Report
Ausgabe 07, Juli 2011


Armenien
Eine begabte Tänzerin ist nach Tumor-Operation ans Bett gefesselt
Eine Geschwulst an der Wirbelsäule hat alles verändert

Swetlana Howhannisian ist der Sonnenschein ihrer Familie. Schon als kleines Mädchen hat sie allen gezeigt, was in ihr steckt — eine kleine, sehr talentierte Tänzerin, die das Zeug zu Grossem hat. Bei Tanzfestivals hat sie regelmässig Preise und Auszeichnungen gewonnen. Doch dann kam der Tag, der ihr Leben veränderte.

Im Frühling 2010 stolperte das damals 13 Jahre alte Mädchen bei einer Tanzaufführung und fiel dabei auf den Rücken. Am Anfang dachte sich keiner etwas dabei, schliesslich gehören Stürze bei dieser Sportart einfach dazu. Swetlana klagte nicht, weil sie den Tanzunterricht nicht versäumen wollte. Doch die Schmerzen hielten an. Massagen und Physiotherapie halfen nicht.

Die Familie steckte in einem Zwiespalt. Swetlanas Vater hat nur über die Sommermonate hinweg Arbeit auf dem Bau. Was er in dieser Zeit verdient, muss für den Rest des Jahres ausreichen. Doch es führte kein Weg daran vorbei: Swetlanas Schmerzen wurden immer schlimmer, das Mädchen brauchte dringend ärztliche Hilfe. Die Familie gab ihre gesamten Ersparnisse für die Behandlung der Tochter aus. Swetlanas Eltern waren so verzweifelt, dass sie auch Verwandte um finanzielle Unterstützung baten, da sie die Kosten alleine nicht tragen konnten. Ein 70-jähriger Onkel war bereit, seine Rente zur Verfügung zu stellen. Für Swetlana folgte eine lange Kette von Untersuchungen im Hospital. Die Mediziner fanden heraus, dass sie einen Tumor an der Wirbelsäule hat, der sofort operiert werden musste.

Die Operation verschlang umgerechnet fast 1200 Franken (990 Euro) – für armenische Verhältnisse eine Riesensumme. Dadurch ist die Familie nun hoch verschuldet. Als Swetlana aus der Narkose aufwachte, war ihre erste Frage, ob sie weiter tanzen kann – die Antwort weiss derzeit noch niemand. Weitere Therapien stehen ihr bevor, doch dafür ist Familie Howhannisian auf Hilfe angewiesen. Diaconia möchte die Familie von Swetlana unterstützen und die nötigen Therapien ermöglichen. Ihre Spende für Swetlana ist ein kleines Licht der Hoffnung für diese arme Familie. Bitte helfen Sie mit und schliessen Sie das kranke Kind auch in Ihre Gebete ein!


„Da verliess mich der Mut. Ich geriet in Panik und wollte einfach nur aus dem Zimmer raus. Bereits im Korridor brach ich in Tränen aus.“ (Margarita, die Mutter von Swetlana, als sie von der Geschwulst an der Wirbelsäule ihrer Tochter erfuhr.)

Projekt Nr. 1616, "Medizinische Hilfe Swetlana"
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Armenien
Menschenunwürdige Zustände in Wohnheim — Arme Kinder können nicht zur Schule
Nachts kommen die Ratten und Insekten

Ratten huschen über den Boden. Das Zimmer von Familie Ochoian quillt über von Dreck und Morast. Das ganze Wohnheim, in dem sie leben, ist eine hygienische Katastrophe. Kaum zu glauben, dass Araksi und Artjom hier mit ihren acht Kindern, zwei Enkeln und der blinden Grossmutter ausharren.

Die Wände sind mit Schimmel bedeckt. Das Haus hat keine Türe und keine Fensterrahmen, denn die Familie hat diese schon längst verbrannt, um im Winter nicht zu erfrieren. Im Wohnzimmer kriecht die stinkende Luft in die Nase, den üblen Gestank kann man nicht lange ertragen. Die Kinder scheinen sich daran nicht zu stören. Auch die bittere Kälte scheint ihnen nichts auszumachen. Mit ihren verfilzten Haaren und in Lumpen gewickelt rennen sie barfuss durch schmutziges Wasser. Ihre Gesichter sind verschmiert. Ein Baby schläft in einer Wiege, umhüllt von einer dreckigen Decke. Die Betten und Matratzen haben Feuchtigkeit aufgesaugt. „Das Schlimmste sind die Ratten und Insekten”, erzählt Mutter Araksi, „die laufen nachts ständig über den Kopf und das Gesicht.” Die Familie wühlt in Abfällen anderer Leute, um etwas Essbares zu finden. Damit setzen sie sich allen möglichen Krankheiten und Infektionen aus. Dennoch ist der Magen für eine kurze Zeit gefüllt und hört auf zu knurren.

Die Kinder haben die Schule abgebrochen, da sie keine Kleidung und Schuhe haben und sich kein Schulmaterial leisten können. Deshalb hat der Schuldirektor Diaconia um Hilfe gebeten. Die Eltern haben keine Ausbildung, für sie ist es kaum möglich, eine feste Arbeit zu finden.

Die Sozialleistungen vom Staat sind gering. Die meisten Kinder der Familie bekommen kein Kindergeld, da sie keine Geburtsurkunden haben. Auch die Eltern haben keine Papiere und können deshalb keine Hilfen beantragen. Unfassbar, dass diese Familie im 21. Jahrhundert lebt. Ihre tägliche Hauptbeschäftigung ist es, Essen zu organisieren, um irgendwie satt zu werden. Da werden Dinge wie neue Kleidung, Spielsachen für die Kinder oder Möbel zur Nebensache.

Die bittere Armut der Familie trifft vor allem die Kinder, die sich täglich im Schmutz suhlen, schlecht ernährt sind, keine ärztliche Versorgung kennen und nicht zur Schule gehen. Sie sind in einem Kreislauf gefangen: Elend, Hunger, Bildungsmangel. Sie müssen diesen Kreislauf durchbrechen, um ein besseres Leben führen zu können. Helfen Sie bitte mit, lassen Sie die Kinder träumen, schenken Sie ihnen eine echte Kindheit. Gott wird Ihnen Ihre Mildtätigkeit reichlich vergelten!


Projekt Nr. 1617, "Nothilfe Familie Ochoian"
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Armenien
Waleri lächelt, obwohl er eigentlich nichts zu lachen hat
Hunger, Kälte und ein Leben im Rollstuhl

Waleri Chalafian sitzt im Rollstuhl. Ohne ihn kann er sich nicht fortbewegen. Ihm fehlen beide Unterschenkel und Knie. Vor zwei Jahren hatte Waleri in Moskau, wo er damals arbeitete, einen schweren Verkehrsunfall. Er erlitt schwerste Verletzungen. Die Ärzte mussten ein Bein sofort amputieren.

Als Waleri im Spital wieder zu sich kam, war er geschockt. Er zog sich in seiner Verzweiflung in ein „Schneckenhaus“ zurück, wollte niemanden sehen und hören. Daraufhin verliess ihn seine Frau und nahm die gemeinsame Tochter mit. Waleri war auf Pflege und Fürsorge angewiesen, so zog er zu seiner Mutter. Die alte Frau kümmerte sich fürsorglich um ihren Sohn. Doch es gab Komplikationen. Sie berichtet: „Als Waleri heimkehrte, war sein zweites Bein mit tiefen Wunden bedeckt. Zweimal in der Woche fuhr ich ihn ins Spital zum Verbandwechsel. Doch die Behandlungen waren erfolglos, auch sein zweites Bein konnten die Ärzte nicht retten.“

Waleri lernte mit seiner Behinderung umzugehen. Doch er war mehr denn je auf Pflege angewiesen. Gajane, seine Nachbarin, kümmerte sich um ihn. Trotz ihrer eigenen gesundheitlichen Beschwerden, einer Nierenentzündung und einem Magengeschwür, pflegt die gelernte Krankenschwester den invaliden Waleri seither ohne Entgelt, aber mit viel Geduld. Sie hat ein grosses Herz. „Das Unglück, das Waleri zustiess, hat mich zutiefst berührt. Ich konnte nicht tatenlos zusehen”, berichtet Gajane. Doch die Frau steht selbst vor zahlreichen Problemen undist nicht imstande, sie alleine zu lösen. Da sie Walerie pflegt, ist es ihr nicht möglich, regelmässig arbeiten zu gehen. So leben sie, Waleri und seine Mutter von seiner Invalidenrente, gerade einmal 60 Franken (rund 50 Euro) im Monat. Das Geld reicht nicht einmal für das tägliche Brot. Sie hausen in einem kleinen Zimmer. Um im Winter nicht zu erfrieren, müssen sie eine Elektroheizung nutzen. Für die Elektrizität haben sie eigentlich kein Geld. Nur aus Mitleid hat der Stromanbieter ihnen den Strom noch nicht abgestellt. Ihr Schuldenberg wächst unaufhörlich. Um Essen kaufen zu können, müssen sie regelmässig Kredite aufnehmen.

Mit Ihren Gaben können Sie Waleri, seiner Mutter und Gajane ein menschenwürdiges Leben ermöglichen. Herzlichen Dank für Ihre Solidarität mit den Ärmsten im ältesten christlichen Land der Erde!


Projekt Nr. 1618, "Versorgung Waleri"
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Albanien
Mutter von fünf Kindern ist nach der Ermordung ihres Ehemanns völlig verzweifelt
Fünf Kinder hoffen sehnlichst auf eine Kuh

Das Schicksal von der 35-jährigen Shiqiponja berührt und geht unter die Haut. Im März wird ihr Ehemann von Unbekannten ermordet. Warum weiss niemand. Der Fall gilt als ungeklärt – die polizeilichen Untersuchungen dauern an. Es passiert an einem Donnerstag: Morgens verlässt Shiqiponjas Ehemann das Haus und kehrt nicht mehr zurück. Die junge Frau und Mutter von fünf Kindern ist verzweifelt, weiss nicht, was sie tun soll. Ein Bauer berichtet ihr schliesslich am nächsten Morgen, dass er etwas Furchtbares gesehen hat – den leblosen Körper ihres Mannes, der von einer Brücke geworfen wurde.

Shiqiponjas Ehemann war ein guter Arbeiter. Manchmal ist er für einige Zeit nach Griechenland gegangen, um dort eine Arbeit anzunehmen. Die Familie war schon immer arm, aber der Tod des Vaters und Ehemannes änderte alles. Shiqiponja musste das Dorf zusammen mit ihren Kindern verlassen, denn sie hat keine Arbeit und auf dem Sozialamt sagte man ihr, dass es das Beste wäre, in das Haus ihrer Eltern nach Kavaje zurückzukehren. Ihre Eltern sind jedoch selbst arm und beziehen nur eine kleine Rente. Jetzt mussten sie ihre Tochter und ihre fünf Enkelkinder bei sich aufnehmen. Die Situation ist katastrophal – es fehlt an allen Enden. Die fünf Kinder leiden Hunger und müssen zudem noch lernen, mit dem tragischen Verlust ihres Vaters umzugehen.

Shiqiponja ist am Boden zerstört. Sie sieht kaum noch Hoffnung. Als sie Diaconia-Einsatzleiter Artan Metohu ihre Geschichte erzählt, sind ihr das Leid und der Schmerz ins Gesicht geschrieben. Sie berichtet mit tränenerstickter Stimme: „Wir haben kein Einkommen und können kaum überleben. Meine Eltern haben kein Geld und können uns nicht unterstützen. Insgesamt haben wir im Monat 95 Franken (120 Euro). Wie sollen acht Leute davon leben? Es ist so hart, die Kinder zu ernähren. Ich weiss nicht, wie ich mein Leben so weiter leben soll.“

Ihre Eltern haben beide Erfahrung mit Rinderzucht. Eine Kuh könnte für die Familie der Weg aus der misslichen Lage sein: Sie hätte dann eigene Milch, und auch Butter könnte produziert werden. Die Produkte könnten einerseits zur Selbstversorgung genutzt und andererseits auf dem Markt verkauft werden. Wenn die Kuh ein Kälbchen bekommt, wäre dies ein zusätzliches Einkommen. Eine Kuh würde das Leben der Familie somit komplett zum Positiven verändern. Die Erwachsenen hätten eine Aufgabe und könnten so selbst dazu beitragen, ihre Situation zu verbessern. Die Kosten für dieses Projekt belaufen sich auf rund 1930 Franken (1590 Euro). Das Kuh-Projekt hat sich bereits bei anderen Familien in Albanien bestens bewährt. Auch für Familie Xhani könnte das Tier am Anfang eines neuen Lebensabschnitts stehen – mit Ihrer Hilfe!


Projekt Nr. 1619, "Kuh für Familie Xhani"
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Nepal
Steigende Kriminalität macht den Leitern der christlichen Kinderheime in Nepal grosse Sorgen
„Immer neue Fälle von Entführungen und Missbrauch“

„Wir finden keine Worte, um unsere Dankbarkeit für die anhaltende Unterstützung und Eure Gebete auszudrücken“, schreibt Pastor Man T. aus den Bergen Nepals an die Freunde von Diaconia. Er ist überzeugter Christ und bringt den Waisenkindern, die er zusammen mit seiner Frau betreut, das Evangelium von Jesus Christus mit grosser Liebe und Einfühlungsvermögen nahe. In einem hinduistisch geprägten Land, in dem kommunistische Politiker grossen Einfluss haben, ein unpopuläres und nicht ganz ungefährliches Vorhaben.

Nun plagen ihn finanzielle Sorgen: Die Kinder werden grösser, benötigen mehr Essen, neue Kleidung und neues Schulmaterial. Die Bitte von Pastor Man T. um Ihre Gebete und Gaben geben wir gerne an Sie weiter.

Sorgen macht sich auch ein anderer christlicher Leiter eines von Diaconia unterstützten Kinderheims. „Was Recht und Ordnung angeht, hat sich die Situation in Nepal verschlechtert“, schreibt Hausvater D., „hier werden immer neue Fälle von Entführungen und Missbrauch bekannt. Wir beten jeden Tag für die Sicherheit der Kinder und auch für uns. Unser Leben liegt in Gottes Hand, wir vertrauen ihm völlig“, berichtet er.

Diaconia unterstützt seit mehreren Jahren drei christliche Kinderheime in dem verarmten Himalaja-Staat, der durch grosse Krisen ging. Ein blutiger Bürgerkrieg brachte die Internatskinder immer wieder in Gefahr, dazu kommen die hohe Kriminalitätsrate, erschreckend hohe Verkehrsopfer-Zahlen sowie Naturkatastrophen. Ganz herzlichen Dank für alle Gebete um Bewahrung der Kinderheime und für alle Unterstützung dieser armen Kinder auf dem „Dach der Welt“!


Projekt Nr. 1624, "Nepalhilfe"
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Rumänien
Vierjähriger benötigt dringend eine Herzoperation
Florins Leben ist in akuter Gefahr

Als Florin zur Welt kam, haben die Ärzte eine Herzfehlbildung entdeckt — einen sogenannten Kammerscheidewand-Defekt. Kein Grund zur Besorgnis, das werde von alleine verheilen, lautete die damalige Diagnose. Sie war falsch.

Ein paar Jahre später schluckte Florin versehentlich Medikamente seiner Mutter und musste daraufhin ins Spital. Bei der Untersuchung wurde festgestellt, dass sein Herz nicht in Ordnung ist und man dringend etwas unternehmen muss, um Schlimmeres zu verhindern.

Die finanzielle Situation der Eltern von Florin ist miserabel. Der Vater ist psychisch krank und leidet immer wieder unter Anfällen. Er arbeitet jede Nacht fünf Stunden bei einem Kurierdienst. Die Arbeit ist schlecht bezahlt, das Gehalt reicht der vierköpfigen Familie nicht zum Leben. Die Mutter hat ebenfalls Probleme mit dem Herzen und zudem eine Fehlstellung der Niere. Ein chronisches Geschwür hindert sie daran, sich eine Arbeit zu suchen, um die Familie finanziell mit zu unterstützen.

Es mangelt an allem. Um Miete zu sparen, ist die Familie vor einiger Zeit in eine wahre Bruchbude gezogen. Dadurch wird zwar Geld gespart, nun müssen Eltern und Kinder aber unter fürchterlichen Bedingungen leben. Vor allem der Winter war hart. Florin und seine Schwester waren fast ständig krank. Die Energieversorgung ist schlecht, es gibt kein fliessendes Wasser und auch keine Elektrizität.

Die Ärzte haben Florins Eltern dringend zu einer Operation geraten, doch die Familie kann die nötige Summe nicht aufbringen. Die Diaconia-Mitarbeiter in Rumänien möchten Florin gerne helfen. Sie wollen nicht tatenlos zusehen, wie sich sein Zustand weiter verschlechtert. Für die rasche Hilfe bedarf es jedoch Ihrer Unterstützung!


Projekt Nr. 1620, "Herz-OP Florin"
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Rumänien
Der kleine Robert leidet sehr unter dem frühen Tod seines Vaters

Mutter und Sohn leben von trockenem Brot

Am 3. Dezember 2009 hat sich für Liliana die Welt verdunkelt. An jenem kalten Wintertag ist ihr Mann an einer Herzkrankheit gestorben. Liliana kann sich noch gut an diesen schrecklichen Tag erinnern, der ihr Leben tragisch verändern sollte. Sie war sehr in Sorge um ihren Mann, er hatte an diesem Tag über heftige Schmerzen geklagt. Liliana glaubte, vor Schmerz ebenfalls sterben zu müssen.


Liliana hatte kaum Zeit, um den Tod ihres Mannes zu verarbeiten. Von einem auf den anderen Tag war sie alleine für Sohn Robert verantwortlich. Heute arbeitet die 43-Jährige als Putzfrau in einem Spital. Da sie in Schichten arbeiten muss, bleibt Robert oft alleine. Obwohl der Junge erst fünf Jahre alt ist, vertraut seine Mutter darauf, dass er nichts anstellt, während sie arbeitet. Einen Kindergartenplatz kann sie sich nicht leisten. Oft reicht das Geld nicht einmal für anständiges Essen. Dann bleibt Mutter und Sohn einmal mehr nichts anderes übrig, als sich von trockenem Brot zu ernähren.

Mutter und Sohn mussten ihre bisherige Wohnung räumen, da die Mietkosten zu hoch waren. Heute hausen sie in einem kleinen Raum im Untergeschoss des Spitals.

Robert leidet sehr unter dem Verlust seines Papas. Nachts wacht er oft schreiend auf. Am liebsten würde er zum Friedhof stapfen, seinen Vater aus dem Grab holen, ihn in sein Bett legen und einen Arzt holen. Er hofft, der könnte seinen Papa wieder lebendig machen. Der kleine Junge hat sehr genaue Vorstellungen von dem, was er sich wünscht – erstaunlicherweise nichts für sich selbst. Alles, was er will ist das Beste für seine Mitmenschen. Später möchte er einmal Arzt werden, um anderen zu helfen.

Mit Ihrer Hilfe möchten die Diaconia-Helfer in Brasov dem kleinen Robert Trost und Hoffnung schenken und dafür sorgen, dass er ordentlich betreut wird, während seine Mutter arbeitet. Zudem benötigen Liliana und Robert gesundes Essen. Bitte helfen Sie mit – dieses Projekt macht deutlich, dass Sie auch mit kleinen Beträgen das Leben von Notleidenden grundlegend verändern können!


Projekt Nr. 1621, "Essen für Robertt"
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Rumänien
Mutter hofft auf Stromanschluss und eine Glühbirne — Familie leidet unter zugiger Unterkunft
Kinder machen ihre Hausaufgaben bei Kerzenschein

Es klingt unglaublich: Für die arme Familie Catana wäre eine einfache Glühbirne schon ein Wunder, das einen ihrer dringendsten Wünsche erfüllt. Denn einen Stromanschluss und eine ganz normale Glühbirne wünscht sich die achtfache Mutter Rodica (37) sehnlichst. Sechs ihrer Kinder sind schulpflichtig. Sie müssen die Schulaufgaben bislang bei schwachem Kerzenschein erledigen.


Das Haus, in dem die Familie derzeit wohnt, ist baufällig. Es gibt keinen Strom, keine Heizung und auch kein Badezimmer. Die Fenster haben kein Glas, der Wind fegt erbarmungslos ins Innere. Die Familie hat deshalb versucht, ein paar Holzbretter vor die Fenster zu nageln, doch das hilft nur bedingt. Vor allem im Winter ist es in dem Haus eisig kalt.

Das wenige Geld, das der Familie zur Verfügung steht, wird für Essen gebraucht. Mutter Rodica fragt sich oft, warum sie und ihre Kinder es so schwer haben müssen. Der Vater der Familie, Remus (42), ist oft nicht da und kümmert sich wenig um die Familie. Der einzige, der momentan etwas zum Familieneinkommen beisteuert, ist Sohn Romulus. Der 17-Jährige ist der Älteste, er arbeitet hart. Da er jedoch im kältesten Zimmer im ganzen Haus untergebracht ist, wurde er im Winter krank und fing sich eine heftige Entzündung ein. Seine Hände sehen durch die schwere Arbeit aus wie die eines alten Mannes.

Der Vater hat mittlerweile eingesehen, dass er Verantwortung übernehmen muss und versprochen, sein Leben zu ändern. Die Familie hat die Diaconia-Mitarbeiter in Brasov um Hilfe gebeten. Mutter Rodica versichert, ihr grösster Wunsch sei es, dass ihre Kinder in Zukunft ihre Schulaufgaben im Schein einer Glühbirne machen können und sie in einem Haus zusammenleben, in dem nicht ständig der Wind durch alle Ritzen pfeift. Die Kinder sind allesamt intelligent, in der Schule bringen sie gute Leistungen und der Unterricht macht ihnen Spass. Bitte helfen Sie mit, die schlimmen Lebensumstände dieser Kinder grundlegend zu verbessern.


Projekt Nr. 1622, "Hausrenovation Familie Catana"
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Rumänien
400.000 Kinder zwischen 6 und 14 Jahren gehen in Rumänien nicht zur Schule
Robert möchte endlich lesen und schreiben lernen

Rumänien zählt zu den ärmsten Ländern Europas. Der Lebensstandard der Bevölkerung ist niedrig. Es besteht eine allgemeine Schulpflicht von acht Jahren, der Schulbesuch ist kostenlos. Dennoch besuchen nach aktuellen Angaben rund 400.000 rumänische Kinder keine Schule, weil sie zu arm sind und Geld verdienen müssen, um zu überleben.


Feuerholz und arbeitet für ein paar Lei für Nachbarn. Sein Bruder Cezar ist heute 16 Jahre alt. Er ist krank, seine Krankheit verschlimmert sich von Tag zu Tag. Ohne Robert wäre er völlig hilflos. Wegen seiner Krankheit kann Cezar nicht einmal alleine zur Toilette gehen, Robert muss ihm helfen. Die Grossmutter ist dafür zu schwach.

Vor einem Jahr wurde Roberts Vater aus dem Gefängnis entlassen. Aber er und sein Bruder erfahren von ihm keine Liebe, stattdessen verprügelt er sie häufig. Er sorgt auch nicht für ihr tägliches Brot. Das macht die Grossmutter wütend, sie hat ihrem Sohn den Umgang mit seinen Kindern verboten.

Robert hatte nie die Möglichkeit, eine Schule zu besuchen. Sein Wunsch, endlich lesen und schreiben zu lernen, ist unbändig. Doch es ist kein Geld vorhanden, um genügend Essen und Kleidung zu kaufen, von Unterrichtsmaterial ganz zu schweigen.

Robert ist kein Einzelfall! Die Folgen der fehlenden Bildung sind stets dieselben: Arbeitslosigkeit, Armut, Hunger, Krankheit, Kriminalität. Und auch die nächste Generation von Kindern wird wieder inNot aufwachsen, weil ihre Eltern keine Schulbildung geniessen konnten. Diesen verheerenden Kreislauf möchte Diaconia Internationale Hilfe unterbrechen.

Diaconia hilft konkret durch individuelle Betreuung und Unterstützung von benachteiligten Kindern. Sie bekommen Schulmaterial, Kleidung und Schuhe, erhalten Hilfe bei der Einschulung in Sonderklassen, zudem werden ihnen Lese- und Schreibkurse angeboten. Im Kinderzentrum in Brasov betreut Diaconia täglich um die 70 Kinder. „Wir sind daran, eine neue Gruppe zu starten. Wir möchten diesen Sommer weitere 12 bis 15 Kinder ins Programm aufnehmen. Sie erhalten Hilfe bei den Hausaufgaben und täglich eine warme Mahlzeit“, berichtet der Leiter der Diaconia-Rumänienhilfe, Matthias Kipfer.

Diaconia unterstützt zudem Schulen mit Materialien wie Büchern, Heften, Stiften, Schulbänken und bei der Renovierung von Klassenzimmern und Schulgebäuden.

Mit einer einmaligen Spende oder einer Projektpatenschaft für „Ohne Schule keine Chance“ helfen Sie Kindern, die ohne Schulbildung aufwachsen, der Armut und der Not zu entfliehen!


Projekt Nr. 1623, "Ohne Schule keine Chance"
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