektive aufzeigen. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!
Projekt Nr. 1500, "Hoffnung für Bergbauern"

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Armenien
Varditer hat fast unerträgliche Schmerzen überstanden – Medikamente und Lebensmittel benötigt
Brüchige Knochen sorgen für ein Leben voller Leid
Die Leidensgeschichte von Varditer Sargsian begann, als sie gerade zwei Jahre alt war. Zwei Onkel von ihr waren bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. So liessen die Eltern ihre acht Kinder alleine zu Hause und fuhren zur Beisetzung. Die älteren Kinder sollten auf die kleine Varditer aufpassen. Doch die stürzte aus einem Kinderstuhl auf den Boden und erlitt eine Beckenknochen-Verrenkung. Es war ihr erster schmerzhafter Unfall, dem noch etliche folgen sollten.
Fast drei Jahre musste Varditer als Kleinkind ein Stützkorsett tragen. „Als die Ärzte den Verband abnahmen, musste ich einige Zeit mit Krücken gehen. Doch nach zwei Tagen fiel ich wieder hin und hatte wieder eine Beckenknochen-Verrenkung. Besonders mein Vater litt sehr unter dieser Situation. Ich bemerkte, wie er nachts in der Küche weinte“, erzählte Varditer.
Ihre Behinderung blieb. Ein Bein war fünf Zentimeter kürzer als das andere. 1980 brachten die Eltern ihre Tochter in eine Spezialklinik nach Jerewan, um ihr Bein verlängern zu lassen. Fast ein Jahr verbrachte Varditer im Spital. Sie hatte schwerste Schmerzen, doch das Ergebnis war enttäuschend. Die Therapien waren misslungen.
Varditer heiratete und zog mit ihrem Ehegatten nach Jerewan. Doch ihr Mann verliess sie, noch bevor ihr gemeinsames Kind geboren war. Einerseits war Varditer froh, dass die täglichen Misshandlungen durch ihren Mann nun ein Ende gefunden hatten. Andererseits litt sie unter dem Alleinsein und hatte Schuldgefühle, weil ihre Tochter Milena ohne Vater aufwachsen musste.
Das Unglück folgte Varditer wie ein Schatten. 2005 fiel sie hin, kam aber mit einer Verletzung des Fussknöchels davon. 2009 hatte sie einen folgenschwereren Sturz. Diesmal brach sie sich das Steissbein. Seither ist Varditer bettlägerig und trägt ein Korsett.
Varditer leidet an Kalziummangel, deshalb sind ihre Knochen schwach und brüchig. Ihr einziges Einkommen ist die Invalidenrente in Höhe von monatlich 76 Franken (53 Euro). Für die dringend benötigten Vitamine und spezielle Nahrungsmittel bleibt kein Geld übrig. Varditer und Milena sind auf Ihre Mildtätigkeit angewiesen. Mit Ihrer Unterstützung können die beiden Medikamente und ausreichende Lebensmittel erhalten. Möge Gott Ihnen Ihre Nächstenliebe reichlich vergelten!
Projekt Nr. 1501, "Familienhilfe Varditer"

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Albanien
Familie Keta lebt wie im Mittelalter – Alle Hoffnungen konzentrieren sich auf das Diaconia-Projekt
Wie eine Kuh das Leben verändert …
Die Hoffnung von Familie Keta hat vier Beine und kostet 2100 Franken (1470 Euro): Eine Kuh kann ihre Lebensverhältnisse schlagartig verbessern. Es ist nicht die erste Kuh, die Diaconia-Einsatzleiter Artan Metohu bedürftigen Familien in Albanien zur Verfügung stellen möchte. Denn seine Erfahrung zeigt: Diese Art der Hilfe ist wirkungsvoll und nachhaltig.
Skender und Sheptime Keta haben vier Kinder: Marida (13), Qerim (12), Fadila (10) und Elseda (6). Ausserdem lebt noch die 65-jährige Grossmutter mit im Haus. „Als ich die Familie besuchte, fühlte ich mich ins Mittelalter versetzt“, berichtet Artan Metohu, „die Armut dieser Menschen ist unfassbar. Nichts erinnert an das 21. Jahrhundert. Im Innern des Hauses gibt es einige uralte, kaputte Möbel, die sie von Nachbarn geschenkt bekommen haben. Zum Waschen nehmen sie einen Eimer und eine kleine Kanne.“ Familie Keta hat lediglich einige Hühner, die sich in ihrem Garten offenbar recht wohl fühlen.
Skender, der Familienvater, musste schon als Kind gegen Armut kämpfen. Als kleiner Junge verlor er seinen Vater. Seine Mutter musste viele Opfer bringen, um ihn und seine Geschwister grosszuziehen. Er schlägt sich als Gelegenheitsarbeiter durch, meist als Hilfskraft in der Landwirtschaft. Das ist anstrengend und schlecht bezahlt. In seinem Garten baut er ein wenig Gemüse an, doch das reicht nicht, um die Familie zu ernähren. Im Lebensmittelgeschäft des Dorfes hat die Familie mittlerweile hohe Schulden. Skender denkt vor allem an seine Kinder: „Sie brauchen Kleider, Bücher und Schulmaterial, sonst können sie keinen Abschluss machen. Viele ihrer Klassenkameraden sind nicht so arm wie wir. Das macht es meinen Kindern schwer, und sie leiden.“
Skender hat eine Zeitlang in einer staatlichen Viehzucht-Einrichtung gearbeitet und hat Erfahrung mit Kühen. Die Vorfreude auf eine eigene Kuh ist riesig. „Ich werde sie versorgen, wie wenn sie eines meiner Kinder wäre“, verspricht er.
Das Kuh-Projekt will Hilfe zur Selbsthilfe leisten. Die Milch hilft, die Ernährungssituation der Familie zu verbessern; sie kann zudem problemlos im Dorf verkauft werden. Wenn die Kuh ein Kalb zur Welt bringt, ist dies ein enormer Wertzuwachs. Für Familie Keta wird die Kuh die ersehnte Wende in ihrem Leben bringen, für die sie lange gebetet hat. Bitte helfen Sie mit, dass eine Kuh das Leben einer armen albanischen Familie zum Guten wendet!
Projekt Nr. 1502, "Kuh Familie Keta"







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