Report
Ausgabe 07, Juli 2014


Armenien
Raum für lebendiges Gemeindeleben
Kirchgemeinde in Idschewan bietet geistliche und praktische Unterweisung

Jeden Tag versammeln sich die Christen der evangelischen Gemeinde in Idschewan in einem Gebäude, das früher als Restaurant diente. Immer mehr Menschen jeden Alters kommen. Sie finden hier Halt und Hoffnung, sie singen, beten und lernen. Gegenwärtig besteht die Gemeinde aus etwa 5 000 Mitgliedern. Das renovierungs-bedürftige Gebäude ist für diese Nachfrage nicht ausgelegt.

Die grosse Halle ist stets voll besetzt. Besonders am Sonntag ist sie überfüllt.Aus den umliegenden 14 Dörfern kommen viele Menschen zum Gottesdienst. Viele Kinder besuchen ihn regelmässig mit ihren Eltern. Während die Eltern die Predigt hören, werden die Kinder, ihrem Alter entsprechend, durch einfache Lieder und kleine Geschichten unterrichtet. Die Gemeinde bietet Kindern und Erwachsenen sinnvolle Freizeitgestaltungen an. Jeder kann sich entsprechend seiner Interessen und Fähigkeiten einbringen.

Es fehlen Tische und Stühle. Die Kinder müssen auf dem Boden oder den wenigen Betten sitzen.

Im Kinderbetreuungsbereich ist vieles renovierungsbedürftig.

Die Chöre singen auch im Gottesdienst.

Frauen und Mädchen lernen ein Handwerk und können so zum Familienunterhalt beitragen.

Im oberen Stock können Ausstellungen und Theateraufführungen durchgeführt werden.

Sie erinnern sich vielleicht: Dieses Gebäude wurde dank Ihrer Spenden für die Gemeinde gekauft. Nun stehen die nächs-ten Arbeiten an. Für die Kinder müssen Räume renoviert werden, und es fehlt an Tischen und Stühlen. Die Kinder sitzen zurzeit auf dem Boden oder auf den wenigen Betten. Auch die beiden Chöre der Gemeinde brauchen einen Ort zum Proben. Die Erwachsenen-Kurse finden derzeit noch alle in einem Raum statt: Nähen, Stricken, Häkeln und Sticken. Drei Lehrer müssen gleichzeitig unterrichten, die Konzentration fällt da schwer. Dabei sind diese Kurse sehr wichtig. Viele Frauen, die hier gelernt haben, nehmen bereits kleine Arbeitsaufträge an. Dadurch tragen sie zum Lebensunterhalt ihrer Familien bei.

Viele Männer aus der Gemeinde sind gute Handwerker. Sie sind bereit, ehrenamtlich bei den Renovierung-sarbeiten zu helfen. Dafür benötigen wir die Baumaterialien, die insgesamt etwa 21 600 Franken (18 000 Euro) kosten. Es sollen neue Fens-ter und Türen eingebaut, die Wände und Decken verputzt und gestrichen, Toiletten saniert, neue Stromkabel verlegt und der Bodenbelag ersetzt werden.

Pastor Lewon Margarian, der seit vielen Jahren die Gemeinde betreut, hofft auf die Zukunft: „Wenn das Gebäude renoviert wird, können wir einen Kindergarten eröffnen. Im oberen Stock können wir diverse Aktivitäten wie Theaterstücke oder Ausstellungen durchführen. Den Erlös würden wir für die Aufgaben der Gemeinde verwenden.“

Bitte unterstützen Sie die evangelischen Christen in Armenien. Vielen Dank.

Projekt Nr. 2222, "Renovierung Gemeindehaus Idschewan"

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Rumänien
Ein Bild der Hoffnung soll Catalin begleiten
33-jähriger Familienvater wird bald völlig erblinden — ein Wunsch ist offen

Wie wird der letzte Blick auf seine Familie sein? Das fragt sich Catalin fast täglich. Der Familienvater fürchtet den Tag, an dem sein Augenlicht völlig erloschen sein wird. Fast unerträglich für ihn, dass er dann noch weniger für seine Familie wird sorgen können.

Catalin und seine Frau Angela haben ein Kind, ein zweites ist unterwegs. Die kleine Familie hält fest zusammen. „Ich liebe meine Familie und möchte ihr alles geben, was ich stets vermisst habe“, sagt Angela. Die junge Frau kommt aus einer kinderreichen Familie. Ihre Stiefmutter brachte ihr nur Ablehnung und Gewalt entgegen. „Es war schrecklich“, flüstert Angela.

Catalin ist zu 90 Prozent erblindet.

Catalin und Angela wohnen mit ihrem Sohn in einem alten Haus ohne Strom und Wasser.

Nicht mehr als Kosmetik: Mit ein wenig Farbe versuchen die Eltern die Umgebung für ihre Kinder schöner zu gestalten.

Catalin kennt ihre Geschichte und möchte ihr Sicherheit und Liebe geben. Doch er leidet schon seit seiner Kindheit an grünem Star. Obwohl seine Eltern nicht viel Geld hatten und als Roma am Rande der Gesellschaft stehen, ermöglichten sie es ihm, in einer Bukarester Spezialklinik operiert zu werden. Vier Eingriffe musste der damals Siebenjährige über sich ergehen lassen. Heute ist er dennoch zu 90 Prozent erblindet. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis es komplett dunkel um ihn wird.

Catalin konnte aufgrund seiner Sehschwäche keine Schule besuchen, eine Spezialschule konnten die Eltern nicht bezahlen. Zudem hänselten und mieden die anderen Kinder ihn. Umso glücklicher ist er, Angela zur Frau zu haben. Eine ganze Weile wohnten die beiden bei seinen Eltern. Im Garten hatten sie einen vier Quadratmeter grossen Raum bauen können. Doch die Beziehung zu Catalins Eltern verschlechterte sich. Seine Eltern beanspruchten seine Blindenrente. „Das Geld brauche ich für Angela und die Kinder, ich hätte es ihnen nicht geben können“, sagt er verzweifelt.

Das Paar zog in ein altes Haus ohne Strom und fliessendes Wasser, ohne Badezimmer. Die kleine Familie teilt sich das Haus mit viel Ungeziefer. „Kein Ort, an dem Kinder aufwachsen sollten“, sagt Catalin, der mit Farbe und anderen Kleinigkeiten versucht, die Umgebung etwas freundlicher zu gestalten. Ein hoffnungslos erscheinender Kampf. Deswegen möchten wir der Familie ein Stück Land mit einem kleinen Haus zur Verfügung stellen. Dort könnten die Kinder sicher aufwachsen und die Familie ein wenig Landwirtschaft betreiben. „Mir wäre es eine grosse Beruhigung, wenn ich das Ganze sehen könnte, bevor ich mein Augenlicht endgültig verliere“, sagt Catalin leise. Bitte helfen Sie uns, dieser Familie zu helfen.


Projekt Nr. 2223, "Ein kleines Haus für Catalin"

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Rumänien
Licht für Maria und ihren Sohn George
Schwerstbehinderter Fünfjähriger muss engmaschig betreut werden

Es ist Mitternacht. Maria schreckt aus ihrem leichten Schlaf hoch. Ihr Sohn George leidet wieder unter einem Krampfanfall. Schnell steht sie auf, nimmt ihren Sohn auf die Arme und trägt ihn hinaus auf die Strasse. Im Schein der Strassenlaterne kann sie sehen, ob sich seine Haut lila färbt und er ins Spital muss.


Ärztepfusch machte den fünfjährigen George zu einem schwerstbehinderten Kind.
Doch alles bleibt „normal“. Sie trägt ihren Sohn zurück ins Haus, legt ihn wieder hin und versucht, selbst ein wenig zur Ruhe zu kommen. Sie weiss, in zwei Stunden wird sie wieder aufstehen, ihren Sohn auf die Strasse tragen und schauen, ob alles in Ordnung ist. Der kleine George ist Opfer eines ärztlichen Kunstfehlers. Im siebten Schwangerschaftsmonat wurde Maria mit starken Blutungen ins Krankenhaus eingeliefert. Dort wurde sie in einen Raum geführt und einfach sich selbst überlassen. „Es war schrecklich, die Angst, die Schmerzen, die Ungewissheit. Niemand kümmerte sich“, erinnert sie sich. Erst am kommenden Morgen erschien ein Arzt und holte das Baby per Kaiserschnitt. Einen Monat später wurde der kleine George aus dem Spital entlassen. „Mein Mann Gheorghe und ich waren überglücklich“, erinnert sich Maria. Nur drei Monate später bemerkte der Kinderarzt eine gelbliche Hautfärbung und schickte das Baby sofort ins Spital. Es traten Komplikationen auf, und George musste insgesamt vier Jahre dort bleiben. Er leidet seitdem unter Epilepsie, psychomotorischen Störungen, einem starken Eisenmangel und Gehirnschwund. „Ich liebe George. Er ist mein Sohn und ich würde ihn nie im Stich lassen“, sagt sie mit Tränen in den Augen.

Doch das Leben ist für die Familie nicht leicht. George braucht Marias volle Aufmerksamkeit, so dass sie nicht arbeiten kann. Vater Gheorghe arbeitet für einen sehr geringen Lohn als Frachthelfer. Georges Kindergeld beträgt 150 Franken (125 Euro) und deckt noch nicht einmal seine medizinische Versorgung.

Auch nachts trägt Maria ihren Sohn vor die Tür des ärmlichen Hauses ohne Strom. Sie muss Georges Zustand bei Licht überprüfen.


Maria liebt ihren Sohn über alles, doch sie ist am Ende ihrer Kräfte.

Alle zwei Stunden schüttelt ein epileptischer Anfall den Fünfjährigen. Da das Haus der Familie keinen Stromanschluss besitzt, muss Maria den Jungen nachts vor das Haus tragen, um seine Hautfarbe zu kontrollieren. Maria und ihr Mann sind am Ende ihrer Kräfte. Diaconia möchte das Haus an die Stromleitung anschliessen lassen. Weiter wird für die Zubereitung der Nahrung eine Küchenmaschine benötigt, und wir möchten für ein Jahr die Kosten für die Windeln und die Spezialnahrung für George übernehmen. Diese Menschen benötigen dringend unser Gebet, unsere Unterstützung und neue Hoffnung für die Zukunft. Bitte helfen Sie mit.


Projekt Nr. 2224, "Hausrenovierung Familie Tincu"

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Armenien
Augenlicht für Erik
43-jähriger Vater kämpft gegen seine endgültige Erblindung

Erik Aalwerdian ist 43 Jahre alt und seit fünf Jahren stark sehbehindert. Auf dem linken Auge ist er blind, die Sehfähigkeit des rechten Auges ist gering. Erik braucht dringend eine Keratoprothese, eine künstliche Hornhaut.

Lange hatte Erik in Russland gearbeitet. Im Jahr 2009, auf dem Weg zurück nach Armenien, verunglückte sein Taxi zum Flughafen. Er erlitt schwere Kopfverletzungen. Der Taxifahrer zog ihn aus dem Wagen, liess ihn hilflos auf der Strasse liegen und flüchtete mitsamt Koffer und Papieren. Der Fahrer wurde nie gefasst. Erik wurde ins Krankenhaus eingeliefert und musste dort viele Wochen bleiben. Er hatte keinen Pass und kein Geld. Nur durch die Hilfe von Bekannten und der armenischen Botschaft bekam er neue Papiere ausgestellt und konnte schliesslich nach Armenien zurückkehren.


Elmira liebt ihren Bruder und hat ihn und seinen Sohn gerne aufgenommen.


Vater und Sohn hoffen auf die künstliche Hornhaut.

Erik ist Näher von Beruf. Doch in Armenien verdiente er sehr wenig. Als er heiratete und sein Sohn geboren wurde, ging er 1996 nach Russland und arbeitete dort auf dem Bau. Das Geld reichte zwar nicht zum Kauf einer eigenen Wohnung, doch er sicherte den Lebensunterhalt seiner Familie, die bei seinen Schwiegereltern wohnte, und unterstützte auch seine betagten Eltern. Erik hat zwei Schwestern: Melsida, verheiratet, und Elmira, die in einem kleinen Zimmer eines Wohnheims lebt. Sie hat Arthrose und diverse Wirbelbrüche. Nach dem Tod von Eriks Vater zog Mutter Rima zu Elmira. Alles schien geregelt, doch Eriks Frau kam mit der Abwesenheit ihres Mannes nicht klar. Sie verliess ihn und liess ihren Sohn bei Eriks Mutter. Nun leben vier Personen in Elmiras kleinem Zimmer, und Eriks Sehkraft begann wenige Monate nach dem Unfall nachzulassen. Augenärzte in Jerewan sagten, dass die Behandlung in Russland der Grund dafür sei. „Ich litt unter quälenden Schmerzen und musste sechs Operationen über mich ergehen lassen. Diese konnten nur dank der finanziellen Hilfe meines Vetters durchgeführt werden. Er ist, 36-jährig, plötzlich an einem Hirnschlag gestorben“, berichtet Erik.

Erik braucht dringend eine Keratoprothese. Dazu werden rund 2 500 Franken (2 100 Euro) benötigt. Wenn Erik nicht medizinisch versorgt wird, droht ihm innerhalb kürzester Zeit die vollständige Erblindung. Wir bitten Sie um Ihre Unterstützung durch Gebete und Gaben. Herzlichen Dank.


Projekt Nr. 2226, "Augenlicht für Erik"

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Armenien
Ein Steinhaus für Familie Wardanian
Familie lebt seit 19 Jahren in einer verrosteten Wellblech-Behausung

Es ist kaum vorstellbar, unter welch unwürdigen Bedingungen manche Menschen leben. Familie Wardanian wohnt in einem kleinen Bergdorf nördlich der armenischen Hauptstadt Jerewan. Zu siebt haust sie in einer winzig kleinen verrosteten Unterkunft.

Der Blick ist atemberaubend, doch das Leben im Dorf ist hart. Familie Wardanian ist dort die ärmste. Seit 19 Jahren lebt sie in einem durchgerosteten Waggon.

Mkrtitsch und Susambar heirateten 1986. Dem Ehepaar wurden sieben Kinder geschenkt. Da im Elternhaus alle Brüder Mkrtitschs mit ihren Familien wohnten, verkaufte seine Mutter ihre einzige Kuh und stellte für ihn einen Waggon aus Wellblech auf ein Stück Land. Ein kleines steinernes Haus sollte folgen, was jedoch nie geschah.

In einem Raum spielt sich das gesamte Familienleben ab, Möbel gibt es kaum.

Die Blechbehausung ist überall durchgerostet.

Der inzwischen durchgerostete Waggon besteht aus einem Wohnraum. Hier isst, schläft, wäscht, kocht und lernt die Familie. Im Sommer ist es unerträglich heiss, im Winter feucht und kalt. Es gibt kein Wasser, vor dem Waggon steht ein einfaches Plumpsklo. Die Familie besitzt nur wenige Möbel. Es mangelt an allem, was man für ein normales Leben braucht.

Unter diesen Umständen Kinder zu erziehen, ist eine grosse Herausforderung. Und Susambar ist emotional sehr belastet. Vier Kinder starben kurz nach der Geburt. „Ich leide unter einer Blutgruppenunverträglichkeit und wusste nicht, dass ich meine Kinder nicht stillen darf“, sagt sie mit leiser Stimme.

Ihr ältester Sohn Wardan (27) ging nach Russland. Als Tagelöhner verdient er genug für sich selbst, kann jedoch seine Eltern nicht unterstützen. Die einzige Tochter, Anahit, ist verheiratet. Sohn Arschak (22) rettete einem Kameraden das Leben und bekam dafür einen Orden. Die Söhne Arsen (15) und Iosif (9) sind schulpflichtig, der kleine Argischti (5) ist noch zu Hause.

Mkrtitsch ist niedergeschlagen. Obwohl er und seine Söhne das Land bearbeiten, fällt es ihnen schwer, die grosse Familie zu ernähren. Die Ernte reicht nicht einmal, um den Eigenbedarf zu decken.

Mkrtitsch, seine Frau und seine Kinder brauchen dringend eine geeignete Unterkunft. Diaconia möchte die unwürdigen Lebensbedingungen der Familie verbessern und im Dorf ein kleines Steinhaus kaufen. Mit Ihrer Hilfe kann dies schon bald wahr werden. Danke für Ihre treue Unterstützung.


Projekt Nr. 2227, "Kleines Steinhaus für Familie Wardanian"

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BLICKPUNKT


Armenien
Esther — Etappenziel einer begabten Frau

Wie die meisten armenischen Jugendlichen hat auch Esther viele Wünsche und Träume. Um den ersten Schritt zu machen, besuchte sie im BAZ den Lehrgang als Näherin. Sie hat ihn erfolgreich abgeschlossen und arbeitet seit Januar 2014 in einem Nähatelier.

Bevor Esther den Lehrgang im Berufsausbildungszentrum BAZ besuchte, hatte sie bereits eine Lehre als Floristin absolviert. Das Nähen, so sagt sie, liegt ihr jedoch bedeutend mehr. Nach Beendigung der Anlehre im BAZ absolvierte Esther für einige Monate ein Praktikum in einem Nähatelier. Kurze Zeit später bereits wurde sie in einem weiteren Nähatelier fest angestellt. Ihre Aufgaben umfassen das Anfertigen und Ändern von Kleidung und verschiedenen Accessoires.


Christian Sartorius besucht Esther an ihrer neuen Arbeitsstelle und bewundert ihre hochwertige Arbeit.


Mit grosser Umsicht und Eifer ist Esther bei der Arbeit. Sie freut sich über diese Chance, die sich ihr bietet.

Die Palette ist breit gefächert, da sich auch Tanzschulen unter den Kunden befinden und ihre Kostüme dort anfertigen lassen. Christian Sartorius, Mitglied der Diaconia Geschäftsleitung, besuchte Esther kürzlich an ihrer neuen Arbeitsstelle. Ihre Chefin, Gohar, berichtete, dass Esther eine sehr begabte Mitarbeiterin ist, deren Grundkenntnisse, die sie sich im BAZ erworben hat, ausserordentlich fundiert seien. Esther strahlte, als sie das Lob hörte – freut sie sich doch darauf, später einmal ein eigenes kleines Nähatelier zu eröffnen. Aber bis dahin wird sie sich, mit der ihr eigenen Freude und Zuversicht, durch die praktische Arbeit, die ihr nun hilft, ihre Familie mit zu versorgen, weitere Kenntnisse erwerben.

Herzlichen Dank an alle, die Esther und ihren Kolleginnen diesen Lehrgang ermöglicht haben!

Wenn auch Sie die Arbeit des BAZ unterstützen möchten, freuen wir uns über Ihre Spende.

Projekt Nr. 2225, "Berufsausbildungszentrum BAZ"

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Albanien
Sicherheit und Wärme bei jedem Wetter
Familie Berberi lebt seit Jahren unter gesundheitsschädigenden Umständen

Schwanzwedelnd kommt der braun-weisse Hund auf die drei Geschwister zu. Das Tier ist der einzige Spielkamerad, den sie haben. Und Spielzeug kennen Esmeralda (13), Angela (11) und Andi (10) nicht, denn ihre Eltern sind sehr arm.

„Wir haben ja noch nicht mal genug zu essen. Täglich stehen Brot und Zwiebeln auf dem Speiseplan — und manchmal auch gar nichts“, sagt Mutter Dhurata (40). Sie lebt mit Mann Jasmin (40) und den drei Kindern in einer armseligen Hütte, wenige Kilometer von der Stadt Kavaje entfernt. Alle teilen sich einen einzigen Raum. Dort leben, essen und schlafen sie. Als Betten dienen drei alte Liegen, die sie von den Nachbarn geschenkt bekommen haben. Die improvisierte Toilette vor dem Haus ist nicht mehr als ein von vier unsicheren Wänden umgebenes Loch im Boden.

Der braun-weisse Hund ist der einzige Spielkamerad für die drei Kinder.

Dhurata Berberi ist an Brustkrebs erkrankt.

Der Anbau, der die Lebensbedingungen der Familie verbessern könnte, wird wegen Geldmangel nicht fertiggestellt.

„Seit 13 Jahren leben wir schon so“, erzählt Dhurata. Niemand geht arbeiten, die Kinder besuchen keine Schule. Vater Jasmin sucht täglich Arbeit, jedoch meistens erfolglos. Manchmal bekommt er einen Job für zwei oder drei Tage.

Und damit nicht genug: Unter Tränen erzählt die 40-Jährige, dass bei ihr Brustkrebs diagnostiziert wurde. Alle drei Monate fährt sie nach Tirana, um sich behandeln zu lassen. Hinzu kommen die katastrophalen Wohnbedingungen. Zwar haben die Eheleute vor zehn Jahren begonnen, einen Anbau an ihre Hütte zu errichten. Jedoch konnten noch nicht einmal die Wände fertig hochgezogen werden, da das Geld fehlt. Und die bestehende Hütte verfällt immer mehr. „Wann immer es draussen regnet, steht unsere Hütte unter Wasser“, berichtet Jasmin. Die Tür ist so verrottet, dass der Regen ungehindert in den Raum fliessen kann. „Die Kinder sind dann völlig verängstigt, alles ist nass, und wir Eltern versuchen irgendwie, das Wasser wieder aus der Hütte herauszubekommen.“ Wasser, Wind und Kälte, die fast ungehindert in die Hütte strömen, greifen die Gesundheit der Familie an. Ständig ist jemand krank. Besonders die 13-jährige Esmeralda ist betroffen: Sie fühlt sich oft schwach und kann nur schlecht gehen. „Etwas stimmt nicht mit ihrem Blut“, sagt ihre Mutter, ohne weitere Details zu kennen. Vater Jasmin vermutet, dass die Lebensbedingungen die Ursache für ihre Krankheit sind.

Diese bitterarme Familie benötigt dringend unsere Hilfe und etwas Hoffnung. Wir möchten die Wohnsituation dieser Familie – schon aus gesundheitlichen Gründen — sobald wie möglich verbessern. Gott segne Sie für Ihre Hilfe!


Projekt Nr. 2228, "Hausbau für Familie Berberi"

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Rumänien
Landwirtschaftliches Wissen für Elena
Mutter von drei Kindern soll schon bald selbst für ihre Kinder sorgen können

„Ich möchte keine Almosen, sondern eine Zukunft für mich und meine Kinder. Ich möchte arbeiten und uns selbst versorgen, das ist mein grösster Wunsch.“ Elena Maxim weiss, dass sie dabei Unterstützung braucht. Zehn Hühner und eine Ziege sowie das Knowhow sollen ihr bei der Umsetzung ihres Ziels helfen.

Die 24-Jährige hat schon viel erlebt. Sie wuchs in einer grossen Familie mit sieben Geschwistern auf. Ihr Vater war Alkoholiker und ihre Kindheit schwer. Gewalt und Überforderung waren normal. Elena konnte nur vier Jahre lang die Schule besuchen, danach musste sie für ihre Brüder sorgen.

Elena hofft auf eine bessere Zukunft für sich und ihre Kinder.

Elena mit zwei ihrer Söhne vor ihrem winzigen Haus.

Als Elena 17 Jahre alt war, lernte sie einen jungen Mann kennen. Sie heirateten und bekamen drei Kinder. Doch die Situation der Familie war schwierig, oft war kein Essen im Haus. Es fehlte an allem. Eines Tages verliess Elenas Mann seine Familie. Er floh von den häuslichen Problemen und nahm sich eine neue Frau.

Die 24-Jährige wohnt mit Mihai (6), Dragos (3) und Andrei (18 Monate) in einem sechs Quadratmeter grossen Zimmer. Obwohl alles sehr beengt ist, ist der Raum sauber und ordentlich. „Meine Kinder sollen es so gut haben, wie es eben geht“, sagt die junge Mutter. Deswegen will sie das Leben der kleinen Familie in die eigene Hand nehmen. Das ist schwer, Elena hat keine Arbeit und die Familie lebt vom Kindergeld. Das reicht kaum zum Überleben. Oft muss die junge Mutter ihre Kinder hungrig zu Bett schicken. Von ihren Eltern kann sie keine Hilfe erwarten. „Sie schlagen mich nur und wollen mir die Kinder wegnehmen, damit diese für sie sorgen“, erzählt sie mit einer Mischung aus Wut und Trauer. Einmal entführte ihre Mutter sogar eines der Kinder, aber Elena holte es zurück.

Nun gibt es eine Möglichkeit, die Situation der kleinen Familie dauerhaft zu verbessern. Elena besitzt ein 100 Quadratmeter grosses Stück Land, auf dem sie Landwirtschaft betreiben könnte. Das würde die Versorgung der Kinder mit gesunder Nahrung gewährleisten und durch den Verkauf der Produkte das Familieneinkommen sichern.
Diaconia möchte Elena ermöglichen, zu erlernen, wie Land bebaut wird. Zudem sollen zehn Hühner und eine Ziege angeschafft und ein Stall für die Tiere gebaut werden. Die akute Not der Familie soll umgehend durch die Abgabe von Kleidung, Schuhen und Essen gelindert werden. Ermöglichen Sie Elena und ihren Kindern durch Ihre Hilfe eine sichere Zukunft. Herzlichen Dank für Ihre Hilfe.


Projekt Nr. 2229, "Tiere und Ausbildung für Elena"

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