Report
Ausgabe 07, Juli 2016


Armenien
Ein Sommercamp für bedürftige Kinder
Wertvolle Zeit für Kinder und Arbeit für Erwerbslose — Das Projekt in Tumanjan macht es möglich

Nicht nur in der Schweiz und in Deutschland stehen die Sommerferien vor der Tür — auch in Armenien haben die Kinder in den Sommermonaten schulfrei. Während hierzulande Kataloge gewälzt und Freizeitaktivitäten geplant werden, schauen armenische Kinder dieser Zeit mit verhaltener Freude entgegen.

"Ich lese gerne, aber wir haben keine Bücher. Und immer nur Verstecken spielen ist auch langweilig", sagt die zehnjährige Norik, die mit ihrer Mutter Sjusanna und ihren Geschwistern Hamest (13) und Arame (7) im Dorf Shenavan im Lori Gebiet lebt. Sjusannas Mann arbeitet in Russland, doch sein Verdienst ist sehr gering. Und so lebt die Familie beim Schwager. Die Kinder gehen begeistert zur Schule, sie hüten ihre Schulsachen wie Schätze. Würden sie denn gerne in ein Sommercamp gehen? "Natürlich! Das wäre spannend", so die klare Antwort.

In einer Gegend, in der es viel Armut und wenig Abwechslung gibt, haben die Kinder kaum eine Möglichkeit, ihre Zeit sinnvoll zu verbringen. Von Ausflügen, Anregungen und Förderung träumen diese Kinder nur — und ihre Eltern auch. Immer wieder bitten uns Eltern, ein Sommercamp durchzuführen. Dieser Bitte möchten wir gerne nachkommen und nicht nur den Kindern unvergessliche Tage schenken, sondern einer ganzen Region helfen.

Auch Karine wünscht sich für ihre drei Kinder schöne Ferien. Ihre älteste Tochter Anna (15) ist Stipendiatin am Wanadzorer College. Kolja (14) ist sehr freundlich, hilfsbereit und liebt Sport, und der kleine Aleks (3) spielt gerne.

Ferien sind in Armenien für die Kinder sehr trist.

Norik, Hamest und Arame nähmen gerne am Sommercamp teil.

Karine hat nicht genügend Geld, um den Kindern etwas zu ermöglichen.

Das Sommercamp soll in der Stadt Tumanjan im Lori-Gebiet stattfinden. Ein passendes Gebäude in einem Kiefernwald gibt es bereits, es wurde, dank Ihrer Spenden, renoviert. Die nötigen Mitarbeiter möchten wir aus der Umgebung anwerben. Denn in Tumanjan herrscht grosse Arbeitslosigkeit. Die Lebensmittel sollen bei den umliegenden Bauern und nicht in Jerewan eingekauft werden. Einen entsprechenden Vertrag mit den Bewohnern von sieben Dörfern gibt es bereits. Es ist kein Geheimnis, dass sie ihre Produkte meistens nicht rechtzeitig verkaufen können, da Lori so weit von der Hauptstadt Jerewan entfernt ist.

Unsere Studenten, die dank ihrer Paten studieren, werden das Camp durch ehrenamtliche Mitarbeit unterstützen. Sie möchten den Kindern unbeschwerte Tage mit Ausflügen, Spielen, gesundem Essen und Bibelstunden ermöglichen. Aufgrund der Lage ist der Ort auch für Kinder mit Atembeschwerden sehr gut geeignet. Für jeweils eine Woche mit je 25 Kindern benötigen wir 2 500 Franken (2 300 Euro). Bitte ermöglichen Sie einem Kind durch Ihre Spende eine unvergessliche und lebensverändernde Zeit. Die Kinder danken Ihnen dafür.


Projekt Nr. 3216, "Sommercamp Tumanjan"

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Resolution zum VÖlkermord

ARMENIEN – Am 2. Juni erkannte der Deutsche Bundestag in einer Resolution fast einstimmig den Völkermord an den Armeniern und weiteren Minderheiten im Osmanischen Reich während des Ersten Weltkrieges als solchen an. Es gab lediglich eine Gegenstimme und eine Enthaltung. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) blieben der Abstimmung fern. Initiator des Antrags war der türkischstämmige Grünen-Abgeordnete Cem Özdemir. Im Vorfeld der Resolution warben Vertreter der Minderheiten, die von dem Völkermord betroffen gewesen waren, dafür, dem Druck der türkischen Regierung nicht nachzugeben. Diese versuchte unter anderem mit der Drohung, den mit der EU ausgehandelten Flüchtlingsdeal platzen zu lassen, die Resolution zu verhindern. Auch die Türken in Deutschland machten mobil. Es gab nicht nur Demonstrationen, an denen Islamisten und säkulare Nationalisten teilnahmen, sondern auch Drohungen gegen Bundestagsabgeordnete. Davon waren vor allem türkischstämmige Abgeordnete betroffen. Nach Verabschiedung der Resolution zog die Türkei ihren Botschafter aus Berlin zurück.





Rumänien
Eine Zukunft für Mihaelas Kinder
Fehlende Schulbildung der Eltern bringt Familie in Existenznot

Ein grosser Wagen mit frisch gemähtem Gras ist ein toller Spielplatz. Das finden auch die Kinder von Beniamin (26) und Mihaela (25). Sie lassen sich jauchzend in das frische Gras fallen, und die Eltern lächeln angesichts dieser Lebensfreude. Wohl wissend, dass es nur kurze Momente des Glücks sind. Denn dieser Familie fehlt es an allem.

Beniamin und Mihaela kennen sich seit ihrer Kindheit. Sie sind als Nachbarn im Dorf Apata aufgewachsen. Beide kommen aus sehr kinderreichen Familien und haben nur für wenige Jahre die Schule besucht. "Heute bereue ich, dass ich nach fünf Jahren die Schule verlassen habe. Aber meine Eltern brauchten meine Arbeitskraft. Jetzt finde ich keine Anstellung, sondern muss meine Familie mit Gelegenheitsjobs über Wasser halten", berichtet Beniamin. Besonders prekär ist die Situation, seit der Besitzer des Waldes wechselte, in dem der 26-Jährige regelmässig Geld verdienen konnte.

Der junge Vater ist ein geschickter Handwerker. Doch um eine Festanstellung zu bekommen, würde er einen Schulabschluss benötigen. "Deswegen legen Mihaela und ich so viel Wert darauf, dass unsere Kinder zur Schule gehen können", sagt er. Vergangenen Herbst ist der Erstgeborene Mihai (7) eingeschult worden. Seine Schwestern Cosmina (5) und Selena (4) sollten eigentlich den Kindergarten besuchen. "Wir haben keinen Wasseranschluss, und deswegen ist die Kleidung der Kinder häufig schmutzig. Ich schäme mich, sie so in den Kindergarten zu schicken", bekennt Mutter Mihaela. Die 25-Jährige sorgt zu Hause liebevoll für Gesica (2) und Nesthäkchen Andreea (6 Monate).

Beniamin und Mihaela lieben ihre Kinder über alles.

Der Ofen ist alt und gefährlich.

Selena möchte gerne in den Kindergarten gehen, aber oft muss sie wegen ihrer verschmutzten Kleidung zu Hause bleiben.

Zu Beginn ihrer Ehe lebten Beniamin und Mihaela bei Beniamins Eltern. Doch dort wurde es zu eng, und so zog Mihaela mit dem Baby zurück zu ihren Eltern. Vier Jahre haben sie Mihais Kindergeld gespart, bis sie sich ein kleines Häuschen mit einem Raum leisten konnten. Es besitzt weder Strom noch fliessendes Wasser, doch die Familie beklagt sich nicht. Gekocht wird auf einem alten Ofen – sofern Feuerholz vorhanden ist.

Seit Beniamin den Job im Wald verloren hat, fehlt es nicht nur an Feuerholz, sondern immer öfter auch an Lebensmitteln. Mihaela fährt fast jeden Tag nach Brasov, um Nahrung und Geld zu erbetteln. Der Grossteil des Geldes wird jedoch für die Busfahrt benötigt.

Das Familieneinkommen beträgt 134 Franken (120 Euro) im Monat. Wir möchten die Familie gerne ein Jahr lang mit Lebensmitteln, Kleidung, Windeln und Feuerholz unterstützen und ihr einen neuen Ofen bezahlen. Dazu benötigen wir einen Betrag von insgesamt rund 4 800 Franken (4 360 Euro). Es ist wichtig, dass diese Kinder zur Schule gehen können und so die Chance auf eine bessere Zukunft bekommen. Vielen Dank für Ihre Hilfe.

Projekt Nr. 3217, "Familienhilfe Brumar"

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Rumänien
Ein sicheres Zuhause für Viorels Familie
Umgeben von Müll und neben einem maroden Strommast besteht Lebensgefahr

"Die Lebensbedingungen sind, vor allem für die Kinder, einfach nur inakzeptabel", sagt Christina (28), und ihr zweiter Mann Viorel (27) nickt zustimmend: "Wir müssen etwas ändern. Es fehlt uns nicht an Willen oder Muskelkraft — aber an Geld für einen Neuanfang."

Die beiden leben mit den Kindern Adrian (13), Maria (10), Madalina (8), Raluca (6) und Sonia (4) im Dorf Racos, 68 Kilometer von Brasov entfernt. Kennzeichen des Dorfes: Eine riesige Müllhalde, die sich wie ein Wasserfall den Berg hinunter ergiesst. Hier kippen alle Bewohner ihren Müll einfach ab. "Wir haben die Behörden schon mehrfach um Müllcontainer gebeten, aber es kümmert sich niemand", berichtet Christina. Vor allem im Sommer stinkt dieser Abfallplatz erbärmlich. "Das ist ungesund und gefährlich", entrüstet sich Christina.

Auch bei ihrem zweiten Anliegen stellen sich die zuständigen Behörden taub: Obwohl nur wenige Bewohner des Dorfes einen Stromanschluss haben, zieht sich eine Trasse mit Strommasten durch Racos. Ein Mast steht direkt vor dem Haus der Familie. Sie selbst hat in ihrem Haus aus Holz und Lehm jedoch keinen Stromanschluss. Der Mast ist zudem so instabil, dass Christina befürchtet, er könne bei starkem Wind auf das Haus fallen und eine Katastrophe heraufbeschwören.

Das kleine Haus sieht zwar gepflegt aus, aber bei näherem Hinsehen entdeckt man die Mängel. "Das Dach ist undicht. Wenn es stark regnet, müssen wir unsere beiden Betten zur Seite schieben, damit wir nicht nass werden", erzählt Viorel.


Die Familie muss das Haus dringend sanieren.

Christina und Viorel versuchen, ihren Kindern ein schönes Zuhause zu bieten.

Viorel ist der Vater der vier Mädchen. Adrian stammt aus Christinas erster Ehe. "Ich komme aus einer armen Familie, und mein erster Mann versprach mir den Himmel auf Erden. Das einzige, was ich von ihm jedoch bekam, waren Prügel. Also habe ich ihn verlassen. Er sitzt zurzeit wegen Mordes im Gefängnis", berichtet sie. Viorel hat Adrian als eigenen Sohn angenommen. Der freundliche Mann wünscht sich für seine Familie ein besseres Leben: "Entweder sanieren wir das Haus und der Strommast wird fixiert, oder wir verkaufen alles und ziehen woanders hin, wo die Umgebung für die Kinder besser geeignet ist", sagt er. Doch beides kostet Geld. Geld, das die Familie nicht hat. Ihr Einkommen beträgt 200 Franken (180 Euro) im Monat. Auch der Schulbesuch der Kinder kostet Geld. Um der Familie langfristig helfen zu können, wären rund 9 000 Franken (8 200 Euro) nötig: Mit diesem Geld könnten sie entweder das Haus sanieren oder wegziehen. Beides würde ihre Lebensumstände verbessern. Bitte unterstützen Sie sie dabei. Ihre Hilfe kommt an!

Projekt Nr. 3218, "Familienhilfe Viorel Dudas"

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Rumänien
Augenoperation für Marius
17-Jähriger wurde während der Waldarbeit von Kettensäge schwer verletzt

"Der Glaube hilft uns, Krisensituationen durchzustehen. Aber wenn immer wieder eine neue Katastrophe über einen hereinbricht, ist man der Verzweiflung dennoch sehr nahe." Ghita (38) schaut traurig zu Boden: "Ich weiss nicht, wie es weitergehen soll."

Bereits Ende 2015 haben wir Ihnen Familie Morar vorgestellt. Vater Ghita hatte seine siebenköpfige Familie durch Transportaufträge mit Pferd und Wagen ernähren können. Doch dann starb das Pferd, und Geld für ein neues hatte die Familie nicht. Sie lebt in einem einzigen, baufälligen Raum. Dank Ihrer Spenden konnten wir die grösste Not lindern. Doch nun ereilte die Familie ein neuer Schrecken: Der älteste Sohn Marius (17) droht, durch einen Arbeitsunfall zu erblinden.

Bereits nach der 8. Klasse hat Marius die Schule verlassen, um seine Eltern und Geschwister finanziell zu unterstützen. Dafür nahm er jeden Gelegenheitsjob an. "Wir hätten das teure Schulgeld für ihn nicht bezahlen können. So waren wir froh über das Geld, das er zum Lebensunterhalt beisteuerte", sagt Vater Ghita beschämt. "Ich wünschte, es wäre anders."

Vor ein paar Wochen fand der 17-Jährige einen Job im Wald. Dort sollte er, gemeinsam mit einem Freund, mit einer Kettensäge Bäume fällen und die Stämme und Äste zu Feuerholz verarbeiten. Arbeits- oder Schutzkleidung bekamen die jungen Männer nicht – wie so oft in Rumänien. Zunächst ging alles gut. Als Marius' Freund mit der Kettensäge auf ein besonders hartes Stück Holz traf, riss die Kette, und der Freund konnte die Säge nicht mehr festhalten. Die Kette traf Marius' linkes Auge und verletzte ihn schwer.


Liebevoll wechselt Mutter Anca den Verband ihres Sohnes.

Marius' Auge wurde durch die Kettensäge schwer verletzt.

Blutüberströmt trat der junge Mann den Heimweg an. Als seine Mutter Anca (35) ihren stark verletzten Sohn sah, brach sie weinend zusammen. "Durch den Blutverlust wurde er immer schwächer. Der Junge brauchte raschmöglichst medizinische Hilfe. Nachbarn riefen den Krankenwagen. Im Spital konnte die Blutung gestoppt werden. Doch Marius muss dringend in Bukarest operiert werden, sonst verliert er die Sehkraft auf dem verletzten Auge. Die Kosten für Fahrt, Operation und Krankenhausaufenthalt betragen 2 000 Franken (1 800 Euro), zu viel für die Familie.

Ghita kann ohne Pferd kein Geld verdienen: "Ich fürchte um Marius' Auge. Er ist doch noch so jung." Wir möchten mit Ihrer Hilfe gerne die Kosten für die Augenoperation übernehmen. Zudem möchten wir ein Zugpferd für die Familie kaufen. Die nötigen 1 300 Franken (1 200 Euro) sind gut angelegtes Geld, denn sie sichern der Familie den Unterhalt. Um bis zur Anschaffung des Tieres die grösste Not zu überbrücken, möchten wir ihr mit Essen und Kleidung helfen. Herzlichen Dank, wenn Sie diese Familie unterstützen.


Projekt Nr. 3219, "Augenoperation Marius Morar"

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Atombunker als Touristenmagnet

ALBANIEN - Etwa 50 Jahre lang wurde Albanien von Kommunisten regiert, davon 41 Jahre von Enver Hoxha. In dieser Zeit liess die Staatsführung landesweit etwa 700 000 Bunker bauen, die sie vor tatsächlichen und imaginären Feinden schützen sollte. Zu diesen zählten, neben einigen Nachbarstaaten, andere "Imperialisten" sowie solche kommunistischen Länder, die von der albanischen Führung als ideologisch unzuverlässig eingestuft und als Sozialimperialisten bezeichnet wurden.
Heute werden die Bunker unter anderem als Wohnraum, Ställe, Restaurants und öffentliche Toiletten genutzt. Einer der grössten Bunker, der fünf Stockwerke tief am Rand von Tirana erbaut worden war und die Militärführung vor einem Atomangriff schützen sollte, wurde bereits vor zwei Jahren als Touristenattraktion geöffnet. Aus Geldmangel wurde er wieder geschlossen, soll jedoch in diesem Sommer neu eröffnet werden. Weitere Öffnungen von Bunkern und Festungen sind geplant.
Die Opposition des Landes befürchtet, dass die regierenden Sozialisten mit diesen Massnahmen versuchen, die Vergangenheit des Landes zu verherrlichen.





Armenien
Eine Zukunft für Erik
15-Jähriger versorgt seine schwerkranke Mutter und seine behinderte Schwester

Ein Junge hockt am Boden und wäscht in einer zerbeulten Blechschüssel Wäsche. Auf dem Bett gegenüber sitzt eine Frau und schneidet Kräuter. So idyllisch sich das anhört, so belastend ist die Geschichte dahinter. Denn der Junge ist erst 15 Jahre alt, und die Frau auf dem Bett ist seine schwerkranke Mutter Wergine. Erik sorgt für sie und seine behinderte Schwester Siranusch (24). Allein.

An Schule ist für Erik nicht zu denken, seit Wergine erkrankt ist. Erik wäscht sie, zieht sie an und hilft ihr, sich aufzurichten. Wergine kann nur noch die Hände bewegen, und sie hilft ihm so gut sie kann. Alles begann mit Rückenschmerzen. Wergine konnte sich keinen Arztbesuch leisten. Und eines Tages konnte sie nicht mehr aufstehen. Seit neun Jahren kann sie das Bett kaum noch verlassen. So musste Erik auch die Pflege seiner Schwester Siranusch übernehmen, die seit ihrer Geburt an einer zerebralen Bewegungsstörung leidet und nicht selbstständig gehen kann. Er versorgt die beiden Frauen rund um die Uhr. Zudem erledigt er den Haushalt. Erik wäscht die Schmutzwäsche in einer kleinen Blechschüssel, und dennoch wird der Stapel nicht kleiner. Denn die Betten müssen täglich frisch bezogen werden, da beide Frauen inkontinent sind. Zudem sind die Matratzen völlig durchgelegen.

Auch das Brotbacken und Kochen erledigt Erik — trotz der Tatsache, dass der elektrische Ofen schon lange kaputt ist. Die Familie lebt von den beiden Behindertenrenten. Die reichen gerade so für Lebensmittel. Neue Kleidung oder Haushaltgeräte kann sie sich nicht leisten.


Erik wäscht Wäsche in der kleinen Schüssel, seine Mutter schneidet Kräuter.

Auch Schwester Siranusch ist bettlägerig und auf Hilfe angewiesen.

Das Leben des 15-Jährigen spielt sich nur im Haus und dessen unmittelbarer Umgebung ab — er muss für sein Alter viel zu viel Verantwortung tragen!

Wir möchten Erik das Leben etwas erleichtern und die Familie unterstützen. Eine halbautomatische Waschmaschine ohne Wasseranschluss würde Erik die Arbeit erleichtern, in einem neuen Backofen könnte er besser Brot backen, und neue Bettwäsche ist für die Familie eine Notwendigkeit. Zusätzlich möchten wir die Mutter und Schwester mit Windeln versorgen. Auch an Eriks Zukunft möchten wir denken und es ihm ermöglichen, Hilfe zu erhalten. Es wäre nötig, dass die Pflege seiner Mutter und Schwester sowie der Haushalt zumindest teilweise durch Hilfskräfte verrichtet wird, damit Erik die Schule besuchen und später einen Beruf erlernen kann. Zudem würden wir es der Mutter gerne ermöglichen, nochmals gründlich untersucht und, wenn möglich, medizinisch behandelt zu werden. Ohne unsere Hilfe hat der tapfere junge Mann keine Chance auf eine bessere Zukunft. Bitte unterstützen Sie diese Menschen durch eine Spende und schliessen Sie sie in Ihre Gebete ein. Wir danken Ihnen herzlich.


Projekt Nr. 3220, "Lebenshilfe für Erik"

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Armenien
Grundausstattung für Chaschak
16-Jähriger möchte nach seiner Ausbildung zum Coiffeur selbstständig arbeiten

Sie mussten in die Stadt ziehen — es ging nicht anders. Doch das Leben in Jerewan ist für Sina Sargsjan (35) und ihre beiden Kinder sehr schwer.

Sina lebte mit ihrem Mann und den beiden Kindern Chaschak (16) und Lilit (13) in der Stadt Artik, 100 Kilometer von Jerewan entfernt. Eine Region, in der die Menschen von Ackerbau und Viehzucht leben. Früher gab es in Artik viel Industrie und Arbeitsplätze – heute ist die Arbeitslosenrate hoch.

Vor drei Jahren zerbrach die Ehe von Sina und ihrem Mann. Dadurch verlor sie auch ihr Dach über dem Kopf. Sie zog mit Chaschak und Lilit nach Jerewan und hoffte, dort Arbeit zu finden. Die 13-jährige Lilit ist sehr krank: Sie leidet an Epilepsie und Autismus. "Ich kann sie nicht zu Hause pflegen, denn sie ist aggressiv – auch gegen sich selbst. Sie braucht professionelle Betreuung und Medikamente." Das spezielle Kinderheim liegt in Kharberd und ist von Jerewan mit dem Linienbus leicht zu erreichen. So oft wie möglich fährt Sina zu ihrer Tochter. An Feiertagen holt sie das Kind ab, und manchmal verbringt Lilit einige Tage bei ihrer Mutter.

Chaschak könnte als Coiffeur seine Mutter unterstützen.

Sina und ihr Sohn Chaschak leben in einer feuchten Wohnung.

Bis jetzt hat Sina noch keine Arbeit finden können, so sehr sie sich auch darum bemüht. Die Familie lebt in einer Wohnung am Rande der Stadt. Die Wohnung besteht aus zwei Zimmern: einer Küche und einem Wohn- und Schlafzimmer. In der Wohnung ist es feucht, die Wände sind mit Schimmel bedeckt. "Eine bessere Wohnung können wir uns nicht leisten", sagt Sina traurig.

Ihre ganze Hoffnung ruht auf ihrem Sohn Chaschak, der eine Lehre als Coiffeur macht. Ein Jahr noch, dann ist er fertig. "Coiffeure werden in Armenien gesucht", erzählt sie. "Es gibt viele Arbeitsplätze mit guten Verdienstmöglichkeiten." Chaschak ist ein begabter Junge, klug und zielstrebig. Und er versucht sich bereits in seinem künftigen Beruf: Die Haare der Nachbarskinder hat er schon oft geschnitten, und auch im Kinderheim sorgt er für schöne Frisuren.

Doch damit Chaschak seinen Beruf ausüben kann, benötigt er richtiges Handwerkszeug. Wir möchten ihm den Start ins Berufsleben durch professionelles Zubehör ermöglichen und die Lebensumstände der Familie durch eine Renovierung der Wohnung und die Anschaffung von Alltagsgegenständen deutlich verbessern. Dafür benötigen wir rund 2 000 Franken (1 800 Euro). Chaschak könnte als Coiffeur zum Familieneinkommen beitragen und damit zur Verbesserung der Lebensumstände sorgen. Bitte unterstützen Sie, gemeinsam mit uns, diesen begabten jungen Mann und seine Familie. Vielen Dank.


Projekt Nr. 3221, "Familienhilfe Sina Sargsjan"

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Armenien / BAZ
Ein Nähatelier für Ani
Junge Mutter mit behindertem Kind lässt sich nicht unterkriegen

"Ich habe schon als Kind gerne Puppenkleider genäht", erzählt Ani. Doch erst durch die Teilnahme am Nähkurs im Berufsausbildungszentrum BAZ kann sie ihr Hobby zum Beruf machen und hofft nun, dank ihres Talents und der fundierten Ausbildung, schon bald ihre Familie finanziell unterstützen zu können.

Anis Familie benötigt unsere Hilfe und Unterstützung dringend. Ihre Tochter Susanna (3) leidet, aufgrund ärztlicher Behandlungsfehler, an einer zerebralen Kinderlähmung und wurde bereits von Diaconia-Spendern unterstützt. "Ich möchte unsere Familie gerne durch meine Arbeit als Näherin finanziell absichern", sagt die junge Frau, die mit den Grosseltern und ihrem Mann Arthur zusammenlebt. Arthur arbeitet als Tagelöhner auf dem Bau. Sein Verdienst ist jedoch gering und unregelmässig.

In einem Handarbeitskurs im BAZ vor zwei Jahren hat sich Ani als überaus begabte Teilnehmerin erwiesen. Schon damals nahm sie kleinere Aufträge an und konnte so zum Einkommen der Familie beitragen. Derzeit besucht sie begeistert den Nählehrgang im BAZ. Und seit zwei Monaten freut sie sich über regelmässige Nähaufträge, vor allem Ausbesserungen. "Mir geht die Arbeit mitlerweile sehr gut von der Hand. Bis jetzt habe ich alle Nähaufträge hauptsächlich im Praxisraum vom BAZ erledigt, weil wir uns keine eigene Nähmaschine leisten können", erzählt sie.

Ani näht mit der Leih-Nähmaschine einer BAZ-Absolventin

Ani und ihr Mann Arthur sorgen sich um ihre behinderte Tochter.

Ihr grosser Wunsch ist es, mit ihrer Lieblingsbeschäftigung das Familienbudget ergänzen zu können. Doch momentan kann sie nur wenige kleinere Aufträge annehmen, da sie grössere, wegen der fehlenden Ausstattung, nicht ausführen kann. Eine Näh- und eine Overlockmaschine, ein Bügeleisen, ein Bügeltisch und andere Nähutensilien zur Einrichtung einer eigenen kleinen Nähstube kosten etwa 2 400 Franken (2 200 Euro). Gerne würden wir Ani diese Grundausstattung ermöglichen und ihr so zu einem guten Einstieg ins Berufsleben verhelfen. Es ist ihr Traum, mit eigener Nähmaschine Aufträge auszuführen und mit ihrem Verdienst ihrem Mann behilflich zu sein, die Familie zu ernähren.

Bitte helfen Sie dieser tapferen jungen Mutter durch eine Spende. Herzlichen Dank dafür.

Projekt Nr. 3222, "Berufsausbildungszentrum BAZ — Nähatelier für Ani"

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Albanien
Ziegen für Hazbis Rückkehr in die Gesellschaft
65-Jähriger lebt nach dem Tod von Frau und Sohn unter katastrophalen Bedingungen

Hazbi ist allein. Völlig allein. Seine Frau und sein Sohn starben vor einigen Jahren. Aus Kummer und Schmerz hat er sich damals zurückgezogen. Heute traut er sich nicht mehr, auf Menschen zuzugehen – er schämt sich für seine Situation.

Dabei kann der 65-Jährige nichts für seine Lebensumstände. Die Zeit hat ihn zu einem Einsiedler gemacht. Aber was noch schwerer wiegt: Sein Haus zerstört seine Gesundheit. Tiefe Risse ziehen sich durchs Mauerwerk und geben den Blick nach draussen frei. Und dennoch ist es im Haus düster und modrig. Die Wände sind feucht, überall ist es schimmelig. Kleidung und Gebrauchsgegenstände sind modrig und stockig.

An den Wänden spriesst der Schimmel.

Hazbi lebt von 60 Franken (55 Euro) im Monat. Er leidet unter Bluthochdruck, kann sich jedoch kaum die nötigen Medikamente leisten, da er den grössten Teil des Geldes für die tägliche Fahrt in die Stadt benötigt. Dort versucht er, einen Gelegenheitsjob zu finden: Er sammelt medizinische Kräuter, verkauft Holz oder hütet Vieh. Wenn er Glück hat, kommt er am Abend mit 4 Franken (3,60 Euro) nach Hause. Aber leider kommt er allzu oft ohne einen Verdienst nach Hause. "Aufgrund meiner Gesundheit kann ich die eineinhalb Stunden in die Stadt nicht zu Fuss gehen. Ich muss mit dem Bus fahren. Es ist bedrückend, wenn ich erlebe, wie die Leute vor mir zurückschrecken, weil ich so unangenehm rieche. Aber ich muss in die Stadt. Wie sonst sollte ich überhaupt etwas verdienen, um mich zu ernähren?" Dass er wenig zu essen hat, sieht man dem hageren Mann an: Seine viel zu grosse Hose wird nur durch einen Gürtel oben gehalten. "Die sass auch schon mal besser", lächelt er verlegen.

Auf die Frage, was ihm helfen würde, antwortet er: "Ziegen. Ich könnte Milch trinken, Käse herstellen und den Rest verkaufen. Liebend gerne würde ich für die Tiere einen Holzunterstand bauen. Für die Zicklein könnte ich einen guten Verkaufspreis erzielen, so dass ich mein Haus herrichten könnte." Der Verkauf von Milcherzeugnissen würde Hazbi zudem aus seiner sozialen Isolation holen. Wenn dann noch das Haus von seinen schlimmsten Mängeln befreit werden würde, sähe Hazbis Zukunft um vieles besser aus. Er wäre wieder Teil der Gesellschaft und nicht länger so schrecklich einsam.


Hazbis Haus ist schimmelig und baufällig.

Deswegen möchten wir es mit Ihrer Hilfe angehen: Für die nötigsten Reparaturen am Haus, wie die Instandsetzung und Trockenlegung der Wände und den Austausch der Türen und Fenster, wäre ein Betrag von 3 600 Franken (3 300 Euro) nötig. Hazbis Medikamente, zuzüglich eines Nahrungsmittelpakets, kosten pro Monat 60 Franken (55 Euro). Eine Ziege, inklusive Futter für drei Monate, würde 144 Franken (130 Euro) kosten. Bitte geben Sie diesem vom Leben so schwer gezeichneten Mann eine Chance. Herzlichen Dank.

Projekt Nr. 3223, "Lebenshilfe für Hazbi"

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Rumänien / Dobreni
Ausbildungshilfe für Veronica
Zeckenbiss setzte der Gesundheit der 21-jährigen Kunststudentin ein jähes Ende

Diese Eltern leisten Grossartiges: Iulian (49) und Lenuta (47) haben 13 Kinder und erziehen sie zu freundlichen und erfolgreichen Menschen. Lenuta ist krank, doch ihre Sorge gilt vor allem ihrer 21-jährigen Tochter Veronica.

Einige Kinder des Paares haben inzwischen erfolgreich die Schule und sogar die Universität abgeschlossen. Rodica (26) hat Medizin studiert – aufgrund ihrer guten Leistungen kostenfrei – und arbeitet jetzt als Reha-Ärztin. Ihr Bruder Emanuel (27) ist Ingenieur. Magdalena (25) ist Computerspezialistin. Angelica (23) studiert ebenfalls Medizin und möchte Zahnärztin werden. "Die Kinder sollen ihren Weg gehen, und wir geben ihnen das bestmögliche Rüstzeug mit: Liebe, Verantwortungsgefühl, Fleiss und Selbstvertrauen sowie Bildung und Gottvertrauen", sagt Lenuta.


Mutter Lenuta und einige ihrer Kinder zu Hause.

In dieser Familie herrschen Liebe und Lebensfreude: Die jüngeren Schwestern wünschen Veronica (links) viel Erfolg im Studium.

Auf das alles setzt auch Veronica, deren Leben nicht ganz so geradlinig verlaufen ist, wie das ihrer älteren Geschwister: Ein Zeckenbiss änderte ihr Leben, und lange Zeit fanden die Ärzte keine Ursache für ihre ständigen Ohnmachtsanfälle. "Ich bin einfach umgefallen: in der Schule, auf der Strasse, beim Einkaufen oder zu Hause", beschreibt die 21-Jährige die Symptome. Ihr Zustand wurde so schlimm, dass sie für sechs Monate ins Spital musste. Dort wurde bei ihr Lyme-Borreliose diagnostiziert und behandelt. Zu allem Überfluss erkrankte sie auch noch an Hepatitis C. "Ich habe mir grosse Sorgen um meinen Schulabschluss gemacht", erinnert sich Veronica. Obwohl sie so viel versäumt hatte, konnte Veronica die Schule mit Erfolg abschliessen und studiert nun Kunst. "Sie hat ein ausserordentliches Talent", berichtet Mutter Lenuta stolz. Veronica wohnt, gemeinsam mit ihrer Schwester Angelica, in einem kleinen Apartment. Um Geld zu verdienen, bemalt sie T-Shirts oder verkauft Bilder. Zuvor jobbte sie als Bedienung in einem Café. Doch als Überstunden eingeführt und auch erwartet wurden, begannen die Ohnmachts- und Schwächeanfälle wieder schlimmer zu werden, und Veronica wurde entlassen. Wir möchten diese tapfere und talentierte junge Frau und ihre Schwester Angelica während des Studiums unterstützen: Veronica benötigt monatlich 130 Franken (120 Euro) für ihre Medikamente und weitere 115 Franken (105 Euro) für die Miete. Hinzu kommen noch Lebensmittel, Kleidung und Arbeits- bzw. Ausbildungsmaterial. Bitte unterstützen Sie Veronica auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit – trotz dieser heimtückischen Erkrankung – durch Gaben und Gebete. Herzlichen Dank.

Projekt Nr. 3224, "Ausbildungshilfe Veronica"

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