Report
Ausgabe 08, August 2009


Armenien
Behandlungskosten stürzen Familie in Armut - Mutter: „Kinder sind Geschenke Gottes“
Drei Jungen kommen mit verkrümmten Füssen zur Welt
Wie kann man sechs Kinder versorgen, wenn man nur von dem kargen Gehalt des Vaters leben muss und in einem engen Eisenbahn-Waggon wohnt? Wie verliert man nicht den Glauben an Gott, wenn alle drei Söhne behindert zur Welt kommen? Susanna muss sich diesen Fragen immer wieder stellen.
Susanna ist in einer einfachen Arbeiterfamilie aufgewachsen. 1989 lernte sie ihren späteren Mann Andranik kennen. Sie war glücklich im Elternhaus ihres Mannes, sie wurde von ihren Schwiegereltern geliebt. 1990 bekam Susanna ihre älteste Tochter Lusine. „Meine Mutter liebte ihre Enkelin über alles. Sie war überzeugt, dieses kleine Wesen würde ihr neue Kraft zum Leben geben“, erzählte Susanna. Doch ihre Mutter starb kurz darauf an Lungenkrebs, drei Monate später erlag auch Susannas Schwiegermutter dieser tückischen Krankheit. Dann raffte der Lungenkrebs den Schwiegervater dahin. Mit diesen Menschen war Susanna tief verbunden. Nach deren Tod fiel sie in eine schwere Depression. Sie war verzweifelt, ihr schien, dass ein Todesschatten ihre Familie verfolgte.
Wegen der schweren wirtschaftlichen Lage in den 1990er Jahren mussten viele Familien ihre Wohnungen verkaufen, um die angehäuften Schulden zu bezahlen. Susanna und Andranik waren keine Ausnahme. Die für die Beerdigung der Eltern aufgenommenen Kredite mussten zurückbezahlt werden, die Gläubiger standen beinahe Tag und Nacht vor der Tür. So beschloss das Ehepaar, sein Zuhause zu verkaufen. Zehn Jahre lang wohnten sie dann in einer Mietwohnung. Wegen einer Mieterhöhung waren sie jedoch gezwungen, in einen alten Eisenbahn-Waggon umzuziehen.
1993 bekam Susanna ihr zweites Kind, ihren Sohn Edvin. Der Junge hatte Verkrümmungen an beiden Füssen und wurde erfolgreich operiert. Das dritte Kind, Sohn Emil, kam auch mit verkrümmten Gliedmassen zur Welt. Zwei Operationen brachten keine Besserung. Der Junge wird bis heute schnell müde. Er muss spezielle Schuhe tragen. Dabei träumt Edvin davon, eines Tages mit seinen Freunden draussen Fussball spielen zu können. Er muss dringend operiert werden, doch die Eltern können das Geld für die Behandlung nicht aufbringen.
1999 kam Susannas viertes Kind, Tochter Elen, zur Welt und 2001 das fünfte Kind, Sohn Erik. Elen ist gesund, aber Erik hat wie seine zwei Brüder eine Verkrümmung des Fusses. „Heute besucht Erik Massagekurse. Aber nur mit Prothesen kann man diesen angeborenen Fehler korrigieren“, so Susanna.
Für Vater Andranik ist die Situation unerträglich. Obwohl er als Automechaniker arbeitet, ist sein Lohn zu niedrig, um die Kosten für die Behandlungen seiner Söhne decken zu können.
Alle Bekannten helfen der Familie. Die Kinder haben von der Schule schon mehrfach Schreibwaren bekommen, die Nachbarn helfen mit gebrauchter Kleidung und Schuhen.
„Ich habe nie bereut, dass ich sechs Kinder habe. Sie sind Gottes Geschenk und mein Reichtum. Als Mutter muss ich dafür sorgen, dass sie gesund aufwachsen, doch wegen des Geldmangels ist es unmöglich, sie behandeln zu lassen“, klagt Susanna verzweifelt.
Die Diaconia-Helfer in Jerewan brauchen Ihre Hilfe, damit diese Kinder neue Hoffnung schöpfen und angemessen behandelt werden können.
Projekt Nr. 1382
„Behinderte Jungen”

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Armenien
Trotz starker Schmerzen kämpft eine junge Frau im Vertrauen auf Gott ums Überleben
Krebskranke Mutter hofft auf Hilfe
„Warum passiert das ausgerechnet mir?“ Eine Aussage, die Ärzte oft zu hören bekommen, wenn sie dem Patienten die Diagnose einer unheilbaren Krankheit überbringen müssen. Kristine war fünf Jahre alt, als ihre Mutter Dustrik beim Baden eine Geschwulst unter dem rechten Arm des Kindes ertastete. Doch die Ärzte hielten das für harmlos. Danach lebte Dustrik zehn glückliche und sorglose Jahre mit ihrem Mann und den zwei Kindern zusammen. Eines Tages begann Kristine aber wieder über Armschmerzen zu klagen.
Kristine wurde ins Spital gebracht. Die Ärzte empfahlen, drei Monate zu warten, um die Entwicklung beobachten zu können. Doch der Tumor wuchs, eine Operation wurde dringend notwendig. Der Tumor, der sich auf Kristines fünftem Wirbel befand, wurde entfernt. Danach musste sich Kristine einer Chemotherapie unterziehen. Das war eine grosse seelische Belastung für sie und ihre Angehörigen.
Einige Jahre später traf Kristine ihren Traummann und heiratete ihn. Dem Ehepaar wurde eine gesunde Tochter geschenkt. Es war ein Wunder für die Ärzte, dass eine so kranke Frau ein gesundes Kind zur Welt bringen konnte. Jetzt musste Kristine nicht nur für sich selbst, sondern auch für ihre Tochter Diana stark bleiben. Kristine wandte sich vertrauensvoll an Gott. Das gab ihr neue Kräfte und half ihr in den schwersten Minuten. In Gott fand sie Ruhe und Zuversicht. Doch ihr körperlicher Zustand verschlechterte sich von Jahr zu Jahr. Ein neuer Tumor entstand in der Nackengegend. Heute leidet Kristine unter starken Schmerzen und sie hat Probleme mit Leber und Nieren.
Ihre kleine Tochter Diana, die inzwischen acht Jahre alt ist, liebt ihre Mutter über alles. Sie hat viele Träume. Sie will Zahnärztin werden und Geige spielen lernen. Leider sind die Probleme und Sorgen in dieser Familie so gross, dass die Wünsche des Kindes zu kurz kommen. Das verdiente Geld reicht kaum für die Medikamente und Therapien.
Kristine, eine abgemagerte kleine Frau, ist sicherlich ein Vorbild für viele krebskranke Menschen. Trotz aller Schmerzen kämpft sie im festen Glauben an Gott um ihr Überleben.
Dianas grösster Wunsch ist es, dass ihre Mutter völlig gesund wird. In ihren Gebeten bittet sie Gott, dass die Mutter immer bei ihr bleiben und ihre Hand halten kann. Bitte helfen Sie mit, die Last dieser Familie zu erleichtern, indem Diaconia die Behandlungen für Kristine trägt.
Projekt Nr. 1383
„Therapie Kristine”

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Nepal
Militante Hindu-Gruppen verüben Bombenanschlag – Missionar aus Gefängnis entlassen – Kinderheime bislang unbehelligt
Christen werden massiv bedroht
Hinduistische Extremisten haben in Nepal der christlichen Minderheit mit massiver Gewalt gedroht. Die Terrororganisation NDA, die sich zu einem Bombenanschlag auf eine Kirche in der Hauptstadt Kathmandu bekannt hat, fordert die etwa eine Million Christen in dem Himalaja-Staat auf, ihre Aktivitäten einzustellen.
Sonst werde man eine Million Bomben in Kirchen platzieren, liess die Nepalesische Befreiungsarmee (NDA) die Medien wissen. Sie kämpft unter anderem dafür, den Hinduismus wieder zur Staatsreligion zu erklären. Seit 2007 ist Nepal ein säkularer Staat. Am 23. Mai war in einer katholischen Kirche in Kathmandu während einer Gebetsversammlung eine Bombe explodiert. Es gab drei Tote, 14 Kirchgänger wurden teilweise schwer verletzt. Nach der Explosion wurden Hunderte grüner Zettel in der Kirche gefunden, auf denen die NDA als Drahtzieher genannt wurde. Wie der Informationsdienst „Compass Direct“ berichtet, hat die Polizei eine 27-jährige Tatverdächtige festgenommen. Sie habe angegeben, Mitglied einer extremistischen Gruppe zu sein, die sich „Rettet die hinduistische Nation“ nennt. Sie habe die aus einem umgebauten Dampfdrucktopf bestehende Bombe im Auftrag der NDA in der Kirche platziert.
Aber es gibt auch Positives aus dem „Dach der Welt“ zu berichten: Der protestantische Missionar Manja Tamang ist nach neun Jahren Haft vorzeitig entlassen worden. Er war im Jahr 2000 fälschlicherweise wegen Mordes zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Eine extremistische Hindu-Organisation hatte offenbar falsche Zeugen gegen ihn aufgestellt. Er sei fast zu Tode geschlagen und schliesslich verurteilt worden, obwohl die Witwe des Getöteten seine Unschuld beteuert habe. Damals war Nepal noch ein hinduistisches Königreich. Wie die Missionsgesellschaft „Gospel for Asia“ weiter mitteilt, hat Tamang im Gefängnis Bibelstunden und Gottesdienste abgehalten. Seine Ehefrau Rati habe sich während der Haft ihres Mannes nicht nur um ihre beiden Kinder gekümmert, sondern auch ein Bibelstudium absolviert.
Von den 29,5 Millionen Einwohnern Nepals sind etwa 81 Prozent Hindus, 11 Prozent Buddhisten, 4 Prozent Muslime und 3,4 Prozent Christen. Der Rest ist religionslos.
Diaconia unterstützt in Nepal drei christliche Kinderheime, die bislang unbehelligt blieben. Deren Leiter bitten die Freunde von Diaconia, in dieser angespannten Lage um Schutz und Bewahrung der Kinder zu beten. Für sie ist es nicht einfach, in einem feindseligen Umfeld an ihrem Glauben festzuhalten und Jesus Christus zu vertrauen. Mit Ihren Gaben machen Sie es möglich, dass diese Kinder gut versorgt werden können und weiterhin die gute Nachricht des Evangeliums hören!
Projekt Nr. 1384
„Nepalhilfe”

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Rumänien
Finanzkrise trifft die Ärmsten besonders hart – Staat hat kein Geld mehr
Heimkinder brauchen dringend Kleidung und Schuhe
Rumänien ist von der weltweiten Finanzkrise hart getroffen. Arme haben darunter besonders zu leiden. Für Tagelöhner gibt es kaum noch Arbeit. Viele Familien verlieren ihr Hab und Gut. Tausende wurden entlassen, unzählige Firmen mussten schliessen.
„Alleine in Brasov haben in den ersten vier Monaten dieses Jahres 1100 Menschen ihre Arbeitsstelle verloren“, berichten die Diaconia-Mitarbeiter aus der 280.000 Einwohner zählenden Stadt in der historischen Region Siebenbürgen. Und dies sind nur die offiziellen Statistik-Zahlen. Tatsächlich dürften im ehemaligen Kronstadt noch weit mehr Menschen betroffen sein.
Dramatisch ist die Situation für jene Kinder, die nicht bei ihrer Familie leben, sondern im Kinderheim – weil sie Waisen sind oder weil ihre Eltern gewalttätig, kriminell oder drogenabhängig sind. Diese Kinder sollen selbst für Kleidung und Schuhe sorgen, was aber einfach unmöglich ist.
„Wir waren in verschiedenen Heimen und haben sehr viele Kinder getroffen, die völlig vereinsamt sind. Wenn man durch die Tür kommt, springen sie sofort auf einen zu und möchten auf den Arm genommen werden.“ Die Kinder haben Fremden gegenüber jede Scheu verloren, sie lechzen geradezu nach menschlicher Wärme und Zuwendung.
Viele dieser Heimkinder haben nur noch Lumpen als Kleider und ein einziges Paar kaputter Schuhe. Die Diaconia-Helfer haben den Leitern der Heime versprochen, sich um Spenden zu bemühen, um die schlimmste Not zu lindern. Helfen Sie mit?
Projekt Nr. 1385
„Nothilfe Kinderheime”

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Albanien
Im Diaconia- Sommercamp können traumatisierte Kinder Frieden finden und Gottes Wort hören
Unvergessliche Reise für arme Kinder
Kamez ist ein Ort der Not und des Elends. Über eine Million Menschen leben in dieser albanischen Stadt. Die meisten kommen aus dem armen Norden des Landes in der Hoffnung, sich ein wenig Wohlstand zu verdienen. Doch die Realität sieht anders aus: Viele Familien müssen täglich ums Überleben kämpfen.
Die Kinder trifft es besonders hart. Etliche können die Schule nicht beenden, denn es fehlen die finanziellen Mittel. Sie werden als billige Arbeitskräfte eingesetzt, um den Lebensunterhalt ihrer Familien zu sichern. Schon in jungen Jahren müssen die Kinder schwere und oftmals unwürdige Arbeiten verrichten. Die Stadt wächst täglich, und mit ihr wachsen die Not und das Elend.
Arme Kinder in Albanien wissen nicht, was Urlaub bedeutet. Darum möchte Einsatzleiter Artan Metohu für diese Kinder, die ohne Hoffnung, ohne Bildung und meist auch ohne Liebe aufwachsen, erholsame Sommerferien ermöglichen. Die Kinder sind physisch und psychisch schwer geschädigt. In das Sommercamp, das Diaconia gemeinsam mit der protestantischen Kirche organisiert, würde Artan Metohu gerne 70 Kinder einladen, ihnen von der Liebe Gottes erzählen und christliche Werte vermitteln. Auf der anderen Seite ist das Ferienlager eine grossartige Möglichkeit, den Kindern einen Traum zu erfüllen.
Für sie wird es eine wundervolle Erfahrung und eine unvergessliche Reise werden. Der Strand ist ungefähr 40 Autominuten von Kamez entfernt. Das vorgesehene Haus liegt direkt am Meer. Ein Koch soll sich um die Mahlzeiten kümmern und pro Gruppe gibt es einen Pastor und zehn Freiwillige der Emanu-El-Kirche, die sich um die Kinder kümmern. Die Kinder werden in Altersgruppen aufgeteilt. In der ersten Camp-Woche sind Kinder im Alter von 7 bis 13 Jahren eingeladen, in der zweiten Woche 13- bis 17-Jährige. Neben vielen Spielen am Strand und im Wasser bleibt genug Zeit, den Kindern die Chance zu geben, Gottes Wort und seine Liebe kennenzulernen. Ausserdem können im Camp neue Freundschaften geschlossen werden.
Die Kosten für das Camp belaufen sich auf 10.500 Franken (knapp 7000 Euro). Bitte helfen Sie mit, dass für 70 Kinder ihr Traum in Erfüllung geht.
Projekt Nr. 1386
„Sommer-Camp”

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Rumänien
Grosseltern und Enkelin wurde die Wohnung gekündigt
Vierjähriger droht die Obdachlosigkeit
Alexandra ist gerade vier Jahre alt und sie weiss noch nicht, welche Gefahren das Leben birgt. Ihre Geschichte steht für so viele tragische Familienschicksale in Rumänien. „Es ist unvorstellbar, wie diese Kinder regelrecht nach Liebe schreien“, berichten die Diaconia-Mitarbeiter aus Brasov.
Alexandra lebt seit ihrer Geburt zusammen mit ihren Grosseltern in einem acht Quadratmeter kleinen Raum. Der Wohnungsbesitzer will nun das Gebäude verkaufen, die Familie droht obdachlos zu werden. Der Grossvater arbeitet als Zeitungsverkäufer und erhält dafür umgerechnet 145 Franken (95 Euro) im Monat. Er schaut sich nun nach einer zweiten Arbeitsstelle um, doch die Zeit drängt. Denn um eine neue Wohnung zu mieten, muss im Voraus bezahlt werden, und dafür ist kein Geld da. Während der derzeitigen Krise stehen die Chancen auf eine weitere Arbeit sehr schlecht. Die Grossmutter kann aufgrund gesundheitlicher Beschwerden nicht arbeiten. Sie muss täglich Medizin nehmen, welche ebenfalls eine Menge Geld kostet.
Die einzige Freude, die die armen Grosseltern ihrer kleinen Alexandra machen können, ist ein Heft mit Bildgeschichten. Jeden Montag gibt es das Heftchen und es ist eine grosse Freude für die ganze Familie, wenn die Grossmutter abends daraus vorliest. Ohne die Lebensmittel und Medikamente, die Diaconia-Mitarbeiter vorbeibringen, könnte diese Familie nicht überleben. Danke für Ihre treue Unterstützung!
Projekt Nr. 1387
„Familie in Not”

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Rumänien
Einzige Rettung für einen an Leukämie erkrankten Jungen ist ein geeigneter Spender – Familie hat kein Geld mehr für Kleidung und Windeln
Der kleine Ferentz wartet verzweifelt auf einen Knochenmark-Spender
Seit seinem dritten Lebensjahr leidet der kleine Ferentz an Blutkrebs (Leukämie). Heute ist er fünf Jahre alt, doch sein Leben spielt sich hauptsächlich in Arztpraxen und im Spital ab. Alle zwei Wochen muss er in ein Bukarester Krankenhaus. Um ihrem Sohn die bestmögliche Behandlung zukommen zu lassen, hat sich seine Mutter Judit dazu entschlossen, nach Bukarest zu ziehen. Ferentzs Vater ist Waldarbeiter in der Nähe von Brasov und kann daher unter der Woche nicht bei seinem kleinen Sohn sein. Darum sind die Wochenenden die glücklichsten Tage für den kleinen kranken Jungen.
Nachdem bisher alle Versuche, Ferentz von seiner Krankheit zu heilen, fehlgeschlagen sind, haben seine Eltern nun die Erlaubnis erhalten, ihn auf eine Knochenmark-Spende-Liste zu setzen. Bisher konnte jedoch noch kein geeigneter Spender gefunden werden.
Doch die Familie braucht nicht nur einen geeigneten Knochenmark-Spender. Sie benötigt dringend finanzielle Unterstützung. Das meiste Geld, was diesen armen Menschen zur Verfügung steht, wird für die Fahrten zur Klinik, die Behandlungen und spezielle Diät-Nahrung ausgegeben. Für alltägliche Dinge wie Kleidung oder Windeln ist nichts mehr übrig. Die einzige Hoffnung der Eltern ist, dass ihr kleiner Junge eines Tages gesund sein wird und mit anderen Kindern unbeschwert spielen kann. Bitte beten Sie, dass sich bald ein geeigneter Spender findet, und unterstützen Sie diese arme leidgeprüfte Familie durch Ihre Gaben. Möge Gott Ihnen Ihre Mildtätigkeit reichlich vergelten!
Projekt Nr. 1388
„Rettung für Ferentz”

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Armenien
Das „Dorf der Hoffnung“ war die Rettung für ein Ehepaar und ihre Kinder
Eine Grossfamilie im Glück
Wieder hat das „Dorf der Hoffnung“ seinem Namen alle Ehre gemacht und ist zur neuen Heimat einer glücklichen Familie geworden. Das Ehepaar Astghik und Hovhannes Fermanian lebt mit seinen sieben Kindern in dem kleinen Stadtteil, der von Diaconia für besonders arme Familien in der Hauptstadt Jerewan gebaut wird.
Astghik ist in Jerewan aufgewachsen. Nachdem sie die Schule mit ausgezeichneten Leistungen beendet hatte, wurde sie in das polytechnische Institut in die Chemieabteilung aufgenommen. Nach dem Abschluss heiratete sie Hovhannes, einen Armenier, der aus Abchasien stammte.
In der Sowjetzeit war Abchasien ein autonomes Gebiet im Nachbarland Georgien. Verschiedene Völker lebten dort ohne jegliche Feindseligkeit nebeneinander. Niemand wurde wegen seiner Religion oder nationalen Angehörigkeit diskriminiert. Überall herrschte eine Atmosphäre des Friedens und der Toleranz. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion im Jahre 1991 änderten sich die Verhältnisse. Die Rechte der nationalen Minderheiten wurden verletzt, was zu langfristigen Konflikten zwischen Nachbarländern in der ganzen postkommunistischen Welt führte. Tausende Menschen wurden zu Flüchtlingen, die ihre Heimat verlassen mussten.
Auch in Abchasien, wo Astghik nach der Heirat in einem Dorf wohnte, tobte ein Unabhängigkeits-Krieg. Astghik musste alle Schwierigkeiten der politischen Wende und die Schrecken des Krieges miterleben. Bald war klar, dass der Kampf sinnlos und das Leben der fünf minderjährigen Kinder in grosser Gefahr war. Im Schutz der Nacht sammelten Astghik und Hovhannes ihre nötigsten Sachen und überquerten in einem kleinen Boot den Fluss, weil alle Wege rund um das Dorf von Soldaten abgesperrt waren. In einem Bus fuhren sie bis zur Grenze Armeniens.
Astghiks Eltern waren überglücklich, ihre Angehörigen endlich in Jerewan umarmen zu können. Aber Armenien war damals auch in einer schweren Wirtschaftskrise. Wegen der Grenzblockade gab es nur wenig Lebensmittel und Benzin, die Bevölkerung musste ohne Strom und Heizung weiterleben. Wenn es dämmerte, versanken die Städte und Dörfer in Dunkelheit und Stille.
Trotz der Enge im kleinen Elternhaus hielt die Familie zusammen und überstand alle Nöte. 2002 kam das sechste Kind von Astghik und Hovhannes zur Welt. Die Geburt war ein Lichtblick in der Familie und weckte neue Hoffnung für die Zukunft.
Im Oktober 2002 schrieben Astghik und Hovhannes einen Brief an den Jerewaner Bürgermeister mit der Bitte um eine Unterkunft. Die Antwort war enttäuschend, der Staat habe keine freien Wohnungen, selbst ein Keller könne nicht zur Verfügung gestellt werden. Die letzte Hoffnung für die Familie war Diaconia, das damals schon Häuser für das „Dorf der Hoffnung“ am Rande der Stadt Jerewan baute. 2004 bekamen Astghik und Hovhannes hier ein helles Vier-Zimmer-Haus mit einem kleinen Garten.
Einige Monate im Jahr arbeitet Hovhannes in Russland und repariert Kühlschränke, seine Arbeit wird dort hochgeschätzt. Die älteste Tochter Anna (18) studiert Informatik, Sohn Harutiun (16) lernt Autoschlosser, die Zwillinge Ruslan und Rasmik (15), die an Asthma erkrankt waren, fühlen sich im trockenen Haus merklich wohler und besuchen die Schule. Im neuen Haus gab es noch ein erfreuliches Ereignis für die Familie, die Zahl der Kinder vermehrte sich, 2008 wurde das siebte Kind, Tochter Marina, geboren.
„Wir sind Diaconia grenzenlos dankbar. Ohne ein festes Dach über dem Kopf könnten wir in unserem Leben nicht viel erreichen“, sagt Astghik glücklich.
Projekt Nr. 1389

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„Dorf der Hoffnung”
DORF DER HOFFNUNG
Chance für Neuanfang
Im „Dorf der Hoffnung“ haben obdachlose kinderreiche Familien die Chance auf einen Neuanfang. Diaconia baut dieses Dorf am Stadtrand von Jerewan für 200 der ärmsten Familien. Die ersten 20 konnten im Jahr 2003 ihre Wohnungen beziehen. Diaconia errichtet nicht nur die Wohnhäuser, sondern sorgt auch für Strassen, Versorgungsleitungen und Gemeinschaftsgebäude.
Das Leben der notleidenden Familien wurde durch das „Dorf der Hoffnung“ entschieden verbessert. Viele Armenier leben in menschenunwürdigen Behausungen, zum Teil in Höhlen oder Kanalisationsschächten. Heute wohnen im „Dorf der Hoffnung“ 76 glückliche Familien, die täglich Gott danken, der ihnen das ermöglicht hat. Mehr als 508 Einwohner leben inzwischen im „Dorf“, etwa die Hälfte sind minderjährige Kinder.
Die Familien sind in einem langen und intensiven Prüfverfahren von einem Ausschuss aus Diaconia-Mitarbeitern, Vertretern des Rathauses, des Sozialministeriums und des Ausschusses für humanitäre Fragen aus Hunderten von Bewerbern ausgewählt worden. Die Auswahl, so berichten die Diaconia-Mitarbeiter, sei sehr schwer gefallen, weil unzählige Familien in Not leben. Der Bedarf an weiteren Häusern ist gross.
Möglich geworden ist dieses nachhaltige Grossprojekt durch das Engagement der Diaconia-Freunde. Wir danken Ihnen sehr herzlich für Ihre Solidarität mit Armenien, dem ältesten christlichen Land der Erde!






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