Report
Ausgabe 8, August 2012


Armenien
Nach langem Leiden allen Lebensmut verloren
Der zwölfjährige Eduard ist mit offenem Rücken zur Welt gekommen – Umfangreiche Therapien nötig

Eduard Bagalmian ist zwölf Jahre alt. Gerade kommt er, wie alle seine Mitschüler, in die Pubertät. Und doch ist er anders. Eduard ist mit einem sogenannten „Offenen Rücken“, einem unvollständig verschlossenen Rücken, auf die Welt gekommen. Er leidet schwer unter seiner Behinderung und wollte deshalb sogar sterben.

Seine Mutter Bella, selbst Ärztin, erkennt die Krankheit bei der Geburt sofort. Jahre zuvor hatte sie ihre Doktorarbeit über genau diese Erkrankung geschrieben. Sie weiss um die Risiken und Symptome, wie Querschnittslähmung, Kontrollverlust über Darm und Blase, Bewegungsstörungen oder fehlentwickelte Beine. Kaum zwei Tage alt, muss Eduard deshalb eine erste Operation über sich ergehen lassen, bei der sein Rücken verschlossen wird.

,,Alle rieten mir, den Neugeborenen im Krankenhaus zu lassen oder in ein Kinderheim zu geben. Ich lehnte das entschieden ab. Ich war, trotz aller Schwierigkeiten, bereit, mich um meinen Sohn zu kümmern und für ihn zu kämpfen”, berichtet Bella.

Nur ein Jahr später folgt eine zweite Operation, bei der ihm in Moskau eine gutartige Fettgeschwulst am Rückenmark entfernt wird. Auch dieser Eingriff verläuft erfolgreich. Eduard entwickelt sich zunächst ganz normal. Mit Hilfe von Krankengymnastik lernt er, sich selbstständig zu bewegen und zu gehen. Doch dann ereilen ihn immer wieder Harnwegsinfektionen, es geht ihm zunehmend schlechter. An der Klinik der Georg-August-Universität in Göttingen diagnostizieren die Ärzte eine neurogene Störung der Harnblase. Auch diese langwierige Therapie verläuft erfolgreich, doch weitere Behandlungen folgen.

,,Eduard muss bald erneut operiert werden. Seine Beine sind nach aussen verdreht. Er hat Schmerzen in den Knien. Um seine bisherigen Behandlungen zu bezahlen, haben wir unsere Wohnung verkauft und wohnen jetzt zur Miete. Die neuen Therapien sind für uns unerschwinglich”, erklärt Bella.

Die Belastungen durch Eduards Krankheit gehen an niemandem in der Familie spurlos vorbei. Bellas Mann Armen berichtet, seit Eduards Geburt seien die beiden Eheleute nicht ein einziges Mal mehr an einer Veranstaltung gewesen. Der Familienalltag sei geprägt von ständigen Arztbesuchen, Krankenhausaufenthalten und Therapien. Die Familie habe auf vieles verzichten müssen.

Dass sich sein Aussehen von dem seiner Mitschüler unterscheide und er nicht ebenso aktiv wie sie am Leben teilnehmen könne, nennt Eduard als Gründe für einen Selbstmordversuch, den er unternommen hat. Seine Eltern können den Tod des Jungen gerade noch rechtzeitig verhindern. Eine psychologische Therapie hilft, seinen Zustand zu stabilisieren. Doch um die Behandlungen fortsetzen und weitere Operationen durchführen zu lassen, benötigt die Familie 9000 Franken (7500 Euro).

Bitte unterstützen Sie diesen so schwer leidenden Jungen mit Ihren Gebeten und Gaben!


Projekt Nr. 1764, "Lebensmut für Eduard"

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Armenien
Junge Gesangsstudentin leidet an Herzfehler
Eine Herzoperation kann Hripsime das Leben retten – Auf Hilfe von Diaconia angewiesen

Hripsime Aghababian und ihre Familie haben viele Schicksalsschläge ertragen müssen. Vom Vater verlassen, kämpfte ihre Mutter Karine hart um das Überleben von Hripsime und ihrem Bruder, die oft hungrig ins Bett gehen mussten und unterernährt waren.

Wie vielen armenischen Familien in den letzten zwanzig Jahren erging es auch Karine. Oft reichte das Geld nicht einmal für einen Teller Suppe. Hripsime aber wurde schliesslich auf Grund der schwierigen sozialen Lage der Familie ins Patenprogramm von Diaconia aufgenommen und erhielt so die Möglichkeit, die Gesangsausbildung zu machen, von der sie schon als neunjähriges Mädchen immer geträumt hatte.

Monatliche Lebensmittelpakete und Kleidung, die der Familie zugeteilt wurden, haben ihre Lage in den vergangenen Jahren merklich verbessert.

Mit Hilfe von Hripsimes Paten kann sie sogar am Konservatorium studieren. ,,Ich wusste, dass meine Mutter und meine Verwandten das Geld für mein Studium nicht aufbringen konnten. Sie waren bereits hoch verschuldet, um die Ausbildung meines Bruders an der Universität zu bezahlen”, erzählt Hripsime.

Alles scheint sich zum Guten zu wenden, doch dann fällt Hripsime nach einer Benefizveranstaltung anlässlich des internationalen Kindertages von Diaconia in Armenien plötzlich in Ohnmacht und wird ins Spital eingeliefert.

Die Ärzte diagnostizieren einen angeborenen Herzfehler.

„Ich hatte seit einigen Monaten oft starkes Herzklopfen und Luftmangel. Die kardiologische Untersuchung ergab damals nichts. Der Arzt versicherte uns, es gäbe keinen Grund zur Besorgnis”, berichtet Hripsime traurig.

Die 21-jährige Frau muss nun dringend am Herzen operiert werden. Doch die Kosten für die Operation belaufen sich auf 4200 Franken (3500 Euro). Zu viel Geld für die Familie, die seit langem am Existenzminimum lebt.

Hripsime braucht Hilfe, um zu überleben. Mit Ihrer Unterstützung möchte Diaconia das Leben der jungen Frau retten. Möge Gott Sie für Ihre praktische Nächstenliebe reichlich segnen!

Projekt Nr. 1765, "Herz-OP Hripsime"

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Armenien
Eine warme Wohnung für Familie Tochian
Die Kinder sollen den armenischen Winter in einem trockenen Haus verbringen können – Vater arbeitet bis zur Erschöpfung

Die junge Mutter Pirusa Tochian hat viel Leid ertragen müssen. Ihr Bruder starb an Tollwut. Vom Verlust des Sohnes gebrochen, starb wenig später auch ihr Vater. Ihre verzweifelte Mutter kämpfte ums Überleben ihrer vier Kinder. Nun ist Pirusa selbst Mutter – und muss zusammen mit ihrem Ehemann Armen für ihre eigenen beiden Söhne kämpfen.

Pirusa und Armen leben nach ihrer Heirat zusammen mit Armens Mutter in einem kleinen Zimmer. Schliesslich kaufen sie eine alte Schusterwerkstatt, die Armen eigenhändig saniert.

Armen hat ständig Rückenschmerzen. Jeden Tag arbeitet er auf zwei Baustellen. Tagsüber verdient er sich so ein wenig Geld, abends saniert er die ehemalige Schusterwerkstatt, die er gekauft hat. Um seiner Frau, den beiden Kindern und seiner Mutter etwas mehr Platz zu verschaffen, hat er die Einzimmerwohnung seiner Mutter verkauft. Die ehemalige Werkstatt hat aber weder eine Küche noch ein Badezimmer. Armen verlegt selbst eine Wasserleitung, baut eine kleine Küche und ein Bad an. Eine Physiotherapie für seinen Rücken kann er sich nicht leisten. Oft genug reicht das Geld nicht einmal aus, um genügend Lebensmittel für die beiden Söhne Ara und Mher zu kaufen. Ara klagt immer wieder über Übelkeit, Schwindel und Bauchschmerzen.

Die Eltern wissen, dass stark zu sein manchmal auch bedeutet, um Hilfe zu bitten. 2010 werden die beiden Kinder im Patenschaftsprogramm von Diaconia aufgenommen. Lebensmittelpakete und Medikamente verschaffen der Familie grosse Erleichterung, und Ara kann endlich untersucht werden.

Im Haus aber bleibt noch immer viel zu tun. Die Feuchtigkeit hat den Boden zerstört, die Wände müssen gestrichen, das Dach neu gedeckt werden. Die Baumaterialien hierfür übersteigen die Möglichkeiten der Familie.

Aufgeben kommt für den jungen Vater dennoch nicht in Frage.

Armen hat deshalb Diaconia um Hilfe gebeten. Er träumt davon, dass seine beiden Kinder in einem trockenen und warmen Haus aufwachsen können. Mit Ihrer Unterstützung kann er das nötige Baumaterial kaufen und das Dach schon vor dem nächsten Winter isolieren. Diaconia möchte diesen fleissigen Mann gerne unterstützen, damit er die Lebensumstände seiner Kinder endlich verbessern kann. Herzlichen Dank für alle Barmherzigkeit!


Projekt Nr. 1766, "Warme Wohnung für Familie Tochian"

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Rumänien
Sommerlager – für arme Kinder der Höhepunkt des Jahres
Viele haben das ganze Jahr über fleissig Punkte gesammelt – Liebe und Vertrauen statt Hass und Gewalt

Diaconia veranstaltet jedes Jahr ein Sommerlager für die bedürftigen Kinder, die das Zentrum in Brasov besuchen. Im Sommerlager können sie in der Natur herumtoben, Spiele machen und verschiedene Sportarten kennenlernen. Diese Tradition soll auch in diesem Sommer fortgeführt werden, um den Kindern nach einer anstrengenden Zeit des Lernens etwas Erholung und ein paar ganz besondere Erlebnisse zu schenken.

Das ganze Jahr über freuen sich die Kinder auf das Lager, fragen immer wieder nach, wann es endlich losgeht. Für sie ist es der Höhepunkt des Jahres. Viele der Kinder waren noch nie in einem Sommerlager oder überhaupt in den Ferien. Auch die elfjährige Anna Maria freut sich bereits riesig: „In ein Sommerlager zu fahren“, gesteht sie, „das ist etwas ganz Besonderes. So als ob ich etwas tun kann, das normalerweise nur reiche Kinder tun.“ Sie sei glücklich, dass jemand ihr diese Wertschätzung entgegenbringe. Die Schule konnte Anna Maria erst spät besuchen, weil die Eltern es sich nicht leisten konnten, ihr Schulsachen zu kaufen. Dank der Unterstützung von Diaconia kommt sie seit einem Jahr ins Zentrum, lernt mit Begeisterung, macht grosse Fortschritte und erhält gute Noten.

Auch der kleine Ovidiu freut sich bereits. Das Camp, sagt er, sei für ihn eine unglaublich schöne Sache. Wenn er mit all seinen Schulkameraden dort sei, fühle er sich angenommen und freue sich, dass Lehrer und Mitschüler ihm Vertrauen entgegenbrächten.

Um die Kinder zu motivieren und ihnen Verantwortungsgefühl beizubringen, müssen sie über das Schuljahr hinweg eine bestimmte Punktzahl in verschiedenen Kategorien erreichen. Punkte gibt es zum Beispiel für gutes Benehmen, das regelmässige Erledigen der Hausaufgaben, gute Noten, Mitarbeit im Unterricht, praktizierte Nächstenliebe und uneigennütziges Verhalten.

Ovidiu hatte zunächst viel Zeit damit vergeudet, die Schule zu schwänzen, sich zu prügeln oder Fussball zu spielen, anstatt seine Hausaufgaben zu machen. Aber er hatte den grossen Wunsch, mit ins Sommerlager zu fahren und begann, sein Verhalten zu ändern. Er gab sich Mühe und schaffte es schliesslich, die benötigte Punktzahl doch noch zu erreichen.

Viele der Kinder kennen nur Armut, Hunger und Gewalt. Die letzten Jahre haben bewiesen, dass das Sommerlager vielen von ihnen geholfen hat, einen ganz wichtigen Durchbruch in ihrem Leben zu schaffen. Sie lernten, Gott und anderen Menschen zu vertrauen. Aber auch, sich selbst etwas zuzutrauen, eigene Schritte zu gehen.

Die Kosten für das Lager belaufen sich auf etwa 120 Franken (100 Euro) pro Teilnehmer. Die Gesamtkosten für das Camp betragen rund 6000 Franken (knapp 5000 Euro).

Diaconia bittet Sie um Ihre Unterstützung, damit das Sommerlager auch in diesem Jahr stattfinden kann.


Projekt Nr. 1767, "Sommerlager"

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Rumänien
Früherer Handball-Star lebt mit seiner kleinen Tochter auf der Strasse
Ein Trainingsunfall stellte das Leben von Ciprian auf den Kopf – Frau, Arbeitsplatz und Wohnung verloren

Ciprian (36) hatte alles, was er sich wünschte: Eine Karriere als Handballer, die Liebe seines Lebens und eine gemeinsame Tochter. Doch dann verletzte er sich 2008 während des Trainings und alles veränderte sich. Heute ist Ciprian alleinerziehend, obdachlos und hat keine Arbeit.

Schon mit zwölf Jahren hatte Ciprian begonnen, Handball zu spielen. Bis 1997 war er für ein Team in Brasov aktiv, dann wechselte er nach Baia Mare. In seiner 20-jährigen Karriere hatte er sich einen Namen als der beste Torjäger des Landes gemacht, gewann mit seinem Team die Landesmeisterschaften 1997 und 1998 und sogar den Goldcup von Rumänien. Dann kam der Trainingsunfall. Mehrere Knieoperationen musste er über sich ergehen lassen, doch ohne Erfolg. Er konnte nie wieder aufs Spielfeld zurückkehren. Kurz darauf packte seine Frau Adina ihre Sachen und liess ihn mit der gemeinsamen Tochter Andrea alleine zurück. Ohne Arbeit verlor er bald sein Heim.

Ciprian bat seine Eltern um Hilfe, erhielt aber keine Antwort von ihnen. Vergeblich wandte er sich auch an den Handballverband und an die Gemeindeverwaltung. Seither zieht er von einem Ort zum nächsten. Immer dabei ist seine Tochter Andrea, deren Hand er hält, wo immer er hingeht. Vorübergehend half ihm ein Freund, dessen Schwester ein Zimmer hat, in dem die beiden heimlich übernachten konnten. Aber erst nach Mitternacht konnten sie sich hineinschleichen, damit sie von niemandem gesehen wurden, weil die Schwester des Freundes sie dort nicht haben wollte. Bereits um fünf Uhr morgens mussten sie das Zimmer aus demselben Grund wieder verlassen. Nur wenige Stunden Schlaf blieben den beiden jede Nacht, in denen sie sich von den Strapazen der Strasse erholen konnten.

Ciprian hat sich nun in seiner Verzweiflung an Diaconia gewandt, in der Hoffnung, für die ersten Monate Hilfe zu erhalten. Er möchte eine kleine Wohnung mieten und Andrea in den Kindergarten schicken, so dass er Arbeit suchen und hoffentlich bald wieder auf eigenen Beinen stehen kann. Trotz aller Schicksalsschläge gibt Ciprian die Hoffnung für sich und seine Tochter nicht auf, betet täglich und hofft auf Hilfe.

Mit Ihrer praktischen Nächstenliebe können Sie Ciprian und Andrea den Start in ein neues Leben ermöglichen!


Projekt Nr. 1768, "Obdach für Ciprian und Andrea"

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Rumänien
Seit 13 Jahren in einem einzigen Zimmer
Familie Sova: Mit Hilfe von Diaconia kann ihr grosser Traum wahr werden

Paul (40) und Mirela (38) Sova leben mit ihren beiden Söhnen Alexandru (13) und Sebastian (11) in einem kleinen Raum. Auf nur 24 Quadratmetern versuchen sie, ihr Leben so gut wie möglich zu meistern. Küche und Bad müssen sie sich mit den Nachbarn teilen. Seit sie vor mehr als 13 Jahren geheiratet haben, leben die beiden in diesem Zimmer. Ihre Söhne sind hier aufgewachsen.

Alexandru besucht mittlerweile die siebte, Sebastian die vierte Klasse. Beide sind gesund und hatten nie ernsthafte Probleme. Die Eltern arbeiten beide hart, um den Lebensunterhalt der Familie irgendwie zu sichern. Jeden Morgen geht Paul früh aus dem Haus, um auf dem Bau zu arbeiten. Meist kehrt er erst spät am Abend nach Hause zurück. Dennoch reicht das Geld kaum aus, um die monatlichen Rechnungen zu begleichen. Allein die Miete kostet je nach Jahreszeit mindestens 95 Franken (80 Euro). Aber es ist ihr Herzenswunsch, ihren Söhnen Verantwortungsbewusstsein, Fleiss und Ehrlichkeit beizubringen. Paul und Mirela wissen, dass sie dafür ihren Kindern mit gutem Beispiel vorangehen müssen. Egal, wie klein und beengt auch immer ihr Zuhause ist, legt Mirela Wert darauf, dass stets alles an seinem Platz und sauber ist, und Paul nimmt seine Söhne regelmässig mit, wenn er von Nachbarn um Hilfe bei Reparaturen gebeten wird. Die Eltern träumen davon, ihren Söhnen eine bessere Zukunft zu ermöglichen, ihnen einen Ort bieten zu können, wo sie ihre Räder reparieren und mit dem Hund ihrer Träume spielen können. Aber sie wissen, dass sie es aus eigener Kraft nicht schaffen können.

Diaconia möchte dieser Familie helfen und ihr, gemeinsam mit der Firma Vodafone, ein neues Haus bauen. 5400 Franken (etwa 4500 Euro) der Kosten übernimmt Diaconia, den Rest bezahlt die Firma. Paul und Mirela werden beim Bau tatkräftig mithelfen. Sie danken allen Diaconia-Gönnern dafür, dass ihr lange gehegter Traum von den eigenen vier Wänden endlich in Erfüllung gehen kann.


Projekt Nr. 1769, "Ein Haus für Familie Sova"

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Albanien
Mutter ist verschwunden – Zwei kleine Kinder brauchen dringend Hilfe
Grosseltern sind überfordert – Mateo kam zu früh zur Welt und benötigt spezielle Milch

Kadrie Kaja ist 64 Jahre alt und Grossmutter zweier kleiner Kinder. Ihre Schwiegertochter Ana ist spurlos verschwunden. Vielleicht konnte sie die bittere Armut dieser albanischen Familie nicht mehr ertragen.

„Mein Sohn Quazim hat sich vor zwei Jahren entschieden, Ana zu heiraten, eine 16 Jahre ältere Frau aus einem anderen Dorf”, erzählt Kadrie. „Sie bekamen zwei Kinder. Emanuela ist heute 16 Monate alt. Ihr Bruder Mateo wurde zu früh geboren und ist jetzt neun Monate alt.“

Die Familie ist bitterarm. Quazim findet in seinem Heimatdorf Hajdaraj keine Arbeit. Rente oder Sozialhilfe bekommen die Grosseltern nicht. Jeden Tag fehlt es an Essen, vor allem für Mateo, der – viel zu klein für sein Alter – eigentlich eine spezielle Milch bräuchte. Aber die kostet für albanische Verhältnisse ein Vermögen.

Quazim und Ana hatten sich häufig gestritten. Eines Tages war sie dann verschwunden. „Am Anfang dachten wir alle, sie würde irgendwann zurückkommen. Aber sie kam nicht“, schluchzt Kadrie enttäuscht.

Jeden Tag zieht Quazim los, um Arbeit zu suchen. Welche Arbeit, das ist dem 26-Jährigen längst egal. Er würde alles machen, solange er nicht wieder am Abend mit leeren Händen zu seiner Familie zurückkehren muss. Hajdaraj aber hat nichts zu bieten. Die Gemeinde ist arm. Immer mehr Auswanderer, die in Griechenland und Italien ihr Geld verdienten, kehren wegen der Finanzkrise zurück. Was die Leute in ihren Gärten anpflanzen, findet den Weg auf die Märkte nicht. Zu teuer sind die Produkte im Vergleich zu jenen, die aus Mazedonien und Griechenland auf den Markt drängen.

Quazim ist mittlerweile so verzweifelt, dass seine Mutter fürchtet, er könne seinem Leben ein Ende setzen „Jeden Abend, wenn er wieder ohne Geld nach Hause kommt, versuche ich ihm ein wenig Hoffnung und Zuversicht zu geben“, versicherte Kadrie.

Diaconia möchte Kadrie, Quazim und den Kindern gerne helfen und sie mit Lebensmitteln und einer speziellen Milch für Mateo unterstützen. Gott segne Sie für Ihre Unterstützung!


Projekt Nr. 1770, "Familienhilfe Kadrie"

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Armenien
Gute Ausbildung – gute Chancen für die Zukunft
Das Berufsausbildungszentrum „BAZ“ in Jerewan: Ein Hoffnungsschimmer für junge Leute

Armenien leidet schwer unter einer Wirtschaftskrise, die schon seit Jahren andauert. Besonders betroffen sind Jugendliche. Für sie gibt es nur kostenpflichtige Ausbildungsplätze. Und selbst diese sind rar. Deshalb hat Diaconia das Berufsausbildungszentrum „BAZ“ gegründet. Hier wird jungen Menschen nachhaltig geholfen: Eine Ausbildung verbessert ihre Zukunftschancen erheblich und bringt neue Hoffnung in ihr Leben.

Im „BAZ“ werden Diaconia-Patenkinder, Jugendliche aus dem „Dorf der Hoffnung“ und von weiteren bedürftigen Familien aus schwierigen Umständen aufgenommen. An Berufsbranchen sind bis jetzt Näherin, Reiseführer/in sowie Bäcker/in und Konditor/in vertreten. Zudem gibt es Sprachkurse in Englisch und Russisch.

Die Ausbildung dauert vier bis sechs Monate. Sie umfasst Theorie durch Fachlehrer und Praxis in den BAZ-Werkstätten. Die zukünftigen Näherinnen machen ihre praktische Arbeit in der Näherei des BAZ. Die Teilnehmer der Bäcker- und Konditorenkurse erhalten eine praktische Bildung in der Bäckerei, im „Dorf der Hoffnung“.

Bei den Reiseführerkursen sind, neben dem theoretischen Unterricht, die Ausflüge zu den historischen Stätten und Denkmälern ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung. Nach diesem Lehrgang nehmen die angehenden Reiseführer nicht nur ein Zertifikat mit nach Hause, sondern werden als Spezialisten die Entwicklung des Tourismus in Armenien fördern können.

Das Berufsausbildungszentrum wird von Diaconia aus eigenen Mitteln finanziert. So liegen beispielsweise die Kosten für einen Auszubildenden im Bäcker- und Konditorenkurs bei 1370 Franken (1140 Euro).

Wir bitten Sie herzlich um Ihre Unterstützung für dieses wichtige Projekt. Armenien, das älteste christliche Land der Erde, steht nicht im Blickpunkt der Weltöffentlichkeit. Nur wenige Hilfsorganisationen sind vor Ort, um den Ärmsten der Armen beizustehen. Das „BAZ“ ermöglicht jungen Menschen, dem Kreis der Armut zu entfliehen. Dazu ist ihre Unterstützung nötig, durch Gebete und Gaben!


Projekt Nr. 1771, "Berufsausbildungszentrum BAZ"

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Nepal
Politisches Chaos im bitterarmen Himalaya-Staat

Die Bemühungen für ein neues Grundgesetz in Nepal sind am Gezänk der Parteien gescheitert. Der maoistische Premierminister Baburam Bhattarai kündigte daraufhin Neuwahlen im Herbst an. Aufgebrachte Demonstranten verbrannten Puppen, die den Premierminister darstellen sollten. Die verfassungsgebende Versammlung war zwei Jahre nach dem Ende des Bürgerkrieges gewählt worden. Die Maoisten hatten nach zehnjährigem Kampf die Waffen niedergelegt. Sie setzten die Abschaffung der 240 Jahre alten Monarchie in dem Himalaya-Staat durch. Die politische Lage in dem armen Himalaya-Staat ist seit Jahren unsicher.

Unter diesen schwierigen Rahmenbedingungen unterstützt Diaconia in Nepal drei christliche Kinderheime. Dort werden die Kinder mit Nahrung und Kleidung versorgt, erhalten eine gute Ausbildung und bekommen christliche Werte vermittelt. Die Kinderheime haben es in dem hinduistisch geprägten Staat schwer. Nur mit Ihrer Hilfe kann diese wichtige Arbeit weitergeführt werden!


Projekt Nr. 1772, "Nepalhilfe"

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