Report
Ausgabe 07, Juli 2012


Rumänien
Adrian betet, dass er zur Schule gehen darf
Neunjähriger Junge wächst in ärmsten Verhältnissen auf – Oft bekommt er nur eine trockene Scheibe Brot am Tag

Wenn der neunjährige Adrian in der Frühe am Fenster steht und beobachtet, wie die Nachbarskinder zur Schule gehen, kommen ihm die Tränen. Adrian weint, weil er den Unterricht nicht besuchen kann. Er hat weder gute Kleider, noch kann er sich einen Bleistift oder gar Bücher leisten.

Adrian lebt in einem kleinen Dorf, etwa 25 Kilometer entfernt von der Stadt Brasov. Er wird von seiner behinderten Mutter und einer Tante betreut. Fast jeden Tag macht sich seine Mutter auf in die Stadt, um etwas Essbares herbeizuschaffen. Adrians Vater hat die Familie verlassen, als der Junge noch klein war, und sich mit einer anderen Frau aus dem Staub gemacht.

Adrian liebt Tiere, am liebsten spielt er mit Hunden. So verbringt er mit ihnen den grössten Teil des Tages. Er erzählt den Hunden von seinen Sorgen und seinen Wünschen.

Adrians Mutter erhält trotz ihrer Behinderung keine staatliche Hilfe. Ihr einziges Einkommen ist das Kindergeld in Höhe von 11,60 Franken (9,65 Euro) pro Monat. Adrian wächst in einer Wohnung auf, die weder über einen Wasseranschluss noch über eine Toilette verfügt. In einer Badewanne zu sitzen bleibt für den Jungen ein unerreichbarer Traum. Zu essen gibt es meistens Brot – oft fühlt sich Adrian am Abend müde und schlecht, weil er den ganzen Tag über nur eine einzige trockene Scheibe Brot bekommen hat.

Diaconia möchte diesem Jungen gerne helfen. Adrian betet, dass er zur Schule gehen darf. Diaconia möchte ihm seinen sehnlichsten Wunsch gerne erfüllen. Adrian benötigt Kleidung, gutes Essen, persönliche Hygieneartikel und eine Grundausstattung für den Unterricht. Die Diaconia-Mitarbeiter in Brasov hoffen auf Ihr Erbarmen!


Projekt Nr. 1750, "Adrian möchte zur Schule"

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Rumänien
Denisa möchte so gerne hören!
Hörgeräte würden den Alltag dieses leidgeprüften Mädchens deutlich erleichtern

Denisa ist jetzt 15 Jahre alt und hat einen langen Leidensweg hinter sich. Sie hat einen grossen Teil ihres Lebens im Spital verbracht, musste Fehldiagnosen und erfolglose Therapien über sich ergehen lassen. Sie kann kaum hören und ist deshalb von ihrer Umgebung isoliert. Hörgeräte für beide Ohren würden ihre Lebensqualität deutlich verbessern, doch deren Beschaffung ist nur mit Hilfe von Diaconia möglich.

Vater Adam (44) und Mutter Mindora (38) kümmern sich nach Kräften um Denisa und ihren 17-jährigen Bruder Alexandru. Ihre Eltern sind seit nunmehr 19 Jahren glücklich verheiratet. Sie freuten sich, als Denisa zur Welt kam, auch wenn das Mädchen viel zu früh geboren wurde. Aber das Neugeborene entwickelte sich gut, und alles schien in Ordnung zu sein. Aber im Alter von neun Monaten bekam das Mädchen plötzlich hohes Fieber. Die Eltern brachten es ins Spital. Die Ärzte waren zunächst ratlos: Eventuell könne Denisa sich eine Hirnhautentzündung zugezogen haben, erfuhren die geschockten Eltern. Denisa schwitzte stark und war völlig ausgetrocknet. Sie bekam zahlreiche Medikamente.

Die Mediziner nahmen weitere Untersuchungen vor, aber der Zustand des Kindes verschlechterte sich immer mehr. „Bis dahin war Denisa ein völlig normales Kind“, berichtet Mutter Mindora, „aber von dieser schweren Krankheit hat sie sich nie mehr ganz erholt.“ Denisa blieb sechs Wochen im Spital. Die Ärzte stellten letztlich die Diagnose „verschleppte Mittelohrentzündung“ und entliessen das Kind nach Hause.

Denisa ging es weiterhin nicht gut, aber die Eltern umsorgten sie rund um die Uhr, kauften ihr gutes Essen und flehten Gott an, er möge Denisa heilen. Und tatsächlich ging es der Kleinen allmählich besser.

Später stellte ein Facharzt fest, dass Denisa einen Entwicklungsrückstand hatte. Es war offensichtlich, dass Denisa unter einer Behinderung litt. Sie konnte mit Kindern ihres Alters nicht mithalten, und ihre Hörfähigkeit wurde immer schlechter. Ihr Immunsystem war geschwächt, ständig litt sie an Infektionen. Manche Jahre war sie mehr krank als gesund. Immer wieder lag sie im Spital und zog sich dort neue Infektionen zu, bekam hohes Fieber und wurde mit starken Medikamenten behandelt.

Aber ihre Mutter gab nie auf und kämpfte für ihre Tochter. 2006 ermöglichte Diaconia, dass Denisa einen speziellen Kindergarten für Gehörlose besuchen konnte. Mittlerweile hat sich ihr Gesundheitszustand stabilisiert, aber Denisa leidet sehr darunter, dass sie nicht hören kann.

Die Hörgeräte, die sie braucht, kosten 1200 Franken (rund 1000 Euro). Für die Familie ein utopisch hoher Betrag. Diaconia möchte Denisa helfen, ist dabei aber auf Ihre Unterstützung angewiesen. Möge Gott Sie reichlich segnen für Ihre Unterstützung!


Projekt Nr. 1751, "Denisa soll hören"

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Rumänien
Ein Haus für die Pastoren-Familie
Ionut ist nach dem schrecklichen Verkehrsunfall weiter auf dem Weg der Besserung

Diaconia unterstützt Pastor Ionut und seine Familie bereits seit vier Jahren. Seit einem schrecklichen Verkehrsunfall ist er teilweise gelähmt. Unzählige Operationen, Therapien und Medikamente konnten finanziert werden.

Dank Diaconia hat die Familie die Tragödie überstanden. Jetzt geht es um den nächsten Schritt.

Bisher wohnten Ionut (28) und Monica (29) mit ihrem Sohn Eric Ruben (6) in Bukarest. Die Miete für ihre Wohnung beträgt monatlich 240 Franken (etwa 200 Euro). Das ist viel Geld für die Familie, die von Unterstützung abhängig ist. Auch sind die Lebenshaltungskosten in Bukarest sehr hoch. Die Leitung von Diaconia in Rumänien hat deshalb entschieden, gemeinsam mit Vodafone und Habitat für die Familie ein kleines Haus zu bauen. Diaconia muss 6000 Franken (5000 Euro) bezahlen, den Rest übernimmt Vodafone. Das Haus wird in der Nähe von Brasov errichtet. So wird es für die Diaconia-Mitarbeiter viel einfacher, sich um die Familie zu kümmern.

„Wir hoffen, dass die Familie bis zum Ende des Sommers in ihr neues Zuhause einziehen kann“, erläutert Projektleiter Matthias Kipfer. Er hofft auf die Unterstützung der Diaconia-Freunde, die schon in der Vergangenheit für Pastor Ionut gebetet und gespendet haben.

Ionut Sandru sah es als seine Lebensaufgabe, das Evangelium von Jesus Christus zu verkünden. Im Juli 2008 war er mit dem Auto von Sibiu nach Bukarest unterwegs. Sein Wagen prallte gegen eine Betonwand, Ionut erlitt schwerste Verletzungen. Er lag lange im Koma und trug bleibende Schäden davon. Aber er überlebte, und seine Frau Monica kümmerte sich rund um die Uhr um ihn und sorgte später auch für geeignete Rehabilitationsmassnahmen. So machte Ionut Fortschritte, die die Ärzte nie für möglich gehalten hatten. Anfangs konnte er weder sprechen noch selbstständig sitzen. Doch dank der verschiedenen Therapien, die mit Hilfe von Diaconia möglich wurden, lernte Ionut wieder zu kommunizieren. Monica hält es für möglich, dass ihr Mann sogar lernen wird, wieder zu gehen.

„Gott hat wirklich Wunder vollbracht“, freut sie sich, „wir danken allen Spendern von Diaconia sehr herzlich, auch dem ganzen Team in Brasov und den Freiwilligen, die jetzt beim Hausbau helfen. Wir freuen uns auf eine bessere Zukunft!“


Projekt Nr. 1752, "Haus für Pastor Ionut"

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Rumänien
„Bauernhof der Hoffnung“ braucht Rinder
Im ersten Schritt sollen 20 Kühe für das nachhaltige Projekt angeschafft werden

Was wäre ein Bauernhof ohne Rinder? Mindestens 20 Kühe sollen auf dem „Bauernhof der Hoffnung“ weiden, den Diaconia derzeit in Rumänien aufbaut. Bislang reichen die eingegangenen Spendengelder für mehrere Kühe. Nun hoffen die Projektverantwortlichen auf weitere Unterstützung, damit die angestrebte Rinderherde bald komplett ist.

In Viscri baut Diaconia den „Bauernhof der Hoffnung“ auf. Das Dorf (zu Deutsch: Deutsch-Weisskirch) liegt in Siebenbürgen, in der Nähe von Brasov. Aufgrund der abgeschiedenen Lage ist sein ursprünglicher Charakter bis heute erhalten geblieben.

Auf dem von Diaconia erworbenen Land arbeiten benachteiligte Familien Hand in Hand. Auf den Äckern werden Kartoffeln, Getreide und Zuckerrüben angebaut. Im Stall stehen Kühe, Schweine und Hühner. Auf einer Wiese werden Apfelbäume, Kirschbäume und Birnbäume angepflanzt. Direkt daneben wachsen und gedeihen Zwiebeln, Karotten und Tomaten. Die Grundnahrungsmittel werden gratis oder sehr günstig an arme Familien abgegeben. Was übrig bleibt, wird auf den Märkten verkauft. Der Ertrag kommt dann dem Diaconia-Kinderzentrum in Brasov zugute.

Mit der Anschaffung einer Herde Angus-Rinder beginnt für den „Bauernhof der Hoffnung“ ein neuer Abschnitt. Das Grünfutter wird auf dem eigenen Hof verwertet, die Rinder produzieren natürlichen Dünger und liefern Fleisch für bedürftige Familien.

Warum werden Angus-Rinder angeschafft?
- Es sind robuste Tiere, die sowohl bei minus 40 Grad als auch bei plus 40 Grad zurechtkommen
- Sie sind pflegeleicht in einer Herde
- Sie bieten gesundes Fleisch
- Die Investitionskosten sind gering (kein teurer Stall, keine Melkmaschinen)
- Der Überschuss an Kälbern ist gut verkäuflich, da sie auf dem Markt gesucht sind
- Die Angus-Rinder sind langlebig

Diese Rinderherde wird ein Eckpfeiler des Bauernhof-Betriebes sein. Bitte helfen Sie mit, den Grundstock für die Rinderzucht zu finanzieren.


Projekt Nr. 1753, "Rinder für den Bauernhof der Hoffnung"

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Rumänien
Roma sind benachteiligt

Vor allem im Osten und Südosten Europas gibt es Defizite, was die Entwicklung der Demokratie angeht. Zu diesem Ergebnis kommt eine Bertelsmann-Expertenstudie. Den Ländern des einstigen kommunistischen Machtblocks werden teils erhebliche Schwächen bescheinigt. So wird Albanien als „defekte Demokratie“ eingestuft. Die meisten Staaten Ost-, Mittel- und Südosteuropas erlebten im Untersuchungszeitraum Qualitätseinbussen ihrer Demokratie, marktwirtschaftlichen Ordnung und politischen Managementleistung, heisst es in der Studie.

Dabei haben die acht mitteleuropäischen Staaten wie schon seit Jahren einen deutlichen Vorsprung vor den neun südosteuropäischen Ländern. Die EU-Kandidaten im Südosten Europas hätten „nur minimale Fortschritte im Bereich der marktwirtschaftlichen Reformen“ erzielt und Verschlechterungen bei der Demokratisierung und dem Management verzeichnet, urteilen die Autoren. Albanien gilt als ärmstes Land Europas.

Rückschritte in der Region macht die Studie bei der Medienfreiheit aus. Beklagt werden Versuche, die Medien zu gängeln. So gebe es beispielsweise in Albanien Verleumdungsprozesse gegen kritische Journalisten.




Armenien
Von Krankheiten gezeichneter Familie droht ein Leben auf der Strasse
Familie Mkrttschian ist grosses Unrecht geschehen — Von Mieter hintergangen

Was der Familie Mkrttschian geschah, kann man nur mit einem Wort beschreiben: Unrecht. Sie wurde um ihren einzigen Besitz betrogen. Nun droht der Familie, die bereits etliche Schicksalsschläge hinnehmen musste, die Obdachlosigkeit.

Alla und ihr Ehemann Grigori stammen aus angesehenen Familien. Grigori war Ingenieur, Alla hat eine betriebswirtschaftliche Ausbildung. Beide hatten beruflichen Erfolg. Sie bekamen zwei Kinder, Sohn Mikael und Tochter Mascha. In den 1990er Jahren geriet das stabile Leben der Familie aus den Fugen. Aufgrund der Wirtschaftskrise in Armenien verloren beide ihre Arbeitsstelle. Damit die Kinder nicht hungern mussten, beschloss das Ehepaar, die Wohnung im Stadtzentrum von Jerewan zu vermieten. Die Familie zog in die Wohnung von Allas Mutter Lena. Die Doktorin der Mikrobiologie lebte nach dem Tod ihres Mannes alleine. So war sie froh, mit ihrer Tochter und ihren Enkeln zusammen zu sein.

Bis 1995 war die einzige Einkommensquelle die monatliche Miete. Der verzweifelte Grigori, der nach langem Suchen keine Arbeit in Armenien fand, fuhr nach Polen. Dort begann er einen Kleinhandel zu betreiben, was ihm jedoch keinen Gewinn einbrachte. Er kehrte nach Hause zurück, war aber gesundheitlich stark angeschlagen. Einige Monate später starb er an Lungenkrebs.

Eines Tages weigerte sich der Mieter, weiterhin zu bezahlen. Seine Begründung lautete, er habe mit Allas Zustimmung den Wohnraum auf seine Kosten aufwändig renovieren lassen. Alla traute ihren Ohren nicht: „Alles Lüge! Wozu brauchte ich diese kostspielige Renovierung, wenn meine ganze Familie von diesen Mieteinnahmen leben muss”, empörte sie sich.

Der Streit ging vor Gericht. Der Mieter, ein wohlhabender Mann, liess seine Beziehungen spielen. Er verlangte den Ersatz seiner Ausgaben, ansonsten sei ihm die Wohnung kostenfrei zu überlassen. Das Urteil fiel zu seinen Gunsten aus. Alla fühlt sich betrogen: „In unserer Wohnung steckt der Verdienst unseres ganzen Lebens.“ Seit 17 Jahren kämpft sie um ihr Eigentum. Es gelingt ihr jedoch nicht, die Wohnung zurückzubekommen. Bis heute gehört sie dem Mieter.

Um die Kosten des Rechtsstreits zu decken, musste Alla einen Kredit bei der Bank aufnehmen. Dafür verpfändete sie den einzigen Besitz ihrer Mutter, deren Wohnung. Die ganze Familie litt unter Stress und Depressionen. Allas Sohn Mikael, geboren 1987, arbeitete hart, um an der Pädagogischen Universität studieren zu können. Im Februar diesen Jahres bekam er plötzlich rasende Kopfschmerzen und fiel in Ohnmacht. Seither sind das linke Bein und der linke Arm des 25-Jährigen weitgehend gelähmt. Mikael steht unter ärztlicher Kontrolle, aber es geht ihm schlecht.

Das war aber nicht der einzige Schicksalsschlag, der die Familie traf. Nach dem Unglück des Sohnes erlitt Allas Mutter Lena einen Hirnschlag und ist seitdem ans Bett gefesselt. Sie benötigt rund um die Uhr Pflege. Alla und ihre Tochter Mascha arbeiten als „Krankenschwestern” zu Hause und sorgen für Mikael und Lena.

Mascha (23) hat keine Berufsausbildung. Um die Kranken bewegen zu können, muss sie ihre ganzen Kräfte einsetzen, eine schwere physische Arbeit. Sie klagt über Schmerzen an der Wirbelsäule. Für ihre Untersuchung hat die Familie aber kein Geld.

Ihren Kredit hat Alla noch nicht getilgt. Nun droht der Verlust der Wohnung. Familie Mkrttschian braucht eine nachhaltige Unterstützung. Herzlichen Dank für Ihre praktische Nächstenliebe und Ihre Solidarität mit den Ärmsten!


Projekt Nr. 1754, "Wohnung für Allas Familie"

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Armenien
Kinder hoffen auf eine Berufsausbildung
Psychisch kranker Vater terrorisierte seine Familie – In die Armut abgerutscht

Zaruhi Mesropian möchte wieder zusammen mit ihren Kindern leben und ihnen eine Berufsausbildung ermöglichen. Doch dies wird ohne Hilfe nicht möglich sein. Nach vielen Stationen lebt Zaruhi mit ihrem Sohn inzwischen bei der Tante ihres Ehemannes, während ihre zwei Töchter in der Wohnung ihres Bruders untergebracht sind.

Zaruhi ist in einer einfachen Bauarbeiterfamilie aufgewachsen. Sie bedauert jetzt, dass sie keinen Beruf erlernt und früh geheiratet hat. Ihre Eltern waren gegen die Ehe, weil der zukünftige Ehemann von Zaruhi gesundheitliche Probleme hatte. Aber die verliebte Zaruhi ging ihren eigenen Weg.

Zaruhi und Mnacakan bekamen vier Kinder, drei Töchter und einen Sohn. Mnacakan arbeitete als Schneider. Er wollte zunächst nicht zugeben, dass er unter psychischen Störungen litt. Aber im Laufe der Jahre verschärfte sich seine Krankheit, er konnte schliesslich nicht mehr arbeiten. „Ich weiss nicht, wann die Krankheit bei ihm ausgebrochen ist. In der Armee hat er nur zwei Monate gedient. Dann wurde er nach Hause geschickt, weil er für den Militärdienst nicht tauglich war”, erzählte Zaruhi.

Der psychisch kranke Mnacakan machte seiner Familie das Leben zur Hölle. Er sass den ganzen Tag zu Hause und terrorisierte seine Kinder und seine Frau. Der Alltag wurde unerträglich, wegen des Vaters wollten die Kinder nicht mehr von der Schule nach Hause kommen. Zaruhi sah keinen anderen Ausweg, als einen Strich unter 18 Jahre Ehe zu ziehen.

Zaruhi arbeitete als Putzfrau. Mit ihrem kargen Lohn musste sie vier Kinder versorgen. Ohne die Hilfe von Verwandten hätten ihre Kinder hungern müssen. Zaruhi konnte ihre Miete nicht regelmässig bezahlen. So musste sie mehrfach die Wohnung wechseln, Mietschulden wurden durch Möbel oder Haushaltsgegenstände beglichen, die sie zurückliess. Doch die Armut holte sie ein. Im August 2011 landete die Familie auf der Strasse. Zaruhis Bruder beherbergte daraufhin ihre Töchter Amalja und Laura. Zaruhi mit ihrem Sohn Aram fand Zuflucht bei einer Tante ihres Ex-Mannes. Die älteste Tochter Marine war zu dieser Zeit schon verheiratet.

Amalja und Laura mussten die Schule abbrechen. Beide sind begabt und zielstrebig. Doch ein Besuch der Oberschule war mit hohen Ausgaben verbunden. Lehrbücher und Unterrichtsmaterialien, Kleidung und Transportkosten waren für Zaruhi unerschwinglich. Amalja träumt davon, den Friseurberuf zu erlernen. Laura hat den grossen Wunsch, sich zur Krankenschwester ausbilden zu lassen. Arams geplante Ausbildung zum Automechaniker blieb ein unerreichbarer Traum.

Zaruhi ist verzweifelt. Sie hat Schuldgefühle, weil sie ihren Kindern keine Perspektiven für eine bessere Zukunft bieten kann. Jeden Abend betet Zaruhi, dass Gott ihr ein gemeinsames glückliches Leben mit ihren Kindern schenken möge. Helfen Sie mit, dass ihr Wunsch in Erfüllung geht?


Projekt Nr. 1755, "Familienhilfe Zaruhi"

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Armenien
Junge Diabetikerinnen brauchen dringend Hilfe
Nune und Diana müssen mit ihrer Krankheit leben – Kein Geld für Tests und Therapien

Die Diagnose Diabetes (Zuckerkrankheit) hat die Familie von Anna Babajan völlig unvorbereitet getroffen. Beide Töchter benötigen Teststreifen und Insulin um ihren Blutzuckerspiegel zu kontrollieren. Doch dafür fehlt oft das Geld genauso wie für weitere Untersuchungen, die dringend notwendig sind.

Anna wurde 1973 geboren. Ihr Vater Albert war Bauingenieur, ihre Mutter Benieta Archäologin. Nach dem Schulabschluss studierte Anna an der Universität und wurde Wirtschaftsjuristin. 1993 heiratete sie Aram. Es war eine schwere Zeit, Armenien wurde von der Wirtschaftskrise hart getroffen. Alle Familienangehörigen verloren ihre Arbeitsstellen und standen plötzlich vor dem Nichts. Besonders für Albert war die Situation unerträglich. Er war bereit, jede beliebige Arbeit anzunehmen, um etwas Geld zu verdienen. Bald fand er einen Ausweg: Im Auftrag einer kleinen Fabrik begann die Familie, Teppiche zu weben.

1994 kam Tochter Nune zur Welt. Aram wurde als Manager in einem Elektrotechnikgeschäft eingestellt. Tochter Diana wurde 2001 geboren. Im Frühling 2002 wurde bei der 8-jährigen Nune Diabetes diagnostiziert. Das Mädchen hatte stets Durst, musste oft auf die Toilette und verlor an Gewicht. Anna war bestürzt, als sie in der Kinderklinik zum ersten Mal die Diagnose hörte. Im Herzen trug Anna eine Angst, ein banges Vorgefühl, dass auch ihr zweites Kind betroffen sein könnte. Als Diana drei Jahre alt war, traten dieselben Krankheitssymptome wie bei ihrer Schwester auf. Auch Diana litt unter Diabetes.

Nune ist heute 18, Diana 11 Jahre alt. Beide haben gelernt, mit ihrer Krankheit umzugehen. Sie messen ihren Blutzucker selbst, auch Insulin können sie sich selbstständig spritzen. Nune studiert Jura. Um ihr Studium zu finanzieren, haben die Eltern einen Kredit bei der Bank aufgenommen. Diana besucht die vierte Klasse und hat gute Noten.

Nun hat auch noch Aram gesundheitliche Beschwerden bekommen. Er leidet an Bluthochdruck und muss regelmässig Medikamente einnehmen. Das nötige Geld muss die Familie selbst aufbringen, eine für Arme bezahlbare Krankenversicherung gibt es in Armenien nicht. Anna muss sich zudem um Arams betagte Mutter kümmern. Vor einem Jahr ist sie hingefallen und hat sich schwer verletzt. Der komplizierte Bruch an der Hüfte wurde operiert, aber bis heute kann sie sich nicht richtig bewegen.

Aram arbeitet, aber das Geld fehlt an allen Ecken und Enden. Nune und Diana brauchen hochwertige und gesunde Lebensmittel mit einem hohen Nährstoffgehalt. Ausserdem benötigen sie täglich Nadeln und Teststreifen. Im Moment steht bei Diana eine Untersuchung und eine Therapie an, weil ihr Stoffwechsel nicht richtig funktioniert. Anna ist verzweifelt: die Familienkasse ist leer. Sie hat sich an Diaconia gewandt. Bitte helfen Sie mit, dass diese Not gelindert werden kann. Danke für alle Gebete und Gaben!


Projekt Nr. 1756, "Hilfe für Diabetikerinnen"

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Albanien
Grösster Wunsch: Ein zweites Zimmer und eine Toilette
Familie Dibra: Sechs Personen in einem Raum – Geistig behinderter Junge wird zunehmend aggressiv

Familie Dibra lebt in der albanischen Stadt Shkoder. Die arbeitslosen Eltern haben vier Kinder, drei Mädchen zwischen 4 und 16 Jahren sowie den geistig behinderten Jungen Surbian (14). Die Lebensumstände dieser bitterarmen Familie sind kaum vorstellbar: Die sechs Personen haben nur einen Raum zur Verfügung, es gibt nicht einmal eine Toilette.

Vater Sait versucht als Tagelöhner genug zu verdienen, damit seine Familie etwas zu essen bekommt. Weil er keine Berufsausbildung hat, wird er nur für körperlich schwere Hilfsarbeiten eingesetzt, bei denen er sehr wenig verdient. Nicht immer reicht es, um Brot für die Familie zu kaufen.

Familie Dibra kommt nur schwer über die Runden. Wegen der geistigen Behinderung von Surbian bekommt sie eine Invalidenrente von gerade einmal 42 Franken (35 Euro) im Monat. Surbians älteste Schwester Bjusilda besucht die neunte Klasse der Schule. Sie hat schlechte Noten, was die Lehrer auf ihre menschenunwürdigen Lebensumstände zurückführen. Wenn das Essen nicht ausreicht, wird die jüngste Tochter Esra immer wieder von den Grosseltern versorgt.

Mutter Bukurija kümmert sich mit grossem Einsatz um ihren behinderten Sohn. Er benötigt viel Aufmerksamkeit und Zuwendung. Die Enge des einzigen Zimmers macht ihn zunehmend aggressiv. Aber die Familie kann sich keine geräumigere Unterkunft leisten. Weil es keine Toilette gibt, haben sie sich als Notbehelf eine Hütte aus Steinen und Holzbrettern zusammengezimmert.

Vater Sait ist niedergeschlagen und sieht keinen Ausweg: „Das Leben meiner Kinder ist schrecklich. Sie leiden, sind hungrig und haben keine guten Kleider. Aber das schlimmste an unserer Situation ist die Enge in dem einen Raum. Surbian kommt damit nicht zurecht, manchmal geht er auf seine Geschwister los.“

Die Wohnverhältnisse müssen dringend verbessert werden. Das könnte die angespannte Situation entschärfen, berichten die Diaconia-Mitarbeiter in Albanien. Ein Anbau mit Toilette ist relativ einfach zu verwirklichen. Wir bitten Sie dafür um Ihre Unterstützung!


Projekt Nr. 1757, "Zimmer Familie Dibra"

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Albanien
Studie beklagt "defekte Demokratie"


Vor allem im Osten und Südosten Europas gibt es Defizite, was die Entwicklung der Demokratie angeht. Zu diesem Ergebnis kommt eine Bertelsmann-Expertenstudie. Den Ländern des einstigen kommunistischen Machtblocks werden teils erhebliche Schwächen bescheinigt. So wird Albanien als „defekte Demokratie“ eingestuft. Die meisten Staaten Ost-, Mittel- und Südosteuropas erlebten im Untersuchungszeitraum Qualitätseinbussen ihrer Demokratie, marktwirtschaftlichen Ordnung und politischen Managementleistung, heisst es in der Studie.

Dabei haben die acht mitteleuropäischen Staaten wie schon seit Jahren einen deutlichen Vorsprung vor den neun südosteuropäischen Ländern. Die EU-Kandidaten im Südosten Europas hätten „nur minimale Fortschritte im Bereich der marktwirtschaftlichen Reformen“ erzielt und Verschlechterungen bei der Demokratisierung und dem Management verzeichnet, urteilen die Autoren. Albanien gilt als ärmstes Land Europas.

Rückschritte in der Region macht die Studie bei der Medienfreiheit aus. Beklagt werden Versuche, die Medien zu gängeln. So gebe es beispielsweise in Albanien Verleumdungsprozesse gegen kritische Journalisten.