Report
Ausgabe 09, September 2010


Rumänien
Grosse Teile der Ernte vernichtet – Diaconia-Nothilfeprogramm: Mitarbeiter verteilen an Bedürftige Kleider und Nahrungsmittel
Verheerende Fluten ertränken die letzte Hoffnung der Armen
Bei schweren Überschwemmungen in Rumänien sind mehr als 20 Menschen ums Leben gekommen. Unzählige haben ihren gesamten Besitz verloren. Betroffen sind vor allem der Nordosten des Landes sowie die Region Siebenbürgen im Zentrum. Innenminister Blaga rief die Katastrophenschützer auf, das Leben von Menschen notfalls auch gegen deren Willen zu retten, da viele verzweifelte Bauern trotz der Flut ihre Häuser aus Angst vor Einbrechern nicht verlassen wollen.
Mit Tränen in den Augen blickt ein alter Mann auf das immer höher steigende Wasser. Er hat keine Hoffnung mehr: „Wir haben Unglück, Armut, Hunger und Tod. Wir erleben apokalyptische Zustände. Ich weiss nicht mehr weiter.“
Fast 3500 Häuser stehen nach offiziellen Angaben im Wasser. 246 sind eingestürzt, weitere 654 sind einsturzgefährdet. Die meisten eingestürzten Häuser waren in der traditionellen bäuerlichen Weise aus ungebranntem Lehm gebaut. Beschädigt wurden zudem Strassen auf einer Strecke von insgesamt rund 2000 Kilometern.
Für die Menschen, die ohnehin schon unter grosser Armut leiden, ist die Situation doppelt schlimm. Grosse Teile der Ernte sind zerstört. Ohne Hilfe von aussen drohen Hunger und Seuchen.
Allein in der Provinz Suceava im Norden des Landes sind über 20 Dörfer betroffen. Viele Familien haben ihre Lebensgrundlage verloren. Sie wissen nicht, wie sie den Winter überstehen sollen. Einige hatten noch versucht, ihre Häuser und Höfe mit Sandsäcken zu schützen, doch letztlich mussten auch sie zuschauen, wie das Wasser alles überflutete.
Die Diaconia-Mitarbeiter vor Ort haben rasch reagiert. Sie verteilen Kleider, Schuhe, Baumaterial und Kartoffeln, damit betroffene Familien sich für den Winter rüsten können. Aber die Mittel sind begrenzt, und die Not in den armen Dörfern kommt erst allmählich ans Licht.
Bitte helfen Sie mit, damit die betroffenen Familien mit dem Nötigsten versorgt werden können und neue Hoffnung schöpfen. Möge Gott Ihnen Ihre Mildtätigkeit reichlich vergelten!
Projekt Nr. 1514, "Fluthilfe Rumänien"

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Rumänien
Diaconia-Kinderzentrum in Brasov betreut Kinder, die in ehemaligen Ställen leben
Badezimmer hilft im Kampf gegen Läuse
Als Lili zum ersten Mal in das Kinder- und Bildungszentrum von Diaconia in Brasov kam, war die Zehnjährige völlig verwahrlost. In ihren Haaren hatten sich Tausende von Läusen eingenistet. Das Mädchen hatte sich bereits den ganzen Kopf blutig gekratzt. Ein Anti-Läuse-Shampoo half nicht mehr, und so musste Lili letztlich auf ihre Haarpracht verzichten.
Doch trotz ihres kahlgeschorenen Kopfes war Lili glücklich. „Ihr liebt mich wirklich, ihr kümmert euch wirklich um mich“, rief sie den Betreuerinnen zu. Seither ist Lili der Sonnenschein des Kinderzentrums. Sie strahlt vor Freude: Endlich kann sie gut schlafen und muss sich nicht mehr schämen vor den anderen Kindern.
Viele der Kinder, die ins Zentrum kommen, wohnen in armseligen Behausungen ohne fliessendes Wasser und ohne Toilette. Oft handelt es sich um ehemalige Tierställe. Die Kinder haben dort keine Möglichkeit, sich zu pflegen und sich sauber zu halten.
Die Diaconia-Mitarbeiter vor Ort sehen sich immer wieder mit dieser Notlage konfrontiert. Sie möchten deshalb im Kinderzentrum ein Badezimmer einrichten, damit sich die Kinder und Jugendlichen waschen und duschen können.
Kürzlich haben die Diaconia-Mitarbeiterinnen ein Mädchen-Wochenende zum Thema „Hygiene“ organisiert. Vieles war neu für die Kinder. Einige von ihnen hatten noch nie geduscht und noch nie ein Bad genommen – unglaublich, aber wahr.
Bitte helfen Sie, dass das Badezimmer rasch gebaut werden kann. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 6000 Franken (4400 Euro). Herzlichen Dank im Namen der Kinder und aller Mitarbeiter!
Projekt Nr. 1515, "Badezimmer gegen Läuse"

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Rumänien
Kinder schöpfen neue Kraft in liebevoller Umgebung – „Keine Schläge und kein Hunger“
Sommerlager: Lichtblick im tristen Alltag
Auf der Rückfahrt vom letztjährigen Sommerlager sind Neli und Andrea immer stiller geworden. In ihren Augen konnte man Tränen sehen. Als eine Mitarbeiterin nachfragte, sagten die beiden: „Wir wünschen uns, dass wir nie mehr nach Hause gehen müssen. Die letzte Woche war die schönste in unserem Leben. Keine Schläge, kein Hunger, keine Schreie. Wir haben gemerkt, dass ihr uns liebt.“
Für Kinder wie Neli und Andrea ist das Diaconia-Sommerlager der absolute Höhepunkt des Jahres. Hier dürfen sie für ein paar Tage die Liebe Gottes und den Respekt der Leiter erleben. Die Teilnehmer können sich zusammen mit anderen Kindern im Grünen austoben.
Das ganze Jahr über freuen sich die Kinder auf das Sommerlager und fragen die Mitarbeiter immer wieder, ob sie dieses Jahr auch wieder mitkommen dürfen. Sie können es fast nicht erwarten. Anfang des Sommers mussten die Diaconia-Helfer eine schwierige Entscheidung treffen: Können wir es uns leisten, ein Sommerlager zu organisieren? Haben wir genug Finanzen? Matthias Kipfer, der Leiter der Diaconia-Arbeit in Rumänien, informierte die Mitarbeiter, dass es diesen Sommer wegen der Finanzkrise sehr schwierig sein wird, das Lager durchzuführen.
Die Mitarbeiter in Rumänien haben daraufhin selbst Geld gesammelt. Mit den Kindern wurde gebastelt, gemalt und gewerkt. Diese Produkte haben sie dann gemeinsam in Brasov verkauft. So kamen über 2000 Franken (etwa 1500 Euro) zusammen. Das reichte, um für rund 20 Kinder das Lager zu finanzieren. Das Problem: Betreut werden im Zentrum 70 Kinder. Und alle wollten mit.
„Im Vertrauen, dass unsere Freunde in der Schweiz und in Deutschland uns nicht im Stich lassen, haben wir uns im Glauben entschieden, das Lager zu planen und durchzuführen“, berichtet Matthias Kipfer. Nun fehlen noch 5000 Franken (rund 3660 Euro).
Dürfen wir Sie bitten, die Kosten für ein oder mehrere Kinder zu übernehmen? Die Kosten für ein Kind belaufen sich auf 100 Franken (74 Euro). Ihre Spende macht es möglich, dass Kinder neue Kraft und Hoffnung für ihren harten Alltag schöpfen. Wir bitten Sie herzlich, das „Sommerlager der Hoffnung“ zu unterstützen.
Projekt Nr. 1516, "Sommerlager der Hoffnung"

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Albanien
Grosseltern erziehen ihre Enkel – Eine Kuh aus dem Diaconia-Projekt als Lebensperspektive
Kinder verlieren innerhalb von zwei Wochen Vater und Mutter
Abdulla und Ikbale Xhagysa hatten sich darauf gefreut, zusammen mit ihren Kindern und Enkeln einen geruhsamen Lebensabend zu verbringen. Doch innerhalb weniger Tage wurde ihr Glück zerstört – zurück blieben Leere, Verzweiflung und die Verantwortung für zwei Kinder. Abdulla kämpft mit den Tränen, als er den Diaconia-Mitarbeitern in Albanien die tragische Geschichte berichtet.
„Ich erinnere mich noch genau an den Tag, als ich die Nachricht erhielt, dass mein Sohn von einem Auto überfahren wurde. Ich dachte, dass der Schmerz mich umbringen würde. Es passierte vor sieben Jahren, mein Sohn war damals 29 Jahre alt. Er war sofort tot, alle Rettungsmassnahmen waren vergeblich.“
Nur zwei Wochen später starb die Ehefrau seines Sohnes an einer schweren Krankheit. Sie war 28 Jahre alt. Die beiden hinterliessen ihre zwei kleinen Kinder. Abdulla erzählt: „Wir als Grosseltern mussten den Kindern die Eltern ersetzen. Als sie starben, war das Mädchen eineinhalb und der Junge sechs Jahre alt. Adelina ist heute neun, Dorian ist jetzt gerade 14 geworden. Es war und ist sehr schwer für meine Frau und mich, die beiden zu erziehen. Unser ganzes Einkommen ist meine kleine Rente. Es ist sehr, sehr hart und schmerzvoll zu sehen, wie die beiden ihre Eltern vermissen. Ich hoffe, dass die beiden gesund bleiben und in der Schule gut mitkommen.“
Die Grosseltern haben Erfahrungen im Umgang mit Vieh. Sie hatten während der kommunistischen Herrschaft in Albanien auf einem staatlichen Bauernhof gearbeitet. Nun hoffen sie auf eine Kuh aus dem Diaconia-Projekt. Bei mehreren anderen armen albanischen Familien hat eine Kuh die Lebensumstände deutlich und langfristig verbessert.
Diaconia-Einsatzleiter Artan Metohu fasst die Vorteile des Kuh-Projektes so zusammen: „Da ist zunächst die Milch, die den Kindern eine qualitativ bessere Ernährung verschafft. Milch gilt in Albanien als weisses Gold. Der Verkaufserlös verschafft den Armen ein regelmässiges Einkommen. Sobald die Kuh ein Kalb bekommt, ist dies entweder eine weitere Einnahmequelle, wenn es auf dem Markt verkauft wird, oder die Grundlage für eine kleine Herde.“
Wir bitten Sie herzlich um Ihre Unterstützung, damit auch die leidgeprüfte Familie Xhagysa eine Kuh bekommen kann und somit eine ganz neue Lebensperspektive erhält. Eine geeignete Milchkuh kostet 2000 Franken (1470 Euro). Wir danken Ihnen sehr herzlich für Ihre Solidarität mit den Ärmsten im ärmsten Land Europas!
Projekt Nr. 1517, "Kuh Albanien"

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Armenien
18-Jähriger prallt mit geliehenem Auto gegen Lastwagen – Langwierige Behandlung im Spital
Mutter geht betteln für das Leben ihres Sohnes
Argischti (18) ist Sportstudent in der armenischen Hauptstadt Jerewan. Er stammt aus einem armen Dorf und ist als Halbwaise aufgewachsen. Ein schwerer Verkehrsunfall hat ihn beinahe das Leben gekostet. Die Ärzte konnten ihn durch eine Notoperation retten. Nun liegt er im Spital, weitere Operationen und Therapien sind dringend notwendig.
Das Dorf Vahan liegt im Osten des Landes, nahe der Grenze zu Aserbaidschan. Hier herrschte jahrelang Krieg. Dadurch sind viele Familien in Armut und Not geraten. In dieser Region leistet Diaconia seit acht Jahren Hilfe. Durch das Patenschaftsprogramm und die Viehaktion wurde vieles positiv verändert.
Gohar Torosian arbeitet als Geographie-Lehrerin in der Dorfschule. Ihr Mann starb im Krieg mit dem Nachbarstaat. Seither muss die junge Witwe alleine für ihre drei minderjährigen Kinder sorgen. Ihre Söhne Mamikon (geboren 1987) und Argischti (1992) und die Tochter Rosa (1989) erlebten eine schwere Kindheit voller Entbehrungen.
An einem Sonntagabend vor wenigen Wochen erreichte Gohar die schreckliche Nachricht: Bei einem Verkehrsunfall hat Argischti schwere innere Verletzungen erlitten. Mit dem Auto eines Freundes ist er auf einer Kreuzung frontal gegen einen Lastwagen geprallt. Mit einem Rettungswagen wurde der Student ins Spital gebracht. Dort schwebte er drei Tage lang in akuter Lebensgefahr. Alle Verwandten und Bekannten standen in diesen Tagen vor der Tür der Intensivstation und beteten für sein Leben.
Der physisch starke Junge überstand die Krise. Argischti hat mehrere Knochenbrüche, einen Bluterguss im Gehirn und ein schweres Bauchtrauma erlitten. Seine Milz wurde entfernt. Ihm stehen noch etliche Operationen bevor, danach folgt ein langer Weg der Rehabilitation.
„Unsere letzten Ersparnisse haben wir schon ausgegeben. Für alles muss bezahlt werden: für Transport und Unterkunft, für Krankenzimmer und zusätzliche Pflege, selbst Medikamente und Verbandmaterial müssen wir in der Apotheke kaufen“, erläutert Gohar.
Hilfesuchend wandte sich die arme Frau an ihre Bekannten, aber kaum jemand kann ihr Geld leihen. „Ich schäme mich, von Haus zu Haus zu gehen und um Geld zu betteln. Doch die Kosten müssen gedeckt werden, sonst können die nötigen Therapien nicht fortgesetzt werden“, berichtet Gohar unter Tränen.
Diaconia möchte sArgischti auf dem Weg der Besserung begleiten. Um seine Behandlungskosten zu übernehmen, sind wir auf Ihre Hilfe angewiesen! Vielen Dank, wenn Sie Argischti auch in Ihre Gebete einschliessen.
Projekt Nr. 1518, "Unfallopfer Argischti"

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Armenien
Alleinerziehende Mutter bangt um die Gesundheit ihrer Kinder – Sie selbst ist am Ende ihrer Kräfte
Nierenkranker Junge lebt in Wohnung ohne Heizung
Der Mann von Margarita Koninian ist seit sieben Jahren verschollen. Auf Suche nach Arbeit fuhr er 2003 nach Russ-land. Seither haben Frau und Kinder nichts mehr von ihm gehört. Margarita blieb mittellos zurück, mit zwei kleinen Kindern – dem Sohn Karen und der Tochter Sveta. Beide sind krank, und Margarita ist am Ende ihrer Kräfte.
Als ihr Mann verschwand, liess Margarita die Kinder bei ihren Eltern auf dem Dorf und fuhr in die Hauptstadt, um etwas Geld zu verdienen. Sie wurde als Verpackerin in einer Getränkefabrik eingestellt. Der Fabrikleiter, der ein grosses Herz hatte, unterstützte Margarita und mietete für sie ein Zimmer in einem Wohnheim. Für die ersten Monate bezahlte er sogar die Miete. Die Kinder konnten zu ihrer Mutter ziehen. Doch deren Verdienst reichte kaum zum Überleben. Die Last der Sorgen erdrückte Margarita beinahe, oft weinte sie vor Erschöpfung, doch sie gab nicht auf.
„An einem kalten Wintertag sagte der Besitzer unseres Zimmers, dass wir sofort ausziehen müssten, weil wir drei Monate lang die Miete nicht bezahlt hatten. Wir standen draussen im Schnee. Die Kinder zitterten vor Angst und Kälte. Nur dank der Barmherzigkeit des Mannes wurden wir wieder ins Zimmer zurückgelassen“, berichtete Margarita, „aber unsere Unterkunft wird nicht geheizt. Im Winter ist es drinnen genauso kalt wie draussen. Ich klebe alte Teppiche an die Wände, aber es hilft nicht.“
Ihr Sohn Karen ist schon immer schwach und kränklich gewesen, vermutlich aufgrund von Unterernährung und schlechter Wohnbedingungen. 2008 fiel Karen während einer Veranstaltung in der Schule in Ohnmacht. Die Mediziner fanden nichts Ernstes. Im Jahr darauf wiederholte sich der Vorfall. Nun wurde bei dem Jungen nach einer ausführlicheren Untersuchung eine schwere Nierenentzündung festgestellt. Eine seiner Nieren funktionierte überhaupt nicht mehr, das Gewebe der anderen war bereits zur Hälfte zerstört. Eine lebensrettende Operation wurde durch die Vermittlung des Bürgermeisters von Jerewan ermöglicht. Um Karen pflegen zu können, war Margarita gezwungen, ihre Arbeitsstelle aufzugeben. Immer noch braucht Karen Vitamine und Medikamente, um sein Immunsystem zu stärken. Er muss ständig frische Obstsäfte trinken und kalorienreiche Nahrung essen.
Margarita leidet an einer Schilddrüsen-Fehlfunktion und hat Schwindelanfälle. Tochter Sveta klagt über häufige Bauchschmerzen. Mit der geringen staatlichen Beihilfe, die das einzige Einkommen der Familie ist, können sie sich eine Behandlung nicht leisten. Margarita wünscht sich nichts mehr, als dass Karen und Sveta täglich mit ausreichend Essen versorgt werden. Über die angehäuften Mietschulden schweigt sie.
Karen möchte Musiker werden und geistliche Lieder komponieren. Er sagte, sein grösster Traum sei es, einmal neben einer alten armenischen Kirche zu sitzen und die geliebte Musik im Freien zu spielen.
Diaconia möchte die verzweifelte Familie gerne unterstützen und ist dabei auf Ihre Gaben angewiesen. Haben Sie herzlichen Dank für Ihre Mildtätigkeit!
Projekt Nr. 1519, "Nothilfe Margarita"

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Armenien
Karabach-Konflikt
USA bieten sich als Vermittler an
Im Streit um das umkämpfte Gebiet Berg-Karabach will die amerikanische Aussenministerin Hillary Clinton vermitteln. Sie hat Aserbaidschan und Armenien die Hilfe ihres Landes im Bemühen um einen Friedensvertrag zugesichert. Washington sei bereit, beiden Ländern dabei zu helfen, „eine dauerhafte Friedensvereinbarung zu erreichen und durchzusetzen“, sagte Clinton bei einem Besuch in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku.
Die Beilegung des Konflikts habe für die USA hohe Priorität. Die Region Berg-Karabach ist historisch betrachtet armenisches Land, liegt aber heute völkerrechtlich auf aserbaidschanischem Staatsgebiet. Berg-Karabach wird fast ausschliesslich von Armeniern bewohnt. Sie haben Anfang der 1990-er Jahre in einem verlustreichen Krieg die Kontrolle über das Gebiet übernommen, nachdem es zu Übergriffen gegen ihre Landsleute gekommen war. In dem Krieg wurden rund 30.000 Menschen getötet.
Im Jahr 1994 wurde eine Waffenruhe vereinbart. In den vergangenen Monaten verschärften sich die Spannungen zwischen Armenien und Aserbaidschan jedoch deutlich. So wurden mehrere Soldaten beider Seiten bei Feuergefechten getötet.

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Armenien
Vanik Harutiunian verliert den Kampf gegen den Krebs – Diaconia möchte leidgeprüfte Familie unterstützen
Vierjährige weiss: Ihr Vater wird sterben
Vanik Harutiunian hat den Kampf gegen den Krebs verloren. Der 34-Jährige liegt im Sterben. Diaconia möchte der Familie helfen, die bald auf ihren Ernährer verzichten muss. Besonders Vaniks vier Jahre alte Tochter Lusine ist auf Hilfe angewiesen.
Vanik wurde 1976 in einer einfachen Bauernfamilie im Dorf Kasach geboren. Die Familie war glücklich, bis Vaniks Vater bei einem Autounfall ums Leben kam. Nach seinem Schulabschluss machte Vanik eine Ausbildung zum Schuhmacher. Doch er konnte seinen Beruf nicht ausüben, weil er nirgends eine Anstellung fand. Nach langer Arbeitssuche wurde er in einer Weinfabrik als Lastenträger eingestellt. 2005 heiratete Vanik. Seine Frau Aschchen war seine Nachbarin, er kannte sie schon als Kind. 2006 erblickte ihre Tochter Lusine das Licht der Welt.
Vanik hatte keine gesundheitlichen Beschwerden, doch 2009 bemerkte er Blut im Stuhl. Zunächst machte er sich keine Sorgen. Er schob den Arztbesuch immer wieder auf die lange Bank, bis er in der Bauchgegend starke Schmerzen verspürte. Im Spital stellten die Ärzte Veränderungen in seinem Dickdarm fest, doch vermuteten sie nichts Bösartiges. Auf Empfehlung der Mediziner wurde Vanik im September 2009 operiert. Während des Eingriffs stellte sich heraus, dass es die Ärzte mit einem Tumor und nicht mit gutartigen Polypen zu tun hatten.
Für Vaniks Frau Aschchen brach eine Welt zusammen. „Ich kann gar nicht beschreiben, was in mir vorging, als ich die Diagnose gehört habe. Von einer Sekunde zur anderen war nichts mehr so, wie es vorher war. Der Schock war riesig und ich fühlte Angst, Traurigkeit und Verzweiflung. Ich hatte das Gefühl, mir wird der Boden unter den Füssen weggezogen“, erzählte sie.
Der Tumor wurde entfernt. Vanik verbrachte noch einen Monat im Spital. Er fühlte sich gut, hatte sogar ein wenig zugenommen. Er glaubte, dass die tödliche Krankheit besiegt war. Doch die Freude währte nicht lange. Im April 2010 entdeckte man bei Vanik neue Knoten. Die Ärzte erklärten, der Krebs sei schon im letzten Stadium und habe Metastasen in Leber und Nebennieren gebildet. Daher seien chirurgische oder strahlentherapeutische Massnahmen sinnlos.
Innerhalb weniger Tage hat sich Vaniks Zustand stark verschlechtert. Er ist bettlägerig, isst fast nicht und leidet unter starken Schmerzen. „Ich weiss, dass meine Stunde gekommen ist, und ich muss mich damit abfinden“, sagt er.
In den grossen Augen der 4-jährigen Lusine ist viel Schmerz und Trauer zu erkennen. In den vergangenen Monaten hat sie vieles miterlebt und ist ernster und nachdenklicher geworden. Damit Lusine nicht den ganzen Tag zu Hause sitzt und die Leiden ihres Vaters mit ansehen muss, hat ein Verwandter versprochen, die Kindergartengebühren für sie zu bezahlen. Ihre Familie ist dazu nicht in der Lage.
Die Diaconia-Mitarbeiter haben diese leidgeprüfte Familie getröstet und versprochen, ihr in dieser schweren Zeit zu helfen. Neben der Schmerztherapie für Vanik geht es um die Betreuung von Lusine, ihrer Mutter und der alten Grossmutter sowie um die Bezahlung der angehäuften Schulden für die Behandlung des todkranken Vaters. Herzlichen Dank für alle Gebete und Gaben!
Projekt Nr. 1520, "Familienhilfe Vanik"

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Nepal
Seit Jahren stellt Dolma ihr Leben in den Dienst notleidender Kinder – Sie selbst ist gesundheitlich angeschlagen
Internats-Mutter bittet um Gebet für Augen-Operation
Gute Nachrichten aus einem christlichen Internat in der nepalischen Stadt Pokhara: Drei Kinder, die von Diaconia unterstützt werden, haben ihren Schulabschluss geschafft. Die beiden Jungen Taktuk und Pema und das Mädchen Kelsang möchten nun eine Ausbildung beginnen. Darum kümmert sich Dolma, die Internatsmutter. Trotz ihrer eigenen gesundheitlichen Probleme ist sie rund um die Uhr für ihre Schützlinge da.
Dolma stammt aus Tibet und kümmert sich zusammen mit ihrem Mann um etwa 50 Kinder. Die sind Flüchtlinge, haben ihre Eltern verloren oder stammen aus zerbrochenen Familien. Einige sind aggressiv, können nicht schlafen, wenn sie von Verwandten ins Heim gebracht werden. „Manche zerstören ihre Schulbücher oder zerschneiden die Betten. Ich muss viel Zeit mit ihnen verbringen“, berichtet die engagierte Christin. Ihr Herz schlägt für jene, die besonders schlimm dran sind. „Ich würde nie ein Hilfe suchendes Kind wegschicken“, versichert Dolma, „die Kinder sollen eine gute Erziehung erhalten und später auch einmal das Evangelium weitersagen können.“
Die Kinder hätten ohne Dolmas Hilfe kaum Chancen im Leben. Nepal ist arm, und der Staat kann sich nur wenig um bedürftige Kinder kümmern. Dolma ist bei ihrer segensreichen Arbeit in dem hinduistisch geprägten Himalaya-Staat auf Spenden aus dem Ausland angewiesen.
Seit einigen Jahren ist Dolma zuckerkrank. Nun ist auch ihre Sehfähigkeit beeinträchtigt, und sie muss kurzfristig ihr rechtes Auge in der Hauptstadt Kathmandu operieren lassen. „Alle Kinder beten für mich“, berichtet sie. Bitte schliessen auch Sie Dolma in Ihre Gebete ein.
Mit einem qualifizierten Schulabschluss bekommen die Kinder dieses Internats eine gute Zukunftschance geschenkt. Deshalb möchte Diaconia diese Einrichtung weiterhin fördern. Bitte helfen Sie mit, den armen Christen im Schatten der höchsten Berge der Erde gezielt und langfristig zu helfen!
Projekt Nr. 1521, "Nepalhilfe"







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