Report
Ausgabe 08, August 2015


Rumänien
Ein fester Schritt für Samira
Spastisch gelähmte Zweieinhalbjährige muss dringend behandelt werden

„Ich sehe ihren sehnsüchtigen Blick und weiss, dass sie gerne mit ihrem Bruder spielen würde. Aber ich befürchte, ich werde sie nie auf ihren eigenen Füssen gehen sehen“, sagt Irina und muss mit den Tränen kämpfen.

Liebevoll streicht die 22-Jährige ihrer Tochter Samira (2) das Haar aus der Stirn: „Ich weiss, dass du es dir so sehr wünschst.“


Irina wünscht sich nichts mehr für ihre kleine Tochter, als dass sie gehen und sprechen kann.

Samira würde gerne mit ihrem kleinen Bruder Ionut herumtoben.

Samira ist eine kleine Kämpferin.

Samira ist die Erstgeborene von Irina und ihrem Mann Ciprian (31). Schon während der Schwangerschaft erkannte der Arzt, dass das kleine Mädchen behindert sein würde. Sie leidet an einer spastischen Lähmung, kann nicht sprechen und nicht gehen. Doch die Kleine kann lachen und so mit ihrer Umgebung kommunizieren. Und sie zeigt deutlich, dass sie laufen und spielen möchte. Ihre eigenen Einschränkungen frustrieren sie, weswegen sie viel weint. „Sie hat so einen starken Willen. Daher denken wir, dass sie mit der richtigen Therapie grosse Fortschritte machen könnte. Doch wir können sie uns nicht leisten.“

Die Familie ist arm. Sie lebt vom Kindergeld und den schlecht bezahlten Gelegenheitsjobs, die Ciprian finden kann. Zu viert lebt sie derzeit in einem Zimmer bei Ciprians Grossvater. Doch das ist eine Übergangslösung. Schon jetzt ist klar, dass sie bald ausziehen muss. „Wir wissen nicht wohin. Wie soll das weitergehen? Das ist schon mit einem gesunden Kind schwierig. Und Samira ist so empfindlich und anfällig“, erzählt Irina.

Samiras Ernährung ist aufgrund der Armut der Familie sehr einseitig. Obst und Gemüse gibt es so gut wie nie. Ihre tägliche Milch kaufen die Eltern auf Kredit. Drei Monate sind sie schon mit der Bezahlung im Rückstand. Jeden Tag setzt Irina ihre Tochter in einen alten Kinderwagen und bringt sie nach draussen an die Sonne. „Das stärkt ihr Immunsystem, und das kann sie wirklich gut gebrauchen.“

Samira braucht dringend eine umfangreiche Therapie mit Krankengymnastik, Reha-Sport, Massage und Logopädie. Noch ist Zeit, sie auf ihre Füsse zu stellen und ihr die Sprache zu geben. Aber die Zeit vergeht schnell. Je früher mit den Therapien begonnen wird, desto besser werden die Fortschritte hin zu einem eigenbestimmten Leben sein. „Ich massiere ihr täglich die Füsse. Aber ich bin keine Spezialistin. Samira braucht professionelle Hilfe. Und zwar schnell.“ Wir möchten, mit Ihrer Hilfe, Samira die benötigten Therapien bezahlen und der Familie helfen, eine neue und angemessene Unterkunft zu finden. Bitte unterstützen Sie diese Menschen durch eine Spende und schliessen Sie sie in Ihre Gebete ein.


Projekt Nr. 3069, "Medizinische Hilfe für Samira"

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Rumänien
Hilfe zur Selbsthilfe für Gheorge
Mit Führerschein und beruflicher Qualifikation gibt es Hoffnung auf eine gute Zukunft

Ein Zaun wäre ein kleiner Anfang. Ein guter kleiner Anfang. Dann könnten Gheorge (22), Geanina (18) und Florinel (15 Monate) endlich sicherer leben und etwas anbauen – ohne Furcht vor ungebetenem Besuch durch weidende Kühe.

Das Haus der kleinen Familie steht auf einem Hügel, auf dem die Dorfbewohner ihre Kühe weiden lassen. Mehr als einmal versuchte bereits eines der Tiere, in das Haus zu kommen. Andere Tiere sind so wild, dass sie Schäden an der kleinen Hütte verursachen. „Unseren kleinen Sohn kann ich nicht unbeaufsichtigt lassen, dazu sind die Tiere zu gross und zu unberechenbar“, sagt Geanina.

Aber nicht nur ein Zaun fehlt bei der jungen Familie. Eigentlich besitzen die drei nichts. Gheorge und Geanina sind liebevolle Eltern, doch sie sind sehr arm. Gheorge nimmt seine Vaterrolle sehr ernst und arbeitet hart, damit er seine Familie ernähren kann.

Schon als kleiner Junge begleitete er seinen Vater zur Arbeit und half mit. Bis zur 8. Klasse konnte er die Schule in seinem Dorf besuchen, dann hätte er in eine Schule ins 30 Kilometer entfernte Brasov wechseln müssen. „Ich habe immer davon geträumt, weiter zur Schule zu gehen. Aber ich wollte meiner Familie keine zusätzlichen Kosten verursachen.“ Jetzt schlägt er sich mit schlecht bezahlten Gelegenheitsjobs durch.

Geanina ist eine liebevolle Mutter. Sie versucht, das Leben ihrer kleinen Familie so angenehm wie möglich zu gestalten. Doch vor allem die fehlenden Lebensmittel machen ihr grosse Sorgen. „Wir Erwachsenen gehen oft hungrig zu Bett. Hauptsache ist, Florinel hat etwas im Magen. Aber er bräuchte dringend regelmässig frisches Obst und Gemüse für seine Entwicklung. Doch das können wir uns nicht leisten. Und anbauen können wir auch nichts, die Kühe würden alles niedertrampeln oder fressen.“

Gheorge ist ein liebevoller Familienvater. Er möchte für seine Familie sorgen können.

Vieles am Haus ist provisorisch und muss ausgebessert werden.

Ihr kleines Haus verfügt weder über einen Strom- noch einen Wasseranschluss. Es ist aus alten Steinen und anderem Material zusammengebaut. „Wir würden es so gerne stabiler und besser machen“, sagt Geanina. Eine gute Möglichkeit für eine bessere Zukunft liegt in der Bildung: Gheorge möchte gerne den Führerschein machen. Aber auch das kann er sich nicht leisten. Zudem würde er sich gerne beruflich qualifizieren. „Mit einer Qualifikation und dem Führerschein hätte ich gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt“, ist er sich sicher.

Wir möchten diese Familie gerne unterstützen, einen Zaun mit Tor rund ums Haus errichten und es an die Wasser- und Stromversorgung anschliessen. Zudem möchten wir Gheorge seine Weiterbildung finanzieren. Bitte legen Sie mit uns gemeinsam den Grundstein für eine sichere Zukunft dieser Familie. Herzlichen Dank.


Projekt Nr. 3070, "Zukunft für Gheorges Familie"

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Albanian
Wärme und Hoffnung für Familie Murati
Die Winter in den Bergen Albaniens sind sehr kalt — Notdurft wird draussen verrichtet

„Mein Mann starb vor acht Jahren im Alter von 37 Jahren. Schon zu seinen Lebzeiten war unser Alltag hart, doch nach seinem Tod wurde alles noch viel schlimmer. Die Armut und die Hoffnungslosigkeit nehmen uns die Luft zum Atmen.“

Vojsava Murati spricht leise, so als hätte das harte Leben ihr die Stimme geraubt. Die 45-Jährige lebt mit ihren vier Kindern Emiliano (19), Elsidona (16), Ersonila (12) und Jetmira (9) im Dorf Noje im Skanderbeg-Gebirge, weit hinter Kruja. Ein Ort, der nur schwer zu erreichen ist und in dem die Menschen unter unsäglicher Armut leiden. „Das Leben in den Bergen ist sehr hart“, sagt Vojsava.

Niemand in der Familie kann Arbeit finden. Daher lebt sie mit fünf Personen von monatlich 60 Franken (58 Euro). „Davon kann man nicht leben und nicht sterben.“ Hilfe kam schon oft von Vojsavas Schwägerin, doch diese muss auch für ihre eigene Familie sorgen. Vojsava lebt in einem Haus ohne Strom. Das kleine Stück Land neben dem Haus wird, der Witterung zum Trotz, liebevoll bebaut. „Das Wetter hier ist sehr unbeständig. Letztes Jahr haben wir die Tomaten und alle sonstigen Gemüsesorten wegen der Trockenheit verloren.“ Die Kinder gehen zur Schule, die Bücher erhalten sie von Freunden oder Verwandten. „Gott sei Dank sind meine Kinder gesundheitlich stabil. Eine Krankheit wäre unser Ruin“, sagt Vojsava desillusioniert.


Familie Murati kämpft in den Bergen gegen die Armut.

Auf dem kleinen Stück Land versucht die Familie, Gemüse anzubauen. Doch das Wetter in den Bergen hat schon manche Ernte vernichtet.

Die 45-Jährige ist hoch verschuldet. „Fast jeder Verwandte oder Bekannte hat uns schon Geld geliehen. In den Sommerferien sammeln die Kinder und ich Heilkräuter in den Bergen, um sie zu verkaufen. Doch das alles ist nicht mehr als ein Tropfen auf den heissen Stein.“

Die besorgte Mutter wünscht sich dringend eine Toilette im Haus und einen zusätzlichen Raum für ihre Kinder. „Die Winter hier in den Bergen werden sehr kalt. Da wäre es vor allem für meine Kinder eine grosse Erleichterung, wenn wir eine Toilette hätten“, erzählt die Mutter. Der zusätzliche Wohnraum ist nötig, weil in dem Haus so wenig Platz ist. „Um aus diesem schrecklichen Kreislauf der Armut auszusteigen, muss man zur Schule gehen. Meine beiden Mädchen tun dies mit Begeisterung. Ersonila nimmt sogar einen jeweils einstündigen Fussweg zur Schule und zurück auf sich, nur um lernen zu können. Ich möchte meinen Kindern einen Ort bieten, an dem sie ungestört lernen und ihre Hausaufgaben machen können. Das ist in unserem Haus bis heute nicht möglich.“

Wir möchten Vojsava bei der Erweiterung des Hauses helfen, eine Toilette einbauen sowie die Familie durch gesunde Nahrungsmittel und finanzielle Hilfe unterstützen. Wir bitten Sie herzlich um Ihre Mithilfe.


Projekt Nr. 3071, "Familienhilfe Murati"

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Zertifikat Albanien






Armenien
Therapie für Susanna
Sauerstoffmangel während der Geburt führte zu zerebraler Kinderlähmung

Von den Ärzten nicht ernst genommen und wegen ihrer Bedenken ausgelacht, suchte Ani (25) verzweifelt Hilfe. Aber niemand schenkte der besorgten Mutter Glauben. So kann Tochter Susanna (3) heute nicht sprechen und gehen und ist völlig auf fremde Hilfe angewiesen.

„Ich habe von Anfang an gemerkt, dass etwas mit Susanna nicht stimmte.“ Ani steigen Tränen in die Augen, während sie Susanna liebevoll in den Armen wiegt. „Sie war zu langsam in ihrer Entwicklung, nervös und verspannt.“

Zuerst schien Susanna gesund zu sein. Aber mit der Zeit bemerkte Ani, dass mit ihrem Kind etwas nicht stimmte. Es konnte weder sitzen noch krabbeln. Immer und immer wieder konsultierten die besorgten Eltern die Ärzte, doch diese wiegelten ab. Erst zwei Jahre nach der Geburt — Susanna hatte einen Krampfanfall und wurde fast tot ins Spital gebracht — kam heraus, dass das kleine Mädchen bei der Geburt einen Sauerstoffmangel erlitten hatte. Nach ausführlichen Untersuchungen konnte man endlich die Diagnose stellen: Susanna leidet unter einer zerebralen Kinderlähmung, deren Ursache eine frühkindliche Hirnschädigung ist. Kinder mit solchen Erkrankungen dürfen auf keinen Fall geimpft werden, doch Susanna hatte bereits alle notwendigen Impfungen erhalten.


Arthur und Ani lieben ihre Kinder über alles.

Durch fehlerhafte ärztliche Betreuung kann Susanna bis heute nicht gehen und sprechen. Sie bekommt regelmässig Medikamente, Therapien und Massagen. Doch die Kosten hierfür übersteigen das knappe Budget der Familie bei weitem. Vater Arthur ist gelernter Koch, arbeitet jedoch als Tagelöhner auf dem Bau. Sein Verdienst ist gering und unregelmässig. Mit Ani, Arthur und Susanna leben noch Susannas ältere Schwester Anna sowie Arthurs Eltern in der Wohnung in Jerewan. Grossvater Dawit ist wegen einer Epilepsie invalid, und auch die Oma ist schwer krank.

Ani musste als Kind miterleben, wie ihre Schwester an einer Lungenentzündung starb, und hat daher grosse Angst, dass ihre Familie in Not geraten und die Wohnung verlieren könnte. Die Renten der Grosseltern und das spärliche Einkommen von Arthur reichen bei weitem nicht aus, um die täglichen Kosten zu decken und Susannas Behandlungen zu bezahlen. Ausser Medikamenten braucht das Kind noch Vitamine, ausgewogene Nahrung und Windeln. Durch intensive Therapien könnte Susanna jedoch wesentliche Fortschritte in ihrer Entwicklung erzielen. Diaconia möchte diese Therapien möglich machen sowie die Familie im Alltag unterstützen. Danke für alle Hilfe durch Gaben und Gebete.


Projekt Nr. 3072, "Medizinische Hilfe für Susanna"

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Armenien / BAZ
Renovierungsarbeit für die Gesundheit
Schimmelbefall im Untergeschoss des BAZ gefährdet reibungslosen Ausbildungsablauf

Im Untergeschoss des Berufsausbildungszentrums BAZ lagern viele der für die Ausbildung benötigten Köstlichkeiten. Ihre Qualität ist von grösster Wichtigkeit — nicht nur für das Gelingen der Back- und Confiserieartikel, sondern auch für deren Verträglichkeit.

Wir alle wissen: Schimmel schadet der Gesundheit. Und Schimmel auf Lebensmitteln ist besonders gefährlich. Deswegen ist diese Renovierung für das BAZ so wichtig.

Im Untergeschoss befinden sich die Küche sowie die Theorie- und Praxisräume der Bäcker- und Konditorenausbildung. Zudem werden dort, in separaten Räumen, auch die praktischen Unterrichtsstunden der Bauausbildung durchgeführt. Nun hat sich auf dem Linoleumboden in einem der Räume Schimmel gebildet, hervorgerufen durch andauernde Feuchtigkeit. Zu allem Überfluss ist dieser Raum zugleich der Zugang zum Rohstofflager, in dem die Materialien und Lebensmittel für die Durchführung der Praxisstunden der Bäcker- und Konditorenausbildung lagern.

Deutlich verschimmelt: Unhaltbare Zustände herrschen im Unterrichtsraum im Untergeschoss des BAZ.

Die Fliesen sind schon vorhanden, jetzt müssen noch Kleber gekauft und ein Fliesenlegermeister bezahlt werden.

Ein unhaltbarer Zustand. Die Erneuerung dieser Fläche ist, vor allem aus sanitär-hygienischen Gründen, ein Muss. Eine effektive Lösung sieht die Leitung des BAZ im Verlegen von neuen Bodenfliesen. Zu diesem Zweck hat Diaconia Internationale Hilfe dem BAZ bereits gespendete Fliesen zukommen lassen. Die Menge der Fliesen reicht zur Instandsetzung des Kellerbodens sowie der Wände an den Waschbecken in der Küche und im Praxisraum der Bäckerausbildung aus. Mit der professionellen Durchführung der Arbeiten möchte das BAZ einen Fliesenlegermeister beauftragen, der die Arbeiten nicht nur fachmännisch ausführen — den Unterlagsboden trockenlegen und neue Fliesen verlegen –, sondern auch gleichzeitig die Lehrlinge der neuen Bauausbildung in diesem Bereich unterweisen kann. Für diese wäre es eine gute Chance, Praxis zu bekommen. Die Kosten für den Fliesenkleber und den Lohn für den Fliesenleger muss das BAZ tragen. Sie belaufen sich auf rund 1500 Franken (1440 Euro). Hierfür benötigen wir dringend Ihre Unterstützung, damit die unhaltbaren hygienischen Missstände so schnell wie möglich behoben werden und der Ausbildungsablauf weiterhin komplikationslos weitergehen kann.

Projekt Nr. 3077, "Renovierung Untergeschoss BAZ"

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BLUTRACHE IN ALBANIEN

ALBANIEN – Etwa 3000 Familien sind in Albanien in Blutfehden verwickelt. Mehr als 10 000 Menschen kamen seit Ende des Kommunismus durch Blutrache ums Leben. Diese Paralleljustiz, die insbesondere im Norden Albaniens zu finden ist, basiert auf dem Kanun, einem mittelalterlichen Gewohnheitsrecht. Dieses besagt, dass ein Mörder von der Familie seines Opfers getötet werden darf. Irgendwann wurde dieses Recht auf die männlichen Familienangehörigen ausgeweitet. Während der Mörder selbst im Gefängnis sitzt, kann so sein Sohn Opfer der Blutrache werden. Nur das eigene Haus gilt als Schutzraum, was viele Familien in Armut stürzt, da die Männer nicht arbeiten gehen können. Mittlerweile versuchen Mediatoren, die verfeindeten Familien zusammenzubringen und Racheakte zu verhindern, was teilweise gelingt. Eine Flucht ins Ausland nützt häufig nichts. Auch in der Schweiz und Deutschland gab es schon Blutrachefälle unter Albanern. Manchmal leben die Täter bereits selbst im Land oder sie lassen sich eigens für die Tat einschleusen.

EinschrÄnkungen fÜr Christen in Nepal

NEPAL – Viele Kinderheime und einige Schulen in Nepal werden von Christen geleitet. Da sie gute Arbeit leis­ten und während des Erdbebens auch anderen Menschen Hilfe leisteten, sind sie bei der Bevölkerung entsprechend anerkannt. Dies hat nun den Neid hinduistischer Organisationen geweckt. Offiziell ist Nepal zwar ein säkularer Staat, unterstützt jedoch weiterhin eher hinduistische Einrichtungen. Die Rechte der christlichen Institutionen, die mit Kindern arbeiten, werden inzwischen massiv eingeschränkt. Die Medien verbreiteten das Gerücht, Christen seien am Menschenhandel beteiligt. Einer christlichen Schule in Kathmandu, die 45 minderjährige Erdbebenopfer aus umliegenden Dörfern aufgenommen hatte, wurde dies zunächst gestattet. Später wurden die Verantwortlichen jedoch verhaftet und wegen angeblichen Menschenhandels inhaftiert. Seit Neuestem ist es den Kinderheimen seitens der Regierung verboten, christliche Versammlungen durchzuführen, bei denen Kinder anwesend sind.

DIE KORRUPTEN SCHLAGEN ZURÜCK

RUMÄNIEN – Die rumänische Antikorruptionsbehörde DNA arbeitet sehr effizient – zu effizient, nach Meinung des selbst korruptionsverdächtigen Premierministers Victor Ponta und etlicher Parlamentsabgeordneter, gegen die ebenfalls wegen Korruption ermittelt wird. Daher sollen im Schnellverfahren einige Gesetze geändert werden. Unter anderem ist geplant, den Straftatbestand des Interessenkonfliktes abzuschaffen, Untersuchungshaft und Verurteilung wegen Korruption erheblich zu erschweren und die Möglichkeit zu schaffen, Staatsanwälte wegen „Machtmissbrauchs“ anzuklagen. Der Präsident Klaus Iohannis kann zwar sein Veto gegen ein solches Gesetz einlegen, jedoch wiederum vom Parlament überstimmt werden. Victor Ponta erkauft sich derweil Stimmen mit populären Massnahmen wie beispielsweise der Erhöhung des Kindergeldes. Auf der anderen Seite wird es den etwa vier Millionen Auslandsrumänen, die mehrheitlich gegen Ponta sind, schwer gemacht, ihr Wahlrecht wahrzunehmen. Briefwahl und elektronische Wahlen sind unmöglich, und es gibt nicht genügend Wahllokale. Gesetze, die dies ändern sollen, werden von Ponta und seinen Gefolgsleuten blockiert.


Russland
Urlaub für verletzte Kinderseelen
Sommercamp „Pilgrim 2015“ — Auszeit und biblische Impulse für benachteiligte Kinder

Schon seit 23 Jahren führen die „Sisters of Mercy“ und die „Bro­therhood of Compassion“ gemeinsam das christliche Sommercamp „Pilgrim“ für benachteiligte Kinder durch. Viele junge Leben wurden durch diese Zeit positiv verändert. Und viele weitere junge Leben warten noch auf diese Veränderung.

Das diesjährige Sommercamp „Pilgrim“ findet in Oparino, Moskau, statt. Rund 100 Kinder und Teenager aus armen Familien nehmen an diesen 21 kostbaren Tagen teil. Sie können es kaum erwarten, dass es endlich losgeht. Denn es ist egal, ob diese Kinder aus christlichen Familien kommen oder noch nie etwas über Jesus gehört haben — etwas verbindet sie alle: der Kampf ums tägliche Überleben, gegen den Hunger und die ständig vor Augen stehende Armut. Allen wurde die Kindheit schmerzlich verkürzt, sie sind oft auf sich alleine gestellt und sind dankbar für diese Auszeit, in der sie lachen, spielen und gut essen können. Pastor Peter, der schon viele Camps begleitet hat, ist überzeugt: „Man muss einfach mal dort gewesen sein, um zu verstehen, welch grossen Einfluss diese Zeit auf die Kinder hat. Mittlerweile hat diese Arbeit Hunderte von Kindern gefördert und ihnen die Liebe Jesu nahegebracht. Wir können die Früchte sehen.“ Ein Besucher meinte erstaunt: „Ich habe noch nie so viele Kinder in einem Raum gesehen, die so diszipliniert und dankbar ihre Mahlzeiten eingenommen haben. Zudem bekommt man den Eindruck, Teil einer grossen Familie zu sein.“

Aus den umliegenden Ortschaften kommen noch einige Tagesgäste hinzu. Neugierig und scheu kommen sie näher. Aber schon bald laufen sie mit den anderen Kindern um die Wette und freuen sich über die gute Gemeinschaft.
Auch Eltern, wie Dmitry und Liubov, sind sehr dankbar für diese Möglichkeit. „Für unsere Kinder war diese Zeit unvergesslich. Vor allem die sportlichen Aktivitäten und die abendlichen Lagerfeuer haben ihnen gefallen. Sie freuen sich jetzt schon auf das nächste Camp.“


Ein gutes Essen, neue Freunde und einen Plüschteddy — was will man mehr?

Mal schauen, wie viele Kinder auf einer Schaukel Platz finden können.

Für diese Kinder und Jugendlichen ist diese Zeit sehr wichtig. Viele von ihnen hören zum ersten Mal, dass sie gewollt sind und dass es einen Gott gibt, der an ihrem Wohlergehen interessiert ist.

Werden Sie Teil dieser kostbaren Arbeit und ermöglichen Sie einem Kind die Teilnahme am diesjährigen Sommercamp. Die Kosten für ein Kind für die gesamte Zeit betragen rund 260 Franken (250 Euro). Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung durch Spenden und Gebete.


Projekt Nr. 3073, "Sommercamp Pilgrim 2015"

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Armenien
Ein Lächeln für Gurgen
Armut, wohin das Auge blickt — aber Zhaneta gibt nicht auf und sorgt für ihre Familie

Sorglos und glücklich sein? Ja, mit ihrem Mann Nikolaj und ihren drei Söhnen war Zhaneta glücklich. Heute entscheidet sich die tapfere Frau jeden Tag aufs Neue, nicht aufzugeben. Die Liebe zu ihrer Familie gibt ihr die Kraft dazu.

Nikolaj diente im Krieg gegen Aserbaidschan, und Zhaneta sorgte allein für die Kinder. Sie nahm, solange es ging, dafür jede Arbeit an: Sie verkaufte schon Tee und Kaffee auf dem Markt und putzte Wohnungen. Karen, Samwel und Gurgen nahm sie stets mit zur Arbeit, es gab sonst niemanden, der auf die Kinder aufpassen konnte. Im Winter hatte es die Familie besonders schwer. Im Haus gab es keine Heizung, und sie musste oft hungrig zu Bett gehen.
Nikolaj wurde im Krieg schwer verwundet. Nach Kriegsende fuhr er nach Russland, um dort zu arbeiten. Doch der Krieg hatte ihn zu sehr geschwächt und traumatisiert. Er erlitt einen Herzanfall und kehrte nach Hause zurück: arbeitsunfähig und auf Medikamente angewiesen.

Auch bei Zhaneta hat das harte Leben gesundheitliche Spuren hinterlassen. Im Dezember 2014 wurde bei ihr subchondrale Sklerose, eine Vorstufe der Arthrose, diagnostiziert. Nach einer langwierigen Behandlung geht es ihr nun besser, aber sie benötigt Medikamente.

Die kleine Ani leidet unter einer Neurose.

Zhaneta sorgt sich um ihre Schwiegertochter.

Fast jeder in dieser Familie ist krank.

Gurgen, der jüngste Sohn, leidet unter Parodontose, seine Zähne fallen aus. Für eine Behandlung reichen die Mittel nicht. „Gurgen scheut keine Arbeit. Er arbeitet auf dem Bau, sammelt Alteisen. Ich bange um seine Gesundheit. Ich wäre sehr dankbar, wenn Sie seine Behandlung finanzieren könnten“, bittet Zhaneta. Sohn Samwel arbeitet als Fahrer. Der älteste Sohn, Karen, ist verheiratet und hat zwei Kinder: einen Sohn und eine Tochter. Sein Sohn Narek (9) liebt die Musik. Er träumt davon, einmal Pianist zu werden. Daher bleibt er nach dem Unterricht stets eine Stunde länger in der Schule, um dort auf dem Klavier seine Sonaten üben zu können. Seine Schwester Ani (4) leidet an einer Neurose. Sie spricht kaum und kapselt sich ab. „Ani ist nervös, aggressiv und hat Angst, alleine zu schlafen. Sie schläft bei ihren Eltern. Das ist sehr unbequem, und meine Schwiegertochter leidet inzwischen an Rückenschmerzen“, erzählt Zhaneta.

Zu allem Überfluss lebt die Grossfamilie in einer sanierungsbedürftigen Wohnung: Sanitäranlagen und Böden müssen erneuert werden, die Wände benötigen Farbe. „Wir besitzen zwei zerbrochene Stühle und ein altes Sofa. Es gibt keine Waschmaschine, auch die Betten fallen auseinander“, berichtet Zhaneta. Seit drei Monaten können sie und Nikolaj zudem ihre Medikamente nicht mehr bezahlen. Mit Ihrer Hilfe möchten wir die materielle Not der Familie lindern und zudem dafür sorgen, dass Gurgen wieder gesunde Zähne bekommt. Bitte helfen auch Sie mit. Jede Spende macht einen grossen Unterschied.


Projekt Nr. 3074, "Hilfe für Zhaneta und ihre Familie"

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Armenien
Prothesen für Garnik
53-Jährigem wurden ohne seine Zustimmung beide Füsse amputiert

Garnik Hakobian muss lange überlegen, wenn man ihn nach glücklichen Stunden in seinem Leben fragt. Natürlich gab es unbeschwerte Zeiten, in denen er Eltern und Geschwister, Frau und Kind, Arbeit und eine gute Gesundheit hatte. Doch das ist lange her. Jetzt ist er krank, einsam und unendlich traurig.

„Als mein Vater noch am Leben war, ging es uns gut. Nach seinem Tod änderte sich das. Zuerst zerbrach meine Ehe. Eines Tages nahm meine Frau unser Kind und verliess mich. Ich weiss nicht, wo die beiden sind. Ich weiss nur, dass ich einen volljährigen Sohn habe.“

Garnik lebt mit seiner betagten Mutter zusammen. „Meine Schwestern und Brüder führen ein einfaches Leben, sie können kaum für ihre eigenen Familien sorgen. Ich verdiene mein tägliches Brot, indem ich Krebse fische und verkaufe. Wenn im Winter die Flüsse und Seen zugefroren sind, sammle ich leere Flaschen, Alteisen und defekte Kabel, um etwas zu verdienen“, erzählt er.

An einem Tag im Dezember 2011 kam Garnik erst sehr spät nach Hause und stand vor der verschlossenen Tür. Seinen Schlüssel hatte er zu Hause vergessen, und seine Mutter war ins benachbarte Dorf gefahren, um ihren Bruder zu besuchen. Garnik war müde, nass und hungrig. So beschloss er, im alten Wagen seines Vaters zu übernachten. Als er am Morgen aufwachte, waren seine Füsse eiskalt. Garnik konnte nur mithilfe eines Nachbarn aufstehen. Massage und Wärme halfen nicht, die Füsse blieben kalt. Als sie sich bläulich-violett verfärbten, ging Garnik ins Spital. Ein bekannter Chirurg versprach, seine erfrorenen Füsse zu heilen. Aber letztendlich amputierte er sie einfach — ohne Garniks Zustimmung.

Die Amputation wurde nicht fachgerecht vorgenommen, und die Wunden an den Stümpfen heilen nicht richtig.

Nur mit Mühe und unter grossen Schmerzen kann sich Garnik auf Krücken und mit ausgeliehenen Prothesen fortbewegen.

Heute leidet Garnik unter wunden Unterschenkelstümpfen und besitzt nur schlecht sitzende Prothesen. Eine gute Behandlung würde viel Geld kosten. Geld, das der 53-Jährige nicht hat. Es gibt zwar einen Spezialisten, der solche Wunden in seiner eigenen Klinik behandelt, aber das kann dieser arme Mann sich nicht leisten.

Sein Elternhaus hat Treppen, daher konnte Garnik dort nicht wohnen bleiben. Er zog in das Haus seiner Tante, in einen feuchten, kleinen und sonnenlosen Raum, der als Keller diente und eigentlich eine Garage werden sollte. Das Holz zum Heizen kann Garnik sich nicht leisten.

Wir möchten dem ins Unglück geratenen Mann und seiner betagten Mutter helfen. Er soll seine Wunden behandeln lassen und schmerzfrei leben können. Wir möchten auch Brennholz kaufen, damit die beiden nicht frieren müssen. Bitte helfen Sie mit durch Gaben und Gebete.


Projekt Nr. 3075, "Prothesen für Garnik"

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Rumänien
Eine Schultasche für Andrei
Gewalttätiger Mann liess Frau und drei Kinder sitzen — Angst und Not belasten schwer

„Warte nur, Papa macht das schon.“ Wenn der kleine Andrei (3) diesen Satz sagt, ist das für Mutter Andrea wie ein Stich ins Herz. Die 23-Jährige weiss, dass der „Papa“ für gar nichts mehr sorgen wird, denn er hat seine Familie belogen und einfach verlassen.

Andrea lebt mit Andrei, Darius (2) und Delia (1) in einem kleinen Haus mit 14 Quadratmetern in Dumbravita. Das Haus hat keinen Strom, kein Wasser, und regelmässige Mahlzeiten gibt es auch nicht. Das Trinkwasser holt Andrea mit einem alten Farbeimer aus einem etwa einen Kilometer entfernten Brunnen. Schuhe haben die Kinder keine.
Die 23-Jährige stammt aus einer Familie mit zwölf Kindern. Für die Schulbildung war kein Geld übrig. „Ohne Schulabschluss findet man keine Arbeit. Wir leben vom Kindergeld, denn Liviu zahlt keinen Unterhalt“, sagt sie.

Andrea lernte Liviu 2010 kennen. „Wir mochten uns, und nach fünf Monaten zog Liviu zu mir nach Dumbravita. Ich war so froh und glücklich, dass es mich auch nicht störte, dass er mich nicht heiraten wollte“, erinnert sie sich. 2014, Andrea war gerade mit Delia schwanger, bekam sie Besuch von einer Frau aus dem Nachbardorf. Sie sagte, dass sie Livius Frau sei und mit ihm drei Kinder habe. „Zuerst wollte ich es nicht glauben, aber es stimmte. Er hat mir nie von ihr erzählt“, erzählt Andrea. „Ich habe ihn zur Rede gestellt. Da ist er einfach gegangen. Seitdem unterstützt er uns nicht mehr.“

Andrea muss ihre drei Kinder alleine aufziehen.

Das Trinkwasser holt Andrea mit einem alten Farbeimer vom Brunnen.

Manchmal lässt sich Liviu noch im Dorf sehen. Doch er ist gewalttätig, und deswegen wurde es ihm auch verboten, nach Dumbravita zu kommen. Wie unkontrolliert er ist, zeigt ein Vorfall aus dem vergangenen Winter. Er trat die Tür zu Andreas Haus ein. „Die Kälte konnte ungehindert ins Innere strömen. Ich hatte Angst um meine Kinder.“ Da die junge Mutter kein Geld für Brennholz hatte, schickte sie ihre Kinder häufig zum Aufwärmen zu den Nachbarn. „Man darf nicht stolz sein, wenn man arm ist“, sagt sie nachdenklich.

Vor allem Andrei merkt, dass seine Familie viel entbehren muss. Im Herbst kommt er in den Kindergarten und wünscht sich eine Schultasche. Immer wieder fragt er danach. Oft werden die Kinder in der Nacht wach und fürchten sich im Dunkeln. „Ich stehe dann auf, um sie zu beruhigen. Sie sehen, dass die Nachbarn elektrisches Licht haben und verstehen nicht, warum es bei uns dunkel ist“, erzählt Andrea. Andrei sagt dann zumeist unbekümmert: „Mein Papa wird Licht bringen. Der kann das.“

Andrea ist eine junge Frau. Sie und ihre Kinder haben ihr Leben noch vor sich. Wir möchten sie gerne für eine Weile mit Nahrung, Holz und Kleidern unterstützen und Andrei die ersehnte Schultasche kaufen. Bitte unterstützen Sie diese junge Familie durch eine Spende.


Projekt Nr. 3076, "Familienhilfe Andrea"

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