Report
Ausgabe 08, August 2008


Armenien
Bauern in Armenien sind in bedrohlicher Situation – Diaconia hilft mit Nothilfefonds
Sorgen um kranke Kinder und um das tägliche Essen
Sie leben in armseligen Hütten, ihr Einkommen ist verschwindend gering, oft sind sie und ihre Kinder krank. Die Bauern in Armenien haben viel zu leiden. In den Städten ist die wirtschaftliche Lage schlimm. In den Dörfern ist sie katastrophal.
Das Dorf Vahan liegt im Bezirk Chambarak, in einer der ärmsten Regionen Armeniens. Die Einwohner müssen jeden Tag um ihr Überleben kämpfen. Ein eindrückliches Beispiel ist Familie Dallakian.
Volodia Dallakian wohnt mit seinen betagten Eltern, seiner Frau und drei Kindern in diesem Dorf. Die ganze Familie lebt von der geringen Rente, die die Grosseltern erhalten, umgerechnet etwa 135 Franken (rund 84 Euro) im Monat. Volodia baut Kartoffeln an. Das ist das wichtigste Grundnahrungsmittel der Familie. Doch nicht jedes Jahr gibt es eine gute Ernte: Dürre oder zu viel Nässe führen zu schlechter Qualität, geringen Erträgen oder gar zum Totalausfall.
Volodia und seine Frau träumten immer von einer Tochter, aber ihnen wurden drei Söhne geschenkt. Der mittlere, Zhirajr (8), leidet an Diabetes. Seit ein paar Jahren bekommt er deshalb Insulin. Die Medikamente bekommt er kostenlos vom Krankenhaus, nicht jedoch die Spritzen. So sind die Eltern gezwungen, mit einer Spritze zwei oder sogar drei Injektionen zu machen. Die Infektionsgefahr ist gross. Die Leber des Jungen funktioniert nicht gut, sein Bauch ist geschwollen.
Lewon, zwei Jahre alt, hat von Geburt an zwei Leistenbrüche. Er hat ständige Schmerzen und sollte schnellstens operiert werden. Doch der chirurgische Eingriff ist für die Familie zu teuer. Die Operation kostet 2000 Franken (1240 Euro). Die Transportkosten, die Pflege und das Essen in der Klinik müssen zusätzlich bezahlt werden.
Die Eltern sind verzweifelt, sie haben kein Geld für die Behandlung des Kindes übrig. Zum Glück sind alle drei Kinder bei Diaconia registriert. Jeden Monat werden Sie mit Lebensmitteln, Kleidung und Schuhen versorgt. Im Rahmen des Patenschaftsprogrammes werden die Kinder medizinisch behandelt.
„Die vielen kranken Kinder machen uns grosse Sorgen“, schreibt Einsatzleiter Baru Jambazian aus Armenien. Durch Ihre Patenschaft und Ihren Patenschaftsbeitrag helfen Sie mit, dass notleidende Kinder behandelt und versorgt werden können. Oftmals reicht jedoch der Patenschafts-Beitrag nicht aus, um schwer kranke Kinder zu behandeln. Dann springt der Nothilfefonds ein. Aus diesem Grund ist dieser Fonds so wichtig und wertvoll. Bitte unterstützen Sie ihn! Wir danken Ihnen sehr herzlich für Ihre Solidarität mit den armen Menschen im südlichen Kaukasus!
Projekt Nr. 1252
„Nothilfefonds Armenien“

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Armenien
Blindenverein in Not: Keine Heizung für marodes Gebäude – „Lesen“ mit den Fingerspitzen bei minus 20 Grad?
Ohne Augenlicht in bitterer Kälte
Zur Sowjetzeit wurde für die blinden Menschen in Armenien gut gesorgt. Sie konnten sich eine eigene Existenz aufbauen, hatten Arbeit und konnten ihre Kinder selbst erziehen. Im Blindenverein wurden sie gefördert und konnten sich austauschen. Der Verein wurde zu einer grossen Familie. Im Verlag wurden Bücher für die Blindenschule gedruckt. Es wurden sogar Hörbücher veröffentlicht. Unterhaltungsliteratur, Zeitungen und Zeitschriften erschienen in Blindenschrift. Blinde Kinder, Jugendliche und Rentner konnten so am Leben teilnehmen.
Früher wurde der Blindenverein von der Sowjetunion finanziert. Der Staat hat für die blinden Menschen geeignete Wohnungen gebaut, es gab für sie ein eigenes Kulturhaus.
Das alles ist Vergangenheit. Der armenische Staat ist nicht im Stande, den Verein zu unterstützen. Die Blinden sollen sich selbst helfen. Seither können viele Blinde nicht mehr arbeiten. Bücher zu drucken ist nicht mehr möglich. Der Blindenschule fehlt es an Literatur, das Kulturhaus wurde geschlossen. Der Direktor des Blindenvereins klopft an alle Türen und bittet um Spenden.
Unter den vielen Problemen der Blinden in Jerewan steht die Heizung ganz oben. Das Gebäude des Vereins kann nicht mehr beheizt werden. Das macht die Arbeit dort in der kalten Jahreszeit unmöglich. Die Zimmer wurden seit Ewigkeiten nicht mehr renoviert, die Möbel sind veraltet, auf den kaputten Stühlen kann man nicht sitzen. Doch der Direktor des Verlags, selbst blind, lächelt dennoch: „Möbel brauchen wir nicht, wir können auch stehend arbeiten, die alten Wände sehen wir nicht. Aber wir haben keine Möglichkeit, die Kälte zu ignorieren“, erklärte er den Diaconia-Mitarbeitern.
Hunderte von Blinden bitten um Ihre Hilfe. Viele blinde Kinder wünschen sich Bücher und Bildung. Wollen Sie diesen Menschen eine Möglichkeit geben, ihr Leben menschenwürdig zu verbringen? Eine neue Heizungsanlage für den Blindenverein kostet etwa 15.400 Franken (9570 Euro). Im Winter, bei minus 20 Grad, können die Blinden nicht mehr mit ihren Fingern lesen. Somit werden die langen und kalten Wintermonate zu einer endlosen Zeit in absoluter Dunkelheit. Diaconia möchte das mit Ihrer Hilfe ändern. Möge Gott Sie für Ihre Mildtätigkeit reichlich segnen!
Projekt Nr. 1253
„Heizung Blindenverein“

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Rumänien
Alexandra und Gabriel sind stark unterernährt – Vater findet keine Arbeit
Zwei kleine Kinder vom Hungertod bedroht
Den Diaconia-Mitarbeitern in Brasov stockte der Atem, als sie Alexandra (2) und Gabriel (1) zum ersten Mal sahen. Die beiden Kleinkinder sind vom Hunger gezeichnet. Sie kommen aus einer bitterarmen Familie. Immer wieder müssen sie im Spital behandelt werden, weil sie an schwerer Unterernährung leiden.
Gabriel ist durch den Hunger so geschwächt, dass er als Einjähriger nur sieben Kilogramm wiegt. Er kann nicht sitzen und seinen Kopf halten. „Es gibt viele Tage, wo die Familie gar nichts zu essen hat. Auch die Eltern müssen hungern. Stehlen wollen sie nicht“, heisst es im Bericht der Diaconia-Helfer.
Nun will der Kinderarzt die Geschwister nicht mehr behandeln, weil die Eltern nichts bezahlen können. Er übergab der Mutter die medizinischen Unterlagen und riet ihr, einen anderen Arzt zu suchen.
„Heute haben wir etwas zu essen, morgen vielleicht nichts“, so der verzweifelte Vater. Er hat keine Ausbildung und kann nur als Tagelöhner arbeiten. Doch findet er oft keine Stelle und kommt mit leeren Händen nach Hause zurück. Vom Staat hat er keine Unterstützung zu erwarten.
Ein Diaconia-Mitarbeiter brachte den Kindern einige Bananen mit. Innerhalb weniger Minuten verschlang Alexandra drei ganze Bananen, so hungrig war die Zweijährige.
Familie Damian braucht zudem dringend eine Gasflasche. Ohne Gaskocher kann die Mutter kein warmes Essen zubereiten.
Die Eltern müssen hilflos zuschauen, wie ihre Kinder leiden. Sie wünschen sich nichts mehr, als Gabriel und Alexandra täglich mit ausreichend Essen versorgen zu können.
Bitte helfen Sie uns, diese Familie zu unterstützen. Junge Frauen wie die Mutter von Alexandra und Gabriel sind in akuter Gefahr, auf falsche Versprechungen hereinzufallen und von brutalen Menschenhändlern versklavt zu werden.
Projekt Nr. 1254
„Nothilfe Kleinkinder“

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Rumänien
Marton leidet unter einer Muskelkrankheit – Grossvater kann ihn nicht mehr tragen
Elfjähriger möchte endlich wieder raus in den Park
Eine Erbkrankheit lähmt die Muskeln des elf Jahre alten Marton. Nun kann er das Haus nicht mehr verlassen. Sein Grossvater (69), der den Jungen bisher vom ersten Stockwerk ins Freie trug, hat einen Leistenbruch erlitten. Marton möchte so gerne ins Freie. Die mögliche Lösung: ein Treppenlift.
Marton hatte vor sieben Jahren eine Lungenentzündung und wurde deshalb im Spital untersucht. Dabei stellte sich heraus, dass er an einer weiteren Krankheit leidet. Es ist die Erbkrankheit Muskeldystrophie. Seine Muskeln können sich nicht entwickeln, sondern bilden sich allmählich zurück. Die Folgen sind dramatisch: Marton hat fast keine Kraft. Er kann seine Beine und Arme nicht richtig bewegen. Es fällt ihm schwer, etwas in der Hand zu halten. Deshalb kann er nicht mehr alleine essen und braucht ständige Betreuung.
Der Vater von Marton ist vor einem Jahr gestorben. Seither ist seine Mutter Palfi ganz auf sich alleine gestellt. Die Pflege ihres kranken Sohnes übersteigt ihre Kräfte. Eine grosse Schwierigkeit ist, dass die Familie im ersten Stock wohnt.
Die Mutter ist verzweifelt. Marton sehnt sich danach, im Park seine Freunde zu treffen. Auch um zum Arzt zu kommen, muss Marton die Wohnung verlassen können, ebenso für Therapien und den Besuch einer Sonderschule.
Marton und seine Mutter benötigen dringend Hilfe. Ein Treppenlift, mit dem Marton vom ersten Stock ins Erdgeschoss fahren kann, würde die dringendsten Probleme lösen. Doch dieser Lift kostet 7709 Franken (4786 Euro) – ein Vermögen für die Familie. Ihr Einkommen reicht kaum für das tägliche Überleben. Palfi kann nicht arbeiten, da sie für Marton sorgen muss. Sie bekommt eine geringfügige staatliche Unterstützung für die Betreuung ihres Sohnes sowie Kindergeld. Doch das reicht nur knapp, um die monatlichen Ausgaben zu decken.
Die Mutter setzt alle Hebel in Bewegung, um den Treppenlift installieren zu können. Sie bat alle Verwandten und Bekannten um Unterstützung. So bekam sie fast die Hälfte des erforderlichen Betrags zusammen.
Die Diaconia-Mitarbeiter in Brasov haben die Familie besucht. Sie sahen: Hier ist Hilfe dringend notwendig. Sie versprachen der verzweifelten Mutter, dass Diaconia dieses Projekt den Freunden in der Schweiz und Deutschland vorstellen wird. Bitte helfen Sie mit, dass dieser bedürftigen Familie rasch geholfen wird und Marton die Wohnung wieder verlassen kann.
Projekt Nr. 1255
„Treppenlift“

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Rumänien
Immer wieder treten innere Blutungen auf – Weitere Operationen für Eltern unbezahlbar
Mutter fleht um Hilfe für ihren schwerkranken kleinen Robert
Robert ist ein kleiner Junge von zwei Jahren. Seine Leidensgeschichte begann Anfang Februar. Da erbrach er plötzlich Blut und hatte auch Blut im Stuhlgang. Sofort brachten ihn die Eltern ins Spital von Brasov. Doch im Krankenhaus der 280.000-Einwohner-Stadt konnte man ihm nicht helfen. Die Eltern suchten in ganz Rumänien nach einer Klinik, in der ihr kleiner Sohn behandelt werden kann. Das einzige Spital, das bereit war ihn aufzunehmen, war das Spital in Cluij (Klausenburg). Erst nach langer Wartezeit war eine Ambulanz bereit, den schwer kranken Jungen dorthin zu fahren. Der Transport dauerte mehr als fünf Stunden.
Es ist ein Wunder, dass Robert trotz seiner Blutungen diese lange Fahrt überlebt hat. In Cluji wurde er operiert und auf der Intensivstation betreut. Kaum war er wieder zu Hause, kam es erneut zu heftigen Blutungen. Sofort wurde er wieder nach Cluij gebracht, wo er mehr als sieben Stunden operiert wurde. Blutgefässe wurden verlegt, die Blutung konnte gestillt werden. Über einen Monat wurde er im Spital behandelt, bevor er wieder nach Hause durfte.
Für die Eltern ist diese Situation fast unerträglich. Der Stress, die Reisen, die Angst und die Last der Kosten erdrücken sie fast. Die Mutter hat deshalb schon mehrfach das Bewusstsein verloren und musste selbst ärztlich behandelt werden.
Der Junge leidet sehr, oft weint er stundenlang und kann sich nicht beruhigen.
Um Roberts Leben zu retten und die Behandlungen zu bezahlen, haben seine Eltern hohe Schulden gemacht. Sie wissen sich nicht mehr zu helfen. Robert braucht besondere Nahrung, Pflegeartikel und Medikamente. Die Eltern wissen nicht, wie sie das alles bezahlen sollen.
Der Vater arbeitet hart für einen Monatslohn von 500 Franken (310 Euro). Doch mittlerweile wird sein Einkommen vollständig von der Bank einbehalten, um die aufgelaufenen Schulden zu begleichen.
Robert braucht dringend Hilfe. Die Diaconia-Mitarbeiter haben die Familie getröstet. Nun hoffen alle, dass sich genügend Unterstützer finden, um die weitere Behandlung des Kindes zu sichern. Herzlichen Dank für Ihre Mildtätigkeit!
Projekt Nr. 1256
„Behandlung Robert“

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Rumänien
Diaconia-Kinderheim „Speranta“: Liebe und Zuneigung überwinden Hass und Angst
Vom traumatisierten Mädchen zum Hoffnungskind
Das Diaconia-Heim „Speranta“ ist für viele Kinder zu einem Ort der Hoffnung geworden.
Dank der treuen Unterstützung von Spendern haben viele Kinder mit einem tragischen Schicksal hier eine neue Heimat gefunden.
Eines dieser Kinder ist Florentina. Gemeinsam mit ihrer Schwester Raluca wurde das Mädchen kurz vor Weihnachten im Jahr 2004 vom rumänischen Kinderschutz ins Heim gebracht. Kurz vorher hatte ihr Vater die Mutter umgebracht. Der Vater war Alkoholiker und sehr gewalttätig.
Florentina und ihre Schwester waren schwer traumatisiert. Mitten in der Pubertät wurden die Mädchen aus ihrem gewohnten Umfeld gerissen. Sie waren voller Trauer, Angst und Wut, als sie ins Heim kamen. Hoffnung war für sie ein Fremdwort. Die Mitarbeiterinnen des Kinderheims haben den beiden Schwestern ihre volle Aufmerksamkeit geschenkt und ihnen geholfen, sich in der neuen Umgebung zurechtzufinden. Die Mädchen erlebten, was ein liebevoller Umgang bedeutet, und hörten die frohmachende Botschaft des Evangeliums.
Heute, vier Jahre später, ist die Trauer dieser Mädchen neuer Hoffnung gewichen. Florentina hat die Schule beendet. Im Kinderheim hat sie sich positiv verändert. Sie ist sehr lebendig und aktiv, offen und arbeitet gerne. Sie hilft in Haus und Garten mit, ist sehr sportlich und musikalisch. „Wenn man Florentina heute begegnet, kann man sich kaum vorstellen, was sie durchmachen musste“, berichten die Kinderheim-Mitarbeiter, „Florentina ist ein optimistisches Hoffnungskind!“
Wir danken allen, die das Kinderheim schon über Jahre treu unterstützen. Bitte helfen Sie auch in Zukunft mit, dass Trauerkinder zu Hoffnungskindern werden.
Projekt Nr. 1257
„Kinderheim Speranta“

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Albanien
Diaconia beschafft neue Betten für das Kinderheim in Shkoder
Kinder schlafen endlich gefahrlos
Die jungen Bewohner des Kinderheims in Shkoder hatten schon seit längerer Zeit grosse Mühe, einen erholsamen Schlaf zu finden. Die Betten, in denen die Kinder im Alter zwischen 7 und 14 Jahren schliefen, waren alt und zerschlissen. Heimleiter Arian Dushaj bestätigte das nachdrücklich: „Wir hatten beträchtliche Schwierigkeiten mit diesen alten Betten. Die meisten Kinder hier sind im Wachstum oder durchleben ihre Pubertät. Einige sind sogar schon 17. Die Betten stellten eine richtige Gefahr dar und mussten fast wöchentlich instandgesetzt werden. Aber dann konnte einfach nichts mehr repariert werden. Es kam sogar vor, dass Kinder vom oberen Stock ihrer Kajütenbetten durch die maroden Lattenroste hindurch auf die untere Schlafstelle fielen und sich so die Kinder gegenseitig verletzten. Andere Unfälle ereigneten sich, indem die Kinder direkt auf den Boden stürzten.“
Die Betreuer im Heim wurden immer wieder mit derselben Frage konfrontiert: „Warum müssen wir in solch alten Betten mit Eisengestellen schlafen? Ist das so, weil wir Waisen sind?“ Aber diese Frage sollte bald der Vergangenheit angehören.
Als die Kinder dieser Tage von der Schule zurück ins Heim kamen, wurden gerade die neuen Betten installiert; kinderfreundlich und aus stabilem Holz! Diaconia spendete 50 Kajütenbetten und verhalf dadurch rund 100 Jugendlichen wieder zu einem gesunden Schlaf.
Der Heimleiter ist Diaconia sehr dankbar, denn die staatliche Unterstützung in Albanien ist sehr gering. Die Kinder fühlen sich wohl in ihren neuen Betten und geniessen ihre erholsame, unfallfreie Nachtruhe.
Wir danken allen Spendern sehr herzlich, die diese Hilfsaktion im ärmsten Land Europas ermöglicht haben!

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Albanien
Mädchen lebt im Kinderheim – Beliebte Schülerin mit tragischer Lebensgeschichte
Anila wartet auf ihre Augenoperation
Anila Halaj ist zehn Jahre alt und lebt derzeit im Kinderheim der nordalbanischen Stadt Shkoder. Sie hat noch zwei Schwestern und einen Bruder. Die Eltern liessen sich überraschend scheiden. Die Mädchen blieben bei der Mutter, der Junge zog mit dem Vater aus. Für die Mutter war die Scheidung ein schwerer Schlag. Sie bekam von ihrem Ex-Mann keine finanzielle Unterstützung und schaffte es nicht, ihre Kinder zu versorgen. Deshalb brachte sie Anila und deren kleine Schwester ins Heim.
Seit der Scheidung hat Anila ihren Vater und ihren Bruder nicht mehr gesehen. Ihr Vater hat sich nie dafür interessiert, wie es ihr geht oder wie sie in der Schule vorankommt. Die Pädagoginnen im Heim haben bemerkt, dass das Mädchen sehr unter dieser Situation leidet. Mittlerweile möchte sie ihren Vater gar nicht mehr treffen. Ihr ist bewusst geworden, dass er seine Familie in einer sehr schwierigen
Anilas Mutter ist arbeitslos. Sie lebt mit ihrer ältesten Tochter in einer kleinen Wohnung und hat Mühe, das Geld für die Miete aufzubringen. Gesundheitlich ist sie schwer angeschlagen. Sie hatte schon mehrfach epileptische Anfälle. Doch die vom Arzt verordnete Arznei kann sie nicht bezahlen.
Dem Personal des Kinderheimes ist aufgefallen, dass Anila schlecht sieht. Das Mädchen wurde zum Augenarzt gebracht. Der stellte fest, dass eine Operation nötig ist, um einen schweren Sehfehler des Kindes zu korrigieren. Zunächst verschrieb er ihr eine Brille. Der Mediziner machte aber deutlich, dass Anilas Sehschwäche dadurch längerfristig nicht zu beheben ist.
Das Kind besucht die Grundschule in Shkoder. Es ist eine gute Schülerin und in der Klasse sehr beliebt. Ihre Schulkameraden kennen ihre tragische Lebensgeschichte und helfen ihr nach Kräften. Die Augenoperation ist nicht nur aus medizinischen Gründen dringend, sie ist auch wichtig für die psychische Konstitution der Zehnjährigen. Der Eingriff kann in der Hauptstadt Tirana erfolgen. Diaconia-Einsatzleiter Artan Metohu ist derzeit dabei, dies zu organisieren. Zudem möchte er Anilas Mutter helfen. Dafür benötigt er Ihre Unterstützung! Herzlichen Dank für alle Gebete und Gaben!
Projekt Nr. 1258
„Operation Anila“

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Armenien
Am Stadtrand von Jerewan baut Diaconia Unterkünfte für besonders arme kinderreiche Familien
Letzte Rettung: Das „Dorf der Hoffnung“
Das „Dorf der Hoffnung“ hat viele Geschichten zu erzählen. Wer sind die Menschen, die heute in dem kleinen Stadtteil leben, den Diaconia in Jerewan erbaut? Familie Dallakian ist eine der Familien, denen dank Spenden der Diaconia-Freunde geholfen werden konnte. Doch es gibt noch viele, die in schlimmsten Verhältnissen leben. Die Lebensgeschichten dieser Familien sind tragisch: Fast immer stehen sie ohne eigenes Verschulden auf der Strasse. So kommt es oft vor, dass kinderreiche Familien am Tag nicht wissen, wo sie nachts schlafen werden. Die Mieten in Armenien sind unerschwinglich geworden für arme Familien, die sogar darum kämpfen müssen, täglich etwas zu essen zu haben.
Für sie gibt es das Dorf der Hoffnung. Bitte helfen Sie mit, Hoffnung zu schenken!
Samvel Dallakian hat seine Kindheit und Jugend in einem Bergdorf verbracht. Nach seiner Heirat zog das Ehepaar in die Hauptstadt Jerewan. Durch die Wirtschaftskrise in Armenien verlor Samvel seine Arbeit und konnte die Miete nicht mehr bezahlen. Die Familie zog zurück in das Elternhaus, wo Samvel mit seiner Frau und zwei Kindern auf 15 Quadratmetern wohnte. Sohn Vardan wurde in eine Hochschule aufgenommen, absolvierte sie mit guten Leistungen und erhielt eine Anstellung im Innenministerium. Er heiratete, das Ehepaar bekam zwei Kinder.
Vardan hatte alle Voraussetzungen und Chancen, mit seiner Arbeit die Lebensumstände seiner Familie zu verbessern und ein sorgloses Alter seiner Eltern zu gewährleisten. Aber ein tragischer Unfall beendete das Leben des 28-Jährigen: Bei einem Kurzurlaub am weltberühmten armenischen Sevan-See fiel ihm bei Turnübungen eine Reckstange auf den Brustkorb. Er erlag den inneren Blutungen.
Für Samvel und seine Frau war der Tod ihres Sohnes ein vernichtender Schlag. Sie wollten nicht mehr weiterleben. Nur die Sorge um ihre Kinder und Enkel liess sie durchhalten. Diaconia beschloss, der Familie zu helfen. Nach einem Besuch in der armseligen Unterkunft traf der Wahlausschuss die Entscheidung, dass Familie Dallakian eine Vierzimmerwohnung im ,,Dorf der Hoffnung“ erhält. Für die Familie war dies ein Wunder. Sie ist allen Spendern sehr dankbar. Heute wohnen sie alle in einem hellen, freundlichen Haus mit einem kleinen Garten. Sie beten für die Spender und hoffen, dass noch viele Menschen in Deutschland und der Schweiz ein Herz für die armen Menschen im ältesten christlichen Staat der Erde haben.
Projekt Nr. 1259
„Dorf der Hoffnung“




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