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Report
Ausgabe 07, Juli 2017


Armenien
"Ich will nicht auf der Strasse leben!"
Gajane (11) und ihre Familie sind unmittelbar von Obdachlosigkeit bedroht

"Das ist mein Traumhaus — ich habe es bunt angemalt, weil wir darin so glücklich sind", sagt Gajane (11) und hält ihr Bild hoch. Die Realität sieht jedoch ganz anders aus: Das Mädchen lebt mit seiner Familie in einem grauen, verfallenen Haus. Und schon bald werden sie dieses spärliche Obdach verlieren.

"Ich will nicht auf der Strasse leben", sagt die Elfjährige, die sehr genau versteht, welche Sorgen ihre Eltern drücken. Auch ihre Schwester Marianna (8) spürt die Not. Aber sie kann sich nicht äussern – sie leidet an einer Fehlbildung des zentralen Nervensystems und kann weder gehen noch sprechen. "Wir können uns nur über Gesten verständigen, aber ich würde so gerne richtig mit ihr reden", erzählt Gajane.

Mutter Jelena (32) und Vater Gagik Dilanjan (43) bewohnen mit den Mädchen und den Söhnen Edgar (7) und Dawit (2) das alte Haus einer Familie, die derzeit in Russland lebt. Bald wird diese jedoch nach Armenien zurückkehren. Dann steht Familie Dilanjan wieder ohne Obdach da. Diese Menschen sind sehr arm. Sie leben von Sozialhilfe und von Mariannas Invalidenrente. Erstklässler Edgar hat seit mehr als einem Monat die Schule nicht mehr besucht, weil er weder Schuhe noch Schultasche besitzt. "Ich möchte so gerne wieder in die Schule gehen", berichtet er uns traurig.

Diese verfallene Unterkunft bietet keine dauerhafte Bleibe.

Gajane und ihr buntes Traumhaus.

Gagik versucht, durch den Verkauf von Schrott etwas Geld zu verdienen.

Mehrmals musste die Familie schon umziehen, fand schliesslich immer irgendwo Unterschlupf. "Viele Menschen haben uns immer wieder geholfen; obwohl sie selbst nicht viel besitzen, haben sie ihr Weniges mit uns geteilt", so Jelena dankbar. Jetzt aber droht endgültig die Obdachlosigkeit. Vater Gagik versucht, durch das Sammeln und den Verkauf von Schrott ein paar Dram zusätzlich zu verdienen. Doch dies reicht höchstens für Lebensmittel, nicht für ein neues Zuhause.

Wir möchten der Familie gerne helfen und ihr ein kleines Haus kaufen. Es wird rund 18 000 Franken (16 500 Euro) kosten und soll über ein Wohnzimmer, ein Kinderzimmer, eine Küche, ein Badezimmer und über einen kleinen Garten verfügen. Dort wollen die Eltern Gemüse anbauen.

Bitte helfen Sie mit, damit Dilanjans eine dauerhafte Unterkunft erhalten dürfen. Durch den Anbau von Gemüse wird die Nachhaltigkeit dieses Projekts sichergestellt. Und vielleicht kann Gajane dann "ihr Traumhaus" so bunt anmalen, wie sie es sich immer erträumt hat... Vergelt´s Ihnen Gott!


Langzeitprojekt Nr. 3388, "Ein Zuhause für Familie Dilanjan"

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Rumänien
Bildung für Darius und seine Geschwister
Die Versorgung der Familie und der Schulbesuch sind für Familie Gangal unbezahlbar

Darius ist stolz auf seine "neuen" Schuhe. Sie haben zwar Löcher und sind ausgetreten, doch es sind die ersten Schuhe seines Lebens. Geerbt hat er sie von seiner Schwester Roxana (6) – sie läuft jetzt barfuss – so wie Darius zuvor...

Der Vierjährige lebt mit seinen Eltern Lenuta (33) und Aurel (39) und den Geschwistern Ionut (14), Diana (11), Adelina (8), Roxana (6) und Cristina (1) in einem Häuschen mit nur einem Raum. Aurel hat es aus ausgedienten Steinen und altem Baumaterial selbst aufgebaut. Jetzt möchte er ein zweites Zimmer errichten. Zurzeit steht an diesem Platz jedoch das Pferd der Familie – dieser "Stall" ist der einzige Zugang zu dem dahinter gelegenen Wohnraum.

Strom gibt es nicht, aber Aurel hat eine Wasserleitung in den Hof gelegt. "Das Wasser ist von keiner guten Qualität, doch zum Waschen reicht es. Ich bin froh, dass ich das Wasser nicht in Eimern heranschleppen muss", berichtet uns Mutter Lenuta.

Die Kinder spielen mit Begeisterung mit den alten Sprungfedern aus dem kürzlich zusammengebrochenen Bett. "Darauf habe ich geschlafen", lacht Darius und lässt die Feder wippen. Es gibt momentan also nur ein einziges Bett im Haus: Dieses teilen sich die Kinder – Lenuta und Aurel schlafen auf dem Fussboden. "Ein Nachbar hat uns sein Bett versprochen, sobald er sich ein neues kauft", erzählt die 33-Jährige. Doch das kann noch etwas dauern.

Darius (rechts) hat seine ersten Schuhe von Roxana (links) geerbt und ist mächtig stolz darauf.

Auch Ionut legt beim Ausbessern des Häuschens mit Hand an.

Aurel ist Analphabet, Lenuta hat nur die Grundschule absolviert. Eigentlich müsste Ionut in die sechste Klasse gehen. Doch nach der zweiten Klasse hat er die Schule abgebrochen, um mit Gelegenheitsjobs die Familie zu unterstützen. Die anderen Kinder – bis auf Cristina – gehen zur Schule, Darius besucht den Kindergarten. Dies jedoch nur unregelmässig: Es fehlt an angemessener Kleidung und Schulmaterial.

Weil die achtköpfige Familie von nur rund 350 Franken (320 Euro) lebt, möchten wir sie für eine längere Zeit unterstützen. Sie benötigt neben Lebensmitteln, Kleidung und Schulsachen auch Möbel, eine Waschmaschine und Baumaterial. Für insgesamt 9 000 Franken (8 260 Euro) können wir ihre Lebensumstände verbessern und dafür sorgen, dass die Kinder zur Schule gehen können. Wir danken Ihnen herzlich für Ihre Gaben und Gebete!

Projekt Nr. 3389, "Familienhilfe Gangal"

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Armenien
Neuer Lebensmut für Papa Gor
33-Jähriger stürzt vom Baum — nun ist er querschnittsgelähmt und depressiv

"Ich wünsche mir, dass mein Papa wieder lacht." Gajane ist ein fröhliches und gleichzeitig mitfühlendes Mädchen. Dass es ihrem geliebten Papa so schlecht geht, macht sie sehr traurig.

2015 war der heute 33-jährige Gor an Weihnachten in den Wald gegangen, um ein paar Tannenzweige für seine Tochter zu schneiden, um ihr damit eine Freude zu machen. Er kletterte auf einen Baum, hoch zu den schönsten Ästen, und stürzte aus vier Metern in die Tiefe. Als er im Krankenhaus in Jerewan wieder aufwachte, hatten die Ärzte zahlreiche Verletzungen festgestellt: Schädel-Hirn-Trauma, Lungenquetschung und diverse Wirbelsäulenverletzungen. Lange hing Gors Leben an einem seidenen Faden. "Wir haben nur noch gebetet", erinnert sich seine Frau Anuschik (28) an diese Zeit. Gor überlebte. Nach zwei Operationen konnte er wieder selbstständig atmen, sprechen und essen; aber es war auch schnell klar, dass er aufgrund einer Querschnittslähmung nie wieder würde gehen können.

Der Unfall hat den Alltag der Familie komplett verändert. Die Hauptlast liegt nun auf den Schultern Anuschiks. Sie führt den Haushalt, sorgt für ihre Tochter, kontrolliert die Hausaufgaben, pflegt ihren Mann und sorgt für Gors Oma (85), die ebenfalls krank ist und im selben Haushalt lebt.


Gajane und ihr Papa sind innig miteinander verbunden.

Der Alltag der Familie hat sich seit dem Unfall dramatisch verändert.

Gor fühlt sich im Haus eingesperrt.

Gor tut sich schwer, sein Schicksal anzunehmen. Weil das kleine Haus nicht rollstuhlgängig ist, fühlt er sich eingesperrt und wird immer depressiver. Sein Rollstuhl ist nicht richtig angepasst, so dass Gor unter Rückenschmerzen leidet. Kürzlich bekam er noch eine Blasenentzündung, doch für die Medikamente fehlte das Geld. Die Familie lebt von der Behindertenrente und einem Zuschlag für sozial schwache Familien. Das reicht kaum für Gors Windeln und ein wenig Brot gegen den Hunger.

Wir möchten der Familie helfen, indem wir für einen passgenauen Rollstuhl sorgen. So bekäme Gor ein grosses Stück Freiheit und Lebensmut zurück. Des Weiteren soll der Stall am Haus renoviert werden, damit dort Hühner und Schafe gehalten werden können. Wenn wir die Baumaterialien zur Verfügung stellen, übernehmen Gors Vater und ein paar Freunde die Renovierung. Mit der Anschaffung der Tiere hätte die Familie eine neue Einnahmequelle und könnte entspannter in die Zukunft schauen. Insgesamt benötigen wir 2 400 Franken (2 200 Euro). Bitte helfen Sie mit, dass Gajanes Papa wieder lachen kann, weil das Leben der Familie leichter und hoffnungsvoller geworden ist.


Projekt Nr. 3390, "Familienhilfe Tisjan"

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Albanien
Sommer, Sonne, normale Kindheit
Feriencamp für Waisen bringt das Lachen und die Leichtigkeit zurück

Einmal Kind sein: lachen, spielen, die Sonne geniessen, baden gehen und neugierig die Welt entdecken. Für die Jungen und Mädchen im Kinderheim von Skhoder ist das ein Wunsch, an dessen Erfüllung sie kaum zu glauben wagen. Doch wir möchten ihnen den Traum ermöglichen.

Diese Kinder wissen, was Armut bedeutet. Schlechte Lebensverhältnisse, Gewalt, Analphabetismus und Hunger sind an der Tagesordnung. Ihre Verwandten – wenn sie denn überhaupt Verwandte haben — fühlen sich nicht verantwortlich. Im Kinderheim erfahren sie Annahme und Liebe; ein Umfeld, in welchem sie wachsen dürfen, ihre Fähigkeiten entwickeln und natürlich regelmässig zur Schule gehen können.

Doch was ist in den Ferien? Wohin sollen sie gehen? Es gibt keinen Platz, an dem sie willkommen wären. Nun hat das Kinderheim das Angebot erhalten, ein staatliches Gebäude in Velipoja an der Adria kostenfrei zu nutzen, um den Schützlingen ein einmonatiges Sommercamp zu ermöglichen. Nur die Verpflegung und die verschiedenen Freizeitaktivitäten der derzeit 26 Schützlinge müssen noch gesichert werden; in der knappen Jahreskalkulation sind diese Kosten nicht vorgesehen.


Die Zeit am Strand ist für die Kinder und ihre Erzieher eine wertvolle Erfahrung.

Eine gute Verpflegung der Kinder ist wichtig.

Lachende Gesichter, Freundschaften und einfach viel Spass – das gehört zu einem Sommercamp!

Wir wollen diesen Kindern helfen. Denn diese Reise schenkt den Waisen mehr als nur Abenteuer und Zerstreuung. Sie erfahren eine gute Gemeinschaft und üben sich im sozialen Miteinander. Das Sommercamp ermöglicht ihnen, Beziehungen und Freundschaften zu pflegen und neue zu knüpfen. Gemütliche Lagerfeuerrunden, Entdeckungstouren in die nähere Umgebung, Meer und Strand erfahren, Sport – die Kinder sollen sich austoben können und viele neue, wunderbare Erfahrungen in einer liebevollen Atmosphäre sammeln dürfen.

Und diese Kinderschar will gut verpflegt sein! Dazu müssen 110 Liter Milch, 80 Kilo Reis, 100 Kilo Mehl, 450 Eier, 32 Kilo Fleisch und vieles mehr gekauft werden. Als Krönung wird es sogar Nutella und Eiscreme geben – es sind ja schliesslich Ferien. Und auch Badekleidung und Badetücher werden benötigt.

Wir möchten das Heim bei diesem Sommercamp unterstützen und für Lebensmittel und Badesachen sorgen. Dafür benötigen wir insgesamt 1 920 Franken (1 760 Euro). Bitte schenken Sie den Kindern eine unbeschwerte Ferienzeit mit allem, was dazu gehört. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!


Projekt Nr. 3391, "Sommercamp Albanien"

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Albanien — Blockade beendet

Die oppositionelle Demokratische Partei (DP) in Albanien beendete Mitte Mai ihre dreimonatige Blockade der Parlamentsarbeit. Die Blockade wurde von Demonstrationen vor dem Amtssitz von Ministerpräsident Edi Rama begleitet. Die Protestierenden wehren sich gegen Korruption sowie die angebliche Verstrickungen der Regierung mit der organisierten Kriminalität. Sie befürchten eine Verfälschung des Wahlergebnisses.
Das Ende der Blockade und eine Vereinbarung zwischen Regierung und Opposition kamen massgeblich auf Druck der USA und der Europäischen Union zustande. Albanien ist Beitrittskandidat der EU. Basis der Einigung waren Vorschläge des Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses im Europaparlament, David McAllister. Danach soll die Opposition den stellvertretenden Regierungschef, vier Minister und den Vorsitzenden der staatlichen Wahlkommission stellen. Die für den 18. Juni angesetzten Parlamentswahlen wurden um eine Woche auf den 25. Juni verschoben.





Rumänien
Heilende Salbe für den kleinen Daniel
Schmerzhafte Hauttransplantationen retten den verbrannten Arm des Einjährigen

"Das waren die längsten 30 Minuten meines Lebens", bekennt Ana Lazar und wischt sich rasch eine Träne aus dem Augenwinkel. Zu frisch ist die Erinnerung an ihren schreienden und weinenden Sohn und dessen plötzlichen Kollaps.

Im März haben wir Ana und ihre Familie im Diaconia-Report vorgestellt: Die junge Mutter musste von Zuhause fliehen und wurde auch von ihren Verwandten nicht aufgenommen. Schliesslich fand sie bei einer barmherzigen Frau Unterschlupf, verliebte sich in deren Sohn, heiratete und lebt seither mit ihm und ihren drei Kindern David (5), Florin (3) und Daniel (1). Dank Ihren Spenden konnten wir Familie Lazar Hühner, Schweine, eine Kuh und ein Transportpferd besorgen. Sie kann ihren Lebensunterhalt nun selbstständig sichern.

Doch nun kam es mit dem einjährigen Daniel zu einem schwerwiegenden Unfall. "Ich habe einen Topf Suppe zubereitet. Daniel befand sich neben mir. Er fängt gerade an zu laufen, und ich habe ihn gerne im Blick", erzählt Ana. "Als die Suppe fertig war, habe ich mich kurz umgedreht und durch die Tür die Familie zum Essen gerufen. Als ich mich wieder zum Herd drehte, sah ich, dass Daniel nach dem Topf griff. Er stolperte, und die heisse Suppe ergoss sich über ihn. Er fing sofort an, durchdringend zu schreien." Anas Schwiegermutter rief den Krankenwagen, doch wegen der schlechten Strassen erreichte dieser erst nach einer halben Stunde den Unglücksort. "Daniel war bereits bewusstlos."


Ana hofft, dass Daniel möglichst wenige Narben zurückbehält.

Zur Genesung ist es besonders wichtig, dass die Haut geschmeidig bleibt, um die Funktion des Armes auch im Erwachsenenalter zu erhalten.

Inzwischen musste der Junge mehrere Operationen über sich ergehen lassen – gesunde Haut wurde vom Bein auf seinen Arm transplantiert. Er ist nun wieder zu Hause. Doch Ana muss für die Nachbehandlungen wöchentlich mit ihm zur Klinik nach Brasov fah-ren. Besonders dringend benötigt wird eine Spezialsalbe, die die Heilung der Haut unterstützt und Narbenbildung verhindert. "Der Arzt sagt, dass wir die Salbe mindestens acht Monate lang verwenden müssen", berichtet Ana verzweifelt. Wir konnten von dem Rest Ihrer grosszügigen Spenden im März die Salbe für zwei Monate bezahlen. Es fehlen nun noch sechs Monate, für die das Medikament finanziert werden muss. Deswegen möchten wir Sie um 1 800 Franken (1 650 Euro) bitten. Bitte helfen Sie, dass die Wunden des kleinen Daniel schnell und gut verheilen. Herzlichen Dank für Ihre finanzielle Unterstützung und Ihre Gebete.

Langzeitprojekt Nr. 3392, "Heilsalbe für den kleinen Daniel"

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Armenien
Warme Wohnung und Backofen für Anahit
Bessere Lebensbedingungen und ein Einkommen für Witwe und Tochter

Es sind die kleinen Dinge, die Menschen zum Lächeln bringen. Anahit Nalbandjan ist überglücklich über den warmen Wintermantel und die festen Winterschuhe, die sie im Rahmen unseres Projektes "Winterkleidung für Senioren" (Diaconia Report Januar 2017) erhalten hat.

"Die Kleidung hält warm, aber noch erwärmender ist das Gefühl, dass es Menschen gibt, die an uns gedacht haben", so die 62-Jährige. Sie kann es kaum fassen, dass ihr nun noch weitere Hilfe zuteil werden soll. Denn diese Hilfe ist bitternötig.

Die Witwe lebt gemeinsam mit ihrer Tochter Anna (35) in einem der Häuser, die 1961, während der Sowjetzeit, gebaut wurden. Ihr Mann starb am Tag von Annas Geburt. Lange Jahre verkaufte Anahit auf dem Markt heissen Filterkaffee und verdiente so den Lebensunterhalt für sich und ihre Tochter. Beschwerlich sind besonders die Winter. In diesem Jahr traute sie sich, aufgrund ihrer fortschreitenden Hüftgelenksarthrose, kaum vor die Tür. "Wir können ohnehin keinen Kaffee mehr verkaufen, denn es gibt überall diese neuen Kaffeemaschinen – da ist unser Geschäft nicht mehr gefragt", berichtet sie verzweifelt.

Hier möchten wir helfen, so gut es möglich ist: An der Wohnung wurde seit 1961 nichts mehr renoviert. Rohre und Leitungen sind völlig marode, in Bad und Küche fliesst ständig das Wasser, weil die Wasserhähne nicht mehr schliessen. Ausser dem Elektroherd sind alle Küchengeräte defekt, und während des Winters bleiben die Räume unbeheizt.

Bessere Lebensbedingungen und ein Einkommen für Witwe und Tochter

Nur der alte Elektroherd funktioniert noch.

Die Familie lebt von der Sozialhilfe, ab und zu verdient Anna ein wenig dazu. Wir möchten die Lebensbedingungen der beiden Frauen verbessern und ihnen eine neue Einkommensquelle ermöglichen: Zunächst sollen Küche und Badezimmer renoviert werden, dann möchten wir eine Waschmaschine, einen elektrischen Wasserkessel und einen Backofen anschaffen, sowie Lebensmittel und Kleidung bringen. Anahit und Anna planen, in der neuen Küche Stollen und Brötchen zu backen und sie auf dem Markt zu verkaufen. Anna haben wir auch über die kostenfreie Konditorausbildung im BAZ informiert. Insgesamt benötigen wir rund 4 200 Franken (3 850 Euro), um hier nachhaltig zu helfen und den beiden eine neue Perspektive zu geben. Bitte helfen Sie mit. Herzlichen Dank.


Projekt Nr. 3393, "Einkommensgrundlage für Anahit und Anna"

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Rumänien
Mauer und Zaun für die Sicherheit der Familie
Schlecht befestigter Abhang gefährdet das Elternhaus des behinderten Romulus

"Der Berg rutscht und gefährdet unser Zuhause", berichtet Romulus (35) und deutet auf den hohen Bahndamm neben seinem Haus. Mit jedem Zug rollen Steine den Hang hinab.

Romulus lebt mit seiner Frau Alexandra (29) und den Kindern Nicolae (10), Gheorghe (9), Cosmina (7), Mario (4) und Sofia (10 Monate) in seinem Elternhaus. Ein Haus voller schwerer Erinnerungen für den fünffachen Familienvater: Hier starb Romulus' Vater an Magenkrebs, kurz darauf wurde seine Schwester vom Zug erfasst, und schliesslich starb seine Mutter an einem Herzinfarkt. Romulus hat mit seinen drei Geschwistern überlebt – die Tante, welche den Behörden gegenüber die Vormundschaft übernommen hatte, kümmerte sich jedoch nicht um die Kinder.

Trotzdem schien es das Leben gut mit Romulus zu meinen: Er schaffte es, eine Arbeit als Bauarbeiter zu finden, heiratete, und gesunde Kinder kamen zur Welt. Die Familie konnte ein bescheidenes, sorgenfreies Leben führen. Bis zu dem verhängnisvollen Tag des Unfalls: Romulus' Bautrupp war beauftragt worden, eine alte Schule in Brasov zu renovieren, als plötzlich die Decke des Gebäudes einstürzte und den Mann unter sich begrub. Ein Metallteil traf ihn dabei so unglücklich am Kopf, dass er eine schwere Kopfverletzung davontrug. Bis heute leidet er an Gedächtnisstörungen.

Ein Zaun und eine Mauer sollen für den Schutz von Familie Tenie sorgen.

Das Grundstück liegt völlig ungeschützt da – durch den Tunnel (links im Bild) haben fremde Menschen Zutritt zum Grundstück der Familie.

Der Hang gerät immer wieder ins Rutschen.

Seither ist er arbeitslos; er hat grosse Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren. "Manchmal gehe ich aus dem Haus und weiss plötzlich nicht mehr, warum." Am meisten bekümmert es ihn, dass er sogar die Namen seiner Kinder vergisst. Nur eines weiss der 35-Jährige genau: Das Haus benötigt eine sichere Einzäunung, um die Kinder von der gefährlichen Bahnstrecke fernzuhalten, welche an das Grundstück der Familie grenzt. Auch der Hang, welcher jederzeit abrutschen könnte, macht der Familie sorgen …

Mit der Lieferung des Baumateriales für eine Umzäunung des Grundstückes und für die Errichtung einer Schutzmauer könnten wir dieser Familie helfen! Die Arbeiten würde der Vater selbst verrichten. Zusätzlich möchten wir diese Menschen mit Lebensmitteln, Kleidung und Schulmaterial unterstützen. Dafür benötigen wir rund 4 000 Franken (3 670 Euro). Diese Familie braucht uns! Vielen Dank für Ihre Gaben.


Projekt Nr. 3394, "Sicherheit für Familie Tenie"

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Albanien
Sicherer Lebensabend für Senioren
Engagiertes Personal versucht die eklatanten Mängel so gut es geht auszugleichen

"Es ist gut, dass wir es hier trocken haben", berichtet uns Rajmonda Dalipaj von der Verwaltung des Seniorenheims in Polican.

Polican wurde 1960 als herausragender Standort für die Waffenproduktion gegründet. Doch nach dem Ende des Kommunismus schlossen die Fabriken, und die Stadt verschwand von der Agenda der staatlichen Förderung. Heute leben die rund 8 000 Einwohner meist von Sozialhilfe und dem, was sie auf ihren Äckern erwirtschaften.

Im örtlichen Seniorenheim leben 34 Männer – viele von ihnen sind dement. Kurz vor unserem Besuch verbrannten zwei Männer in ihrem Zimmer. Weil die Heizung im Heim nicht mehr funktioniert, gibt es auf jedem Zimmer einen Heizstrahler. Nachts rutschte eine Decke vom Bett auf den Heizstrahler und fing Feuer. Für die beiden Senioren kam jede Hilfe zu spät.

"Ein Schock für unsere Bewohner", sagt Rajmonda Dalipaj. "Viele haben sich von dem Erlebten noch nicht erholt. Die alten Menschen haben ja nichts mehr. Sie wurden von ihren Familien hierher abgeschoben und bekommen weder Besuch noch Zuspruch von ihrer Verwandtschaft." Die Mitarbeiter des Heimes versuchen, den Senioren den Alltag so angenehm wie möglich zu gestalten. So ist das ehemalige Krankenhaus sauber und gepflegt. Bei genauerem Hinschauen hapert es überall: Das Heizungs- und Klimasystem ist schon lange kaputt, die wackeligen Betten stammen aus einem anderen Seniorenheim, und die Matratzen von 2009 stecken noch in der Plastikverpackung, weil es keine Gummilaken für inkontinente Bewohner gibt. Die zwei Köche müssen mit einem kleinen, elektrischen Ofen, einem alten Kühlschrank und einer kleinen Gefriertruhe auskommen. Selbst Töpfe und Pfannen sind knapp. "Die Gemeinde zahlt nur die laufenden Kosten wie Strom, Wasser und die Personalkosten – all unsere Investitionsgesuche wurden abschlägig beschieden." So wird die Wäsche in einer kleinen Haushaltmaschine gewaschen und auf der Leine getrocknet – eine enorme Menge an Schmutzwäsche, welche täglich anfällt.

Die Bewohner verbringen hier ihren Lebensabend.

Die Küche in dem Seniorenheim ist spärlich eingerichtet.

Wir wollen das Heim unterstützen und für sichere Öfen sorgen, damit sich kein weiterer Unfall mehr ereignen kann. Dann möchten wir die Küche einrichten. Ein professioneller Gasherd, angemessene Kühlschränke und eine Kantineneinrichtung schlagen mit 3 000 Franken (2 750 Euro) zu Buche. Auch für die Inkontinenzauflagen möchten wir sorgen und, wenn möglich, auch für eine professionelle, grosse Waschmaschine. Helfen Sie uns mit, das Leben dieser Menschen zu schützen und zu verbessern? Wir danken Ihnen ganz herzlich für jede Gabe und jede Fürbitte!


Projekt Nr. 3395, "Seniorenheim Polican"

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Rumänien / Dobreni
Ein Pferd für den Wagen des Kinderheims
Transportmittel ist für die Aufrechterhaltung des Betriebs dringend notwendig

Das Kinderheim in Dobreni setzt auf möglichst viel Selbstversorgung. Immerhin gilt es, 21 Kindern genug zu essen und Nestwärme zu geben. Ausserdem sollen sie lernen, ihre Fähigkeiten zu entwickeln und Erfahrungen sammeln, um sich später selbst versorgen zu können.

Zum Kinderheim gehören die Landwirtschaft mit Obstplantage, Gewächshaus, Viehhaltung und Garten. Es wird gebaut und gewerkelt. Oft müssen Dinge von A nach B gebracht werden. Seit 2015 wurde das Team von einer freundlichen Frau namens Stela unterstützt: Sie übernahm den Transport von Heu, Ernte, Holz, Baumaterial und vielem mehr, und sicherte so den reibungslosen Ablauf im Kinderheim. Doch nun ist Stela alt und blind und kann nicht mehr helfen. Also lieh sich das Team des öfteren Pferd und Wagen des Nachbarn. Der Pferdewagen des Heims wurde im Januar 2016 bei einem grossen Brand ein Opfer der Flammen.

Jetzt ist der Wagen wiederhergestellt. Und damit ist ein wichtiger Schritt gemacht. Alle haben bei der Restaurierung mitgeholfen. Der Wagen ist nun wieder funktionstüchtig und wartet auf seinen Einsatz. Um die Arbeit des Kinderheims zu sichern und unabhängig zu sein, ist es sinnvoll, ein eigenes, junges Pferd anzuschaffen. So wäre man nicht mehr vom Nachbarn abhängig und könnte den neu hergerichteten Wagen öfter einsetzen. Ein junges Pferd ist zudem eine langfristige Investition in die Zukunft.

Der Brand ruinierte Wagen (im Vordergrund) und Stall.

Der Nachbar half manchmal mit Pferd und Wagen aus.

Im Kinderheim gibt es immer viel zu transportieren.

Das Pferd benötigt jedoch auch einen Stall – der alte ist komplett abgebrannt –, und der Wagen muss irgendwo untergestellt werden: Es gibt viele Dinge, die neben dem Kauf des Tieres zu bedenken und zu besorgen sind. Insgesamt benötigt das Kinderheim in Dobreni einen Betrag von 1 500 Franken (1 380 Euro) für diese Anschaffung. Herzlichen Dank für Ihre Hilfe. Ihre Spende kommt an!


Projekt Nr. 3396, "Pferd und Stall für Dobreni"

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Russland
Mit Gummistiefeln ins Abenteuer
Kind sein, fern von Hunger und Sorgen — das Sommercamp "Pilgrim" 2017

Mit grossen Augen und noch grösseren Gummistiefeln – den einzigen Schuhen, die er besass - schlich sich Denis (7) 2016 ins Sommercamp. Er hatte Kinder entdeckt, die fröhlich miteinander spielten und gar nicht hungrig erschienen. Das musste er sich genauer ansehen!

Seit 25 Jahren führen die "Brotherhood of Compassion" und "Sisters of Mercy" in der Nähe von Moskau, in Oparino, ein Sommercamp für arme Kinder aus christlichen und nichtchristlichen Familien durch. Viele von ihnen besitzen nur einen Elternteil. Rund 100 Kinder erhalten dort die Möglichkeit, den Alltag mit seinen Sorgen hinter sich zu lassen und in der Gemeinschaft nicht nur gutes Essen und gemeinsame Aktivitäten zu geniessen, sondern auch die frohe Botschaft von Jesus Christus zu hören. Viele der heutigen Mitarbeiter sind ehemalige Teilnehmer, die durch diese Impulse eine positive Lebensveränderung erfahren haben und diese Erfahrung nun weitergeben wollen. Sie alle kümmern sich hingebungsvoll um die Kinder und Teenager, die aus teils sehr schwierigen und armen Verhältnissen stammen.

Auch Denis möchte in diesem Jahr sehr gerne am Camp teilnehmen. Im vergangenen Jahr mischte er sich einfach unter die teilnehmenden Kinder und genoss das tägliche Beisammensein, die Impulse – und nicht zuletzt das gute gemeinsame Essen. Er wurde integriert, gehörte von Anfang an "einfach dazu". Der Junge, der während des Sommers bei seiner Grossmutter lebt, weiss nur zu gut, was Entbehrung bedeutet. Seine Mutter ist alleinerziehend und weiss oft nicht, wie sie ihren Jüngsten ernähren soll. Daher hilft seine Grossmutter, die rund 130 Franken (120 Euro) Rente pro Monat bekommt, während des Sommers aus. Sie freute sich sichtlich, dass Denis, neben den Mahlzeiten, auch Kleidung und Schuhe erhielt.

Gemeinsam und alleine in der Bibel zu lesen gehört zum Tagesablauf.

Herzlichen Dank für die wertvolle Zeit im Camp.

Tägliche Mahlzeiten sind für viele dieser Kinder nicht selbstverständlich.

In diesem Jahr steht das vierwöchige Camp unter dem Motto "Jesu Fuss-Spuren folgen". Die Kinder werden ihrem Alter entsprechend an das Evangelium herangeführt; in Spielen und auf Ausflügen erfahren sie viel über das Neue Testament und Jesu Liebe zu uns Menschen und Gottes Plan mit uns. In diesem Lager werden wichtige Impulse gesetzt, welche den Kindern helfen werden, ihren Weg in eine gute Zukunft zu finden.

Die Kosten für das Camp belaufen sich auf rund 260 Franken (239 Euro) pro Kind. Eine Investition in die Zukunft! Jedes der Kinder erhält als Erinnerung eine Bibel geschenkt; ein Schatz mit bleibendem Wert, welcher die jungen Menschen auf ihrem Weg begleitet.

Herzlichen Dank, wenn Sie Kindern wie Denis die Teilnahme an diesem wertvollen Camp ermöglichen.


Projekt Nr. 3397, "Sommercamp Pilgrim 2017"

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DIACONIA
Gönner spendete Hilfsgütertransport

In Rumänien gibt es trotz der EU-Mitgliedschaft unzählige Notleidende, die auf Hilfsgüter verschiedener Art angewiesen sind: Kleider für Kinder und Erwachsene, warme Decken, Tisch- und Bettwäsche, gestrickte Pullover, Strümpfe, Socken u.v.a. Selbstverständlich alles sauber und wenn nötig geflickt.

Im letzten Rundbrief erwähnten wir, dass wir zwar ausreichend Hilfsgüter erhalten, die Deckung der Transportkosten jedoch immer wieder Mühe bereitet. Ein LKW-Transport nach Rumänien kostet CHF 3 240.-- (3 000 Euro).

In selbstloser Weise unterstützte kürzlich ein Gönner die Hilfsgütertransporte durch den ansehnlichen Betrag von CHF 3'500.--. Dies ermöglichte uns einen weiteren Transport, worüber wir zutiefst dankbar sind.


Projekt Nr. 3398, "Hilfsgütertransporte"

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