Report
Ausgabe 08, August 2016


Rumänien
Ein sicheres Zuhause für Familie Cristea
Ein tragischer Unfall nahm der Familie ein Kind — so etwas darf nie wieder geschehen

"Immer, wenn ich diesen Hügel hinaufschaue, muss ich mit den Tränen kämpfen", gesteht Alina (28). Auch jetzt sind ihre Augen feucht. Sie trägt ihre eineinhalb Monate alte Tochter Alina auf dem Arm und muss an Miruna denken, die durch einen tragischen Unfall ums Leben kam.

Alina lebt mit ihrem Mann Florin (31), dem Baby und ihren Kindern Raul (12), Andra (9), Florin (7) und Amalia (4) in einem kleinen, unfertigen Haus neben einem Hügel. Eine gefährliche, unbefestigte Treppe führt den Hügel hinauf, wo Alina die Wäsche trocknet. Am Fuss dieser Treppe spielte die zweijährige Miruna, als sie von einem LKW-Reifen erschlagen wurde. "Ich war hochschwanger und habe Miruna gesagt, sie solle sich nicht so weit vom Haus entfernen", erinnert Alina sich an den verhängnisvollen Tag. Was sie nicht wusste: Oben auf dem Hügel spielten die Nachbarskinder mit einem LKW-Reifen. "Ich habe den Reifen kommen sehen, aber dann ging alles so schnell. Mein Onkel hat noch versucht, Miruna wiederzubeleben, aber es war zu spät. Vier Tage später kam das Baby, ein Mädchen, zur Welt. Es trägt einen zweiten Vornamen: Miruna – wie die Schwester, die es nie kennenlernen wird." Die Stimme der 28-Jährigen versagt.

Verzweifelt schaut Alina, mit dem Baby auf dem Arm, den Hügel hinauf.

Das halbfertige Haus der Familie ist bereits renovierungsbedürftig.

Doch sie und Florin können sich nicht in ihre Trauer zurückziehen. Ihre Kinder benötigen ihre Fürsorge und Unterstützung umso mehr. Alina und Florin begegneten sich vor zehn Jahren, als Raul schon geboren war. "Sein Vater hat mich sitzenlassen, als ich mit 16 schwanger wurde", erzählt Alina. Florin hat Raul als seinen Sohn angenommen. Sie zogen zunächst zu Florins Vater und bauten später auf dessen Grund ihr kleines Haus am Fuss des Hügels.

Komplett fertiggestellt wurde das Haus jedoch nie. Die Familie bewohnt nur einen Raum. Seit Florin seinen Job verloren hat, kann er kaum die Stromrechnungen bezahlen, geschweige denn, das Haus fertigstellen. Die Wände und das Dach sind undicht, der zweite Raum verfällt zusehends. Vor zwei Jahren starb Florins Vater – und jetzt ist niemand mehr da, der helfen könnte. Wir möchten diese Familie gerne unterstützen: Oben am Hügel soll ein fester Zaun errichtet werden, damit kein weiteres Unglück geschehen kann. Die provisorischen Stufen sollen so befestigt werden, dass sie auch bei Regen gefahrenfrei begangen werden können. Der bestehende Raum soll renoviert, der zweite fertiggestellt werden.

Die Materialkosten werden sich auf rund 5 000 Franken (4 600 Euro) belaufen: Familienvater Florin ist fleissig und geschickt, sodass er die meisten Arbeiten an der Treppe und am Haus selbst erledigen kann. Bitte helfen Sie, die Lebensumstände dieser Familie zu verbessern. Herzlichen Dank für all Ihre Gebete und Gaben.


Projekt Nr. 3229, "Hausrenovierung Familie Cristea"

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TeenagermÜtter in RumÄnien

Schwangerschaften von Teenagern sind in Rumänien weiter verbreitet als in jedem anderen Land der EU. Gemäss Eurostat wurden im Jahr 2013 15,6 % der Kinder von Müttern im Teenageralter geboren. Auf Platz 2 befindet sich Bulgarien mit 14,7 %. Das rumänische Institut für Statistik erfasste 2014 etwa 18 600 Geburten durch Teenager. 2 212 der Mütter waren erst zwischen 12 und 15 Jahren alt.
Hilfsorganisationen vermuten, dass die meis-ten der Schwangerschaften von Teenagern bei der Minderheit der Roma vorkommen. In dieser Volksgruppe werden häufig schon Kinder miteinander verheiratet. Weitere Gründe für frühe Schwangerschaften sind Armut, desolate Familienverhältnisse und mangelnde Aufklärung.
Eine so frühe Schwangerschaft bleibt oft nicht ohne Folgen für die Mädchen. Einerseits sind Schwangerschaften in einem so jungen Lebensalter besonders risikoreich, andererseits mangelt es, oft aufgrund von Armut, an medizinischer Versorgung. Die psychische Belastung ist ebenfalls sehr gross. Zudem brechen viele der Mädchen die Schule ab.





Armenien
Eine Nähstube für Anahit
Defekte Nähmaschine beendet berufliche Perspektive einer ganzen Familie

"Wenn ich eine Nähmaschine und einige Stoffe zur Verfügung hätte, könnte ich die Not meiner Familie beenden", sagt Anahit (36) selbstbewusst. Und wer die freundliche Frau sieht, glaubt ihr das auch: Sie strahlt viel Zuversicht aus.

Anahit lebt mit ihrer Familie in der Stadt Ararat, 60 Kilometer von Jerewan entfernt. Sie wohnen in einem im Jahr 1972 erbauten, 18 Quadratmeter grossen Haus am Rande der Stadt. Seit seiner Errichtung ist an dem Haus nichts mehr gemacht worden. Die Wände sind instabil, der Holzboden brüchig, und die fehlenden Fensterscheiben wurden durch ein Stück Blech oder eine alte Wolldecke ersetzt. Von einem sicheren Dach kann kaum die Rede sein. Es gibt kein fliessendes Wasser, keine Heizung und auch kein Grundstück, auf dem man Gemüse anpflanzen könnte.

In dieser Situation leben Anahit und ihr Mann Awetis (36), ihre vier Kinder Tsowinar (14), Sjusanna (13), Grigor (9) und Gagik (1) sowie Awetis' Vater Ljudwig. Drei Kinder gehen zur Schule. Vor einigen Jahren bereits konnte Anahit mit Schneiderarbeiten etwas Geld verdienen. Die kürzlich verstorbene Grossmutter hatte ihr alles Wissenswerte beigebracht. Und so bekam sie, aufgrund ihrer grossen Begabung, viele Aufträge. "Damals haben wir noch Stoffe kaufen können, aber inzwischen haben wir so viele Schulden, dass dies nicht mehr möglich ist. Viel schlimmer ist jedoch, dass die Nähmaschine kaputt ist", sagt die 36-Jährige.

Grossmutter Emma brachte der Familie die Grundlagen des Nähens bei.

Das Haus sieht bedenklich aus. (v.l.) Die kürzlich verstorbene Grossmutter Emma, Anahit, Awetis und die älteste Tochter Tsowinar. Das Mädchen mit der schwarzen Weste ist Sjusanna. Neben ihr steht Grigor. Rechts steht Opa Ljudwig.

Ohne ein Einkommen durch Näharbeiten steigen die Schulden der Familie unerbittlich weiter, da die weiteren Familienmitglieder aus Alters- oder Gesundheitsgründen keiner geregelten oder gar körperlich anstrengenden Arbeit mehr nachgehen können. Anahit leidet an Thrombosen in beiden Beinen. Oft kann sie vor Schmerzen kaum gehen. Eine ärztliche Untersuchung mit anschliessender Behandlung kann sich jedoch keiner von ihnen leisten.

Wir möchten gerne helfen und für Anahit eine "Nähstube" einrichten, in der auch Awetis und Opa Ljudwig arbeiten können. Dazu benötigen wir Nähmaschinen – eine Nähmaschine und eine Maschine für Nadelstickerei – von guter Qualität sowie Stoffe. Zudem möchten wir das Haus renovieren und so die Voraussetzungen für die Nähstube schaffen. Gerne möchten wir Anahit auch wegen ihrer Beine behandeln lassen. Für diese umfassende Hilfe werden insgesamt rund 4 800 Franken (4 450 Euro) benötigt. Herzlichen Dank, wenn Sie dieser Familie die Basis für eine berufliche Selbstständigkeit ermöglichen.

Projekt Nr. 3230, "Familienhilfe Tschertschikjan"

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Rumänien / Dobreni
Sommercamp für die Kinder aus Dobreni
Casa Speranta kann, dank neu renovierter Räume, Ferienaktivitäten anbieten

"Ich komme so gerne hierher, hier ist es schön", berichtet Laurentiu (8). Er und seine Brüder Patrick (5) und Christian (10) wurden von ihrer Mutter Claudia ins Waisenhaus Casa Ray gebracht. Nachdem der Vater die Familie verliess, setzte der Hausbesitzer Mutter Claudia und ihre drei Kinder auf die Strasse.

Laurentiu ist ständiger Gast im Casa Speranta. Er liebt nicht nur die Aktivitäten und Spielmöglichkeiten, sondern vor allem auch die Bibelstunden und Gottesdienste. Casa Speranta ist in den vergangenen Monaten teilweise ausgebaut und renoviert worden. Zwei grosse Räume für Sitzungen und Aktivitäten sind entstanden. Und ein neues Bad.

Nun gibt es genügend Platz fürs Sommercamp; im August sollen die Kinder aus Dobreni sechs Tage lang die Möglichkeit haben, von 10 bis 16 Uhr im Casa Speranta ihre Ferien zu verbringen, neue Impulse zu bekommen und einfach Spass zu haben. Auch ein Mittagessen wird angeboten werden. In Dobreni gibt es rund 200 Kinder unterschiedlichen Alters, die meisten kommen aus sehr armen Familien. Viele von ihnen haben noch nie von Gott gehört. Und deswegen wird im Camp – neben Spiel und Sport, Ausflügen, Videos anschauen und Ruhezeiten geniessen – auch vom christlichen Glauben die Rede sein.


Die Kinder kommen gerne ins Casa Speranta.

Die neuen Räume bieten tolle Möglichkeiten für Gruppen.

Es gibt Spielmöglichkeiten für jedes Alter.

Mit dabei sind auch die Kinder von Roxana (29): Antonia (3) und George (7) sind traumatisiert. Vor allem George. Er musste mit ansehen, wie sein Vater seine Mutter heftig schlug. Roxana verlor bei einem Autounfall einen Arm. Sie verliess vor Kurzem ihren Mann und lebt nun mit den Kindern bei ihrer Mutter. "Sie sollen ein paar unbeschwerte Tage haben", sagt Roxana im Blick auf das Camp.

Die Brüder Ionut (15), Florin (13) und Vasile (11) freuen sich ebenfalls schon sehr auf das Sommercamp im Casa Speranta. Die drei Vollwaisen wohnen permanent im Casa Ray, da sie nur noch eine 84-jährige Grossmutter haben, die sie nicht mehr versorgen kann. "Ich werde ganz viel spielen und lernen", hat sich Ionut für das Camp vorgenommen. Damit alle diese Kinder ihre Ferienwünsche auch wirklich erfüllt bekommen, benötigt Casa Speranta rund 2 000 Franken (1 800 Euro) für Lebensmittel, Ausflüge sowie Bastel- und anderes Material. Bitte helfen Sie mit, den Kindern eine unvergessliche Ferienzeit zu schenken, in der sie Selbstbewusstsein entwickeln und Gott kennenlernen können. Ganz herzlichen Dank für all Ihre Gaben und Gebete.


Projekt Nr. 3231, "Sommercamp Dobreni"

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Rumänien
Ein gesundes Bein für Marian
Hundebiss bringt Familie in grosse Bedrängnis – Behandlungskosten sind unbezahlbar

"Eigentlich wollte ich, wie so oft, unserer Nachbarin beim Füttern des Pferdes helfen. Das mache ich gerne, denn ich bekomme dafür immer eine Süssigkeit." Dieser Tag hielt für den zehnjährigen Marian allerdings nur Bitteres bereit.

Als Marian (10) an diesem Tag erwartungsfroh den Hof der Nachbarin betrat, stürmte ein grosser fremder Hund auf ihn zu und verbiss sich in sein linkes Bein. "Ich hatte panische Angst und war starr vor Schrecken", erinnert er sich an den Angriff des Tieres.

"Fleisch und Haut hingen nur noch in Fetzen am Bein, und überall war Blut", erzählt Marians Mutter Codruta, die die Schreie ihres Sohnes gehört hatte und voller Panik zu ihm gelaufen war. Nach 20 Minuten erschien endlich der Krankenwagen, und Marian wurde ins Spital gebracht. Doch dort wurde der Junge nur erstversorgt. "Wir sind nicht krankenversichert, und so wurden wir wieder nach Hause geschickt", erzählt die 31-Jährige.

Schon am nächsten Tag musste Marian erneut ins Spital, er hatte starke Schmerzen. Es folgte ein einwöchiger Krankenhausaufenthalt. 2 000 Franken (1 800 Euro) kosteten Behandlung und Aufenthalt – unbezahlbar für die Eltern mit einem Einkommen von 90 Franken (80 Euro) im Monat.


Marian erinnert sich mit Grauen an den Überfall des Hundes.

Die Wunde muss täglich im Krankenhaus versorgt werden.

Marian ist inzwischen wieder zu Hause, fährt aber täglich mit seiner Mutter zum Verbandswechsel ins Spital, was wiederum mit zusätzlichen Kosten verbunden ist. Doch die professionelle Versorgung der Wunde ist wichtig, denn die Familie lebt unter sehr schlechten hygienischen Bedingungen, die Infektionsgefahr ist hoch.

Marian ist ein begeisterter Schüler. Seine Mutter ist sehr stolz auf seine Leistungen, vor allem, weil sie selber nie eine Schule besucht hat und noch nicht einmal ihren eigenen Namen schreiben kann. "Wenn mein Bein wieder besser ist, will ich wieder zur Schule gehen und später einen guten Beruf erlernen", erzählt der 10-Jährige. Doch noch muss das Bein behandelt werden. Danach wird Marian physiotherapeutische Behandlungen benötigen, um wieder gehen zu lernen. Weitere Kosten, welche die Eltern nicht bezahlen können. Wir möchten die Krankenhausrechnungen und die weiteren Behandlungskosten übernehmen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 4 000 Franken (3 700 Euro). Auch möchten wir Marian und seinen Bruder für ein Jahr mit Schulsachen, Kleidung und gesunden Lebensmitteln unterstützen. Dazu benötigen wir etwa 2 400 Franken (2 200 Euro). Bitte helfen Sie uns dabei, für Marian die Behandlungskosten zu zahlen und ihm und seinem Bruder eine Chance auf eine gute Zukunft zu schenken. Herzlichen Dank.


Projekt Nr. 3232, "Medizinische Behandlung Marian"

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Desinfektionsskandal in RumÄnien

Das Unternehmen Hexi Pharma, das mehr als 350 Krankenhäuser beliefert, verdünnte offenbar systematisch einige seiner Desinfektionsprodukte so stark, dass einige der Mittel nur 10 % der desinfizierenden Substanz enthielten, die sie enthalten sollten. Dennoch wurden die Mittel von den Testlaboren freigegeben. Staatliche Behörden kontrollierten diese gar nicht, obwohl es immer wieder Hinweise auf Probleme gegeben hatte.
Ans Licht gekommen war der Skandal, nachdem der Journalist Catalin Tolontan durch einen Arzt informiert worden war, dass etwa die Hälfte der Todesopfer eines Brandes in einem Bukarester Nachtclub im vergangenen Jahr nicht an ihren Verbrennungen, sondern an Infektionen gestorben waren, die sie sich im Krankenhaus zugezogen hatten.
Gesundheitsminister Patriciu Achimas Cadariu trat nach Bekanntwerden dieser Fakten zurück. Die Managerin von Hexi Pharma, Flori Dinu, wurde festgenommen, während der Eigentümer der Firma, Dan Condrea, bei einem Autounfall starb. Ein Mord wurde inzwischen ausgeschlossen, eine Selbsttötung wird jedoch nach wie vor für möglich gehalten.





Armenien
Neue Toiletten für den Kindergarten
Die hygienischen Verhältnisse sind katastrophal und für Kinder völlig ungeeignet

Da hielt es die 29 Kinder nicht mehr in ihren Betten. Obwohl sie sich eigentlich zur Mittagsruhe begeben sollten, waren sie hellwach, als wir im einzigen Kindergarten des Wohnviertels Sanahin in der Stadt Alawerdi vorbeischauten.

Die Jungen und Mädchen im Alter zwischen zwei und fünf Jahren sind in einer Gruppe untergebracht, da lediglich ein Raum den Anforderungen für einen Kindergarten genügt. Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1986 und wurde seither nicht mehr renoviert. Von dem früheren schönen Gebäude ist kaum etwas geblieben – bis auf das eine Zimmer, in dem die Gruppe spielt und schläft. Dieses wurde vor 13 Jahren mit staatlichen Mitteln renoviert.

"Der schlechte bauliche Zustand bereitet uns grosse Sorgen. Zumal der Bedarf an Kindergartenplätzen gross ist. Wir können einfach keine weiteren Kinder mehr aufnehmen", berichtet Leiterin Rosa Awetjan. Vor allem die hygienischen Verhältnisse sind katastrophal. "Ich mache mir ständig Sorgen, dass die Kinder krank werden könnten", so die Erzieherin. Vor allem die Toiletten sind in einem schrecklichen Zustand. Auch die Wasserleitungen in der Küche sind marode. Toilettenanlage und Küche sind durch eine Wand getrennt, verfügen aber über gemeinsame, schlecht funktionierende Wasserleitungen. So wird das Geschirr der Kinder zwar in der Küche in einer Schüssel gereinigt, das Wasser dafür muss jedoch aus dem Waschraum geholt werden.


Kindergartenleiterin Rosa Awetjan freut sich mit den Kindern über den Besuch der Diaconia-Mitarbeiter.

Die Toilettenanlage im Kindergarten ist marode.

Die Stadt Alawerdi – der Name bedeutet übersetzt "Roter Stein" – kämpft gegen stetig steigende Arbeitslosenzahlen. Der einzige grosse Arbeitgeber, eine private Kupferfabrik, ist momentan nur zu 20 % ausgelastet. Die Folge sind zahlreiche Entlassungen. Zudem werden die verbleibenden Mitarbeiter wegen der sinkenden Kupferpreise immer schlechter bezahlt. Die Arbeit des Kindergartens ist daher wichtiger denn je. Hier lernen die Kinder spielerisch soziales Verhalten, Zahlen, Buchstaben und bekommen erste Kenntnisse in Englisch und Russisch vermittelt. Sie dürfen spielen, und die Erzieherinnen lesen ihnen Geschichten aus der Bibel vor.

Zudem bekommen die Kinder zwischen 8:30 Uhr und 17 Uhr drei Mahlzeiten. Für Familie Nalbandjan, deren Nesthäkchen Astghik (5) den Kindergarten besucht, ist das eine grosse Hilfe. Der Vater ist gelernter Elektriker und arbeitslos. Die beiden älteren Kinder gehen zur Schule. "Die Kleine wird gut versorgt und kann gesund aufwachsen. Das ist für uns eine grosse Erleichterung", bringt es Mutter Armenuhi auf den Punkt. Wir möchten dem Kindergarten zu einer neuen Toilettenanlage verhelfen und so den Fortbestand der Einrichtung sichern. Herzlichen Dank für Ihre Spende, welche für die Kinder von Alawerdi einen nachhaltigen Unterschied macht!


Projekt Nr. 3233, "Toilettenanlage Kindergarten Sanahin"

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Armenien
Hoffnung für Nasik
Nach einem Hirnschlag kann die 54-Jährige kaum mehr für den Haushalt sorgen

Unglaublich, dass Menschen unter solchen Bedingungen leben können: In einer Behausung mit blankem Betonboden, defekten Fenstern und russgeschwärzten Wänden. Ohne Badezimmer, ohne jegliche Grundausstattung. Der Ofen funktioniert längst nicht mehr richtig, und der Mäuseplage kann man sich nur schwer erwehren.

Nasik Kilikjan (54) und ihr Mann Mkrtitsch (53) haben zwei Söhne: Hakob (25) ist geistig behindert, und Isahak (17) unterstützt die Familie durch den Verkauf von Blumen in Parks, Cafés und auf den Strassen. Die Familie lebt deutlich unter dem Existenzminimum. Schon lange hat die Familie keine festen Einkünfte mehr und muss oft ohne Mahlzeit zu Bett gehen. Beim Gemüsehändler und im Lebensmittelladen hat sie so hohe Schulden, dass man ihr nichts mehr gibt. Dabei wäre eine gesunde und ausgewogene Ernährung, vor allem für die Mutter und den ältesten Sohn, wichtig, da sie unter starkem Übergewicht leiden. Möglichweise funktioniert ihr Stoffwechsel nicht richtig – Geld für entsprechende ärztliche Untersuchungen hat die Familie nicht.

Vater Mkrtitsch ist zuckerkrank, ihm wurde ein Bein amputiert. Auch Nasik ist schwerkrank: sie erlitt einen Hirnschlag und hat seitdem permanent starke Kopfschmerzen, Schwindelanfälle und temporäre Blindheit. Auch ihre Muskeln werden zunehmend schwächer. Das Einkommen dieser Familie beträgt 66 Franken (60 Euro) im Monat. Die Behindertenrente wird komplett für die Mietnebenkosten benötigt. Das wenige Geld, dass Isahak durch den Blumenverkauf verdient, ist kaum der Rede wert. Für ihn wäre es wichtig, eine Ausbildung zu machen. Dann hätte er eine solide Basis, um seine Familie angemessen unterstützen zu können.

Nasik Kilikjan (54) und ihr Mann Mkrtitsch (53) sind beide schwerkrank.

Nasik in der "Küche" bzw. dem "Bad".

Gekocht wird, wenn etwas zu essen da ist, auf dem Holzofen in der Mitte des Zimmers. Der Ofen russt stark. Auch bei den weiteren Hausarbeiten muss die schwerkranke Nasik auf jegliche technische Unterstützung verzichten. Nach ihrem Hirnschlag fällt es ihr zunehmend schwerer, die Wäsche zu waschen. Auch einen Kühlschrank besitzt die Familie nicht.

Wir möchten gerne die Ausstattung für den Haushalt finanzieren: einen Kühlschrank, eine Waschmaschine und einen Gasofen. Zudem möchten wir die bestehenden Schulden bezahlen und gesunde Lebensmittel liefern. Durch den Einbau neuer Fenster würden sich die Nebenkosten stark reduzieren. Auch für Isahaks berufliche Zukunft möchten wir gerne Sorge tragen. Diese Familie braucht dringend unsere Unterstützung. Mit einer kleinen Spende können Sie bereits einen grossen Unterschied machen. Vielen Dank.


Projekt Nr. 3234, "Familienhilfe Kilikjan"

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Armenien / BAZ
Eine Zukunft für Gayane und Harutyun
Die Ausbildung im BAZ gibt Geschwisterpaar eine solide berufliche Grundlage

"Denken und analysieren kann ich gut. Aber das hilft mir nicht, meine Familie zu ernähren. Dabei kommt es auf meiner Hände Arbeit an." Die Journalistin, Dichterin und Mitglied des Intellektuellenvereins, Gayane Mardoyan (30), sieht ihre berufliche Zukunft und Hoffnung zurzeit in der Handarbeit bzw. Näherei und Schneiderei. Denn so gebildet sie auch ist, sie findet einfach keine Arbeit, die ausreichend Geld einbringt.

Um die kranke Mutter zu pflegen, unterbrach Gayane vor einigen Jahren ihr Studium. Nach deren Tod sorgt die junge Frau nun für den kranken Vater und ihren jüngeren Bruder. Mit im selben Haushalt leben ausserdem ihre Schwester, deren Mann und deren kleine Tochter. Eine eigene Wohnung kann sich die kleine Familie nicht leisten.

Im September 2015 hörte Gayane zum ersten Mal von den Ausbildungsmöglichkeiten im BAZ. Sie bewarb sich und konnte umgehend die Näherinnen- und die Handarbeitsausbildung beginnen. Inzwischen konnte die junge Frau schon verschiedene Schmuckstücke und Gürtel herstellen und verkaufen. Jetzt möchte sie sich weitere Kenntnisse als Näherin aneignen. "Dieser Beruf ist optimal für mich. Ich kann ihn zu Hause ausüben und so für meinen kranken Vater da sein", sagt sie. Auch ihr Bruder Harutyun ist seit Kurzem Lehrling im BAZ; er besucht die Bauausbildung. Nach erfolgreichem Abschluss möchte er, wie seine Schwester, die Familie durch sein Einkommen unterstützen.

Gayane möchte gerne ihr Nähatelier zum Erfolg führen.

Bruder Harutyun (r.) absolviert eine Bauausbildung im BAZ.

Leider muss Gayane zurzeit auf viele Nähaufträge verzichten, weil es ihr an der nötigen Ausstattung fehlt. Eine Nähmaschine wird dringend benötigt, und mit einer Strickmaschine könnte sie Kinderkleidung herstellen, die sich in Armenien gut verkaufen lässt. Für Makramee- und Perlenarbeiten fehlen ihr die nötigen Zangen, Webrahmen sowie Strick- und Häkelnadeln. Auch Perlen und andere Materialien kann sie sich derzeit nicht leisten.

Wir möchten die Familie unterstützen und beiden, Gayane und ihrem Bruder Harutyun, ihre Ausbildungen zuzüglich der Fahrtkosten bezahlen. Zudem soll Gayane eine Grundausstattung für ihr Nähatelier bekommen, damit sie richtig durchstarten kann. Alles in allem benötigen die beiden rund 2 750 Franken (2 550 Euro). Geld, das sowohl Gayane als auch Harutyun eine Zukunft gibt und langfristig das Auskommen einer ganzen Familie sichert. Vielen Dank für Ihre Unterstützung.

Projekt Nr. 3235, "Berufsausbildungszentrum BAZ"

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Albanien
Ein sicheres Dach über dem Kopf
Fünf Waisenkinder kämpfen gemeinsam gegen Armut und Hoffnungslosigkeit

Die Zimmerdecke wölbt sich bedenklich. Gefährliche Risse durchziehen den Beton. Der Strom ist schon lange abgestellt. Die Geschwister Ylli (31), Festimja (22), Elsa (20), Vojollca (17) und Amet (15) schauen immer wieder besorgt zur Decke. "Jeden Abend bete ich, dass wir gesund wieder aufwachen", sagt Ylli.

Ylli ist seit sieben Jahren das Familienoberhaupt. Als die Eltern, Jonuz und Kedire, 1986 ins Dorf Brar in der Dibra-Region zogen, hofften sie auf ein besseres Leben. Sie kauften ein Stück Land, bauten ein Haus und bekamen fünf Kinder. Sie konnten ihre Kinder zur Schule schicken, und der Vater fand Arbeit in Tirana. Als 2009 Mutter Kedire an den Folgen eines Herzinfarktes starb, begannen der Kummer und die Not. Vater Jonuz versorgte die Kinder, so gut es ihm möglich war. Doch 2011 starb auch er an Herzversagen.

Ylli trägt schwer an seiner Last, die Geschwister versorgen zu müssen. Er hat keine feste Arbeit, und die Familie bekommt nur 60 Franken (55 Euro) Sozialhilfe im Monat. Um einen Menschen an seiner Seite zu wissen, der ihn unterstützt und mit dem er seine Sorgen teilen kann, hat Ylli seine Jugendliebe Lumturie geheiratet. Ihr gemeinsamer Sohn Denis (3) bekommt bald ein Geschwisterchen.

Das Leben der Familie Sula wird immer schwieriger. Ylli nimmt fast jede Arbeit an. Wann immer man ihn fragt, ist er zur Stelle. Der 31-Jährige arbeitet auf den Feldern anderer – und auf dem eigenen. Das Klima ist extrem trocken. Also hat Ylli einen Brunnen ausgehoben. Allein. "Ich hatte immer Sorge, dass das Erdreich nachrutscht oder dass ich ausströmende Gase einatme", erzählt er. Fünf Meter – tiefer konnte er nicht ausheben. "Das ist nicht tief genug, im Sommer ist der Brunnen trocken."


Das Haus der Familie ist baufällig und muss dringend renoviert werden.

Das Lächeln täuscht: Die Familie hält sich nur ungern im Haus auf. Zu gross ist die Gefahr, die vom Dach und der maroden Zimmerdecke ausgeht.

Und so versorgt das Land die Familie nur spärlich. Eine Kuh oder eine Ziege kann sie nicht halten.

Weil das Geld knapp ist, reicht es gerade so für Lebensmittel und Schulsachen. Das marode Haus können die Geschwister aus eigener Kraft nicht renovieren. Und so gehen sie jeden Abend mit einem unguten Gefühl zu Bett. Wir möchten der Familie langfristig helfen: Zum einen soll der Brunnen auf zehn Meter Tiefe ausgebaut werden, zum anderen müssen Dach, Zimmerdecke und Aussenwände des Hauses instand gesetzt werden. Auch möchten wir den Geschwistern helfen, indem wir ihnen beibringen, weitere Gemüsesorten auf ihrem Land anzubauen. Bitte schenken Sie Familie Sula durch eine Spende die Chance auf eine sichere Zukunft, und lassen Sie sie wissen, dass sie nicht alleine ist. Vielen Dank!


Projekt Nr. 3236, "Familienhilfe Sula"

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Rumänien
Hühner und eine Kuh für Nicu
Die Suche nach rostigem Altmetall bestimmt den Alltag von Familie Muntean

"Papa, Papa, wir haben schon drei Säcke voll!" Der siebenjährige Florin präsentiert stolz ein rostiges Stück Metall, während seine Geschwister Alexandra (12), Carmen (10) und Nicolae (8) die grossen Säcke voller Dosen und weiterem Altmetall präsentieren.

Vater Nicu (34) lacht verschämt und sagt traurig: "Ein Tropfen auf den heissen Stein, aber die Kinder wollen so gerne helfen. Deswegen sammeln und verkaufen sie das Altmetall." Im Alter von 17 Jahren hatte Nicu einen schweren Unfall. Seitdem kann er seine Hände nur noch für leichte Arbeiten gebrauchen. "Ich war mit meinem Vater im Wald Holz sammeln. Wir haben dazu den Pferdewagen mitgenommen. Die Räder haben wir immer mit einem Stein gesichert, damit der Wagen nicht wegrollt. Als ich eines Tages den Stein entfernen wollte, lief das Pferd los, und ich bin mit beiden Händen unter das Wagenrad gekommen. Es war unglaublich schmerzhaft", erzählt der Familienvater. Im Krankenhaus stellte man fest, dass beide Hände mehrmals gebrochen waren. Nicu wurde operiert. Doch die Hände blieben dauerhaft beschädigt. "Wegen meiner schwachen Hände habe ich mich dann auch noch ernsthaft am Bein verletzt, als ich Feuerholz mit einer Axt schlagen wollte. Ich schäme mich dafür, dass ich meine Familie nicht richtig versorgen kann, aber ich schaffe es einfach nicht."

Nicus Frau Florica (32) arbeitet hart. Sie wäscht, kocht, hält Haus und Hof in Ordnung und verrichtet auch schwere körperliche Arbeiten. Gemeinsam mit ihr geht Nicu in den Wald, um Holz zu sammeln. "Die Säcke tragen wir auf unseren Rücken", berichtet er. Die Eltern setzen trotz aller Schwierigkeiten alles daran, damit es ihren Kindern einmal besser gehen kann. Deswegen schicken sie die vier zur Schule, obwohl kaum Geld dafür vorhanden ist. "Da gehen wir Erwachsenen lieber hungrig zu Bett", sagt Florica. Das Einkommen der sechsköpfigen Familie ist gering. Nicus Antrag auf eine Invalidenrente wurde von den Behörden abgelehnt, und so leben Munteans von rund 180 Franken (165 Euro) im Monat.


Der siebenjährige Florin präsentiert stolz ein rostiges Stück Metall.

Die Kinder zeigen ihrem Vater ihre gesammelten Teile.

Zwei Betten stehen der Familie zur Verfügung. Das eine ist sehr marode, aus der Matratze stechen schon die Federn heraus. Die Familie benötigt dringend neue Betten, Schulsachen für die Kinder und Feuerholz. Auch ein neuer Ofen ist nötig, denn der alte zieht nicht mehr richtig – nicht auszudenken, wenn deshalb etwas Schlimmeres passieren würde. Denkbar wäre auch, dass die Familie auf ihrem Hof einen kleinen Stall errichtet und etwas Vieh und ein paar Hühner hält. Dies würde ihr das Einkommen und die Versorgung mit Milch und Eiern sichern. Dazu benötigen wir rund 6 000 Franken (5 600 Euro). Bitte helfen Sie Nicu und Florica, sich eine sichere Existenz aufzubauen und für ihre Familie sorgen zu können. Gott segne Sie dafür.

Projekt Nr. 3237, "Familienhilfe Muntean"

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