Report
Ausgabe 09, September 2011


Armenien
Sechsjähriger trauert um seine Eltern — Überlebenskampf in bitterer Armut

Grossmutter und Enkel trösten sich gegenseitig


Der sechsjährige Sergej hat innerhalb kurzer Zeit Vater und Mutter verloren. Jetzt lebt er bei seiner völlig verarmten Grossmutter. Sie versuchen, sich gegenseitig zu trösten: die verzweifelte Marieta, die am liebsten sterben würde, und der sechsjährige Junge, der keine Hoffnung mehr hat.

Menschen geraten aus den unterschiedlichsten Gründen in Not, wissen plötzlich nicht mehr, wie sie ihr Leben in den Griff bekommen sollen. So ergeht es Marieta. Innerhalb eines Monats hat sie ihre Tochter und ihren Schwiegersohn verloren. Seitdem lebt ihr Enkel Sergej bei ihr.

Schon kurz nach Sergejs Geburt hatte seine Mutter Gajane starke Schmerzen in der Bauchgegend bekommen. Sie ging sofort zum Arzt. Die niederschmetternde Diagnose: ein bösartiger Tumor in der Gebärmutter. Gajane wurde operiert. Nach dem Eingriff folgten Chemotherapie und Bestrahlung. Die aufwändige und schmerzhafte Behandlung hielt den Krebs drei Jahre lang in Schach, eine Zeit des Hoffens und Bangens für die Familie. Es sah so aus, als hätte Gajane die Krankheit besiegt. Doch dann kam der Krebs zurück, mit voller Kraft. Gajane musste sich erneut operieren lassen, doch die finanziellen Reserven der Familie waren gänzlich ausgeschöpft. Die Familie war bereits hoch verschuldet. Gajanes Mann Ashot verkaufte seine Wohnung. Zu gross war seine Angst, seine Frau zu verlieren. Nach der zweiten Operation folgte kurz darauf eine dritte. Doch Gajanes Werte verschlechterten sich. Ashot fiel in eine schwere Depression, die seelische Belastung konnte er kaum ertragen. Im März bekam er auf dem Heimweg von der Arbeit einen Herzinfarkt. Der 36-Jährige starb auf der Strasse. Im folgenden Monat verlor Gajane ihren Kampf gegen den Krebs. Auch sie wurde nur 36 Jahre alt.

Zur Trauer von Marieta und Sergej kam die Furcht vor dem Hunger. Die beiden leben nur von einer kleinen staatlichen Beihilfe, die Sergej als Waise bekommt. Marietas Sehvermögen ist eingeschränkt und lässt sich auch durch eine Brille nicht korrigieren. Deshalb kann sie keiner Arbeit nachgehen. Die finanzielle Unsicherheit belastet sie enorm. Es fehlt an allen Ecken und Enden. Die beiden benötigen unbedingt warme Kleidung. Sergej besitzt nur eine abgetragene Jeans und einen Pullover. Jeden Tag trägt er die gleiche Kleidung. Sie besitzen auch keine Bettwäsche oder Decken.

Ihrer sterbenden Tochter hatte Marieta versprochen, ihr Grab zu umzäunen und ein Grabkreuz aufzustellen. Diesen letzten Wunsch konnte Marieta noch nicht erfüllen. Sie hat einfach kein Geld dafür. Sergej schaut jeden Tag den Nachbarskindern beim Radfahren zu. Ein Fahrrad ist sein grösster, unerreichbarer Traum.

Marieta würde am liebsten noch alles für ihren Enkel in Ordnung bringen und dann sterben. Diaconia möchte Marieta und Sergej unterstützen, ihr Überleben sichern und ihnen den Trost des Evangeliums zusprechen. Bitte helfen Sie mit durch Ihre Gaben und Gebete! Herzlichen Dank für Ihre Mildtätigkeit!

Projekt Nr. 1635, "Marieta und Sergej"
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Armenien
Bei Motorradunfall schwere Kopfverletzungen erlitten — 25-Jähriger benötigt Rehabilitations-Behandlung

Nach sieben Tagen aus dem Koma erwacht


Familie Bosinian hat den blutigen Krieg mit Aserbaidschan überlebt, unter schwierigsten Umständen in dem armen Bergdorf Parawakar. Alle Familienmitglieder wurden verletzt, an Körper und Seele. Sie dachten, das Schlimmste was passieren könnte, hätten sie bereits durchlebt. Doch sie täuschten sich: Der 25-jährige Sohn Gagik erlitt bei einem Verkehrsunfall schwerste Kopfverletzungen.


Der junge Mann hatte zuvor das alte Motorrad seines Vaters repariert. Bei der ersten Probefahrt ereignete sich das Unglück: Das Motorrad kollidierte mit einem anderen Fahrzeug, danach stiess es gegen den Telegrafenmasten am Strassenrand. Mit schweren Schädelhirnverletzungen wurde Gagik ins Hospital gebracht. Sein Zustand war kritisch. Gagik lag im Koma. Er hatte eine Schädelfraktur und einen Bruch des Schädelbasisknochens, eine Blutung zwischen Knochen und Hirnhaut sowie Verletzungen an der Lunge davongetragen.

Die Mediziner hatten wenig Hoffnung. Gagik schwebte tagelang zwischen Leben und Tod. Für seine Familie war es eine schwere Zeit. Sie konnte nichts tun, ausser Gott zu vertrauen und um ein Wunder zu beten. Sie erinnerte sich, dass ihr Sohn schon einmal fast gestorben wäre: Im Sommer 1992, während des Krieges mit Aserbaidschan, explodierte neben dem damals Sechsjährigen eine Bombe. Kein Arzt, keine Krankenschwester war in dem abgelegenen Dorf, um ihm zu helfen. Erst bei Nacht konnte er über unsichere Strassen in eine Klinik der Hauptstadt Jerewan gebracht werden. Dort wurde das Leben des Jungen gerettet, er blieb aber auf einem Ohr taub. Damals hatten die Eltern Gott um das Leben ihres Kindes angefleht. Ihre Gebete wurden erhört – damals wie heute. Sieben Tage nach dem Motorradunfall erwachte Gagik aus dem Koma.

Gagik war Sportler, seine physische Stärke kam ihm zu Gute. Mittlerweile geht es dem jungen Mann besser. Aber noch immer hat er starke Schmerzen. Er macht Fortschritte, die die Ärzte staunen lassen. Doch noch ist nicht alles überstanden. Es folgt noch ein langer Weg der Heilung und der Rehabilitation. Das ist mit hohen Kosten verbunden. Gagiks Familie weiss weder ein noch aus. Ihr fehlt das Geld, um die Hospitalkosten zu begleichen. Bis jetzt fielen umgerechnet rund 3900 Franken (etwa 3.400 Euro) an. In Armenien gibt es kaum jemanden, der der Familie dieses Geld leihen könnte. Gagik benötigt eine Computertomografie, Verbandsmaterial und Medikamente, die Liste ist schier endlos. Seine Eltern haben nur ein geringes Einkommen, eine kleine Invalidenrente des Vaters (der vom Krieg her noch einen Metallsplitter im Körper hat), und ein geringes Gehalt der Mutter. Gagiks Brüder sind mittellos. Sein ältester Bruder kann kaum seine drei minderjährigen Kinder ausreichend versorgen.
Mit Ihrer Hilfe kann die Not dieser Familie gelindert werden. Die Diaconia-Mitarbeiter in Armenien bitten Sie herzlich, Gagik zu unterstützen und für seine Genesung zu beten.

Projekt Nr. 1636, "Rehabilitation Gagik"
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Armenien
Familienvater bei Verkehrsunfall getötet — Bekommen die Kinder dennoch eine Ausbildung?
Witwe arbeitet Tag und Nacht — die Not bleibt

Ein Tag im Mai 2006 hat das Leben der Familie Igitian von Grund auf verändert. Satenik wurde zur Witwe, ihre drei Kinder zu Halbwaisen. Ihr Mann Arman (42) kam bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Die Familie stand plötzlich vor unlösbaren finanziellen Problemen.


Auch für Armans Eltern war sein Tod ein herber Schlag. Denn der Sohn hatte sich rührend um sie gekümmert, er wollte ihnen ein sorgloses Alter ermöglichen. Armans Vater erlitt kurz nach dem Unglück einen Herzanfall. Nur mit grosser Mühe und viel Zuneigung kam er wieder auf die Beine. Bei seiner Frau begann eine tiefe Neurose, die später zur Verschlechterung ihres Gehörs führte. Seitdem sorgte Armans Bruder für die Familie. Doch auch sein Leben war kurz. Nur ein Jahr später starb er an einer Lungenentzündung.

Ihre neue Rolle als Alleinerziehende stellte Satenik vor grosse Herausforderungen. Ihre Aufgabe als Mutter und Hausfrau hatte sie bis dahin völlig ausgefüllt. Nun musste sie, um finanziell über die Runden zu kommen, nach einer Verdienstmöglichkeit suchen. Sie holte ihre alte Nähmaschine aus dem Keller und begann, kleine Aufträge von zu Hause aus zu erledigen. Sie war geschickt und deshalb viel beschäftigt, die Nähmaschine surrte fast rund um die Uhr. Das erlaubte ihr, ihre Kinder und die Schwiegereltern ohne Schulden und Kredite zu ernähren. Die Kinder wissen, wie hart die Mutter arbeiten muss, um jeden Tag Essen auf den Tisch stellen zu können. Deshalb fordern sie auch nichts von ihr. Doch Wünsche und Träume haben sie trotz allem. Die älteste Tochter Tatewik hat 2010 ein Marketing-Studium an der wirtschaftlichen Universität in Jerewan begonnen. Die Studiengebühren von 880 Franken (rund 766 Euro) kann sich Satenik nicht leisten, sie übersteigen das Familienbudget weit. Für das erste Semester wurden die Gebühren von Freunden und Verwandten bezahlt. Aber nun droht Tatewik das vorzeitige Ende ihrer Ausbildung.

Die Schwiegereltern benötigen ständige Betreuung und Pflege, sie sind alt und krank. Im Strudel der Sorgen weiss Satenik oft nicht mehr, wo ihr der Kopf steht. Sie selbst leidet an heftigen Schmerzen im Rücken. Ihre Bandscheiben sind verschoben, eigentlich bräuchte sie eine Therapie.

Sateniks Kinder müssen auf die Erfüllung ihrer Träume und Wünsche verzichten. Die kleine Adriene würde gerne Geige spielen lernen. Der junge Hajak liebt Fussball. Doch weder für Musikunterricht noch für Sportstunden bleibt Geld übrig.

„Alle Sorgen kann man nicht auf einmal verschwinden lassen. Aber diesen Menschen wieder Hoffnung geben und einen besseren Alltag ermöglichen, das werden wir wohl gemeinsam schaffen“, berichtet Einsatzleiter Baru Jambazian. Dabei ist Diaconia auf Ihre Hilfe angewiesen! Bitte helfen Sie dieser Familie, unter menschenwürdigen Umständen zu leben, und ermöglichen Sie Tatewik den Abschluss ihres Studiums. Herzlichen Dank für Ihre Solidarität mit den Ärmsten im ältesten christlichen Land der Erde!


Projekt Nr. 1637, "Familienhilfe Igitian"
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Rumänien
Ein Familie fristet tristes Dasein in alter Fabrikhalle — Mangelernährung verursacht Gesundheitsprobleme
Zwei Jungen leben von Brot und Gemüse

Immer mehr Familien in Rumänien leben unter unwürdigsten Verhältnissen. Besonders die Kinder leiden darunter. Täglich klopfen verzweifelte Eltern wie Vaile Cojocaru und seine Frau Melinda an die Türe von Diaconia in Brasov und flehen die Mitarbeiter an, ihren Kindern Hilfe zukommen zu lassen.

Diaconia hilft, wo immer es möglich ist. Familie Cojocaru lebt in einer alten Fabrikhalle. Der Vater ist der Bewacher des Fabrikgeländes. Eine eigene Wohnung kann sich die Familie nicht leisten. Als Vaile vor drei Jahren die Arbeit als Wachmann angenommen hatte, war er mit seiner Familie in das leerstehende Fabrikgebäude gezogen. Es bestand aus einem einzigen grossen Raum ohne Wände. Die Familie nahm einen Kredit bei der Bank auf, um Wände einzuziehen. Kleinere Räume sind im Winter leichter zu heizen und sie bieten etwas Privatsphäre.

Vailes Arbeit ist nicht ungefährlich. Er bewacht das Fabrikgelände. Die Firma arbeitet mit Eisen, das ist in Rumänien sehr begehrt. Immer wieder versuchen Diebe, das Metall zu stehlen. Wenn Vaile sie auf frischer Tat erwischt, wird er massiv bedroht und muss um sein Leben fürchten.

Ein Grossteil von Vailes Gehalt wird benötigt, um den Kredit für den Bau der Wände zurückzuzahlen. So bleibt nicht viel zum Leben übrig. Das Geld reicht meist nur für Brot, Margarine und tiefgefrorenes Gemüse. Die Kinder können sich nicht erinnern, wann sie das letzte Mal einen Bissen Fleisch gegessen haben. Die beiden Söhne Elvis (6) und Stefan (4) leiden unter Blutarmut als Folge von mangelhafter Ernährung. Deshalb sind die Jungen oft müde und schlapp. Sie werden häufig krank. Elvis hat zusätzlich Sehschwierigkeiten. Seine Eltern kauften ihm eine Brille, was sie in weitere Unkosten stürzte. Melinda hat aufgrund der mangelhaften Ernährung fast all ihre Zähne verloren. Auch wenn die Kinder unter ihrer schlechten Ernährung leiden, sind sie viel im Freien und spielen. Sie können immer noch lachen und glücklich sein, trotz einer Wohnung, deren Atmosphäre an ein dunkles Gefängnis erinnert.

Melinda hat Diaconia um Hilfe angefleht. Sie braucht Unterstützung, um den Kindern gute Nahrung kaufen zu können. Eine gesunde Ernährung würde helfen, ihre Blutwerte zu verbessern. Diaconia hat der Mutter versprochen, dass sie regelmässig Lebensmittel erhält. Bitte helfen Sie mit, dass Elvis und Stefan nicht weiter unter Mangelernährung leiden müssen.


Projekt Nr. 1638, "Elvis und Stefan"
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Rumänien-Krise: Viele Probleme nicht gelöst

Nach einer langen und tiefen Rezession scheint für die rumänische Wirtschaft endlich Besserung in Sicht. Fachleute schätzen, dass die Wirtschaft in Rumänien 2011 um 1,5 Prozent wachsen wird. Das Land leidet aber nach wie vor unter grossen Infrastruktur-Problemen. Ein Beispiel sind die Autobahnen: Mit nur 313,5 Kilometern Autobahn liegt das 21-Millionen-Land Rumänien weit unter dem EU-Durchschnitt. Österreich verfügt im Vergleich dazu mit nur einem Drittel der Landesfläche über ein Autobahnnetz von mehr als 1.700 Kilometern. Als Grund der Misere gelten Korruption, schlechte Planung und der mangelnde politische Wille, das Land an Westeuropa anzubinden.

Als weiteres Problem fällt die massive Umweltverschmutzung auf. Auf rumänischen Mülldeponien kommt es immer wieder zu unkontrollierten Bränden. Dadurch gelangen Schadstoffe in die Luft und ins Grundwasser. Doch ein Grossteil der rumänischen Bevölkerung ist arm und hat andere Sorgen als den Umweltschutz.




Rumänien
Pastor Ionut macht weiter Fortschritte — Trainingsgerät zum Muskelaufbau erhofft
„Ohne Diaconia wären wir verloren gewesen“

Im Diaconia-Report wurde schon mehrmals über das tragische Schicksal von Pastor Ionut Sandru berichtet. Dank Ihrer Unterstützung und Hilfe hat er einen schweren Verkehrsunfall überlebt und macht grosse Fortschritte. Seine Frau Monica ist fest davon überzeugt, dass Gott an ihrem Mann ein Wunder tut. Doch der Weg zur Genesung ist noch lang. Monica ist Diaconia unendlich dankbar für alle Unterstützung, die ihrer Familie zuteil wurde. „Ohne Diaconia wären wir verloren gewesen“, unterstreicht sie.


Vor gut zweieinhalb Jahren hatte der junge Pastor einen schweren Autounfall. Er war zusammen mit seiner Frau und seinem damals dreijährigen Sohn Eric von Bukarest nach Sibiu unterwegs. Der Wagen prallte frontal gegen eine Betonwand. Monica und Eric wurden nur leicht verletzt, obwohl das Fahrzeug völlig zertrümmert wurde. Ionut hatte schwerste Verletzungen und lag lange im Koma, auch sein Gehirn war betroffen. Die Ärzte hatten den Evangelisten und Seelsorger schon aufgegeben. Aber nach sieben Monaten konnte er überraschend die Intensivstation verlassen.

Monica kümmert sich seither rund um die Uhr um ihren Mann. Deshalb kann sie nicht arbeiten. Ihr Leben ist sehr hart. Oft stösst Monica an ihre Grenzen. Doch ihr Glaube an Jesus Christus und die Hilfe von Diaconia geben ihr immer wieder neuen Mut und neue Kraft.

Kürzlich traf Monica die Leiter der Diaconia-Arbeit in Rumänien. Gemeinsam haben sie einen Plan für die nächsten sechs Monate ausgearbeitet. Neben Geld für seinen Lebensunterhalt und die Medikamenten braucht Ionut unbedingt ein Trainingsgerät, mit dem er seine Muskeln wieder aufbauen kann. Doch in Rumänien ist es schwer, an solche Geräte zu gelangen. In Bukarest, wo Ionut lebt, gibt es ein solches Gerät – doch es ist ständig ausgebucht. Um weiter Fortschritte machen zu können, muss Ionut aber regelmässig trainieren.

Diaconia möchte deshalb ein spezielles Trainingsrad anschaffen und Ionut zur Verfügung stellen. Die Ärzte erhoffen sich dadurch einen weiteren, noch grösseren Fortschritt. Je nach Verlauf ist es auch möglich, dass er eines Tages wieder einige Schritte ohne fremde Hilfe gehen kann.

Ionut benötigt weiterhin Medikamente. Sie kosten monatlich 137 Franken (120 Euro). Auch diese Summe kann Monica nicht alleine aufbringen. Doch wichtiger ist im Moment das Trainingsrad.

Es kostet etwa 3500 Franken (3000 Euro). Wenn Ionut das Gerät nach Abschluss seiner Rehabilitation nicht mehr benötigen wird, möchte Diaconia es anderen Betroffenen zur Verfügung stellen.

Monica und Ionut danken allen Spendern, die sie in den vergangenen Monaten unterstützt haben. Diaconia möchte diese junge Familie auch weiterhin auf ihrem schwierigen Weg begleiten. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung durch Gebete und Gaben!


Projekt Nr. 1639, "Pastor Ionut"
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Rumänien
Neue Aktion: Spenden Sie einen Bienenstock!
Gesunde Kinder dank Diaconia-Bienen

Diaconia will in Rumänien nachhaltig und langfristig helfen. Hilfe zur Selbsthilfe ist ein wichtiger Eckpfeiler dieser Hilfe. Neben Grundnahrungsmitteln wie Kartoffeln und Gemüse im Winter, verteilt Diaconia jedes Jahr auch über 1000 Kilogramm Honig an bedürftige Familien. Besonders für die Kinder ist dies eine grosse Freude.


Vor allem Kinder aus benachteiligten Familien leiden im Winter an Erkältungskrankheiten. Medikamente sind teuer. Die wenigsten Familien können sich Arzneimittel leisten. Honig ist ein natürliches Mittel, das bei Erkältungen und anderen Beschwerden den Heilungsprozess fördert. Deshalb ist der Honig eine wichtige Hilfe. Die Honiggläser werden wie ein Goldschatz behütet.

Damit in Rumänien noch mehr Kinder von Diaconia mit dem wertvollen goldenen Saft versorgt werden können, hat sich Diaconia mit einem einheimischen Imker zusammengetan. Ziel ist es, etwa 100 Bienenstöcke anzuschaffen, die dann von diesem Imker betreut werden.

„So können wir mit einer einmaligen Spende von einem Bienenstock viele Jahre wertvollen Honig ernten und an bedürftige Kinder und Familien verteilen. Das ist nachhaltige Hilfe, verbunden mit Hilfe zur Selbsthilfe.“, erläutert Matthias Kipfer, der Leiter des Diaconia-Hilfsprogramms in Rumänien.

Die Anschaffungskosten für einen Bienenstock inklusive der Bienen und Zubehör liegen bei rund 360 Franken (etwa 300 Euro).

„Wir würden uns freuen, wenn möglichst viele Gönner einen Bienenstock oder einen Anteil davon spenden können, damit wir bereits im nächsten Frühjahr die ersten Bienenstöcke und Bienenvölker anschaffen können“, so Matthias Kipfer. Bitte helfen Sie mit – die notleidenden Kinder danken dafür sehr herzlich und werden alle Spender in ihre Gebete einschliessen.

Projekt Nr. 1460, "Diaconia-Bienenstock"
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Albanien
Xheve und ihre vier Kinder leben weiter in Angst — Sie essen und schlafen auf dem Boden
Neun Ehejahre voller Gewalt und Erniedrigung

Neun Jahre lang ist Xheve regelmässig von ihrem Ehemann Bajram geschlagen worden. Ihre Ehe, aus der vier Kinder hervorgingen, war geprägt von Erniedrigung, Gewalt und Missbrauch. Ihr Mann Bajram hatte neben ihr noch eine Geliebte. Xheve sieht heute ihre Ehe als einen grossen Fehler an. Sie ist aus der Stadt Skhoder geflohen, hält sich mit den Kindern versteckt, und fürchtet Bajrams Rache.


Der sah sie nur als billige Haushaltshilfe. An manchen Tagen schlug er sie nicht nur mit den Fäusten, sondern auch noch mit Werkzeugen aller Art. Xheves Körper ist von Wunden übersät. Die Ehe hinterliess einen grossen Schock mit offensichtlichen emotionalen und körperlichen Schäden. Auch während den Schwangerschaften schreckte ihr Mann nicht vor Gewalttaten zurück. Einer ihrer Söhne, Ednazi, hat gesundheitliche Probleme, die auf die Gewalt während der Schwangerschaft zurückzuführen sind. Xheve hatte oft das Gefühl, dass ihr Ehemann sie töten wollte, um mit der anderen Frau zusammen zu sein.

Nach neun Jahren gelang ihr mit den vier Kindern die Flucht. Seither lebt sie in Angst und Sorge. Xheve fürchtet sich davor, dass ihr Mann sie womöglich verfolgt. Momentan leben Mutter und Kinder in einer Baracke. Es ist ein erbärmlicher Ort, doch ihnen bleibt nichts anderes übrig. Hauptsache, sie haben ein Dach über dem Kopf und ein wenig Schutz vor Wind und Regen. Die Hütte hat weder Türen noch Fenster, eigentlich ist sie zu klein für fünf Personen. Ausserdem gibt es keine Möbel oder Betten. Alle essen und schlafen auf dem Boden. Im Winter ist es extrem kalt, da keine Heizung vorhanden ist. Xheve hat kein Einkommen, um die Kinder zu ernähren. Ihre Mutter und ihr Bruder helfen, wo sie können. Sie versorgen die Familie mit Essen, damit sie überleben kann.

Diaconia möchte dieser armen vom Schicksal gebeutelten Familie helfen. „Wir befürchten, dass Xheves Hoffnungslosigkeit sie zurück in die Arme ihres gewalttätigen Mannes treiben könnte. Wir wollen verhindern, dass sie zu ihm zurückgeht, die Wunden an ihrem Körper sprechen eine deutliche Sprache“, berichtet Einsatzleiter Artan Metohu. Zuerst möchte Diaconia Xheve und ihren Kindern einige Möbel zukommen lassen. Dann soll die Hütte instandgesetzt, isoliert und mit einem Ofen ausgestattet werden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 10.600 Franken (9360 Euro). Ausserdem bemüht sich Diaconia darum, Xheve eine geeignete Arbeit zu beschaffen, damit sie auf Dauer für ihre Kinder sorgen kann. Wir danken Ihnen sehr für Ihre Solidarität mit dieser leidgeprüften Mutter und ihren vier Kindern!


Projekt Nr. 1641, "Nothilfe Xheve"
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