Report
Ausgabe 08, August 2013


Albanien
Von schwerem Verlust betroffene Familie benötigt dringend Hilfe
Trauer und Armut — Familie Laci erleidet ein tragisches Schicksal

Wenn Dritan Laci seine Augen schliesst, sieht er noch immer seine sterbende Frau vor sich. Abgemagert, ein Schatten ihrer selbst und voller Schmerzen, die die Medikamente nur dämpfen können. Vera Laci starb vor ein paar Wochen an Brustkrebs. Sie hinterlässt ihren Mann und ihre drei Töchter traumatisiert und ratlos in einem baufälligen Haus.

Als unser Diaconia-Mitarbeiter Artan Metohu die Familie zum ersten Mal besuchte, war er zutiefst betroffen. „Ich arbeite seit über 20 Jahren für Wohltätigkeitsorganisationen und bin viel Leid gewohnt, aber das hat selbst mich bis ins Innerste erschüttert“, berichtet er fassungslos. Bei seinem ersten Besuch lebte Vera noch. Doch nicht nur deren Anblick hat ihn so bestürzt: Die fünfköpfige Familie wohnt in einem völlig baufälligen Haus, das wohl eher ins Mittelalter passt als in das 21. Jahrhundert. „Dort herrschen unfassbare Zustände. Alles ist marode, dunkel und kalt. Aber die Mädchen waren so rührend, sie haben geputzt und gearbeitet, um es ihrer todkranken Mutter schön zu machen“, erinnert er sich bewegt.


Dritan Laci und seine drei Töchter sind allein zurückgeblieben.

Das Haus, in dem Familie Laci wohnt, ist sehr baufällig.

Die 43-jährige Vera war ein Jahr zuvor an Brustkrebs erkrankt. Nach einer notwendigen Operation konnte sich die Familie allerdings weder eine Chemotherapie noch andere kostspielige Behandlungen leisten – so wurde Vera zum Sterben nach Hause geschickt. Ihre Familie musste hilflos zusehen, wie es ihr immer schlechter ging. Vor allem Vater Dritan litt unter der Situation. „In seinen Augen waren nur Hoffnungslosigkeit und Schmerz, den ich in einem solchen Ausmass noch nie gesehen habe“, berichtet unser Mitarbeiter. Auch die Töchter (9, 14 und 16 Jahre) hatten mehr als einmal Tränen in den Augen, die sie aber schnell wieder wegwischten, damit ihre Mutter sie nicht sah. Trotzdem versuchte Dritan ihnen allen mit einem alten albanischen Sprichwort Mut zuzusprechen: „Das Unglück traf einen Baum und fällte ihn, es traf einen Felsen und zerbrach ihn. Aber als das Unglück einen Mann traf, überlebte dieser.“ Zu gerne wollten alle daran glauben.

Nur drei Tage nach dem Besuch unseres Mitarbeiters bei der Familie starb Vera. Schmerz, Trauer und Krankheit, Armut und Hoffnungslosigkeit prägen weiterhin das Leben der Familie. Vater Dritan findet keine Arbeit und hat somit auch kein Geld, seine Töchter ausreichend zu versorgen. Und so fällt das Haus weiter langsam aber unaufhaltsam in sich zusammen. Hier muss dringend geholfen werden, sonst geschieht unausweichlich in naher Zukunft noch ein weiteres Unglück. Nicht auszudenken, was es für die Familie bedeutete, käme ein weiteres Mitglied zu Schaden oder würde sogar tödlich verunglücken. Vor allem brauchen jedoch die Menschen unsere Hilfe. Dritan braucht Hoffnung und die Mädchen benötigen liebevolle Fürsorge und jemanden, der sich zusätzlich um sie kümmert – die eigene Mutter beim Sterben zu begleiten und zu pflegen, war für sie traumatisierend.
Diaconia möchte helfen. Bitte helfen Sie dabei, dieser Familie eine Perspektive für ihre Zukunft zu geben.

Projekt Nr. 1901, "Eine Zukunft für Familie Laci”

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Armenien
“Bitte helft meinen kranken Kindern!“
Drei Söhne sind krank — doch es fehlt das Geld für die Behandlungen

„Mein Sohn Hajk ist mit sechs Monaten das Jüngste meiner Kinder. Ausser ihm habe ich noch drei Söhne und zwei Töchter“, berichtet Lusine Asrian mit leiser Stimme, ihr Blick ist auf den Boden gerichtet. Der Frau kommen noch heute die Tränen, wenn sie sich an den Tag von Hajks Geburt zurückerinnert. Der Junge wurde ohne natürlichen Darmausgang geboren. Das war nicht der einzige Schicksalsschlag, den die Familie bisher erleben musste.

Hajk wurde sofort nach der Geburt notoperiert. Er bekam direkt am Bauch einen künstlichen Darmausgang gelegt. Bis zu weiteren, korrigierenden Operationen muss er zu Hause gepflegt werden. Um Infektionen zu vermeiden, muss Lusine die Wunde am Bauch mehrmals am Tag steril verbinden. Da Hajk zudem noch unter Verdauungs-problemen leidet, benötigt er Ersatzmilch. Alldies zusammengenommen kann die Familie nicht bezahlen, lebt sie doch nur vom Lohn, den Vater Sargis als Minibusfahrer nach Hause bringt.

Sargis benötigt wegen seiner Brandwunden dringend eine Hauttransplantation.

Lusine muss den kleinen Hajk aufwändig pflegen.

Die Familie spart am Essen und kann das kleine Haus, in dem sie wohnt, nicht weiterbauen. Es gibt noch keine Schlafzimmer, keine Küche, kein Bad und keine Toilette. Die beiden ältesten Söhne Hamlet (15) und Narek (12) unterstützen ihre Eltern so gut sie können: Im Frühling sammeln sie Sauerampfer in den Wiesen, trocknen und verkaufen ihn auf dem Markt. Im Herbst helfen sie den Dorfbewohnern bei der Obsternte. Dafür bekommen sie Kartoffeln und Bohnen. „Hamlet hilft mir auch im Haushalt. Er holt Wasser vom Anschluss eines Nachbarn, weil wir keine eigene Wasserleitung haben. Er passt auf seine Geschwister auf, wenn ich mit Hajk im Krankenhaus bin. Wegen der schweren Belastung hat er oft Rückenschmerzen. Ich habe bemerkt, dass seine Wirbelsäule bereits leicht seitlich verkrümmt ist“, erzählt die verzweifelte Mutter.

Auch Lusine ist krank: Vor einigen Jahren wurde bei ihr eine Entzündung der Gallenblase festgestellt. Für eine Behandlung hat sie weder Zeit noch die finanziellen Mittel. Wichtiger als ihr Wohlergehen ist ihr jedoch das ihrer Familie. Denn auch der siebenjährige Sargis benötigt dringend eine Operation. Als er zwei Jahre alt war, verbrühte er sich mit heissem Wasser. Er entging nur knapp dem Tod. Es hat vier Jahre gebraucht, bis er wieder gehen konnte. Gegen die tiefen Brandwunden an seinem Arm kann nur eine Hauttransplantation helfen. Auch dafür fehlt der Familie das notwendige Geld.

Diaconia möchte die Familie unterstützen und für die Küche und das Bad das nötige Baumaterial beschaffen. Durch eine Spende können Sie der Mutter einen Stein vom Herzen nehmen, indem Sie die medizinische Untersuchung von Hamlet und die Hauttransplantation von Sargis ermöglichen. Gott segne Sie für jede Hilfe durch Gebet und Gaben!


Projekt Nr. 1902, "Überlebenshilfe Familie Asrian"

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Rumänien
Bildung ist Luxus
Die Kinder arbeiten im Wald — keine Zeit für die Schule

Die kleine Katze kann sich vor streichelnden Händen kaum retten. Vier Kinder freuen sich über den weichen Spielkameraden. Viel Zeit zum Spielen haben die Älteren jedoch nicht, sie müssen ihrem Vater helfen, das karge Familieneinkommen aufzubessern. Bei der Familie Ardelean herrscht die blanke Not. An Schule ist für die sechs Kinder schon längst nicht mehr zu denken.

„Ich wünschte, wir könnten unseren Kindern mehr bieten“, seufzt Mutter Garofina Ardelean. „Aber wir können uns Schuhe, Kleider und die Schulsachen einfach nicht leisten.“ Oft kann Garofina am Tag nicht einmal eine dünne Suppe für ihre Familie auf den Tisch bringen, und dann gibt es für jeden nur ein kleines Stückchen Brot.

Garofina und ihr Mann Nicolae wohnten nach ihrer Heirat lange mit seinen Eltern zusammen. Doch das Haus war einfach zu klein für die vielen Menschen, die dort wohnten. Also kaufte sich Nicolae ein klappriges, mageres Pferd und holte Holz aus dem Wald, um eine eigene kleine Hütte für die Familie zu bauen. Geld für das Holz hatte der Familienvater natürlich nicht, und so arbeitete er für den Förster, um das Holz zu bezahlen. Es dauerte Jahre, bis er die Hütte – im wahrsten Sinne des Wortes — „zusammen“ hatte. In diese zog er dann gemeinsam mit Garofina und zwei seiner mitlerweile sechs Kinder ein.

Ein Dach über den Kopf haben sie nun, doch es gibt keine einträgliche Arbeit für die beiden Erwachsenen – wenn, dann stets nur befristet für zwei oder drei Monate.

Garofina würde ihren sechs Kindern gerne mehr bieten.

Die Katze ist eine willkommene Abwechslung.

Die Kinder haben wenige Möglichkeiten zu spielen.

Wie viele Chancen hat der kleine Sohn der Familie Ardelean, wenn schon die Kindheit von Armut geprägt ist?

Und so geht Nicolae immer noch in den Wald, gemeinsam mit seinen drei älteren Söhnen Bogdan, Vasile-Ciprian und Nicolae-Ionut (11, 12 und 13 Jahre alt). Dort arbeiten die vier hart für einen Hungerlohn. „Es reicht kaum zum Leben“, sagt der 32-Jährige traurig.

Und nicht nur das Essen ist knapp. Die Ardeleans haben zum Beispiel auch kein Geld für eine ausreichende medizinische Versorgung. Das ist besonders schlimm, da eines der Kinder behindert ist und dringend individuelle Förderung benötigt. Der Junge wurde zu Hause, ohne Hebamme oder Arzt, geboren und leidet unter Schwerhörigkeit. Zudem entwickelt er sich geistig nicht altersgemäss. An eine angemessene Förderung oder ein Hörgerät ist jedoch nicht zu denken: „Wir wissen ja noch nicht einmal, was er wirklich hat“, sagt seine Mutter.
Die Eltern sind in grosser Sorge und wünschen sich, dass ihre Kinder ein besseres Leben haben. „Eine Schulausbildung wäre wichtig“, sagt Nicolae und seine Frau ergänzt: „Und genug zu essen und Kleidung.“ Bitte unterstützen Sie diese Familie, damit die sechs Kinder die Schule besuchen und gefördert werden können.


Projekt Nr. 1904, "Schulbesuch Kinder Adrelean"

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Rumänien
Valerica kämpft für das Leben
44-Jährige von Auto erfasst und liegen gelassen

Ein Autounfall verändert das Leben von Valerica Hustiu. Sie wurde von einem Wagen erfasst und auf der Strasse liegen gelassen. Heute lebt sie mit ihrer Familie in einer baufälligen Hütte im Wald in der Nähe von Brasov. Das ärmliche Häuschen beherbergt neben der 44-Jährigen noch ihre vier Kinder und ihre 74-jährige Mutter. Es fehlt an allem, und Valerica kann wegen der Spätfolgen des Unfalls nicht ausreichend für ihre Familie sorgen.

Die Wände sind aus Brettern und Wellblech errichtet, die Fenster notdürftig eingepasst. Das Dach ist aus Baumaterialien zusammengesetzt, in der Hütte ist es feucht und zugig. Das Wasser wird aus dem nahe gelegenen Fluss geholt. Die Familie hat wenig zu essen, und manchmal müssen sogar alle hungrig ins Bett gehen. Die 44-jährige Valerica ist so arm, dass sie bisweilen ihre Kinder nicht zur Schule schicken kann.

„Ich konnte meine Jüngste nicht zum Kindergarten schicken, weil ich ihr nichts zu essen mitgeben konnte. Die Erzieherin besuchte mich daraufhin und fragte, warum Daniela nicht kommen würde. Ich habe mich geschämt, doch ich habe ihr von meiner Situation erzählt. Jetzt bringt die Frau immer ein Brot für Daniela mit in den Kindergarten, und sie kann wieder dorthingehen“, erzählt sie. Valerica ist traurig, dass sie ihren Kindern Mihai (17), Carmen (16), Stefan Daniel (7) und Daniela (4) nichts ausser ihrer Liebe bieten kann.


Valerica lebt mit ihren Kindern in einer baufälligen Hütte.


Kaum zu glauben, dass diese Hütte im Wald eine Familie beherbergt.

Doch wie kam es dazu, dass Valerica mit ihrer Familie in einer Wald-Hütte wohnt? Auf Rosen gebettet war Valerica noch nie, ihr Vater und eine Schwester starben an Krebs. Doch Valerica war gesund, aufgeweckt und gut in der Schule. Sie hatte die Chance auf ein besseres Leben – bis zu dem schrecklichen Unfall. Sie und ihre Schwester waren auf dem Heimweg von der Schule, als Valerica von einem Auto erfasst wurde und verletzt und bewusstlos auf der Strasse liegen blieb. Später, im Spital, galt ihr Zustand als kritisch. Umso erstaunlicher, dass es nach acht Tagen hiess, die Mutter solle Valerica mit nach Hause nehmen. Die Mutter wollte sich wehren, aber die Familie wurde mit Valerica weggeschickt.

Schnell wurde klar: Valerica war nicht mehr dasselbe Mädchen wie vor dem Unfall. Ihr Gehirn hatte wohl doch Schaden genommen, und alles, was ihr vorher so leicht fiel, fiel ihr nun unendlich schwer. Vorbei waren die guten Schulnoten und die Aussichten auf ein gutes Leben. Doch Valerica kämpfte, sie fand einen Job. Dort blieb sie ein Jahr, dann wurde sie jedoch wieder entlassen. Ihre Hirnschädigung verschreckte diesen Arbeitgeber und auch alle anderen. Valerica sucht vergeblich nach einer dauerhaften Arbeit.

Mit ihrem Ehemann hatte die junge Frau ebenfalls kein Glück. Er trank, trieb sich herum und war seiner Familie gegenüber gewalttätig. Sogar seine Schwiegermutter schlug er krankenhausreif. Schliesslich packte Valerica ihre vier Kinder und flüchtete vor seinen Gewaltausbrüchen. So kamen sie in die Hütte im Wald. Es fehlt an allem, doch Valerica ist genügsam. Ihr einziger Wunsch ist, ausreichend Nahrung für die Familie zu haben, und dass sie die Kinder in die Schule schicken kann. Helfen Sie der Familie, dass sie mit dem Nötigsten versorgt ist: Kleidung, Essen und ein für die Zukunft so wichtiger Schulbesuch der Kinder. Gott segne Sie für Ihre Mithilfe.


Projekt Nr. 1903, "Hoffnung für Familie Hustiu"

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Armenien
Sauerstoffmangel bei der Geburt — die kleinen Schritte zählen
Zwei Mütter pflegen und fördern ihre Söhne liebevoll und kämpfen gegen Armut und Hoffnungslosigkeit

Wer sich ein Kind wünscht, hofft, dass es gesund zur Welt kommt. Doch was ist, wenn Probleme auftreten? Inessa und Sirun wissen wie es ist, ein behindertes Kind zu haben. Ihre Söhne Eduard und Lewon leiden unter einer zerebralen Kinderlähmung – einer Bewegungsstörung, deren Ursache in einer frühkindlichen Hirnschädigung liegt.

13 Jahre lang kann Inessa kein Kind bekommen. Als 2008 Eduard per Notkaiserschnitt auf die Welt kommt, scheint das Glück perfekt. „Während der Geburt litt Eduard unter Sauerstoffmangel. Aber der Arzt versicherte mir, dass alles in Ordnung sei“, erzählt Inessa. Im Laufe der Zeit stellte sich jedoch heraus, dass sich Eduard nicht altersgemäss entwickelte: Mit acht Monaten konnte er weder sitzen noch krabbeln. Die Eltern gingen mit ihm zum Arzt. Inessa war nach der Diagnose völlig erschüttert. Alle ihre Hoffnungen für ihr Kind fielen in sich zusammen. Ihren Ehemann verunsicherte die neue Situation so, dass er die Familie verliess. Jetzt versucht Inessa alleine, ihrem behinderten Sohn bestmöglich zu helfen.

Eduard kann nicht sprechen und ist auf den Rollstuhl angewiesen.

Lewon macht mit Gesten auf seine Bedürfnisse aufmerksam.

Eduard ist jetzt fünf Jahre alt und kann dank Krankengymnastik sitzen und den Kopf halten. Aber er ist auf einen Rollstuhl angewiesen. Sprechen kann er nicht, nur gewisse Laute sind von ihm zu hören. Mutter und Sohn leben von der Sozialhilfe. Dem knappen Budget stehen wachsende Ausgaben gegenüber: Eduard braucht viele Therapien, um seinen Zustand zu verbessern. Doch die kann Inessa nicht bezahlen. Selbst die Fahrtkosten sind zu hoch. Die Hinterhof-Mietwohnung der beiden ist nur über eine lange schmale Treppe erreichbar. Wenn Inessa mit Eduard in die Klinik fahren muss, trägt sie ihr Kind auf ihren Armen zum Taxi und holt danach den Rollstuhl. Und Eduard wird immer schwerer...

Ähnliche Probleme plagen auch Sirun Mardojan. „Lewon ist mein zweiter Sohn. Er erlitt während der Geburt einen Sauerstoffmangel, aber wir wurden beruhigt. In den ersten Wochen war alles normal. Aber dann bemerkten wir, dass Lewon stark zu schielen begann“, berichtet Sirun. Es folgten Untersuchungen und die Diagnose „zerebrale Kinderlähmung“. Das änderte alles.

Die Familie zog wegen der schlechten medizinischen Versorgung von ihrem Heimatdorf Sarchapet um in eine Mietwohnung in Jerewan. Mit fünf Jahren ist Lewon stark entwicklungsverzögert und leidet unter Muskel-krämpfen. Er kann nicht laufen und macht durch Mimik und Gestik auf seine Bedürfnisse aufmerksam. „Durch intensive Fördermassnahmen erzielte Lewon deutliche Fortschritte. Wir freuen uns darüber sehr. Denn auch ein kleiner Schritt ist ein Schritt nach vorne“, sagt Sirun. Die Therapien sind wichtig, doch der Familie fehlt das Geld. Sirun schränkt sich ein, wo sie nur kann, aber die Kosten sind einfach zu hoch.

Die grosse Geduld und Liebe, mit der diese beiden Mütter ihre behinderten Kinder aufopfernd pflegen und fördern, ist bewundernswert. Diaconia möchte sie unterstützen. Wir brauchen Ihre Hilfe, damit diese Kinder angemessen therapiert werden können. Danke für Ihre treue Unterstützung.


Projekt Nr. 1906, "Hilfe behinderte Kinder"

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BLICKPUNKT


Armenien
„Dieses Projekt verdient unsere Anerkennung und Unterstützung!“
Rektor der Berufsschule Rüti, Kurt Eisenbart, zu Besuch im BAZ

Kennen Sie die Berufsbildung in der Schweiz? Ein ausgezeichnetes Ausbildungssystem mit den drei Lernorten Betrieb, Berufsschule und überbetrieblichen Kursen. Kennen Sie die Berufsbildung in Armenien? Ich jedenfalls kannte diese bis vor Kurzem nicht. Dass ich die Gelegenheit hatte, mir vor Ort einen Eindruck zu verschaffen, verdanke ich der Geschäftsleitung von Diaconia Schweiz.

Seit einigen Jahren werden im Berufsausbildungszentrum „BAZ“ im Dorf der Hoffnung in Jerewan junge Berufsleute ausgebildet. Die verschiedenen Ausbildungen im BAZ, vielleicht besser vergleichbar mit einer Werkschule, geben jungen Menschen die Möglichkeit, mit dem erlernten Handwerk zukünftig den Lebens-unterhalt besser bestreiten zu können. Bestimmt wird dadurch auch ein wichtiger Beitrag geleistet, damit die jungen Berufsleute später im eigenen Land bleiben können.

Für mich als Besucher vor Ort war es sehr wertvoll zu sehen, wie neue Berufsrichtungen mit der Unterstützung von Diaconia aufgebaut werden. Ein engagiertes Ausbildungsteam, teilweise sogar ehemalige Patenkinder des Hilfswerks, unterrichten die neugierigen jungen Menschen. In dieser kurzen Zeit ein solch qualitativ gutes Berufsausbildungszentrum aufgebaut zu haben, verdient Respekt. Kaum vergleichbar sind die Voraussetzungen in den beiden Ländern in der Verwirklichung der Ausbildung. Es wird anerkannte und wertvolle Arbeit vor Ort geleistet. Spendengelder werden vollumfänglich für das Projekt eingesetzt, und das Projekt ist weiterhin auf die wertvolle Unterstützung angewiesen!

Zwischenzeitlich ist auch eine persönliche Freundschaft zwischen Sargis Savarian, dem Schulleiter vom BAZ, und mir entstanden. So besuchte Sargis Savarian bereits zwei Mal die Berufsschule Rüti ZH in der Schweiz. Ich freue mich schon jetzt auf das nächste Wiedersehen.

Ich möchte mich bei der Geschäftsleitung von Diaconia Schweiz und allen weiteren Personen bedanken für die Gelegenheit des Austausches. Ich konnte mich persönlich von der professionellen Hilfe vor Ort überzeugen. Besten Dank für die Unterstützung des BAZ-Projektes. Es lohnt sich!

Kurt Eisenbart, Rektor,
Berufsschule Rüti, CH-8630 Rüti


Im BAZ erhalten junge Leute eine Berufsausbildung und damit eine Perspektive für ihre Zukunft.

Projekt Nr. 1905, "Berufsausbildungszentrum"

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Armenien
In der Nacht herrscht Atemnot
Menschenunwürdige Wohnbedingungen bedrohen Wladimirs Leben

Diese Wohnung macht krank – das weiss Familie Hakobian. „Unser Arzt sagt, wir müssen die Wohnbedingungen verbessern, sonst werden noch alle unsere Kinder ernsthaft krank. Eine andere Wohnung können wir uns einfach nicht leisten. Es ist eine ausweglose Situation“, berichtet Mutter Nune sorgenvoll. Den sechsjährigen Wladimir und seinen Vater Edgar hat es schon getroffen.

So sehr die sechsköpfige Familie sich auch einschränkt, gegen Ende des Monats bleibt kaum mehr Geld zum Leben übrig. Vater Edgar nimmt zwar jeden Job an, den er bekommen kann – vom Lastenträger bis zum Totengräber –, doch er verdient einfach zu wenig. Mutter Nune ist eine wahre Künstlerin im Umgang mit Geld und schafft es immer wieder, alle laufenden Kosten zu bezahlen. So ist die Familie der Schuldenspirale bis jetzt entkommen – sie muss jedoch auf vieles verzichten, was für andere normal ist. Nune kauft zum Beispiel nur selten neue Kleidung oder Schuhe. Alle ziehen gebrauchte Kleidung vom Nachbarn an. Nur wenn die Hose gar nicht mehr geflickt werden kann oder der Schuh völlig kaputt ist, wird notgedrungen etwas Neues gekauft.

In diesem kleinen Zimmer schläft Mutter Nune mit ihren vier Kindern dicht gedrängt.

Vater Edgar leidet, wie seine gesamte Familie, unter den Wohnverhältnissen.

Jedoch ist die Wohnung das eigentliche Problem: Die Familie lebt auf 35 Quadratmetern. Zu fünft schlafen Nune und die Kinder in einem winzigen Schlafzimmer ohne Fenster. In der Nacht gibt es für sie kaum Luft zum Atmen. Edgar schläft auf dem Boden im Wohnzimmer. Diese schlechten Bedingungen machen nach und nach alle krank. Der sechsjährige Wladimir hat bereits eine schwere Atemwegserkrankung, die auch sein Herz und seine Nieren bedroht. Zudem müssten seine Mandeln dringend entfernt werden. Eine Operation wäre für sozial schwache Familien sogar kostenfrei. Die Warteliste ist jedoch so lang, dass der Eingriff frühestens im Dezember gemacht werden könnte. Aber die Zeit drängt. Das Leben des Jungen ist akut gefährdet. Die Eltern haben beschlossen, die Operation irgendwie selbst zu zahlen, was enorme Folgen für das ohnehin knappe Familien-Budget hat.

Und auch Vater Edgar ist krank. Durch das ständige Schlafen auf dem kalten Boden hat er sich eine schwere Lungenentzündung zugezogen, die unzureichend behandelt wurde. Nun sammelt sich Flüssigkeit in seinen Lungen und im Beingewebe. Die Eltern sind verzweifelt. Sie würden ihren Kindern so gerne ein besseres Leben ermöglichen. Es ist nicht nur die Armut, die die Familie verzagen lässt, es sind die Hoffnungslosigkeit und der Zweifel daran, dass es einmal besser werden könnte. Diaconia möchte der Familie mit dem Nötigsten helfen, damit sie mit neuem Mut in die Zukunft schauen kann. Mit Ihren Spenden können Sie dieser bedürftigen Familie helfen, schon bald ein menschenwürdiges Leben zu führen.


Projekt Nr. 1907, "Wohnraum Familie Hakobian"

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Russland
In der Gemeinschaft Gott erleben
Camp „Pilgrim“ für benachteiligte Kinder und Jugendliche bewirkt Veränderung

Bald ist es soweit. Das Camp „Pilgrim“ öffnet in der Nähe von Moskau zum 21. Mal seine Pforten. Vera und Andrey, beide aus armen Familien, können es kaum mehr erwarten. Rund vier Wochen dürfen sie gemeinsam mit anderen Kindern Gott erleben, brauchen sich um nichts zu sorgen und können zur Ruhe kommen.

Eigentlich eine Selbstverständlichkeit für Kinder, so denken wir. Aber bei Vera und Andrey sowie bei vielen anderen Kindern ist das nicht so. Sie kämpfen jeden Tag ums Überleben. Häufig hat ein Elternteil die Familie verlassen, und eine schmerzende Lücke blieb zurück. Von Gottes Liebe wollen viele längst nichts mehr wissen. Sie kommen zweifelnd zum Camp, erleben dort herzliche Gemeinschaft, Annahme und Versorgung, und verlassen es nicht selten mit einer neu gewonnenen Zuversicht, dass Gott sich für sie persönlich interessiert und sich um sie kümmert. Dieser neu entstandene Glaube ist es dann auch, der die Kinder anschliessend den Alltag zuver-sichtlicher bewältigen lässt. Auch neue Freundschaften geben ihnen Mut und helfen ihnen dabei.

Im Camp sieht man lachende Gesichter.

Auch Nähe ist wichtig.

Endlich einmal satt essen — das gefällt den Kindern besonders.

„Man kann mit Worten nicht beschreiben, welch wunderbare Veränderungen bei einzelnen geschehen. Man muss es selbst erlebt haben“, sagt Peter L., der Pastor und Co-Leiter des Camps. Und erlebt haben dies Hunderte von Teilnehmern in den vergangenen 21 Jahren. Viele der ehemaligen Teilnehmer sind nun Mitarbeiter im Camp „Pilgrim“ und in Kirchgemeinden. Oft wird durch die Veränderung eines Einzelnen die ganze Familie verändert. So auch in der Familie Zavadko. Seitdem die Söhne Ilia (12) und Oleg (11) das Camp besucht haben, lesen sie alle gemeinsam in der Bibel, reden miteinander über Sorgen und Freuden und schauen zuversichtlich in die Zukunft. Oleg freut sich jetzt schon darauf, wenn er endlich alt genug ist, als Helfer im Camp mitmachen zu dürfen.

Im vergangenen Jahr haben 85 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen sechs und 15 Jahren das Camp „Pilgrim“ besucht. Von ihnen war jedes dritte Kind eine Waise. Dazu kamen 15 Jugendliche, die als Helfer teilnahmen sowie elf Erwachsene. Die Kosten für ein Kind während dieser Tage betragen etwa 250 Franken (210 Euro).

Bitte helfen Sie, dass auch in diesem Jahr dieses Camp stattfinden und dazu beitragen kann, dass diese Kinder und Jugendlichen zu Menschen werden, die mit Mut und Gottvertrauen ihr Leben selbstständig meistern können.


Projekt Nr. 1908, "Sommercamp Pilgrim"

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